Sabine Schulze Gronover Rote Schatten über Münster

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Inhaltsangabe zu „Rote Schatten über Münster“ von Sabine Schulze Gronover

Die junge Zeitungsjournalistin Christine Neustedt besucht die große Indianerausstellung im Naturkundemuseum Münster - und findet sich unversehens im Mittelpunkt einer dramatischen Mordserie wieder. Gibt es tatsächlich eine Verbindung zwischen ihr und dem Täter, der ihr Informationen über indianische Beschwörungszeremonien zuspielt? Und warum hat sie auf einmal so verstörende Träume? Eine Cheyenne versucht ihr bei der Suche nach der Wahrheit zu helfen, doch auch ihn lässt die Vergangenheit nicht los.

Spannend, ungewöhnlich, faszinierend und humorvoll. Kann ich sehr empfehlen!

— Igelmanu66

Spannender Westfalen Krimi mit unvorhersehbaren Geschehnissen und legendären Protagonisten ♥

— heidi_59

Tatort: Münster. Ein exotischer Westfalen-Krimi mit besonderem Charme und verblüffender Handlung!

— Floh

Sehr unterhaltsam und mit Humor geschrieben!

— Wilmi

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  • Buchverlosung zu "Rote Schatten über Münster" von Sabine Schulze Gronover

    Rote Schatten über Münster

    Sommerregen

    Hallo! :)

    Ich habe auf meinem Blog eine neue Verlosung gestartet - es kann jeder mitmachen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mal vorbeischauen würdet.

    Ganz liebe Grüße und viel Glück!!

    Hier geht es zur Verlosung:

    https://warmersommerregen.wordpress.com/2016/02/01/%F0%9F%8F%86-%F0%9F%8E%88-wieder-ein-schoener-anlass-fuer-eine-verlosung-%F0%9F%8E%88/

    • 8
  • Indianer im Münsterland

    Rote Schatten über Münster

    Igelmanu66

    »Wissen Sie, was fehlt?« Dr. Horns Stimme klang zittrig. Es war Corwin Standing Child, der nach kurzem Überlegen antwortete: »Es fehlen Waffen, darunter einige Bowiemesser und ein Zeremonienstab mit dazugehöriger Rassel.« Hier machte er eine Pause und schaute zu Chief Thomas. »Und es fehlt das Geistertanzhemd.« … Christine folgte Herrn Dr. Horn und Corwin Standing Child, die nun zur Information eilten. In der großen Eingangshalle des Museums kamen weitere Besucher auf sie zu und stellten Fragen. Doch der verstörte Schrei einer jungen Dame brachte alle gleichzeitig zum Verstummen. In die gespenstische Stille hinein hörte man nur noch die Schritte von Dr. Horn. An der Information, direkt vor dem grauen Telefon, saß die Frau, die noch vor zwei Stunden allen Gästen freundlich zugenickt hatte. Sie rührte sich nicht, die Augen waren starr aufgerissen und ihr Oberkörper blutüberströmt. Das Rot bildete einen makabren Kontrast zum Grün ihrer Bluse. Jemand hatte ihr die Kehle durchgeschnitten. Ein Raubmord im Naturkundemuseum Münster? Diese Überlegung steht eigentlich nur ganz kurz im Raum, denn die geraubten Gegenstände haben für einen „normalen“ Einbrecher keinen Wert. Als kurz danach weitere Mordopfer auftauchen, findet sich schnell eine Gemeinsamkeit: Alle hatten irgendetwas mit der Indianerausstellung des Museums zu tun. Die junge Journalistin Christine Neustedt, die ursprünglich nur einen Artikel schreiben wollte, muss plötzlich feststellen, dass der unbekannte Täter sie mehr in sein Tun einbezieht, als ihr lieb sein kann… Die Indianerausstellung des Naturkundemuseums Münster – wie oft bin ich schon dadurch gelaufen! Dieses (übrigens auch ansonsten) sehr schöne und informative Museum gehört seit vielen Jahren zu unseren regelmäßigen Ausflugszielen. Daher kenne ich die Räumlichkeiten gut und stellte beim Lesen hocherfreut fest, dass ich dank präziser Beschreibungen der Ausstellungsorte und -objekte stets genau wusste, wo ich mich gerade befand. Dieser Krimi punktet bei mir aber nicht nur mit seinem Wiedererkennungswert, sondern verknüpft eine wirklich spannende Handlung mit reichlich Infos über die „Native Americans“, über ihre Vergangenheit und ihr Leben im Jetzt, über Mythen, heilige Gegenstände, Rituale und Zeremonien. Über ein Leben zwischen den Kulturen, über den Spagat, in der heutigen Gesellschaft zu leben ohne die eigenen Wurzeln zu verleugnen. Diese Themen finde ich hochinteressant und sie sind hier für mein Empfinden sehr gut umgesetzt. Christine mag ich, wenn sie auch – ganz Journalistin – chronisch neugierig ist und eine unglückliche Begabung hat, sich ständig in Schwierigkeiten zu bringen. Letzteres trägt regelmäßig dazu bei, den ermittelnden Kommissar Delbrock (intelligent und sympathisch) auf amüsante Weise in die Nähe eines Nervenzusammenbruchs zu bringen. Und dann sind da noch mehrere indianische Künstler und Kunsthistoriker, die die Ausstellung besuchen. Allesamt interessante Charaktere, die den Leser sehr lange grübeln lassen, auf welche Art sie möglicherweise in die Vorfälle involviert sind. Es ergeben sich immer wieder nette kleine Dialoge, an denen ich großen Spaß hatte… »Beten Sie eigentlich? Zu Gott oder zu Manitu oder wem auch immer?« »Nun, ich tanze jedenfalls nicht mehr halb nackt ums Feuer und schwinge den Regenmacher. Ja, ich bete. Vermutlich zu demselben Gott, zu dem Sie hier üblicherweise beten, nur dass wir Native Americans eventuell unterschiedliche Auffassungen über einige Aspekte seiner Persönlichkeit haben.« Die Handlung bleibt durchgehend spannend, den Schluss empfand ich als schön und realistisch und auch an Logik und Auflösung gab es für mich – trotz Mythen – nichts auszusetzen. In Kürze fahre ich wieder ins Museum und hoffe zuversichtlich, die nette Dame von der Info bei guter Gesundheit anzutreffen ;-) Fazit: Spannend, ungewöhnlich, faszinierend und humorvoll. Kann ich sehr empfehlen! »Was schleichst du dich auch immer so heran!« »Das ist ein Gendefekt, den ich von meinen Ahnen habe.«

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    • 11
  • Buchverlosung zu "Rote Schatten über Münster" von Sabine Schulze Gronover

    Rote Schatten über Münster

    SchulzeGronover

    Liebe Leser, ich starte hier meine erste Buchverlosung mit meinem dritten Kriminalroman. Wenn ich nicht gerade schreibe, arbeite ich (Diplom-Pädagogin, Kunsttherapeutin) in der Psychiatrie oder stundenweise auf einer Palliativstation. Beide Bereiche bringen mich mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt  und erweitern immer wieder den Horizont zum Schreiben, denn: Personen, handelnde Figuren sind mir wichtig in meinen Büchern. Nun zum Buch "Rote Schatten über Münster" Das Naturkundemuseum Münster zeigt eine unerwartet blutige Ausstellung über die Kultur der Indianer. Schon beim Sektempfang erscheint die erste Leiche. Dann verschwinden rituelle Gegenstände und tauchen in den Kehlen ausgewählter Opfer wieder auf. Die Journalistin Christine Neustedt gerät zwischen die Fronten der indianischen Gäste, der Ausstellungsleitung und eines Mörders, der große Lust an tödlichen Spielen zeigt ...Und sie stellt fest, dass ausgerechnet der Teil ihrer Kindheit, den sie verdrängt hat, nun von Bedeutung ist, um die Vorfälle zu klären. Ich verlose 4 signierte Ausgaben für für ein Feedback zu folgender Überlegung: In Krimis wird gewürgt, erschossen und gemordet, was die Phantasie hergibt. Doch welche Gründe sind für euch nachvollziehbar? Was kann Menschen so in Rage oder Verzweiflung bringen, dass sie dafür töten? Ich meine übrigens „nachvollziehbar“ und nicht „entschuldbar“.

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    • 129
  • " Seelenwanderung "

    Rote Schatten über Münster

    heidi_59

    " Rote Schatten über Münster " Sabine Schulze Gronover Lebenslauf von Sabine Schulze Gronover Quelle : Lovelybooks.de Ich bin 1969 als Sabine Schwienhorst in Hamm-Heessen geboren und mit einer älteren Schwester und einem jüngeren Bruder als "Sandwich-Kind" am Rande von Bockum-Hövel aufgewachsen. In jungen Jahren wollte ich Indianer werden, einige Jahre später war ich überzeugt davon, als Trapezkünstlerin größere Chancen zu haben. Ich alleine würde den Wilden Westen kaum zurückerobern können. Den Jubel eines Publikums über spektakuläre Darbietungen am Trapez eroberte ich aber auch nicht, meist fand ich mich im Gipszimmer der Unfallchirurgie wieder. Vernünftiger, aber nicht weniger verträumt machte ich mein Abitur und studierte an der Westf. Wilhelmsuniversität Münster Diplom-Pädagogik und Kunsttherapie. Ich erzählte mir zu dieser Zeit dann nur noch die Geschichten, in denen ich immerhin sehr aufregende Berufe und Berufungen inne hatte, ohne deshalb existentielle oder physische Sorgen leiden zu müssen.Und genau das ist für mich auch der faszinierende Aspekt an Büchern - man kann mit ihnen alles Mögliche erleben, sich mit den verschiedenen Personen identifizieren, eine Eule als Haustier besitzen und immer wieder die Welt retten und ist dennoch passend zum 3-Gang-Menü Zuhause. Toll ! Seit 1993 bin ich in der LWL-Klinik Münster tätig, sowie seit 2010 zusätzlich stundenweise auf der Palliativstation des St. Josef-Krankenhauses in Hamm. Berufliche Routine und Langeweile brachten mich auf die Idee, das Erzählen von Geschichten mal von einer professionellen Seite aus zu hinterfragen. So absolvierte ich von 2004 bis 2006 einen überaus interessanten und lehrreichen Autorenlehrgang bei ILS, Institut für Lernsysteme in Hamburg - seitdem weiß ich zumindest warum mir manche Bücher nicht gefallen und andere sehr...! Ich lebe jetzt in Drensteinfurt, bin verheiratet und habe eine Tochter, einen braunen 2 Jahre alten Labrador, acht Meerschweinchen und drei Kaninchen (draußen!), und ein Hamster meiner Tochter lebt in der Gästedusche (Ja, ich wollte auch einmal Tierärztin werden). " -=Klappentext =- Das Naturkundemuseum Münster zeigt eine unerwartet blutige Ausstellung über die Kultur der Indianer: Schon beim Sektempfang erscheint die erste Leiche. Dann verschwinden rituelle Gegenstände und tauchen in den Kehlen ausgewählter Opfer wieder auf. Die Journalistin Christine Neustedt gerät zwischen die Fronten der indianischen Gäste, der Ausstellungsleitung und eines Mörders, der große Lust an tödlichen Spielen zeigt … Ein außergewöhnlicher Krimi, in dem die Angst viele Gesichter hat . Sprichwort : " Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten , bis uns unsere Seelen wieder eingeholt haben ." Indianische Weisheit Als die Journalistin Christine Neustedt den Auftrag erhält über die aktuelle Ausstellung indianischer Künstler , im Naturkundemuseum in Münster zu berichten , ahnt sie nicht welche weit zurück liegenden Ereignisse ins Rollen gebracht werden und welch tragende Rolle sie dabei spielt . -= Leseindrücke =- Die frisch getrennte Christine Neustedt und ihre Freudin Birgit , die auch Journalistin und Fotografin ist , sind zur Eröffnung der Austsellung ins Museum eingeladen worden . Im Museum trennen sich die Frauen und gehen ihrer Arbeit nach . Christine stolpert auf der Suche nach ihren Objektivdeckel fast über eine tote Frau , und wird ko. geschlagen . Das erste was sie sieht , als sie wieder zu Bewustsein kommt , ist Corwin Standing Child , er begleitet die Indianischen Künstler von Amerika nach Münster . Jetzt muss er mit Entsetzen festellen , dass einige der rituellen Ausstellungstücke aus den Vitrinen fehlen . Was hat das zu bedeuten , und warum musste Frau Auerbach sterben ? Hauptkommissar Delbrock ist froh , das er die Unterstützung von Corwin Standing Child hat , der ihm die Bedeutung der gestohlenen rituellen Waffen und Gegenstände erklären und zeigen kann . Er hofft so , vieleicht schneller den Mörder fassen zu können . Während die beiden mit Hochdruck versuchen das wieso und warum des Mordes und des Diebstahls zu klären , bekommt Christine Post vom Mörder. Der Mann der sie brutal hinterrücks erschlagen hat ! Er erwartet von ihr , dass sie sich mit der Indianischen Kultur und Religion vertraut macht und darüber in der Zeitung berichtet . Kurz darauf passiert der zweite Mord . Frau Horn , die Frau des Museumsleiters wird in ihrem Haus erdolcht aufgefunden . Die Polizei von Münster steht vor einen großen Mordfall , der immer weitere Kreise zieht , immer mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregt , und hat noch keine Spur, die zum Mörder führt . Der Mörder aber, versucht sich in das Leben von Christine einzuschleichen und bricht sogar in ihre Wohnung ein und verwanzt diese . Auf ihrem Bett hat er ein Geschenk hinterlassen , es ist eines der gestohlenen Aussellungsstücke , eine kleine geschnitzte Flöte . Als Corwin erzählt , welche Bedeutung dieses Geschenk hat und Christine an ihre , in der letzten Zeit seltsam , wirren Träume denkt und mit Corwin darüber spricht , da schrillen bei allen die Alarmglocken . Christine ist die Auserwählte eines gnadenlosen Mörders , der alles versucht um an sein Ziel (Christine) zu kommen . Hauptkommissar Delbrock und Corwin Standing Child nehmen den Kampf mit dem Wahnsinnigen auf und müssen dafür tief in die Vergangenheit der Amerikanischen Ureinwohner und ihren Nachkommen zurück gehen . -= Fazit =- Der Roman , Rote Schatten über Münster ist sehr schön lebendig und flüssig geschrieben . Als Leser hat man das Beschriebene sehr bildlich vor Augen und kann so bei einigen alten Indianischen Riten und Bräuchen , als stiller Teilnehmer dabei sein . Die Protagonisten sind sehr gut ausgewählt und mit dem jeweiligen Charakteren gut besetzt worden , von der Autorin . Die Verbindung vom Naturkundemuseum Münster , der Journalistin Christina , zu den Ureinwohnern in Amerika , wird im Laufe der Geschichte immer weiter hergestellt und verständlich . Ich habe dieses Buch mit Freude gelesen , es ist sehr unterhaltsam und bringt einiges der alten , Indianischen Kultur und Lebensweise und der heutigen Indianer in den Reservaten in Amerika zum Leser nach Hause . Die Spannung ist für einen guten Krimi auch vorhanden doch eher sanft und dafür zum Ende stark ansteigend . Alles zusammen , hat mir das Buch gut gefallen und ich gebe sehr gerne eine uneingeschränkte Leseempfehlung , an alle Krimifans , die auch mal neugierig auf andere Kulturen sind und trotzdem gerne in der Heimat bleiben . Von mir dafür 4 **** Sterne Ich bedanke mich bei der Autorin Sabine Schulze Gronover für ihren schönen Roman , den ich bei der Aktion " Autoren schenken Lesefreude " von ihr geschenkt bekommen habe . Vielen Dank ! heidi_59

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    • 3

    Sabine17

    25. November 2014 um 18:52
  • ..."Jedes Mal, wenn das Blut eines dieser Täter fließt, fließen auch meine Tränen wieder freier"...

    Rote Schatten über Münster

    Floh

    In "Rote Schatten über Münster" erleben wir einen facettenreichen und exotischen Westfalen Krimi der Autorin Sabine Schulze Gronover. Regional, lokal und bis ins ferne Amerika spannend und verworren. Indianische Mythen und Zeremonien werfen Münster in ein ganz neues Licht... Zum Inhalt: "Die junge Zeitungsjournalistin Christine Neustedt besucht die große Indianerausstellung im Naturkundemuseum Münster - und findet sich unversehens im Mittelpunkt einer dramatischen Mordserie wieder. Gibt es tatsächlich eine Verbindung zwischen ihr und dem Täter, der ihr Informationen über indianische Beschwörungszeremonien zuspielt? Und warum hat sie auf einmal so verstörende Träume? Eine Cheyenne versucht ihr bei der Suche nach der Wahrheit zu helfen, doch auch ihn lässt die Vergangenheit nicht los." Handlung: Eine junge Zeitungsjournalistin rückt in den Fokus eines perfiden fanatischen Racheplans. Etwas unvollendetes soll zu Ende gebracht werden, doch diese Journalistin, Christine, ahnt noch nichts von all dem Schlimmen was auf sie zu kommt. Eine Austellung im Münsterschen Naturkundemuseum über das Indianische Leben und ein Bericht in der Zeitung bringen den Stein ins Rollen. Der Prolog gibt böse Vorahnungen frei und der kaltblütige Rachefeldzug nimmt seinen Lauf. Nur langsam nähert sich Christine mit Hilfe des charismatischen Cheyenne Corwin Standing Child den Hintergründen der Morde und den Zusammenhängen zu ihr und somit ihrer eigenen Rolle im Geschehen. Ein zurückliegender Aufenthalt in Amerika vor knapp 16 Jahren soll der Schlüssel sein. Immer wieder erleiden neue Opfer schlimmste Verletzungen bis hin zum Tod, die Ermittlungen kommen nur zäh voran, lange gibt es keine Verdächtigen und das Puzzle setzt sich nur mühsam durch intensive Recherche von Christine selbst zusammen. Zwischendrin darf der Leser viel über die Indianische Kultur und das Land erfahren. Schreibstil: Die Autorin Schulze Gronover besitzt einen so herrlichen und überaus lokalen Schreibstil, dass sie gleich zu Beginn all meine Sympathiepunkte erhaschte. Mich als Westfälin, die in Münster zur Schule gegangen ist, spricht dieser Krimi natürlich ganz besonders an. Sabine Schulze Gronover hat das lebhafte Münster eingefangen, wie man es bei einem Besuch der Stadt erlebt. Zu all ihrem Lokalkolorit nutzt sie unter anderem den typischen Schreibstil für einen gelungenen Krimi, denn sie legt falsche Spuren, sorgt für Irrungen und Wirrungen, streut Handlungsstränge und lässt den Leser an den Ermittlungen aktiv teilhaben und mit dem Ermittler Delbrock und der Journalistin Christine Neustedt an den Ermittlungen verzweifeln. Autorin Schulze Gronover formt wunderbare Dialoge mit authentischen Effekten, der mich ganz besonders erfreut, dennoch hätte ich mir hier etwas westfälische Mundart gut vorstellen können. Zudem taucht sie immer wieder in kleinere Nebenhandlungen ein, die das Lesen und Ermitteln sagenhaft abwechslungsreich gestalten. Hier gibt es rätselhafte Träume, Erinnerungsfetzen aus Christines Amerikaaufenthalt und einige Passagen aus dem Leben der Native Americans. Nichts ist überladen oder übertrieben, fein abgestimmt und wunderbar gewürzt. Das Buch liest sich flüssig und unterhält, es gibt unheimlich viel zu entdecken und zu erleben. Charaktere: Viel Geschick und Können beweist die Autorin bei der Auswahl der Charaktere. Denn hier treffen wir ganz speziell nicht nur auf eine überragende Hauptprotagonistin, sondern auch auf die exotisch wirkenden Indianer, die zu Gast in Münster sind und Fokus der Ermittlungen werden. Kommissar Delbrock, ein gemütlicher und sachlicher Ermittler, Christine und ihre quirlige Freundin und Kollegin Birgit, Christines Mutter und die ferne Verwandtschaft aus Amerika und vor allem der Cheyenne Corwin Standing Child, der für Christine ganz ungeahnte Emotionen bereit hält. Viele interessante Persönlichkeiten und gerade das Team um die Ermittlungen und der Ausstellung des Museums warten mit kuriosen Eigenschaften auf. Und auf dem Weg bis zum Täter / Täterin begegnen wir noch viele Charaktere. Jeder könnte es gewesen sein, denn das Motiv und die Zusammenhänge bleiben bis zum Showdown unklar und fern. Knifflige Konflikte entstehen hier. Wir treffen auf sympathische und unsympathische Figuren und dürfen so manchen Überraschungsmoment erleben. Autorin Gronover beweist großes Geschick, denn sie bringt die vielen Rollen und Nebenrollen in Einklang und lässt den Leser somit mitfühlen und ganz wichtig: Sie lässt den Leser an den mystischen Ermittlungen teil haben! Meinung: Das Treiben rund um die Recherchen, die Indianische Kultur, die Zeremonien und Rituale, die Ermittlungen, um die jeweiligen Mordhergänge und Zusammenhänge, um den oder die Täter, um die Opfer, um die Mutmaßungen, um die Wendungen und Kuriositäten sind äußerst irr und wirr aber mehr als unterhaltsam und spannend dargestellt. Da mich dieser Krimi absolut durch seine Charaktere, die Story, die Umstände, die ganzen Ideen, die Dialoge und vor allem die verschrobenen Konstellationen absolut überzeugt und unterhalten hat, drücke ich ein Auge zu und sehe über die flachen Spannungsbögen hinweg und gebe trotz diesem kleinen Manko ganze verdiente 4 Sterne plus. Über etwas mehr Nervenkitzel und Spannung, eigene Mundart und vermehrten Lokalkolorit hätte ich mich gefreut, hier wäre mehr möglich gewesen. Aber in Sachen Unterhaltung und Lesespaß dennoch nicht zu toppen. Cover: Stimmig zum Inhalt, und wirft erste Fragen auf. Ein Traumfänger, ein indianisches Scvhutzsymbol, sehr exotisch und rätselhaft. Ein tolles Motiv zum runden Gesamtwerk Krimi. Die Autorin über sich: "Ich bin 1969 in Hamm-Heessen geboren und mit einer älteren Schwester und einem jüngeren Bruder als "Sandwich-Kind" am Rande von Bockum-Hövel aufgewachsen. In jungen Jahren wollte ich Indianer werden, einige Jahre später war ich überzeugt davon, als Trapezkünstlerin größere Chancen zu haben. Ich alleine würde den Wilden Westen kaum zurückerobern können. Den Jubel eines Publikums über spektakuläre Darbietungen am Trapez eroberte ich aber auch nicht, meist fand ich mich im Gipszimmer der Unfallchirurgie wieder. Vernünftiger, aber nicht weniger verträumt machte ich mein Abitur und studierte an der Westf. Wilhelmsuniversität Münster Diplom-Pädagogik und Kunsttherapie. Ich erzählte mir zu dieser Zeit dann nur noch die Geschichten, in denen ich immerhin sehr aufregende Berufe und Berufungen inne hatte, ohne deshalb existentielle oder physische Sorgen leiden zu müssen.Und genau das ist für mich auch der faszinierende Aspekt an Büchern - man kann mit ihnen alles Mögliche erleben, sich mit den verschiedenen Personen identifizieren, eine Eule als Haustier besitzen und immer wieder die Welt retten und ist dennoch passend zum 3-Gang-Menü Zuhause. Toll! Seit 1993 bin ich in der LWL-Klinik Münster tätig, sowie seit 2010 zusätzlich stundenweise auf der Palliativstation des St. Josef-Krankenhauses in Hamm. Berufliche Routine und Langeweile brachten mich auf die Idee, das Erzählen von Geschichten mal von einer professionellen Seite aus zu hinterfragen. So absolvierte ich von 2004 bis 2006 einen überaus interessanten und lehrreichen Autorenlehrgang bei ILS, Institut für Lernsysteme in Hamburg - seitdem weiß ich zumindest warum mir manche Bücher nicht gefallen und andere sehr...! Ich lebe jetzt in Drensteinfurt, bin verheiratet und habe eine Tochter, einen braunen 2 Jahre alten Labrador, acht Meerschweinchen und drei Kaninchen (draußen!), und ein Hamster meiner Tochter lebt in der Gästedusche (Ja, ich wollte auch einmal Tierärztin werden). " Fazit: Ein komplexer und ausgefeilter Regionalkrimi mit absolut facettenreicher Handlung und einer Brise Exotik und Indianerkultur in der Fahrradstadt Münster. Leseempfehlung!

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    • 3
  • Der wilde Westen kommt nach Münster

    Rote Schatten über Münster

    Wilmi

    Indianer in Münster, Ritualmorde im Museum und alte Häuptlinge in den Träume einer Journalistin. Dieser Krimi ist ungewöhnlich und spannend. Und die Indianer waren tatsächlich mal in Münster zu einer Ausstellungseröffnung - der Beginn des Buches beschreibt also einen realen Bezug. Dann aber geht es blutig und mysteriös weiter. Die Hintergründe sind gut recherchiert und der Schreibstil ist flott und mitunter recht humorvoll.

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    • 2
  • Indianer in Westfalen

    Rote Schatten über Münster

    aenschii97

    Ein ungewöhnlicher Krimi mit Tiefgang. Während einer Indianerausstellung gibt es einen Ritualmord, dem weitere folgen. Haben die indianischen Gäste den Wilden Westen mitgebracht oder spielen die münsterländischen Gastgeber ein teuflisches Spiel? Eine junge Journalistin gerät mitten zwischen die Fronten und ermittelt unfreiwillig mit einem indianischen Kunsthistoriker zusammen, wobei beide tief in ihre eigene Vergangenheit geraten. Unterhaltsam, spannend und irgendwie liebevoll geschrieben.

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    • 2
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