Der Menschenräuber

von Sabine Thiesler 
4,1 Sterne bei188 Bewertungen
Der Menschenräuber
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Positiv (146):
A

Dies ist für mich das bislang spannendste Buch von Sabine Thiesler!

Kritisch (9):
LiberteToujourss avatar

Die Charaktere waren nicht authentisch, die Handlung eher flach..

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Inhaltsangabe zu "Der Menschenräuber"

Wehe, wenn wir uns wiedersehen

Zuerst verliert er durch einen schrecklichen Unfall seine Tochter. Dann seinen Job und schließlich seine Frau. Als der erfolgreiche Medienmanager Jonathan in einem einsamen Bergdorf in der Toskana ankommt, scheint er am Ende zu sein. Doch dann trifft er die junge Sophia und beginnt mit ihr ein neues Leben, bis ihn die Vergangenheit einholt. Aus Rache wird er zum Mörder, aber das ist erst der Anfang …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453435254
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:11.10.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 18.05.2010 bei Random House Audio erschienen.

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    AnnetteTraksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Dies ist für mich das bislang spannendste Buch von Sabine Thiesler!
    Achtung: Hochspannung!

    Jana, die gefeierte Primaballerina der Deutschen Oper in Berlin, und der erfolgreiche Fotograf und Medienmanager Jonathan führen eine glückliche Ehe. Als Jana ungewollt schwanger wird, ist es für sie keine leichte Entscheidung, Beruf und Karriere zugunsten des Kindes aufzugeben.

    Doch Jonathan ist überglücklich! Vom ersten Tag an vergöttert er die kleine Giselle, die der Mittelpunkt seines Lebens wird.

    Schon als Kind zeichnet das Mädchen leidenschaftlich gerne und studiert nach dem Abitur Kunst - Fachleute sagen ihr eine große Karriere voraus.

    Doch als Giselle 20 Jahre alt ist, wird sie an einer Fußgängerampel von einem heranrasenden Auto erfasst und erliegt ihren schweren Verletzungen. Der junge Fahrer des Wagens war stark betrunken, kommt aber in einem Prozess mit einer minimalen Strafe davon.

    Für Jonathan ist mit dem Tod seiner Tochter eine Welt zusammengebrochen, sein Leben hat jeglichen Sinn verloren. Er wird zum Alkoholiker, verwahrlost völlig und verliert dadurch Beruf und Frau.

    Total am Ende, steigt er eines Tages einfach wahllos in einen Zug und landet irgendwann in der Toskana - in der heruntergekommenen Pension von Riccardo und Amanda Valentini.

    Schon beim ersten Anblick verliebt er sich in deren blinde Tochter Sofia, die das Ebenbild von Giselle ist. Beide heiraten, bauen das Anwesen der Valentinis zu einem ansprechenden Feriendomizil aus und beginnen ein neues, zufriedenes Leben.

    Doch dann holt Jonathan eines Tages die Vergangenheit ein ...

    Resümee: 
    Der Roman spielt während der Jahre 1977, 2001 und 2007 in Berlin, der Toskana und Buchholz in der Nordheide; im Mittelpunkt stehen nacheinander verschiedene Protagonisten. Sämtliche Ebenen sind durch bestimmte Ereignisse und Personen miteinander verbunden.

    Dabei passt alles absolut zusammen und greift schlüssig ineinander, denn alle Protagonisten handeln ihrem Charakter entsprechend ausnahmslos folgerichtig und psychologisch nachvollziehbar.

    Einige erleben eine Achterbahnfahrt der Gefühle, und auch der Leser ist einem Wechselbad der Emotionen ausgesetzt: Einerseits hat man viel Verständnis für bestimmte Einstellungen und Entscheidungen, versteht menschlich die Motivation, die hinter gewissen Handlungen steckt. Andererseits erschrecken oder verstören diese einen jedoch rational.

    Besonders drastisch ist dies in Bezug auf Jonathan, den der Tod seiner Tochter psychisch extrem mitgenommen hat: Besonders seit er in der Toskana lebt, ist er auf der einen Seite liebe- und verständnisvoll, fürsorglich und liebenswürdig, im nächsten Moment aber kann er hemmungslos brutal und unberechenbar sein. Seine innere Zerrissenheit - der Wunsch nach Ruhe und Geborgenheit gegenüber dem Getriebensein von Rachegedanken - hat die Autorin hervorragend herausgearbeitet.

    Dass das Buch "nur" als Roman vermarktet wird, ist ein Understatement - es dem Genre "Thriller" zuzuordnen, wäre diesem Pageturner voller Dramatik und Spannung durchaus angemessen gewesen. Aber vielleicht hat man sich dagegen entschieden, weil der Schwerpunkt auf der Entwicklung der psychologischen Dimension liegt und auch, weil Commissario Donato Neri zwar seine Auftritte bekommt, aber nicht ermitteln möchte - obwohl Ehefrau und Kollege ihm dringendst dazu raten.

    Fazit: Dies ist für mich das bislang spannendste Buch von Sabine Thiesler.

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    Zirbis avatar
    Zirbivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zieht sich wirklich in die Länge, immer wieder wiederholen sich Details oder ganze Handlungsabläufe. Sehr Langatmig - leider!
    Sie hat eindeutig besser Bücher geschrieben

    Eine Kurzzusammenfassung spar ich mir an der Stelle und ich kann hier aber leider auch nicht schreiben ohne ein bisschen zu spoilern. Also Vorsicht, wobei ich wahrscheinlich nicht wiklich die Spannung zerstören kann, denn so spannend wars leider gar nicht.

    Die Geschichte dreht sich meiner Ansicht nach ein bisschen im Kreis, immer wieder geht es stark in die psychische Richtung, was zwar interessant ist, aber dann auch einfach zu viel des Guten wird. Viele Details sind ganz nett, um in die Geschichte einzutauchen, aber was soll denn das ganze bla bla um Gabriellas Mutter? Sie spielt nun wirklich keine Rolle und auch die ganzen Ausführungen über die Ehe von Amanda und Ricardo. Einfach "too much". Ansonsten find ich es auch einfach übertrieben, dass sich ZUFÄLLIG immer alle Leute über den Weg laufen, zufällig in Italien - ist mir etwas zu weit hergeholt.

    Ihr merkt schon, ich war jetzt nicht unbedingt begeistert, obwohl ich normalerweise den Stil von Sabine Thiesler schätze und auch ihre Liebe zum Detail sehr auflockernd finde. Aber diesmal hat sie mich einfach nicht überzeugt. Auch die Charaktere im Buch haben mich keines Wegs angesprochen, niemand war mir besonders sympathisch, für niemand konnte ich recht Partei ergreifen...

    Und leider ähneln sich die Bücher in vielen Inhalten sehr. Nicht nur die Landschaften, auch die Handlungbläufe (einkaufen, in Bar Cafe trinken, Espresso kochen, Gartenarbeiten etc. ) werden sehr detailliert beschrieben und ja es ist schon ganz nett zu lesen, wie das Leben der Charaktere so läuft, aber wenn es dann halt zum vierten Mal in Folge bei Neri und Gabriella während dem Essen Diskussionen über Rom und Co. gibt ist es einfach auch nicht mehr nett.

    Sorry, nächstes Mal wirds bestimmt wieder besser :-)

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    Saskia512s avatar
    Saskia512vor 4 Jahren
    Eher eine verdrehte Lovestory

    Zum Inhalt :Zuerst verliert er durch einen schrecklichen Unfall seine Tochter. Dann seinen Job und schließlich seine Frau. Als der erfolgreiche Medienmanager Jonathan in einem einsamen Bergdorf in der Toskana ankommt, scheint er am Ende zu sein. Doch dann trifft er die junge Sophia und beginnt mit ihr ein neues Leben, bis ihn die Vergangenheit einholt. Aus Rache wird er zum Mörder, aber das ist erst der Anfang …

    Sofia sieht aus wie Jonathans Tochter, deshalb seht er es als 2. Chance. Die ersten 300 Seiten erfährt man ein wenig von der Vorgeschichte und viel Liebesgedöns nebenbei. Dan wirds Langsam spannend als er Richter, der damals für den Unfall der  zum Tod von Jonathans Tochter führte sich mit seiner Frau bei Jonathan und seiner Familie einmietet. Es passieren schreckliche  Unfälle oder Sachen die als solches Bezeichnet werden bis nachher ein ziemlich lasches Ende kommt. 
    Ich war nicht wirklich begeistert von dem Buch. 
    Trotzdem war es leicht zu lesen und ich kanns für alle empfehlen die auf Lovestorys mit ein bisschen spannung stehen :)

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    Morgoth666s avatar
    Morgoth666vor 5 Jahren
    "Der Menschenräuber" von Sabine Thiesler

    Inhalt:
    Wehe, wenn wir uns wiedersehen
    Zuerst verliert er durch einen schrecklichen Unfall seine Tochter. Dann seinen Job und schließlich seine Frau. Als der erfolgreiche Medienmanager Jonathan in einem einsamen Bergdorf in der Toskana ankommt, scheint er am Ende zu sein. Doch dann trifft er die junge Sophia und beginnt mit ihr ein neues Leben, bis ihn die Vergangenheit einholt. Aus Rache wird er zum Mörder, aber das ist erst der Anfang …

    Fazit:
    Verstörend,packend - ein Buch das einen nicht mehr loslässt.

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    Thrillerladys avatar
    Thrillerladyvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Menschenräuber" von Sabine Thiesler

    - absolut bewegend & fesselnd -

    Wieder einmal hat mich die Geschichte bis aufs Äußerste gefesselt und bis zur letzten Minute in Atem gehalten. So ist es kein Wunder, das ich sie innerhalb von einem Tag nur so verschlungen habe.

    Im Vordergrund stand für mich dieses Mal nicht unbedingt die Spannung, die es auch gab und besonders zum Schluss zum Zuge kam, sondern die Geschichte an sich. Sie ist äüßerst tragisch und bewegend und hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Das Leid das von den Protagonisten ausging war förmlich greifbar.

    Wie immer spielt sich die Geschichte in der Toskana ab, wobei beim Lesen, trotz des Leids auch Urlaubsfeeling aufgrund der Beschreibungen aufkommt.
    Ebenso, wie in ihren vorangegangen Büchern ist die Geschichte in Personenkapitel aufgeteilt und spiegelt ihre jeweiligen Erlebnisse wider. Es wechselt sich also mehr oder weniger Gegenwart und Vergangenheit ab. Somit wird von allen Hauptpersonen die Vergangenheit beleuchtet und es fügt sich nach und nach zu einem Ganzen zusamen, was zur Auflösung des Puzzels beiträgt und das das Unfassbare greifbar macht. Dies ist vielleicht ein Punkt, den andere Leser bemängeln würden, da man so immer mal von der Story abtaucht, aber es hat halt alles seinen Sinn und gerade das macht das Ganze erst so lesenswert.

    Das Buch ist auf dem Cover als Roman deklariert. Ich selbst bin mir nicht ganz schlüssig, als was ich es betiteln würde, es beiinhalte Kompenente meherer Genres. Es ist weder ein reiner Thriller, noch ein reiner Krimi, sondern irgendwas dazwischen. Es kommt sehr viel Tragik und Drama vor und spricht somit vielleicht nicht nur Liebhaber von reiner Spannungsliteratur an, da es so gut, wie keine Polizeiarbeit gibt, sondern sich nur mit der Tragik der Protagonisten beschäftigt, was allerdings so ausreichend ist, das es dem Anderen nicht bedarf.

    Das Ende, soviel sei gesagt, ist auf jeden Fall ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe.

    Fazit:

    Eine Geschichte, die mich vom Anfang bis zum Ende absolut gefesselt in ihren Bann gezogen hat.
    Absolute Lesempfehlung!
    Note: 1

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Auf tragische Weise verliert Jonathan durch einen Unfall seine Tochter, und Jahre später rächt er sich auf seine Art und Weise,und verfällt ...
    Rezension zu "Der Menschenräuber" von Sabine Thiesler

    Auf tragische Weise verliert Jonathan durch einen Unfall seine Tochter, und Jahre später rächt er sich auf seine Art und Weise. Er verfällt dem Wahnsinn. Am Ende bezahlt Leonie, die Frau des Unfallfahrers mit ihrem Leben. Sie kam mit dem Verlust ihrer kleinen Tochter nicht klar.

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    abuelitas avatar
    abuelitavor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Menschenräuber" von Sabine Thiesler

    tja, was ist passiert? Die ersten Bücher von Frau Thiesler fand ich wirklich super...aber dann....

    Auch bei diesem Werk hier war von vornherein abzusehen, wie es aus-und weitergehen würde. Zwar nicht im einzelnen, aber es reicht doch schon, wenn man exakt den "roten Faden" sieht und von daher keinerlei
    Überraschung zu erwarten ist. Deutschland, Toskana, der unfähige Polizist...
    Zudem finde ich die Story so in der Art wirklich abstrus. Dazu die vielen Logik-und anderen Fehler - wie kann so etwas passieren? In Eile beim Schreiben?

    Was noch hinzukommt: ich liebe aussagekräftige deutliche Sätze, die mir auch ein Bild vermitteln können.Aber bei Frau Thiesler geht mir das mittlerweile wirklich zu weit: bei der Beschreibung z.B.-wie und in welcher Art! -Amanda ihre berühmte Nudelpfanne kocht, wurde mir wirklich übel und ich würge sogar momentan noch, wenn ich mir die Szene vor Augen halte...
    Okay, vielleicht bin ich da nun besonders empfindlich....trotzdem ist sowas ein dicker Minuspunkt in meinen Augen....

    Mit den Charakteren wurde ich überhaupt nicht warm, wirklich mit keinem einzigen. Niemand, mit dem ich Mitgefühl hatte oder den ich mir habe vorstellen können. Na, und das Ende...da breite ich mal lieber den Mantel des Schweigens darüber...

    Tut mir leid, aber ich glaube, das war jetzt für mich das letzte Buch dieser Autorin.

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    rumble-bees avatar
    rumble-beevor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Menschenräuber" von Sabine Thiesler

    So, nun bin ich doch schneller durch dieses Buch getaumelt, als erwartet. Unspannend war es nun gerade nicht! Aber, wie soll ich sagen - ich verleihe meine vier Sterne, die der rasanten Lektüre geschuldet sind, fast widerwillig. Denn andererseits habe ich mich fast ein wenig von Sabine Thiesler "entwöhnt". Ich durchschaue sie einfach zu schnell, und finde auch zunehmend strukturelle und logische "Macken" in ihren Büchern. Aber das spricht ja grundsätzlich nicht dagegen, dass man sich von ihren Thrillern gut unterhalten lassen kann.

    Zum Inhalt und zur Handlung ist hier schon genug geschrieben worden. Das will ich gar nicht weiter zerpflücken. Sagen wir einmal so, das Buch zerfiel für mich beim Lesen in zwei Teile, obwohl ich den Klappentext natürlich kannte. Während der ersten Hälfte dachte ich noch, ich hätte es mit einer Kopie von "Vertigo" oder einem Anklang an "Rebecca" zu tun. Hier ging es ja mehr um Jonathans Besessenheit, um seinen Drang, Sofia nach dem Muster seiner verstorbenen Tochter zu formen. Hier war der Grusel eher untergründig, und die Handlung baute sich sehr langsam auf.

    Richtige Spannung kam für mich daher erst in der gefühlten zweiten Hälfte des Buches auf. Hier ändert sich der Charakter des Buches. Plötzlich weiß man auch, welchen Sinn der Prolog machte - denn er taucht fast genau wörtlich (!) wieder auf, diesmal mit dem Namen des Handelnden. Jetzt geht es nicht mehr um Sofias Ähnlichkeit mit Giselle, sondern um Jonathans Rache. Das war zwar schon, wie gesagt, von der Handlung her durchaus spannend - die letzten 70 Seiten sind bei mir nur so geflogen. Dennoch. Ich kann meine Bedenken leider nicht allzu nah beschreiben, ohne zu spoilern. Bei etlichen Details habe ich einfach nur den Kopf geschüttelt; das wäre im Leben nicht (!!) wirklich so passiert. Außerdem fand ich, dass ein paar Nebencharaktere, und auch ein paar Episoden, in dem Buch einfach überflüssig waren. Warum muss ich vom Privatleben der Krankenschwester wissen, die gerade Dienst hatte, als das Baby verschwand? Warum muss ich von Amandas und Riccardos Jugend wissen? Das ist für die eigentliche Handlung völlig unerheblich. Und auch die Episode mit den Holländern fand ich eher abartig, als erhellend...

    Ein paar Details waren allerdings schön erdacht. So zum Beispiel die leisen Verdachtsmomente, die Sofias Vater, Kommissar Neris Frau oder der Priester haben, die sich aber nie durchsetzen. Überhaupt war es nett, dass Commissario Neri wieder einmal auftauchte; er ist so etwas wie der "running gag" in den Büchern von Sabine Thiesler. Allerdings ist dieser Witz natürlich an solche Leser verschwendet, die nicht alle Bände kennen.

    Insgesamt gibt es von mir eine eingeschränkte Empfehlung. Gut geeignet ist das Buch vor allem für eingefleischte Fans von Sabine Thiesler. Für Toskana-Fans ebenso, denn das Lokalkolorit ist wieder einmal enorm. Auch für Leser, die "einfach nur" eine spannende Geschichte wollen, ohne sich allzu viele Gedanken um Wahrscheinlichkeit oder Logik zu machen. Aber leider ist es eben nichts für solche Leser, die "literarische Krimis" mit Anspruch, wie zum Beispiel die von Fred Vargas, gewöhnt sind.

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    melli.die.zahnfees avatar
    melli.die.zahnfeevor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Menschenräuber" von Sabine Thiesler

    Jonathan lebt als erfolgreicher Fotograf und Eventmanager in Berlin. Mit seiner Frau Jana, die als ehemalige Primaballerina der Deutschen Oper eine Ballettschule betreibt, und ihrer künstlerisch hochbegabten Tochter Giselle führt er ein arbeitsreiches aber erfülltes Leben. Doch dann bricht das Grauen in Jonathans Wohlstandsleben ein: Seine von ihm vergötterte Tochter Giselle wird bei einem tragischen Verkehrsunfall tödlich verletzt. Jonathans Welt bricht zusammen und er verliert jeden Halt. Während Jana nach Monaten der Trauer langsam wieder in den Alltag zurückkehrt, zieht sich Jonathan immer weiter zurück, ertränkt sein Unglück in Alkohol und rutscht ab in Depression und Verwahrlosung. Als schließlich auch seine Ehe zerbricht, flüchtet Jonathan ziellos aus Berlin und landet zufällig in einer abgelegenen, heruntergekommenen Pension in der Toskana. Dort trifft er auf die blinde Sofia, die ein Ebenbild seiner toten Tochter ist. Mit ihr beginnt Jonathan ein neues Leben – bis die Vergangenheit ihn wieder einholt und sein lang aufgestauter Hass und Rachegefühle ihn zum Mörder werden lassen...

    Mit sehr viel Gefühl beschreibt Sabine Thiesler einen Strudel von Ereignissen. Eine Verkettung von Umständen die den Leser immer tiefer hineinführen in den Abgrund der Seele des Protagonisten. Das fand ich sehr gruselig.Mit einer Frau zusammenzuleben, nur weil sie seiner Tochter ähnlich sieht...und was die Arme alles mit Jonathan durchmacht. Hier kommt die Autorin ohne großes Blutvergießen aus, der Thrill ist eher subtil aber wirkungsvoll.Inspektor Neri ist ein guter Bekannter, der auch in der " Nachtprinzessin " wieder mit von der Partie ist. Armer Kerl...immer einen Schritt hinterher und ein wenig vertrottelt. Eine kleine Atempause im Gesamtstil.
    Ein sehr lesenswertes Buch.

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    Chrissie007s avatar
    Chrissie007vor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Menschenräuber" von Sabine Thiesler

    Ein großartiges Buch!

    Frau Thiesler hat es mal wieder geschafft, viele verschiedene Schicksale in eine Story zu packen.

    Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, was nicht nur an dem tollen Schreibstil der Autorin liegt, sondern auch an dem Spannungsbogen, der in diesem Buch vorhanden ist.

    Mir hat das Buch sehr gefallen. Bisher habe ich auch alle Bücher der Autorin gelesen und ich freue mich schon auf ein nächstes Wiederlesen.

    Auch wenn Frau Thiesler ihre Thriller immer in Berlin bzw. der Toskana spielen lässt, wird es irgendwie nie langweilig.

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