Zeckenbiss

von Sabine Thiesler 
4,1 Sterne bei40 Bewertungen
Zeckenbiss
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Positiv (29):
Bonbosais avatar

Das beste Buch von Sabine Thiesler. Ich konnte einfach nicht aufhören, und habe (fast) non stop gelesen

Kritisch (4):

Langsames Erzähltempo, eher Krimi als Thriller.

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Inhaltsangabe zu "Zeckenbiss"

Die Großstadt, ein Moloch, Brutstätte des Verbrechens. Faruk lernt von Kindesbeinen an, dass man als Krimineller am besten fährt. Er ist Mehrfach- und Intensivtäter, kommt aber immer wieder mit geringen Strafen davon. Bis irgendwann etwas Schreckliches geschieht.
Wenig später mordet ein Mann scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453271470
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:520 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:23.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.06.2018 bei SB Hörbuch Verlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    miissbuchs avatar
    miissbuchvor einem Monat
    Kurzmeinung: Für mich kein Thriller, aber ein interessanter und facettenreicher Krimi.
    Zeckenbiss. Sabine Thiesler

    INFOS ZUM BUCH
    Titel: Zeckenbiss
    Autor: Sabine Thiesler
    Seiten: 520
    Verlag: Heyne
    Handlungsort: Berlin, Deutschland; Ambra, Italien  
    Erstveröffentlichung: 23. April 2018
    INFOS ZUM AUTOR
    „Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman »Der Kindersammler« stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten. Ebenso mit den folgenden Büchern »Hexenkind«, »Die Totengräberin«, »Der Menschenräuber«, »Nachtprinzessin«, »Bewusstlos«, »Versunken«, »Und draußen stirbt ein Vogel« und zuletzt: »Nachts in meinem Haus«“ (Quelle)
    REZENSION
    Als allererstes möchte ich mich bei dem Bloggerportal und dem Heyne-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken. Auch wenn ich dieses Buch geschenkt bekommen habe, gebe ich hier ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.
    Faruk Yilmaz, ein Jugendintensivstraftäter sitzt in einem Gefängnis ein, da bisher mehr Straftaten begangen hat, als er Jahre auf dieser Welt lebt. Ein anderer Mann scheint wahllos Menschen umzubringen und ist noch auf freiem Fuß, doch so wahllos, wie es scheint, geht der Täter gar nicht vor, doch die Polizei ermittelt nicht…
    Das Cover ist durchschnittlich würde ich sagen. Es stellt meiner Meinung nach keinen Zusammenhang zum Inhalt des Buches her. Gleiches gilt für den Titel des Buches. Das Wort „Zeckenbiss“ wurde zwar einmal im Buch erwähnt, aber mehr auch nicht. Im Allgemeinen finde ich die Gestaltung des Covers aber gelungen und es scheint mir stimmig zu sein.
    Den Schreibstil von Sabine Thiesler finde ich sehr angenehm. Man kann das Buch sehr gut und fließend lesen. Hat Raum und Zeit sich seine eigenen Bilder zu konstruieren und bekommt dennoch genug Informationen um den Zusammenhang der einzelnen Kapitel zu verstehen. Das Buch ist in unterschiedliche Teile eingeteilt, bei denen jeweils ein anderes Opfer die „Hauptrolle“ spielt. Diese einzelnen Teile spielen auch immer an unterschiedlichen Orten, was mir bei den Büchern von Thiesler immer besonders gut gefällt. Alte Bekannte, wie Neri Donato sind auch wieder zugegen, sodass man sich bei in den Teilen, die in der Toscana spielen direkt wieder Zuhause fühlt.
    Leider war für mich das gesamte Buch viel zu vorhersehbar, schon beim ersten Auftauchen des Täter war klar, dass er sein 1. Opfer gefunden hat. Der Mord geschah kurz und schmerzlos und absolut unspektakulär. Das fand ich persönlich äußerst schade. Im Allgemeinen war für mich viel zu früh klar, wer der Täter ist und auch das Motiv war für mich keine Überraschung, denn dafür war es einfach zu offensichtlich.
    An sich hat die Grundidee und auch die grobe Umsetzung total viel Potential geboten, welches einfach nicht genutzt wurde, da zu früh die Hinweise in eine Richtung gedeutet haben. Das spannendste am gesamten Buch war für mich die Handlungen in der Vergangenheit, die der Auslöser für die aktuelle Situation waren.
    Dieses Buch konnte mich einfach nicht richtig überzeugen und ist für mich definitiv kein Thriller. Von mir gibt’s nur 3 Sterne.

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    lenisveas avatar
    lenisveavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein toller Thriller, spielt in der Toskana und in Deutschland, mit tollen Charakteren
    Zeckenbiss

    ebundenes Buch mit Schutzumschlag, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

    ISBN: 978-3-453-27147-0

    20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

    Verlag: Heyne

    Erschienen:  23.04.2018

     

    Zum Inhalt:
    Die Großstadt, ein Moloch, Brutstätte des Verbrechens. Faruk lernt von Kindesbeinen an, dass man als Krimineller am besten fährt. Er ist Mehrfach- und Intensivtäter, kommt aber immer wieder mit geringen Strafen davon. Bis irgendwann etwas Schreckliches geschieht. 

    Wenig später mordet ein Mann scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt …

    Zur Autorin:
    Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman Der Kindersammler stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten. Ebenso mit den folgenden Büchern Hexenkind, Die Totengräberin, Der Menschenräuber, Nachtprinzessin, Bewusstlos, Versunken, Und draußen stirbt ein Vogel und zuletzt: Nachts in meinem Haus.

    Meine Meinung:
    Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, deren Bücher meistens zumindest zum Teil in der Toscana spielen. Daher war ich sehr gespannt auf das neueste Werk von ihr. Freundlicherweise wurde mir dies vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung.

    Das Buch konnte mich wirklich von der ersten Seite an begeistern und fesseln. Man lernt als erstes Lara und Bastian Sennen, die sich einige Wochen im Jahr in der Toscana aufhalten, da Bastian ein erfolgreicher Poloturnierspieler ist. Daher macht sich Lara auf die Suche nach einem Ferienhaus für sich und Bastian. Doch dann kehrt sie nach einer Besichtigung mit einem Makler nicht mehr zurück ...

    Es kommt im Laufe der Geschichte dazu, dass man viele Charaktere bzw. später Opfer kennen lernt, bevor ihnen etwas passiert. Mir hat es hier sehr gut gefallen, dass man vorher schon Einiges über die Opfer erfahren hat und die Charaktere so wesentlich greifbarer für mich waren.

    Ein Hauptcharakter in diesem  Buch ist ja der jugendliche Straftäter Faruk, den man wirklich sehr gut kennen lernt, zu ihm kehrt man immer wieder zurück. Teilweise war es mir bei ihm aber zu übertrieben dargestellt.

    Das Ende hat mir zum Teil nicht gut gefallen, weil da zwei Stränge aufeinander zu gelaufen sind, die mir zu weit hergeholt waren und zuviel des Guten an Zufall waren.

    Alles in allem hat mir dieses Buch aber sehr gut gefallen. Es konnte mich wie gesagt von Anfang bis Ende fesseln und begeistern. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher der Autorin lesen. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4,5 Sterne.

    4,5 von 5 Sternen

    Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Heyne Verlag
    Autorininfos: ©Heyne Verlag
    Rezension: ©lenisveasbücherwelt
    Beitragsbild: ©Heyne Verlag


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    Benni_Cullens avatar
    Benni_Cullenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein grandioser Plot und Handlungsstränge die bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sind - einfach grandios!
    Ein Thriller mit Suchtpotenzial

    Als ich mitbekommen habe, dass Sabine Thiesler ein neues Buch veröffentlicht, war ich sofort Feuer und Flamme. Denn im letzten Jahr begeisterte mich die Autorin mit “Nachts in meinem Haus” komplett und seitdem warte ich gespannt auf Nachschub. Ja, ich könnte mir die alten Bücher besorgen und diese lesen, allerdings ist dann ein gänzlich neues Werk doch nochmal spannender. Umso toller dann, dass sie schnell nachgelegt hat und mit “Zeckenbiss” ihren nunmehr 10. Roman veröffentlichte. Ob dieser an mein positives Bild vom letzten Roman anknüpfen konnte und warum der Titel Programm ist, das erfahrt ihr jetzt.

    Im Buch geht es zunächst um völlig verschiedene Personen: Wir lernen ein Ehepaar in Italien kennen, das ihren Sommer sehr oft in der Toskana verbringt und die ein eher unkonventionelles Eheleben leben. Dann geht es um Faruk, der in der JVA sitzt und bereits sein ganzes Leben in schrecklichen Verhältnissen aufgewachsen ist. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit unserem Commissario Neri, der bereits in den vorherigen Geschichten von Sabine Thiesler in den Ereignissen involviert ist. Zuletzt gibt es dann auch noch einen pensionierten Richter, der ein neues Leben mit einer sehr jungen Frau anfängt. All diese Leben scheinen nichts miteinander zu tun zu haben und doch laufen sie irgendwann zusammen – oder?

    Ich muss sagen, dass ich von Anfang an in der Geschichte drin war und gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Sabine Thiesler schreibt einfach so unglaublich auf den Punkt und könnte nicht spannender beschreiben, was alles passiert. Ihr Schreibstil zeichnet sich durch eine sehr präzise Darstellung aus, kombiniert mit sehr bildhaften und filmischen Ausführungen, die die Geschichte schnell erzählen. Dabei sind die Kapitel so kurz, dass die Seiten nur so verfliegen und ehe man sich versieht, sind schon wieder 100 Seiten vergangen. Diese Organisation der Kapitel ist einfach so charakteristisch, dass man nur Fan werden kann, das die Geschichte wie ein Film an einem vorbeizieht. Damit ist Sabine Thiesler für mich ein absolutes Vorbild für all jene Autoren, die einen spannenden Thriller planen – lest dieses Geschichte und versucht nicht nachzumachen, sondern von ihrem rasanten Aufbau und ihrer sehr präzisen Schreibweise zu lernen.

    Doch zurück zur Geschichte: Diese steigert sich immer mehr und findet (für ich Thiesler-typisch) gar keinen richtigen Höhepunkt, dennoch steigert sie sich kontinuierlich und endet wirklich erst mit der letzten Seite. Diesmal war die Geschichte sehr viel komplexer als im Vorgänger “Nachts in meinem Haus”, was dazu führte, dass man sehr viel mehr grübeln konnte und die Geschichte wirklich durchsteigen musste. So war sie auch spannender und obwohl mir die Grundidee im Vorgänger besser gefallen hat, überzeugte mich diese Geschichte letztendlich dann doch etwas mehr. Wie völlig planlos man am Anfang war und was dann alles aus dieser Ahnungslosigkeit entstand – das war einfach genial und hatte Suchtpotenzial. Der Plot begeistert von Anfang bis Ende ohne Ausnahme und lässt einen einfach nicht mehr los. Ich habe an einem Tag über 250 Seiten gelesen, einfach, weil ich wissen wollte, wie es denn nun ausgeht. Das habe ich nicht bei vielen Büchern und deshalb gebührt “Zeckenbiss” auch Respekt – besonders, weil ich derzeit eigentlich nicht wirklich in Thriller-Stimmung bin. Umso erstaunlicher also, dass ich den 10. Roman von Sabine Thiesler sogar als Highlight beschreiben würde.

    Am beeindruckendsten fand ich neben dem Plot und dem Aufbau die Ausführungen zum deutschen Rechtssystem. Denn mit der Geschichte unterhält Frau Thiesler nicht nur, sie übt auch durchaus Kritik am System. So gibt es einige Abläufe in der JVA, die unfassbar sind, sollten sie so in deutschen Gefängnissen ablaufen. Aber auch in Gerichtsverhandlungen lässt die Autorin tief blicken und stellt eine sehr lückenhafte Bearbeitung der Fälle da. Ich möchte gar nicht sagen, dass das bei jedem Fall passiert, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es ebenso genauso viele Fälle gibt, die genau das unterstreichen. Faszinierend, was Thiesler da beschreibt und auf welche Gedanken sie den Leser bringt, ohne darüber zu urteilen oder selbst Position zu beziehen. Ja, sie übt Kritik, aber es wird nicht klar, wie sie selbst dazu steht. Genau das fand ich gut, denn aufgrund der Kritik kommt man ja erst zum Nachdenken. Ein großer Pluspunkt und einer, den ich so gar nicht erwartet hätte.

    Mein Fazit:
    Sabine Thiesler kann’s einfach! Ein herausragend konstruierter Plot, der für manche vielleicht zu unrealistisch, für mich aber genau richtig war; Charaktere, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben und dennoch irgendwie zusammenhängen sowie ein Stil und Aufbau, die einfach überzeugen. Ich bin und bleibe Fan einer deutschen Meister-Autorin, die ihr Genre wahnsinnig gut beherrscht und immer wieder neue Seiten ihres Stils zeigt. “Zeckenbiss” ist ein wahnsinnig großer Schritt vom letzten Thriller und für mich eine wahre Steigerung, obwohl bereits der Vorgänger einfach nur Klasse war! Deshalb kann es gar nichts anderes als 5 Sterne geben – wer nach einem Page-Turner sucht, ist hier definitiv richtig.

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    brauneye29s avatar
    brauneye29vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eher Krimi als Thriller
    Eher Krimi als Thriller

    Zum Inhalt:

    Ein Mann mordet scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt.
    Meine Meinung:
    Hätte ich das Buch als das gelesen, was es eigentlich ist, nämlich ein Krimi, hätte ich das Buch wahrscheinlich besser bewertet. Denn als Krimi ist das Buch eigentlich recht gut, wenn auch arg in Länge gezogen erzählt. Aber ich habe einen Thriller erwartet und nicht bekommen, so kann dieses auch nicht so gut bewerten. Der Schreibstil  ist nicht schlecht, die Protagonisten recht interessant und zum Teil so richtig unsympathisch, der Story nicht schlecht, hätte aber ein wenig mehr Tempo vertragen.
    Fazit:
    Als Krimi ganz gut, als Thriller eher schwach. 

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    Ninchen2s avatar
    Ninchen2vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Einblick die menschlichen Abgründe
    Ein packender Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele mit Urlaubsflair aus der Toskana
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    dermoerderistimmerdergaertners avatar
    dermoerderistimmerdergaertnervor 3 Monaten
    Ist unser Rechtssystem so in Ordnung?

    Inhalt: In Ambra, in der Toskana, wird eine deutsche Frau ermordet. Vom Täter oder dem Motiv fehlt jede Spur. In Deutschland gibt es einige Monate später einen weiteren ungeklärten Mordfall. Gibt es einen Zusammenhang?
    Währenddessen sitzt der 17-jährige Faruk zum wiederholten Mal im Jugendknast. Schon als Kind wurde er straffällig, ist inzwischen Mehrfach und Intensivtäter, kommt aber immer mit geringen Strafen davon. Auch diesmal hofft er auf eine vorzeitige Haftentlassung.

    Meine Meinung: Der Schreibstil von Sabine Thiesler ist wie immer absolut flüssig und sehr gut zu lesen. Trotz vieler Charaktere und verschiedener Handlungsstränge bin ich nie aus dem Lesefluss geraten.
    Bis etwa zur Hälfte des Buches waren mir die Zusammenhänge noch völlig unklar, erst dann laufen nach und nach die Handlungsstränge zusammen und die Verbindungen werden deutlich.
    Fast alle Charaktere werden sehr ausführlich beschrieben; ihre Vergangenheit, sowie ihre Gedanken und Gefühle. Ich konnte mit allen (außer Faruk) mitfühlen. Mit dem Mörder genauso wie mit seinen Opfern (was auf keinen Fall heißen soll, dass ich die Morde gutheiße!).
    Faruk, sein Leben in der JVA, die Zustände dort, seine Vergangenheit und die Tötung des Mädchens (für mich die schrecklichste Stelle im Buch - diese genaue Beschreibung fand ich überflüssig!) haben meiner Meinung nach zu viel Raum in der Geschichte eingenommen, auch wenn so Faruks kriminelle Entwicklung und sein Charakter sehr deutlich werden. Außerdem glaube ich, dass Frau Thiesler sich hier vieler Klischees bedient hat.
    Commissario Neri und seine Frau Gabriella, die vielen Lesern schon ans Herz gewachsen sind, haben leider nur eine sehr kleine Rolle, denn die Geschichte spielt hauptsächlich in Deutschland.

    Fazit: Ein „Thiesler“ mit einem anderen Aufbau als sonst, aber demselben genialen Schreibstil. Ich habe „Zeckenbiss“ gerne gelesen, finde das Buch aber etwas schwächer als seine Vorgänger. 


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    Judikos avatar
    Judikovor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein toller Thriller über unser Rechtssystem
    Ein toller Thriller über unser Rechtssytem

    Warum Zeckenbiss?

    Aus dem Klappentext erfahren wir bereits…

    >>Wie eine Zecke bohrte sich der Gedanke an blutige Rache in sein Hirn und ließ ihn nicht mehr los>>

    …hier handelt es sich also wohl um ein Rache-Thriller!

     

    Wieder einmal  wählt die Autorin ihren Lieblingsschauplatz, - die Toskana. So auch in dieser Geschichte. Gleich zu Beginn erfahren wir von einem Mord, einer deutschen Frau, die zusammen mit ihrem Ehemann dort Urlaub macht. Im Gegensatz zu den vorherigen Büchern spielt diese Geschichte allerdings, größtenteils in Deutschland. In diesem Fall ist es Berlin.

    Dort sitzt nämlich der jugendliche Faruk in der JVA. Er war schon oft verhaltensauffällig und nachdem es dieses Mal nicht nur um geklaute Autos und Handtaschen ging, bekam er vier ganze Jahre.

    Zeitgleich geschehen weitere Morde, doch die Polizei tappt im Dunkeln.

    Wie immer hat die Autorin einen tollen, flüssigen Schreibstil und mit ihren kurzen Kapiteln erzeugt sie einfach eine gewisse Spannung, sodass man  immer weiter lesen möchte. Dabei wechselt sie stets zwischen den Charakteren, sodass wir relativ schnell einen Einblick bekommen, wer, wer ist und wie alles zusammen hängt.

    Besonders gut hat mir der Stempel, den gewisse Charaktere aufgesetzt bekommen haben, gefallen. Dadurch wurde jeder einzelne Charakter viel stärker. Ob es die derbe Aussprache war, die sexuelle Neigung oder der extreme Kinderwunsch.

    Obwohl ich anfänglich auch mal zurückblättern musste, als mir die Namen noch nicht so geläufig waren, hat es den Lesefluss nicht gestört. Relativ schnell wusste man zwar, wer der Mörder ist, trotzdem  war ich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Eher schockiert darüber, wie scheinbar das Rechtsystem, hier in Deutschland funktioniert, wenn man der Geschichte Glauben schenken darf. Zudem wollte ich natürlich auch wissen, wie dieses Buch endet.

    Auch, wenn ich mir das Ende mit einem großen Knall gewünscht hätte, sodass mir die Kinnlade runter klappt, was nicht der Fall war, gefiel mir das neueste Werk der Autorin wieder sehr gut.

    Ein guter Thriller, der vor allem die Frage offen lässt, ob unser Rechtssystem so richtig ist, wie es ist oder ob auch wenig Klischeedenken dabei eine Rolle spielten. 

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    Blacksheep71s avatar
    Blacksheep71vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Spannungsroman mit vielen Handlungssträngen
    Spannungsroman mit vielen Handlüngssträngen

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar. Besonders haben mir die kurzen Kapitel gefallen. Sie haben mich dazu verleitet, doch noch schnell ein Kapitel mehr zu lesen. Die Story benötigt viele Figuren und Handlungsstränge, die in Mitte und am Ende des Buches zu einem stimmigen Plot verwoben werden.
    Mir war ziemlich schnell klar, wer der Täter war. Was ich persönlich schade finde. Auch haben mir Faruks Kapitel nicht so gut gefallen. Es wurden doch sehr viele Klischees bedient. Klar, hatte ich so schnell Faruk vor Augen. Aber mir wäre etwas weniger lieber gewesen.
    Das Besondere an diesem Buch ist die Geschichte. Ist unser Rechtssystem noch vertretbar? Welche Strafe ist angemessen? Und was wird aus Angehörigen der Opfer? Aber auch, wie würde ich handeln ?
    Die Geschichte ist spannend erzählt, aber nicht spannend genug für einen Thriller. Für mich ist es ein Spannungsroman. Leseratten, die gerne eine gute Geschichte mit spannenden Elementen lesen möchten, werden mit “Zeckenbiss“ gut unterhalten.

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    A
    Almenavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Typisch guter Thiesler Thriller
    Zeckenbiss

    Klappentext:


    Die Großstadt, ein Moloch, Brutstätte des Verbrechens. Faruk lernt von Kindesbeinen an, dass man als Krimineller am besten fährt. Er ist Mehrfach- und Intensivtäter, kommt aber immer wieder mit geringen Strafen davon. Bis irgendwann etwas Schreckliches geschieht. Wenig später mordet ein Mann scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt …


    Meinung :

    Zum Inhalt werde ich nicht viel schreiben um nichts zu verraten. Wer von Sabine Thiesler Bücher kennt wird nicht überrascht sein das die Handlung teilweise in der Toskana spielt und in Berlin. In Zeckenbiss gibt es viele verschiedene Protagonisten. Aus jeder Sicht wird geschrieben. Trotz der vielen Personen wird es aber nicht unübersichtlich. Alles in allem wieder spannend.


    Fazit:

    Wer Sabine Thieslers Bücher kennt wird nicht enttäuscht sein.  Alles in allem wieder ein tolles Buch.

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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Brutstätte des Verbrechens
    Brutstätte des Verbrechens

    (Inhalt, übernommen)
    Die Großstadt, ein Moloch, Brutstätte des Verbrechens. Faruk lernt von Kindesbeinen an, dass man als Krimineller am besten fährt. Er ist Mehrfach- und Intensivtäter, kommt aber immer wieder mit geringen Strafen davon. Bis irgendwann etwas Schreckliches geschieht.
    Wenig später mordet ein Mann scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt

    Zur Autorin:
    Sabine Thiesler wird 1957 in Berlin geboren.
    Nach ihrem Schulabschluss studiert sie Germanistik und Theaterwissenschaften und arbeitet im Anschluss einige Zeit für Theater und Fernsehen und beginnt, selbst Drehbücher zu schreiben.
    Ihr erster Roman, „Der Kindersammler“ erschien 2006 und avanciert schnell zum Bestseller. Bis heute hat sie sich mit zahlreichen weiteren Büchern, vornehmlich Kriminalromane und Thriller, auch als Schriftstellerin einen Namen gemacht.
    Die Autorin und Schauspielerin lebt heute mit ihrem Ehemann, dem Regisseur Klaus Rumpf in der Toskana.

    Schreibstil/Fazit:
    Ganz zu Beginn des Buches spielt eine Geschichte in der Toskana eine Rolle.
    Der erste Mord dort geschah überraschend und sorgte zunächst für viel Spannung.
    Doch, die weiteren Informationen spielen teilweise dort und der Hauptteil in Berlin. Hier flossen definitiv authentische Züge der Autorin mit ein, die sich vor Ort Bestens auskennt!

    Faruk, ein Krimineller, kommt bei seinen Verurteilungen bisher immer mit geringen Strafen davon, bis...

    Die Autorin hat in ihrem aktuellen Werk einen flüssigen Schreibstil und eine angenehme Leseschrift verwendet.
    Ein sehr gut geschriebenes Buch im Hardcover, welches mit seiner Spannung definitiv den Leser fesseln konnte.
    Es hat mich gut unterhalten und Einblicke über das Verhalten der Justiz und in die Psychologie vermittelt.

    Danke an randomhouse für dieses tolle Testleser-Exemplar!






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