Seelenfeindin

von Sabine Trinkaus 
4,1 Sterne bei41 Bewertungen
Seelenfeindin
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Positiv (32):
Daniel_Allertseders avatar

Solider Thriller, mit zu wenig Spannung, aber guter Story und gutem Schreibstil

Kritisch (2):

Schwach, schwächer, Trinkhaus..

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Inhaltsangabe zu "Seelenfeindin"

Nadja Schönberg ist eine erfolgreiche Psychiaterin in einer Privatklinik, doch eine Patientin gibt ihr Rätsel auf: Sie scheint unter Verfolgungswahn zu leiden, wirk aber psychisch völlig gesund. Was, wenn ihr Wahn Wirklichkeit ist. Immer tiefer gerät Nadja in ein verstörendes Spiel um Lüge und Wahrheit – in dessen Mittelpunkt sie selbst zu stehen scheint ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783740800833
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:23.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Blausterns avatar
    Blausternvor einem Jahr
    Seelenfeindin

    Die erfolgreiche Psychiaterin Dr. Nadja Schönberg ist wieder im Geschäft nach einer krisenreichen Zeit. Ihre erste Patientin, die ausdrücklich nur zu ihr will, ist die bekannte Journalistin / Moderatorin Konstanze Friedrichs, die nach einem einschneidenden Erlebnis unter Verfolgungswahn leidet. Doch Nadja findet schlecht heraus, ob es sich um Wahrheit oder Wahn handelt. Ihr erscheint sie gesund, aber die Fakten wiederum scheinen etwas anderes auszusagen.
    Ein Psychothriller, der es in sich hat. Es sind nicht nur die Personen verwirrt, sondern auch wir. Lügen, Wahrheit, Wahn. Was ist richtig, was falsch. Wem kann man noch trauen. Wer lügt. Wer steuert und betrügt wen. Oder ist das nur deren Sicht der Dinge. Das Spiel hat einen fest im Griff und lässt kaum wieder los. Nur sorgen die flotten Perspektivwechsel für noch mehr Verwirrung, denn man weiß dann oft gar nicht mehr, wer spricht und wo man sich befindet. So sind einem die Figuren ziemlich suspekt, aber doch wieder sehr real und vor allem sehr unterschiedlich und somit auch wieder sehr interessant. Ansonsten lässt sich der Schreibstil ganz gut lesen.

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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Solider Thriller, mit zu wenig Spannung, aber guter Story und gutem Schreibstil
    Solider Thriller

    Meine Meinung

     

    Der Thriller »Seelenfeindin« von Sabine Trinkaus hat mich durch seinen interessanten Klappentext und dem gelungenen, düsteren Cover angesprochen.

       Gleich zu Beginn des Buches braucht man starke Nerven – besonders Hunde- und Tierliebhaber werden hier auf die Probe gestellt. Ohne Skrupel beschreibt die Autorin das, was die Hauptprotagonistin Konstanze Friedrichs erlebt – ihr wütender Ex-Mann tobt in ihrem Garten, sie fühlt sich verfolgt, bedroht, er will ihr das Leben schwermachen. Kurz darauf landet Konstanze bei Nadja Schönberg, einer erfolgreichen Psychiaterin. Geschunden von der schweren Vergangenheit nimmt Nadja den Fall von Konstanze an, arbeitet mit ihr. Ein Spiel um Wahrheit und Wahn beginnt – ein gefährliches Spiel um den wahren Psychopathen!

       Der Schreibstil von Sabine Trinkaus ist sehr interessant und erweckt beim Leser Neugier. Frau Trinkaus schreibt flüssig, elegant und findet für jede Bedeutung den richtigen Ausdruck. Die kurzen Kapitel am Anfang waren sehr angenehm – dadurch kommt man schneller in die Story rein und auch das Lesevergnügen ebbt dadurch nicht ab. Nach der Zeit wurden die Kapitel immer länger, was aber kein Problem war. Besonders erfreut war ich, da die Autorin verschiedene Sichtweisen miteinfließen ließ: Man erfährt viel durch Nadja, aber auch einiges durch Konstanze. Besonders abwechslungsreich: Jede Sitzung, die bei Nadja stattfindet, wird mit Konstanze begonnen, heißt, wir erfahren durch Konstanze, was passiert ist, was sie durch ihren irren Ehemann erlebt hat. Danach sprechen sie darüber – die Autorin hat hier sehr mit der Psyche gespielt, hat Nadja als Stark dargestellt, Konstanze als verletzt, paranoid und auch geschädigt. Es kamen noch einige andere Charaktere vor, doch diese waren im Grunde die, die am meisten auftauchten – Konstanze braucht Hilfe, und Nadja gibt sie ihr. Soweit so gut. Dann lernen wir nach einiger Zeit den Ex-Mann Klaus kennen. Dieser wirkt, ganz anders als bei den Erzählungen von Konstanze, lieb, sympathisch und hilfsbereit. Bereits hier wird der Leser oft hin- und her geschubst – wer sagt die Wahrheit? Wer hat Recht? Wer ist der wahre Rachsüchtige?

       Die Autorin spielt mit uns ein perfides Katz- und Maus-Spiel! Wir müssen herausfinden, wer der wahre Feind ist, wem Nadja wirklich vertrauen kann! Der Thriller war sehr interessant, atmosphärisch kalt und streng gehalten, und neben dem Psychoduell erfahren wir auch viel über Nadja und ihrer Umgebung – wie Johannes oder Dirk. Was ich persönlich aber etwas vermisst habe war die Spannung. Natürlich, es gab hie und da einige spannende Szenen, aber nicht so viele oder in einem solchen Ausmaß, sodass ich das Genre Thriller unterstreichen könnte. Die Entwicklung der Story empfand ich als gut gelungen und realistisch, jedoch war mir dann das Ende zu lasch und dies ging mir auch viel zu schnell. Wer genau der wahre Antagonist war, überraschte mich, ja! Das hat die Autorin gut gemacht, auch, dass das Buch nach dem Finale relativ zügig endete, aber die Spannung mitten in der Story fehlte, was auch dazu führt, dass ich bei der Bewertung einen Stern abgezogen habe.

    Fazit

     

    Ein guter, solider Thriller, der ruhig und interessant ist. Eine Story, die auf die Psyche schlägt und man vergeblich nach Anzeichen für den wahren Antagonisten sucht. Die Autorin führt uns an der Nase herum, und das Ende schließlich war überraschend. Leider aber fehlte etwas Spannung, und auch der »Finale Kampf« ging mir viel zu schnell. Zusammenfassend aber sehr empfehlenswert!

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    Vivos avatar
    Vivovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht wirklich so wie ich erwartet habe, am Anfang starke Probleme mit Einstieg in die Story. Wurde jedoch am Ende besser und spannender.
    Tolle Story mit kleinen Problemchen

    Zum Buch: 
    "Seelenfeindin" von Sabine Trinkaus 
    Verlag: emons: 
    Genre: Thriller
    Seiten: 332
    ISBN: 9 783740 800833
    Inhalt (Klappentext): Was ist wahr? - Was ist Wahn? Nadja Schönberg ist erfolgreiche Psychiatern in einer Privatklinik, doch eine Patientin gibt ihr ein Rätsel auf: Sie scheint unter Verfolgungswahn zu leiden, wirkt aber psychisch völlig gesund. Was, wenn ihr Wahn Wirklichkeit ist? Immer tiefer gerät Nadja in ein verstörendes Spiel um Lüge und Wahrheit - in dessen Mittelpunkt sie selbst zu stehen scheint...


    Das Cover: 
    Aufgefallen ist mir das Buch zuerst durch sein schlichtes, aber dennoch verzauberndes Cover. Das Zusammenspiel der Farben schwarz und orange sind mir sofort ins Auge gefallen. An sich lässt das Cover nicht allzu viel auf den Inhalt des Romanes schließen, was mir prinzipiell immer sehr gut gefällt, da es nichts vorweg nimmt un man sich vollkommen 'unbefleckt' auf die Story einlassen kann.

    Die Story:
    An sich hat mir die Geschichte/ Handlung des Buches gut gefallen, nur habe ich unter einem (Psycho) - Thriller doch von Anfang an etwas mehr erwartet. Ich wurde zu Beginn mit Klischees überladen und wurde mit dem Buch einfach nicht warm. Die Geschichte rund um die beiden Protagonistinnen kam einfach nicht wirklich in Fahrt. Dies geschah erst zu späterer Zeit, als die Geschichten einige Widersprüche aufwiesen und ich als Leser neugierig wurde und begann mitzurätseln. Hätte ich das Buch nicht in einer Leserunde gelesen, wäre es bei mir nach den ersten 50 Seiten jedoch auf dem Stapel "Fehlgriff" gelandet. Der Schluss ist dann doch in einigen Teilen überraschend und kann den Anfang etwas ausbügeln. Besonders gut gefällt mir der gespannte Bogen zum Beginn des Buches, da es damit einen guten Rahmen für die Handlung gibt! 

    Der Schreibstil: 
    Mit dem Schreibstil der Autorin hatte ich große Probleme. Mir waren die Sätze zu abgehackt, zu kurz und auch dadurch kam ich nicht wirklich in den 'Lesestrudel'. Die wechselnden Erzählperspektiven haben mich am Anfang nur noch mehr verwirrt, da ich sie keinem der Charaktere wirklich zuordnen konnte und ich dadurch auch die Lust verlor, sie mir genau durchzulesen (dies änderte sich im Verlauf des Buches zum Glück noch!)

    Die Charaktere:

    Ich wurde mit keinem der Charaktere so richtig warm, Nadja war die einzige Person, zu der ich etwas Nähe aufbauen konnte, obwohl sie auch einige Charakterzüge an sich hatte, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte und als sehr klischeehaft empfand. Ich finde es jedoch nicht allzu schlimm, dass es für mich bei diesem Buch zu einem konsequenten Abstand zwischen mir als Leser und den Figuren gab. Dadurch kann man objektiv von 'oben' auf die Handlung schauen, ohne wegen zu großer Sympathien besonders auf einen Charakter zu achten.


    Fazit: 
    Das Buch hat eine sehr gute Story, ist aber an einigen Stellen noch ausbaufähig. Für mich gibt es einen Stern Abzug, weil ich ohne die Leserunde als 'Druck im Hintergrund' das Buch aufgrund fehlender Spannung am Anfang nicht weiter gelesen hätte und (zweiter Stern) ich mit dem Schreibstil der Autorin nicht wirklich warm werden kann - das kann jedoch von Leser zu Leser unterschiedlich sein! 

    Trotz all meiner Kritik kann ich das Buch weiterempfehlen, da die Handlung sehr gut durchdacht ist und ich sie sehr gut finde. Vielleicht habe ich unter einem Thriller einfach mehr Spannung von Anfang bis Ende erwartet! 

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor einem Jahr
    Gutes Verwirrspiel um Wahrheit und Lüge


    Dr. Nadja Schönberg ist eine erfolgreiche Psychiaterin, doch ihre neue Patientin stellt für sie eine große Herausforderung dar. Es handelt sich um Konstanze Friedrichs, eine erfolgreiche Fernseh-Moderatorin, die zur Zeit im Rampenlicht steht. Niemand soll erfahren, dass sie sich in psychiatrische Behandlung begeben hat, gleichzeitig soll Dr. Nadja Schönberg sie bezüglich eines vermeintlichen Verfolgungswahns behandeln. Die ersten Sitzungen verlaufen schleppend und Nadja kommt nicht wirklich gut voran. Sie versucht im Umkreis ihrer Patientin Informationen einzuholen, um bewerten zu können, ob sie die Wahrheit sagt oder nicht. Sie begibt sich dabei in ein verwirrendes Konstrukt, bei dem sich ihr ständig die Frage stellt, ob es sich um die Wahrheit oder Wahn handelt...


    Sabine Trinkaus erzählt in "Seelenfeindin" eine clever konzipierte Geschichte, bei der der Leser auch niemals so richtig weiß, was den nun Wahrheit und was Wahn ist. Die Autorin erzählt die Geschichte in einem flüssig zu lesenden und bildreichen Schreibstil, der mich durchaus in den Bann gezogen hat. Die beiden Hauptprotagonisten werden interessant gezeichnet und charakterisiert. Aufgrund einer persönlichen Krise kämpft auch die Psychiaterin mit ihrem Inneren und durch die Konfrontation mit der Geschichte um Konstanze Friedrichs muss sie sich auch selbst in Frage stellen. Es entsteht ein wirklich raffiniertes Verwirrspiel, bei dem der Leser immer wieder neue Fragmente serviert bekommt und sich der Frage stellen muss, wem er nun glaubt. Das Buch weist leider aus meiner Sicht gerade zum Beginn der Geschichte einige Längen auf, was den Spannungs-bogen erst spät aufkommen lässt. Ein raffiniertes und aus meiner Sicht überraschendes Ende wertet das Ganze aber wieder deutlich auf.


    Insgesamt hat mir "Seelenfeindin" gut gefallen, gerade aufgrund seiner gut durchdachten Story. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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    Thrillerladys avatar
    Thrillerladyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hat mich super unterhalten und mir im Großen und Ganzen auch gut gefallen, aber lässt mich nicht gänzlich zufrieden zurück.
    Super Unterhaltung, aber nicht ganz perfekt

    Seelenfeindin von Sabine Trinkaus (Thriller, 2017; Emons Verlag)

    - super Unterhaltung, aber nicht gänzlich perfekt -

    Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Thriller der Autorin, die bisher Kurzgeschichten und Krimis geschrieben hat.

    Mich faszinierte an dem Thriller die Idee, dass er in einer Psychoklinik spielt und ich mir damit ganz viel Psycho versprach. Gerade auch in dem Hinblick, dass man es mit einer Therapeutin und ihrer Patientin zu tun hat und so stellte ich mir vor, ganz viele Einblicke in die Seele der Patientin bekommen würde.

    Das Buch ist von der Aufteilung so gestaltet, dass man an den Sitzungen mit der Patientin teilnimmt, indem sie in den jeweiligen Abschnitten aus ihrer Sicht der Dinge erzählt. In den Abschnitten, die direkt aus der Sicht von Nadja, der Therapeutin handeln, nimmt sie allerdings nicht ganz so viel Raum ein, was für mich wohl einer meiner größten Kritikpunkte ist, da ich mir viel mehr davon erhofft hatte. Desweiteren gibt es noch Abschnitte aus einer weiteren Perspektive, die dem Leser allerdings erstmal nicht so viel verraten, was er davon halten soll.

    Ich muss sagen, dass mir der Thriller im Großen und Ganzen wirklich gut gefallen hat. Er hat mich super unterhalten und alleine die Thematik war für mich, wie ein Traum, da ich solche Thriller total mag. Leider war während des Lesens nicht immer alles so klar, was das Verständnis angeht, was aber dem geschuldet sein kann, dass es einfach so sein sollte, damit die Story verwirrender rüberkommt. Eine Grundspannung ist vorhanden und dadurch, dass man einfach neugierig ist, was einen letztendlich erwartet bleibt es auch spannend, allerdings für mich ohne totale Hochspannung.

    Leider konnte man auch bis zum Schluss nicht alles gänzlich nachvollziehen, was mich somit nicht gänzlich zufrieden zurücklässt. Es hat sich nicht alles nahtlos erschlossen und bei so mancher Person habe ich mich gefragt, warum sie überhaupt in die Geschichte eingeflossen ist, da sie nicht so viel Raum eingenommen hat, bzw. am Ende überhaupt nichts mehr dazu kam. Auch das Ende selbst ist für mich kein Wow-Effekt. Ja, es gab noch eine Überraschung, aber an die kann man denken, zumindest, was die Person betrifft. Allerdings ist dieses Ende nicht so, dass ich mir denke, "Wow, das haut mich jetzt aber total von den Socken". Irgendwie hatte ich da andere Vorstellungen, was mich da alles hätte erwarten können, zumal mir das Ergebnis dann auch zu schnell abgehandelt wurde und man die genauen Gründe nur vage abgehandelt bekommt und sie sich aus der vorangegangenen Story zurechtsuchen muss. War ich anfangs der Story gegenüber schon ein wenig skeptisch gegenüber, so wandelte es sich im Laufe des Lesens dem Positiven entgegen, was leider zum Ende hin aber wieder etwas abflaute.

    Fazit:

    Ein Thriller, der sich, wenn man erst mal drin ist, super liest und mich super unterhalten hat. Zum Ende hin wurde mir das gute Gefühl allerdings etwas genommen, einfach da das Ende für mich nicht rund genug und kein absoluter Wow-Effekt auftrat. Für mich blieb Einiges offen.

    Note: 3+

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    imago_magistris avatar
    imago_magistrivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gute Idee, nicht perfekt umgesetzt. Ich bin leider nicht warm geworden und habe zu lange zum einfinden benötigt.
    Zäher Einstieg und tosendes Ende


    Sabine Trinkaus erzählt in Seelenfeindin die Geschichte einer Psychologin und ihrer Patientin. Die Patientin, Konstanze, fühlt sich von ihrem Ex-Freund bedroht und verfolgt, aber niemand will ihr glauben. Nach einem grausigen Vorfall in Ihrem Garten wird es ihr alles zu viel und sie lässt sich in eine Klinik einweisen. In dieser Klinik arbeitet Nadja, die selbst mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat. Sie hat eine Patientin verloren und macht sich selbst große Vorwürfe deswegen, zusätzlich hat der Lebensgefährte dieser Patientin ihr das Leben schwer gemacht und dabei ihre Karriere fast zerstört. Konstanze, selbst eine Berühmtheit, verlangt explizit nach Nadja als behandelnde Ärztin. Konstanze erzählt von ihrem Leid, wie alles begann, warum sie Angst vor ihrem Ex-Freund hat etc., sie will auf keinen Fall, dass Nadja auch mit ihm spricht, da sie befürchtet dass er sie so finden wird. Nadja setzt sich darüber hinweg und nach den Gesprächen mit ihm, weiß sie selbst nicht mehr wer denn nun die Wahrheit spricht. Genauso wenig wie der Leser selbst.


    Sabine Trinkaus verwendet verschieden Erzählperspektiven, dies kann es dem Leser unter Umständen erleichtern zu unterscheiden von wem gerade die Rede ist. Mich persönlich hat es in diesem Fall beim Lesen behindert. Der Schreibstil allgemein hat mir nicht so zugesagt, es waren teilweise viele abgehackte Sätze, teilweise sehr verwirrende Passagen, die mich immer mehr verwirrt haben und durch die ich mich nur schwer durchquälen konnte beim Lesen. Diese Verwirrtheit lässt im Laufe des Buches nach, da auch die Abschnitte leichter einzuordnen sind und man so langsam ins Buch rein kommt. Dies hat für mich aber zu lange gedauert. Generell bin ich mit dem Buch nicht warm geworden, keiner der Charaktere konnte meine Sympathie wecken. Alle schienen irgendwie seltsam zu sein und nicht ganz normal. 


    Das Thema, welches in dem Buch behandelt wird, ist generell ein sehr interessantes und man kann da sicher auch viel raus holen. Die Autorin hat es ja auch geschafft, dass der Leser selbst nicht ganz sicher ist, was denn nun Wahn und was Wahrheit ist. An der Umsetzung hätte man aber sicher noch etwas arbeiten können. Die Autorin hat gute „Fallen“ in dem Buch gelegt, hat für Verwirrung beim Leser gesorgt, sodass man sich vielleicht selbst wie im Wahn hätte fühlen können, aber ich konnte gerade durch diese Übermäßige Verwirrung kaum in das Buch eintauchen und mich somit auch nicht dieser Stimmung hingeben. 


    Zum Schluss hat das Buch noch mal ein bisschen Fahrt aufgenommen, ich war endlich in der Geschichte drin, es wurde spannender und die Auflösung war auch sehr gut, mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet.

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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Psychothrill vom Feinsten!
    Psychothrill vom Feinsten!

    (Inhalt übernommen):
    Nadja Schönberg ist eine erfolgreiche Psychiaterin in einer Privatklinik, doch eine Patientin gibt ihr Rätsel auf: Sie scheint unter Verfolgungswahn zu leiden, wirk aber psychisch völlig gesund. Was, wenn ihr Wahn Wirklichkeit ist. Immer tiefer gerät Nadja in ein verstörendes Spiel um Lüge und Wahrheit – in dessen Mittelpunkt sie selbst zu stehen scheint ...

    Zur (genialen) Autorin:
    Sabine Trinkaus wuchs in hohen Norden auf.
    Das Studium verschlug sie nach Bonn, wo rheinische Lebensart und Karneval sie tief beeindruckten und zu einer raschen Assimilierung führten.
    Nach internationalen Lehr- und Wanderjahren in den USA und Frankreich kehrte sie daher zurück an den Rhein und lebt mittlerweile mit Schaf und Familie in Alfter.
    Seit 2007 schreibt sie Kurzgeschichten, für die sie einige Blumentöpfe gewann. Zuletzt war sie 2013 für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte Kurzkrimi nominiert. 2012 erschien ihr erster Roman „Schnapsleiche“, 2013 folgten die „Schnapsdrosseln“, im März 2014 dann „Der Zorn der Kommissarin“.

    Schreibstil/Fazit:
    DANKE an Sabine (Trinkaus) bzw. den emons-Verlag für Eure Zusage & schnelle Belieferung, ich freute mich!
    Dein Cover war als Hinweiskarte in diversen emons-Büchersendungen sowie aktuell auf deren Homepage (bei Facebook) zu finden, toll!

    Der (Psycho)thriller zwischen Therapeutin & Patientin empfand ich als eine Art Verwirrspiel der Gefühle von Anfang bis Ende - gut durchgedacht, extrem durchgestylt & der Leser ermittelte stets fleissig mit. Denn, was wirklich glauben bzw. doch lieber lassen?
    Ich kam mir teilweise schon vor wie in einem Märchen, wo ich mir - irgendwie & irgendwo - die Wahrheit doch etwas zusammenreimen durfte.
    Mit den auserwählten Protagonisten wurde ich zwar nicht richtig warm, aber, die Story bzw. Grundidee & die Frage nach dem wieso, weshalb, warum war einfach nur genial (erschaffen) & auch dementsprechend (gnadenlos) umgesetzt, Chapeau.

    Definitiv: Ich hatte viele spannende, gar miträtselnde (Lese)stunden die mich nur staunend, ebenso etwas kopfschüttelnd zurückliessen, perfide aber auch top, u n d...der Titel scheint Programm :)

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    dorlis avatar
    dorlivor einem Jahr
    Rezension zu "Seelenfeindin" von Sabine Trinkaus

    Die bekannte Talkshow-Moderatorin Konstanze Friedrichs fühlt sich von ihrem Ex-Lebensgefährten Klaus Wolfert verfolgt und bedroht. Nach einem verstörenden Erlebnis ist sie nervlich am Ende und begibt sich zur psychiatrischen Behandlung in die Elbmarsch-Klinik. Auf ausdrücklichen Wunsch der Patientin übernimmt Dr. Nadja Schönberg die Therapie. Nadja hat vor kurzem selbst eine schwere Krise durchlebt, fühlt sich aber mittlerweile wieder gesund und ist überzeugt, ihr Trauma verarbeitet zu haben…

    In „Seelenfeindin“ wartet Sabine Trinkaus mit einem gut durchdachten Verwirrspiel auf. Schon nach wenigen Seiten hatte mich die Geschichte fest im Griff - man lernt zunächst Konstanze und Nadja kennen, erfährt von Konstanzes Ängsten, teilt Nadjas Gedanken und Erinnerungen.

    Nach und nach lässt Sabine Trinkaus durchsickern, was Konstanze durchgemacht hat. Je mehr Nadja versucht, Licht in das Dunkel rund um Konstanzes Erlebnisse zu bringen, desto verworrener scheint alles zu werden, denn Klaus Wolfert stellt die Vorkommisse ganz anders dar, als Konstanze.
    Im Verlauf der Handlung geht es dann nicht nur Konstanze immer schlechter, es zeigt sich auch, dass Nadja sich doch nicht so gut erholt hat, wie sie dachte. Es sind im Grunde genommen Kleinigkeiten, die ihr überwunden geglaubtes Trauma wieder erwachen lassen.

    Die Akteure werden interessant und vielschichtig präsentiert, sie sind allesamt ausdrucksstark und wirken echt, wenn auch durchweg wenig sympathisch. Man kann sehr gut mit Ich-Erzählerin Nadja mitfühlen - es gelingt Sabine Trinkaus ganz hervorragend, dem Leser Nadjas Gedanken und besonders ihren Kampf mit sich selbst zu vermitteln.

    Sabine Trinkaus lässt nicht nur ihre Figuren in einem Strudel aus Lügen, Wahrheiten und Halbwahrheiten, aus Wahn und grausamen Spiel versinken, auch als Leser wird man von dem undurchsichtigen Wirrwarr mitgerissen und fragt sich ständig, wer in dieser Geschichte eigentlich wen manipuliert und wem man hier wirklich glauben kann. Selbst Nebenfiguren, wie Nadjas netter Nachbar Dirk oder Konstanzes zurückhaltende Freundin Regine, wirken, als hätten sie etwas zu verbergen und würden Böses im Schilde führen.

    Das Buch liest sich nicht immer einfach. Die Geschichte wird hauptsächlich aus Sicht von Nadja erzählt – dieser Part lässt sich recht flüssig lesen. Dann gibt es aber auch mehrere Passagen, in denen es um die früheren Erlebnisse von Konstanze und Klaus geht. Diese Einschübe werden so erzählt, als ob sie gerade passieren. Da diese plötzlichen Wechsel von Ort und Zeit im Text aber nicht besonders hervorgehoben werden, verwirren sie etwas und hemmen dadurch den Lesefluss. Zudem gibt es zwischendurch immer wieder Abschnitte, die zwar durch Kursivdruck kenntlich gemacht sind, in denen aber keine Namen genannt werden, so dass man nur spekulieren kann, um wen bzw. was es hier geht.

    „Seelenfeindin“ hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht, Nadja und Konstanze durch dieses Lügengespinst zu begleiten und über Motive, Verwicklungen und Hintergründe zu grübeln.

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    irismarias avatar
    irismariavor einem Jahr
    raffiniertes Spiel rund um Wahrheit und Vorstellung

    "Seelenfeindin" ist der Debütthriller von Sabine Trinkaus und ein raffiniertes Spiel rund um Wahrheit und Vorstellung. Der Thriller beginnt mit einer beklemmenden Szene. Eine Frau muss hilflos erleben, wie ein Mann in ihren Garten eindringt, sie bedroht und ihren kleinen Hund abschlachtet. Das Opfer ist die prominente Fernsehjournalistin Konstanze Friedrichs, die von ihrem Expartner bedroht wird. Sie sucht Hilfe in der Elbmarsch-Klinik bei der Psychiaterin Nadja Schönberg. Die soll herausfinden, was passiert ist, denn es finden sich keine Spuren und der Beschuldigte weist die Tat von sich.
    Ein Großteil des Buches ist aus Nadjas Sicht geschrieben und beinhaltet die Therapiesitzungen, aber auch Nadjas Leben insgesamt. Nadja hat nämlich viele eigene Probleme, sei es den überfreundlichen bis übergriffigen Nachbarn, die Erinnerungen an ihren Exmann, der inzwischen in den USA ein neues Leben aufbaut und die noch nicht verarbeitete Erfahrung des Selbstmords einer Patientin und die Beschuldigungen deren Mannes.
    Immer wieder fragt man sich, was Realität ist und was verzerrte Wahrnehmung, denn es stehen widersprüchliche Aussagen und Verhaltensweisen gegenüber, was die Besonderheit dieses Thrillers ausmacht. Allerdings liegt darin auch die Hauptschwäche des Buches, denn bis in kleine Nebenfiguren hinein wirken die Personen seltsam und verdächtig und verhalten sich auch so.
    Ich empfehle "Seelenfeindin" allen Fans von Psychothrillern, die sich auf einen ungewöhnlichen Fall einlassen wollen und miträtseln, was wirklich passiert ist.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor einem Jahr
    Seelenfeindin

    Konstanze Friedrichs, eine prominente Fernsehmoderatorin, wird nach ihrem Zusammenbruch in eine psychiatrische Privatklinik überwiesen. Dort beharrt sie darauf, dass sie ausschließlich von der Psychologin Nadja Schönberg behandelt wird. Nadja, die zunächst von dem außergewöhnlichen Fall fasziniert ist, gerät immer tiefer in einen Sog der sie zunehmend verunsichert. Gerne möchte sie ihrer Patientin Glauben schenken, doch ihre innere Stimme wehrt sich dagegen und so beginnt sie zu recherchieren. Die Ergebnisse sind alles andere als befriedigend und zwingen sie zunehmend sich mit ihren eigenen Dämonen auseinanderzusetzen. Trotzdem ist es beinahe schon viel zu spät, als Nadja begreift was für ein böses Spiel mit ihr gespielt wird.

    Fazit
    Ein raffiniert aufgebauter Plot dem es bis zur unerwarteten Auflösung gelingt den Leser in seinen Bann zu ziehen.

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    SabineTrinkauss avatar

    Liebe Lovelybooker!
    Was ist wahr – was ist Wahn?
    Um diese Frage geht es in meinem gerade erschienenen Thriller „Seelenfeindin“, mit dem ich gerne in eine Leserunde starten würde.
    Zum Inhalt:
    Nadja Schönberg ist erfolgreiche Psychiaterin in einer Privatklinik – doch eine Patientin gibt ihr Rätsel auf. Sie scheint unter Verfolgungswahn zu leiden, wirkt aber psychisch völlig gesund. Was, wenn ihr Wahn Wirklichkeit ist? Immer tiefer gerät Nadja in ein verstörendes Spiel um Lüge und Wahrheit, in dessen Mittelpunkt sie selbst zu stehen scheint.
    Du denkst, die Angst ist nur in deinem Kopf. Du denkst, du verlierst den Verstand. Was, wenn du dich irrst?
    Gemeinsam mit der Psychiaterin Nadja Schönberg gerät der Leser in einen Strudel aus Manipulation, Zweifel und Gewalt. Ihre prominente Patientin behauptet, das Stalking-Opfer ihres Ex-Freundes zu sein. Doch dafür gibt es keinerlei Beweise. Der Mann ist völlig unverdächtig. Ein sympathischer Familienmensch, augenscheinlich völlig glücklich in seiner neuen Partnerschaft. Ist die TV-Moderatorin also tatsächlich psychisch krank, so wie alle um Nadja herum glauben?

    Mehr Infos und eine Leseprobe findet ihr unter: www.seelenfeindin.com
    Der Emons-Verlag stellt 30 Exemplare zur Verfügung, bewerben könnt ihr Euch bis zum 07.04.2017. Ich freue mich auf einen spannenden Austausch! 

    Blausterns avatar
    Letzter Beitrag von  Blausternvor einem Jahr
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