Sabine Weiß Die Tochter des Fechtmeisters

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Inhaltsangabe zu „Die Tochter des Fechtmeisters“ von Sabine Weiß

Rostock 1608. Von Kindesbeinen an ist Clarissa von der Kunst des Fechtens fasziniert. Für sie geht ein Traum in Erfüllung, als sie ihren Vater, einen angesehenen Fechtmeister, nach Frankfurt begleiten darf, wo sich alljährlich die besten Schwertkämpfer des Reiches messen. Doch zwischen den verfeindeten Fechtbruderschaften schwelt ein Krieg, und bei einem heimtückischen Überfall wird Clarissas Vater ermordet - und sie selbst als seine Mörderin verleumdet. Als sie von einer Verschwörung hört, die das ganze Reich ins Chaos zu stürzen droht, muss sie sich fragen: Hatte ihr Vater etwas damit zu tun? Wer sind seine wahren Mörder?

Ein spannender und interessanter Roman über das Fechten, und das es evtl auch heimlich von Frauen ausgeübt wurde

— Kerstin_Lohde

Abenteuerliche und emotionale Geschichte vor intensiv recherchiertem historischen Hintergrund.

— Svanvithe

Toller Historischer Roman mit sehr vielen Background-Infos zum Thema Fechten, dem aber leider manchmal etwas Authentizität fehlt...

— Sireadh

Gelungene sehr gut recherchierter Roman rund ums Fechten um die Jahrhundertwende 1600

— Argentumverde

Wieder mal ein gelunger historischer Roman, der mich ins 17. Jahrhundert versetzt und mir die Welt des Fechtens näher gebracht hat.

— Moni2506

Als Fazit möchte ich sagen, dass der Roman für mich Höhen und Tiefen hatte.

— Gelinde

Schöner Historienroman vom Vorabend des 30jährigen Krieges. Sehr schön und lebendig erzählt.

— reisemalki

Sehr schöner Roman

— karin66

Eine Fechtmeister-Tochter in den Zeiten vor dem Dreissigjährigen Krieg. Interessant ist der Einblick in den Fechtsport. Hat leider Längen.

— Hortensia13

detailreiche Darstellungen der damaligen Vorkommnisse mit spannender Geschichte

— Gudrun67

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  • Ein historischer Roman der vom Fechten handelt

    Die Tochter des Fechtmeisters

    Kerstin_Lohde

    24. August 2017 um 23:10

    Bei diesem Roman hatte ich das Glück bei Lesejury ein Exemplar zu erhalten, nachdem eine Teilnehmerin der Leserunde abgesprungen war. Hier hatte mich als erstes das Cover intressiert, und so hab ich gespannt mit dem Lesen begonnen. Am Anfang war es etwas schwer in das Ebook reinzufinden, aber mit der Zeit ging es besser und flüssiger. Je weiter ich gelesen hatte, desto spannender wurde es. Und die Wendungen im Buch sind überraschend aber auch intressant gewesen.

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  • Die Tochter des Fechtmeisters - 3,5 Sterne

    Die Tochter des Fechtmeisters

    schafswolke

    13. March 2017 um 10:32

    Fritjoff Nykrantz ist ein guter und angesehener Fechtmeister, der schon viel in seinem Leben erdulden musste. Nach dem frühen Tod seiner Mutter bleibt ihm nur noch sein Bruder Carl. Beide lernen das Fechten und müssen sich durch das Leben schlagen.Auch die junge Clarissa hat das Fechten von ihrem Vater Fritjoff erlernt, auch wenn sich das für Frauen nicht gehört. Bei einem Überfall auf einer Reise nach Frankfurt wird ihr Vater getötet und Clarissa schwer verletzt. Doch Clarissa überlebt und macht sich auf die Suche nach den Tätern. Ihre Suche führt sie bis nach Prag und sie lernt viele Menschen kennen.Ich tue mich mit einer Rezension bei diesem Buch ein wenig schwer. Ich lese sehr gerne historische Roman, aber leider konnte mich "Die Tochter des Fechtmeisters" nicht vollständig mitreißen. Es hat schon eine Weile gedauert bis ich einen Einstieg ins Buch gefunden habe und ich mit den Figuren vertraut wurde.Clarissa fand ich lange Zeit ein wenig unnahbar und zu blaß. Ihre eigentliche Geschichte beginnt in dem Buch zu einem recht späten Zeitpunkt. Die Geschichte um ihren Vater Fritjoff und ihren Onkel Carl fand ich viel fesselnder und war immer gespannt, wann es wieder neues zu lesen gab.Normalerweise habe ich mit mehreren Handlungssträngen selten Probleme, hier gab es allerdings einige, die für mich unnötig waren. Einige Personen wurden eingeführt und tauchten immer mal wieder auf, doch manchmal vergingen da schon sehr viele Seiten, so dass ich sie teilweise schon fast vergessen hatte.Zu den Fechtszenen habe ich nie so richtig ein Bild vor Augen haben können, da habe ich keinen Zugang bekommen, obwohl sie sehr deutlich beschrieben wurden.Man merkt, dass das Buch gut recherchiert ist (gerade bei den Fechtszenen) und da viel Arbeit drin steckt, um so mehr tut es mir leid, dass mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugt hat, aber dafür gab es für mich zu viele Längen. Trotz meiner Kritik habe ich es nicht bereut das Buch gelesen zu haben, stellenweise war es auch sehr spannend. Vielleicht war es auch für mich und das Buch einfach der falsche Zeitpunkt. Am Ende gibt es von mir gibt es 3,5 Sterne.

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  • Die Tochter des Fechtmeisters

    Die Tochter des Fechtmeisters

    Svanvithe

    08. March 2017 um 16:46

    Als einzige Tochter des Rostocker Fechtmeisters Fritjoff Nykrantz führt Clarissa 1608 ein behütetes Leben, das ihr aber auch Vorteile gewährt. Sie darf fechten und an der Seite ihres Vaters auf die Reise ins ferne Frankfurt gehen, wo die Meisterschaft der Fechtbrüder stattfinden. Auf dieser Reise lernt Clarissa nicht nur neue Menschen und ihren Vater kennen, sondern erlebt Abenteuer, von denen sie im beschaulichen Rostock keine Ahnung hatte.Sabine Weiß hat ein Händchen für historische Romane, wie sie mit "Die Tochter des Fechtmeisters" erneut beweist. Durch umfangreiche Recherche des historischen Hintergrundes gelingt der Autorin eine intensive Verknüpfung der fiktiven Geschichte und Figuren mit einst real existierenden Gegebenheiten und Personen. Hier werden einerseits die Streitigkeiten im Dunstkreis des Kaisers und andererseits die religiösen Auseinandersetzungen zwischen den Verfechtern des katholischen und protestantischen Glaubens, die zehn Jahre später im Dreißigjährigen Krieg münden werden, dargelegt. Zudem führt Sabine Weiß den Leser in die Welt der Fechtkunst. Dabei ist fachliche Anteil des Fechtens im Roman hoch. Ein legitimer Aspekt, sichert diese Ausführlichkeit doch der Geschichte ihre Lebhaftigkeit und versieht sie mit einem gewissen Reiz.Die Autorin thematisiert neben dem Recht der Menschen auf freien Glauben auch Werte wie Freundschaft, Liebe, Kameradschaft, menschliches und ehrenvolles Verhalten. Denn "Ehre ist nicht nur eine Frage des Standes. Ehre ist eine Sache des Herzens.“ (Seite 368)In dem zeitlich und örtlich versetzten Geschehen sind außerordentlich viele Personen eingebunden, die sich mittels Register im Blick halten lassen. Sie alle werden unterschiedlich präsentiert und erfahren differenzierte Darstellungen, die teilweise eine Zuordnung in "gut" und "böse" möglich machen, im Verlauf der Handlung überraschen, enttäuschen oder Zweifel verursachen. Durch die zahlreichen Figuren wirkt die Schilderung allerdings manchmal etwas überfrachtet und unruhig.Die titelgebende Protagonistin Clarissa ist schön, lebhaft, stark, jedoch auch mit einem gewissen Eigensinn und einer rührenden Naivität und Arglosigkeit versehen, die sie möglicherweise heil durchs Leben bringt. Sie teilt die Begeisterung ihres Vaters für das Fechten, und im Haus ihrer Eltern hat sie die Möglichkeit, Teil dieser Welt des Vaters zu sein. Sie sieht das Fechten als eine Ertüchtigung, die den Körper stärkt und den Geist zur Ruhe bringt. Aber töten will sie niemanden. An sich ist Clarissa harmoniebedürftig und möchte mit jedermann gut Freund sein möchte.Auf der anderen Seite steht Leander. Sein Dasein als Vagant ist ein freies und vielleicht auch von einer gewissen Romantik geprägt, gleichzeitig bedeutet es doch ebenso Rechtlosigkeit, Hunger, keine Bleibe, Unrast und Unruhe und mit dem Alter auch Schwierigkeiten, das Leben auf der Straße zu meistern. Trotz aller Kümmernisse, die sein Vater verursacht, hält Leander zu ihm, versucht, ihm beizustehen, ihn auf den richtigen Weg zu bringen. Erst als erkennen muss, dass scheitern wird, entscheidet er sich, seinen eigenen Weg zu gehen und sein Leben so zu leben, wie er es für richtig hält...Sabine Weiß hat eine abenteuerliche und emotionale Geschichte geschrieben, die einem nicht nur eine Zeit des Umbruchs näher bringt, sondern daneben an der Begeisterung fürs Fechten teilhaben lässt.4,5 Sterne

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  • Fechten im Mittelpunkt!

    Die Tochter des Fechtmeisters

    Sirene

    05. February 2017 um 20:21

    Inhalt: Rostock 1608. Von Kindesbeinen an ist Clarissa von der Kunst des Fechtens fasziniert. Für sie geht ein Traum in Erfüllung, als sie ihren Vater, einen angesehenen Fechtmeister, nach Frankfurt begleiten darf, wo sich alljährlich die besten Schwertkämpfer des Reiches messen. Doch zwischen den verfeindeten Fechtbruderschaften schwelt ein Krieg, und bei einem heimtückischen Überfall wird Clarissas Vater ermordet - und sie selbst als seine Mörderin verleumdet. Als sie von einer Verschwörung hört, die das ganze Reich ins Chaos zu stürzen droht, muss sie sich fragen: Hatte ihr Vater etwas damit zu tun? Wer sind seine wahren Mörder? "Vom Pferd aus ließ Clarissa ihren Blick den Hügel hinunter in den Hafen schweifen, wo die Segel der Schiffe im Blau leuchteten. Es roch nach Meer und Weite." - S. 681 Bei "Die Tochter des Fechtmeisters" handelt es sich um meinen ersten Roman von Sabine Weiß, von der ich bis dahin so gar nichts gehört hatte, aber der Titel und das Cover haben mich verlockt und ich musste mehr erfahren. Es ist ein historischer Roman mit einer starken Protagonistin, der aber durch die Thematik heraussticht, das Fechten in der damaligen Zeit - der Kernpunkt des Buches. Bis dahin war mir kein Roman begegnet, der so viele Informationen dazu geboten hat und ich habe viel Neues kennengelernt. Genau das hat mich beim Lesen gepackt und mir sind zunächst die knapp über 700 Seiten nicht aufgefallen. Man begegnet im Laufe der Handlung allerlei Charaktere und stößt auf verschiedene historische Begriffe, aber am Anfang des Romans gibt es ein Personenverzeichnis und am Ende auch ein Glossar mit hilfreichen Erläuterungen. Mit der Zeit wurde es immer wieder zäh, da die Spannung wirklich in die Länge gezogen wurde und ich musste es öfters zur Seite legen. Aufgelockert haben es die paar schillernden Beschreibungen, wobei ich mir da mehr gewünscht habe. Oft erstreckte es sich in einer Reihe von ereignisreichen Abfolgen, die aufregend waren und Wendungen besaßen, aber mit der Zeit wurde es ermüdend. "Marius folge Benjamin durch die von Schülern des Doppelsölderns flankierte Tür. Plötzlich strauchelte Benjamin. Klirrend ging der Waffensack zu Boden. Der Glatzkopf lachte höhnisch; er hatte Benjamin ein Bein gestellt." - S.222 Ich habe mehr auf ausführliche, schmückende Ausführungen gehofft, weil die, die ich antraf, mir einfach gut gefallen haben. Es ist durch und durch ein klassischer historischer Roman, der Wert darauf legt informativ zu sein und der Schreibstil passt sich auch der damaligen Zeit an. Die ziehenden Stellen wurden noch einigermaßen mit den vielen Ereignissen überdeckt (es geschieht einiges!!!), sodass ich mich jetzt nicht durch die Seiten quälen musste. Und die Charaktere empfand ich auch als angenehm und vielschichtig. Da wäre einmal die Protagonistin Clarissa, die im Roman eine Entwicklung durchzieht, wobei sie von Anfang an eine starke Persönlichkeit hatte, nur wurde es später besser in den Situationen hervorgeholt. Neben ihr gibt es noch einige männliche Charaktere und natürlich entwickelt sich auch ein Liebeswirrwarr, indem ich für eine Person gehofft und gebangt hatte, aber ich möchte nicht zu viel verraten! Wer gerne informative historische Romane liest und das Thema Fechten interessant findet, der sollte auf jeden Fall nach diesem Buch greifen. Es ist sehr gut recherchiert und die Autorin spinnt leicht die Fakten und Informationen in den Roman ein. Trotz seiner Höhen und Tiefen ist "Die Tochter des Fechtmeisters" zum weiterempfehlen!

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  • Die Tochter des Fechtmeisters

    Die Tochter des Fechtmeisters

    Sireadh

    04. February 2017 um 18:49

    https://sireadhblog.wordpress.com/2017/02/04/die-tochter-des-fechtmeisters/ Nachdem ich länger keinen mehr gelesen hatte war es mal wieder an der Zeit für mich einen Historischen Roman zu lesen. Diesmal von einer Autorin, die ich noch nicht kannte: Sabine Weiß. Wie die meisten Historischen Romane war auch dieser ein ziemlich dicker Schinken mit über 600 Seiten. Wieder einmal war das Buch aber auch ein Teil einer Leserunde der Bastei Lübbe AG, das heißt ich habe kostenlos das Manuskript zur Verfügung gestellt bekommen. Wenn ihr Lust habt könnt ihr ja mal auf der Website vorbeischauen, dort gibt es immer wieder tolle Buchverlosungen und Leserunden zu brandneuen Büchern. Das Buch spielt am Anfang des 17.Jahrhunderts und es geht um die junge Clarissa, die Tochter des Fechtmeisters von Rostock, die von klein auf im Fechten unterrichtet wurde, was für ein Mädchen zu dieser Zeit sehr ungewöhnlich war. Zusammen mit ihrem Vater Fritjoff und dessen beiden Fechtschülern Alexander und Marius reist sie nach Frankfurt, damit die beiden jungen Männer bei der jährlichen Fechtschule ihre Abschlussprüfung ablegen und Meister des Schwertes werden können. Doch als die Reisegruppe in der Großstadt ankommen werden die große Spannungen zwischen den unterschiedlichen Religionen (Protestanten, Katholiken, aber auch Juden) und zwischen den verschiedenen Fecht-Bruderschaften sehr deutlich. Clarissa's Vater, ein Fechtmeister der sogenannte Marxbrüder gerät immer wieder in Konflikte mit den Federfechtern, der verfeindeten Bruderschaft. Als sich die Lage nach dem Ende der Fechtschule zuspitzt, entscheidet er seine Tochter aus der gefährlichen Stadt zu schaffen, zurück nach Rostock, wo sie in Sicherheit ist. Aber auf dem Rückweg werden die beiden hinterhältig überfallen und Clarissa wird niedergestreckt. Beim Aufwachen findet sie sich umringt von einer Gruppe Gaukler, sogenannte Luxbrüder, Fechter ohne "Ehre". Zusammen mit einem von ihnen, einem jungen Mann namens Leander macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater und muss erkennen, dass die Diebe ihren Vater umgebracht und sie für den Mord an ihm verantwortlich gemacht haben. Total verzweifelt und auf der Flucht vor den Bütteln schwört sich Clarissa die Mörder ihres Vaters ausfindig zu machen und sie zur Rechenschaft zu ziehen... Mir hat der Schreibstil des Buches echt gut gefallen und die detaillierten Beschreibungen über die historischen Städte im Buch. Man hat quasi alles auf den mittelalterlichen Märkten riechen und die Marktschreier hören können. Auch zu den Figuren konnte ich eine emotionale Bindung aufbauen: Clarissa ist alles, was sich ein Mädchen von einer Romanheldin erwarten kann, also stark, schlau und eigensinnig. Natürlich gibt es in diesem Buch auch eine Liebesbeziehung, wer hätte es gedacht ;). Leider fehlt dem Buch an manchen Stellen eine gewisse Authentizität, es passieren einfach ZU viele Zufälle, jedes Problem findet sein Happy End und das Realistische geht verloren. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Happy Ends, aber es könnte auch für das ein oder andere keine Lösung geben, sonst fällt es mir schwer mich in den Roman hineinversetzen zu können, weil es dann einfach zu unecht wirkt (Vielleicht kennt das ja der ein oder andere von euch.). Trotzdem hat man echt gemerkt wie viel Mühe und Arbeit in diesem Buch steckt und ich bewundere die Autoren historischer Romane echt für ihre Recherchearbeit, die ja teilweise echt über Jahre hinweg andauert. Das Cover springt einem meiner Meinung nach echt ins Auge mit dem wunderschönen karminroten Kleid vor dem hellblauen Hintergrund und passt perfekt zu einem historischen Roman. Wäre in der Buchhandlung definitiv in meinen Händen gelandet! Abschließend gebe ich dem Buch 4 Sterne, weil es echt gut geschrieben ist und die Zeit des 17.Jahrhunderts wunderbar im Kopf des Lesers auferstehen lässt aber wie gesagt kleine Probleme mit der Authentizität hat.

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  • "Die Tochter des Fechtmeisters" von Sabine Weiß ⭐️⭐️⭐️⭐️

    Die Tochter des Fechtmeisters

    VerenaChinoKafuuChan

    04. February 2017 um 01:49

    **** Name: Die Tochter des Fechtmeisters Autor: Sabine Weiß Ausgabe: Taschenbuch 11,00 - € ( Hier) ISBN: 978-3404174812 Erschien: Dezember 2016 Verlag: Bastei Lübbe Taschenbuch Seitenanzahl: 704 Klappentext: Rostock 1608. Von Kindesbeinen an ist Clarissa von der Kunst des Fechtens fasziniert. Für sie geht ein Traum in Erfüllung, als sie ihren Vater, einen angesehenen Fechtmeister, nach Frankfurt begleiten darf, wo sich alljährlich die besten Schwertkämpfer des Reiches messen. Doch zwischen den verfeindeten Fechtbruderschaften schwelt ein Krieg, und bei einem heimtückischen Überfall wird Clarissas Vater ermordet - und sie selbst als seine Mörderin verleumdet. Als sie von einer Verschwörung hört, die das ganze Reich ins Chaos zu stürzen droht, muss sie sich fragen: Hatte ihr Vater etwas damit zu tun? Wer sind seine wahren Mörder?                                                                                                       (Quelle:  Die Tochter des Fechtmeisters, Sabine Weiß, Bastei Lübbe Taschenbuch) **** Meine Meinung: Das Cover des Buches ist eher dunkel gehalten und die Schrift golden. Wodurch sich der Titel sehr gut vom Cover abhebt. Zudem befindet sich auf dem Cover eine Frau mit einem typischen Kleid aus dieser Zeit, zudem hat diese ein Schwert auf dem Schoss. Weswegen meiner Meinung nach das Cover sehr gut zu dem Roman passt. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, jedoch schreibt Sie sehr detailreich. Dies empfand ich leider nicht immer als sehr angenehm, da unter anderem die Beschreibungen von Ereignissen und Örtlichkeiten sehr lang und ausführlich waren. Dies kann den Leser leider dazu verführen die ein oder andere Seiten etwas unaufmerksamer zu lesen. Weshalb ich leider sagen muss, dass es für mich in diesem Roman auch Längen gab die nicht wirklich etwas für die Story getan haben. Ob der Roman geschichtlich zu 100 % stimmig ist kann ich leider nicht sagen und aufgrund dessen möchte ich auf diesen Punkt nicht genauer eingehen Die Hauptcharakterin Clarissa weiß wie sie etwas anpacken muss. Sie kann sich behaupten und dies auch mit ihrem Fechtdegen.Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Zudem empfand ich das Personenverzeichnis ( dieses befindet sich auf Seite 6 und 7) als sehr hilfreich und angenehm. Da ich so immer wieder nachschauen konnte. Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️ Lg Verena/ Instagram: Chino_Kafuu_Chan

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  • Ganz toller Historienroman

    Die Tochter des Fechtmeisters

    FlotterAnton

    03. February 2017 um 14:27

    Sabine Weiß nimmt uns mit in die Zeit kurz vor Ausbruch des 30jährigen Krieges. Clarissa ist die Tochter des Fechtmeisters Fritjoff Nykrantz. Dank ihres Vaters beherrscht sie ebenfalls die Kunst des Fechtens. Si e macht sich mit ihrem Vater und seinen Fechtschülern von Rostock auf den Weg nach Frankfurt, wo die die beiden Fechtschüler nach einer Prüfung zu Fechtmeistern gekürt werden sollen. Auf dem Rückweg werden Fritjoff und Clarissa überfallen und sie anschließend des Mordes an ihrem Vater verdächtigt. Von da an beginnt Clarissas Abenteuer erst richtig. In der Geschichte werden mehrere Erzählstränge gekonnt miteinander verwebt. Aber in allen Teilen herrscht Streit und Zwietracht. Es gibt den Streit zwischen den Brüdern Carl und Fritjoff; zwischen den beiden Fechtbruderschaften der Marxbrüder und der Federfechter; zwischen Katholiken und Lutheranern und nicht zuletzt zwischen den verschiedenen Herrschern unter dem schwachen Kaiser Rudolf. Insgesamt eine sehr unruhige Zeit für die Bewohner  des Reichs. Es handelt sich um einen gewohnt gut recherchierten Roman, in dem wir sowohl einen Einblick in die damaligen Lebensumstände der Menschen als auch über die politische Situation bekommen. Nebenbei erhalten wir viele Informationen über die Fechtkunst – so vielseitig hatte ich mir das nicht vorgestellt. Das ganze Buch ist in einem gut lesbaren und anschaulichen Stil geschrieben. Die Charaktere - incl. der Nebendarsteller –sind sehr gut ausgearbeitet und kommen authentisch rüber. Auch wenn es hier und da einige Passagen gab, die nicht unbedingt erforderlich waren für die Geschichte, so habe ich mich doch nie gelangweilt. Ich vergebe sehr gerne fünf wohlverdiente Sterne.

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  • Leserunde zu "Die Tochter des Fechtmeisters" von Sabine Weiß

    Die Tochter des Fechtmeisters

    Schreibschwester

    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und –Leser!Als ich zum ersten Mal von der deutschen Fechttradition des Mittelalters hörte, von Fechtschulen, in denen man sich in den sieben ritterlichen Wehren behaupten musste und von verfeindeten Fechtbruderschaften, lief in meinem Kopf sofort ein Film ab. Natürlich begann ich zu recherchieren. Schnell nahm eine Geschichte in meinem Kopf Gestalt an ...Im Dezember wird „Die Tochter des Fechtmeisters“ in „die Welt hinausgehen: am 9. 12. veröffentlicht der Lübbe-Verlag den Roman als Taschenbuch. Ich bin sehr aufgeregt, weil mich dieses Thema sehr bewegt und mir die Figuren so sehr ans Herz gewachsen sind. Auch dieses Mal möchte ich euch meinen Roman wieder persönlich vorstellen. Deshalb lade ich zu einer Leserunde ein. Der Lübbe-Verlag stellt dafür freundlicherweise zwanzig Exemplare von „Die Tochter des Fechtmeisters“ zur Verfügung. Da sich bei meinen frühen Leserunden zu „Hansetochter“, „Das Geheimnis von Stralsund“ und „Die Feinde der Hansetochter“ gezeigt hat, dass viele LeserInnen daran teilnehmen möchten und gelost werde musste, möchte ich euch bitten, euch nur zu bewerben, wenn ihr die Zeit habt, aktiv an der Leserunde teilzunehmen und anschließend eine Rezension zu schreiben.Zum Inhalt:Rostock 1608. Von Kindesbeinen an ist Clarissa von der Kunst des Fechtens fasziniert. Für sie geht ein Traum in Erfüllung, als sie ihren Vater, einen angesehenen Fechtmeister, nach Frankfurt begleiten darf, wo sich alljährlich die besten Schwertkämpfer des Reiches messen. Doch zwischen den verfeindeten Fechtbruderschaften schwelt ein Krieg, und bei einem heimtückischen Überfall wird Clarissas Vater ermordet – und sie selbst als seine Mörderin verleumdet. Als sie von einer Verschwörung hört, die das ganze Reich ins Chaos zu stürzen droht, muss sie sich fragen: Hatte ihr Vater etwas damit zu tun? Wer sind seine wahren Mörder?Weil es bei immer so schön war und ihr dabei gleich ein wenig in das Thema hineinschnuppern könnt, möchte ich die Bewerbung für die Leserunde wieder mit einer Frage verbinden.Vielen fällt vermutlich zuerst Die drei Musketiere, Zorro oder Alatriste ein, wenn sie an historisches Fechten denken. Weniger bekannt ist, dass es in auch Deutschland bereits seit dem 14. Jahrhundert eine ausgefeilte Fechtkunst gab, deren einflussreichster Vertreter der Fechtmeister Johann Liechtenauer war. In meinem Roman hat ein Fechter einen „Gastauftritt“, nach dessen Fechtbuch bis heute noch überall auf der Welt gefochten wird. Er wurde nach Schwerin an den Hof des Herzogs berufen, wo er auch starb. Wie lautet sein Name?Bitte schickt mir die Antworten bis zum 30. November, am 1.12. findet die Verlosung statt und die Leserunde startet, sobald die Bücher bei euch eingetroffen sind.Ich freue mich auf euch und eure Leseeindrücke!Sabine Weiß

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  • Rezension zu "Die Tochter des Fechtmeisters" von Sabine Weiß

    Die Tochter des Fechtmeisters

    dorli

    31. January 2017 um 18:31

    Rostock 1608. Die 18-jährige Clarissa Nykrantz begleitet ihren Vater nach Frankfurt. Während Fritjoff Nykrantz mit seinen Fechtschülern Marius und Alexander an einem großen Fechtturnier der Bruderschaft Sankt Marx teilnimmt, soll Clarissa sich nach einem geeigneten Buchdrucker für Fritjoffs Fechtbuch umhören. In Frankfurt angekommen, erwartet die Schwertkämpfer eine böse Überraschung: die Marxbrüder müssen sich den Fechtplatz mit den verfeindeten Federfechtern teilen. Streitigkeiten bleiben nicht aus. Noch dramatischer als der Aufenthalt in Frankfurt verläuft für Clarissa und ihren Vater die Rückreise nach Rostock – sie werden überfallen. Fritjoff wird ermordet und Clarissa bewusstlos geschlagen. Sie wacht als Gefangene einer Gauklertruppe wieder auf, kann aber nach kurzer Zeit fliehen. Doch schon im übernächsten Dorf bricht neues Unheil über Clarissa herein: sie wird als Mörderin ihres Vaters gesucht… In ihrem Roman „Die Tochter des Fechtmeisters“ wartet Sabine Weiß mit einem lebendig erzählten Mix aus Historie, Abenteuer, Spannung und Romantik auf und zeichnet ein umfassendes, vielschichtiges und sehr authentisches Bild der Jahre kurz vor Ausbruch des 30-jährigen Krieges. Gemeinsam mit Clarissa reist man zunächst von Rostock über Schwerin nach Frankfurt und später dann nach Prag. Die Darstellung der Schauplätze und die Schilderung der Ereignisse sind Sabine Weiß hervorragend gelungen. Ich konnte der Geschichte trotz mehrerer Handlungsstränge, einiger Rückblenden in Fritjoffs grausame Kindheit und der Vielzahl an Akteuren bestens folgen und habe zu keiner Zeit den Überblick verloren. Besonders begeistert hat mich die Fülle an informativen Details. Zentrales Thema ist natürlich das Fechten mit allem, was dazu gehört: die Ursprünge und Grundsätze, die unterschiedlichen Waffen und Techniken und die Rivalität der Fechtbruderschaften. Zudem fließen auch die politischen Verwicklungen, die gesellschaftlichen Gepflogenheiten und das Glaubensgerangel der damaligen Zeit in die Handlung ein. Darüber hinaus ist das Geschehen mit allerlei Wissenswertem gespickt, das die Handlung noch abwechslungsreicher und unterhaltender macht: man bekommt Einblicke in den Alltag der Menschen, in die Lebensumstände der Gaukler und in den Hofstaat des Kaisers, erfährt außerdem etwas über die Gaunersprache und den Aberglauben sowie über die Künste und Wissenschaften der Zeit. Die Figuren wirken allesamt echt und glaubwürdig, sie haben Persönlichkeit und Ausstrahlung, zeigen Emotionen und handeln entsprechend ihren Eigenarten. Es ist spannend und unterhaltsam, das Miteinander und Gegeneinander der Akteure zu beobachten. Man zieht gerne mit Clarissa & Co. durch die Lande und fiebert mit ihnen mit. Neben den fiktiven Figuren bevölkern auch einige historische Persönlichkeiten diesen Roman und beleben mit ihren Eigenheiten die Szenerie - unter ihnen zum Beispiel Kaiser Rudolf II. und die Fechtmeister Salvator Fabris und Capo Ferro. „Die Tochter des Fechtmeisters“ hat mir sehr gut gefallen. Die gut ausbalancierte Mischung aus Historie und Fiktion hat mir nicht nur spannende, unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mir auch interessante Einblicke in die Fechtkunst und das politische Geschehen des frühen 17. Jahrhunderts ermöglicht.

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  • Die Tochter des Fechtmeisters

    Die Tochter des Fechtmeisters

    Pixibuch

    29. January 2017 um 16:57

    1566: Zwei kleine Jungen müssen zusehen, wie ihre Mutter durch den Großbauern getötet wurde.                        1606; Einer der beiden Jungen betreibt in Rostock das Gewerbe des Fechtmeisters. Fritjoff ist verheiratet und hat eine Tochter. Er bildet auch Lehrlinge aus. Wie jedes Jahr möchte er nun mit seinen beiden Lehrlingen Alexander und Marius nach Frankfurt zur Fechtmesse gehen. Diesmal darf auch die Tochter Larissa mit.Auf der Messe selbst geraten mehrere Fechtgruppen aneinander. Die beiden Lehrlinge gehen ins Heer. Und Fritjoff reitet meit seiner Tochter wieder zurück. Sie werden aber überfallen, Fritjoff ist verschwunden und Clarissa wird von Gauglern aufgenommen, Mit einem der Gaukler reitet sie nach Prag auf der Suche nach ihrem vater. Dort lernt sie eine sonderbareJüdin kennen, die sie bei sich aufnimmt, In Prag aber herrscht Kriegszusstand, da das Volk mit de eigenartigen Kaiser nicht mehr zufrieden ist. Ein sehr interessant zu lesendes Buch, das kein einziges Mal langweilig wird, trotz der 700 Seiten. Es wird sehr viel über das Fechten berichtet, detailgetreu die einzelnen Fechthiebe sowie die Schritte beschrieben.In diesem Buch lesen wird viel über das einfache Volk, die Handwerker, den Adel und die Geistlichkeit.Geschichtlich hat sich das Buch voll an die Wirkliochkeit gehalten, Wir haben beim Lesen eine große Zeitreise gemachgt und relativ viel erfahren. Auch das Cover des Buches mit dem Mädchenkörper  und der Kleidung der damalige Zeit hat mir sehr gut gefallen.

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  • abenteuer vor historischer kulisse

    Die Tochter des Fechtmeisters

    sille72

    25. January 2017 um 13:43

    Sabine Weiss Die Tochter des Fechtmeisters Historischer Roman eBook (ePUB) 8,49€ Taschenbuch 11,00€ Format ePUB i Kopierschutz kein Kopierschutz i Seitenzahl 703, (Printausgabe) Erscheinungsdatum 09.12.2016 Sprache Deutsch EAN 9783732530588 Verlag Bastei Entertainment Verkaufsrang 501 Das eintauchen in die Geschichte von Sabine Weiss war wunderschön. Man konnte mit den ersten Sätzen direkt in die jeweiligen Zeitlienien reinkommen und wurde nicht verwirrt. Die Geschichte ist relativ einfach gestrickt auch wenn man das nicht glauben kann. Das zwei jungen den Tod der Mutter durch eine Art von Gottesgericht mit erleben mussten bringt in dem einem Wut und in dem anderen Wissens Durst zum Vorschein. Am Anfang halten sie noch zusammen aber die Wut des älteren verhindert sein weiter kommen und so verlieren sie sich aus den Augen. Der jüngere kann bei einem Schmied in lehre gehen und sich später als Fechtmeister in Rostock etablieren. Der ältere wird ein Kämpfer und fällt irgendwann auf dem Schlachtfeld. Die eigentliche Geschichte beginnt damit das unser Rostocker Fechtmeister gemeinsam mit seiner Tochter und zwei Schülern zur Fechtschule nach Frankfurt am Main zieht damit die Schüler auch Meister werden können. Wir werden in die Rivalitäten zwischen verschiedenen Bruderschaften der Fechtkunst geführt und erleben auch Todesfälle. Clarissa ist die Tochter des Fechtmeisters und erlebt viele Abenteuer auf ihrem weg von Frankfurt zurück nachhause. Wir erleben eine Abenteuer lustige junge Frau die entgegen der damaligen Sitte noch nicht verheiratet ist und von ihrem Vater in die Grundlagen der Fechtkunst eingeführt wurde. Sie kann sich dadurch gut verteidigen und überlebt die unterschiedlichsten Ereignisse. Nebenbei werden uns auch die politischen Konflikte der zeit und die Intrigen erzählt und wie die Protagonisten darin verwoben werden. Ein Kaiser, der von der Verwandtschaft am liebsten unter die erde gebracht werden soll und geistliche die sich eher mit Politik und Mord beschäftigen. Alles wird aufgezeigt und gut erklärt. Genauso werden Kuriositäten beschrieben die auf eine weise verschwiegen werden müssen und wenn jemand davon erfährt als Druckmittel verwendet werden. Das Buch hat von mir 5 Sterne bekommen da ich mich mit jeder Zeile in die zeit versetzen konnte und die Geschichte nach voll zieh bar war.

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  • Gelungener Roman in historischem Umfeld und spannender Thematik

    Die Tochter des Fechtmeisters

    Argentumverde

    24. January 2017 um 23:45

    Der Leser begleitet in diesem Roman die junge Clarissa am Anfang des 17. Jahrhunderts. Aufgewachsen im protestantischen Rostock als Tochter eines angesehenen Fechtmeisters und mit einigen ungewöhnlichen Freiheiten, da ihr Vater ihr das Fechten beibringt und sie an der Erarbeitung eines Buches teilhaben lässt. Um dieses Buch drucken zu lassen begleitet sie ihren Vater bis nach Frankfurt und muss auf der Heimreise seinen Tod mit ansehen. Durch diesen Verlust gerät sie in die Wirren von Glauben, Politik und Macht und muss sich in einer Welt behaupten, in der Frauen rechtlos und hilflos sind. Dabei werden für den Leser stets genug Informationen aus dem historischen Umfeld eingeflochten, Details über das Leben und Denken der Menschen zu dieser Zeit. Die Ortsbeschreibungen sind hervorragend recherchiert und bieten dem Leser ein umfassendes und buntes Bild des damaligen Lebens. Selbst das politische Durcheinander dieser Zeit wird dem Leser klar und strukturiert dargeboten ohne ihn damit zu verwirren oder zu langweilen. Es bleibt der Autorin Sabine Weiß aber trotzdem noch genug Raum für interessante Protagonisten in einer breit angelegten Geschichte mit einigen Nebensträngen und vielen kleinen Schicksalen die die Wege der Hauptfigur auf der einen oder anderen Weise kreuzen. Die Vielfalt der Charaktere die dem Leser begegnen bietet für jeden etwas und neben dem Fechten als zentralem Thema kommen auch die Liebe, Freundschaft und Familie nicht zu kurz. Es gibt Spannung und Abenteuer, mysteriöse Rätsel und traurige Momente, kurz alles was einen guten Roman ausmacht und ihm Leben verleiht. Dabei werden dem Leser über die gesamte Story hinweg Informationen und Details zum Thema Fechten in einer Fülle dargeboten, die beeindruckend sind. Einzelne Kämpfe sind so präzise beschrieben, das man im Stillen den Hut vor der Recherchearbeit der Autorin zieht. Mein Fazit: Dieser Roman in historischem Gewand bietet alles was man für einen ungetrübten Lesegenuss benötigt. Dabei ist er sehr gut recherchiert und detailreich und bildhaft geschildert ohne dabei die Spannung zu verlieren. Leichte Längen an einigen wenigen Stellen sind ohne Zweifel eine sehr hoch angesetzte und zu vernachlässigende Kritik die bei der Buchauswahl keinesfalls berücksichtigt werden sollte. Wer historische Romane liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

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  • Die Welt des Fechtens im 17. Jahrhundert

    Die Tochter des Fechtmeisters

    Moni2506

    24. January 2017 um 21:21

    „Die Tochter des Fechtmeisters“ von Sabine Weiß ist Ende 2016 im Lübbe-Verlag erschienen. Es ist ein historischer Roman, der Anfang des 17. Jahrhunderts spielt, und uns in die Welt des Fechtens und der Fechtschulen entführt. Rostock, 1608: Clarissa ist als Tochter eines Fechtmeisters aufgewachsen. Schon immer war sie von dieser Kunst fasziniert. Umso erfreuter ist sie als sie ihren Vater zusammen mit seinen beiden Schülern zur Fechtschule in Frankfurt begleiten darf. Die Reise soll sie länger von zu Hause wegführen als geahnt, denn eine Verschwörung ist im Gange, die die Zukunft der Marxbrüder sowie das ganze Reiche bedrohen wird. Dies ist jetzt schon der dritte Roman, den ich von Sabine Weiß lese, und auch dieses Mal konnte sie mich wieder überzeugen. Der Roman beginnt dramatisch und so wurde ich direkt in die Geschichte reingezogen und wollte unbedingt herausfinden, wie alles miteinander zusammenhängt. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Ich hatte oftmals ein gutes Kopfkino. Die Protagonisten des Buches waren mir sympathisch. Gerade mit Clarissa und Leander habe ich gerne mitgefiebert, aber auch Clarissas Vater konnte mich mit seiner offenen Art schnell für sich einnehmen. Wir wurden in diesem Buch in verschiedene Welten entführt. Gerade Religion spielt auch eine zentrale Rolle. Der Glaubenskonflikt zwischen Protestanten und Katholiken war in vollem Gange und Juden waren nicht gerne gesehen. Diese wurden beschimpft und verfolgt. Mit Leander erfahren wir auch einiges über Gaukler, die in der Gesellschaft nicht hoch angesehen wurden. Wiederum wird auch gezeigt, dass das ständige Reisen durch das Land auch seine Vorzüge haben kann, auch wenn es nicht immer leicht ist. Die Geschichte war überwiegend spannend, dennoch gab es auch einige Phasen, in denen es ruhiger zuging und die meiner Meinung nach auch hätten gekürzt werden können. Für mich war der Roman auch von den Themen her etwas überladen. Die Geschichte spielt zu Beginn auf mehreren Zeitebenen und auch mehrere Handlungsorte müssen miteinander in Einklang gebracht werden. Gerade bei den Ränken und Intrigen rund um Kaiser Rudolf bin ich doch so manches Mal nicht ganz mitgekommen. Teilweise war das Buch vorhersehbar, aber es gab auch die ein oder andere Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hätte. Hier wurde auch noch das ein oder andere interessante Thema aufgegriffen, dass ich euch nicht vorweg nehmen möchte. Dies hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin hat für diesen Roman ausführlich und gut recherchiert. Besonders im sehr ausführlichen Nachwort merkt man, wie viel Herzblut Sabine Weiß in diesen Roman gesteckt hat. Wie auch in ihren vorherigen Romanen gibt es gleich zu Beginn ein detailliertes Personenverzeichnis. Ergänzt wird der Roman darüber hinaus noch von einem Glossar, das einem unbekannte Begriffe erklärt. Sehr gut eingewoben fand ich auch wieder den Dialekt. Da ich im Norden Deutschlands zu Hause bin, war mir dieser nicht gänzlich unbekannt und so habe ich mich sehr über diese kleine Stellen gefreut. Hier findet die Autorin meiner Meinung nach auch eine gute Balance. Fazit: Wieder mal ein gelungener historischer Roman von Sabine Weiß, der einen ins 17. Jahrhundert und die Welt des Fechtens entführt.

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  • Die Tochter des Fechtmeisters

    Die Tochter des Fechtmeisters

    Gelinde

    24. January 2017 um 16:27

    Die Tochter des Fechtmeisters, von Sabine WeißCover:Dabei sieht man sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt.Inhalt:Rostock 1608.Clarissa wird schon von Kindesbeinen an mit der Kunst des Fechtens vertraut gemacht. Bei ihrem Vater, Fechtmeister Fritjoff, lernt sie alles. Als für sie ein Traum in Erfüllung geht, und sie ihren Vater nach Frankfurt begleiten darf, erkennt sie immer mehr, dass dieser so einige Geheimnisse hat.Als sie heimtückisch überfallen werden und Clarissas Vater ermordet wird, wird sie selber als seine Mörderin verleumdet und muss fliehen.Als sie den wahren Mörder sucht, erfährt sie von einer Verschwörung, die das ganze Reich ins Chaos stürzen kann.Wird sie Freunde finden, denen sie vertrauen kann?Wird sie die wahren Mörder finden und die Geheimnisse ihres Vaters aufklären können?Meine Meinung:Der Einstieg ist mir nicht ganz leicht gefallen, viele Personen, viele Namen (hier war mir auch das Personenregister am Anfang keine Hilfe) und drei Handlungsstränge zu verschiedenen Zeiten und Orten. Später kommt ein weiterer Handlungsstrang hinzu, der sich aber dann schnell mit verbindet. Es wird sehr viel zwischen den einzelnen Geschichten hin und hergesprungen, was mich dann teilweise doch sehr verwirrt hat.Im ersten Viertel habe ich mich gewundert, dass die Tochter des Fechtmeisters (so der Titel) eigentlich nur eine ganz kleine Rolle spielt, ihr Umfeld und ihr Vater stehen hier eher im Mittelpunkt. Auch das Fechten spielt eine ganz wichtige Rolle, hier wird mir fast zu ausführlich in der „Fechtersprache“ gesprochen. Dies zieht sich auch durchs ganze Buch, Begriffe aus der Fechtersprache werden immer wieder wiederholt und Fechtszenen und Fechtabläufe beschrieben (hab ich dann irgendwann einfach überlesen).Dann wird es sehr turbulent und spannend, es passiert echt viel. Es stellen sich mir als Leser ganz viele Fragen (manches erscheint mir auch „sehr zufällig“, manchmal ist es fast schon zu viel des Guten). Vieles löst sich dann zu einfach in „Wohlgefallen“ auf, aber wir bekommen auf fast alle Fragen zumindest eine Antwort.Es gibt sehr viele unterschiedliche Charaktere, einige davon machen während der Handlung eine große Entwicklung, oder besser gesagt Wandlung ihres Charakters durch. Ein paar wenige lernen wir auch gar nicht näher kennen.Vor allem wenn es um die politischen Entwicklungen jener Zeit um Kaiser Rudolf geht. Diese ganzen politischen Zusammenhänge sind vor allem am Ende sehr ausführlich, was mir wiederum zu viel war. Hier hätte man meiner Meinung nach sehr gut straffen können. Ich denke hier hatte die Autorin, nach ihrer bestimmt sehr peniblen Recherche, einfach zu viel Material und zu viel Wissen das sie dem Leser nicht vorenthalten wollte.Alles in Allem (auch wenn das Ende etwas zäh war) hat sich alles gut gefügt.Es beginnt mit Clarissa, der Tochter des Fechtmeisters und der Kreis schießt sich mit Diana, der Tochter des Fechtmeisters.Die altertümliche Sprache, und der Dialekt sind sehr gut eingebaut und machen das Ganze sehr authentisch.Autorin:Sabine Weiß, geboren 1968 in Hamburg, studierte Germanistik und Geschichte und arbeitete als Journalistin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nordheide bei Hamburg.Mein Fazit:Als Fazit möchte ich sagen, dass der Roman für mich Höhen und Tiefen hatte. Er ist sehr gut recherchiert, hat fein ausgearbeitete Charaktere und eine spannende Grundgeschichte. Soweit wirklich schön.Weniger gefallen hat mir, dass es einfach von allem zu viel war. Zu viele Charaktere, zu viel politische Nebenhandlung und zu viel Konstruiertes (Zufälliges). Am liebsten würde ich 3,5 Sterne vergeben, da ich aber volle angeben muss, runde ich auf 3 Sterne ab.

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  • fesselnder historischer Roman mit sympathischer Hauptfigur

    Die Tochter des Fechtmeisters

    irismaria

    24. January 2017 um 14:08

    "Die Tochter des Fechtmeisters" von Sabine Weiß ist ein historischer Roman, der im 16. Jahrhundert spielt. Es geht um zwei Brüder, die ihre Mutter durch ein unfaires Gerichtsurteil verlieren und sich danach alleine durchschlagen müssen und um Kaiser Rudolf, der sich mehr für technische Spielereien und alchemistische Versuche interessiert als um sein Reich, was dazu führt, dass seine Absetzung geplant wird. Vor allem aber geht es ums Fechten und eine Familie, die sich dieser Kunst verschrieben hat. Fechtmeister Fritjoff lebt in Rostock und unterrichtet dort Schüler. Auch seine achtzehnjährige Tochter Clarissa gehört dazu und darf trotz der Bedenken der Mutter mit nach Frankfurt reisen, wo ein großes Schaufechten statt findet, bei dem einige der Schüler zu Fechtmeistern gekürt werden sollen. Man merkt, dass die Autorin viel recherchiert hat, denn die Fechtszenen sind gekonnt und mit der passenden Begrifflichkeit dargestellt.Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich, die Szenen bildhaft dargestellt und die Personen lebendig gezeichnet. Gut gefallen hat mir, dass der Charakter einer Person nicht nach ein paar Sätzen klar wird, sondern sich auch Entwicklungen und Wandlungen ergeben. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, ist aber nicht das dominierende Thema. Nebenbei erfährt man viel über die gesellschaftliche Situation und die religiösen und politischen Konflikte kurz vor Beginn des 30jährigen Krieges.Mein Fazit: fesselnder historischer Roman mit sympathischer Hauptfigur und Fechten als ungewöhnlicher Thematik

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