Sabine Weiß Hansetochter

(48)

Lovelybooks Bewertung

  • 57 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 1 Leser
  • 29 Rezensionen
(28)
(14)
(5)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Hansetochter“ von Sabine Weiß

Lübeck 1375. Henrikes Welt bricht zusammen, als ihr Vater, ein angesehener Hansekaufmann, völlig überraschend stirbt. Zu allem Unglück übernimmt auch noch der ungeliebte Onkel ihre Vormundschaft. Als dieser auch die Geschäfte des Vaters an sich reißt, keimt in Henrike ein schrecklicher Verdacht: Wurde ihr Vater etwa aus dem Weg geschafft? Wem kann sie noch trauen? Zum Glück steht ihr Adrian, ein junger Kaufmann aus Brügge, zur Seite. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Kurzweiliges und spannendes Lesevergnügen aus dem schönen Lübeck!

— Hollysmum
Hollysmum

Ein kurzweiliger historischer Roman.

— mixtapemaedchen
mixtapemaedchen

Schön und spannend

— Xerxes
Xerxes

Sehr spannend geschrieben - auch wenn man die Handlung vorhersehen kann. Informativ und die atmosphärische Spannung fantastisch. Hanse lebt.

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

Viel Information über Lübeck und die Hanse, gepaart mit Liebe, Intrige und ein wenig Abenteuer. Hat mir gut gefallen.

— QueenSize
QueenSize

Toller historischer Roman,authentisch wurde das leben zur Blütezeit der Hanse beschrieben. Der Norden, Schiffe, Handel ,ich liebe so was.

— eulenmama
eulenmama

Ein historischer Roman ganz nach meinem Geschmack mit der richtigen Mischung aus Spannung, Geschichte und Liebe.

— Moni2506
Moni2506

Nicht meins.

— sarahs-buecherwelt
sarahs-buecherwelt

Ein Roman, der Licht und Schatten zeigt. Man erlebt das Mittelalter und die Hanse hautnah. Muss man lesen!

— Lissy
Lissy

Einfach toll und mitreißend und das ohne dabei übertrieben dramatisch zu sein. Ganz sicher nicht mein letztes Buch von Sabine Weiß !!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Historische Romane

Das Erbe der Tuchvilla

Geniale Fortsetzung. Die Geschichte nimmt einem mit in eine vergangene Zeit. Hoffentlich erscheint auch ein Teil 4 der Geschichte.

Murmeli

Nachtblau

historisch angehauchter Roman um die Entstehungsgeschichte des bekannten Delfter Porzellans

TeleTabi1

Der Jasmingarten

der Fokus liegt hier leider zu sehr auf geschichtliche und politische Ereignisse, als auf der eigentlichen Handlung

Engel1974

Abigale Hall

Erst ganz gut, dann leider zunehmend verwirrend, langweilig und schlecht ...

Cellissima

Herrscher des Nordens - Thors Hammer

Ein muss für alle Liebhaber nordischer Geschichte

kessi

Der Lord, der mich verführte

Nicht ganz so, wie erwartet

Bjjordison

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

    Mehr
    • 1098
  • Kurzweiliger und spannender Historienroman

    Hansetochter
    Hollysmum

    Hollysmum

    02. April 2017 um 18:36

    Henrieke ist eine privilegierte Kaufmannstochter die mit ihrem geliebten Vater und dem jüngeren Bruder im schönen Lübeck beheimatet ist. Die Geschäfte laufen gut und ihr Vater ist bei Bürgern und Rat gleichermaßen wohlangesehen.Als sich ein neuer Handelspartner aus Brügge ankündigt wird es spannend für Henrieke. Wer ist dieser gutaussehende junge Mann der ihr Herz zum flattern bringt? Und stimmen die bösen Gerüchte die ihre Cousine Telse über ihn erzählt?Zeitgleich steht für Lübeck ein großes Ereignis bevor: der Besuch des Kaiseres. Die ganze Stadt ist aus dem Häusschen und natürlich wird zum großen Kaiserball geladen. Kurz vorher verrät Henriekes Vater ihr noch das er glaubt endlich den richtigen Mann für sie gefunden zu haben. Wer mag der Unbekannte wohl ein? Etwa der neue Handelspartner? Henrieke wird es sobald nicht erfahren denn am Morgen nach dem Ball wird ihr Vater tot in der Gosse aufgefunden.Was ist nur passiert? Satrb er eines natürlichen Todes oder hatte jemand seine Finger im Spiel?Nun übernimmt ihr Onkel und sein Stiefsohn das Geschäft des Vaters und im Hause herrscht ein rauher Ton. Henrieke und ihr Bruder Simon versuchen sich nach Kräften zu wehren doch die Verwandtschaft ist stärker. Sie werden auseinandergerissen und jeder muss für sich allein kämpfen.Werden sie herausfinden was mit ihrem Vater geschah? Und können die beiden das Geschäft des Vaters übernehmen und sich gegen die grausame Verwandtschaft durchsetzen?Ein wirklich gelungener historischer Roman der voller Spannung und Gefühlen ist,aber trotzdem keineswegs kitschig daherkommt. Die Protagonisten sind mir allesamt ans Herz gewachsen,vorallem auch die Nebendarsteller wie die Köchin Margarete oder Liv der Gehilfe.Wer auf gerne spannende Geschichten im historischen Rahmen ließt dem kann ich das Buch empfehlen.

    Mehr
  • Spannende Geschichte zur Hansezeit in Lübeck

    Hansetochter
    Isar-12

    Isar-12

    10. September 2016 um 12:09

    Über diesen Roman bin ich eher gestolpert, aber das Thema Hanse interessierte mich und so griff ich zu. Dabei konnte mich die Autorin schnell in die Geschichte mitnehmen. Sowohl das Schicksal der beiden Kaufmannskinder, als auch der mysteriöse Tod des Vaters zogen mich in den Bann. Immer wieder passieren neue Gegebenheiten, die den Roman spannend halten. Ich konnte gar nicht anders, ich musste immer wieder weiterlesen um zu wissen was als nächstes passiert. Die Charaktere waren dabei gut beschrieben, so dass ich mir wunderbar diese vorstellen konnte. Ebenfalls erfährt der Leser viel über die Hansezeit und ihre Gepflogenheiten. Mir hat dieser Roman gut gefallen und ich werde sicherlich zu weiteren Büchern der Autorin greifen.

    Mehr
    • 6
  • Solides Lesevergnügen von S. Weiß

    Hansetochter
    mixtapemaedchen

    mixtapemaedchen

    15. July 2016 um 11:24

    Wir befinden uns in Lübeck im Oktober 1375. Im Hause des Kaufmanns und Ratsherrn Konrad Vresdorp wird Adrian Vanderen, ein junger Kaufmann aus Brügge, erwartet. Gleichzeitig sind die politischen Verhältnisse schwierig. Der dänische König liegt im Sterben. Es gibt zwei Anwärter auf die Macht. Der Kaiser will Lübeck besuchen. Die Stadt möchte ihm einen großartigen Empfang bereiten, sich aber aus den politischen Zwistigkeiten raushalten.Auch Henrike Vresdorp, die Tochter des Kaufherrn, darf an dem Ball teilnehmen. Doch am nächsten Tag ist für Henrike und Simon, ihren kleinen Bruder, nichts mehr wie vorher. In der Nacht hat man den toten Vater ins Haus gebracht. Sie sind nun Waisen und werden unter den Vormund ihres Onkels und ihrer Tante gestellt. Die Autorin hat einen spannenden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung des Lebens zu jener Zeit. Die Autorin lässt mich teilhaben an den Handelsabläufen, dem Leben auf einem Landgut und der Ausbildung der Lehrjungen in Bergen. Henrike ist eine junge Frau, die weiß, was sie will. Ihr Vater hat großen Wert auf die Bildung seiner Kinder gelegt. Deshalb ist sie in der Lage, auch kaufmännische Entscheidungen zu treffen. Simon, ihr kleiner Bruder, zeichnet sich durch sein mitfühlendes Wesen aus.  Henrike schwankt zwischen Unterordnung und Widerstand. Die Autorin hat es ausgezeichnet verstanden, die Gewissenkonflikte der jungen Protagonistin darzustellen. Dabei denkt Henrike nicht nur an sich, sondern setzt sich auch für andere ein.Natürlich spielt auch die erste Liebe der jungen Frau eine Rolle. Ich fand es richtig, dass ihr nur ein geringer Raum eingeräumt wurde.Das Buch lässt sich zügig lesen. Es hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dazu beigetragen haben die ausführlichen Recherchen der Autorin, die in den Beschreibungen der Stadt und ihrer Bewohner deutlich wurden und dem Buch nicht nur seine historische Authentizität, sondern auch sein Lokalkolorit geben.Mir hat das Buch gefallen. Es ist ein solider historischer Roman.

    Mehr
  • Lübeck in der Hansezeit

    Hansetochter
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    30. April 2016 um 13:37

    Lübeck – Weltbekannt durch das Marzipan von Niederegger und natürlich durch das alte Festungstor, auch Holstentor genannt. Das eigentliche Wahrzeichen der damaligen „Königin der Hanse“ wie sie von sich aus stolz sagen kann. Es gibt in Deutschland wenige sehr gut erhaltene Städte in denen man noch, wenn man die kleinen Gassen betritt oder durch die engen Gänge schleicht oder sich in einem wunderschönen Hof wiederfindet, noch einen Hauch von „Mittelalter“ spürt. Gebäude, Straßenamen die wenigen übrig gebliebenen Gänge und Höfe zeugen noch immer von der Macht und dem Wohlstand, den die Lübecker in ihrer für sie wichtigsten Zeit aufgebaut haben. Im 14 Jahrhundert war sie für den Seeverkehr im östlichen Raum um Brügge, London und Nowgorod das Zentrum für Handel, Kredite und der alleinigen Macht der Hanse.Die Autorin Sabine Weiß lässt in ihrem vorliegenden Roman um die Kaufmannstochter Henrike Vresdorf – „Hansetochter“, dass hanseatische Lübeck prachtvoll aufblühen. Die Handlung spielt im Jahre 1375 – zur Glanz- und Blütezeit der Hanse und ist eine vielseitige und dramatische Familiengeschichte, mit sehr charakterstarken Figuren. Im Vordergrund steht das bewegende Schicksal einer jungen Frau, inmitten von familiären Verlusten, Intrigen und politischer Themen, die die Stadt Lübeck vor manch einer Entscheidung stellen. Sabine Weiß katapultiert den Leser in ein facettenreiches Lübeck im 14. Jahrhundert. Im Laufe der Handlung merkt man sehr stark, dass sich die Autorin fantastisch mit der Geschichte der Hansestadt auseinandergesetzt hat. Ihr Porträt Lübecks zeigt uns eine starke und einflussreiche Stadt und wer Lübeck kennt, wird sich bei der Nennung der zahlreichen Gebäude, Kirchen und Straße schnell heimisch fühlen. Lübecks Stadtbild, seine Straßennahmen und die prächtigen Häuser der Kaufmannsfamilien sind erhalten geblieben und gehörten mit zum Weltkulturerbe der UNESCO. Doch ein historischer Roman weckt eine gewisse Erwartungshaltung und auch über übertrifft die Autorin ihre Kollegen, wenn es um Detailwissen und Beschreibungen geht. Das hanseatische Mittelalter und das damalige Alltagsleben der Menschen inmitten einer Stadt, wird hier detailreich und bestens recherchiert beschrieben. Wir erfahren viel über die damaligen Berufsstände eines Kaufmanns oder die Ämter und Würden und politische Verantwortung der Bürgermeister. Doch auch Alltagsgegenstände und Handelsgüter werden so bildhaft beschrieben, dass dem Roman eine faszinierende Tiefe gibt. Doch auch die Bräuche und familiären Verpflichtungen werden ausführlich beleuchtet. Der Leser wird Zeuge, welche beschwerliche Ausbildung die Lehrlinge der Kaufleute hatten und welche, in unseren Augen derben Aufnahmeprozessen sich diese stellen mussten. Das Leben im Mittelalter war nicht einfach – um nicht zu sagen gefährlich für Leib und Leben. Die Autorin nimmt hier auch kein Blatt vor dem Mund, sondern beschreibt sehr präzise und bildhaft, drakonische Strafen, Kämpfe und Gewalt in der Ehe oder auf dem Deck eines Schiffes bei einem Piratenangriff. Auch politische Auseinandersetzungen, die eine so wohlhabende Stadt wie Lübeck sich stellen musste, werden thematisiert. Die Spannung des Romans steigert sich mit der Vielzahl an Nebenhandlungen und natürlich der Haupthandlung. Die junge Kaufmannsstocher Henrike, die ihren Vater aufgrund eines plötzlichen Todes verliert, muss zusammen mit ihrem Bruder vieles erdulden. Ihr Onkel, Tante und deren Sohn schikanieren die beiden Geschwister mit einer fast schon systematischen Gewalt – sowohl körperlich, wie auch seelisch erleiden die Kinder viel. Neben der Spannung, gibt es natürlich auch die Liebe, die nicht zu kurz kommt. Zum einen die Liebe Henrikes zu einem jungen Kaufmann, der versucht sich in Lübeck zu etablieren, zum anderen auch die Liebe und Zuneigung unter Geschwistern oder Freunden. Sensibel und feinfühlig auf höchstem Niveau erzählt.Packen und vielzeitig sind wirklich alle Charaktere konzipiert, jeder auf seine Art und das sehr realistisch, ohne in bekannte Klischees abzudriften. Selbst die Nebenfiguren schließt man schnell ins Herz. Als negativer Aspekt, ist manchmal die sehr gerade Linie von „Gut“ und Böse“ sehr eindimensional beschrieben. Wenn die Charaktere manchmal mit mehr Kanten und Ecken versehen gewesen wären, wäre der tolle Roman noch viel besser gewesen. So empfindet man beim Lesen zwar Verständnis und Anerkennung bei den Figuren, doch manchmal sind diese zu übertrieben gut und böse. Die Handlung ist dadurch leider allzu absehbar, was überraschenderweise der Spannung nicht schlecht tut. „Hansetochter“ ist ein brillanter, farbenprächtiger Roman. Realistisch, spannend und mit Figuren versehen, denen man sich nicht entziehen kann. Dazu perfekte Beschreibung von historischen Elementen, Bräuchen, Gegenstände usw. die sich passend ins lübische Stadtbild einbringen. Damit ist Sabine Weiß ein großartiger Roman gelungen. Eine Fortsetzung steht mit „Die Feinde der Hansetochter“ schon in den Regalen der Buchhändler. Die Hansezeit verfügt über so viele spannend zu erzählende Geschichten, dass man nur hoffen kann, dass es darüber hinaus noch Fortsetzungen geben wird. Historische Unterhaltung packend erzählt. Bravo – so muss ein historischer Roman sein.Michael SterzikApril 2016-04-30

    Mehr
  • Lübeck und die Hanse zum Leben erweckt

    Hansetochter
    Moni2506

    Moni2506

    23. July 2015 um 21:02

    Hansetochter von Sabine Weiß ist ein historischer Roman über das Leben in Lübeck zur Blütezeit der Hanse. Der Roman ist erstmals im Januar 2014 im Lübbe-Verlag erschienen. Im Frühjahr 2016 erscheint die Fortsetzung „Die Feinde der Hansetochter“. Lübeck, 1375: Als Henrikes Vater plötzlich stirbt, reißen ihr Onkel und seine Familie das Erbe an sich. Gemeinsam mit Simon, ihrem Bruder, muss sie sich entscheiden, ob sie sich in ihr Schicksal fügt oder um ihr rechtmäßiges Erbe kämpft. Charaktere: Sabine Weiß lässt uns in einem Zeitraum von einem knappen Jahr am Leben von den Kaufmannskindern Simon und Henrike, sowie des Kaufmannes Adrian aus Brügge teilnehmen. Henrike ist ein junges, mutiges Mädchen im heiratsfähigen Alter. Von den Rückschlägen, die ihr wiederfahren, lässt sie sich nicht unterkriegen. Wie es sich für eine Kaufmannstochter gehört, besitzt sie einiges an kaufmännischem Geschick und kann so ihr Schicksal selber in die Hand nehmen. Dabei ist sie aber dennoch auf dem Boden geblieben und hat auch ein Herz für die Armen in der Bevölkerung. Ihr Bruder Simon ist erst 12 zu Beginn der Geschichte und muss noch viel lernen, bis er ein echter Kaufmann ist. Aber auch er besitzt schon ein gutes Gespür für ein gutes Handelsgeschäft und hat ein Talent für Zahlen, während Henrike sich besser mit den Waren an sich auskennt. Im Laufe der Geschichte wächst er zu einem jungen, ehrgeizigem Mann heran, der aber durchaus auch etwas einstecken kann. Adrian Vanderen ist ein erfolgreicher Kaufmann aus Brügge, der seine Handelsbeziehungen ausbauen möchte. Hierbei soll ihm Konrad Vresdorp, Henrike und Simons Vater, helfen. Als dieser plötzlich stirbt, ist er auf sich alleine gestellt und muss ohne einen Bürgen versuchen in Lübeck Fuß zu fassen. Hartwig, Ilsebe und Nikolas Vresdorp sind der nicht so vorbildliche Teil der Vresdorp-Familie. Hartwig Vresdorp hat kein Gespür fürs Kaufmännische und setzt auf Betrügereien und Schmiergelder. Mit dem Erbe seines Bruders möchte er sich von seinen Schulden befreien. Seine Frau spinnt hierbei die Intrigen und schreckt vor nichts zurück. Ihr Sohn Nikolas ist durch die strenge Erziehung zu einem wahren Monster geworden, der andere gerne quält und beherrscht. Die Tochter Telse ist eher unscheinbar und missgünstig anderen gegenüber. Meine Meinung zum Buch: Sabine Weiß versteht es Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte mir alles sehr gut vorstellen. Zu einem nicht unerheblichen Teil lag dies sicher auch daran, dass ich aus der Gegend komme und von daher die Altstadt von Lübeck recht gut kenne. Aber auch die Personen kann man sich gut vorstellen und man fiebert sofort mit ihnen mit. Dies gelingt ihr auch dadurch, dass sie die Charaktere aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, wie z.B. aus der Sicht des Gehilfen, der in Henrike verliebt ist. Darüber hinaus lässt sie den Leser an alltäglichen Situationen und Gedankengänge der Protagonisten teilhaben. Sehr interessant fand ich auch die detaillierten Beschreibungen eines typischen Kaufmannslebens zur Zeit der Hanse. Man erfährt etwas über die Warenprüfung, den Handel an sich oder auch die Handelsreisen auf den Koggen zu anderen Städten, wie Bergen oder Brügge. Auch über meine eigene Heimatstadt habe ich etwas Neues gelernt. Immer mal wieder streut die Autorin mittelalterliches Plattdeutsch in ihre Dialoge ein. Das hat mir auch sehr gut gefallen, gerade auch, weil es so wohl dosiert eingesetzt wurde, dass es den Lesefluss nicht stört. Ich fand die gesamte Geschichte in sich schlüssig. Natürlich benimmt sich die Hauptperson nicht immer total typisch wie eine Kaufmannstochter der damaligen Zeit. Ich finde aber gerade in diesem Roman werden die Grenzen nicht überreizt, sodass es durchaus möglich erscheint, dass jemand zur Zeit der Hanse ein ähnliches Schicksal gelebt und gemeistert hat. Am Anfang des Buches gibt es ein kurzes Personenverzeichnis, dass die wichtigsten Personen vorstellt und auch historische Persönlichkeiten hervorhebt. Am Ende des Buches finden wir ein kurzes Glossar und eine Nachbemerkung der Autorin, in der sie aufzeigt, wie sie recherchiert hat und ob die Geschehnisse im Buch fiktiv sind oder so durchaus zur Zeit der Hanse hätten stattfinden können. Das einzige kleine Manko, das für mich aber nicht wirklich ins Gewicht fällt, ist der Schluss. Hier scheint es mir so, als ob gekürzt worden ist oder sich die Autorin kürzer fassen musste. Alles passiert plötzlich auf einmal und wirkt so ein wenig abgehackt. Halt irgendwie so, als ob keine Zeit oder keine Seiten mehr da waren. Wäre man da seinem Stil treu geblieben, wäre das Buch denke ich so 50-100 Seiten dicker geworden. Dies hätte meiner Meinung nach aber auch nicht unbedingt geschadet. Fazit: Für mich ein sehr empfehlenswerter und informativer Roman über die Blütezeit der Hanse, in einer Stadt mit einem sehr schönen historischen Stadtkern.

    Mehr
  • Eine Tochter kämpft um ihr Erbe

    Hansetochter
    sarahs-buecherwelt

    sarahs-buecherwelt

    18. June 2015 um 11:45

    Lübeck im Jahre 1375. Die junge Henrike lebt zusammen mit ihrem 13jährigen, jüngeren Bruder Simon und ihrem Vater zusammen. Ihre Mutter ist verstorben und so ist die Köchin Margarethe, die einzige erwachsene Frau im Hause. Eigentlich sind alle glücklich und erwarten sehnlichst die Ankunft von Adrian, einen jungen Kaufmann aus Brügge. Politisch sieht die Lage etwas verzwickter aus. Der dänische König liegt im Sterben und der Kaiser möchte Lübeck besuchen. Außerdem stört Hartwig, der Bruder ihres Vaters ungemein. Und in dieser Situation überschlagen sich die Dinge. Konrad, der Vater von Henrike stirbt unter mehr als mysteriösen Umständen und Hartwig ergreift nicht nur die Vormundschaft, sondern auch das Geschäft seines verstorbenen Bruders. Henrike erträgt diese Situation nicht und versucht mit Adrians Hilfe, in den sie sich langsam verliebt, die Wahrheit über den Tod ihres geliebten Vaters aufzudecken. Doch es gibt jede Menge Feinde und Steine, die Henrike immer wieder in den Weg gelegt werden. == MEINE MEINUNG ZUM BUCH == „Die Hansetochter“ ist ein klassischer, historischer Roman, der in meinen Augen definitiv nur etwas für absolute Fans dieses Genres ist. Wer nur gelegentlich und bevorzugt etwas leichtere Kost aus diesem Sektor mag. Der Einstieg beginnt mit einem Prolog, in dem sich Henrike als Junge verkleide in ein Hurenhaus begibt. Warum? Das verrät die Autorin natürlich nicht sofort, sondern erst 500 Seiten später. Dadurch möchte sie die Spannung aufbauen und den Leser ans Buch fesseln. Leider ist es mir völlig egal, warum die arme Henrike das machen musste, schließlich gibt der Klappentext schon die nötigen Gründe. Lediglich Details fehlen eben. Auf den folgenden 500 Seiten wird ausführlich erklärt, wie die Handelsbereiche in der damaligen Zeit ausgesehen haben und es wird alles sehr authentisch und voller Fakten beschrieben. Aber ich empfinde den teilweise sehr detaillierten Stil frei von jedweder Spannung. Man merkt, dass die Autorin hier wirklich ihr Augenmerk drauf ausgelegt hat. Nämlich die historischen Kaufmänner wieder zum Leben zu erwecken. Den Mord, die Intrige und die Liebesgeschichte sind so nebensächlich. Hätte das Buch nicht in Lübeck gespielt, einer Stadt, in der ich schon oft war, dann hätte ich ganz ehrlich abgebrochen. Ich empfand es aber interessant zu sehen, wie sich die Stadt seit damaligen Zeit entwickelt hat. Henrike ist zudem eine Persönlichkeit mit der man zwar schnell warm wird, die aber leider nichts besonderes an sich hat. Im Grunde habe ich mich beim Lesen zwar nicht gelangweilt, aber es hat auch keinen Spaß gemacht. Da es eine persönliche Meinung ist und es eben wirklich daran liegt, dass es mir zu historisch angelegt war, gibt es faire 3 Sterne, denn eigentlich macht die Autorin alles richtig.

    Mehr
  • Buchverlosung zu "Hansetochter" von Sabine Weiß

    Hansetochter
    Schreibschwester

    Schreibschwester

    Liebe LeserInnen, zum Welttag des Buches möchte auch ich Lesefreude verschenken. Deshalb stelle ich je ein Exemplar meiner letzten Romane "Das Geheimnis von Stralsund", "Hansetochter" (Danke an den Lübbe-Verlag) und "Die Buchdruckerin" zur Verfügung - natürlich signiert! Wenn ihr das signierte Exemplar von "Hansetochter" gewinnen möchtet, beantwortet bitte ab dem 23. April (bis 30. April) folgende Frage: Wie heißt die jüngste Hansestadt? Ich freue mich über euer Interesse und wünsche euch viel Glück! Herzlichst, Sabine Weiß

    Mehr
    • 48
  • Spannend wie ein Krimi, informativ wie ein Geschichtsbuch

    Hansetochter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. December 2014 um 12:45

    Noch ein paar Seiten, nur noch ein paar Seiten!!! Dieses Buch kann man einfach nicht aus der Hand legen, auch wenn man weiß, dass morgens der Wecker klingelt. „Schuld“ ist der Kunstgriff mit dem Prolog, der die Spannung über 500 Seiten aufrecht erhält. Erst dann wird das Geheimnis gelüftet. Sabine Weiß ist hier ihr Meisterwerk gelungen, dem man wünscht, ein Bestseller zu werden. Geschickt hat sie die bei ihr gewohnten umfangreichen geschichtlichen Informationen so verpackt, dass der Leser einfach mitgenommen wird, ohne dass es langweilig wird. Hier zeigen sich deutliche Änderungen gegenüber ihren Erstlingswerken. Dabei ist ihre Recherche erneut akribisch, um nicht zu sagen pedantisch. So weiß sie beispielsweise, dass die Trauformel zur Zeit, in der der Roman spielt, noch recht frei formuliert wurde und sich der starre Text, in dem die Frau geloben muss, dem Mann untertan zu sein und ihm zu gehorchen, der sie also über Jahrhunderte systematisch entmachtet, erst zu Luthers Zeiten etablierte. Auch die damals gebräuchlichen Namen, die damalige Kleidung, das damalige Reisen, die damaligen Sagen,und nicht zuletzt die mittelniederdeutsche Sprache, die jedes Linguistenherz höher schlagen lässt, ganz zu schweigen von den Informationen über die politische Lage, die Städte Lübeck und Bergen sowie natürlich die Hanse tragen zu dem authentischen, lebendigen Eindruck bei, den dieser Roman vermittelt. Dabei ist zu bedenken, dass beispielsweise Autoren wie Ken Follet ein Heer von Rechercheuren beschäftigt, während Weiß bekanntermaßen mit ihrer Familie durch die Welt fährt, um alles selbst zu prüfen. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung. Ob Nikolas doch noch eine Bedrohung ist, wie es in Brügge und bei Adrians Verwandtschaft aussieht, ob Claas und Simon sich wiedersehen, diese Geheimnisse möchte man doch zu gerne gelüftet wissen.

    Mehr
  • Geschichte in Lübeck

    Hansetochter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Kurzbeschreibung Lübeck 1375. Für Henrike bricht eine Welt zusammen, als ihr Vater, ein angesehener Hansekaufmann, völlig überraschend stirbt. Plötzlich steht die junge Frau ganz alleine da - und zu allem Unglück übernimmt der verhasste Onkel ihre Vormundschaft. Als dieser auch noch sämtliche Geschäfte des Vaters an sich reißt, keimt in Henrike ein schrecklicher Verdacht: Wurde ihr Vater etwa das Opfer einer grausamen Intrige? Sie beschließt, die Wahrheit aufzudecken - doch kann sie niemandem mehr trauen. Nur Adrian, ein junger Kaufmann aus Brügge, schafft es, zu ihrem Herzen vorzudringen Meine Meinung Vorab sei gesagt, historische Romane gehören eigentlich nicht in mein bevorzugtes Beuteschema. Dennoch habe ich mich an "Hansetochter" getraut. Obwohl mich das Buch schon am Anfang begeisterte, hatte ich dennoch die Befürchtungen es würde in Richtung Iny Lorentz abrutschen. Diese Bücher sind überhaupt nicht mein Fall und mir viel zu aufgesetzt. Aber "Hansetocher" ist zum Glück anders. Je mehr ich gelesen habe desto weniger mochte ich das Buch aus der Hand legen. Und weil das Ende zu dem auch noch rund um gelungen ist gibt es von mir tatsächlich 5 Sterne !! Sabine Weiß hat eine ganz tolle Art die Umgebung zu schildern. Da ich selbst bereits häufiger in Lübeck war hatte ich auch direkt Bilder dazu im Kopf. Ich hatten ein wunderbares Kopfkino, habe den Hafen gesehen, die Häuser der Kaufleute, die Kaufkeller, den Hof in Travemünde usw. Vielleicht bin ich auch so begeistert weil meine Erwartungen an das Buch nicht sehr hoch waren. Aber ich fand auch die geschichtliche Seite sehr interessant. Alle Blicke sind immer in die weite Welt gerichtet, aber was direkt von der Haustür passiert ist weiss man kaum - so erging es mir zumindest bei dem Buch. Alle Charaktere kommen sehr glaubwürdig rüber. Gerade auch Henrike, sie wirkt ganz und gar authentisch mit ihren Gefühlen, Ängsten und Wünschen etwas zu verändern und ihrer Familie zu helfen. Überraschend waren auch einige Verwicklungen um den Tod von Henrikes Vater, Betrügereien und Intrigen. Alles wird nach und nach aufgeklärt. Die Liebesgeschichte nimmt einen eher kleinen Raum ein und tritt trotzdem nicht soweit in den Hintergrund als das man sie vergessen würde. Sie ist schön gezeichnet, ohne zu dominieren. Erfreulich ist auch das dieses Buch wirklich von der Geschichte und nicht von seitenlangen Vergewaltigungen oder endlosem gerammel - wie bei anderen Autoren - lebt. Mein Fazit: Für mich gehört "Hansetocher" zu einem der wenigen Bücher die mich in diesem Jahr äußerst positiv überrascht haben. Ich werde mir auch das neue Buch von Sabine Weiß kaufen und weitere Veröffentlichungen im Blick behalten :-)

    Mehr
    • 3
  • Leserpreis-Autoren über die Fragen, die sie gern mal gestellt bekommen würden

    DieSchwarzeKathatze

    DieSchwarzeKathatze

    Es ist wieder soweit! Der Countdown für den Leserpreis 2014 läuft! Nachdem ihr in 16 Kategorien eure Lieblingsbücher und -autoren nominiert habt, stehen nun die 35 meistnominierten Bücher und Autoren jeder Kategorie fest. In der nun anlaufenden letzten Phase des Leserpreises habt ihr die Möglichkeit darüber abzustimmen, welche der Kandidaten auf diesen Shortlists Bronze, Silber oder Gold verdient haben. Das ist die ideale Gelegenheit, mehr über die nominierten Autoren zu erfahren und deshalb bitten wir diese an dieser Stelle darum, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Da sich jeder Autor früher oder später den Fragen seiner Leser stellt, möchten wir dieses Jahr von ihnen wissen: Bestimmt bekommst du ständig die gleichen Fragen gestellt. Was ist dein Lieblingsbuch? Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale? Deshalb fragen wir einfach mal nach der Frage, die dir nie gestellt wird, die du aber gern mal gestellt bekommen würdest. Gibt es eine solche Frage und möchtest du uns vielleicht die Antwort darauf verraten? Oder gab es schon mal eine interessante Leserfrage, auf die du spontan nicht direkt eine Antwort wusstest? Wir sind jetzt schon ganz neugierig! -- Today is the day! The countdown for the LovelyBooks 'Leserpreis 2014' has started! After you have voted for your favourite books and authors in 16 categories the results are now fixed: we have our 35 finalists in every category. As of now, you can vote for those books and authors who, in your opinion, should be awarded with the 'Leserpreis' in Gold, Silver and Bronze. Of course, this final phase is also the perfect opportunity for our appointed authors to betray secrects. As all of them have to face their reader's questions sooner or later, we are curious to know: Certainly, you are often asked the same questions: Which is your favourite book? Do you have the perfect spot or a favourite place for writing? Do you have some kind of writing ritual? For this reason, we would like to know which question has not been addressed to you yet but which you would love to be asked sometime. Is there such a question and would you even like to answer it for us? Or has there already been an interesting question prompted by a reader to which you didn’t know immediately how to reply? We are looking forward to the answers of our shortlist candidates!

    Mehr
    • 92
  • Leserunde zu "Hansetochter: Historischer Roman" von Sabine Weiß

    Hansetochter
    Schreibschwester

    Schreibschwester

    Gott gröte ju! Mit diesem typischen Willkommensgruß aus der Hansezeit möchte ich euch meinen neuen Roman „Hansetochter“ vorstellen und euch zu meiner allerersten gemeinsamen Leserunde einladen. Bislang habe ich mich mit meinen LeserInnen vor allem persönlich z.B. bei Lesungen und per Post ausgetauscht. In einer intensiven Leserunde in den Kontakt zu treten ist also neu für mich - und ich freue mich darauf! Worum geht es in „Hansetochter“? Lübeck 1375. Für Henrike bricht eine Welt zusammen, als ihr Vater, ein angesehener Hansekaufmann, völlig überraschend stirbt. Plötzlich steht die junge Frau ganz alleine da – und zu allem Unglück übernimmt der verhasste Onkel ihre Vormundschaft. Als dieser auch noch sämtliche Geschäfte des Vaters an sich reißt, keimt in Henrike ein schrecklicher Verdacht: Wurde ihr Vater etwa das Opfer einer grausamen Intrige? Sie beschließt, die Wahrheit aufzudecken – doch kann sie niemandem mehr trauen. Nur Adrian, ein junger Kaufmann aus Brügge, schafft es, zu ihrem Herzen vorzudringen … Wie bei meinen früheren historischen Romanen bin ich tief in die Geschichte der Hanse und ihrer Gepflogenheiten eingetaucht und habe intensiv recherchiert. Was ist wahr, was erfunden? Darüber und über vieles mehr können wir uns in der Leserunde austauschen. Der Lübbe-Verlag stellt freundlicherweise 20 Freiexemplare zur Verfügung, die ich gern verlosen würde. Bewerbt euch für die Leserundenexemplare bitte bis 6. Januar, danach wähle ich aus und die Bücher werden ab 10. Januar verschickt. Als kleinen Einstieg habe ich eine Frage für euch: Was waren Sendeve, Vera Societas, Selshop oder Wedderlegginge? Eine kurze Erklärung reicht! Wer einfach so mitlesen will, ist ebenfalls herzlich willkommen! Bis dahin: Gehabt euch wohl! Oder wie wir in Norddeutschland sagen – Tschüs!

    Mehr
    • 430
    MoonlightBN

    MoonlightBN

    22. March 2014 um 13:17
  • Hansetochter eine gelungene Wiederbelebung der alten Hanse.

    Hansetochter
    Reasworld

    Reasworld

    19. March 2014 um 10:57

    Hansetochter (orig. Hansetochter) ist ein Historischer Roman von Sabine Weiß. Und ist 2014 in der deutschen Sprache im Bastei Lübbe Verlag als Taschenbuch mit 592 Seiten unter der ISBN 978-3-404-16887-3 für 9,99 € in Deutschland oder 10,30 € in Österreich erschienen. Buchrücken: Lübeck 1375: Für Henrike bricht eine Welt zusammen, als ihr Vater völlig überraschend stirbt. Plötzlich steht die junge Frau ganz alleine da - und zu allem Unglück übernimmt der verhasste Onkel ihre Vormundschaft. Als dieser auch noch sämtliche Geschäfte an sich reißt, keimt in Henrike ein schrecklicher Verdacht: Wurde ihr Vater etwa das Opfer einer grausamen Intrige? Sie beschließt, die Wahrheit aufzudecken - doch wem kann sie noch vertrauen? Einzig Adrian, ein junger Kaufmann aus Brügge, steht ihr zur Seite... Erster Satz: "Henrike hatte es niemandem gesagt, nicht einmal den wenigen Menschen, denen sie noch zu trauen vermag." Meinung: Henrike: Ist die 16 jährige Tochter des Hansekaufmanns Konrad Vresdorp und dessen verstorbener erster Frau Clara. Zusammen mit ihrem Bruder Simon darf sie dem Unterricht folgen, und saugt alles wissbegierig in sich auf. Simon: Ist der kleine Bruder Henrikes und Sohn des Hansekaufmanns Konrad Vresdorp und dessen verstorbener zweiter Frau. Gesundheitlich ein zäher Junge, körperlich gern ein Opfer gleichaltriger Jungen.. Adrian Vanderen: Kaufmann aus Brügge. Geschäftspartner von Henrikes Vater, hält auch nach dessen Tod noch zu Henrike und ihrem Bruder. Weitere Charaktere, die eine mehr oder mindere größere Rolle in diesem Roman spielen sind: * Hartwig Vresdorp mit Ilsebe und Nikolas und Telse (Onkel und Tante mit Kindern) * Asta, Henrikes Tante mütterlicher Seite, Gutshofbesitzerin in Travemünde. Es ist die Zeit in der sich Brandenburg und Schweden um die Thronfolge Dänemarks streiten. Es ist das Jahr in dem der Kaiser samt Gattin Lübeck einen Besuch abstattet. Henrike ist voller Vorfreude auf die anstehenden Feierlichkeiten. Hat doch ihr Vater von einer Überraschung gesprochen, und dann dieses tolle neue Kleid, welches sie extra für den Ratsball bekommen soll. Doch dieses Glück soll nicht von Dauer sein. In der Nacht nach dem Ratsball wird Henrike durch Lärm im Haus geweckt, als Freunde der Familie ihren toten Vater ins Haus trugen. Es dauert nicht lang, und ihre verhasste Verwandschaft nistet sich in das Haus ihres Vaters ein und stellt den kompletten Hausstand auf den Kopf. Langjährige Angestellte werden vor die Tür gesetzt und durch neue Angestellte ersetzt. Henrike sieht mit Ensetzten das Andenken ihres Vaters schwinden. War er es doch, der großzügig seine Essensreste mit den Bettlern der Stadt geteilt hatte. Doch dies wird nun von ihrer Tante unterbunden. Auch das Essen wird immer fader. Neben ihrem Onkel steht zwar auch Symon Swerting als Vormund fest, doch dieser lässt das Zepter in Hartwigs Hand. Bald schon nimmt Henrike die Rolle der Cinderella ein. Wie Aschenputtel muss sie, die Tochter eines angesehenen Hansekaufmanns und Ratsherren niedere Arbeit verrichten. Weil sie aufbegehrt, weil sie das Andenken ihres Vaters bewahren will wird sie hart bestraft. Tagelang in die dunkle Kammer gesperrt wird sie plötzlich zu der bösen Tante Asta nach Travemünde geschickt um hier zu lernen wie sich junge Frauen zu verhalten haben. Asta steht ihr abweisend gegenüber, sie soll wieder nach Lübeck zurück. Ihre Meinung ändert sie erst, als sie in letzter Minute hinzutritt als Nikolas zum zweiten Mal versucht über Henrike herzufallen. Schützend stellt sie sich vor das junge Mädchen und hilft ihr über den Schock hinweg. Bis zum nächsten Tauwetter bleibt Henrike bei Asta und schließt Freundschaft mit der jungen Magd Katharine. Henrike macht in Lübeck gute Mine zum bösen Spiel, auch wenn ihr dies nicht immer gelingt. Aber noch mehr Angst als um sich selbst hat sie um ihren Bruder Simon, der viel zu jung schon mit auf die Reise muss. Hansetochter beginnt mit einem kurzen Einblick in das spätere Geschehen. Dies wirkte erst etwas irritierent auf mich. Fand ich aber an sich sehr gut gemacht. Durch diese Vorwegnahme einer in der Zukunft liegenden Handlung bleibt einem gar nichts anderes übrig, als direkt in die Geschehnisse einzusteigen. Sabine Weiß hat, laut eigener Aussage, mit "Hansetochter" einen historischen Roman geschaffen dessen weibliche Hauptrolle keine real exisitierende Persönlichkeit war. Dennoch tauchen immer wieder genügend Nebencharaktere auf, die es damals wirklich gab, und die bedeutend in Lübeck mitgewirkt haben. Der Schreibstil der um Henrike und Simon aufgebaut wurde ist sehr flüssig, keinesfalls Altmodisch. Dennoch werden nach Möglichkeit Dinge mit den Bezeichnungen des Mittelalters benannt oder aber der ein oder andere Satz im typischen Platt geschrieben. Was sich aber gut "übersetzten" lässt. Auch wird meist ein ähnlicher Satz in Hochdeutsch gesprochen... Man muss also nicht unbedingt ein Hamburger oder aus der Gegend sein um dieses Buch zu verstehen. Langatmigkeit kam an keiner Stelle des Buches auf. Auch die für das Mittelalter typischen Vergewaltigungen und Verwaltigungsversuche haben nicht gefehlt. (Sie hielten sich in Grenzen und kamen nur zum Buchanfang auf). Die Kapitel an sich sind alle etwas länger gehalten. Man muss sich aber nicht durch diese hindurchquälen, da sie durch Absätze unterteilt sind, welche auch als Szenenwechsel genutzt werden. Wenn sich die Zeit oder der Ort ändert wird dies in einem komplett neuen Kapitel begonnen und es steht dann auch mit als Kapitelüberschrift dabei. Das Cover ist zweigeteilt. Das untere Drittel ist beige und zeigt das Panorama Lübecks mit seinen Kirchen und dem Dom. In diesem Bereich kommt der in Rot gehaltene Titel sehr gut zur Geltung. Die oberen zwei Trittel weden von einem Fluss (die Trave?) eingenommen der durch Lübeck fließt. Im Vordergrund steht eine junge Frau mit langen blonden Haaren. Sie trägt ein teures grünes Kleid mit einem Gliedergürtel und einer wertvollen Halskette. Diese Frau soll vermutlich Henrike am Tag des Ratsballs darstellen. Hansetochter eine gelungene Wiederbelebung der alten Hanse. Hätte ich dieses Buch nicht als Rezensionsexemplar erhalten, hätte ich mich allein schon wegen des Klapptextes auf die Suche nach diesem Buch gemacht. Ich bereue es nicht es gelesen zu haben. Und für alle Leser unter euch, die es nicht leiden mögen, wenn ein Buch gelesen aussieht. Dieses Buch hat auf dem Cover und dem Buchrücken kleine Einkerbungen welche verhindern, dass der Buchrücken beim Lesen geknickt wird. Meine Empfehlung richtet sich an alle Leser, die gern mal in vergangene Zeiten eintauchen. An all die Leser, die Geschichte nicht durch trockene Schulbücher lernen und erleben wollen. Letzter Satz: "Liebe, Ehre und Freiheit waren es wert gewesen." Mein Dank gilt Blogg dein Buch und dem Bastei Lübbe Verlag für diesen tollen Historischen Roman. Für alle, die nun auch dieses Buch besitzen wollen. Zu kaufen gibt es das Buch *hier*

    Mehr
  • Eine junge Frau beweist Mut.

    Hansetochter
    Shadowgirl

    Shadowgirl

    Lübeck 1375. In Henrikes Leben läuft eigentlich gerade alles super. Sie lebt glücklich mit ihrem Vater, einem angesehenen Kaufmann, und ihrem kleinen Bruder Simon. Ihre Welt zerbricht jedoch, als ihr Vater unerwartet stirbt... Der verhasste Onkel übernimmt die Vormundschaft für Henrike und ihren Bruder. Mit seiner Familie reißt er alles an sich. Auch die Geschäfte Henrikes Vaters will er übernehmen. Weil Henrike ihn nur stört, wird sie zu ihrer Tante an die Ostsee abgeschoben. Glücklicherweise lernt sie auf dem Gutshof Menschen kennen, die ihr bald sehr nahe stehen...  Schon bald hegt Henrike Zweifel an den Absichten ihres Onkels. Und auch der Tod ihres Vaters wirft Fragen auf. Wird die junge Frau es schaffen, sich ihren Feinden entgegenzustellen und die Wahrheit aufzudecken? Trauen kann sie kaum noch jemandem... Nur Adrian, ein junger Kaufmannsfreund ihres Vaters, steht ihr jederzeit zur Seite. .. Obwohl das Buch fast 600 Seiten umfasst, schafft Sabine Weiß es, die Spannung aufrecht zu erhalten. Schon mit dem Prolog ist man gleich im Geschehen drin. Während der Prolog im Mai 1376 spielt, erfahren wir danach im Großteil des Buches, was in den Monaten zuvor passierte. Doch obwohl mit dem Prolog schon teils klar ist, worauf es hinaus laufen wird, nimmt dies keineswegs die Spannung. Zum Einen hätte ich den Prolog zwischendurch schon fast vergessen, weil die Monate zuvor bereits so turbulent verlaufen und zum Anderen baut der Prolog vor allem Spannung auf, klärt aber natürlich nicht schon zu Beginn auch die Fragen, die entstehen.  Leider brauche ich bei historischen Romanen immer ein wenig Zeit zum Lesen, was mich bei "Hansetochter" besonders geärgert hat ;-) Ich hätte gerne viel früher gewusst, wie es weiter geht. Aber bei historischen Romanen brauche ich einfach die Zeit, um die ganzen geschichtlichen Fakten auch aufnehmen zu können. Und Fakten liefert Sabine Weiß viele. Bisher hatte ich mich noch nie mit der Geschichte der Hanse befasst und da kam so ein gut recherchierter Roman in der Blütezeit der Hanse doch genau richtig. Auf ihrer Homepage www.sabineweiss.com sind zusätzlich eine Landkarte aus der Zeit der Hansetochter und ein Literaturverzeichnis zu finden.  Mich haben nicht nur die Beschreibungen des historischen Lübecks fasziniert, sondern besonders die Beschreibung des ehemaligen Hansekontors in Bergen/Norwegen. Ich war zwar geschockt über die "Bergener Spiele", die Sabine Weiß ebenfalls in den Roman eingebaut hat, doch gehörten sie ja nun mal damals dazu. Leider ist der Weg nach Bergen etwas zu weit - nach dem Buch würde mich eine Besichtigung des nachgebauten Hansekontors interessieren...  Die Protagonistin Henrike war mir von Anfang an sehr sympathisch und ich habe sehr mit ihr gelitten, als ihr Vater starb, als ihr Vetter übergriffig wurde, als ihr Onkel sie verprügelte und an vielen vielen anderen Stellen. Ebenso habe ich mich in anderen Szenen mit ihr gefreut. Ich bewundere Henrike für ihre Stärke und ihren Mut, denn ich kann mir vorstellen, dass sich besonders in der damaligen Zeit nur wenige junge Frauen aufgebäumt und gekämpft hätten.  Für mich ist "Hansetochter" nicht nur ein historischer Roman über die Zeit der Hanse, sondern vor allem ein Bericht über eine junge Frau, die sich entscheiden muss zwischen Sitte und Freiheit. Ob sie die brave, sittsame Waise sein kann, die ihre Verwandten aus ihr machen wollen. Oder ob sie für sich und ihren Bruder um ihr Erbe kämpft und sich als Frau in einer von Männern beherrschten Welt behaupten kann.  Durch das alte Plattdeutsch, das Sabine Weiß öfters einfließen lässt, und die teils älteren Begriffe bekommt die Geschichte einen ganz besonderen Flair und zusätzlich lernt man auch hier noch wieder einiges dazu. Bisher wusste ich zumindest weder, was ein Hudevat noch was ein Wraker ist. Für Freunde historischer Romane kann ich "Hansetochter" auf jeden Fall empfehlen! Selten habe ich ein so informatives Buch gelesen, das gleichzeitig trotzdem so spannend zu lesen ist.

    Mehr
    • 2
    Arun

    Arun

    16. March 2014 um 22:02
  • Spannender historischer Roman

    Hansetochter
    shadow_dragon81

    shadow_dragon81

    Lübeck 1375: Henrike Vresdorp ist die Tochter eines angesehenen Hansekaufmanns. Als dieser unerwartet stirbt bricht für sie eine Welt zusammen. Sie und ihr jüngerer Bruder Simon stehen nun unter der Vormundschaft ihres schrecklichen Onkels Hartwig. Dieser reißt das ganze Erbe an sich und verpulvert es. Die beiden Geschwister werden nicht nur von ihm schrecklich behandelt, sondern auch noch von dessen Sohn Nicholas. Aber Henrike beschließt zu kämpfen und sie steht nicht allein da.... Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Es kam nie Langeweile auf, was auch an dem spannenden Prolog lag. Dieser gibt einen kleinen Blick in die Zukunft des Romans und man ist gespannt wie es zu so einer Szene kommen könnte und wie es denn nun weitergeht. Aber der Prolog spielt ein halbes Jahr in der Zukunft und dazwischen lagen noch einige hundert Seiten. Da half nur lesen. Sabine Weiß hat mich mit diesen Buch überzeugen können mit ihren tollen bildhaften Schreibstil, den tollen Charakteren, den interessanten historischen Details und der wachsenden Spannung. Die Hauptprotagonistin Henrike mochte ich sehr gerne. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und es war spannend zu lesen, wie sie sich im Buch weiterentwickelte. Als der Vater noch lebte hatte sie ein unbeschwertes Leben und musste sich um nichts sorgen machen und dann plötzlich ändert sich alles. Auch die anderen Charaktere fand ich sehr gut beschrieben und glaubwürdig. Das Buch war sehr vielschichtig und immer interessant. Es passiert ständig etwas neues spannendes und es gab auch spannende Wendungen. Dazu gab es immer interessante Details über die Hanse und Lübeck. Die Beschreibungen nahmen mich mit nach Lübeck und ich ging durch seine Gassen. Nach dem Buch hatte ich Lust wirklich einmal hinzufahren. Schön fand ich auch den gebrauch von alten Plattdeutsch. Nicht zu viel, dass es schwierig werden könnte, sondern nur sehr sparsam und gut verständlich eingesetzt. Es verstärkte sehr gut das Gefühl für diese Zeit in Lübeck. Einige der Namen im Buch stammen von echten historischen Persönlichkeiten aus der Zeit in Lübeck und sind im Namensregister vermerkt. Am Ende des Buches gibt es noch ein Glossar mit ein paar wichtigen Begriffen rund um die Hanse. Ein rundrum gelungener historischer Roman und bestimmt nicht mein letztes Buch von Sabine Weiß. Ich kann es nur jeden empfehlen.

    Mehr
    • 2
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    15. March 2014 um 16:37
  • weitere