Sabine Weigand

 4.2 Sterne bei 649 Bewertungen
Autorin von Die Markgräfin, Die Seelen im Feuer und weiteren Büchern.
Sabine Weigand

Lebenslauf von Sabine Weigand

Ihr historisches Wissen verarbeitet sie in Literatur: Sabine Weigand wurde 1961 in Nürnberg geboren und ist erfolgreiche Autorin historischer Romane. Sie studierte Geschichte, Anglistik und Amerikanistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und promovierte in Bayerischer Landesgeschichte an der Universität Bayreuth. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Stadtmuseum Schwabach tätig. Sie hat mehrere sehr erfolgreiche historische Romane veröffentlicht, darunter ihr Debüt "Die Markgräfin" von 2004, "Das Perlenmedaillon" und "Das Buch der Königin". Die Verfilmung ihres Buches „Die Seelen im Feuer“ vom ZDF und ORF wurde 2015 ausgestrahlt. Für ihr Werk erhielt Weigand mehrere Preise, u.a. 2013 der Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis. Sabine Weigand lebt gemeinsam mit ihrem Sohn seit 1989 in Schwabach, wo sie 2008 zur Stadträtin gewählt wurde. Zudem leitet sie den dortigen Geschichts- und Heimatverein.

Alle Bücher von Sabine Weigand

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Buchformat:
Die Markgräfin

Die Markgräfin

 (171)
Erschienen am 04.11.2009
Die Seelen im Feuer

Die Seelen im Feuer

 (140)
Erschienen am 01.04.2010
Perlenmedaillon

Perlenmedaillon

 (96)
Erschienen am 01.10.2008
Die Königsdame

Die Königsdame

 (61)
Erschienen am 01.09.2008
Die silberne Burg

Die silberne Burg

 (34)
Erschienen am 23.02.2012
Das Buch der Königin

Das Buch der Königin

 (36)
Erschienen am 20.08.2015
Die Tore des Himmels

Die Tore des Himmels

 (30)
Erschienen am 26.06.2014
Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche

Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche

 (26)
Erschienen am 26.01.2017

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Neue Rezensionen zu Sabine Weigand

Neu

Rezension zu "Die Manufaktur der Düfte" von Sabine Weigand

Ein großartiger historischer Roman
zauberblumevor 8 Tagen

Dies ist der erste Roman, den ich von Sabine Weigand gelesen habe und ich muss sagen: Die Autorin hat einen neuen Fan. In ihrer großartigen Gründerzeitsaga sind fast alle mitwirkenden Personen real und auch die Seifenfabrik Philipp Benjamin Ribot, um die sich dieser Roman dreht, war einst ein wichtiger Betrieb in Mittelfranken.

Unsere Geschichte beginnt im Jahr 1845. Der junge Philipp Ribot befindet sich auf der Walz und macht eines schönes Tages in Schwabach halt. Hier bekommt er beim Seifensieder Strunz Arbeit. Und somit ist der Grundsein der Seifenfabrik Ribot gelegt. Nach und nach kommt es zu Veränderungen beim alten Strunz. Und dann ist da Fritz, Philipps Sohn, der große Träume hat. Gerne probiert er Neues und seine Seifenrezepturen machen die Familie reich und mächtig. Und als Fritz in Russland weilt, lernt er seine große Liebe Aleksandra kennen. Doch die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern. Auch seine Schwester Lisbeth verliebt sich in den falschen Mann. Darf sich eine Tochter aus reichem Haus mit einem Arbeiter abgeben? Und dann droht auch noch der Krieg und Fritz Lebenswerk steht auf dem Spiel.....

Wahnsinn! Ich bin jetzt noch schwer beeindruckt von diesem Meisterwerk, denn das ist dieses Lesehighlight für ich auf jeden Fall. In dieser Lektüre wird das Leben der Familie Ribot wieder lebendig. Besonders dazu beigetragen haben die Kapitel mit der Anmerkung "Aus den Lebenserinnerungen des Fritz Ribot, begonnen 1921. Heraurragend recheriert bekommt man ein Buch zu lesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite wirklich total gefesselt hat. Ich fühle mich direkt ins Jahr 1845 zurückversetzt. Ich sehe ich in Schwabach, lerne die einfachen Handwerker kennen, sehe wie alle ums Überleben kämpfen. Und dann ist da auch das Leid und der Kummer, den Philipp in den Anfangsjahren zu spüren bekam. Mich hat dies zutiefst berührt. Begeistert hat mich aber dann Fritz. Spannend seine Jahre in Russland, dann die Rückkehr, die Veränderungen in der Firma, die ja eigentlich mit der Seifenproduktion angefangen hat und sich immer weiterentwickelte. Man lernt auch die Ribots kennen, ihre Stärken und ihre Schwächen. Bedauert hat ich vor allem, dass zur damaligen Zeit, so vieles was heute für uns selbstverständlich ist, nicht möglich war. Wie stark der Einfluss der männlichen Familienmitglieder auf ihre Frauen war. Es sind ja wirklich alle Charaktere so bildlich beschrieben, ich kann mir wirklich jeden Einzelnen vorstellen. Und einigen von ihnen hätte ich ja gerne meine Meinung gesagt, denn auch im Hause der Ribots lag einiges im Argen. Und viele wurde einfach totgeschwiegen. Total interessant fand ich jedoch die geschichtliche Entwicklung im Laufe der Jahre. Die Autorin hat hier meine Neugierde geweckt. Besonders gerne war ich jedoch bei Fritz im Labor, denn hier riecht es ja wirklich wunderbar. Ich bin nämlich auch ein großer Fan von handgemachten Seifen. (Ein Dank an die Autorin für die vielen interessanten Hinweise im Anhang.)

Übrigens ist auch die ganze Aufmachung des Buches klasse. Das Cover ein echter Hingucker. Wenn an das Buch aufschlägt, kommt erst richtig ins Schwärmen. Dann gibt es noch ein hilfreiches Personenverzeichnis und den ganzen Stammbaum der Familie Ribot.  Für mich ein perfektes Gesamtpaket.

Man kann dieses Buch gar nicht genug loben, schade, dass man eigentlich nur 5 Sterne vergeben darf, denn diese herausragende Lektüre hat eindeutig mehr verdient. Ein Lesevergnügen der Extraklasse!

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Rezension zu "Die Manufaktur der Düfte" von Sabine Weigand

Was für ein Buch
lielo99vor 3 Monaten

Das war mein erstes Buch von Sabine Weigand und wird nicht das letzte sein. Sprachlich gefällig, historisch belegbar und spannend, so ist ein Roman nach meinem Geschmack. Die Geschichte der Seifenhersteller ist interessant und wurde von Frau Weigand perfekt umgesetzt. Sobald ein neues Ereignis eintrat war mir nicht klar, wie es endet. Also mit einem Satz: die Handlung ist nicht vorhersehbar.

Wer gute historische Literatur mag und gleichzeitig auch ein wenig erzählte Historie schätzt, der sollte dieses Buch lesen. Fünf Sterne von mir und das ohne Zögern. 

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Rezension zu "Die Manufaktur der Düfte" von Sabine Weigand

Einhundert Jahre deutsche Geschichte auf knapp 700 Seiten
Caillean79vor 4 Monaten


Am Anfang sah ich das Cover und dachte „Wow, das ist ein Buch wie für mich gemacht“. Dann blätterte ich rein und dachte „oh, die Schrift ist aber klein“. Dann blätterte ich nach ganz hinten und erschrak. 680 Seiten? Und dann so klein geschrieben? Das dauert ja ewig… dachte ich, und die Leseeuphorie fiel wieder in sich zusammen.

Aber damit habe ich dem Buch Unrecht getan, denn es ist wirklich eine tolle Darstellung des beginnenden Industriezeitalters. Die Geschichte beginnt in den 1830er Jahren, als die Seifensieder in kleinen Handwerksbetrieben ihrer Arbeit nachgingen. Sie begleitet den jungen Philipp Ribot und dann seinen Sohn Fritz beim Aufbau (und Fall) einer der ersten Fabriken Deutschlands. Dabei werden sowohl die familiären und gesellschaftlichen Aspekte, aber auch die politischen Gegebenheiten beleuchtet (z. B. die aufstrebenden Sozialdemokraten und Sozialisten, später auch erste Anzeichen des Nationalsozialismus). Die Geschichte endet erst in den 20er/30er Jahren des 20. Jahrhunderts und umfasst damit 100 Jahre spannender deutscher Geschichte.

Das Buch basiert auf der Familiengeschichte der Schwabacher Seifenfabrikanten Ribot. Einige Passagen sind tatsächlich den Lebenserinnerungen des Fritz Ribot entnommen, an anderen Stellen hat sich die Autorin recht weite künstlerische Freiheiten genommen, um eine spannende Geschichte zu erschaffen. Es sei ihr verziehen – denn das Ergebnis ist wirklich lesenswert. Trotz oder vielleicht auch wegen des großen Umfangs!  

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Zusätzliche Informationen

Sabine Weigand wurde am 11. Juni 1961 in Nürnberg (Deutschland) geboren.

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