Sabine Weigand Das Buch der Königin

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Inhaltsangabe zu „Das Buch der Königin“ von Sabine Weigand

Es ist die berühmteste Geburtsszene des Mittelalters: Konstanze, Frau des deutschen Kaisers Heinrich VI., vierzigjährig, als unfruchtbar verschrien, hochschwanger. Um jeden Preis muss sie die Legitimität ihres Kindes sicherstellen. Und so bringt sie ihren Sohn öffentlich, auf dem Marktplatz von Jesi, zur Welt. Die Nachwelt kennt sie als Mutter des Stauferkaisers Friedrich II. Aber welcher Weg liegt wirklich hinter Konstanze von Sizilien? Wem gehört ihre Treue: ihrer Heimat Sizilien oder ihrem Mann, dessen Grausamkeit sie entsetzt? Sabine Weigand erzählt den Roman von Königin Konstanze, der wahren Schlüsselfigur der Stauferdynastie im Mittelalter

Ein schöner historischer Roman, in dem Geschichte und Fiktion gekonnt ineinanderfließen.

— Barbarella1209

Sehr gelungenes Buch mit spannender Geschichte!

— une_fleur

ein schönes Buch,die historischen Daten und das spannende drum herum haben mir sehr gut gefallen!

— Goldammer

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Katzenmicha

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. 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    • 779

    Buecherwurm1973

    06. January 2016 um 08:43
  • Stauferdynastie

    Das Buch der Königin

    Helene2014

    Es ist die berühmteste Geburtsszene des Mittelalters: Konstanze, Frau des deutschen Kaisers Heinrich VI, vierzigjährig, als unfruchtbar verschrieen, hochschwanger. Um die Legitimität  ihres Kindes sicherzustellen, bringt sie ihren Sohn öffentlich auf dem Marktplatz von Jesi zur Welt. Die Nachwelt kennt sie als Mutter des Stauferkaisers Friedrich II. Aber welcher Weg liegt wirklich hinter Konstanze von Sizilien? Eine faszinierende Frau lernen wir in diesem Buch von Sabine Weigand kennen. Eine Frau -obwohl hochintelligent- die sich doch, den Zwängen ihrer Zeit und ihrer Stellung gehorchend, ihrem Ehemann Heinrich unterordnen muss. Dessen einziges Interesse an ihr ist ihr Erbe Sizilien und dass sie ihm einen Erben schenkt. Die Kälte in dieser Ehe war teilweise erschreckend und so manches Mal habe ich Heinrich für seine Grausamkeit und Unmenschlichkeit verachtet und fast schon gehasst.  Viele interessante Persönlichkeiten wie Kaiser Barbarossa und Richard Löwenherz wurden von der Autorin mit viel historischer Genauigkeit beschrieben.  Ein zweiter Handlungsstrang befasste sich mit dem Leben der Geschwister Gottfried und Hemma. Die beiden sind mir während des Lesens richtig ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgelitten. Sehr interessant waren auch die Schilderungen, wie im Mittelalter in Klöstern und Schreibstuben die herrlichsten Bücher geschaffen wurden, auch mit -für unsere Zeit abenteuerlichen- Zutaten.  Ich hatte am Anfang des Buches ein klein wenig Bedenken, ob ich mit dem Schreibstil zurecht komme, da das Buch komplett im Präsens geschrieben ist, einem Stil, der mir eigentlich nicht so gefällt. Aber schon nach wenigen Seiten hatte ich das schon komplett vergessen, so angenehm und flüssig war das Buch zu lesen. Kurz gesagt: es hat mich überhaupt nicht gestört. Die Schilderungen, sowohl der Landschaft als auch der Personen, war so treffend und genau, dass man meinte, man wäre dabei gewesen.  Fazit: ein wunderschön geschriebenes Buch über eine starke Frau, "Geschichtsstunde" vom Allerfeinsten! Absolute Leseempfehlung für Liebhaber gut recherchierter historischer Bücher, bei denen auch die Spannung nicht zu kurz kommt.

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    • 4
  • Opulenter Historienroman um eine beeindruckende Frau

    Das Buch der Königin

    Eliza08

    06. April 2015 um 13:16

    Über das Buch: Erbin, Mutter, Rebellin: der große Roman um Königin Konstanze, die heimliche Schlüsselfigur der Stauferdynastie Es ist die berühmteste Geburtsszene des Mittelalters: Konstanze, Frau des deutschen Kaisers Heinrich VI., vierzigjährig, als unfruchtbar verschrieen, hochschwanger. Um jeden Preis muss sie die Legitimität ihres Kindes sicherstellen. Und so bringt sie ihren Sohn öffentlich, auf dem Marktplatz von Jesi, zur Welt. Die Nachwelt kennt sie als Mutter des Stauferkaisers Friedrich II. Aber welcher Weg liegt wirklich hinter Konstanze von Sizilien? Wem gehört ihre Treue: ihrer Heimat Sizilien oder ihrem Mann, dessen Grausamkeit sie entsetzt? Sabine Weigand erzählt das Leben einer Frau, deren Träume ganze Königreiche umfassen… (Quelle: http://www.fischerverlage.de) Über die Autorin: Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist promovierte Historikerin und arbeitete als Ausstellungsplanerin für Museen. Historische Originaldokumente sind der Ausgangspunkt vieler ihrer Romane, wie ›Die Markgräfin‹, ›Das Perlenmedaillon‹, ›Die Königsdame‹, ›Die Seelen im Feuer‹ und ›Die silberne Burg‹. In ›Die Tore des Himmels‹ gestaltet sie das Leben der Hl. Elisabeth, in ›Das Buch der Königin‹ das Schicksal der deutschen Kaiserin Konstanze. Jetzt wendet sie sich einer ganz Europa prägenden Gestalt zu: ›Ich, Eleonore. Königin zweier Reiche‹. (Quelle: http://www.fischerverlage.de) Meine Meinung: Sabine Weigand hat ein Buch geschrieben, dass mich vollends in den Bann gezogen hat. Es ist nicht mein erstes Buch der Autorin und so freute ich mich schon lange darauf die Nase in dieses Buch stecken zu dürfen. Und auch diesmal hat die Autorin es geschafft Historie packend und gleichzeitig menschlich zu erzählen. Bei ihr bekommen die furchteinflößendsten, historischen Persönlichkeiten ein menschliches Antlitz. Geschichte wird lebendig zwischen zwei Buchdeckeln. Nachdem man das Buch beendet hat, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass Konstanze nicht nur eine beeindruckende Kaiserin, sondern auch Frau und Mutter war. Liebevoll ist auch die Schilderung der fiktiven Personen in dem Roman, sie bestechen dadurch, dass sie dem Roman weiter Tiefe geben und eine andere Sicht der Dinge auf das Geschehen zulassen. Die Konzeption des Romans ist raffiniert, so bekommen wir im Prolog erst das Ende beschrieben, bevor der Roman eigentlich beginnt. Der Plot wird unterdessen aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt: Konstanze, Heinrich und Gottfried, um nur einige zu nennen, gewähren uns, als Leser, Einblicke in ihre Gefühlswelt und in ihre Sicht der Dinge. Der Roman liest sich teilweise wie ein Krimi, so spannend geht es mitunter zu. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, sodass man immer wieder denkt, ach eines geht noch und schon hat man etliche Seiten mehr gelesen, als man ursprünglich wollte. Durch die zunächst verschiedenen Handlungsstränge nimmt der Roman noch einmal zusätzlich an Fahrt auf. Besonders hervorheben möchte ich noch die Entwicklung der Protagonisten, hier zeigt meiner Meinung nach die Autorin ihr volles Können, während der eine immer mehr zum „Ekelpaket“ wird, durchläuft die andere Hauptfigur immer wieder neue Täler, um aus ihnen gestärkt hervorgehen zu können. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans des „Historischen Romans“ und für alle die es noch werden wollen, bitte lasst euch diese tolle Autorin nicht entgehen, ihr werdet es nicht bereuen. Versprochen.

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  • Interessanter und solider historischer Roman über Konstanze von Sizilien

    Das Buch der Königin

    Moni2506

    28. February 2015 um 20:30

    "Das Buch der Königin" von Sabine Weigand ist im Juni 2014 im Fischer Krüger Verlag erschienen und behandelt das Leben von Konstanze von Sizilien. Inhalt: Die Geschichte reicht von der Kindheit Konstanzes über die glücklose Ehe mit Heinrich VI (Sohn Friedrich Barbarossas) und die Geburt ihres Sohnes Friedrich auf dem Marktplatz bis zur Krönung ebendiesen Sohnes zum König von Sizilien. Parallel hierzu wird die Geschichte von Gottfried, Hemma und Christian erzählt, die auf unterschiedliche Weise zum Gefolge von Heinrich VI und Konstanze stoßen. Personen: Konstanze wird als Frau geschildert, die ein schweres Schicksal meistern muss. Ihre Kindheit verbringt sie glücklich in Sizilien, aber auch hier muss sie durch Unruhen schnell erkennen, dass ihr Leben andauernd in Gefahr ist. Sie fühlt sich zum Herrschen berufen, da sie in Purpur geboren wurde. Ihre ganze Treue und Liebe gilt ihrer Heimat Sizilien. Nach der Hochzeit mit Heinrich VI fühlt sie sich in ihrer neuen Heimat Deutschland nicht wohl und auch die Geburt eines Thronfolgers ist ihr lange Zeit nicht vergönnt. Heinrich VI hingegen ist ein sehr grausamer Herrscher. Versprechen und Absprachen bedeuten ihm nichts, wenn sie nicht mehr seinen Zielen dienen. Auch christliche Werte tritt er mit Füßen. So wurden während seiner Herrschaftszeit seine Feinde teilweise auf sehr brutale Weise getötet. Durch zahlreiche Siege in verschiedenen Kriegen fühlt sich Heinrich VI durch Gott bestätigt und fühlt sich deshalb dazu berufen ein neues Weltreich zu schaffen. Bewertung: Ich habe anfangs leider nur schwer ins Buch gefunden. Dies lag unter anderem auch daran, dass das Buch komplett im Präsens geschrieben ist. Dies finde ich sehr ungewöhnlich in einem historischen Roman. Des Weiteren ist das Buch aus verschiedenen Perspektiven (Konstanze, Gottfried, Hemma, Christian) und in verschieden Erzählstilen (Ich, 3. Person) geschrieben. Hierbei konnte ich am meisten bei Gottfried mitfiebern. Seine Freude und Begeisterung fürs Schreiben und die Buchmalerei ist sehr ansteckend. Und auch sein Zwiespalt zwischen Verrat und Treue ist sehr gut dargestellt. Trotz der Ich-Erzählung bei Konstanze konnte ich mich lange Zeit nicht wirklich in sie hineinversetzen. Dies wurd erst zum Ende hin besser. Sie war mir oftmals zu kühl und distanziert, was aber durchaus auch an ihrer Geschichte gelegen haben mag. Am besten konnte ich mich noch in sie hineinversetzen, wenn ihr die Dinge wirklich am Herzen lagen. Der Sprachstil der Geschichte gefällt mir gut. Das Präsens ist später nicht mehr wirklich ins Gewicht gefallen. Besonders die Briefe in diesem Buch sind interessant, da diese in "mittelalterdeutsch" (itzo, seyn) verfasst sind. Und auch bei Gesprächen meint man so manches mal einen bestimmten deutschen Akzent herauszulesen. Gerade im letzten Drittel wurde das Buch nochmal sehr spannend. Manche Szenen hätte ich in ähnlicher Weise gerne öfter im Buch gehabt. Leider sind es am Ende dann doch nur 3 Sterne geworden, da sich die Autorin historisch gesehen für meinen Geschmack etwas zu viele Freiheiten genommen hat. So hätte ich über die Vergiftung Heinrichs noch hinwegsehen können. Immerhin wurde dies Konstanze tatsächlich nach Heinrichs Tod unterstellt und er hätte es mehr als verdient gehabt. Über die Affäre Konstanzes mit Aziz, ihrem Milchbruder, kann ich allerdings nicht so leicht hinwegsehen. Hierfür hätte es meines Erachtens zumindest Gerüchte geben müssen. Der Grund ihr Leben ein wenig glücklicher erscheinen zu lassen, ist mir hier etwas zu wenig. Fazit: Ein solider und interessanter historischer Roman mit einigen Schwächen, den ich aber dennoch gerne weiterempfehle.

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  • Gut recherchiert aber leider nicht richtig fesselnd :-(

    Das Buch der Königin

    hasirasi2

    12. December 2014 um 18:28

    In "Das Buch der Königin" geht es um Königin Konstanze, die heimliche Schlüsselfigur der Stauferdynastie. Sie war die Frau des deutschen Kaisers Heinrich VI. und Mutter des Stauferkaisers Friedrich II. Da sie als unfruchtbar galt und die Legitimität ihres Kindes sicherstellen musste/wollte, bringt sie ihren Sohn öffentlich, auf dem Marktplatz von Jesi, zur Welt. Konstanze wächst in Silzilien auf und wird als 30jährige mit dem 10 Jahre jüngeren Heinrich verheiratet, um Sizilien dem Staufferreich eingliedern und damit den Pabst unterdrücken zu können. Liebe gab es zwischen ihrem Mann und ihr wohl nie und es dauert 9 Jahre, bis sie ihm endlich den ersehnten Erben schenkt. Heinrich ist sehr jähzornig und grausam, dafür verachtet Konstanze ihn auch bald. Er hält sich kaum an Absprachen und traut auch ihr nicht über den Weg. Zudem ist Konstanze seit ihrer Jugend heimlich in ihren Milchbruder Aziz verliebt, aber eine Verbindung der beiden kommt natürlich nicht in Frage. Ein weiterer Handlungsstrang erzählt das Leben von Gottfried von Streitberg, seiner Schwester Hemma und Christian, dem Sohn des Müllers und Hemmas Geliebten. Als Gottfrieds Braut in der Hochzeitsnacht bei einem Unfall stirbt, muss er mit seiner Schwester müssen fliehen, um der Rache seines Schwiegervaters zu entgehen. Er wird Schreiber, Notar und Buchmaler und letztendlich auch der Autor des "Buches der Königin". Das Buch ist an sich nicht schlecht geschrieben, flüssig, klare Sprache, gut zu verstehen und auch sehr gut recherchiert. Aber irgendwie konnte es mich nicht richtig fesseln. Am meisten haben mich die verschiedenen Erzählperspektiven gestört. Die Handlung wird allgemein geschildert und zwschendrin erzählen Konstanze oder auch Gottfried aus ihrer Sicht, ich musste die ersten 1-2 Sätze dann immer überlegen, wer jetzt gerade "dran ist". Das finde ich sehr schade, denn bisher habe ich die Bücher von Sabine Weigand immer sehr gemocht. Deshalb bekommt es von mir diesmal auch nur 3 Sterne.

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  • Meine Meinung zu: Das Buch der Königin von Sabine Weigand

    Das Buch der Königin

    ChattysBuecherblog

    Als großer Historienfan bin ich, dank einer Wanderbuchrunde, in den Genuss dieses Buches gekommen. Genuss? Oh ja...ein wahrer Lesegenuss! Bereits zu Beginn erfährt der Leser, mittels Karten, wo die Grenzen des Römisch-Deutschen Kaiserreichs zu Zeiten Heinrich VI lagen. Ich denke, dass jeder Leser sofort nach seinem Land suchen wird und anschließend die gesamten Karten mit heute vergleicht. Im Prolog lässt uns die Autorin dann an der Krönung des kleinen Friedrichs teilhaben, der von seiner Mutter liebevoll Konstantin genannt wird. Konstantin, weil sie selbst Konstanze heisst. Aber dann geht die Geschichte erst richtig los und die Autorin übermittelt uns viele historische Fakten, die aber keineswegs überfordern. Allgemein erscheint alles sehr gut recherchiert und schlüssig. Ich möchte jedoch nicht viel mehr verraten, weil es sich wirklich lohnt, dieses Buch selbst zu lesen. Von mir erhält dieses Buch glatte 5 Sterne!

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    • 2

    elisabethjulianefriederica

    01. October 2014 um 00:03
  • Die Geschichte erwacht zum Leben

    Das Buch der Königin

    MikkaG

    15. August 2014 um 13:54

    Das Titelbild zeigt eine Szene aus Konstanzes Leben, und vielleicht eine der bittersten: sie wird gezwungen, ihr Baby abzugeben, und dann abgeführt wie eine Verbrecherin. Dabei war die Geburt für sie ein kleines Wunder, mit dem sie nach vielen Jahren der Unfruchtbarkeit nicht mehr gerechnet hatte, und in diesem Moment ist sie nicht die Frau des Kaisers, sondern einfach eine verzweifelte Mutter, der ihr Kind weggenommen wird. Und genau das war für mich die große Stärke des Romans: historische Gestalten - Barbarossa, Richard Löwenherz, Heinrich VI., Konstanze selber und viele mehr - erwachen auf seinen Seiten zum Leben. Wenn man Geschichtsbücher liest, kann man leicht vergessen, dass Geschichte von echten Menschen aus Fleisch und Blut geschrieben wurde, aber die promovierte Historikerin Sabine Weigand lädt uns ein, mit ihnen zu fühlen, zu leiden und zu hoffen. Die Autorin stützt sich auf die überlieferten Dokumente, soweit das möglich ist, und erfindet plausibel und glaubhaft dazu, was diese uns nicht verraten. (Im Anhang des Buches findet man übrigens eine hochinteressante Erklärung über die überlieferten Hintergründe.) Hat Konstanze ihren Sohn zum Beispiel wirklich in einem Zelt geboren? Mit Sicherheit lässt sich das nicht sagen, aber es gibt genug Hinweise darauf, dass es wahr sein könnte... So oder so passt es zu der Konstanze, die das Buch uns zeigt, und ist eine packende Schlüsselszene. Es gibt auch erfundene Charaktere, wie z.B. den jungen Gottfried von Streitenberg, der eigentlich ein Adliger ist, aber schon als 11-jähriger - zu unrecht als Mörder verschrien - flüchten muss und danach ein ganz anderes Leben als Buchmaler und Schreiber beginnt, in dem er es zu einem gewissen Ruhm bringt. Oder seine Schwester Hemma, die ihre große Liebe beinahe ins Unglück stürzt. Oder Aziz, den Milchbruder Konstanzes, für den sie mehr als nur brüderliche Gefühle hegt... Und viele mehr. Diese erfundenen Charaktere fügen sich nahtlos ein in das Geflecht, atmen genauso den Hauch der Geschichte wie die echten. Sie zeigen dem Leser, wie das Leben damals war, für die Adligen sowie für die Bürgerlichen - die vom Glück gesegneten und die, die jeden Tag hart arbeiten oder gar um ihr Leben kämpfen mussten. Diese gekonnte, lockere Mischung aus "so war es" und "so hätte es sein können" liest sich spannend und originell. Besonders die vielen Dinge, die man durch Gottfried über die Kunst der Buchmalerei erfährt, fand ich hochinteressant! Die Herstellung der verschiedenen Tinten, das Gemisch der möglichen Farben, das könnte eine dröge Ansammlung von Fakten sein - ist es aber nicht. Durch Gottfried und seine Liebe zu dieser Kunst wird es auch für den Leser fesselnd... In mir haben seine Erklärungen direkt den Wunsch geweckt, mich mit dem Thema näher zu beschäftigen! Der Schreibstil ist bei historischen Romanen ja immer eine Art Drahtseilakt: ein Tanz zwischen dem, wie Leute damals wirklich gesprochen und geschrieben haben, und dem, was für heutige Leser noch flüssig genug zu lesen ist, damit sie das Buch nicht frustiert zuklappen. Meiner Meinung nach gelingt der Autorin genau die richtige Balance; nur hier und dort klang mir ein einzelner Satz ein wenig zu modern, aber das kam wirklich nur selten vor. Sie schreibt angenehm bildreich, in prächtigen Metaphern, so dass man Orte und Charaktere beinahe schon vor sich sehen kann. Vieles wird aus Konstanzes Sicht erzählt - in der Ich-Perspektive und im Präsens, so dass man das Gefühl hat, es gerade jetzt im Moment mitzuerleben. Der Wechsel der Perspektiven und auch der Zeitformen ist ein geschickter Schachzug, der manche Szenen umso mehr heraushebt. Es gibt die ein oder andere Liebesgeschichte - und die meisten davon zeigen, dass viele Menschen damals nicht den Luxus hatten, selber zu entscheiden, wen sie lieben wollen. Die Bauern waren da freier als die Adligen, aber auch ein Bauerssohn musste vielleicht die Tochter des Müllers heiraten, um die Mühle zu erben... Insofern hat die Romantik in diesem Buch oft einen Beigeschmack von leichter Verzweiflung, von Bedauern und unerfüllten Wünschen. Realistisch, und glücklicherweise nur wenig kitschig. Fazit: Eigentlich bin ich ja, was historische Romane betrifft, eher ein Lesemuffel - allzu oft fühle ich mich von den vielen Personen und Ereignissen geradezu erschlagen. Hier ist es mir aber schnell gelungen, mich in die Geschichte einzulesen! Die Autorin verbindet geschickt historisch Belegtes mit glaubhaft Erfundenem, und das Ergebnis liest sich unterhaltsam UND lehrreich.

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  • Rezension "Das Buch der Königin" - Sabine Weigand

    Das Buch der Königin

    schoeneskatrinchen

    14. July 2014 um 15:58

    [Rezension] Das Buch der Königin von Sabine Weigand Titel: Das Buch der Königin Autorin: Sabine Weigand Genre: Historischer Roman Erschienen: Juni 2014 Seitenzahl: 464 Seiten Format: Hardcover ISBN: 978-3810526663 Kindle – bei www.amazon.de / 17,99 Euro* Preise: Print 19,99 Euro* Klappentext: Erbin, Mutter, Rebellin: der große Roman um Königin Konstanze, die heimliche Schlüsselfigur der Stauferdynastie Es ist die berühmteste Geburtsszene des Mittelalters: Konstanze, Frau des deutschen Kaisers Heinrich VI., vierzigjährig, als unfruchtbar verschrieen, hochschwanger. Um jeden Preis muß sie die Legitimität ihres Kindes sicherstellen. Und so bringt sie ihren Sohn öffentlich, auf dem Marktplatz von Jesi, zur Welt. Die Nachwelt kennt sie als Mutter des Stauferkaisers Friedrich II. Aber welcher Weg liegt wirklich hinter Konstanze von Sizilien? Wem gehört ihre Treue: ihrer Heimat Sizilien oder ihrem Mann, dessen Grausamkeit sie entsetzt? Sabine Weigand erzählt das Leben einer Frau, deren Träume ganze Königreiche umfassen… Zum Buch: Als ich das Buch in der Hand hielt, nachdem ich es von den Bookwives (Facebook) zur Rezension zugeschickt bekommen habe, verliebte ich mich in die einzelnen Details dieser Buchgestaltung. Die Umschlagsgestaltung ist sehr lobenswert! Dieser alte Malstil, welche die Schreiber in den jeweiligen Klöstern erlernten, ist so wundervoll zu betrachten. Das mittlere Bild, was selbst schon so viel Geschichtliches erzählt, sticht dem Betrachter direkt ins Auge. Die raukenartigen Ranken am Buchcoverrand wurden farbenprächtig im Detail aufgedruckt. Alles passt stimmig zusammen und fügt sich wunderbar zu der ansprechenden historischen Geschichte. Auf der Innenseite des Buches zeigen sich dem Leser zwei Landkarten zur Zeit der Herrschaft von Kaiser Heinrich VI. Auf der linken Seite ist der Norden des Reiches abgebildet und auf der Rechten der Süden. Durch diese Landkartenzeichnungen fiel es mir leicht gedanklich mitzureisen und zu wissen, wo sich die historischen Städte der Geschichte befinden. Das Buch ist in vier Bücher aufgeteilt. An jedem Buchanfang befinden sich zeichnerische Abbildungen aus dem historischen Buch „Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis“ (übersetzt: Buch zu Ehren des Kaisers oder über die Begebenheit von Siziliens) von Petrus von Eboli, welcher im Mittelalter ein italienischer Schreiber und Dichter war. Er widmete den Kaiser Heinrich VI. diese Vers-Chronik. Es ist laut dem Buch das Werk, was dem Kaiser umbringen soll und Petrus von Eboli kommt in diesem Buch von Sabine Weigand menschlich nicht gut weg. Dies nur mal am Rande gesagt. Erster Satz: „Tausend kostbare Bienenwachskerzen, armdick und zwei Fuß hoch, tauchen den möchten Dom der Hauptstadt in goldglühendes Licht.“ Meine Meinung: Eine Meinung zu diesem Buch zu schreiben, dass ist und war für mich nicht einfach. Irgendwie befinde ich mich gedanklich immer noch in diesem Buch und bin schwer beeindruckt von der ausdrucksvollen Schreibweise der Autorin Sabine Weigand und den einzelnen Erzählungen. Wer mit diesem Buch anfängt zu lesen, sollte den Prolog erst zum Schluss lesen. Das Buch fängt sozusagen mit dem eigentlichen Ende an. Dies hätte man am Anfang besser lösen sollen. Ab einer gewissen Seite, am Ende des Buches, wusste ich wie die Geschichte endet. Das nahm mir die Spannung etwas raus. Kleiner Lesertipp! Fangt die Geschichte ab Seite 13 an zu lesen und schaut Euch zum Ende des Buches den Prolog an. Am Anfang tat ich mich etwas schwer mit den großen Zeitsprüngen in den einzelnen Kapiteln. Diese Zeitsprünge befanden sich hauptsächlich in den Erzählungen von Konstanze wieder. Man las ein Kapitel und beim nächsten Kapitel war man 10 Jahre weiter. Es könnte etwas irritierend sein. Es wurden viele Handlungsstränge von der Autorin mit eingewoben. Als Erstes steht die Geschichte von Konstanze von Sizilien, Abstammung Dynastie Hauteville, die Frau von Kaiser Heinrich VI. (Sohn des Kaisers Barbarossa) im Vordergrund. Sie ist die Frau eines aufbrausenden, unberechenbaren, rachsüchtigen, machthungrigen und harten Mannes. Es machte mich immer wieder rasend wie Heinrich mit seiner Frau von Anfang an umging. Was er ihr zugemutet hat und zu Recht wird er in meinen Augen „der grausame Stauferkaiser“ genannt. Auf der anderen Seite ist sie die rechtmäßige Erbin des Königreiches Sizilien und somit auch für seine Vorhaben wichtig. In den einzelnen Kapiteln, in denen es um Konstanze geht, merkt man die Verbundenheit der Königin zu ihrem Land. Sie kämpft für Ihr Land, soweit sie das kann und darf. Aber immer wieder werden ihr Steine in den Weg gestellt, wo sie aber mit Schlauheit und Intelligenz probiert aus diesen Steinen für sich und ihr Land Brücken zu bauen. Das Leben am Kaiserhof besteht hauptsächlich aus Intrigen, Verrat, Neid, Machtränke und Verschwörungen. Bei den einzelnen geschichtlichen Schilderungen kann man gut nachvollziehen, was diese Frau an so einem Kaiserhof spürte oder zu spüren bekam. An der Seite des grausamen und verhassten Kaisers ist Konstanze aber eine geliebte Königin in Sizilien. Aber im Herzen ist sie an der Seite von Heinrich unglücklich, unverstanden und nicht geliebt. In den nächsten Handlungssträngen taucht die Geschichte von den Geschwistern Gottfried und Hemma von Streitberg auf, welche ihre Heimat Burg Streitberg aufgrund eines nächtlichen Unfalles fluchtartig verlassen müssen und sich ewig auf der Flucht befinden. Sie müssen in der Geschichte immer wieder aufpassen, dass ihre Herkunft nicht erkannt wird. In diesen Handlungssträngen wird dann auch noch Christian, der Sohn des Müllers, mit eingebunden. Zum Ende hin verknüpft sich Geschichtliches miteinander. Es ist aber das reinste Auf und Ab. Mich hat diese Geschichte richtig gefesselt und mitgerissen. Die einzelnen Beschreibungen von der Gegend, den Handlungen und die historischen Fakten hielten mich im Geschehen fest. Meine Neugier auf jedes einzelne Kapitel wurde immer wieder geweckt und ich wollte jedes Mal (mit Hilfe des Internets) wissen, wie die Gegend in der Zeit aussah. Gleichzeitig verband mich ein Heimatgefühl mit dem Buch. Bamberg, Bischof Otto und die Wiesent (der Hauptfluss der Fränkischen Schweiz, eine schöne Gegend). Die Autorin hat mich gefesselt mit ihren detaillierten Erklärungen, wie z. B. im Kloster die Tinte hergestellt wird und welche Bedeutung die Schreiber des Jahrhunderts hatten. Genauso die Erzählung über die Reisen der Kreuzritter ins Heilige Land. Mit was diese Menschen auf der Reise oder selbst am Ort zu kämpfen hatten. Es öffnete sich für mich im Allgemeinen ein Art Wissenslexikon. Hier hat die Autorin eine gut recherchierte Vorarbeit geleistet. Das Strafgericht von Sizilien hat mich gefühlmäßig so auffahren lassen und einerseits fand ich es zu sehr ins Detail eingehend. Diese mittelalterliche Grausamkeit traf mich sehr. Hier musste ich das Buch erst einmal weglegen um gedanklich runterzukommen. Oder die Bestimmung des Kaisers über seinen Sohn (von Konstanze…Konstantin genannt, Heinrich ließ ihn auf Friedrich taufen). Hier kam bei mir die Frage auf „wie kannst Du einer Herzblutmutter nur sowas antun? Wie kannst Du ein Kind von der Mutter entfremden?“. Mit Wut legte ich das Buch dann erst einmal weg und atmete durch. Zu viele eigene Emotionen! Ich empfehle dieses Buch allerdings niemanden der gerade in das Genre Historik hinein schnuppern möchte. Dieses ganze Geschichtsvolumen wäre für den Anfang abschreckend oder man verliert die Lust an zu viel genannten Fakten. Für mich war das Buch genau das Richtige und ich bin froh, dass ich es lesen und rezensieren durfte. Fazit In diesem Buch gibt es viele geschichtliche Fakten. Hier konnte ich als Historikliebhaberin viel dazulernen. Sprachlich sowohl geschichtlich. In jedem einzelnen Kapitel passierte etwas und es baute sich Spannung auf. Der Schreibstil von der Autorin ist blumig und bildlich. Es liest sich aber in allem sehr flüssig. ~ eine packende, spannende & mitreißende Geschichte ~ schöne, opulente und ausgeprägte Sprachwahl der Autorin Sabine Weigand ~ gedankliche Reise ins Mittelalter des 12. Jahrhundert ~ einfach nur toll und im Genre Historik … ein absoluter Bestseller ~ Meine Bewertung: 5 Krönchen von 5 Krönchen Zur Autorin: Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist Historikerin und arbeitet als Ausstellungsplanerin für Museen. Dokumente aus Nürnberg waren der Ausgangspunkt ihres Romans ›Das Perlenmedaillon‹, das wahre Schicksal einer Osmanin am Hof August des Starken liegt dem Roman ›Die Königsdame‹ zugrunde. In ›Die Seelen im Feuer‹ bilden die Hexenakten von Bamberg die historische Romanvorlage, bei ihrem ersten Roman ›Die Markgräfin‹ war es die reale Geschichte der Plassenburg bei Kulmbach, bei ›Die silberne Burg‹ die Bestallungsurkunde einer jüdischen Ärztin, in ›Die Tore des Himmels‹ das Leben der Hl. Elisabeth und in ›Das Buch der Königin‹ das Schicksal der Konstanze von Sizilien.

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  • Rezension "Das Buch der Königin" - Sabine Weigand

    Das Buch der Königin

    schoeneskatrinchen

    14. July 2014 um 15:57

    [Rezension] Das Buch der Königin von Sabine Weigand Titel: Das Buch der Königin Autorin: Sabine Weigand Genre: Historischer Roman Erschienen: Juni 2014 Seitenzahl: 464 Seiten Format: Hardcover ISBN: 978-3810526663 Kindle – bei www.amazon.de / 17,99 Euro* Preise: Print 19,99 Euro* Klappentext: Erbin, Mutter, Rebellin: der große Roman um Königin Konstanze, die heimliche Schlüsselfigur der Stauferdynastie Es ist die berühmteste Geburtsszene des Mittelalters: Konstanze, Frau des deutschen Kaisers Heinrich VI., vierzigjährig, als unfruchtbar verschrieen, hochschwanger. Um jeden Preis muß sie die Legitimität ihres Kindes sicherstellen. Und so bringt sie ihren Sohn öffentlich, auf dem Marktplatz von Jesi, zur Welt. Die Nachwelt kennt sie als Mutter des Stauferkaisers Friedrich II. Aber welcher Weg liegt wirklich hinter Konstanze von Sizilien? Wem gehört ihre Treue: ihrer Heimat Sizilien oder ihrem Mann, dessen Grausamkeit sie entsetzt? Sabine Weigand erzählt das Leben einer Frau, deren Träume ganze Königreiche umfassen… Zum Buch: Als ich das Buch in der Hand hielt, nachdem ich es von den Bookwives (Facebook) zur Rezension zugeschickt bekommen habe, verliebte ich mich in die einzelnen Details dieser Buchgestaltung. Die Umschlagsgestaltung ist sehr lobenswert! Dieser alte Malstil, welche die Schreiber in den jeweiligen Klöstern erlernten, ist so wundervoll zu betrachten. Das mittlere Bild, was selbst schon so viel Geschichtliches erzählt, sticht dem Betrachter direkt ins Auge. Die raukenartigen Ranken am Buchcoverrand wurden farbenprächtig im Detail aufgedruckt. Alles passt stimmig zusammen und fügt sich wunderbar zu der ansprechenden historischen Geschichte. Auf der Innenseite des Buches zeigen sich dem Leser zwei Landkarten zur Zeit der Herrschaft von Kaiser Heinrich VI. Auf der linken Seite ist der Norden des Reiches abgebildet und auf der Rechten der Süden. Durch diese Landkartenzeichnungen fiel es mir leicht gedanklich mitzureisen und zu wissen, wo sich die historischen Städte der Geschichte befinden. Das Buch ist in vier Bücher aufgeteilt. An jedem Buchanfang befinden sich zeichnerische Abbildungen aus dem historischen Buch „Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis“ (übersetzt: Buch zu Ehren des Kaisers oder über die Begebenheit von Siziliens) von Petrus von Eboli, welcher im Mittelalter ein italienischer Schreiber und Dichter war. Er widmete den Kaiser Heinrich VI. diese Vers-Chronik. Es ist laut dem Buch das Werk, was dem Kaiser umbringen soll und Petrus von Eboli kommt in diesem Buch von Sabine Weigand menschlich nicht gut weg. Dies nur mal am Rande gesagt. Erster Satz: „Tausend kostbare Bienenwachskerzen, armdick und zwei Fuß hoch, tauchen den möchten Dom der Hauptstadt in goldglühendes Licht.“ Meine Meinung: Eine Meinung zu diesem Buch zu schreiben, dass ist und war für mich nicht einfach. Irgendwie befinde ich mich gedanklich immer noch in diesem Buch und bin schwer beeindruckt von der ausdrucksvollen Schreibweise der Autorin Sabine Weigand und den einzelnen Erzählungen. Wer mit diesem Buch anfängt zu lesen, sollte den Prolog erst zum Schluss lesen. Das Buch fängt sozusagen mit dem eigentlichen Ende an. Dies hätte man am Anfang besser lösen sollen. Ab einer gewissen Seite, am Ende des Buches, wusste ich wie die Geschichte endet. Das nahm mir die Spannung etwas raus. Kleiner Lesertipp! Fangt die Geschichte ab Seite 13 an zu lesen und schaut Euch zum Ende des Buches den Prolog an. Am Anfang tat ich mich etwas schwer mit den großen Zeitsprüngen in den einzelnen Kapiteln. Diese Zeitsprünge befanden sich hauptsächlich in den Erzählungen von Konstanze wieder. Man las ein Kapitel und beim nächsten Kapitel war man 10 Jahre weiter. Es könnte etwas irritierend sein. Es wurden viele Handlungsstränge von der Autorin mit eingewoben. Als Erstes steht die Geschichte von Konstanze von Sizilien, Abstammung Dynastie Hauteville, die Frau von Kaiser Heinrich VI. (Sohn des Kaisers Barbarossa) im Vordergrund. Sie ist die Frau eines aufbrausenden, unberechenbaren, rachsüchtigen, machthungrigen und harten Mannes. Es machte mich immer wieder rasend wie Heinrich mit seiner Frau von Anfang an umging. Was er ihr zugemutet hat und zu Recht wird er in meinen Augen „der grausame Stauferkaiser“ genannt. Auf der anderen Seite ist sie die rechtmäßige Erbin des Königreiches Sizilien und somit auch für seine Vorhaben wichtig. In den einzelnen Kapiteln, in denen es um Konstanze geht, merkt man die Verbundenheit der Königin zu ihrem Land. Sie kämpft für Ihr Land, soweit sie das kann und darf. Aber immer wieder werden ihr Steine in den Weg gestellt, wo sie aber mit Schlauheit und Intelligenz probiert aus diesen Steinen für sich und ihr Land Brücken zu bauen. Das Leben am Kaiserhof besteht hauptsächlich aus Intrigen, Verrat, Neid, Machtränke und Verschwörungen. Bei den einzelnen geschichtlichen Schilderungen kann man gut nachvollziehen, was diese Frau an so einem Kaiserhof spürte oder zu spüren bekam. An der Seite des grausamen und verhassten Kaisers ist Konstanze aber eine geliebte Königin in Sizilien. Aber im Herzen ist sie an der Seite von Heinrich unglücklich, unverstanden und nicht geliebt. In den nächsten Handlungssträngen taucht die Geschichte von den Geschwistern Gottfried und Hemma von Streitberg auf, welche ihre Heimat Burg Streitberg aufgrund eines nächtlichen Unfalles fluchtartig verlassen müssen und sich ewig auf der Flucht befinden. Sie müssen in der Geschichte immer wieder aufpassen, dass ihre Herkunft nicht erkannt wird. In diesen Handlungssträngen wird dann auch noch Christian, der Sohn des Müllers, mit eingebunden. Zum Ende hin verknüpft sich Geschichtliches miteinander. Es ist aber das reinste Auf und Ab. Mich hat diese Geschichte richtig gefesselt und mitgerissen. Die einzelnen Beschreibungen von der Gegend, den Handlungen und die historischen Fakten hielten mich im Geschehen fest. Meine Neugier auf jedes einzelne Kapitel wurde immer wieder geweckt und ich wollte jedes Mal (mit Hilfe des Internets) wissen, wie die Gegend in der Zeit aussah. Gleichzeitig verband mich ein Heimatgefühl mit dem Buch. Bamberg, Bischof Otto und die Wiesent (der Hauptfluss der Fränkischen Schweiz, eine schöne Gegend). Die Autorin hat mich gefesselt mit ihren detaillierten Erklärungen, wie z. B. im Kloster die Tinte hergestellt wird und welche Bedeutung die Schreiber des Jahrhunderts hatten. Genauso die Erzählung über die Reisen der Kreuzritter ins Heilige Land. Mit was diese Menschen auf der Reise oder selbst am Ort zu kämpfen hatten. Es öffnete sich für mich im Allgemeinen ein Art Wissenslexikon. Hier hat die Autorin eine gut recherchierte Vorarbeit geleistet. Das Strafgericht von Sizilien hat mich gefühlmäßig so auffahren lassen und einerseits fand ich es zu sehr ins Detail eingehend. Diese mittelalterliche Grausamkeit traf mich sehr. Hier musste ich das Buch erst einmal weglegen um gedanklich runterzukommen. Oder die Bestimmung des Kaisers über seinen Sohn (von Konstanze…Konstantin genannt, Heinrich ließ ihn auf Friedrich taufen). Hier kam bei mir die Frage auf „wie kannst Du einer Herzblutmutter nur sowas antun? Wie kannst Du ein Kind von der Mutter entfremden?“. Mit Wut legte ich das Buch dann erst einmal weg und atmete durch. Zu viele eigene Emotionen! Ich empfehle dieses Buch allerdings niemanden der gerade in das Genre Historik hinein schnuppern möchte. Dieses ganze Geschichtsvolumen wäre für den Anfang abschreckend oder man verliert die Lust an zu viel genannten Fakten. Für mich war das Buch genau das Richtige und ich bin froh, dass ich es lesen und rezensieren durfte. Fazit In diesem Buch gibt es viele geschichtliche Fakten. Hier konnte ich als Historikliebhaberin viel dazulernen. Sprachlich sowohl geschichtlich. In jedem einzelnen Kapitel passierte etwas und es baute sich Spannung auf. Der Schreibstil von der Autorin ist blumig und bildlich. Es liest sich aber in allem sehr flüssig. ~ eine packende, spannende & mitreißende Geschichte ~ schöne, opulente und ausgeprägte Sprachwahl der Autorin Sabine Weigand ~ gedankliche Reise ins Mittelalter des 12. Jahrhundert ~ einfach nur toll und im Genre Historik … ein absoluter Bestseller ~ Meine Bewertung: 5 Krönchen von 5 Krönchen Zur Autorin: Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist Historikerin und arbeitet als Ausstellungsplanerin für Museen. Dokumente aus Nürnberg waren der Ausgangspunkt ihres Romans ›Das Perlenmedaillon‹, das wahre Schicksal einer Osmanin am Hof August des Starken liegt dem Roman ›Die Königsdame‹ zugrunde. In ›Die Seelen im Feuer‹ bilden die Hexenakten von Bamberg die historische Romanvorlage, bei ihrem ersten Roman ›Die Markgräfin‹ war es die reale Geschichte der Plassenburg bei Kulmbach, bei ›Die silberne Burg‹ die Bestallungsurkunde einer jüdischen Ärztin, in ›Die Tore des Himmels‹ das Leben der Hl. Elisabeth und in ›Das Buch der Königin‹ das Schicksal der Konstanze von Sizilien.

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  • So spannend kann Geschichte sein

    Das Buch der Königin

    robbylesegern

    03. July 2014 um 20:22

    Das Mittelalter war im Schulunterricht nicht unbedingt die spannendste Zeit für mich. Wie anders wäre es wohl gelaufen, wenn es damals schon die Bücher von Sabine Weigand gegeben hätte , insbesondere ihr neustes Buch " Das Buch der Königin". Ein Buch mit einem sehr gut recherchiertem Hintergrund, in dem viele Personen eingebunden sind, die tatsächlich gelebt haben und dessen Hauptpersonen Heinrich der VI., legendärer Sohn des damaligen Kaisers Friedrich Barbarossa und späterer Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen und seine weniger bekannte Ehefrau, Konstanze Hauteville von Sizilien, sind. Wie bei Sabine Weigand gewohnt, widmet die Autorin ihr Buch einer starken Frau, hier , der weniger bekannten Konstanze, Frau des deutschen Kaisers Heinrich VI. Vieles in diesem Buch ist historisch verbürgt, doch erst mit dem fiktiven Anteil, den Sabine Weigand diesem Buch hinzufügt, wird dieses Buch zu einem spannenden Leseerlebnis. Wie zu der Zeit in Königshäusern üblich, wurden Heiraten aus politischen Gründen geschlossen und da Sizilien ein Fleck auf der Landkarte war, der für den Kaiser aus taktischen Gründen wichtig war, lässt er sich auf eine Heirat mit der um 11 Jahre älteren Konstanze von Sizilien ein, wohl auch um den Papst und seinen Einfluss zu schwächen. Der Ehe ist keine Liebe vergönnt, schreckt Konstanze doch die Grausamkeit ihres Gatten ab. Lange bleibt diese Ehe kinderlos, bis Konstanze mit 40 Jahren einen Sohn zur Welt bringt und dies öffentlich auf dem Marktplatz von Jesi, da die Gerüchte, dass sie ihre Schwangerschaft nur vortäuscht nicht enden Wollen. Doch ein Leben in Ruhe und Zufriedenheit ist ihr an der Seite ihres Gatten nicht vergönnt, bis sie sich zwischen ihrem Land und ihrem Mann entscheiden muss. Trotz der fiktiven Elemente dieses Romans, ist die geschichtliche Genauigkeit in diesem Buch gegeben und es liest sich sehr spannend und flüssig. Die Charaktere der Konstanze, aber auch Heinrichs des VI. und der Person Kaiser Friedrich Barbarossas, fand ich sehr gelungen. Dem Leser werden die geschichtlichen Gegebenheiten der damaligen Zeit sehr gut vermittelt und vor allem so, dass man sich nicht eine Minute langweilt. Ich glaube, ich wage mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, Sabine Weigand steht, was historische Romane angeht , auf gleicher Stufe mit Rebecca Gable. Unterhaltsam , farbenfroh, spannend und mit dem richtigen Schuss an Fantasie, macht Sabine Weigand in diesem Buch das Mittelalter lebendig und interessant, sodass man sich dem Sog dieses Buches nicht entziehen kann. Dieses Buch ist eine Hommage an eine starke Frau ihrer Zeit, die bisher zu wenig Beachtung erfuhr. Sabine Weigand hat sie auf gut 400 Seiten zum Leben erweckt, was ihr meiner Meinung nach bestens gelungen ist. Ein Nachwort, in dem auf die historischen Fakten und fiktiven Elemente eingegangen wird, ein Personenverzeichnis und ein Glossar vervollständigen dieses wirklich gelungene Buch. Sehr empfehlenswert !!

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  • Vermischung von Fakten und Fikton mit gelungenem Spannungsbogen

    Das Buch der Königin

    Nabura

    01. July 2014 um 19:15

    Palermo, 1198: An Pfingstsonntag wird in der Kathedrale von Palermo der dreijährige Friedrich zum König von Sizilien gekrönt. Unter den Zuschauern ist auch seine Mutter, Konstanze von Sizilien, die sich erinnert, wie es zu diesem Ereignis kommen konnte. Sie blickt auf ihre Kindheit in Sizilien als Halbschwester des Königs zurück, ihre Heirat mit dem Staufen Heinrich, Jahre als Kaiserin des römisch-deutschen Kaiserreichs an seiner Seite, das lange Hoffen auf einen Erben und ihre öffentliche Geburt sowie ihrem Streben danach, allein über ihr Erbe Sizilien herrschen zu dürfen. Auch an den Schreiber Gottfried erinnert sie sich, der vor seiner Vergangenheit fliehen musste und der es sich schließlich zum Ziel gemacht hat, Konstanzes Geschichte in einem prachtvollen Codex festzuhalten. Die Geschichte beginnt durchaus ungewöhnlich, nämlich mit einem Prolog, der ein dreiviertel Jahr nach dem Ende des Buches spielt. Konstanze wohnt der Krönung ihres Sohnes zum König von Sizilien bei. Danach wird die Geschichte chronologisch erzählt, von den 1160er Jahren bis zum Jahr 1197. In einigen Kapiteln kommt Konstanze selbst zu Wort, andere sind aus der Sicht eines personalen Erzählers geschrieben. Dadurch erhielt ich beim Lesen den Eindruck, Konstanze würde sich erinnern und ein unbekannter Erzähler hinzufügen, was sie selbst nicht wissen kann oder vergessen hat. Dieser ungewöhnliche Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Das Buch beschäftigt sich schwerpunktmäßig damit, eine mögliche Version des Lebens von Konstanze von Sizilien aufzuzeigen. Hierzu hat die Autorin historische Quellen und Fiktion vermischt. Im Nachwort legt sie auch noch einmal genau dar, was belegt, was sehr wahrscheinlich, was wohl eher Legende und was rein fiktiv ist. Durch diese Vermischung gelingt es ihr, Konstanze lebendig werden zu lassen. Vor allem durch die Kapitel in der Ich-Perspektive fühlte ich mich beim Lesen Konstanze nahe und konnte ihre Entscheidungen und Gefühle nachvollziehen. Neben Konstanze spielt der fiktive Charakter Gottfried von Streitberg eine große Rolle. Seine Geschichte wird umfassend erzählt. Aufgrund eines Unglücks musste er mit seiner Schwester von der Burg fliehen und wird dank seines Onkels bald zum Schreiber ausgebildet. Mit seiner Person liefert die Autorin eine mögliche Erklärung dafür, warum sich in dem historischen Buch „Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis“ der Beginn so stark von den letzten Seiten unterscheidet, und hieraus leitet sich auch der Buchtitel ab. Doch gleichzeitig ist die Geschichte von ihm und seiner Schwester auch voller Emotion – kann ihre wahre Identität unentdeckt bleiben? Können sie trotz allem ihre Träume verwirklichen? Sabine Weigand ist es gelungen, eine komplexe Geschichte zu schreiben, in der eine Vielzahl interessanter historischer Fakten eingeflossen ist und bei der gleichzeitig die Schilderung von Liebe, Intrigen und Kriegen für emotionale Momente sorgten. Das Buch ist daher gleichermaßen interessant für Leser, welche sich schon mit Konstanze für Sizilien beschäftigt haben und für solche Leser, für die dies absolutes Neuland ist. Ich zähle mich zur zweiten Kategorie und erhielt durch die Geschichte einen guten Überblick über Konstanzes Biographie (dank des Nachwortes weiß man wie gesagt, was davon belegt ist) und das Leben zu der damaligen Zeit. „Das Buch der Königin“ ist ein rundum gelungener historischer Roman, der viele Fakten mit Fiktion vermischt. Sabine Weigand hat Konstanze von Sizilien lebendig werden lassen und der Spannungsbogen der Geschichte fesselte mich ans Buch. Leser historischer Romane sollten sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen!

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  • Ein mitreißendes Buch über Konstanze von Sizilien und die Stauferdynastie

    Das Buch der Königin

    LettersFromJuliet

    30. June 2014 um 16:41

    Inhalt Konstanze von Sizilien wächst behütet auf Sizilien auf und sie ist die nächste in der Thronfolge, denn ihrem Neffen scheinen keine Kinder vergönnt zu sein. Die beiden führen die Geschäfte zusammen und Konstanze ist beliebt unterm den Adelsleuten. Mit Anfang 30 geschieht das, was sie nie wollte, sie soll verheiratet werden mit dem 10 Jahre jüngeren deutschen König Heinrich VI. Dabei schlägt ihr Herz nur für Aziz, mit dem sie nicht zusammen sein darf. Erst hat sie ihren Geliebten verloren, jetzt muss sie auch noch ihrer Heimat den Rücken kehren. Meine Meinung Ich muss gestehen, dass der Klappentext viel zu viel verrät, auch wenn man natürlich alles nachschlagen kann, denn schließlich geht es um eine historische Figur – Konstanze von Sizilien. So beginnt der Roman mit einer Szene, die eigentlich an den Schluss des Buchs gehören würde, dann geht es aber in Konstanzes Kindheit und in recht schnellen Zeitsprüngen erlebt der Leser wie sie älter wird. Dazu kommt aber noch ein weiterer Handlungsstrang, nämlich der der Streitbergs. Die beiden Kinder verlieren ihrer Vater und somit auch ihre Burg und ihr Zuhause durch einen Hinterhalt eines “Burgnachbarn”. Gottfried und Hemma sind auf der Flucht, allerdings kann ihr Onkel sie in einem Kloster unterbringen, bzw. Gottfried soll zum Schreiber ausgebildet werden, da der Junge großes Talent besitzt. Die Geschichte wird im Präsens (fand ich am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig) aus verschiedenen Sichten erzählt. So begleiten wir vor allem Hemma, Gottfried und Konstanze über Jahrzehnte hinweg. Wenn das Kapitel jedoch aus Konstanzes Sicht erzählt wird, dann ist die Autorin in die Ich-Form gewechselt, wodurch man einen noch besseren Einblick in ihre Gefühlswelt bekommt. Konstanze ist eine intelligente und starke Frau, die bereit ist für ihre Überzeugung zu kämpfen, dabei aber auch sehr weise handelt. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und ich kann gut verstehen, wieso ihr Volk ihr so treu ergeben war. Die Szene, die auf dem Klappentext angesprochen wird, war wirklich einmalig und es scheint ihr nicht an Ideen gefehlt zu haben. Heinrich VI ist grausam, aufbrausend, rachsüchtig und willkürlich – das Gegenteil seines Vaters Friedrich Barbarossas (welcher hier sehr nett rüberkommt) und mir hat Constanze sehr leidgetan, dass sie dieses Scheusal ertragen musste. In diesem Buch trifft man also auf einige historische Persönlichkeiten, so sind z.B. auch einige Päpste dabei, aber auch der englische König Richard Löwenherz, über den ich jetzt gerne mehr erfahren würde. Gottfried muss ständig mit seinem Gewissen kämpfen. So ist er auf der einen Seite loyal, auf der anderen Seite ist er ein Spion und eigentlich will er nur seinen Beruf ausüben. Hemma wächst zu einer schönen jungen Frau heran, wobei sie ihre Vergangenheit nicht loslässt. Sie und Gottfried leben in ständiger Angst, denn der neue Besitzer ihrer Burg hat Rache geschworen. Sie verliebt sich, aber diese Liebe kann ihr zum Verhängnis werden. Trotzdem ist auch sie stark und sie will die Hoffnung nicht aufgeben, eines Tages doch ein schönes Leben mit ihrem Liebsten führen zu können. Über Hemma hätte ich gerne noch mehr erfahren und eigentlich schreit das Buch nach einer Fortsetzung in diese Richtung. Ich habe wirklich schon viele historische Romane gelesen, manche beinhalteten nur das nötigste an historischen Fakten, Ereignissen und Personen, andere haben richtiges Wissen vermittelt. Aber noch nie habe ich ein Buch gelesen, was so viel lehrreichen Input liefert. Man hätte hier nie die Chance einzelne Stellen querzulesen, weil einfach ständig etwas passiert und man mit neuen Fakten versorgt wird. Das ist auf der einen Seite super interessant, auf der anderen Seite kann man dann auch nicht so viel an einem Stück lesen, da einem sonst der Kopf brummt. Trotzdem, liebe Frau Weigand, ich begeistert, wieviel Sie recherchiert haben, wie viele Fakten Sie aufgenommen haben und wie toll Sie das alles in diesem Roman umgesetzt haben. Respekt! Dadurch kann ich dieses Buch allerdings nicht empfehlen, wenn man Neuling in diesem Genre ist, denn das dürfte einige abschrecken. Ich fand es toll!!! Der Schreibstil hat mir gut gefallen, aber ich hatte meine Probleme mit dem Präsens. Auf der Homepage der Autorin kann dazu folgendes nachlesen: “Wenn alles in der Gegenwart spielt, ist man als Autor – und ich hoffe, auch als Leser – mittendrin im Geschehen. Das zieht einen richtiggehend in die Geschichte hinein.” Ich fand das Präsens eher ungewohnt und musste mich erst mal umgewöhnen, da es doch eher selten verwendet wird. Für mich ist der Erzählmodus egal, wenn es darum geht in die Geschichte einzutauchen. Das hängt ganz allein vom Schreibstil und den Beschreibungen ab. Gerade in den Hemma-Passagen konnte ich alles um mich herum vergessen. Ich freue mich, dass ich noch drei weitere Bücher der Autorin zu Hause habe und die warten jetzt nur darauf von mir gelesen zu werden. Schade, dass ich die Autorin erst so spät entdeckt habe, dabei kommt sie aus meiner zweiten Heimat – Franken. Fazit Ein mitreißendes Buch über Konstanze von Sizilien und die Stauferdynastie. Sabine Weigand hat sehr ausführlich recherchiert und sie überzeugt mit einem tollen Schreibstil.

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  • Historische Fakten in flüssigem Romangewand

    Das Buch der Königin

    michael_lehmann-pape

    27. June 2014 um 11:22

    Historische Fakten in flüssigem Romangewand Es ist seit Langem eine Spezialität von Sabine Weigand, historische Fakten fundiert zu recherchieren und diese dann in Romanform anregend und unterhaltsam dem Leser mit zu vermitteln. In Ihrem neuen Werk hat sich Weigand einer wichtigen Frauenfigur der Geschichte angenommen. Konstanze, Erbin des Königreiches von Sizilien Ende des 12. Jahrhunderts und, plötzlich und unversehens, eine wichtige Gestalt auch für die Mächte du Ränkeschmiede jener Zeit. Wobei Weigand nicht nur diese bewegenden politischen Jahre in den Blick nimmt, in dem Konstanze Ehefrau Heinrich VI. aus dessen kühlen Machtstreben heraus sein wird, sondern die Lebensgeschichte dieser klugen und kraftvollen Frau von Beginn an erzählt. „Meine ersten Erinnerungen sind umweht vom Duft der Mandelblüten“. Eine Geburt, ein Aufwachsen, das zu einem „Verwachsen“ mit der Heimat Sizilien führt. Eine Verbundenheit auch mit dem Volk Siziliens, die es nur natürlich erscheinen lässt, als rechtmäßige Thronerbin das Land auch zu regieren. Alleine, so stellt Konstanze sich das vor. Was in keiner Form zunächst den Plänen Friederich Barbarossas entspricht, der Sizilien in seinem Einflussbereich zu halten gedenkt und für eine Heirat zwischen Konstanze und seinem Sohn Heinrich sorgt. Und doch legt Konstanze ihre Eigenständigkeit und ihren eigenen Anspruch nicht ab. Was in immer stärker werdende Konflikte mit ihrem Gemahl, dem König führt, aber auch bei anderen Interessensgruppen, nicht zuletzt beim Papst in Rom auf Widerstand stößt. Zudem bleibt die energische Frau den Thronerben lange schuldig und verliert auch von dieser Seite an festem Stand und Ansehen, zumindest bei ihrem Gemahl. „Die Kaiserin weiß: Das ist eine Brüskierung. Aber sie muss gleich zu Anfang klarstellen, dass sie über das Land herrscht und niemand sonst. Und das sie keine ausschließlich staufische Herrschaft anstrebt. Sie darf Heinrich nicht verprellen Intrigen, Ränke, offene Aggression, das Leben Konstanzes ergibt schon von den historischen Fakten her eine spannende Episode der Geschichte und wird von Sabine Weigand emotional dicht mittels verschiedener Erzählfäden in bester Weise dem Leser nachvollziehbar geschildert. So entsteht ein lebhafter, greifbarer Eindruck von den vielfachen Verflechtungen unter den Herrschern (und Möchtegernherrschern) der damaligen Zeit, die Weigand historisch fundiert in das Auf und Ab des Romans einfließen lässt. Ein sehr unterhaltsamer, sachlich fundiert recherchierter und in der Form überzeugender historischer Roman. 

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