Die Manufaktur der Düfte

von Sabine Weigand 
4,4 Sterne bei18 Bewertungen
Die Manufaktur der Düfte
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (16):
Caillean79s avatar

Ein ganzes Jahrhundert in einem Buch! Man braucht Zeit und Muße für 670 Seiten Fabrikanten-Saga, aber es lohnt sich!

Kritisch (2):
Benni_Cullens avatar

Für mich findet dieser Roman keine Balance - irgendwann war ich verloren. Leider nicht zu empfehlen.

Alle 18 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Manufaktur der Düfte"

Das Schicksal einer Familie. Ein tragisches Geheimnis. Ein gefährlicher Traum… Die große Gründerzeit-Saga von Bestsellerautorin Sabine Weigand.

Der junge Fritz Ribot hat große Träume. Seine Seifenrezepturen machen die Familie reich und mächtig. Muss er für den Erfolg auf Aleksandra, seine Liebe in Russland, verzichten? Darf er seiner schönen Schwester Lisette erlauben, sich mit Hans, dem Arbeiter in der Fabrik, zu treffen? Im Glanz der Gründerzeit ahnt keiner in der Familie, dass mit der heraufziehenden Weltkriegsgefahr Fritz‘ Lebenswerk auf dem Spiel steht – und damit alles, wofür die Ribots so sehr gekämpft haben…

Der große Gründerzeitroman voller Gefühl, Dramatik und Wahrheit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783810525321
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:688 Seiten
Verlag:FISCHER Krüger
Erscheinungsdatum:08.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Ariettas avatar
    Ariettavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Familiengeschichte, mit großem Politischen- und Wirtschaftlichem Hintergrund
    Eine Großartige Familien- und Gründerzeitsaga

    Inhaltsangabe: Quelle Krüger-Verlag

    Das Schicksal einer Familie. Ein tragisches Geheimnis. Ein gefährlicher Traum… Die große Gründerzeit-Saga von Bestsellerautorin Sabine Weigand.

    Der junge Fritz Ribot hat große Träume. Seine Seifenrezepturen machen die Familie reich und mächtig. Muss er für den Erfolg auf Aleksandra, seine Liebe in Russland, verzichten? Darf er seiner schönen Schwester Lisette erlauben, sich mit Hans, dem Arbeiter in der Fabrik, zu treffen? Im Glanz der Gründerzeit ahnt keiner in der Familie, dass mit der heraufziehenden Weltkriegsgefahr Fritz‘ Lebenswerk auf dem Spiel steht – und damit alles, wofür die Ribots so sehr gekämpft haben…

    Der große Gründerzeitroman voller Gefühl, Dramatik und Wahrheit.


    Meine Meinung zur Autorin:

    Sabine Weigand hat mich mal wieder mit ihrem neusten Roman hellauf begeistert. Eine Geschichte die auf wahren Tatsachen beruht, wie aus der kleinen Seifensiederei, die große Seifen-Dynastie Ribot entstand. Der Aufstieg von einem einfachen Seifensieder zu einem Erfolgreichen Fabrikanten, der bis nach China exportierte. Das Schicksal einer Familie, voller tragischer Geheimnisse und großen Träumen. Ein Erfolg der seinen Preis verlangt, alles das erfährt und erlebt man Hautnah. Ihr Schreibstil ist flüssig, klar, kraftvoll und mitreißend, ihr scheinen die Worte beim schreiben nur so aus der Feder zu perlen. Man spürt beim lesen, das hier eine Historikerin zu Gange war, alles ist hervorragend recherchiert. Besonders interessant ist die Herstellung der Seifen usw. beschrieben. Ihre Protagonisten sind sehr gut wiedergegeben, die einzelne Charaktere sehr gut herausgearbeitet, so das man mit ihnen sich freuen und Leiden konnte. Auch das Politische Zeitgeschehen kommt nicht zu Kurz, eine Welt im Umbruch. Sehr erwähnenswert fand ich das Nachwort zur Geschichte der Firma und Familie Ribot, ebenso das Personenregister und der Stammbaum runden das ganze ab.


    Zum Inhalt:

    Sehr bewundernswert fand ich meine Lieblingsfiguren den Firmengründer Philipp und seinen Sohn Fritz, beide haben einen unheimlichen Ehrgeiz und krempelten die Ärmel hoch. Schließlich hat es Philipp weit gebracht, vom einfachen Seifensieder zu einem der größten Seifenfabrikanten, die bis nach China lieferten. Es war wirklich nicht leicht am Anfang, für den Vater vieles blieb auf der Strecke, die Familie musste oft mit anpacken, blieb aber überwiegend mit ihren Füssen auf dem Teppich. Fritz tat mir leid, als er seine große Liebe Aleksandra bei einem Aufenthalt in Russland kennen und lieben lernte, als er nach Deutschland zum Krieg eingezogen wurde. Zwei gebrochene Herzen blieben zurück. Die Zeit rinnt dahin die Kinder der Familie Ribot werden erwachsen, Lisette verliebt sich in den nicht Standes gemäßen Goldschläger Hans. Fritz Ehe mit Sophie, scheint nicht glücklich, ihr Mann lebt nur für seine Arbeit. Dunkle Wolken ziehen über Deutschland und der Familie auf, es ist eine Welt des Umbruchs und des Fortschritts und der aufziehende erste Weltkrieg scheint einiges in Frage zustellen, das Lebenswerk der Familie Ribot ist in Gefahr. Ist jetzt alles aus, oder bekommt die Familie noch die Kurve. Es erwarten einem immer wieder ungeahnte und überraschende Wendungen, und manches dunkles Familiengeheimnis tritt ans Licht... Last euch überraschen beim Lesen, mir hat es viele Freude bereitet die Familie und die Schwabacher Bevölkerung zu begleiten .

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    M
    MissesFrostyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch was von der ersten bis zur letzten Seite fesselt
    Was für eine Geschichte....

    Das Buch:

    Der junge Fritz Ribot hat große Träume. Seine Seifenrezepturen machen die Familie reich und mächtig. Muss er für den Erfolg auf Aleksandra, seine Liebe in Russland, verzichten? Darf er seiner schönen Schwester Lisette erlauben, sich mit Hans, dem Arbeiter in der Fabrik, zu treffen? Im Glanz der Gründerzeit ahnt keiner in der Familie, dass mit der heraufziehenden Weltkriegsgefahr Fritz‘ Lebenswerk auf dem Spiel steht – und damit alles, wofür die Ribots so sehr gekämpft haben… Quelle Amazon


    Die Autorin:

    Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist promovierte Historikerin und arbeitete als Ausstellungsplanerin für Museen. Historische Originaldokumente sind der Ausgangspunkt vieler ihrer Romane, wie ›Die Markgräfin‹, ›Das Perlenmedaillon‹, ›Die Königsdame‹, ›Die Seelen im Feuer‹ und ›Die silberne Burg‹. In ›Die Tore des Himmels‹ gestaltet sie das Leben der Hl. Elisabeth, in ›Das Buch der Königin‹ das Schicksal der deutschen Kaiserin Konstanze. Jetzt wendet sie sich einer ganz Europa prägenden Gestalt zu: ›Ich, Eleonore. Königin zweier Reiche‹. Quelle Amazon


    Meine Meinung:

    Das Buch beschreibt nicht nur die Geschichte der Fam.Ribot über viele Jahre und Jahrzehnte, es geht auch sehr viel um das Geschäft. Der Aufbau der Firma wird hier sehr gut dargestellt, eigentlich könnte man fast denken, es dreht sich alles nur um Seife. Von der kleinen Fabrik, aus der im Laufe der Jahre ein großes Unternehmen wurde. Aber auch die politischen Aspekte dieser Zeit wurden hier nicht ausser Acht gelassen und wird in allen Bereichen gezeigt das gerade in den Jahren von 1845 - 1934 wirklich viel passiert ist. Es gibt einen starken Fortschritt in der Technik, plötzlich gibt es eine Sportart namens Fußball und auch die Frauen fangen an sich zu verändern, sie werden selbstbewusster und stärker.

    Und besonders die Familiengeschichte der Ribots, angefangen bei Phillip Benjamin Ribot, beinhaltet über die Jahre so unfassbar viele Dramen, da kann man das Buch kaum weglegen. Es ist aber auch kein Buch für zwischendurch, man muss mit den vielen Personen über die Zeit vertraut werden, nur dann kann man das alles mit ihnen erleben.


    Für mich ist dieser historische Roman absolut gelungen, er hat mich von Anfang an begeistert und mitgerissen

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    Eliza08s avatar
    Eliza08vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Hervorragend!
    Hervorragend!

    Sabine Weigands neues Buch trifft auf den ersten Blick den Hype der Zeit und bedient ebenfalls, wie viele andere Bücher, das Genre der Familiensagas. Auch das Cover ist entsprechend gestaltet: leicht, sehnsuchtsvoll und edel. Ich habe das Buch in erster Linie wegen der Autorin lesen wollen und bin nicht enttäuscht worden. Auch wenn Sabine Weigands neuer Roman eine Zeit bedient, die in vielen Familiensagas thematisiert wird, so ist dieser Roman mitnichten nur ein Familienroman. Dieser Roman ist mehr; es geht um die Gründerzeit, es geht um die politischen Entwicklungen in Deutschland, es geht um die sozialen Unterschiede in der Gesellschaft und noch um vieles mehr. Freunde und Fans des Familienromans mögen von diesem Roman enttäuscht sein, Fans von zeitgeschichtlichen Romanen werden diesen Roman wieder begeistert inhalieren.

    Das Cover passt überhaupt nicht zum Roman, es gaukelt dem Leser etwas vor, was er nicht bekommt und wird vor allen Dingen die Männer abhalten zu diesem Roman zu greifen. Dabei ist dieses Buch definitiv kein Buch woran Männer nicht ihre Freude haben werden. Die agierenden Hauptpersonen sind die Männer, zwar kommen auch die Frauen zu Wort, aber zentrale Figur ist unbestritten Fritz Ribot. Herausheben möchte ich die umfassende Darstellung der verschiedenen gesellschaftlichen Schichten in diesem Roman. Als Leser bekommen wir nicht nur einen Einblick in die Fabrikantenfamilie, sondern auch in die der Arbeiterfamilie, einen Blick auf die Sicht der Dienstboten oder des Gastwirtes. Wir werden Zeuge der Gründung des 1. FC Nürnberg und Reisen mit nach Amerika bzw. Russland. Durch diese vielen verschiedenen Schauplätze bekommen wir nicht nur einen umfassenden Einblick in die verschieden Schichten, sondern lernen auch unterschiedlichste Personen kennen. Die Figurenzeichnung von Sabine Weigand ist wieder sehr gut. Sie lässt ihre Figuren vor allen Dingen durch ihr Handeln sprechen, charakterisierende Beschreibungen findet man eher selten.

    Wirklich hervorragend ist die Gestaltung und der Aufbau des Romans, die Geschichte wird nicht nur durch verschiedene Personen erzählt, sondern auch durch eine Vielzahl von Stilmitteln ergänzt, die die Autorin verwendet. So lesen wir nicht nur immer wieder von den Lebenserinnerungen des Fritz Ribot, sondern auch Tagebucheinträge, Briefe, Zeitungsartikel und indirekte Erzählungen. Ein wirklich meisterhaftes Potpourri, welches dem anspruchsvollen Leser Vergnügen bereitet. Insgesamt wird der Roman stringent chronologisch erzählt. Auch den Schreibstil der Autorin habe ich wieder als sehr angenehm empfunden. Innerhalb der Leserunde bei den Büchereulen konnten wir zusammen mit der Autorin noch zwei / drei kleine Fehler ausmerzen, die von dem ansonst guten Lektorat übersehen worden sind. Diese Fehler tragen aber in keinster Weise zum Unverständnis des Romans bei und fallen daher nicht ins Gewicht.

     Ein ausführliches Nachwort, ein Personenverzeichnis und der Stammbaum der Familie Ribot runden den sehr guten Eindruck des Romans ab. Erwähnen möchte ich noch die Reklamebildchen in den Klappeninnenseiten, die noch einmal sehr gut das Flair der Zeit wiedergeben.

    Für mich ist der neue Roman von Sabine Weigand wieder sehr gut und bekommt von mir eine absolute Kauf- und Leseempfehlung.

    Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal bei meinen Mitleserinnen und Mitlesern bei Büchereule.de und Sabine Weigand für die Begleitung der Leserunde, sowie bei Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Ich freue mich jetzt schon wieder auf das neue Buch der Autorin, denn sie ist ein Garant für gute historische Unterhaltung.

     

     

     


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    Gartenkobolds avatar
    Gartenkoboldvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: hervorragend recherchiert, spannend und fesselnd geschrieben
    Familiengeschichte der Ribots – spannend geschrieben - lesenswert

    Aus der Feder von Sabine Weigand habe ich schon einige Romane gelesen, denn sie schreibt sehr gut recherchierte historische Romane. In diesem Roman entführt uns die Autorin in die Zeit von 1850 bis fast in die 1930er Jahre, sie erzählt die Familiengeschichte der Ribots, die in Schwabach im Taunus eine Seifenfirma betrieben und die durch Fritz Ribot zu einer der größten deutschen Seifenfabriken Deutschlands aufstieg, sie erzählt auch von seinem Wirken darüber hinaus auf sozialer und politischer Ebene.
    Der Roman ist flüssig und leicht lesbar geschrieben, die Charaktere wirken authentisch und sind sehr lebendig, sehr gekonnt sind die wahren Begebenheiten mit fiktiven Ereignissen verwoben, einmal angefangen, konnte ich den spannen und fesselnd geschriebenen Roman nicht mehr aus der Hand legen. Sabine Weigand lässt ebenso die bahnbrechenden technischen Erfindungen aus dieser Zeit mit einfließen, wie auch die politischen Ströme und Umbrüche nach der Industrialisierung, die große Diskrepanz zwischen arm und reich, die letztendlich zu Aufständen führten.
    In den Nachbemerkungen des Romans ist ein Stammbaum der Familie Ribot erklärend hinzugefügt, die auch ein Personenverzeichnis der historischen Personen beinhaltet mit den Bemerkungen, wer wirklich gelebt und wer fiktiv ist. In ihrem Nachwort erklärt die Autorin in kurzen Worten den geschichtlichen Hintergrund des Romans.
    Ein wunderbarer Roman über eine deutsche Familiengeschichte, authentisch, fesselnd und spannend, ein Lesegenuss.

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    S
    Streifivor 3 Monaten
    Schwabacher Lokalgeschichte

    Sabine Weigand nimmt uns mit nach Schwabach. Hier existierte für gut 100 die Seifenwarenfabrik Phillip Benjamin Ribot. Wir begleiten die Familie Ribot von der Gründungszeit an, bis in die 30ger Jahre des letzten Jahrhunderts. Das Augenmerk liegt hierbei auf Fritz Ribot, den Sohn des Firmengründers, der mit seinen Ideen und fortschrittlichen Investitionen die Firma groß gemacht hat.

    Wie immer in Sabine Weigands Roman gibt es viel zu erfahren, hier über die Seifenherstellung, das Goldschlagen, die Wurzeln der Arbeiterbewegung und generell die Änderungen in der Gesellschaft über den doch sehr langen Handlungsrahmen hinweg. All dies ist unterhaltsam verpackt in die Schicksale der Protagonisten. Zusätzlich runden Briefe, Zeitungsartikel und andere zeitgenössische Dokumente das Gesamtbild ab.

    Mir ist die Familie Ribot in diesem Buch sehr ans Herz gewachsen. Sie und ihre unmittelbare Umgebung haben die Veränderungen in der deutschen Gesellschaft zwischen 1850 und 1934 lebendig werden lassen, wie es nur wenige historische Romane tun.

    Von daher ist dieses Buch ein richtiges Highlight für mich, wie eigentlich alle Romane von Sabine Weigand.

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    Benni_Cullens avatar
    Benni_Cullenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich findet dieser Roman keine Balance - irgendwann war ich verloren. Leider nicht zu empfehlen.
    Leider eine Enttäuschung

    Ich habe ja eine sehr interessante Beziehung zu historischen Romanen: Ab und an bin ich tatsächlich total in Stimmung und manchmal könnte es mich nicht weniger interessieren. Stimmungsleser und so. Als ich dann aber dieses Buch hier vorgestellt bekommen habe, wusste ich sofort: Ich muss es lesen. Denn die Fabrik, um die es hier geht, ist in Schwabach ansässig – eine Stadt, die nur wenige Kilometer von meinem Heimatwort entfernt liegt. Und so freute ich mich total auf die Geschichte und die teilweise realitätsnahen Handlungen. Dass mich das Buch dann im Endeffekt so negativ überrascht hat, hätte ich vorher niemals gedacht.

    Wir starten im Jahr 1845, wo der junge Seifensiedergeselle Philipp Benjamin in Schwabach ankommt und nach Arbeit sucht. Wir erfahren, wie er bei einer kleinen Seifenproduktion das Arbeiten anfängt und im weiteren Verlauf diese modernisiert. Innerhalb weniger Seiten bekommen wir im Schnelldurchlauf präsentiert, wie sich der kleine Geselle zum Inhaber der Seiferei hocharbeitet und eine kleine Familie gründet. Zunächst hat mir dieser sehr rasante Erzählstil sehr gut gefallen, da es Schlag auf Schlag ging und man sehr schnell in den Alltag der Familie blicken konnte. Dann ändert sich allerdings der Fokus und plötzlich geht es um Philipps Sohn Fritz. Das irritierte mich total, da ich eigentlich gedacht hatte, es würde im weiteren Verlauf um Philipp gehen und nicht um seinen Sohn. Vielleicht hätte mich das weniger gestört, wenn ich vorher den Klappentext gelesen hätte, allerdings tue ich das so gut wie nie, weshalb ich dennoch enttäuscht war – aber immer noch positiv gestimmt.

    Denn eigentlich ging es dann sehr spannend weiter: Ein Sohn geht nach Amerika und versucht dort sein Glück, Fritz dagegen verschlägt es nach Russland, wo er sich zum ersten Mal verliebt. Diese Einflüsse anderer Länder waren zwar sehr schön, allerdings wusste ich besonders bei den Geschehnissen in Russland nicht so richtig, was sie mit der Haupthandlung zu tun haben. Später wurde das dann klarer, schließlich führen die Ereignisse erst dazu, dass Fritz in Deutschland erst so richtig durchstartet, allerdings dauerte mir das dann wider viel zu lange, besonders nach dem rasanten Schreibstil vom Anfang. Insgesamt musste ich mich viel zu oft dazu zwingen, das Buch wieder in die Hände zu nehmen, da mir die Entwicklungen viel zu langsam von statten gingen. Durch den zunächst schnell und dann immer langsamer werdenden Stil war ich verwirrt und habe nicht mehr wirklich den Einstieg in die Geschichte geschafft. Am Ende war ich sogar froh, dass es nun vorbei war.

    Dabei kann ich zum eigentlichen Schreibstil gar nicht so viel Negatives schreiben. Ja, es gibt lange Be- und Umschreibungen, allerdings würden die mich, besonders im diesen Genre, gar nicht so sehr stören. Vielmehr war es die Kombination aus Handlungen, Figuren und Schreibstil, die mich als gesamtes Paket nicht überzeugen konnten. Ja, der Lebensweg der Familie ist wirklich beeindruckend und gegen Ende taten sie mir auch wirklich leid, allerdings hatte ich ansonsten keine emotionale Bindung zu den Figuren – ein Aspekt, den ich bei historischen Romanen eigentlich immer besonders schön finde. Denn das führt dazu, dass ich nicht nur mitfühle, sondern die Historie dahinter auch verschlinge. Dies ist hier leider nicht passiert.

    Mein Fazit:
    Eine interessante Idee liegt „Die Manufaktur der Düfte“ zugrunde, kombiniert mit einem wirklich schönen Äußeren. Allerdings konnte mich die Umsetzung, der Stil als auch die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wurde, nicht richtig mitreißen. Interessant für diejenigen, die sich tatsächlich für die Seifendynastie interessieren, für die meisten dürfte es aber im Nirgendwo verlaufen. Für mich ein historischer Roman, der mir nicht besonders am Herzen liegt und deshalb bei mir in Vergessenheit geraten wird. Daher gibt es von mir auch nur 2 Sterne – hoffentlich wird der nächste historische Ausflug besser!

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    Alaiss avatar
    Alaisvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine mitreißende Familiensaga aus der Feder einer Historikerin, was diesem Roman sehr zugutekommt
    Die (zum Teil wahre) Geschichte einer Seifenfabrikantenfamilie aus Schwabach

    Als sich eines Tages ein junger Mann bei Seifensiedemeister Strunz als Lehrling vorstellt, kann dieser nicht ahnen, dass der junge Ribot nicht nur neue Ideen für die Seifensiederei mitbringt, sondern auch Teil seiner Familie werden und den Grundstein für eine erfolgreiche Seifendynastie mit großer Fabrikanlage legen wird ...
    Mit diesem Buch kann sich der Leser auf eine spannende Zeitreise an der Seite der Seifenfabrikantenfamilie Ribot begeben, die tatsächlich einmal im kleinen Ort Schwabach gelebt hatte. Ich fand es sehr faszinierend, oft aber auch sehr aufwühlend, lesend mitzuerleben, wie die Menschen damals, im Zeitraum von 1845 bis 1934, einer Zeit großer industrieller wie gesellschaftlicher Entwicklungen, lebten, fühlten und dachten. Manchmal wünschte ich der einen oder anderen Romanfigur so sehr, dass sie doch die Kraft finden möge, aus den Denkmustern ihrer Zeit auszubrechen, Not und Ungerechtigkeit zu erkennen und mehr ihrem Herzen zu folgen ... (Ich hoffe nur, dass später einmal die Menschen der Zukunft mit der gleichen Fassungslosigkeit auf akzeptierte Missstände unserer Zeit wie beispielsweise die grausame Massentierhaltung zurückblicken werden ...) Sabine Weigand geht jedoch sehr behutsam mit den Haupt- und Nebenfiguren um, sie vermeidet Klischees, Schwarz-Weiß-Malerei und Verurteilungen, sondern zeigt die Menschen einfach als nicht ganz vollkommene Geschöpfe, die stark unter dem Einfluss ihrer Zeit stehen, sich aber durchaus auch weiterentwickeln können.
    Es ist dem Buch anzumerken, dass die Autorin nicht nur eine talentierte Erzählerin ist, sondern auch Historikerin. Wie sie im Nachwort erklärt, hatte sie sogar an der Einrichtung und Forschung für die Abteilung "Ribot" im Schwabacher Stadtmuseum mitgewirkt. So wirkt ihre Darstellung der Menschen in den damaligen Zeiten sehr authentisch und überzeugend. Im Nachwort listet sie außerdem auf, welche Personen tatsächlich gelebt haben (erstaunlich viele) und welche sie erfunden hat. Der historischen Unternehmerfamilie, über die es einige Aufzeichnungen gibt, hat sie eine Reihe fiktiver Personen gegenübergestellt, die diejenigen repräsentieren, die in der Regel weniger gut von der Geschichtsschreibung dokumentiert werden: die Ärmeren in der Gesellschaft, die doch gerade in dieser Zeit der Arbeiterbewegung eine wichtige Rolle spielten ...
    Die Zeit mit den relativ vielen Seiten dieses Romans verging für mich wie im Flug, da ich mich den Menschen, von denen er handelt, nahefühlte und sehr gespannt war, wie ihre Geschichte weitergeht - ein sehr empfehlenswerter historischer Roman!

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    Gudrun67s avatar
    Gudrun67vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Geschichte vom Feinsten, die super interessant und aufschlussreich dargestellt ist
    Geschichte vom Feinsten, die super interessant und aufschlussreich dargestellt ist

    Das Cover hat mich von Beginn an sehr angesprochen. Auf den ersten Blick wird die Atmosphäre des Buches treffend eingefangen.

    Die Motive in den Klappeninnenseiten sowie die der Voranstellungen der Buchunterteilungen sind Original-Werbekarten der Firma Ribot und äusserst passend gewählt und wunderschön. Allein diese Details machen Lust auf den Inhalt.



    Der Schreibstil ist eingängig und lässt sich gut lesen. Die authentisch dargestellten Geschehnisse, die einerseits fiktiv sind und andererseits real, sind äusserst detailreich und hervorragend ineinander verwoben. Durch diese detaillierten Beschreibungen kann man zwar das Buch nicht mal "so nebenbei" lesen, weil die Vorkommnisse oftmals mit hartem Lebenskampf einhergehen jedoch erfährt man hier eine große Bandbreite an gut recherchiertem Wissen. Wobei ich hier anmerken möchte, dass die Fakten zwar auf den Tisch gelegt werden, sich in den harten Details jedoch nicht verbissen wird, so dass es zwar realistisch und nachvollziehbar ist, allerdings nicht langwierig oder gar seitenfüllend rüberkommt.



    Die Hintergründe, die die unterschiedlichsten Themen betreffen, werden alle gut aufgeschlüsselt und dem Leser somit verständlich gemacht. Hier lernt man vieles aus der Geschichte von damals, die einem nur am Rande bekannt war, in einem anderen Licht kennen und verstehen, denn die Autorin macht mit gekonnten Schlenkern, die sich gut ins Geschehen einfügen, Geschichtsunterricht vom Feinsten.



    Die Charaktere werden lebhaft dargestellt. Man kann sich die Familienkonstellationen und die Beweggründe der Einzelnen gut vorstellen und alles wirkt sehr authentisch und lebhaft. Aufgrund der vielen Namen, die in die Geschichte verwickelt sind, war ich doch äusserst froh, dass am Ende des Buches ein Personenverzeichnis sowie Stammbaum gegeben sind. Habe oftmals hin- und hergeblättert, weil ich ansonsten die Zusammenhänge nicht so gut begriffen hätte. Bei anderen Büchern stört es mich oft, wenn zuviel Namen/Charaktere auftauchen, bei denen ich nur mühsam immer wieder den Zusammenhang finden kann. Dies hat mich hier durch die oben genannten Hilfestellungen nicht weiter gestört, da mir bewusst war, dass dieses komplexe Werk anders nicht so aufschlussreich und detailgetreu gearbeitet hätte werden können.



    Mein Fazit: Geschichte vom Feinsten, die super interessant und aufschlussreich dargestellt ist

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    R
    robbylesegernvor 5 Monaten
    eine interessante Familiengeschichte über ein Jahrhundert erzählt


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    Caillean79s avatar
    Caillean79vor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Ein ganzes Jahrhundert in einem Buch! Man braucht Zeit und Muße für 670 Seiten Fabrikanten-Saga, aber es lohnt sich!
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    Pressestimmen

    Eine Gründerzeit-Geschichte, die gerade in Start-up-Zeiten viele Leser interessieren könnte.

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