Sabine Weigand Die Seelen im Feuer

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Inhaltsangabe zu „Die Seelen im Feuer“ von Sabine Weigand

Von der Liebe in den Zeiten des Feuers Es trifft Frauen und Männer, Arme und Reiche: wer der Hexerei bezichtigt wird, stirbt in den Flammen. Es ist ein Ringen um Gut und Böse, aber auch ein Kampf um die Macht, denn der Fürstbischof von Bamberg will besonders die freien Bürger der Stadt in ihre Schranken weisen. Mit der jungen Apothekertochter Johanna schauen wir in eine Welt, in der der Hexenglaube Wirklichkeit ist.

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    Die Seelen im Feuer
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    19. August 2016 um 14:23

    Ich hatte vor kurzem ein historisches Buch der Autorin gelesen, dass mir gut gefallen hat und habe mir deshalb ein älteres Werk zugelegt. Eine gute Wahl. Historische Romane liegen mir nicht immer, weil sie sie sich zu oft in der Erzählung verrennen, anstatt sich auf Historisches zu beziehen. Sabine Weigand hat wieder hervorragend recherchiert. Dieses Mal geht es um die Hexenverfolgung in Bamberg, Deutschland, im Jahre des Herrn 1626. Auf der einen Seite finden wir Aberglauben und auf der anderen Seite knallharte Machtbesessenheit und Gier.Die Autorin beschreibt die Verhöre im Malefitzhaus zu Bamberg und die angewandten Foltermethoden anschaulich. Dazu hat sie zu einem guten Kniff gegriffen, denn der Verlobte der Hauptprotagonistin Johanna ist Schreiber im Malefitzhaus. Durch alte Protokolle und Chroniken konnte Sabine Weigand sich sehr genau in das Geschehen von damals einlassen und der Leser erfährt hier detailliert, was den Angeklagten angetan wurde. Besonders perfide ist in diesem Zusammenhang die Härte in Bamberg, da hier grausamer gefoltert wurde, als von der Obrigkeit erlaubt, um sich Hab und Gut von höher gestellten Bürgern anzueignen.Totgeburten, Missernten, Schneefall im Juni, die katholische Kirche verliert an Macht durch die Reformation. Bürgermeister und Räte haben immer mehr zu sagen, lassen sich von der Kirche nicht mehr viel vorschreiben. Wer jemanden loswerden oder ihm schaden wollte, bezichtigte ihn als Magier oder Drud. Der Fürstbischof von Bamberg macht sich das zu eigen. Seine Macht schwand, seine Kassen waren leer. Die Druden müssen brennen! Viele Bürgermeister und deren Familienmitglieder wurden der Hexerei beschuldigt, auffallend viele Gutbetuchte landeten auf dem Scheiterhaufen. War eine Familie ausgelöscht, so fiel deren Hab und Gut an die Kirche. Je mehr Angst herrschte, um so mehr Macht hatte die Kirche, niemand wagte es, aufzubegehren.Durch den Roman führt die Apothekertochter Johanna, die anfangs mit dem Stadtschreiber verlobt ist. Der Arzt Cornelius kann sie vor der Folter retten, da der Fürstbischof ihm einen Gefallen schuldet. Doch sie ist noch lange nicht in Sicherheit. Johanna und Cornelius führen durch die Geschichte von Bamberg, die historisch gut recherchiert wiedergegeben wird. Immer mehr Menschen fallen dem Scheiterhaufen zum Opfer und die Obrigen der Stadt zittern, wer der Nächste sein wird. Die halbe Stadt ist ausgelöscht, der Widerstand wächst. Kaiser und Papst werden heimlich kontaktiert. Auch hier versteht es Sabine Wiegand vorzüglich, rechtliche Seiten und Befindlichkeiten darzustellen. Wer entscheidet was und wer ist wofür zuständig, wem sind die Hände gebunden. Wer darf sich einmischen, ohne sich die Finger zu verbrennen. Macht und Intrigen, Verleumdungen, der einfache Bürger ist dem Spiel hilflos ausgesetzt. Für mich ist dies einer der besten historischen Romane zum Thema Hexenverfolgung in Deutschland. Hier wird kein Einzelfall aufgerollt, sondern der einer ganzen Stadt, bzw. die Geschichte beleuchtet weitgehende Hintergründe. Aberglaube beim schlichten Volk ist nur der Beginn einer Verfolgung, der von der Kirchenobrigkeit benutzt wird, um Ränkespielchen auf die Spitze zu treiben. Aber es ist nicht nur die Obrigkeit. Brennen kann jeder. Rache und Gier, spielt eine große Rolle. Nur sollte man aufpassen, man selbst könnte als Nächster bezichtigt werden.Schnörkellos und spannend berichtet die Autorin von den Begebenheiten in Bamberg, bindet Protokolle und Chroniken mit Feingefühl ein. Wer etwas über dieses gruslige Kapitel der deutschen Geschichte wissen möchte, ist hier gut bedient.

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  • Ein Einblick in die Zeit der Hexenverfolgungen

    Die Seelen im Feuer
    LEXI

    LEXI

    Die Autorin gewährt dem interessierten Zuhörer mit dem Roman „Die Seelen im Feuer“ einen relativ guten Einblick in die Zeit der Hexenverfolgungen in Bamberg 1626, dem zentralen Ort der Hexenverfolgungen. Unter der Regentschaft des Fürstbischofs Johann Georg Fuchs von Dornheim eskalierten die massiven Verfolgungen und niemand in Bamberg war sich seines Lebens sicher. Waren es anfangs vermehrt Frauen, die denuziert wurden, mehrte sich rasch die Anzahl der reichen Bürger – sowie deren Erben – die ebenfalls „besagt“ und ins Drudenhaus gebracht wurden. Die eiskalte Berechnung der Hexenverfolger und die seelischen und körperlichen Qualen der armen Opfer verursachen ein klammes Gefühl in der Magengrube; die unvorstellbare Grausamkeit der Folter sowie die vollkommene Ausweglosigkeit einer der Hexerei bezichtigten Person lässt einen manchmal sprachlos zurück. Sabine Weigand spann um die bekannten historischen Fakten und den beiden berühmtesten Opfern, Dorothea Flock und Bürgermeister Johannes Junius, eine hochspannende Geschichte, in deren Zentrum die beiden Apothekertöchter Dorothea und Johanna agieren. Eine wirklich Atem raubende Konfrontation mit unsagbar schrecklichen Ereignissen in der Vergangenheit, die durchaus schlaflose Nächte bereiten können. Dies jedoch nicht nur des beeindruckenden Schreibstils wegen, sondern vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass es sich hierbei nicht nur um reine Fiktion handelt…

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