Sabine Weigand Die silberne Burg

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Inhaltsangabe zu „Die silberne Burg“ von Sabine Weigand

Anno 1415: Hätte der Medicus eine Frau sein dürfen?Sie ist Ärztin, sie ist Jüdin, und sie ist auf der Flucht vor ihrem brutalen Ehemann: Sara hat viele Geheimnisse, die sie vor den Gauklern verbirgt, mit denen sie 1415 den Rhein entlang zieht. Auch der junge Ritter Ezzo schweigt über den Auftrag der ungarischen Königin, der ihn zu den Gauklern geführt hat. Und der irische Mönch Ciaran bewahrt in seiner Harfe das Vermächtnis des Ketzers John Wyclif, das die Kirche unbedingt vernichten will.Alle drei geraten auf dem Konzil von Konstanz in Machtintrigen, die sie in große Gefahr stürzen. Denn sie hüten ein Geheimnis, das die Welt von Kaiser und Papst erschüttern kann.Der spannende Mittelalterroman um die historisch verbürgte jüdische Ärztin Sara – von Erfolgsautorin Sabine Weigand

High history vom feinsten.

— eulenmama
eulenmama

Ein fantastisches Sittengemälde aus dem Mittelalter. Ich habe sehr viel aus diesem Roman gelernt.

— Gossow
Gossow

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  • Judentum im 15. Jahrhundert

    Die silberne Burg
    november2014

    november2014

    09. November 2016 um 15:28

    Klapptext: Anno 1415: Hätte der Medicus eine Frau sein dürfen?Sie ist Ärztin, sie ist Jüdin, und sie ist auf der Flucht vor ihrem brutalen Ehemann: Sara hat viele Geheimnisse, die sie vor den Gauklern verbirgt, mit denen sie 1415 den Rhein entlang zieht. Auch der junge Ritter Ezzo schweigt über den Auftrag der ungarischen Königin, der ihn zu den Gauklern geführt hat. Und der irische Mönch Ciaran bewahrt in seiner Harfe das Vermächtnis des Ketzers John Wyclif, das die Kirche unbedingt vernichten will.Alle drei geraten auf dem Konzil von Konstanz in Machtintrigen, die sie in große Gefahr stürzen. Denn sie hüten ein Geheimnis, das die Welt von Kaiser und Papst erschüttern kann. Meinung:Ein sehr gut recharchierter historischer Roman. Trotz dessen ist mir der Einstieg recht schwer gefallen, da es sich, wie ich finde, am Anfang sehr gezogen hat. Dennoch hat gelohnt weiterzulesen, denn es wurde noch ziemlich spannend. Interessant fande ich, dass das Judentum viel hervorgehoben wurde. Auf Bräuche und Sitten wurde eingegangen und natürlich auf die schon damals bestehende Judenverfolgung. Was ich sehr erschreckend fande. Dazwischen werden immer wieder Heilanweisungen und Briefe in Original Wortlaut eingeschoben. Hat mir gut gefallen, obwohl es sich natürlich schwer lesen ließ. Sara als eine der Hauptprotagonisten war mir von Anfang an symphatisch. Ich habe so oft mit ihr mitgelitten und mitgefiebert. Ritter Ezzo mochte ich auch sehr gerne, auch wenn er am Anfang arg naiv war. Der einzige der 3 Hauptprotagonisten den ich nichts abgewinnen konnte, war Ciarian. Am Ende findet sich ein ausführlichen Glossar über das Judentum und das Nachwort über die Entstehung der Geschichte, die sehr interessant war. Fazit:Es war mal wieder ein sehr schöner und spannender historischer Roman. Kann man auf jeden Fall weiterempfehlen.

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  • eBook Kommentar zu Die silberne Burg von Sabine Weigand

    Die silberne Burg
    brigitte.boettger@freenet.de

    brigitte.boettger@freenet.de

    07. December 2014 um 20:08 via eBook 'Die silberne Burg'

    Ein sehrcspannender Roman. Halt so, wie man es von der Schriftstellerin gewöhnt isr.

  • Das Leben einer Jüdin

    Die silberne Burg
    maxibiene

    maxibiene

    28. May 2013 um 22:33

    abine Weigand hat ihren Roman "Die silberne Burg" auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut. Zum einen lernt man den jungen Ciaran kennen, der als Mönch in einem Kloster in Irland lebt. Als Findelkind in einem Korb versteckt, wurde er damals vor dem Kloster abgelegt und von den Mönchen und der Magd groß gezogen, bis eines Tages Abgesandte nach ihm zu suchen begannen und Ciaran flüchten musste um sein Leben zu retten. Dann gibt es Ezzo, der als Bastard des Ritters Heinrich von Riedern bei seiner Mutter der Küchenmagd lebt. Als er seinem Vater gegenüber äußert, gern Ritter zu werden, nimmt er ihn in seiner Burg auf und erzieht ihn nach ritterlichen Prinzipien bis er stirbt. Nach dem Tod seines Vaters wird Ezzo nicht nur sein Erbe streitig gemacht, sondern er wird auch gedemütigt, sodass er sich dazu entschließt, die Burg und seine Heimat zu verlassen. Sara, die Tochter einer jüdischen Familie, ist Salo, der später als Rabbi tätig sein will, versprochen. Nach deren Heirat stirbt Salo nur kurze Zeit später an einer Krankheit und so muss Sara nach jüdischer Tradition den Bruder des Verstorbenen heiraten. Da die Ehe für Sara zur Hölle wurde, flieht auch sie. Alle Drei begegnen sich während ihrer Flucht und führen einige Zeit ein gemeinsames Leben in einem Tross von Gauklern. Sabine Weigand erzählt ihre Geschichte in der Endphase des Spätmittelalters, als die Zeit des Umbruchs und der Reformationen begann. Nicht umsonst hat sie sich 3 Protagonisten ausgesucht, die verschiedenen Glaubensrichtungen angehörten. Besonders ausgiebig hat sie sich jedoch dem Glauben der Juden gewidmet und so einen recht umfangreichen Einblick in ihre Sitten gewährt. Die Widersprüchlichkeit zwischen dem Juden- und dem Christentum hat sie dabei hervorragend heraus gearbeitet und gezeigt, mit welchem Hass die Juden schon damals verfolgt worden sind. Die Geschichte wird aus der Perspektive der jeweiligen Protagonisten erzählt und enthält viele historische Ereignisse, wie z.B. das Konzil in Konstanz, von dem ich schon in einigen anderen historischen Büchern lesen konnte. Hier zeigt sich, dass ihre Recherchen nicht an der Authentizität zweifeln lassen. Nicht nur der Schreibstil der Autorin sondern auch ihre hervorragenden Recherchen konnten mich wieder voll überzeugen und ich kann nur jedem dieses Lesevergnügen nahe legen.

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  • Rezension zu "Die silberne Burg" von Sabine Weigand

    Die silberne Burg
    Oriodoran

    Oriodoran

    22. October 2012 um 15:19

    In der Geschichte des deutschen Mittelalters können weibliche Ärztinnen kaum belegt werden – eine der Wenigen ist Sara. Dass es damals sogar einer jüdischen Frau gelungen ist, als Ärztin zu praktizieren, fasziniert Sabine Weigand. Wie ich es von ihr gewohnt bin, legt sie dem Leser das Leben einer realen Frau erneut in einer Art Biographie nahe.Doch in einem Punkt unterscheidet sich dieses Buch gravierend von den anderen: über das Leben der Sara gibt es nur wenige Anhaltspunkte und Dokumente. So war Weigand gezwungen, sich stark ihrer Phantasie zu bedienen, dies tut jedoch dem Buch keinen Abbruch. Gekonnt verstrickte sie ihre Geschichte mit wahren historischen Ereignissen und lässt uns zudem einen tiefen Einblick in das Judentum des Mittelalters werfen - von den Bräuchen, über den Judenhass, bis zur Judenverfolgung.Um Sara herum baut Weigand die Leben zwei weiterer (fiktiver) Menschen, Ezzo und Ciaran.Die drei haben nichts gemeinsam und so verlaufen ihre Geschichten zu Anfang parallel, ohne eine Verbindung zueinander.Sara, auf der Flucht vor ihrem Ehemann und auf der Suche nach ihrer Familie. Der mittellose Ritter Ezzo, der mit der Königin verkehrte und somit vom König vertrieben wurde. Und Ciaran, ein Findelkind, aufgewachsen bei den Mönchen, mit einem Vermächtnis, welches das Christentum erschüttern könnte und ihn somit zur Flucht vor seinen Verfolgern treibt.Die drei treffen aufeinander, als sie sich den Fahrenden anschließen und es entwickelt sich eine Geschichte aus Leidenschaft, Lüge, Religion und Angst. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, so wie ich alle Bücher von Sabine Weigand gerne gelesen habe. Ich mag diese Sicherheit, dass die Ereignisse historisch Korrekt sind. Am Schluss jeden Buches, erklärt Sabine Weigand einzelne Sachverhalte und legt offen, was fiktiv und was real ist.Ihr Schreibstil ist wie immer schön bildlich und tiefsinnig. Sie weckt in mir jedes Mal den Wunsch, die Orte des Geschehens zu besuchen und weiterführende Literatur zu den Ereignissen zu lesen.

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  • Rezension zu "Die silberne Burg" von Sabine Weigand

    Die silberne Burg
    nirak03

    nirak03

    24. June 2012 um 13:19

    Inhalt: Anno 1415: Die junge Jüdin Sara ist gezwungen ihre Heimat zu verlassen, da ihr brutaler Ehemann sie sonst erschlagen hätte. In der Fremde erlernt sie den Beruf der Ärztin. Erneut muss sie fliehen und schließt sich einer Gauklertruppe an. Sie zieht gemeinsam mit ihnen nach Konstanz wo das Konzil der Kirche stattfinden wird. Unterwegs lernt sie Cirian einen irischen Mönch kennen sowie den jungen Ritter Ezzo. Alle drei verbergen das Geheimnis ihrer Herkunft, doch sie werden Freunde. Meine Meinung: Zunächst erzählt die Autorin in drei unabhängig von ein anderen Erzählsträngen das Leben der Protagonisten bis zu dem Zeitpunkt an dem sie sich begegnen. Ihr Leben ist quasi ein Spiegel dieser Zeit und der Leser bekommt einen eindrucksvollen Einblick in das 15 Jahrhundert. In das Leben dieser Zeit, in den Glauben dieser Zeit und vor allem was es bedeutet hat in dieser Zeit als Jüdin aufzuwachsen und zu leben. Zwischen durch lässt die Autorin ihre Protagonisten Sara auch mal selbst zu Wort kommen und so erzählt sie, wie die Ereignisse der letzten Tage dann auf sie gewirkt haben. Warum sich die Autorin dazu entschieden hat hier zwischendurch den Erzählstil zu wechseln kann ich nicht beurteilen auch wenn Saras Gedanken Interessant waren hat dieser Wechseln doch ein bisschen meinen Lesefluss gestört. Auf der anderen Seite bekommt der Leser dadurch noch mal einen etwas genaueren Eindruck von der Gefühlswelt Saras. Durch Sara bekommt der Leser ein ziemlich deutliches Bild von den Umständen und den Gepflogenheiten zu sehen. Gut gefallen hat mir, wie Sara immer wieder die Sitten der Christen betrachtet hat und wie sie damit umgegangen ist. Aber nicht nur die Protagonisten Sara oder Cirian sind interessante Charaktere auch die Nebendarsteller wie die Gauklertruppe, haben ihren eigenen Charme. Aller Figuren sind wunderbar ausgearbeitet und haben Ecken und Kanten und waren entweder auf Anhieb Sympathisch oder eben nicht. Jeder von ihnen trug sein eigenes kleines Geheimnis mit sich herum und so nach und nach erfährt der Leser die Zusammenhänge. Ich fand es sehr spannend. Vor allem weil auch viel von dem Glauben der Menschen erzählt wurde, bezw. von den Gepflogenheiten der Juden überhaupt. Sabine Weigand hat es geschickt verstanden die einzelnen Handlungsstränge mit einander zu verweben und ein gesamt Bild zu schaffen. Auch hat ihr bildhafter Erzählstil dazu beigetragen, dass ich ein hervorragendes Kopfkino hatte und die Seiten nur so dahin geflogen sind. Die historische Seite dieser Geschichte ist sehr gut recherchiert und man spürt beim Lesen deutlich wie viel Liebe und Mühe in diesem Buch stecken. So waren auch die politischen Ereignisse wie das historisch belegte Konstanzer Konzil ein Lesegenuss. Geschickt hat die Autorin die Lebensgeschichten von historischen Persönlichkeiten einfließen lassen, so erfährt der Leser einiges Wissenswertes über den englischen Reformator John Wyclif und genauso über Jan Hus der auf dem Konstanzer Konzil sein Ende fand. Interessant die Konflikte der Kirche aus Sicht der einfachen Leute zu sehen und vor allem eben auch mal aus der Sicht einer Jüdin. Die Aufmachung dieses historischen Romans hat mir dann auch sehr gut gefallen. Es gibt eine Karte des Europas im Mittelalter, ein Glossar der fremden Begriffe ist am Schluss genauso vorhanden wie ein ausführliches Nachwort der Autorin. In diesem Nachwort gibt es noch jede Menge wissenswertes nachzulesen und hat mir sehr gut gefallen. Ich lese so was immer wieder gern. Auch die kleinen Einschübe der Liedtexte und die Passagen der Medizin aus dieser Zeit haben mir gut gefallen. Sie machen dieses Buch zu einem authentischen Zeitzeugen auch wenn es sich nur um ein fiktives Werk handelt. Wobei die Juden Ärztin Sara eine historisch Belegte Person ist und wirklich gelebt und gearbeitet hat. Mir hat diese Geschichte jedenfalls gut gefallen und ich denke das Leben von Sara bin Levi könnte durchaus so verlaufen sein wie die Autorin es hier schildert. Mein Fazit: Die silberne Burg ist ein historischer Roman der Lust auf mehr macht. Es erzählt aber nicht nur einfach eine Geschichte sondern auch von Liebe, Glaube und Hoffnung. Die Liebesgeschichte ist hier sehr gut mit den historischen Gegebenheiten verwoben und wirkt dadurch einfach authentisch und hat mir gut gefallen. Ich hoffe noch oft solche Bücher lesen zu dürfen.

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  • Rezension zu "Die silberne Burg" von Sabine Weigand

    Die silberne Burg
    robbylesegern

    robbylesegern

    18. December 2011 um 17:58

    immer wieder ein Genuss ...die Bücher von Sabine Weigand zu lesen.Ihr fundiertes historisches Wissen bringt sie immer wieder in ihre Romane mit ein , wie auch in dieses Buch . Die Figur der Sarah hat es tatsächlich gegeben und auch Ezzo von Riedern ist eine Figur des Mittelalters.Die Geschichte, die Sabine Weigand um diese beiden Personen herum geschrieben hat, ist mehr als interessant und unterhaltsam.Die drei Hauptprotagonisten Sara, Ezzo und Ciaran, werden in einzelnen Kapitel vorgestellt. Sara, die Jüdin,die nach dem Tod ihres über alles geliebten Ehemannes, dessen Bruder heiraten muss und nach einem Jahr vor seinen brutalen Übergriffen zu ihrem Onkel flüchtet,der sie als Medica ausbildet.Als der Onkel, ein Opfer der christlichen Gewalt wird, begibt sich Sara auf die Suche nach ihren Eltern, die ihre Heimatstadt verlassen hatten, um vor der christlichen Willkür zu fliehen. Sara findet Unterschlupf bei einer fahrenden Gauglertruppe, bei denen sie auch Ciaran einen ehemals irischen Mönch und Ezzo von Riedern kennenlernt. Alle hüten ein Geheimnis und finden bei den Fahrenden die Anonymität , die sie brauchen. Dieser Roman hat als Hauptthema den Glauben. Genauso wie wir viel über das Judentum seine Riten und die Grausamkeiten erfahren, denen dieses Volk über die Jahrhunderte ausgesetzt war, wird auch viel über die ersten Anfange des Umbruchs in der christlichen Kirche berichtet. Die Lolladen mit ihrem Anführer Wyclif, aber auch Jan Hus, der für seine Überzeugung auf dem Scheiterhaufen auf dem Konstanzer Konzil den Tod fand, sind Themen dieses Buches. In gewohnter Weise finden wir in Frau Weigands Romanen ausgefeilte Charaktere, die eine interessante Vergangenheit aufweisen und einen Erzählfluss, der einen das Buch verschlingen läßt.Das Glossar am Ende des Buches und die Erklärungen zum Judentum und zur Entstehung dieses Buches runden diesen hervorragend gelungenen Roman ab. Für mich war dieses Buch wieder reiner Lesegenuss, der leider viel zu schnell ein Ende fand.

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  • Frage zu "Blutrote Lilien" von Kathleen Weise

    Blutrote Lilien
    Anne24

    Anne24

    Kann mir jemand gute historische Bücher für Jugendliche ab 14 Jahren empfehlen? So etwas in der Art wie "Blutrote Lilien" zum Beispiel... Danke euch schonmal!

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  • Rezension zu "Die silberne Burg" von Sabine Weigand

    Die silberne Burg
    saba

    saba

    13. June 2011 um 11:21

    "Die silberne Burg" ist ein wirklich toller historischer Schmöker, indem man sehr viel über die Juden im Mittelalter lernt, aber auch über den Umgang verschiedener Religionsangehörigen untereinanderl. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Jüdin Sara. Als Leser begleitet man ihren Weg von einer schüchternen jungen Frau, zu einer selbstbewussten Ärztin. Natürlich kommt auch die Liebe in dem Buch nicht zu kurz. Der Schreibstil von Sabine Weigand ist sehr angenehm und mir hat das Buch sehr unterhaltsame Lesestunden beschert.

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  • Rezension zu "Die silberne Burg" von Sabine Weigand

    Die silberne Burg
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    26. January 2011 um 17:00

    Das neuste Buch von Sabine Weigand beginnt mit der Vorstellung der drei Protagonisten. Jedem ist hier ein eigenes Kapitel gewidmet und der Leser hat so die Gelegenheit, einen nach dem anderen kennen zu lernen. Vor allem wird die Geschichte von Sara erzahlt. Sara ist Jüdin und muss nach dem Tod ihre geliebten Mannes dessen Bruder heiraten. Dieser hat schon seine erste Frau ins Grab gebracht und nach mehreren brutalen Übergriffen entschließt sich Sara zur Flucht. Auf Anraten ihrer Mutter sucht sie bei ihrem verstoßenen Onkel Zuflucht. Ihr Onkel, ein angesehener Medicus, nimmt sie widerwillig auf. Als Sara sich dann für den Beruf einer Medica begeistert, lässt es sich ihr Onkel dann nicht nehmen, ihr alles über diesen Beruf beizubringen. Nach einem Übergriff von Christen, bei der ihr Onkel getötet und sie schwer verletzt wird, begibt sich Sara auf die Suche nach ihren Eltern. Unterwegs schließt sie sich einer Gauklertruppe an und trifft dort auf die beiden anderen Protagonisten Ezzo von Riedern, einen umherziehenden Ritter und Ciaran, den ehemaligen Mönch. Alle drei nutzen due Anonymität und den Schutz der Truppe. Das Buch ist spannend geschrieben und beschäftigt sich neben dem Glaubensthematik auch mit Medizin und Minne. Die Geschichte wird immer wieder durch Einschübe in Form von Heilanweisungen, Briefe oder Minneschriften, natürlich in Originalwortlaut und -schrift unterbrochen. Diese Unterbrechungen tun der Spannung keinen Abbruch, sondern stellen eine Art Ruhepause im Lesefluss dar und sind dabei noch sehr lehrreich. Die Charaktere sind plastisch beschrieben, der Ablauf der Geschichte nachvollziehbar und der Lesefluss wird nur dich die Einschübe positiv unterbrochen. Als Zusatz findet der Leser am Ende des Buches einen Glossar, Erläuterungen zum Judentum und ein Nachwort der Autorin zur Entstehung des Buches. Fazit: Ein wunderbarer, spannender und dabei zudem noch lehrreicher Roman, den ich allen Lesern sehr empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Die silberne Burg" von Sabine Weigand

    Die silberne Burg
    beowulf

    beowulf

    15. January 2011 um 10:23

    Nach einem Buch wie "Seelen im Feuer" sind die Erwartungen an einen neuen historischen Roman von Sabine Weigand hochgesteckt und ein bischen hatte ich wie oft nach so einem tief bewegenden Buch etwas Angst vor der eigenen Erwartungshaltung. Die silberene Burg ist ein echter Sabine Weigand- nichts für Leser historischer Liebesromane, Zucker für die Leser, die vom historischen Roman nicht nur eine gut erzählte Geschichte, sondern auch gut erzählte Geschichte lesen wollen. Einer der viel geschmähten Mittelalterromane, den mancher wohl nur deshalb nicht lesen will, der aber ein wunderbares Buch verpasst. Sabine Weigand beleuchtet das wichstigste Ereignis des sterbenden Mittelalters, das Konzil von Konstanz mit dem Tod von Johannes Hus, sie beleuchtet das Leben der Juden im Mittelalter und erzählt vom Leben von Fahrenden und vom (sterbenden) Rittertum. Das ganze mit einer fesselnden Geschichte verbunden,die auch unterstreicht, das die Menschen beginnen eine neue Zeit herbeizusehnen, wenn auch ihrer Generation das noch nicht vergönnt ist. Dabei breitet die Autorin viel Medizingeschichte aus, wobei sie als gelernte Historikerin wie in allen ihren Büchern die Protagonisten nicht wegen eventuell zarter Nerven der Leser vorher unter die Dusche schickt oder die Weichzeichnerlinse vor ihre Beobachterkamera schraubt. Wenn die weibliche Hauptfigur, die Medika Sara, Johannes Hus im Kerker besucht, dann stinkt es da so intensiv, dass man sich freut, dass dieser Gerüche nur aus der eigenen Erinnerung kommen und daher höchstens ein Drittel der seinerzeitigen Wahrheit in die Nase steigt. Wenn eine Judenverfolgung beschreiben wird, dann liest man das Entsetzen über diesen Hass, der wahllos tötet ohne einen uns Heutigen irgendwie verständlichen Grund, man liest nicht von etwas, das hinter verschlossenne Türen stattfindet, sondern das Blut fliesst vor den eigenen (inneren ) Augen, wenn einer der liebgewonnenen Nebenfiguren Kiddusch Haschem begeht werden zartere Gemüter die Tränen nicht zurückhalten können (Wer wissen ist was das ist sollte das Buch lesen, das im übrigen mit einem schönen Nachwort zur Geschichte der Zeit und einem Glossar der jüdischen Begriffe versehen ist). Fazit: Ein wunderschönes, höchst lesenswertes Buch, bei dem Unterhaltungswert und Bildungswert stimmen und eine schöne Symbiose eingehen.

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  • Rezension zu "Die silberne Burg" von Sabine Weigand

    Die silberne Burg
    chiara

    chiara

    23. September 2010 um 15:36

    Drei junge Erwachsene treffen in einem Lager von Schausteller aufeinander und ziehen mit der Gruppe durch Deutschland. Da ist zum einem die jüdische Sara, die auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann ist. Da sie gerne als Ärztin arbeitet und in der Vergangenheit fast von den Christen getötet wurde, verleugnet sie nun ihre jüdische Herkunft. Ezzo hingegen ist der uneheliche Sohn des Gutsbesitzer Heinrich von Riedern. Doch nach dem Tod seines Vaters betrügt ihn sein Onkel um das Erbe. So bleibt Ezzo nur die Flucht, wenn er irgendwann die Ländereien seines Vaters zurückfordern möchte. Der dritte im Bunde ist Ciaran, der in einem irischen Kloster aufwuchs und nun von Anhängern der englischen Krone verfolgt wird. Denn seine Eltern waren Anhänger von des Predigers John Wycliff und die Engländer wollen sicherstellen, dass keiner von Wycliffs Anhängern überlebt. Alle drei sind auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit und versuchen diese zu vergessen. Doch schon bald werden die jungen Menschen nach und nach von dem Schrecken, der auf sie lastet, eingeholt ... Da mich Romane reizen, in denen es um die Medizin geht, war klar, dass ich das neue Buch von Sabine Weigand lesen musste. Dass es nur wenig Wissenswertes über die Judenärztin Sara gibt, störte mich da weniger. Die Autorin hat dieses Problem gut gemeistert, indem sie zwar das Leben von Sara erfunden hat, dafür aber andere historisch belegte Fakten in ihren Roman einbaute. So kommt auch hier wieder die Mischung aus Wahrheit und Fiktion zustande, für die Sabine Weigand bekannt ist. Was mich neben dem medizin-historischen Anteil ebenfalls fasziniert hat, war die Geschichte der Juden und ihr religiöser Alltag. Als Nicht-Jude hat man so keinen Einblick in das Leben dieser Volksgruppe und wenn man von der Judenverfolgung liest, denkt man immer an den zweiten Weltkrieg. Dass sie aber schon viel früher verfolgt und getötet wurden, wusste ich vor der Lektüre dieses Buches nicht. So hatte das Lesen dieses Romans nicht nur einen entspannenden sondern auch einen lehrreichen Effekt. Wie bereits erwähnt hat Sabine Weigand es sehr gut verstanden Fakten und Fiktion miteinander zu verweben. Ich brauchte nur wenige Seiten um mich einzulesen. Danach hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Was mir etwas Schwierigkeiten bereitet hat, waren die Abschriften einiger Originalzitate aus dem 15. Jahrhundert. Da musste ich etwas nachdenken, um zu verstehen, was gemeint ist. Aber ansonsten konnte ich mich ohne Schwierigkeiten in das Leben von Sara hineinversetzen. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war der ständige Wechsel des Erzählers. So erfährt man von Sara selbst, was sie über die jeweiligen Entwicklungen denkt und gleichzeitig beschreibt ein außenstehender Erzähler die Situation. So bekommt der Leser einen umfassenden Einblick in die Geschichte und Saras Leben. Insgesamt ist „Die silberne Burg“ ein spannend geschriebenes Buch, das ich jedem Fan von historischen Romanen ans Herz legen möchte. Von mir bekommt es auf jeden Fall fünf Sterne.

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