Sabine Zinkernagel Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse: Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern

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Inhaltsangabe zu „Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse: Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern“ von Sabine Zinkernagel

Schonungslos ehrlich, herzerwärmend und so Mut machend - ein Muss für alle Eltern mit (behinderten) Kindern!

— cho-ice
cho-ice

Die Autorin versteht es, ihre Erlebnisse und Erfahrungen liebevoll und natürlich zu Papier zu bringen. Absolute Leseempfehlung.

— ginnykatze
ginnykatze
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  • Gott ist gegenwärtig - auch bei Menschen, die einen Pflegefall in der Familie haben

    Du hast mich auf den Kopf gestellt
    Smilla507

    Smilla507

    „Immer wieder werde ich mich fragen, wie ich in einem turbulenten Alltag mit zwei extrem unterschiedlichen Kindern und einem Mann, dessen Terminkalender nahezu immer voll ist, überlebe.“ (S. 21) Susanne Kellner ist Mutter von zwei Kindern – soweit nicht ungewöhnlich. Doch ihr Sohn Jonathan ist behindert; eine Krankheit, die bisher einzigartig ist, fesselt ihn an den Rollstuhl. Sein Gesundheitszustand ist sehr fragil bzw. steht fest, dass die Krankheit ähnlich verläuft wie Alzheimer. Dann ist da natürlich noch die jüngere Tochter Matthea, die nicht vernachlässigt werden darf. Und „nebenbei“ ist sie auch noch die Frau eines Pfarrers, dem sie den Rücken frei hält, damit dieser seiner zeitintensiven Arbeit nachgehen kann. Wie geht es jemandem, der einen Pflegefall in der Familie hat? Wie geht man mit Behinderung um? Wie „überlebt“ man diese sowohl physische als auch psychische Belastung? Wie stellt man sich den ständig wachsenden und wechselnden Herausforderungen? Wie trauert man um einen geliebten Menschen, der noch gar nicht tot ist? Kann man sich auf das „Danach“ vorbereiten? Auf sehr persönliche Weise lässt die Autorin den Leser an ihrer Gefühls- und Gedankenwelt teilhaben. Das Buch liest sich fast wie ein Tagebuch, beschreibt die Höhen und Tiefen, Sorgen, Ängste und Probleme, mit denen sie konfrontiert wird durch die Erkrankung ihres Sohnes. Sie erzählt vom Muttersein und davon, sich selbst immer wieder zu finden in all dem Trubel. Wie sie es schafft, sich nicht selbst zu verlieren, indem sie den Ausgleich sucht in Musik, Gesang, Kunst und Kreativität. Und immer wieder darf sie spüren, dass Gott für sie da ist und sie durch die schwere Zeit trägt. Dass er ihr auch schöne Momente schenkt. Und dass er ihr sagt: „Es ist okay, dass Du trauerst. Du darfst trauern!“ Dieses Buch hat mich sehr berührt und mitgenommen! Ich habe gedacht, dass ich ein Buch lesen werde, in dem es ausschließlich um das Thema Behinderung geht, aber hier geht es um weit mehr. Selbst Mutter zweier Kleinkinder und Pastorenehefrau konnte ich mich ein wenig in sie hineinfühlen. Das ist schon eine Herausforderung. Und dann noch ein sehr krankes Kind zu pflegen... die vielen Arzttermine und Krankenhausbesuche... die körperliche Belastung u.v.m. Da kann ich nur sagen: Chapeau! Während des Lesens erinnerte mich Jonathans Erkrankung immer öfter an Alzheimer (was die Autorin auch selbst am Ende des Buches erwähnt). Von daher denke ich, dass es sich auch Lesern empfiehlt, die einen Pflegefall in der Familie haben; jemanden, der an Alzheimer oder Demenz erkrankt ist. Oder Müttern, die im Alltagsstress untergehen. Und vor allem auch Menschen, die wissen, dass ihnen ein Trauerfall bevor steht. Mich würde sehr interessieren, wie es Familie Kellner weiterhin ergeht. Und ich möchte Frau Kellner ermutigen, weiter zu schreiben! Denn dass sie darin Talent hat, beweist dieses Buch!

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  • Leserunde zu "Topless Coffee: Roman" von Monika Gehner

    Topless Coffee
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe LovelyBooks-Gemeinde, Ist der Jahreswechsel eine Gelegenheit für Euch, ein bisschen in Eurem Leben aufzuräumen? Dann kann „Topless Coffee“ eine Inspiration sein. Ich lade Euch ganz herzlich zu meiner ersten Online-Leserunde ein - hier bei LovelyBooks. Zehn von Euch erhalten ein kostenloses Rezensionsexemplar von „Topless Coffee“. First come, first served! Wer zusätzlich zur Rezension einen treffenderen Buchtitel vorschlägt, den ich in der Neuauflage übernehme, wird in deren Danksagung namentlich erwähnt. Jeder, der das Buch kaufen wird, ist natürlich ebenfalls herzlich eingeladen an dieser „Titel-Ausschreibung“ teilzunehmen. „Topless Coffee“ - nein, nicht wirklich eine Strandlektüre wie der Titel vermuten lassen könnte, auch wenn das letzte Kapitel am brasilianischen Strand endet. Der Titel greift vielmehr eine lustige Anekdote aus dem Roman über grenzenlose Möglichkeiten und mögliche Grenzen des Lebens auf. Der Roman ist die Geschichte über eine Krise als Chance zu einem Neuanfang. Verena, fast 40, ist im fünften Monat schwanger mit ihrem dritten Kind. Dann die Diagnose: Down-Syndrom. Was nun? Das Kind austragen oder abtreiben - mit allen Konsequenzen? Die schwierige Entscheidung krempelt ihr Leben um. Ein Mann mit magischen Händen hilft ihr dabei. Leseproben, Infos zum Buch. „Das Buch lebt. Es geht um viel Leben und die Liebe dazu“, meinte eine Leserin. Was meint Ihr dazu? Im Hauptberuf schreibe ich jeden Tag über Gesundheit bei einer humanitären Organisation. In „ToplessCoffee“ wollte ich mit literarischen Mitteln zeigen wie zerbrechlich Gesundheit sein kann - eine Vernetzung aus geistigem, körperlichem und sozialem Wohlbefinden. Vielleicht wie ein Stapel Mikadostäbchen: Wenn eines wackelt, kommen auch die anderen aus der Balance. Mit einem konstruktiven Blick nach vorn kommt Verena wieder ins Gleichgewicht. Die ersten 10, die sich vor dem 31. Dezember 2012 unter Angabe von „LovelyBooks-Leserunde“ und Beweggründen bewerben, sind dabei. Bitte sagt auch, ob Ihr ein eBook- oder Paperback-Exemplar vorzieht. Im Gewinnfall sind eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension gewünscht! Schon mal ein herzliches Dankeschön für Eure Bewerbung, und ich freue mich auf Euer kreatives Feedback. Liebe Grüsse, Monika Gehner

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  • Rezension zu "Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse: Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern" von Sabine Zinkernagel

    Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse: Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern
    mabuerele

    mabuerele

    Als die Autorin das zweite Mal schwanger ist, teilt ihr der Arzt mit, dass es wieder ein Kind mit Hydrozephalus (Wasserkopf) wird. Schon der erste Sohn leidet an dieser Krankheit. Damals glaubte sie noch den Worten der Ärzte, dass mit unserer Hochleistungsmedizin die Krankheit behandelbar ist. Das stimmt nur bedingt. Regelmäßige Kontrollen und vielfältige zusätzliche Förderungen sind notwendig. Sie wusste also, was auf sie zukommt. Sie musste das Leben mit zwei behinderten Kindern in den Griff bekommen und litt selbst an MS. In dem Buch erzählt sie aus 14 Jahren ihres Lebens. Als Leser durfte ich die Entwicklung der Kinder verfolgen. Die Autorin beschönigt nichts, weder die Schwierigkeiten des Alltags, noch die eigene Niedergeschlagenheit. Und trotzdem ist es ein Buch voller Optimismus. Der Titel ist Programm. Jeder Erfolg, jeder Fortschritt der Jungen setzt ein Achtungszeichen. Dabei habe ich den Umgang der Eltern mit den Kindern bewundert. Sie lassen ihnen Freiräume, um ihre Entwicklung zu fördern. Nie hätte ich es zu Beginn für möglich gehalten, dass Jacob mit einer Jugendgruppe eine Reise nach Israel unternehmen kann. Die Autorin ist eine Pfarrersfrau. Das hindert sie nicht daran, Worte der Bibel zu hinterfragen. Sie schreibt fünf offene Briefe an Gott. Der erste ist ein einziger Aufschrei. Das relativiert sich nach und nach. Dabei wirft sie auch die Frage auf, ob sie so mit Gott sprechen darf. Ihre Antwort ist überzeugend. Sie darf, da Gott weiß, wie es in ihr aussieht. Sie kann ihm nichts vorspielen. Warum also sollte sie es nicht aussprechen? Sie ist dankbar, für die Hilfe, die ihr Gott zukommen lässt. Und sie erlebt ihre Mitmenschen als Engel. Gerade die Briefe zeigen, wie sie in den Jahren auch im Glauben gewachsen ist. Das Pfarrersehepaar billigt ihren Söhnen zu, selbst zu entscheiden, wann sie getauft werden wollen. In Gesprächen und in gelebter Nächstenliebe werden die Grundlagen für diese Entscheidung gelegt. Aus ihren persönlichen Erfahrungen zieht die Autorin Konsequenzen, die aufhorchen lassen. So erlebt sie bei ihrem Jungen, dass eine schlecht gemachte Inklusion mehr schadet als nutzt. Ein normaler Umgang zwischen behinderten und nicht behinderten Kindern stellt sich nicht von selbst ein. Hier bedarf es der behutsamen Steuerung durch Erwachsene. Dafür enthält das Buch viele positive Beispiele. Schlucken musste ich, als die eine Nachbarin unterschwellig die Frage angeschnitten hat, ob nicht eine Abtreibung möglich gewesen wäre. Sehr souverän ist die Autorin mit dieser Anspielung umgegangen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Wir sollten uns öfter vor Augen führen, dass der Wert des Menschen nicht nur in seiner Leistung liegt. Die Geschichte hat mich nachdenklich zurückgelassen. Mein Dank gilt der Autorin für dieses Buch voll Menschlichkeit und Hoffnung.

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  • Leserunde zu "Von der Schlampe zum Millionär" von Doris Parrado

    Von der Schlampe zum Millionär
    Doris-Parrado

    Doris-Parrado

    Liebe Leser, mein Debütroman "Von der Schlampe zum Millionär" erschien am 1.11.2012 beim Schweitzerhaus Verlag. Heute möchte ich eine Leserunde starten und freue mich schon sehr auf sie. Hierzu verlose ich 20 Bücher. In meinem Roman geht es um eine junge Frau namens Natascha. Eine junge Frau ohne Fundament, ohne Familie, ohne Selbstbewusstsein, sie sehnt sich nach Liebe. Bis zu jenem Abend als alles anders in ihrem Leben kommen sollte, sie lernt Steve kennen. Den Türsteher einer angesagte Discothek in ihrem Ort. Natascha ist fasziniert von der Stärke und Unabhängigkeit, die Steve ausstrahlt. Entgegen der Warnungen ihrer Freunde stürzt sie sich voller Leidenschaft in die Nächte mit ihm. Doch die Beziehung hat ihre Schattenseiten: Ohnmächtig erleidet Natascha Steves Aggressionen, die sich in psychischer und physischer Gewalt entladen. Nataschas Liebe, getragen von Träumen, Wünschen und Hoffnungen, kann nicht gelingen. Ihre Suche nach Freiheit und Glück gerät zu einem Befreiungskampf aus einer fatalen Beziehung, die zur Gefangenschaft geworden ist. Natascha wird Mutter eines Jungen und die Schlinge um ihr Hals wird immer enger. Der Tod tritt in ihr Leben. Die Beschäftigung mit der eigenen Weiterentwicklung, die Liebe zu Büchern und die Begegnung mit einem Millionär helfen Natascha schließlich, dem Tag entgegenzublicken. Natascha gibt den Opferstandpunkt langsam auf, doch dies gelingt ihr nicht vollkommen. Schritt für Schritt überwindet Natascha dennoch ihr geringes Selbstwertgefühl, Schritt für Schritt kommt sie ihrem Ziel näher sie zieht das Positive in ihr Leben. Mein Roman ist eine Mut machende Lebensgeschichte, die aufwühlt und anrührt. Weitere Info findet ihr auf meiner Buchwebseite: www.doris-parrado.de Ich freue mich auf euch!

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    ginnykatze

    ginnykatze

    13. December 2012 um 00:26
    Beitrag einblenden
    Doris-Parrado schreibt Vorankündigung für Ende 2013: BeHinDerT! Tatsachenbericht "Gewiss ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch sein Schicksal nimmt als wie sein Schicksal ist." A von Humbold1869-1959

    Oh oh, ich mag diese Bezeichnung "Schicksal" überhaupt gar nicht. Ich habe auch einen behinderten Sohn, empfinde das aber nicht als Schicksalsschlag, sondern als Bereicherung, denn Stefan ist der ...

  • Rezension zu "Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse: Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern" von Sabine Zinkernagel

    Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse: Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern
    Steffi153

    Steffi153

    10. December 2012 um 11:16

    "Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse" ist geschrieben von der MS erkrankten Autorin Sabine Zinkernagel. Sie hat bereits einen behinderten Sohn und erhält bereits während der folgenden Schwangerschaft die Information, dass auch ihr zweiter Sohn behindert auf die Welt kommen wird. Mit viel Vertrauen (das zum Teil erstmal wieder aufgebaut werden muss) auf Gott, mit Rückhalt durch ihre verschiedenen Engel in Menschenform wie Nachbarn, Freunde, Familie, den Förderkindergarten, schreibt sie über ihre Leben mit diesen zwei ganz besonderen Jungs. Mit viel Liebe berichtet sie über all die Vorfälle, die sie zum Lachen, zum Weinen oder zum Verzweifeln gebracht haben. Sie kann mit diesem sehr ergreifenden Buch sicher vielen Menschen Kraft geben, die selbst ihr Vertrauen noch nicht wiedergefunden haben. Sieht man zu Beginn wirklich zuerst mehr auf die "Löcher", also die Eingeschränktheiten der Jungs, so beginnt man im Laufe der Seiten immer mehr den "Käse" zu achten, also ihre Besonderheiten, ihre Begabungen und ihre Talente, die jedes Kind so außergewöhnlich und liebenswert machen. Sei es das Erfolgserlebnis, dass sie trotzdem gelernt haben zu laufen, obwohl es hieß, es würde ihnen verwehrt bleiben, dass sie ohne zu quengeln die nötigen Hilfsmittel nutzen und anderen gegenüber immer fröhlich gegenüberstehen. Es ist ein wirklich rührendes und zu Tränen reizendes Buch, das einem selbst Kraft, Mut und Vertrauen gibt und das einem zeigt, wie wichtig doch einfach ein erfülltes Leben ist.

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  • Rezension zu "Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse: Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern" von Sabine Zinkernagel

    Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse: Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern
    gusaca

    gusaca

    01. December 2012 um 15:42

    Wer nur auf die Löcher starrt verpasst den Käse oder wer nur die Defizite eines behinderten Menschen sieht, verpaßt alles schöne , dass das Leben für alle Menschen bereithält. Die Autorin, selber an MS erkrankt, erwartet ihr zweites behindertes Kind und verzweifelt manchmal am Leben , aber auch an Gott. In Briefen teilt sie ihre Gedanken Gott mit. Das Warum verliert schnell an Bedeutung und das Wie tritt in den Vordergrund. Engel in Form von hilfsbereiten Nachbarn treten in Erscheinung. Sicherlich wird einiges von Hindernissen im Leben der beiden behinderten Kinder berichtet, der Spaß kommt aber auch nicht zu kurz. Die Autorin macht auch sehr viele positive Erfahrungen. Ein Buch das Mut macht, ein Leben mit behinderten KIndern zu bestehen und trotzdem im Glauben nicht zu verzweifeln. Da ich selber eine behinderte Tochter habe, konnte ich mich selber im Buch wiederfinden und kann es nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse: Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern" von Sabine Zinkernagel

    Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse: Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern
    ginnykatze

    ginnykatze

    27. November 2012 um 21:57

    Es ist normal, verschieden zu sein! Zum Inhalt: Als Sabine das zweite Mal schwanger ist, ist das Glück groß. Bei der Vorsorgeuntersuchung aber bricht ihre Welt dann völlig aus den Fugen. Der Gynäkologe sagte ihr locker: „Das gibt wieder einen Hydrozephalus“. Rums, dass saß. Die bisher schon schwierige Phase, die Sabine bisher durchlebt hatte, konnte eigentlich nicht schlimmer werden, aber dieser Spruch hatte es in sich. Schlimmer geht immer, denn ihr erster Sohn Jacob hatte schon das C.R.A.S.H-Syndrom und auch der zweite Sohn, denn das stand fest, würde genau mit dieser Behinderung geboren werden. Martin und Sabine mit ihrem festen Glauben an Gott, haben auch dieses zweite behinderte Kind ins Leben geschickt. Mit sich und ihren Zwiegesprächen mit Gott versucht Sabine immer wieder zu erfahren, warum das nun so ist. Leider kommt keine Antwort, aber immer wieder werden Engel geschickt in Person netter Nachbarn oder auch lieber Menschen, die ihr bei der Bewältigung dieser schweren Aufgabe helfend unter die Arme greifen. Die Geschichten vom Baby- bis ins Erwachsenenalter sind sehr tiefgründig und schonungslos erzählt, aber wer jetzt denkt, hier kommt eine mitleidheischende Geschichte, der wird schwer enttäuscht sein; denn Sabine erzählt viele tolle Erlebnisse, die mit der Pflege und Erziehung zweier behinderter Jungen ihre Tage und Jahre ausfüllen. Cornelius und Jacob sind wirklich tolle Jungens, haben sie doch mit den durchgeführten Therapien so viel erreicht, dass sie fast selbständig den Tag gestalten können. Sabine hat hier Großes geleistet und inzwischen sieht sie das Ganze aus ganzen anderen Augen. Fazit: Sabine Zinkernagel schreibt hier ein außergewöhnliches Buch. Sie lässt uns tief in ihr Seelenleben Einblick nehmen und erzählt schonungslos den Alltag mit zwei behinderten Söhnen. Viele Geschichten haben ein Lächeln auf meine Lippen gezaubert, weil ich mir genau das Geschilderte so vor Augen führen konnte. Manche Dinge kenne ich aus meinem eigenen Leben und konnte mich so absolut gut in ihre Lage und Situation hineinversetzen. Der Schreibstil ist locker und sehr flüssig lesbar. Zu jedem Kapitel ist eine passende Überschrift gewählt, das gefiel mir sehr gut. Ihre liebevoll erzählten Geschichten haben mir so manches Mal eine Träne in die Augen getrieben oder ein Lächeln auf den Lippen gezaubert, denn der Autorin gelingt es sehr gut, ihre Gefühlswelt zu Papier zu bringen. Nicht immer ist die Welt rosarot, aber diese Erfahrung ist eine Lebensweisheit, man lernt halt dazu. Auch ihre Zwiegespräche mit Gott haben mir sehr gut gefallen, die sie immer wieder als“ offener Brief an Gott“ einstreute. Hier kann man sehen, dass sie und ihr Mann im Glauben gefestigt sind. Hier kommen von mir 5 fette Sterne und eine eindeutige Leseempfehlung. Danke an den Neufeld Verlag und die Autorin Sabine Zinkernagel, dass ich dieses wirklich tiefgründige Buch in einer Leserunde lesen durfte.

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