Sabri Louatah Die Wilden - Eine französische Hochzeit

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Inhaltsangabe zu „Die Wilden - Eine französische Hochzeit“ von Sabri Louatah

Politik und Intrige - die große französische Familiensaga

Am Vorabend der französischen Präsidentschaftswahlen erschüttert ein Attentat die Nation. Opfer ist Idder Chaouch, der erste Kandidat arabischer Herkunft, ein charismatischer und weltgewandter Politiker, der die Menschen mitreißt und der politischen Landschaft neues Leben einhaucht. Ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerät die weitverzweigte Familie Nerrouche, algerische Einwanderer in dritter Generation, die voller Stolz auf ihren Kandidaten sind und ihn mit aller Kraft unterstützen. Doch innerhalb von 24 Stunden wendet sich das Blatt und die Familie gerät unter Verdacht, die Sicherheit des Staates zu gefährden. Das Schicksal der Familie wird zum Sinnbild einer zerrissenen Nation.

So spannend kann Politik sein.

— Buecherwurm1973

Ein Blick in die französische Gesellschaft, die gespaltener denn je ist.

— sollhaben

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    Die Wilden - Eine französische Hochzeit

    tootsy3000

    21. November 2017 um 09:00

    Mein Eindruck: “Eine französische Hochzeit” ist der erste Band einer vielschichtigen, aufwühlenden Trilogie rund um die Familie Nerrouche. Eine Großfamilie algerischer Herkunft, welche bereits in dritter Generation in Frankreich lebt. Eine Familie, die sich, trotz aller Widrigkeiten denen sie als Fremde ausgesetzt waren,  gut integriert hat und als Franzosen sehen. Die Frauen verhüllen sich nicht, wenn sie in die Öffentlichkeit treten, sie rauchen, mischen sich in “Männer”-Unterhaltungen ein. Bildung ist der Familie Nerrouche sehr wichtig. Denn sie wissen, dass eine gute Schulausbildung bessere Chancen bietet. Als Migranten kennen sie aber auch die negativen Seiten der Gesellschaft. Besonders auf politischer Ebene. Große Hoffnung setzten auch sie in den Präsidentschaftskandidaten Idder Chaouch. Soll er es doch schaffen, die Grande Nation und ihre Menschen zu einen. Den Einstieg in dieses Familienepos beginnt mit den Hochzeitsvorbereitungen von Dounias jüngstem Sohn Slim. Die ganze Familie kommt am Vorabend der Präsidentschaftswahl zusammen um zu feiern. Einzig Nazir, der älteste Sohn Dounias, fehlt. Es sind recht viele Namen, welche einem da bereits zu Beginn über den Weg laufen. Die Familie ist wirklich groß und jedem einzelnen wird am Anfang eine gewisse Bedeutung beigemessen. Man merkt recht bald, dass sich da etwas großes zusammenbraut und dass Krim, der Sohn von Rabia, eine entscheidende Rolle haben wird. Er ist derjenige, der diese Unzufriedenheit, Perspektivlosigkeit seiner Altersklasse verkörpert. Der, anders als seine Verwandten, keine guten Noten in der Schule hat, sich durchquält und Geld mit dubiosen Geschäften macht. Er ist aber auch der Naive, der manipuliert wird, der nicht merkt in welch dramatische Richtung sein Tun ihn bringen wird.  Erst waren mir diese ersten Kapitel fast zu ausschweifend. Doch im Nachhinein gesehen, war es gut und richtig, einen so tiefen Einblick in die Familie zu bekommen. Es sah sich keiner vorgefertigten Meinung gegenüber. Der Autor fertigte ein anschauliches Konstrukt, so betrachtet man die Familie und die Geschehnisse nicht in schwarz-weiß. Es steckt oft viel mehr dahinter, als man es sich vorstellen kann. Der Roman wird mit jeder Seite spannender. Aus dem anfänglichen Familienepos entwickelt sich ein rasanter Politthriller, dessen Ausmaße von Seite zu Seite zunehmen. Sabri Louatah ist in Saint-Etienne geboren und aufgewachsen in einer algerisch-stämmigen Großfamilie. Die Unruhen 2005 im Pariser Banlieu inspirierten ihn für diesen Roman. Mein Fazit: Ich muss zugeben, dass ich an die Unruhen 2005 in Banlieu wenig Erinnerungen hatte. Da war mal etwas. Während der Lektüre hab ich da recherchiert. Inzwischen hat sich in Europa so viel zugetragen, dass dieser Roman wohl aktueller denn je ist. Ich mach mir mehr Gedanken über solche Vorfälle als früher, sehe sie aber auch kritischer. “Die WildEN” hat mich darin bestätigt, dass viel mehr hinter solchen Taten steckt, als man vermuten würde. Mich hat der Roman absolut überzeugt, mit seinen Charakteren und mit seinen verzweigten Wegen, die er einschlug. Absolute Leseempfehlung! “Die WildEN – Eine französische Hochzeit” ist Band 1 einer Trilogie. Leider kommen die Folgebände erst im September 2018 und 2019 auf den deutschsprachigen Markt. Das ist doch eine recht lange Spannen, die da abzuwarten ist. Bis dahin werde ich Band 1 wohl noch einmal lesen müssen, um wieder in den Fall eintauchen zu können!

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  • Wer sind "Die Wilden" in diesem Roman?

    Die Wilden - Eine französische Hochzeit

    sollhaben

    06. November 2017 um 22:27

    Frankreich steht vor einer historischen Wahlentscheidung. Erstmals hat ein arabisch-stämmiger Kandidat ernsthafte Chancen das höchste Amt des Präsidenten zu bekleiden. Die Unterstützung von Idder Chaouch geht quer durch alle sozialen Schichten, aber vor allem die algerischen und marokkanischen Einwanderer-Familien sehen ihn ihm die Chance auf eine blühende Zukunft. Doch der Traum zerplatzt noch bevor er begonnen hat. Auf den Politiker wird ein Attentat verübt und Krim Nerrouche drückt dabei den Abzug einer Waffe, die ihm sein Cousin Nazir in die Hand gibt. Krim ein Teenager, der zwischen den Kulturen gefangen fühlt. Seine Herkunft verhindert eine gute Schulbildung und gleichzeitig entspricht er gewissen Vorurteilen. Der Mordanschlag spaltet die Familie Nerrouche und nicht nur die sondern eine ganze Nation. Die leitenden Ermittler verfolgen nicht nur den Täter sondern auch und vor allem eigene Ziele. Wie hat es mir gefallen?Selten ist mir eine Rezension zu einem Buch so schwer gefallen wie dieses Mal. Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar, denn als ich den Klappentext gelesen habe, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Da ich die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Frankreich regelmäßig verfolge, machte mich die Inhaltsangabe sehr neugierig. Meine Mutter stammt aus Frankreich und ich habe viele wundervolle Erinnerung an das Geburtsland meiner Mama. Allerdings sehe ich diese Ereignisse auch mit einer recht rosaroten Brille. Die Familie stammt weder aus Algerien noch aus Marokko und somit habe ich niemals die Vorurteile und Ressentiments zu spüren bekommen. Während der ersten knapp 300 Seiten erfahren wir viel über die große Familie Nerrouche, die in St. Etienne zusammen kommt, um eine Hochzeit zu feiern. Neben vielen amüsanten kleineren Geschichten, gibt es auch einen Einblick auf das aktuelle Leben von arabisch stämmigen Menschen. Dabei muss ich zugeben, fühlte ich mich zeitweise ein wenig seltsam. Ich wusste nicht, dass die gegenseitigen Vorurteile so ausgeprägt in der französischen Gesellschaft verankert sind. Als schließlich der entscheidende Moment gekommen ist, litt ich mit Krim und war entsetzt über die Kaltblütigkeit der Drahtzieher. Da ich selbst niemals mit Gewalt in Verbindung gekommen bin, überrascht mich die menschliche Grausamkeit immer wieder.Der Autor wurde durch die Unruhen in den Banlieus inspiriert. Die Bilder von Jugendlichen, die plündernd und brandschatzend durch die Straßen laufen, haben auch mich geängstigt. Die Attentate der letzten Jahre bringen die Grande Nation auch immer wieder in die Schlagzeilen. Die Vororte der großen Städte sind voller junger Menschen, die ohne Zukunftsaussichten leben müssen. Da ist es kein Wunder, dass sie empfänglich sind für Beeinflussung von Extremisten. Mit dieser Geschichte wirft man einen genaueren Blick hinter die Kulissen der französischen Gesellschaft, einer Gesellschaft, die gespaltener ist denn je. Les Sauvages war in Frankreich ein fulminanter Erfolg. Im Moment wird der Stoff fürs TV adaptiert. Im September 2018 und 2019 erscheinen auf Deutsch jeweils die Fortsetzungen. www.mariessalondulivre.at

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