Sabrina Janesch Ambra

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Inhaltsangabe zu „Ambra“ von Sabrina Janesch

Als ihr Vater stirbt, erbt Kinga eine Wohnung in einer fernen Stadt am Meer. Und einen Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist. Kein totes Insekt ist das, sondern eine leibhaftige Zeugin einer ungewöhnlichen Familiengeschichte. - Nach ihrem vielfach ausgezeichneten Debüt "Katzenberge" schreibt Sabrina Janesch die Chronik einer deutsch-polnischen Familie, die vom stetigen Wandel und einer dunklen Gabe geprägt ist. Fünf Jahrzehnte nach der "Blechtrommel" porträtiert sie eine Stadt, in die die rätselhafte Geschichte der Myszas eingeschlossen ist wie in einen Bernstein. "Denn in dieser Stadt hat jeder ein Geheimnis und jeder ein Schweigen, das er darüber legt." Es ist Herbst, als Kinga Mischa in der fernen Stadt am Meer eintrifft. Der Wind rast durch die Backsteinfluchten und kündet von einem turbulenten Jahr. Nur ein Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist, erinnert die junge Frau an ihren verstorbenen Vater. Noch ahnt sie nur, dass der Träger des Steins nicht bloß das Schmuckstück, sondern auch eine seherische Gabe geerbt hat: eine faszinierende wie dunkle Fähigkeit, die für Kinga zunehmend zur Qual wird. In der Stadt trifft sie auf ihre polnische Verwandtschaft. Die Familie Mysza arrangiert sich trotz aller Konflikte mit ihrem Zuwachs, bis plötzlich zwei Menschen verschwinden, die Kinga sehr nahe standen: die schöne Renia und der kriegsmüde Bartosz. Plötzlich steht Kinga im Verdacht, ihre Kräfte auf grausame Art angewandt zu haben. - Eine zauberhafte Geschichte, die von einer Spinne, einem Stadtschreiber und einer jungen Deutschpolin widerstreitend erzählt wird - mit viel Poesie, Raffinesse und Wärme. Ein Roman über die seelischen Verletzungen einer Familie, die mit der schmerzvollen Geschichte einer ungewöhnlichen Stadt korrespondieren. "Sabrina Janesch demonstriert eindrucksvoll, wie das Erzählen sich wieder neu als eine produktive Form des Erinnerns behaupten kann." FAZ "Sabrina Janesch erzählt mit hoher sprachlicher Sensibilität und poetischer Dichte." Hans-Ulrich Treichel "Ihr Erzählstoff hat mächtige Spannung und Kraft." DER SPIEGEL "Sabrina Janesch vollbringt das Kunststück, ihre Stoffe auszugraben und wieder zum Leben zu erwecken." Jörg Magenau Umfangreiches Hintergrundmaterial zur Geschichte Danzigs: www.sabrinajanesch.de

Interessant, aber nicht ganz mein Ding.

— Marjuvin
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  • "Ambra" - Sabrina Janesch

    Ambra
    Marjuvin

    Marjuvin

    07. August 2017 um 18:23

    Klappentext: Als ihr Vater stirbt, erbt Kinga eine Wohnung in einer fernen Stadt am Meer. Und einen Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist. Kein totes Insekt ist das, sondern eine leibhaftige Zeugin einer ungewöhnlichen Familiengeschichte. - Nach ihrem vielfach ausgezeichneten Debüt "Katzenberge" schreibt Sabrina Janesch die Chronik einer deutsch-polnischen Familie, die vom stetigen Wandel und einer dunklen Gabe geprägt ist. Fünf Jahrzehnte nach der "Blechtrommel" porträtiert sie eine Stadt, in die die rätselhafte Geschichte der Myszas eingeschlossen ist wie in einen Bernstein. "Denn in dieser Stadt hat jeder ein Geheimnis und jeder ein Schweigen, das er darüber legt." Es ist Herbst, als Kinga Mischa in der fernen Stadt am Meer eintrifft. Der Wind rast durch die Backsteinfluchten und kündet von einem turbulenten Jahr. Nur ein Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist, erinnert die junge Frau an ihren verstorbenen Vater. Noch ahnt sie nur, dass der Träger des Steins nicht bloß das Schmuckstück, sondern auch eine seherische Gabe geerbt hat: eine faszinierende wie dunkle Fähigkeit, die für Kinga zunehmend zur Qual wird. In der Stadt trifft sie auf ihre polnische Verwandtschaft. Die Familie Mysza arrangiert sich trotz aller Konflikte mit ihrem Zuwachs, bis plötzlich zwei Menschen verschwinden, die Kinga sehr nahe standen: die schöne Renia und der kriegsmüde Bartosz. Plötzlich steht Kinga im Verdacht, ihre Kräfte auf grausame Art angewandt zu haben. Rezension: Das Buch lässt sich insgesamt durchaus lesen, es hat ein paar sehr gute Ansätze - speziell die Rückblenden in der Familiengeschichte. Die Protagonistin Kinga bleibt aber bis zum Ende eher undurchsichtig und flach. Das Fehlen von Anführungszeichen bei direktere Rede stört mich normalerweise sehr, so auch hier. Es hat auch etwas Mystisches, dass aber trotzdem für meinen Geschmack zu wenig greifbar bleibt. Positiv merke ich immer etwas an, wenn ich explizit etwas gelernt habe oder mein Interesse für ein Thema geweckt wurde... so wie hier für Ambra bzw. Echten baltischen Bernstein mit Einschlüssen.

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  • Ambra

    Ambra
    Themistokeles

    Themistokeles

    23. August 2013 um 09:35

    Selten fand ich ein Buch durch und durch so komisch, wie es mir mit diesem Werk hier ging. Und es lag nicht daran, dass in der wörtlichen Rede vollkommen auf Kennzeichnung verzichtet wurde oder daran, dass der Roman grundsätzlich so geschrieben war, dass man keine Chance gehabt hätte, ihn sehr flüssig zu lesen. Es lag vor allen Dingen daran, dass für mich einfach gar nichts in diesem Roman so richtig zusammenpassen wollte. Allein schon die Zeit, zu der dieser Roman spielen würde, hat mich vollkommen verwirrt. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass der Roman allerhöchstens irgendwie um 1900 spielen dürfte, denn die Beschreibungen der Städte, Häuser, Wohnungen, der Menschen und wie sie ihr Leben lebte, wirkte einfach so extrem historisch und passte für mich nicht auch nur mit dem kleinsten Funken in die Jetztzeit. Trotzdem sollte der Roman aber in dieser spielen, denn ganz selten kam plötzlich mal etwas vor, dass einfach in eine Zeit bis 1900 nicht passen konnte und dann kam ich beim Lesen nur noch mehr aus dem Fluss. Zudem springt das Buch auch sehr seltsam in der Handlung herum, so dass man irgendwie verschiedene Zeiten hat, in dem einen Abschnitt schon etwas passiert ist, was in dem anderen noch viel später erst passieren wird und irgendwann bin ich dann vollkommen verwirrt gewesen. Zumal ich auch nicht immer ganz verstanden habe, wo man mit welchem der einzelnen Zeitabschnitte wirklich genau ist. Wobei es dann nur noch komischer wurde, da von den drei unterschiedlichen Perspektiven eine irgendwie ganz unabhängig war und die schon sehr lange vergangene Vergangenheit betrachtete und ich irgendwie nicht klar sagen konnte, was mir das alles, also diese drei Perspektiven, zeigen sollte. Am spannendsten war für mich dabei eigentlich nur der eine Strang in der Vergangenheit, da dieser eine Art roten Faden zu haben schien und wenigstens von der Atmosphäre passte, alles andere in der Geschichte machte für mich keinen Sinn, war langweilig, durcheinander und einfach nur verwirrend. Ich konnte auch keinen der Charaktere so richtig greifen, verstehen und habe mich in so gut wie jeder Situation gefragt, was die Menschen bloß für komische Anwandlungen und Probleme haben und was mir die Autorin mit der Geschichte nur sagen wollte. Ein Buch das mich einfach nur verwirrt hat, in dem ich keinen Sinn gesehen habe, bei dem ich mir immer noch nicht sicher bin, ob das jetzt leicht phantastisch angehaucht sein sollte oder nicht und das einfach so gar nicht meins war. Es wird sicher Menschen geben, die das Buch besser finden als ich und die es vielleicht sogar verstehen, aber ich fand es nun einmal so gar nicht poetisch, sondern einfach nur grausig durcheinander und atmosphärisch vollkommen unpassend.

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  • Leserunde zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    SabrinaJanesch

    SabrinaJanesch

    Heute geht es los mit der Leserunde zu "Ambra", meinem zweiten Roman - einer wundersamen Familiengeschichte, die mit dem Schicksal einer ungewöhnlichen Stadt korrespondiert. Als ihr Vater stirbt, erbt Kinga eine Wohnung in einer fernen Stadt am Meer. Und einen Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist. Kein totes Insekt ist das, sondern Zeugin einer ungewöhnlichen Familiengeschichte. Es ist Herbst, als Kinga in der Stadt am Meer eintrifft. Der Wind rast durch die Backsteinfluchten und kündet von einem turbulentem Jahr. Lediglich der Bernstein, in dem die Spinne gefangen ist, erinnert Kinga an ihren verstorbenen Vater. Noch ahnt sie nur, dass der Träger des Steins nicht bloß das Schmuckstück, sondern auch eine seherische Gabe geerbt hat: eine dunkle Fähigkeit, die für Kinga zunehmend zur Qual wird. Bis schließlich zwei Menschen verschwinden, die Kinga nahstanden: die schöne Renia und der kriegsmüde Bartosz. Plötzlich steht Kinga im Verdacht, ihre Kräfte missbraucht zu haben. So ist der Roman dreigeteilt: Eine Erzählung, die von der Bernsteinspinne, Kinga selber und einem deutschen Stadtschreiber widerstreitend erzählt wird. Der Aufbau Verlag stellt 25 Exemplare von "Ambra" zur Verfügung, die ich unter all denen verlosen darf, die sich bis zum einschließlich 26.11 zur gemeinsamen Leserunde anmelden. Mehr über "Ambra", meinen ersten Roman "Katzenberge" und mich findet Ihr auf www.sabrinajanesch.de (dort gibt es unter anderem Rezensionen, Hintergrundinformationen und Beiträge in diversen Medien). Freu' mich, von euch zu hören!

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    saskia_heile

    saskia_heile

    05. February 2013 um 12:22

    INHALT Als ihr Vater stirbt, erbt Kinga eine Wohnung in einer fernen Stadt am Meer. Und einen Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist. Kein totes Insekt ist das, sondern eine überaus lebhafte Zeugin einer ungewöhnlichen Familiengeschichte. FAZIT Ich kann zu dieser Geschichte Leider nur 3 Sterne vergeben. Mich hat von anfang an der Schreibstil ein wenig gestört dadurch kam ich nie so wirklich in die Geschichte rein - leider. Auch die Personen konnte ich nie so wirklich zu ordnen, mir hat ein wenig die Detailierung gefehlt womit man sich den Personen nähern kann. An sich trotzdem irgendwo auch spannend gewesen so das es an manchen stellen nicht aus der Hand legbar war weil man wissen wollte wie die geradige Situation enden wird. Vielerlei Handlungen fand ich auch ein wenig übertrieben, noch dazu stellt man sich die Frage was mit gewissen Dingen nun geschieht wie zb. die Pfandleihe soweit man weiß Soll sie wohl ohne Kinga weiter geführt worden sein obwohl Kinga in dem Geschäft wichtig war. und ein mehr oder weniger offenes ende fand ich warum Kinga den eingeschlossen in ihrem Zimmer saß wohin wohl Bartosz und Renia verschwunden sind, ob sie wieder auftauchen.

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    Gela_HK

    Gela_HK

    30. January 2013 um 21:21

    Ambra handelt von einer deutsch-polnischen Familiensaga, in der alle Generationen durch einen geheimnisvollen Bernsteinanhänger Geheimnisse in sich tragen. Hauptaustragungsort der Romanhandlung ist die "Stadt am Meer", die zwar nicht namentlich genannt wird, aber doch klar als Danzig zu erkennen ist. Kinga Mischa, die bisher allein mit ihrem Vater in Deutschland gewohnt hat, erbt nach dessen Tod überraschend ein Haus in Polen von ihm. Nicht nur, dass sie keine Ahnung von diesem Haus hatte, erfährt sie nach einem Telefonat mit Danzig, dass dort auch polnische Verwandtschaft, die Myszas, leben. Spontan tritt sie eine Reise nach Danzig an, um sich ein Bild von der Vergangenheit und der Verwandtschaft ihres Vaters zu machen. Bartosz, ihr Cousin nimmt sie am Bahnhof in Empfang und bringt sie zu ihrem Haus. Unvoreingenommen wird sie von den Bewohnern Renia und Albina in die Wohngemeinschaft aufgenommen. Kinga entscheidet sich dafür, vorerst in Polen zu bleiben und die Stadt besser kennenzulernen. So einfach wie die Einleitung sich liest, ist die Handlung nicht. Sabrina Janesch teilt den Roman in verschiedene Handlungsstränge ein, die aus Sicht von Kinga, aus Sicht der eingeschlossenen Spinne im Bernsteinanhänger und aus der Sicht eines deutschen Stadtschreibers, der in Danzig lebt, erzählt werden. Dazu kommen Zeitsprünge, die immer wieder von der Vergangenheit in die Gegenwart führen. Genauso unterschiedlich wie die einzelnen Handlungen sind, so sind dies auch die einzelnen Protagonisten. Besonders Bartosz, ihr Cousin, der die Zeit im irakischen Krieg nicht verarbeiten kann und Renia, die stille, unergründliche Mitbewohnerin, sind zwei starke Hauptpersonen dieses Romans. Selbst der Stadt Danzig gilt diese Zwiespältigkeit, auf der einen Seite eine wunderschöne historische Stadt und dann wieder geheimnisvolle Orte, die die Bewohner in Unruhe versetzen. Dieses Buch zeigt erst auf den zweiten Blick sein Geheimnis. Der Erzählstil hat viele wunderbare Momente, in denen man sich von der Geschichte einfach tragen läßt und die Poesie des Moments genießt. Dabei muss man sich allerdings Zeit nehmen. Dies ist auf keinen Fall ein Buch, das man so nebenbei lesen kann. Viele Textstellen fordern die ganze Aufmerksamkeit, besonders durch die unterschiedlichen Handlungen. Ein anspruchsvolles, empfehlenswertes Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    erdbeerliebe.

    erdbeerliebe.

    27. January 2013 um 18:38

    Erst nach dem Tode ihres Vaters erhält Kinga Mischa die Nachricht, dass ihr die Wohnung in Danzig, in der Stadt am Meer, gehört. Momentan noch bewohnt von ihrer polnischen Verwandschaft. Mit denen nimmt sie Kontakt auf und beschließt in besagte Wohnung zu Reisen - einzige Begleitung ihrer ist ein alter Bernsteinanhänger, in dem eine Spinne eingeschlossen ist. Seine geheime Fähigkeit: Er verleiht dem jeweiligen Träger unerwartetete Einblick in das Leben der Mitmenschen. Als ich das Buch "Ambra" aufschlug, war ich erstmal ziemlich (negativ) überrascht: Es gibt keine gekennzeichnete wörtliche Rede, was das Lesen ziemlich erschwert. Weiterhin schwierig waren die unerwarteten Perspektivwechsel. Abwechselnd erzählt das Buch nämlich aus folgenden Sichtweisen: Kinga selbst, der Spinne im Anhänger und einem Stadtschreiber. Es dauerte eine Weile, ehe ich herausfand, was im Buch überhaupt Sache ist. Mein zweites Problem mit diesem Buch waren die Charaktere, insbesondere die Persönlichkeit von Kinga Mischa selbst. Immer wieder tat sie Dinge, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte und die sie mir ziemlich unsympathisch erschienen ließen. Andere Charaktere bleiben blass und irgendwie formlos. Der Schreibstil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig - manche bezeichnen es vielleicht als hohes sprachliches Niveau, ich persönlich fand es etwas ausschweifend und langatmig. Einzelne Abschnitte (der verschiedenen Perspektiven sowie der wörtlichen Rede) sind nur schwer auszumachen, was das Lesen doch sehr anstrengt und zu keinem Vergnügen macht. Das Ende des Buches ist unerwartend und überraschend, tröstet mich jedoch nicht über die wenig Freude, die ich beim Lesen hatte, hinweg. Meiner Meinung nach ein Buch mit höchst origineller Idee die meiner Meinung nach etwas "zu" originell (und abstrakt) umgesetzt wurde.

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    michaela_sanders

    michaela_sanders

    27. January 2013 um 12:56

    Kinga erbt eine Wohnung am Meer als ihr Vater stirbt. Ausserdem noch einen Bernstein Anhänger der den Träger mit besonderen Fähigkeiten ausstatten soll. Sie beschliesst zu der Wohnung zu reisen. Dort leben Menschen (Teil ihrer Familie) die sie zunächst nicht sehr herzlich willkommen heissen. Allmählich arrangieren sie sich aber mit ihr. Dann verschwinden zwei Menschen und sie gerät unter Verdacht, ihre Gabe missbraucht zu haben. Leider bin ich nie richtig mit dem Buch warm geworden, ich bin schon nicht in die Geschichte reingekommen und so hat sich das lesen für mich eher dahin gezogen. Die Stimmung des Buches finde ich äußerst düster und die Charaktere finde ich zum Teil sehr befremdlich. Ich kann mich weder in ihrer Situation noch in das Land hineinversetzten. Ich kann erstmal gar nicht rausfinden in welcher Stadt das Buch spielt (Danzig wie ich später herausfinde), und dann ist mir unklar, wie Kinga eigentlich so lebt, wieso kann sie sich auf den Weg in diese Wohnung machen, was ist mit ihrem bisherigem Leben, als was arbeitet sie? Ich kam auch mit den drei Erzählsträngen nicht wirklich gut zurecht, vor allem die Sicht der Spinne fand ich verwirrend…Sprachlich fand ich es leider nicht so fesselnd, wie ich mir das nach dem lesen von einigen Rezis erhofft hatte. Alles in allem kein Buch, das mich fesseln konnte.

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    Fynigen

    Fynigen

    25. January 2013 um 10:32

    Erst nach dem Tod ihres Vaters erfährt Kinga von einer geerbten Wohnung in "der Stadt am Meer", wie Danzig in diesem Buch immer genannt wird. Ausserdem erbt sie noch einen Bernsteinanhänger, der schon seit Generationen im Besitz der Familie Mischa ist, jedoch ein dunkles Geheimnis birgt, das nur der Träger des Amueletts zu "sehen" bekommt. Auch erfährt sie von der polnischen Verwandschaft, von der sie bis dahin nicht wirklich wusste, und beschließt diese zu besuchen und kennenzulernen. In Danzig angekommen merkt sie zum ersten Mal das Geheimnis des Bernsteins... Das Buch wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, was es einem manchmal sehr schwer macht in die Geschichte reinzufinden, und manchmal auch richtig packt, und man hofft, dass es so weitergeht. Leider war dies bei mir nicht der Fall, und so gut wie ich die ersten beiden Kapitel gefunden habe, so sehr enttäuschte mich der Rest des Buches. Leider blieben für mich viele Fragen unklar, bei denen ich gehofft hatte, dass sie am Ende des Buches geklärt werden, und so das ganze noch offen stehende, einem einleuchtet. Ausserdem mag ich Bücher mit offenem Ende eh nicht. Ich finde es schöner, wenn das Buch in sich rund ist, und es ein klares Ende gibt. Dies muss nicht immer ein gutes Ende sein, jedoch kein offenes, wie in diesem Buch. Für mich war dieses Buch leider nicht zufriedenstellend. Da ich zwischenzeitlich aber doch sehr gebannt war, und gehofft hatte, dass ich es auch bleibe,vergebe ich zwei Sterne.

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    In diesem Roman wird die Geschichte teils widersprüchlich erzählt von Kinga Mischa, einem Stadtschreiber und einer im Bernstein gefangenen Spinne. Die Wahrheit erschließt sich dem Leser nicht. Handlungsort ist eine Stadt am Meer in Polen (Danzig). Nach dem Tod des Vaters verlässt sie Deutschland und geht nach Polen, um den anderen, bisher unbekannten Teil ihrer Familie kennen zu lernen. Von ihrem Vater hat sie einen geheinmisvollen Bernstein mit eingeschlossener Spinne geerbt, den ein Geheimnis umgibt: er soll seherische Fähigkeiten fördern. In der Stadt angekommen scheint er zu wirken... In dem Roman geht es auch um ein großes Familiengeheimnis, um die seelischen Verletzungen der Traumatisierten aus alten und aktuellen Kriegen und um Familie, Freundschaft und Liebe. Der Leser wird in die teils märchenhaft, teils realistisch erzählte Geschichte hineingezogen und kann der Erzählung aus drei Perspektiven folgen vor der er niemals weiß, welche die wahre Geschichte erzählt. Falls es überhaupt eine wahre Geschichte gibt...

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    Marcuria

    Marcuria

    22. January 2013 um 13:39

    Erst nach dem Tode ihres Vater erfährt Kinga Mischa von der Wohnung in der Stadt am Meer - jene Wohnung in Danzig, die plötzlich ihr gehören soll, die aber allem Anschein nach von ihrer polnischen Verwandtschaft bewohnt wird. Sie nimmt Kontakt zu ihrem Cousin Bartosz auf und beschließt schließlich, nach Danzig zu reisen, um neben ihm auch ihren Onkel sowie ihre Tante kennenzulernen. Als Begleitung nimmt sie nur einen alten Bernsteinanhänger mit, in dem eine Spinne eingeschlossen wurde. Schon lange ist dieser Anhänger im Besitz der Familie und verleiht dem Träger unerwartete Einblicke in das Leben seiner Mitmenschen. . Die Grundidee der Geschichte sowie deren Aufbaus schien durchaus vielversprechend, denn sie wird aus drei unterschiedlichen Sichtweisen, nämlich der von Kinga, der Spinne im Anhänger und einem Stadtschreiber erzählt. Problematisch hieran ist allerdings, dass der Leser hierauf nicht ausreichend vorbereitet wird. Wenn man sich wie ich vor dem Lesen nicht auf Inhaltsangaben und Rezensionen stützt, sondern das Werk als solches erfahren möchte, kann es leicht passieren, dass man bis zur Mitte des Buches nicht versteht, was überhaupt vor sich geht. Und zwar nicht auf eine geheimnisvolle, spannende Art und Weise, sondern vielmehr genervt und entmutigt, da es so kaum etwas gibt, woran man sich festhalten, geschweigedenn wofür man Interesse aufbauen könnte. . Diese schlechte Einführung betrifft nicht nur den Inhalt an sich sondern auch die auftretenden Personen. Allem voran die Protagonistin bleibt unangenehm blass und entwickelt sich mit der Zeit immer mehr zu einer der unsympathischsten Hauptpersonen, die ich bisher in einem Buch erleben durfte. Selten wollte ich einen Charakter so gerne aus dem Buch herausziehen, nur um sie durchzuschütteln und zu fragen, was zum Geier eigentlich in sie gefahren sei. Nicht nur handelt sie oft unnachvollziehbar, nein, zusätzlich stört ihre ständige Naivität und gleichzeitig ihre vorwurfsvolle, unüberlegte Art im Laufe der Geschichte immer mehr. Darüber hinaus wandeln sich andere Charaktere oftmals plötzlich und ohne ersichtlichen Grund, sind völlig unbeständig und bleiben eigenartig fremd. . Der vielfach gelobte Schreibstil der Autorin weist meiner Meinung nach zwei große Defizite auf. Zum einen wird die großartige Vorlage mit den drei Sichtweisen durch die immer gleiche Sprache regelrecht zunichte gemacht, weshalb man die einzelnen Abschnitte nur durch die kennzeichnenden Symbole sowie der wechselnden Ansprache der Personen ausmachen kann. Hierüber können auch vermeintlich abgrenzende, märchenhafte Einleitungen der Spinnenerzählung nicht hinwegtäuschen. Zum anderen sind die Beschreibungen der Umgebung zwar voller schöner Worte, aber oft derart ausschweifend und langatmig, dass es schwer fällt, sie nicht nur grob zu überfliegen. Letzteres ist aber sicherlich Geschmackssache, daher rate ich jedem dazu, sich auf der Seite der Autorin durch die Leseprobe selbst einen Eindruck zu verschaffen. . Ambra schlägt zwar unbekannte Wege ein und zeigt spannende, neue Situationen auf, doch diese schaffen es nicht, über wenige Seiten hinaus weiter zu fesseln. Auch das Ende der Geschichte ist in Anbetracht des Potenzials leider sehr enttäuschend. Zwar spitzen sich die Ereignisse in zwei Erzählsträngen immer mehr zu und entzweien sich drastisch, doch das Buch startet mit vielen Fragen und lässt den Leser letzten Endes mit unzähligen weiteren unbeantworteten zurück, was statt anregender Grübelei eher den fahlen Beigeschmack hinterlässt, dass es der einzige Ausweg aus dieser Geschichte war, für die es kein schlüssiges Ende mehr gab. So bleibt nur zu sagen: Schade, dass diese gute Idee nicht besser ausgebaut und umgesetzt wurde.

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    Nina1285

    Nina1285

    06. January 2013 um 11:02

    Nachdem ihr Vater gestorben ist, erbt Kinga eine Wohnung in der Stadt Danzig zusammen mit einem Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist. Sie macht sich auf den Weg nach Danzig, um ihre dortige Familie kennenzulernen, und stößt dabei auf so manches Geheimnis... Erzählt wird die Geschichte Danzigs zu verschiedenen Zeiten: vor dem Krieg, während des Krieges, kurz nach dem Krieg und später. Exemplarisch geschieht dies anhand der Geschichte der Familie Mysza bzw. Mischa. Man lernt verschiedene Generationen dieser Familie kennen, sowohl in Freundschaft als auch im Streit. Dieses Buch ist ein sehr ruhiges Buch und man braucht auch wirklich Zeit und Ruhe, um es verstehen und genießen zu können. Genau diese Zeit sollte man sich auch nehmen. Es ist schwierig, in das Buch hineinzukommen, aber wenn diese Hürde erst einmal genommen ist, wird die Geschichte immer fesselnder und leichter zu lesen. 'Ambra' besticht vor allem durch seine schon leicht poetische Sprache, die den Leser in seinen Bann zieht. Man möchte sich von ihr treiben lassen, sollte diesem Drang aber nicht zu sehr nachgeben, um auch den Inhalt erfassen zu können. Fazit: Eine wirklich spannende Familiengeschichte, die nichts für zwischendurch ist, sondern Zeit und Ruhe braucht!

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    Mone80

    Mone80

    03. January 2013 um 18:18

    Inhalt: Kinga erfährt nach dem Tod ihres Vaters von der polnischen Seite ihrer Familie und einer kleinen Wohnung, die sie nun geerbt hat. Ausserdem bekommt sie einen kleinen Anhänger, eine Spinne in Bernstein eingeschlossen, der seit Generationen im Familienbesitz ist. Mit diesem Anhänger bekommt Kinga immer wieder Visionen, die die Vergangenheit ans Licht bringt. Sie reist zur Stadt am Meer und trifft auf die Familie. Aber das Treffen ist sehr angespannt, das seit Generationen ein Streit zwischen der deutschen und polnischen Familie herrscht und die Wohnung macht eine Annäherung nicht gerade leicht... Meine Meinung: Das Buch ist in mehreren Erzählsträngen aufgeteilt, die sich innerhalb der Kapitel abwechseln. Dieses wird durch kleine Symbolen kenntlich gemacht, die den Anfang des jeweiligen Erzählstrang anzeigen. Es gibt den Rückblick in die Familiengeschichte, die Geschichte des Bernsteinanhängers und des Streites, der seit Generationen herrscht. Dann erzählt Kinga ihre Wahrheit, ihre Visionen, die der Anhänger unkontrolliert hervorbringt. Ausserdem gibt es den Stadtschreiber mit seiner Version der Geschichte und seiner eigenen Wahrheit. Die Geschichte von Kinga und dem Stadtschreiber scheinen am Anfang noch übereinzustimmen, aber mit jedem Kapitel entfernen sie sich. Der Leser wird so "gezwungen" sich sein eigenes Bild zu machen und sich seine eigene Meinung bilden. Es war für mich in Ordnung, dass die Kapitel sehr offen gehalten waren, aber leider war das Ende genauso offen. Damit bin ich nicht ganz klar gekommen und ich hätte mir auf einige Fragen noch Antworten gewünscht. Halt ein greifbareres Ende. Der Schreibstil ist wundervoll. Ruhig fließt die Geschichte dahin und trotz der ruhigen Art, ist sie so intensiv. Schon die ersten Seiten zogen mich in den Bann, eine wundervolle Liebeserklärung an Danzig, die ich mehrmals gelesen habe. Das Buch ist sehr ruhig und auch zum lesen benötigte ich vollkommene Ruhe. Es ist kein Buch für zwischendurch, sondern ein Buch, welches viel Aufmerksamkeit vom Leser beansprucht. Und Zeit zum nachdenken. Die Spannung, die aus dem Wechselspiel der Erzählstränge und dem Wechsel aus Mystik, Magie und Realität aufgebaut wird, verliert im mittleren Teil spürbar, kommt aber gegen Ende wieder voll zurück. Fazit: Sehr ruhig und sehr intensiv. Eine fesselnde Familiengeschichte.

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    Goch9

    Goch9

    03. January 2013 um 16:01

    Klinga Mischa lebt mit ihrem Vater Emmerich in einem kleinen niedersächsischen Städtchen. Ihren polnischen Wurzeln verdankt sie ihren außergewöhnlichen Namen. Zum Abschluss ihres Studiums der Kunstgeschichte und Philosophie schenkt ihr Vater ihr einen besonderen Bernstein. Er ist das Familienerbstück und wie Kinga sofort bemerkt „die einzige Verbindung zurück“. Als ihr Vater stirbt, erbt sie völlig überraschend eine Wohnung in Danzig. Bei der Testamentseröffnung erfährt sie durch den Notar, dass in Danzig der polnische Teil ihrer Familie unter dem Namen Mysza lebt und dass ihr Vater dieser Familie den Mietzins der Wohnung überlassen hat. Klinga nimmt Kontakt zu ihrer polnischen Familie auf und reist nach Danzig. Die Familie in Danzig, bestehend aus Onkel Brunon, Tante Bronka und Cousin Bartosz, sind nicht begeistert von Klingas Auftauchen. Sie befürchten die Wohnung und damit den Mietzins zu verlieren. Eine Reise, geprägt durch Erinnerungen, mystischen Begegnungen und Ereignissen beginnt. Sabrina Janesch hat mit Ambra einen außergewöhnlichen Roman geschrieben. Ihr Sprachstil ist poetisch und dabei extrem bildhaft. Danzig wird mit Hilfe des wehenden Westwindes erkundet und beschrieben. Rückblicke in die Vergangenheit erklären die Spaltung der Familie. Wechselnde Erzählperspektiven beleuchten die Geschichte von verschiedenen Seiten und geben dem Leser verschiedene Sichtweisen an die Hand, tragen aber manchmal auch zur Verwirrung bei. Der Leser erlebt die Geschichten wie durch einen Weichzeichner erzählt, so dass man manchmal nicht zwischen Phantasie und Realität unterscheiden kann. Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen, hatte aber auch zwischendurch Probleme die Zusammenhänge zu erkennen.

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    mabuerele

    mabuerele

    29. December 2012 um 19:57

    Kinga Mischa hat ihre letzte Prüfung in Kunstgeschichte und Philosophie abgelegt, als ihr der Vater ein altes Erbstück schenkt, einen Bernsteinanhänger mit einer eingeschlossenen Spinne. Nach des Vaters Tod teilt der Notar Kinga mit, dass sie eine Wohnung geerbt habe in einer Stadt am Meer. Wenige Jahre zuvor hatte ihr Vater sie erst geerbt von Marian Mysza. Kinga macht sich auf in diese Stadt. Der Roman beginnt mit einer beeindruckenden Hommage an Danzig, diese Stadt am Meer. Danach besteht die Geschichte aus vier Teilen. Jedes Kapitel beginnt mit einem historischen Rückblick. Darin wird die Geschichte der Familie Mischa und des Bernsteinanhängers erzählt. Während der ältere Bruder Konrad als Deutscher erzogen wird, verhält sich Marian mehr und mehr wie ein Pole, der Nationalität seiner Mutter. Kingas Aufenthalt in der Stadt wird einmal von ihr selbst, zum anderen von einem Stadtschreiber erzählt. Mit jedem neuen Kapitel weichen diese Beschreibungen deutlicher voneinander ab. Kinga, die gehofft hatte, vom Mietzins der Wohnung leben zu können, wird damit konfrontiert, dass ihre Verwandtschaft hofft, die Wohnung überschrieben zu bekommen. Renia, die als Medium arbeitet, Albína, eine Bildhauerin, und Rokas, ein lettischer Künstler, teilen sich die Wohnung. Da Rokas selten da ist, bekommt Kinga sein Zimmer. Der Kampf um die wohnung überschattet die familiären Bindungen. Bartosz, Marians Enkel, holt Kinga vom Zug ab. Doch nach seiner Rückkehr aus dem Irakkrieg kommt er mit seinem Leben nicht mehr zurecht. Den vierten Erzählstrang verdankt das Buch dem Bernsteinanhänger. Damit kann Kinga tief in die Erinnerung der Menschen eintauchen. So wird sie mit den Kriegserlebnissen von Bartosz konfrontiert. Er hat einen Kriegskameraden sterben sehen und war dabei, als ein Zivilist erschossen wurde, nur weil man seine Sprache nicht verstand. Der Tod des Kriegkameraden J. greift tief in Bartosz Leben ein. Doch auch Renias Gedanken kann Kinga lesen. Renia, die aus Deutschland nach Polen zurückgekehrt ist, und in den Straßen der Stadt die Toten der Vergangenheit gesehen hat, wirkt anziehend auf Kinga. Der Roman bezieht seine Spannung aus dem Gegensatz von Realität und Mystik. Erstaunlich exakt gelingen die Übergänge zwischen den einzelnen Handlungssträngen. Es wird ein Stück Familiengeschichte erzählt, die geprägt ist durch die Vergangenheit zweier Nationen. Die Spannungen zwischen allen Akteuren werden klar und präzise herausgearbeitet. Trotzdem überwiegt eine eher lyrische Erzählweise. Die autorin spielt mit Worten. Das zeigt vor allem, wenn es um Orts- und Landschaftsbeschreibungen geht. Die Protagonisten sind vielschichtig angelegt. Es fällt schwer, ihr Handeln einzuschätzen. Hinzu kommt, dass es in beiden Erzählsträngen unterschiedlich beurteilt wird. Mir persönlich hat der historische Teil am besten gefallen. Schön finde ich, dass kleine bilder darauf hinweisen, welchem Erzähler man gerade folgt. Am Ende bleiben offene Fragen, die meine Phantasie als Leser anregen. Der mythische Grundgedanke überlagert bis zum Schluss die Handlung. Das Buch ist nicht leicht zu lesen. Man muss sich daraauf einlassen. Doch es lohnt sich.

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  • Rezension zu "Ambra" von Sabrina Janesch

    Ambra
    MrsAmy

    MrsAmy

    28. December 2012 um 08:04

    Seit Kinga den Bernsteinanhänger trägt, verfügt sie über eine Gabe: Sie kann Bruchstücke aus der Vergangenheit anderer Personen sehen, wenn auch unkontrolliert. Vor ihr haben schon viele Familienmitglieder das Erbstück mit der eingeschlossenen Spinne getragen. Und das Tier hat alles, was es je gesehen hat, tief in sich bewahrt, ist Zeuge einer außergewöhnlichen Familiengeschichte geworden. Zuletzt war sie der stete Begleiter von Kingas Vater, doch dieser stirbt und er hinterlässt Kinga eine Wohnung in einer fernen Stadt in Polen. Gemeinsam mit dem Bernstein tritt Kinga eine Reise an, an deren Ende sie unvermutet einen Teil ihrer Familie finden wird. Doch was hat es mit der Stadt am Meer auf sich? Als ihr Cousin Bartosz, der im Irakkrieg viel erleben musste, und dessen Freundin Renia verschwinden, rückt Kinga in den ungeheuerlichen Verdacht dafür verantwortlich zu sein. So beginnt sie die Erlebnisse des letzten Jahres aufzuschreiben, währenddessen auch ein Stadtschreiber seine Version der Geschehnisse notiert. Ein widerstreitendes Erzählen beginnt immer durchbrochen von der Bernsteinspinne, die tiefe Einblicke in die Familiengeschichte gibt. „Ambra“ ist der zweite Roman von Sabrina Janesch. Der Leser wird Zeuge einer Reise in die Vergangenheit und der Verflechtungen einer Familie, deren Zerrüttung Jahrzehnte zurückliegt. Die Handlung des Romans wird einerseits von der Bernsteinspinne erzählt, andererseits widerstreitend von Kinga und dem Stadtschreiber Kröger. Die Kluft in der Darstellung von den Ereignissen zwischen Kinga und Kröger, die beide für sich in Anspruch nehmen, Zeugen des Geschehens gewesen zu sein wird im Verlauf des Romans immer deutlicher und es lohnt durchaus, bereits zu Beginn der Lektüre auf kleine Differenzen zu achten. Besonders interessant waren für mich als Leser der Blick auf die Familiengeschichte. Die Vergangenheit motiviert eindrucksvoll die Vorkommnisse und auch die Einstellung der Menschen zueinander in der Gegenwart. Die Charaktere sind nicht immer nachvollziehbar durchkomponiert, doch dies mag vor allem der widerstreitenden Erzählweise geschuldet sein. Große Probleme hatte ich damit, das Geschehen in der Gegenwart anzusiedeln. Das Buch lebt geradezu von einer etwas finsteren Grundstimmung, die sich in meiner Vorstellung eher Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts ansiedeln lässt. Selbstverständlich wird das auch darin liegen, das fast nirgends moderne Technik erwähnt wird, sondern eher alles einen etwas verstaubten, teilweise heruntergekommenen Eindruck macht. „Ambra“ ist ein wirklich gelungener Roman, der etwas schleppend beginnt, den Leser dann jedoch immer mehr in seinen Bann zieht, bis man bald das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Mein Fazit: unbedingt lesenswert.

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