Sabrina Janesch Tango für einen Hund

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Inhaltsangabe zu „Tango für einen Hund“ von Sabrina Janesch

Ab in die Pampa? Nicht ohne Leuchtraketen, Pistolen und Hundefutter Unschuldig des Feuerlegens bezichtigt, von Freunden und Familie im Stich gelassen: Eigentlich will Ernesto Schmitt nur seine Sozialarbeit ableisten und dann bloß weg hier. Nichts hasst er so sehr wie das platte Land. Doch dann steht Besuch vor der Tür: Onkel Alfonso aus Argentinien, und mit ihm Astor Garcilaso de la Luz y Parra, ein furchteinfl ößender Rassehund mit einem Herz aus Karamell. Und bei der Mission, ihn auf die Hundeausstellung nach Bad Diepenhövel zu schaffen, kann nur einer helfen: Ernesto. Gemeinsam begeben sich die drei auf eine Odyssee durch ein wildes Stück Deutschland. Aus Fremden werden Freunde, aus Schafshirten wackere Gauchos und aus der Heide die große, weite Prärie. Ein 17-Jähriger und sein exzentrischer Onkel sind auf der Flucht durch die Lüneburger Heide – vor den Bullen, der Vergangenheit, vor sich selbst. Ein rasantes Roadmovie mit Riesenköter. ' "Tango für einen Hund" ist leicht, witzig und mit der richtigen Prise Tiefgang - ein perfekter Sommerroman […]. ' Jan Ehlert, NDR Kultur, 04.08.2014 ' Die Road Novel lebt von einem Mix aus Heimatliebe und Heimatspott, von Sprachwitz und flotten Sprüchen. ' Sigrid Löffler, RBB Kulturradio, 04.08.2014 ' […] Janeschs Witz [entfaltet sich] dort am besten, wo [.] rumgegammelt und Platt geschnackt wird und Ernesto als Ich-Erzähler von seinem Alltag in der Provinz berichtet, auf wunderbar trockene Art […]. ' Kaspar Heinrich,SPIEGEL Online, 23.07.2014 ' Janesch erzählt ihre rasante Story amüsant, kurzweilig und mit viel Sprachwitz. ' Simon Benne, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 19.07.2014 ' [C]harmant bizarrer Roman [.] ' Christoph Gurk, Bayerischer Rundfunk, PULS, 19.07.2014 ' Witziges Roadmovie ' Maxi, 10.07.2014

Unterhaltsam, kurzweilig und charmant

— Samtpfote

Lustig und kurzweilig. Den vierter Stern hat es verdient, da ich ein paar Mal laut auflachen musste.

— woelfchen90

Ein witziger und unterhaltsamer Heidetrip.

— twentytwo

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  • Leserunde zu "Tango für einen Hund" von Sabrina Janesch

    Tango für einen Hund

    Buchreisender

     leicht, witzig und mit der richtigen Prise Tiefgang - ein perfekter Sommerroman ... Perfekt für den Frühling Klappentext:Ab in die Pampa? Nicht ohne Leuchtraketen, Pistolen und Hundefutter Unschuldig des Feuerlegens bezichtigt, von Freunden und Familie im Stich gelassen: Eigentlich will Ernesto Schmitt nur seine Sozialarbeit ableisten und dann bloß weg hier. Nichts hasst er so sehr wie das platte Land. Doch dann steht Besuch vor der Tür: Onkel Alfonso aus Argentinien, und mit ihm Astor Garcilaso de la Luz y Parra, ein furchteinfl ößender Rassehund mit einem Herz aus Karamell. Und bei der Mission, ihn auf die Hundeausstellung nach Bad Diepenhövel zu schaffen, kann nur einer helfen: Ernesto. Gemeinsam begeben sich die drei auf eine Odyssee durch ein wildes Stück Deutschland. Aus Fremden werden Freunde, aus Schafshirten wackere Gauchos und aus der Heide die große, weite Prärie. Ein 17-Jähriger und sein exzentrischer Onkel sind auf der Flucht durch die Lüneburger Heide – vor den Bullen, der Vergangenheit, vor sich selbst. Ein rasantes Roadmovie mit Riesenköter. es werden eBooks gestellt

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  • Tango für einen Hund

    Tango für einen Hund

    Samtpfote

    21. May 2016 um 21:57

    Meine Meinung: Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und mich bei der Lektüre gut amüsiert. Die Geschichte war unterhaltsam und mit dem nötigen Ernst und einer Prise Tiefgang ausgestattet. Auch die Romantik ist nicht zu kurz gekommen. Die Landschaft der Lüneburger Heide wird authentisch und mit viel Selbstironie beschrieben. Die Pesonen, vor allem Ernestos Onkel, sind lebensnah und mit viel Charme, Witz und Lebensweisheit skizziert. Besonders gut hat mir übrigens Astor, der Hund, gefallen. Der Hund, der für so viel Wirbel sorgt und im entscheidenden Moment eine wichtige Rolle spielt und schwierige Situationen auflockert. Was ich nur ein wenig speziell finde und fand: während Ernestos Roadtrip hat er sehr wenig Kontakt zu seinen Eltern, da die gerade in den Ferien sind und kann so ungestört schalten und walten. Ich weiss nicht, ob dies bei anderen Familien der Fall wäre, wenn der Sohn Sozialstunden abarbeiten muss. Dies liegt aber im Buch sicher auch ein wenig an der äusserst linken und alternativen Einstellung von Ernestos sympathischen Eltern. Zwei leidenschaftlichen Anhängern Che Guevaras. Schreibstil und Handlung: Janeschs Schreibstil hat mich beeindruckt. Es gelingt ihr, die Jugendsprache perfekt zu imitieren und der Geschichte, die aus der Sicht von Ernesto in der Ich-Perspektive erzählt wird, einen sehr jugendlichen Anstrich zu geben. Auch wenn es Janesch manchmal ein wenig zu gut meint, zieht sie dies doch von der ersten bis zur letzten Seite durch und schafft so eine lockere Atmosphäre, die gerne im Buch schmökern lässt. Von der Handlung her muss ich sagen, dass einige Passagen ziemlich vorhersehbar waren, dass ich mich aber immer gut unterhalten habe und dass ich das Buch wirklich gerne gelesen habe. Es hat mich nicht nachhaltig beschäftigt, aber es hat mir seht gut gefallen und ich kann es mir auch vorstellen ein weiteres Buch der Autorin zu lesen. Meine Empfehlung: Ich empfehle dieses Buch gerne als Sommerlektüre oder für unterwegs weiter und auch wenn mich das Buch nicht weiter beschäftigen wird, so hat es mich doch gut unterhalten. "Tango für einen Hund" ist spannend, witzig, romantisch und auch ein wenig skurril und enthält somit alle Elemente, die ein kurzweiliges Buch ausmachen. Zusätzliche Infos: Titel: Tango für einen Hund Autorin: Sabrina Janesch ePUB: ca. 303 Seiten Sprache: Deutsch Verlag: Aufbau Taschenbuch Erscheinungsdatum Erstausgabe: 18.07.2014  Aktuelle Ausgabe: 18.04.2016 ISBN: 9783746632001

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  • Unterhaltsamer Odyssee durch die Lüneburger Pampa

    Tango für einen Hund

    CanisLibrum

    20. May 2016 um 18:18

    Für dieses Buch habe ich mich entschieden, da ich sehen wollte ob man unserem rumänischen Havaneser-Mischling Watson neben dem rumänischen Volkstanz Bartok, auch einen lateinamerikanischen Tango beibringen kann. Leider musste ich feststellen, dass man unseren zierlichen Migrationshund keineswegs mit einem Uruguayischen Hirtenhund vergleichen kann, um den es sich in „Tango für einen Hund“ von Sabrina Janesch handelt. Handlung Ernesto Schmitt ist ein siebzehnjähriger Junge aus dem fiktiven Ort Semmenbüttel, dessen Plan es ist als erfolgreicher Regisseur Hollywood unsicher zu machen. Der erste Schritt dazu wurde auch erfolgreich absolviert, er erhält die Möglichkeit einen Bewerbungsfilm mit dem Titel „Über Land“ bei der Filmakademie einzureichen. Das richtige Land hat er sich auch schon dafür ausgesucht: Argentinien! Das Land in das die Familie seines Vaters vor ca. einhundert Jahren ausgewandert ist. Der Name Ernesto kommt auch nicht von ungefähr sondern bezieht sich auf den südamerikanischen Helden Che Guevara. Nur blöd, dass ihn ein Gericht zu zweihundert Stunden Sozialdienst verdonnert hat und er nun keine Möglichkeit hat nach Argentinien zu reisen. Heldenhaft hat er die Schuld von seiner geliebten Frida genommen und den Brand der Mühle auf seine Kappe genommen. Dabei hatte Frida beim Knutschen mit Jens, eine Mehlexplosion mit einem brennenden Joint ausgelöst. Statt Argentinien muss diesen Sommer die Lüneburger Heide herhalten samt dem greisen Sklaventreiber Texas Joe.Dann kommt auch noch Onkel Alfonso aus Argentinien überraschend zu Besuch nach Deutschland. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Bad Diepenhövel durch die Pampa der Lüneburger Heide gemacht um Alfonsos Hund Astor Garcilaso de la Luz y Parra, ein Uruguayischer Hirtenhund, bei einer Hundeaustellung antreten zu lassen.  Meinung Anfangs ist es mir etwas schwergefallen in die Geschichte reinzukommen. Auf den ersten Seiten wurden relativ viele plattdeutsche Dialoge verwendet, welche meinen Lesefluss zu Beginn störten. Plattdeutsch kommt zwar bis zum Ende des Buches immer wieder mal vor, aber ich habe es danach nicht mehr als störend empfunden. Ob ich in der kurzen Zeit Plattdeutsch gelernt habe, oder ob die verwendeten Wörter einfacher wurden, kann ich leider nicht sagen. Das Buch selbst würde ich als leichte Unterhaltung für Zwischendurch einstufen. Im Roadmovie-Erzählstil wurde aus der Sicht Ernestos die Reise mit seinem Onkel Alfonso und dessen uruguayischen Hirtenhund Astor zur Hundeaustellung in Bad Diepenhövel beschrieben. Auf deren Weg lassen der pubertäre Ernesto und sein exzentrischer Onkel kein Fettnäpfchen aus. Die Reise selbst wird eher als Flucht bzw. Odyssee dargestellt, da Ernesto eigentlich seine zweihundert Stunden Sozialdienst ableisten müsste und die Semmenbütteler Behörde, in Person von Hans-Peter Kramer, ihm auf den Fersen ist. Die Figuren in diesem Buch sind Sabrina Janesch sympathisch und gut gelungen. Ernesto ein siebzehnjähriger Teenager, der in dem Buch mit seinen Gefühlen zu seinem Heimatland und zu seiner unerwiderten Liebe zu Frida kämpft. Einerseits fühlt er sich wie der Größte, andererseits ist er noch wie ein kleines Kind und fürchtet sich vor nächtlichen Besuchen der in der Gegend gefundenen Moorleichen. Es war schön zu lesen, wie Ernesto im Verlaufe der Reise, selbständiger und selbstbewusster wurde.  Sein Onkel Alfonso hat ihm die argentinische Gauchoart nähergebracht und ihm in kurzer Zeit einen Weg aus seiner tristen Lüneburger Perspektivlosigkeit gezeigt. Wen der Sprachgebrauch von pubertären Teenagern nicht stört, ist herzlich eingeladen das Buch zu lesen. Wer mit Kraftausdrücken seine Probleme hat, dem würde ich eher von diesem Buch abraten. Lieben Gruß Canis Librum

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  • Ab in die Pampa?

    Tango für einen Hund

    Antek

    01. May 2016 um 13:42

    „Bin zwar kein Krimineller, aber Gehirnamputierter. Und wer hat´s mir amputiert? Frida“ Damit lässt sich die Lage des 17-jähigen Ernesto ganz gut kommentieren. Aus Liebe ist er unschuldig wegen Brandstiftung verurteilt worden und muss jetzt 200 Sozialstunden ableisten. Aus der Traum erst einmal zu verreisen, weil ihn das platte Land irgendwo in Niedersachsen und ganz besonders in dem langweiligen Kaff namens Semmenbüttel so was von ankotzt. Aus der Traum auf der Reise einen genialen Videoclip für die nächste Bewerberrunde an der Filmhochschule zu drehen. Während er sich hier als Gärtner abmüht sind seine Eltern natürlich auch noch im Urlaub in Marokko.  Plötzlich steht Onkel Alfonso aus Argentinien, der eigentlich zu seinem Vater wollte, vor der Tür. Ernesto kann sich nur entfernt an die argentinische Verwandtschaft erinnern. Alfonso hat auch tierische Begleitung mit dabei, Astor Garcilaso de la Luz y Parra, ein furchteinflößender Rassehund mit einem Herz aus Karamell. Ernesto ist bei der Verschiffung des Uruguayischen Hirtenhundes, kurz bevor er in Rente ging, ein Fehler unterlaufen und deshalb will er Astor jetzt unbedingt auf die Hundeausstellung nach Bad Diepenhövel schaffen. Eine Mission, bei dem ihm Ernesto helfen soll. Gemeinsam begeben sich die drei auf eine Odyssee. Sabrina Janesch hat einen ganz besonderen Erzählstil und auf den ersten Seiten hatte ich Probleme dem zu folgen. Das hat sich aber schnell gelegt, vielleicht war es auch der Anfangsbetrachtung der Umgebung geschuldet, und dann liest sich der Roman locker, leicht. Erzählt wird in der Ich Perspektive aus Ernestos Sicht, was einen nah an seinem Gefühlsleben dran sein lässt. Ich konnte viel schmunzeln, ab und an war mir sein schnodderiger Teenieton aber auch schon fast an der Grenze. Gut gefallen hat mir, dass sich einzelne Charakter in Platt oder auch mit spanischen Einsprenkseln zu Wort melden, auch wenn ich nicht sicher bin, ob ich alles so wirklich richtig übersetzt habe. Die Geschichte ist für mich ein Stück Reifungsprozess eines Jugendlichen. Ernesto erlangt auf der Reise Selbstbewusstsein, hält immer wieder ein um Nachzudenken, und bekommt einen etwas anderen Blick auf sein Leben. Auf der Reise treffen sie auf viele interessante, teilweise skurrile Persönlichkeiten, die ich gerne etwas näher kennen gelernt hätte, da wären mir weniger und dafür intensiver vielleicht lieber gewesen. Toll wird die Landschaft beschrieben und ich konnte mir die Umgebung immer gut vorstellen. Nicht besonders viel konnte ich mit den Parallelen zu Filmen, die gezogen werden, anfangen. Aber klar Ernesto will Regisseur werden und dafür, dass ich so gut wie keine Filme schaue, kann er nichts. Die Charaktere sind interessant dargestellt. Ernesto ist ein enttäuschter, auch etwas perspektivloser Jugendlicher. Nicht mit allen seinen Sprüchen war ich so ganz glücklich, trotzdem war er mir sympathisch und vor allem ist er lernfähig.  Alfonso, der etwas kauzige Onkel, hat ganz besondere Lebensweisheiten auf Lager und ist cleverer als man auf den ersten Blick vermutet. Auch die Nebendarsteller sind liebevoll, originell ausgewählt und witzig gezeichnet, z.B. der Vater, der meint, auf dem Sofa rumliegen, Filme machen, sei kein vollwertiges Lebenskonzept und dabei sein Krokodil im Schrank als Heiligtum betrachtet, oder auch Texas Joe, der plattdeutsche Gärtner,  der sich vielleicht besser nicht zu seiner Liebe geschlichen hätte. Ich hätte mir aufgrund der Beschreibung erhofft, dass Hirtenhund Astor eine etwas größere Rolle einnehmen würde. Alles in allem ein Roman, der mit einigen Szenen, die nachdenklich machen, ganz nett unterhält und einen auch immer wieder zum Schmunzeln bringt.

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  • Kurzweilig für Zwischendurch

    Tango für einen Hund

    woelfchen90

    28. April 2016 um 18:47

    Die Lüneburger Heide! Meine Heimat! Mitten im Nichts und unendliche Weiten...In Kombination mit Argentinien???Das Buch musste ich lesen!Zunächst wird man bei "Tango für einen Hund" erstmal in das kalte Wasser der Nordsee, ähhh der Geschichte geworfen. Man hat das Gefühl durch ein Mikroskop auf die Welt des Erzählers zu blicken, ohne dass man zunächst erkennt worum es geht oder wo man sich befindet. Erst nach einigen Seiten hatte ich den Eindruck so langsam zu wissen worum es geht und wer mir diese Geschichte erzählt.Wir tauchen ein in die Welt von Ernesto Schmitt. Schon der Name ist den ersten Schmunzler wert, denn in dieser Kombination habe ich ihn noch nie gehört. Und so ungewöhnlich wie sein Name, ist auch das Leben von Ernesto. Er weiß von Verwandten in Argentinien, kann sich aber kaum an sie erinnern. Bis sein Onkel Alfonso unerwartet vor der Tür steht und ihn in ein wildes Abenteuer quer durch die Heide zieht.Was den beiden so alles geschieht, kann man in dem kurzweiligen Buch von Sabrina Janesch nachlesen.Das Buch bietet eine nette Unterhaltung für Zwischendurch und ist eine kurzweilige Unterhaltung. Auf 303 Seiten ist die Geschichte trotz ein paar tiefgründigeren Ansätzen aber auch ausreichend erzählt. Ein bisschen erinnert das Buch an die Perspektivlosigkeit der heutigen Jugend ohne dabei zu aufdringlich darauf hinzuweisen. Nichtsdestotrotz handelt es sich um einem Unterhaltungsroman, der eins tun soll: unterhalten. Und das tut er. Mehr nicht und das reicht auch so!

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  • Ein rasantes Heideabenteuer

    Tango für einen Hund

    twentytwo

    22. April 2016 um 13:23

    Ernesto, wer will schon Ernesto heißen, hasst seinen Namen, das platte Land und eigentlich alles andere auch. Unschuldig verurteilt, wird er zu 200 Stunden Sozialarbeit verknackt, die er ableisten soll während seine Eltern Urlaub in Marokko machen. So hadert er mit sich und der Welt, die seine wahren Talente einfach nicht zur Geltung kommen lässt. Da hilft nur eines, den Job runterreißen und dann nichts wie weg.Als plötzlich sein Onkel aus Argentinien mit Astor vor der Tür steht, wird aus diesem Traum schneller Realität als er gedacht hat. Denn Onkel und Astor, seines Zeichens ein vor dem Aussterben bedrohter Rassehund, müssen dringend nach Bad Diepenhövel zur Hundeschau – und dazu brauchen sie Ernesto. Dieser ziert sich zunächst, aber wenig später ist es beschlossene Sache und sie machen sich, mit einer klapprigen alten Karre, auf den Weg.Unterwegs treffen sie jede Menge interessante Leute, die in ihrer Skurrilität genauso unverwechselbare Originale sind, wie Ernesto, Onkel Alfonso und Astor. Jeder hat seine individuelle Betrachtungsweise und Sicht auf das Leben, die natürlich kundgetan werden muss und so wird die Tour de Lüneburger Heide zu einem einzigartigen und lehrreichen Abenteuer für Ernesto.FazitEin locker geschriebener Roman, der sehr unterhaltsam die Pubertätsprobleme des 17-jährigen Ernesto aufs Korn nimmt. Eine herrlich verschrobene Geschichte, die sich bestens dazu eignet ein verregnetes Wochenende zu retten.

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  • Urkomisch und nachdenklich

    Tango für einen Hund

    Gospelsinger

    05. January 2015 um 22:41

    Ernesto Schmitt hasst seine Heimat, das platte norddeutsche Land, in dem nie etwas los ist. Deshalb will er auch so schnell wie möglich weg von hier. Aber leider gab es ein Missverständnis, was für Ernesto bedeutet, dass er zwei Schneidezähne und die Frau seiner Träume verloren hat, und für einen Brand verantwortlich gemacht wurde. Nun muss er also Sozialstunden ableisten und wird von der Polizei überwacht. Wenigstens hat Ernesto gerade sturmfreie Bude hätte, weil seine Eltern unterwegs sind. Allerdings ist das Glück von kurzer Dauer, denn sein Onkel aus Argentinien steht plötzlich vor der Tür, in Begleitung eines riesigen Hundes, der auf einer Hundeschau ausgestellt werden soll. Irgendwo in einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide. Und Ernesto soll die beiden dorthin bringen. Dass Ernesto keinen Führerschein hat und die Stadt nicht verlassen darf, interessiert Onkel Alfonso herzlich wenig. Zu dritt geht es also los nach Bad Diepenhövel, was zu einem ganz besonderen Road-Movie wird. Diese Geschichte hat mir viel Spaß bereitet. Zwei urige Charaktere, ein charaktervoller Hund (der mir im Buch etwas zu kurz kam) und eine schöne, urwüchsige Landschaft. Lediglich der schnodderige Jugendlichenton, in dem die Geschichte aus der Sicht Ernestos geschrieben ist, war hart an der Grenze zum Nervigen. Es gibt urkomische Szenen im Buch, aber auch nachdenkliche Stellen. Onkel Alfonso ist klüger, als er zunächst wirkt, Ernesto ist lernfähiger, als man es im zu Beginn des Buches zutraut, und der Rassehund hat ein Herz aus Karamell. Das macht die Geschichte lesenswert.

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  • Leserunde zu "Tango für einen Hund" von Sabrina Janesch

    Tango für einen Hund

    SabrinaJanesch

    Liebe Leserinnen und Leser, vor einem Monat erschien mein neuer Roman »Tango für einen Hund«. Heute möchte ich Euch zu einer Leserunde einladen. In »Tango für einen Hund« geht es um einen jungen Mann, die Provinz und die große weite Welt. Unschuldig des Feuerlegens bezichtigt, von Freunden und Familie im Stich gelassen: Eigentlich will Ernesto Schmitt nur seine Sozialarbeit ableisten und dann bloß weg hier. Nichts hasst er so sehr wie das platte Land. Doch dann steht Besuch vor der Tür: Onkel Alfonso aus Argentinien, und mit ihm Astor Garcilaso de la Luz y Parra, ein furchteinflößender Rassehund mit einem Herz aus Karamell. Und bei der Mission, ihn auf die Hundeausstellung nach Bad Diepenhövel zu schaffen, kann nur einer helfen: Ernesto. Gemeinsam begeben sich die drei auf eine Odyssee durch ein wildes Stück Deutschland. Aus Fremden werden Freunde, aus Schafshirten wackere Gauchos und aus der Heide die große, weite Prärie. Ein 17-Jähriger und sein exzentrischer Onkel sind auf der Flucht durch die Lüneburger Heide – vor den Bullen, der Vergangenheit, vor sich selbst.  Hier geht’s zur Leseprobe.  Und das sagt die Presse zu meinem Roman: » "Tango für einen Hund" ist leicht, witzig und mit der richtigen Prise Tiefgang - ein perfekter Sommerroman […]. « Jan Ehlert. NDR Kultur » Die Road Novel lebt von einem Mix aus Heimatliebe und Heimatspott, von Sprachwitz und flotten Sprüchen. « Sigrid Löffler. RBB Kulturradio » […] Janeschs Witz [entfaltet sich] dort am besten, wo kaum etwas geschieht. Wenn rumgegammelt und Platt geschnackt wird und Ernesto als Ich-Erzähler von seinem Alltag in der Provinz berichtet, auf wunderbar trockene Art […] « Kaspar Heinrich. SPIEGEL Online Kurz zu meiner Person: Ich wurde 1985 in Gifhorn geboren - Provinz par excellence ;-) - studierte dann Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und Krakau. Nach meinem Studium reiste ich viel durch Südamerika. 2010 erschien mein erster Roman Katzenberge, 2012 folgte der Roman Ambra, beide im Aufbau Verlag. Und jetzt ist also Tango für einen Hund dran - das erste Mal, dass sich Südamerika irgendwie in meinem Werk niederschlägt. Bin schon sehr aufgeregt. 2015 wird es wieder nach Südamerika gehen - diesmal nach Peru. Mehr zu mir und meinen Büchern findet Ihr übrigens auf meiner Homepage. Wer jetzt neugierig geworden ist und Lust hat, mit mir gemeinsam über meinen Roman zu plaudern, kann sich bis einschließlich 24. August für die Leserunde bewerben. Losgehen wird sie dann am 1. September.  Der Aufbau Verlag stellt 20 Freiexemplare zur Verfügung. Solltet Ihr zu den Mitlesenden zählen, setze ich eine Teilnahme am Austausch in den Leseabschnitten und eine abschließende Rezension voraus.  Ich freue mich auf die Leserunde mit euch! Eure Sabrina Janesch

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    • 269
  • Witziger Heimatwestern !

    Tango für einen Hund

    Irmi_Bennet

    16. October 2014 um 11:03

    Sein Vorname ist das Aufregendste im Leben des 17jährigen Ernesto Schmitt. Seine Eltern waren einst politisch engagierte Freigeister, jetzt sind es nur noch Spießer. Er lebt auf dem platten Land irgendwo in Niedersachsen in einem langweiligen Kaff namens Semmenbüttel und leistet Sozialstunden ab, indem er das große Grundstück eines Altenheims pflegt. Mit der Liebe klappt es auch nicht so richtig, denn seine Angeschwärmte Frida ist nun mit dem Klassenschönling zusammen. Ernestos Traum von einer Karriere als Filmemacher liegt in weiter Ferne, jetzt ist erstmal einen Sommer lang Langeweile angesagt. Da kommt Ernestos Onkel Alfonso aus Argentinien gerade recht. Der kauzige Alte mit den etwas anderen „Lebensweisheiten“ steht irgendwann plötzlich vor Ernestos Haustür und hat zudem noch einen riesigen unerzogenen Hirtenhund im Schlepptau. Und der will aus bestimmten Gründen unbedingt auf die Hundeaustellung nach Bad Diepenhövel. Mit einem alten rostigen Fiat macht sich das merkwürdige Trio auf den Weg durch die Lüneburger Heide. Mit hat diese leise aber witzige Mischung aus Roadtrip-Story und Coming-of-Age Geschichte mit Happy End sehr gut gefallen. Es hat mich selbst an den ersten Urlaub im ersten Auto erinnert ( bei mir war es eine Ente ) - wo schiefgegangen ist, was schiefgehen kann. Aber am Ende hat es sich gelohnt, denn man wächst an Begegnungen und Erlebnissen. Alfonso eröffnet dem jungen trotzigen Ernesto neue Sichtweisen auf das Leben. Ein Leben, das noch vor ihm liegt. Die weite Welt ist überall, auch in der Lüneburger Heide.

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  • Die Reise dreier ”Gauchos” durch Norddeutschland

    Tango für einen Hund

    AngiF

    Der Roman ”Tango für einen Hund” von der Autorin Sabrina Janesch erzählt die Geschichte des jungen Ernesto Schmitt, der gerade vom Jugendgericht zu Sozialstunden verdonnert wurde und diese nun beginnt abzuleisten. Doch bereits nach einem Tag kommt alles anders als geplant. Denn vor seiner Haustür (die Eltern sind verreist) steht unerwartet sein Onkel Alfonso aus Argentinien, und mit ihm Astor Garcilaso de la Luz y Parra, ein Ernesto zunächst furchteinflößender uruguayischer Hirtenhund (=Höllenhund). Zu Dritt begeben sich die durchaus liebenswerten Charaktere auf eine Reise, die sie quer durch Niedersachsen führt. Die Autorin versteht es uns Leser zu amüsieren und mitzunehmen auf eine Reise,während dieser der junge Ernesto reifen wird. Sie beginnt in einem rasanten Erzähltempo, das sie variiert, um eben diesen Prozess der Reife zu zeigen. Ihre Sprache gefällt mir ausnehmend gut, auch dass ein wenig Plattdeutsch und später auch Spanisch mit einfließt. Ein köstliches Buch, das ich gerne weiter empfehle, denn ich habe es durchgehend mit Vergnügen gelesen, ich vergebe ihm 5 Sterne.

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    • 2

    Alira

    15. October 2014 um 10:50
  • Tango für einen Hund

    Tango für einen Hund

    nataliea

    14. October 2014 um 21:49

    "Tango für einen Hund" ist ein sehr amüsanter und unterhaltsamer Roman. Zum Inhalt ist folgendes zu sagen: Der 17jährige Ernesto wird vom Jugendrichter zu Sozialstunden verurteilt. Doch plötzlich steht sein Onkel Alfonso samt furchteinflößenden Hirtenhund aus Argentinien vor der Tür. Alfonso möchte den Hund zu einer Ausstellung bringen. Problematisch ist, dass die Ausstellung nicht gerade um die Ecke ist, die Eltern verreist sind und das Unheil seinen Lauf nimmt... Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und daher locker zu lesen. Die Protagonisten sind sehr detailliert und liebevoll beschrieben. Auch die Erzählung aus der Ich-Perspektive von Ernesto finde ich sehr gelungen. Ich musste mir das Schmunzeln des Öfteren mal verkneifen und auch ein paar Lachtränen sind geflossen. Auch die verschiedenen sprachlichen Einflüsse wie Plattdeutsch und Spanisch verleihen dem Roman und somit der Geschichte seinen ganz eigenen Charme. Ein sehr empfehlenswerter Unterhaltungsroman bei dem das Motto Niedersachsen meets Argentinien hervorragend witzig umgesetzt wurde.

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  • Unterhaltsamer Road-Kurzfilm

    Tango für einen Hund

    LukaElliott

    14. October 2014 um 13:20

    Drei Tage ist der 17-jährige Ernesto mit seinem argentinischen Onkel Alfonso und dem riesigen, löwenherzigen Hütehund Astor unterwegs, um die beiden Gäste – zunächst widerwillig – zu ihrem Bestimmungsort zu eskortieren: Eine Rassehundeausstellung in Bad Diepenhövel. Dass das nicht ohne Hindernisse abgeht liegt auf der Hand. Ernesto muss eigentlich Sozialstunden ableisten und wird vom »Trenchcoat-Mann« Herrn Kramer verfolgt, er ist, wie es sich für einen 17-Jährigen gehört, unglücklich verliebt und findet seine Eltern seltsam, er hat ziemlichen Respekt vor dem »Riesenköter« und schleppt ein halbes ausgestopftes Krokodil als Glücksbringer mit sich herum. Natürlich wartet die Reise mit allerhand skurrilen, geheimnisvollen und auch surrealen Begegnungen auf und nicht alles wird aufgeklärt. Die Geschichte wird aus der Sicht Ernestos erzählt, dem filmaffinen angehenden Regisseur, dessen erklärtes Ziel es ist, an der Filmhochschule angenommen zu werden. Dafür muss er einen selbstgerechten Film einreichen und Ernesto hat sich Argentinien als Thema ausgesucht. Leider blieb es auch dabei, dieser Strang der Geschichte wird nicht weiter verfolgt – es sei denn, man nimmt Ernests Erzählung der Begebenheiten als eben jenen Roadmovie. Ernestos Sprache ist erfrischend, witzig, locker und gleitet auch in gefühlvollen Momenten niemals ins Kitschige ab. Es macht großen Spaß, dem flapsigen Jugendlichen auf seinem kurzen Abenteuer durch die norddeutsche Pampa zu folgen. Der Stil hat bei mir eine Menge Kopfkino ausgelöst, die Umgebung, die die drei Protagonisten durchqueren, war immer bildhaft präsent beim Lesen. Wäre dieser Erzählstil nicht gewesen, hätte ich das Buch womöglich nicht zu Ende gelesen. Die Begegnungen mit den norddeutschen Originalen reihen sich wie Perlen an der Schnur aneinander. Die Leute kommen und verschwinden bald darauf wieder; weiter geht die Reise. Dabei waren die Nebencharaktere so interessant, dass ich wirklich gern mehr von ihnen gelesen hätte. Auch der Einbau der Dialekte hat mir gut gefallen, obwohl ich nicht alles auf Anhieb ins Hochdeutsche übersetzen konnte. Die Abenteuer sind eigentlich eher belanglos und das richtige Roadmovie-Feeling wie z.B. bei Tschick oder Thelma & Louise wollte sich bei mir nicht einstellen. In der Mitte wurde die Handlung spürbar ruhiger und ich habe mich schwergetan mit dem Lesen. Einzig Ernestos Erzähl- und Denkweise hat mich animiert, weiterzulesen. Natürlich wäre ein Reiseroman kein Reiseroman, wenn der Held nicht verändert an seinem Ziel ankommt. Ernestos Wandlung war für mich nicht ganz nachvollziehbar; ich würde jetzt nicht sagen, dass er über die Maßen über sich hinausgewachsen ist, seine persönlichen Grenzen ausgelotet oder gar überschritten hat. Eigentlich haben ihn die Ereignisse vorwärtsgeschoben. Lediglich seine Einstellung zum Leben hat sich gewandelt, er hat an Selbstbewusstsein gewonnen. Der Roman lebt vom Schreibstil und den Charakteren, die Geschichte selber kommt zu kurz für meinen Geschmack. Astor als Grund für die Reise erschien mir, als ich das Ende erreicht hatte, wie ein vorgeschobener Grund, um die Protagonisten auf den Weg zu schicken, und spielte gegen Ende eine immer kleinere Rolle, bis … ach, das wäre jetzt spoilern. Lest selber! Als Leser fühlte ich mich ein bisschen betrogen, weil viele Fäden ausgelegt, aber dann einfach nicht weiter verfolgt wurden – seien es die skurrilen Charaktere, der Herr Kramer, der Wolf, die etwas surrenden Begebenheiten oder sogar Alfonso selber, für den diese Hundeausstellung zunächst eine unglaublich wichtige Sache ist, nur um das Erreichen seines Ziels dann doch Ernie zu überlassen. Da hätte er ja gleich in Argentinien bleiben, den Hund allein losschicken und die deutschen Verwandten mit der Durchführung seiner Mission beauftragen können. Mein Fazit: Zwiegespalten. Großartige Sprache, flüssiger, ungewöhnlicher Schreibstil, tolle Figuren, keine Frage! Es macht riesigen Spaß, die Geschichte aus Ernies Sicht zu verfolgen. Das Buch war extrem positiv; es geschieht nichts wirklich Böses oder wahrhaft narbenhinterlassendes Dramatisches. Skurrilität hat Vorrang. Immer wieder wird auf Che hingewiesen, auf lateinamerikanische oder filmische Kultur, die Charaktere sind allesamt Unikate; dazu die norddeutsche Landschaft – Tango für einen Hund ist ein bunter, unterhaltsamer Roman in ungewöhnlicher Sprache, er ist keinesfalls oberflächlich, aber er geht auch nicht wirklich unter die Haut, wie es Tschick, In die Wildnis, Amy on the Summer Road oder Der Hundertjährige … getan haben. Die Handlung selber hat mich ein wenig unbefriedigt zurückgelassen. Insgesamt ist der Roman kein wirklich rasantes Roadmovie mit Höhepunkten und wilden Wendungen, eher eine Landpartie mit innerer Einkehr, ein kleiner Entwicklungsroman, der es nicht ganz geschafft hat, mich zu überzeugen. Dennoch werde ich ihn wegen des Schreibstils und der Erzählperspektive weiter empfehlen. Ob die Handlung den Leser überzeugt ist ja immer auch eine rein persönliche Sache … Ich vergebe drei von fünf Sternen und werde mir andere Bücher der Autorin auf jeden Fall anschauen. Denn schreiben kann die Frau, das steht mal fest.

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  • Originelles Road- Movie in Buchform

    Tango für einen Hund

    katze267

    10. October 2014 um 16:42

    Ernesto Schmitt ist 17, lebt  in einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide und möchte Filmregisseur werden. Doch statt den Bewerbungsfilm für Stufe 2 der Filmschule zu drehen, muss er sterbenslangweilige 200 Sozialstunden ableisten, da er aus Verliebtheit die Schuld für einen Brand in einer Mühle auf sich genommen hat, dazu sind auch noch seine Eltern im Urlaub. In dieses triste Szenario  kommt recht bald FArbe und zwar in Form seines Onkels Alfonso aus Argentinien, der unangemeldet mit einem ungewöhnlichen Begleiter und einer Mission vor der Tür steht  : dem riesigen Hirten hund Astor, der unbedingt zwecks Rasenerhaltung zur Hundeschau nach Diepenhövel soll. Zunächst widerwillig, dann immer entschlossener nimmt sich Ernesto dieser Mission an, dabei verfolgt zunächst von Herrn Kramer, der die Sozialstunden einfordern will und schliesslich auch noch von der Polizei. Erschwerend kommt hinzu, dass Alfonso gar keinen und  Ernesto nur einen begleitenden Führerschein hatund das vom exzentrischen Kalle überlassene Gefährt so seine Mucken hat. Die Geschehnisse sind so witzig und temporeich beschrieben, immer wieder tauchen neue, interessante originelle Personenund Verwicklungen auf, die Parralelen zwischen Lüneburger Heide und argentinischer Pampa , die immer wieder gezogen und auch irgendwie bestätigt werden sind so aberwitzig, aber auch in sich logisch, dass der Leser kaum zur Ruhe kommt. Doch auch ruhigere Passagen gibt es, in denen Ernesto Zeit zum Nachdenken findet und sich entwickeln kann. Mir hat dieser Roman ausserordentlich gur gefallen, der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich, aber angenehm und flüssig zu lesen. Die Ereignisse dieses Road-Movies in Buchform sind immer wieder überraschend, die Figuren kreativ, ungewöhnlich und sympathisch, das Lesen macht einfach Spass. Ich kann nur volle 5 Sterne geben und dieses Buch uneingeschränkt empfehlen..

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  • Amüsante Geschichte

    Tango für einen Hund

    nodi

    07. October 2014 um 06:45

    Der 17jährige Ernesto Schmitt möchte auf die Filmhochschule, muss aber erstmal Sozialstunden ableisten. Eines Tages steht sein Onkel Alfonso aus Argentinien vor der Tür. Alfonso ist aber nicht alleine, mit ihm reist ein riesiger Hirtenhund, den Alfonso zu einer Hundeausstellung bringen möchte. Leider ist die Ausstellung sehr weit entfernt, also muss Ernesto erstmal alles hinter sich lassen und mit dem Auto ran, da seine Eltern gerade in Marokko Urlaub machen. Das Chaos nimmt seinen Lauf. Die Handlung erlebt der Leser aus der Ich-Perspektive von Ernesto. Im jugendlichen Jargon erzählt er uns seine Erlebnisse. Mit einem altersschwachen Auto und dem Riesenhund erlebt er mit seinem Onkel so einige haarsträubende Abenteuer auf ihrer Fahrt durch die Lüneburger Heide, wobei man sehr oft nur noch schmunzeln kann. Die Charaktere der Protagonisten sind sehr unterschiedlich. Da ist erst einmal Ernesto, der große Zweifel an der ganzen Mission hat, daneben Onkel Alfonso ein etwas kauziger Herr, bei dem immer wieder das Spanische durchkommt und zu guter Letzt noch Astor, der furchteinflößende Rassehund, der vollkommen eigensinnig und stur ist. Die Autorin hat hier einen unterhaltsamen und amüsanten Roman geschaffen, bei dem die Lüneburger Heide auf etwas skurrile Art auf die argentinische Pampa stößt. 

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  • Rasant, witzig und gute Unterhaltung

    Tango für einen Hund

    HarIequin

    05. October 2014 um 10:55

    „Noch bevor das Bild einsetzt merkt man: Das hier wird brenzlig. Ungewöhnlich. Und es spielt nicht in der Stadt, sondern auf dem Land. Wenigstens in diesem Fall hier.“ (Seite 7) Sommer im kleinen Kaff Semmenbüttel. Ernesto Schmitt wollte um diese Zeit eigentlich seinen Bewerbungsfilm für die Filmschule drehen, muss nun aber unschuldig Sozialstunden ableisten. Der 17-jährige hat sich seinem Schicksal schon fast ergeben, als unerwartet Onkel Alfonso aus Argentinien auftaucht. Im Gepäck den Riesenhund Astor, der unbedingt auf eine Hundeaustellung gebracht werden muss, damit das Universum wieder ins Lot kommt. Ernesto spielt widerwillig den Chauffeur und so beginnt eine Reise, die sich als spektakulärer gestaltet als vorhergesehen. Der Roman ist sprachlich sehr abwechslungsreich - Jugendjargon trifft auf spanisch und plattdeutsch. Alles habe ich zugegebenermaßen nicht verstanden und auch der Jugendjargon war für mich manchmal etwas zu dick aufgetragen, dennoch war es angenehm zu lesen. Nach den ersten paar Seiten kam mir direkt der Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf in den Sinn. Nicht, dass die Geschichte gleich wäre oder so etwas, nur die Atmosphäre hat mich sehr daran erinnert, was in jedem Fall positiv ist. Ein Gefühl von Vorfreude auf den eigentlichen Road Trip, Abenteuer und Freiheit. Die Charaktere sind keineswegs auf den Mund gefallen und so unterhalten sie einen auf ihrer Reise mit stets lockerer und frecher Art. Sätze wie „Am Anfang war die Musik, klar?" machen Ernesto einfach zu einem sympathischen Zeitgenossen. Ab ungefähr der Hälfte geht der Roadmovie-Aspekt leider etwas verloren und die Ereignisse überschlagen sich ein wenig zu sehr. Ich persönlich hätte mir mehr Seiten auf der Straße gewünscht und dafür weniger Bekanntschaften außerhalb. Trotzdem ein amüsantes, heiteres und rasantes Buch, was man zwischendurch gut mal lesen kann. Der Buchrücken verspricht „Ein rasantes Roadmovie mit Riesenköter“ und dieses Versprechen wird insgesamt erfüllt.

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