Sabrina Qunaj

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Interview mit Sabrina Qunaj

Beschreibung

1)Wie bist Du zum Schreiben gekommen und was begeistert dich daran besonders?

Ich begann mit Fanfictions. Der Vampirwahnsinn traf mich schon lange vor dem Twilight-Hype und so verliebte ich mich mit Zwölf unsterblich in Angel aus der TV-Serie “Buffy”. Um die Zeit zwischen den einzelnen Folgen zu füllen, schrieb ich also meine eigenen Buffy-Geschichten Die besten Momente beim Schreiben erlebe ich, wenn die Charaktere ein Eigenleben entwickeln und vom vorgegebenen Pfad abweichen. Es ist ein wenig wie Gott-sein. Ich schaffe Figuren, gebe ihnen ihre Formen und Konturen und schicke sie in die Welt hinaus, um ihnen bei ihrem Handeln zuzusehen.

2) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Eindeutig Andrzej Sapkowski. Er hat eine einzigartige Art zu schreiben und schafft eine düstere Atmosphäre in Kombination mit einem Witz, der mir schon den einen oder anderen Lachanfall beschert hat.

3) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Ich schreibe, wenn meine Kinder mich lassen :-) hauptsächlich wenn sie schlafen, also mittags und vor allem nachts. Ich habe gute und schlechte Phasen. Manchmal schreibe ich über zwanzig Seiten am Tag und manchmal nur drei. Schreiben könnte ich jederzeit, doch um zufrieden zu sein, muss ich aus vollem Herzen und mit aller Leidenschaft dabei sein und das lässt sich leider nicht erzwingen.

4) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Am liebsten lese ich Fantasy- und Historienromane, aber auch ein klassischer Liebesroman ist zwischendurch ganz nett. Ich bin ein großer Fan von George R.R. Martin. Was er mit seiner Game of Thrones Reihe geschaffen hat, ist reinste Magie. Auf Empfehlungen höre ich selten und wenn, dann nur auf die einer besonderen Freundin, die Bücher genauso liebt wie ich. Am liebsten stöbere ich in Buchhandlungen und sehe, was mir so ins Auge springt.

5) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Natürlich wünsche ich mir viele, viele Leser. Ich möchte meine Freude mit anderen teilen und hören, wie sie über meine Charaktere reden, über sie diskutieren und sie dadurch lebendig machen. Jeder hat andere Vorstellungen und meine Geschichten durch die Augen von Fremden zu erfahren, ist bestimmt spannend. Ein Traum ist es, zukünftig das Schreiben zu meinem Beruf zu machen und davon leben zu können. Eine Berufung ausüben zu können ist ein seltenes und großartiges Geschenk.

6) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Das ist schwer zu sagen. Es passiert einfach. Es ist wie ein Blitz, der durch meinen Kopf bzw. mein Herz fährt. Ein Bild, ein Gefühl, ein Satz, häufig ausgelöst durch Musik, einen Traum oder auch durch nichts Bestimmtes.

7) Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

„Elfenmagie“ war das Erste, das ich nach den Fanfiction-Versuchen und mehreren Jahren Schreibpause überhaupt schrieb. Es sollte nur ein Hobby sein, etwas für mich, zum Spaß, doch bald hatte ich tausend Seiten beisammen und die Charaktere waren mir so ans Herz gewachsen, dass ich ihre Erlebnisse mit der ganzen Welt teilen wollte. Bevor ich mich bewarb, hörte ich dann aber bei meinen Recherchen über die Verlagswelt immer wieder, dass die Chance als „Niemand“ mit einem Erstling genommen zu werden so hoch ist, wie im Lotto zu gewinnen. Also: Ich fühle mich, als hätte ich im Lotto gewonnen :-D