Sadie Jones Der Außenseiter

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Inhaltsangabe zu „Der Außenseiter“ von Sadie Jones

Fern der Routine des Kleinstadtlebens genießt es Lewis, mit seiner schönen, rastlosen Mutter durch die Wälder zu streifen – bis an einem Sommertag am Fluss ein schreckliches Unglück geschieht. Lewis bleibt verstört zurück. Als ihm wenige Monate später die junge Alice als Stiefmutter vorgestellt wird, entladen sich seine Trauer und Wut schließlich in einer Katastrophe … Ein Roman von überwältigender Schönheit, eine leidenschaftliche, spannende Geschichte über einen jungen Mann, der immer tiefer in einen Strudel aus Verzweiflung und enttäuschter Hoffnung gerät und doch bedingungslose Liebe erfährt.

Eine dramatische Geschichte, durchaus empfehlenswertund spannend, doch wirklich nahe gegangen ist sie mir nicht...

— fynna

Sehr ergreifend, rührend und am ende auch hoffnungsvoll.

— Summercetea

Der Außenseiter ist einer meiner Lieblingsbücher geworden !

— Pinguin0205

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  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    winter-chill

    09. July 2012 um 22:52

    Großartig. Bedrückend, traurig, wehmütig. Sehr gelungen.

  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    mehrsonntag

    02. November 2011 um 17:38

    England 1943, Waterford. Lewis Aldridges Vater, Gilbert, ein Mann alter Schule kehrt aus dem Krieg zurück. Ein gezeichneter Mann, nicht jedoch ein gebrochener. Er ist am Leben geblieben und er hat trotz der Grausamkeit des Krieges seinen Stolz behalten - zudem hat er seine Familie. Lewis ist knapp zehn Jahre alt, er hat seinen Vater bislang nicht kennenlernen können. Für ihn ist er ein Fremder der sein strenges Regiment in der Familie über alle Maßen fortführt und sich verhält, als wäre er nie fort gewesen. ~ Lewis Aldridge ist zehn Jahre alt und bricht mit seiner geliebten Mutter zu einem Picknick am Fluss auf. Lewis kam aus dem Wasser, rubbelte sich mit dem Handtuch ab und setzte sich neben sie. „Kalt?“ „Es geht.“ „Hast du es?“ „Was?“ „Das Ruder.“ „Nein. Es steckt im Boden fest.“ Sie schenkte sich den letzten Rest Wein ein, während Lewis sich auf den Rücken legte und in den weißen Himmel starrte.. ..“Also gut“ sagte sie. „Also gut was?“ „Das verflixte Ruder. Ich hole es.“ „Das schaffst du nie. Du bist nur ein Mädchen.“ „Ich wette fünfzig Pfund.“ „Zweihunderfünfzig, dass du es nicht schaffst.“ „Und ob ich es schaffe, Lewis Aldridge, und ob ich es schaffe.“ Aufgeregt lachend zog sie ihr Kleid aus und watete im Unterrock ins Wasser. Sie schrie ein bisschen, obwohl sie die Kälte gar nicht wirklich schlimm fand. Eine Libelle schwirrte an ihr vorbei. „Das schaffst du nie“ rief Lewis und lachte sie wegen ihrer nassen Haare aus. „Und ob“ rief sie zurück und tauchte. Er sah die dünne cremefarbene Seide auf ihrem Rücken und den Saum ihres Unterrocks und ihre weißen Füße, die kurz aus dem Wasser auftauchten und Wellen schlugen… „Du hast recht. Es steckt im Schlamm fest“ rief sie. Sie tauchte wieder. Lewis wartete. Das Lächeln auf seinem Gesicht ließ allmählich nach. Eine innere Uhr sagte ihm, dass seine Mutter jetzt wieder auftauchen müsste. Sie tat es nicht, aber das Wasser bewegte sich. ~ In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg aufwachsend, steht es einem Jungen nicht gut, wenn er sich nicht konform der Norm verhält. Durch den Tod seiner Mutter gezeichnet, frisst er seine Trauer und Verzweiflung in sich hinein. Lewis ist anders. Die Menschen haben Angst vor ihm. Fünf Monate nach dem Tod seiner Mutter heiratet sein Vater erneut. Lewis ist ein stiller Junge. Seine Probleme klärt er am liebsten mit sich selbst. Seine Stiefmutter schenkt ihm zum Kennenlernen und als nachträgliches Geschenk anlässlich seines Geburtstags eine wunderschöne Box mit glasierten Mandeln. Süßigkeiten sind selten in dieser schweren Zeit „Es ist ein Mädchengeschenk.“ Lewis muss danke sagen und sich als braver Junge in sein Zimmer zurückziehen. ~ Niemand ahnt, wie es in seinem Inneren aussieht, als Außenstehender erkennt man nicht das Leid und die ununterbrochenen Versuche, seinen Vater nie zu enttäuschen, sich sein Vertrauen zu verdienen, ein guter Sohn zu sein. Mit dem Tod der Mutter ist etwas, ist ein Teil von ihm zerbrochen. Zu Hause wird das Gespräch über die Mutter gemieden, seine Schulkameraden gehen ihm aus dem Weg, sie können mit dem Tod seiner Mutter nicht umgehen und wissen nichts zu tun. Seine Trauer, die er nie bewältigen kann, ein stummer Schrei nach Hilfe, bleibt ungehört. Eine Flucht vor sich selbst, eine Flucht in die Selbstverstümmelung und den Alkohol beginnt, Lewis flüchtet vor der vorgegaukelten und ihm von seinem Vater und seiner neuen Frau gespielten „trauten-Heim-Kulisse“ nach London, wo er in einem Nachtclub die Bekanntschaft mit Janie macht und sich in eine unmögliche Liebe mit ungleichen Vorzeichen stürzt. ~ Nach einem neuerlichen Ausbruch aus seiner Gefühlswelt, der sich niederschlägt in einer für die Dorfbewohner ungeheuerlichen Tat wird er für zwei Jahre ins Gefängnis gesperrt. Lewis hofft nach seiner Rückkehr auf einen neuen Anfang, doch Misstrauen und Missgunst der Gemeinschaft der Alteingesessenen, die unter einer verlogenen Oberfläche ihrem Heile-Welt-Lebensstil frönen, wird ihm zuteil, allen guten Vorsätzen zum Trotz lässt man ihm nie wirklich den Hauch einer Chance. Der Schikane und den Widerlichkeiten der sogenannten Freunde des Vaters ausgesetzt flüchtet Lewis sich erneut in den Alkohol und seine nur ihm selbst zugängliche Traumwelt. ~ Tamsin Carmichael, die wunderschöne Tochter des Nachbarn, Dicky Carmichael, der dem Vater nach dessen Rückkehr aus dem Krieg eine gut bezahlte und angesehene Stellung in seiner Firma verschaffte, stellt sich offen hinter Lewis und betört ihn, nicht jedoch ohne eigennützige Absichten – Absichten, die Lewis der inzwischen knapp 19 Jahre alt ist, in seiner ihm typischen Naivität und mit dem Glauben an das Gute, der ihm nie abhanden gekommen ist, nicht zu durchschauen vermag. Tamsins arroganter selbstherrlicher Vater legt Lewis Knüppel in den Weg wo er nur kann, stellt ihn öffentlich und im Beisein seines Vaters Gilbert bloß. ~ Kit, die jüngere Schwester von Tamsin, ein jungenhaftes Mädchen, welches Lewis schon in früher Kindheit zum Lächeln gebracht und seine Beschützerinstinkte geweckt hatte, ist inzwischen zu einer jungen Frau gereift; Kit sucht die Nähe von Lewis, der mit dem ihm hier erstmals in seinem Leben nach dem Verlust seiner Mutter entgegengebrachten Vertrauen nur schwerlich umgehen und seine erwachenden Gefühle für Kit nicht kommunizieren und einordnen kann - es kommt es zu einer für Lewis unverwindbaren Entdeckung. Kits Liebe zur Musik und zu Lewis, ihre Offenheit, ihre störrische Art die gepaart ist mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit sowie ihre Empathie sind es schließlich, die der Geschichte eine neue Variante geben und dem Leser am Ende die Hoffnung, dass alle Liebe im Leben letztendlich nicht umsonst ist. ~ Eine wundervolle Geschichte, die durch Intimität und Intensität besticht und in der erzählerischen Dichte und Charakterdarstellung ihrer Handelnden Ihresgleichen sucht. Ein Hoch auf das Gefühl und die Liebe. Zerbrechlich, verkannt und unglaublich groß.

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  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    loewenkind

    29. April 2011 um 13:07

    Der Roman beginnt spannend und vielversprechend. Die Geschichte hat mich gleich interessiert und berührt. In der Mitte des Buches fängt die Handlung jedoch an zu straucheln - die Aktionen der Hauptfigur Lewis erscheinen mir nicht mehr nachvollziehbar, auch die Sprache, die anfangs poetisch war, wirkt nun schwülstig und platt. Zudem gibt es einige Übersetzungsfehler, die mich gestört haben. Auch das Ende des Romans hat mich enttäuscht - schade, dabei fing es so gut an!

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  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    Sabrina D

    26. March 2011 um 07:01

    Lewis führt ein glückliches Leben mit seiner Mutter. Auch als sein Vater (Soldat) aus dem Krieg zurückkommt verbindet Lewis mit seiner Mutter ein enges Band. Als seine Mutter beim Schwimmen ertrinkt, stürzt Lewis in ein Loch. Kurz darauf heiratet sein Vater auch noch eine neue Frau und Lewis beginnt systematisch sein eigenes Leben zu zerstören. Fazit: Ein gute, wenn acuh düstere Geschichte; für mich etwas schleppend erzählt

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  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    andreadressler

    08. June 2010 um 21:00

    Ein herrlicher, berauschender und nachdenklicher Roman ,den man bedenkenlos weiter empfehlen kann !

  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    Pinguin0205

    26. November 2009 um 18:31

    Der Außensteiter ! Ein tolles Buch , ich habe es in paar Tagen geschaft "es" zu lesen.Obwohl ich keine Zeit hatte. Mich hat die Gesichte von Lewis einfach gefesselt. Es beschreibt das Famlienleben so wie es früher gewesen ist. Alles sind schon brav in die Kirche gegangen und hinterem Rücken wird das ware Gesicht versteckt. Lewis ist krank geworden, weil er als kleiner Junge keine Gefühle zeigen durfte. Sein Vater war sehr kalt und hart zu ihm ! Sein Stiefmutter wusste sich nicht zu helfen. Bis Lewis eines Tages, dass Ritzen entdeckte um seinen Druck und Schmerz raus zu lassen . Er schämte sich dafür und wusste das es falsch ist was er macht. Er war so einsam, sein ganze Kindheit war er alleine gelassen worden. Niemand verstand ihn . Seine Wutausbrüche und sein Verlangen sich zu schneiden wurde später entdeckt . Und alle hilten ihn früh krank. Was er auch ist. Aber in Wirklichkeit war er jemand der den Blick, für das Wirkliche nicht verloren hat. Er lebte in einem Dorf , wo man alles mitbekommt. Sein Wunsch das sich eines Tages etwas verändert war so groß ! Er sehnte sich nach Liebe ! Frei zu sein , .... ! Bis eines Tages sich das Blatt wendete . Er setze sich in ein Zug um endlich leben zu können. Das Ende war etwas zu kurz gekommen. Ich persönlich hatte sehr gerne gewusst was aus ihm geworden ist.

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  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    *Arienette*

    20. August 2009 um 20:26

    Inhalt: (Klappentext) 1945 kehrt Gilbert Aldridge aus dem Zweiten Weltkrieg zurück zu seiner Familie. Während er die beschauliche Routine des Kleinstadtlebens genießt, durchstreift sein Sohn Lewis mit seiner schönen, rastlosen Mutter die Wälder - bis an einem Sommertag unten am Fluss ein schreckliches Unglück geschieht. Lewis bleibt allein und verstört zurück. Wenige Monate später wird ihm die junge Alice als neue Stiefmutter vorgestellt. Lewis lebt fortan als Fremder im eigenen Haus; er sucht Zuflucht im Alkohol und in heimlichen Exzessen in einem Londoner Nachtclub. Seine Trauer und Wut entladen sich schließlich in einer weiteren Katastrophe. 1957 kehrt der 19jährige Lewis nach zweijähriger Haft aus dem Gefängnis zurück. Ehemalige Freunde und Nachbarn begegnen ihm mit Misstrauen: Wer nicht ist wie die anderen, muss zum Außenseiter werden. Immer wieder versucht Lewis einen neuen Anfang zu finden; immer tiefer gerät er in einen Strudel aus Gewalt, Verzweiflung und enttäuschter Hoffnung. Sadie Jones' Roman über den "Außenseiter" Lewis ist von überwältigender Schönheit, eine leidenschaftliche und immens spannende Geschichte darüber, was mit denen geschieht, die die Regeln brechen, aber auch darüber, welches Schicksal jene ereilt, die die Regeln aufgestellt haben. Die Autorin: Sadie Jones lebt mit ihrer Familie in London. Der Außenseiter ist ihr erster Roman. Meine Meinung: Auf dem Buchcover hinten steht: Sie haben "Abbitte" von Ian McEwan gerne gelesen? Dann werden Sie "Der Außenseiter" lieben. Wie wahr - es hat mir gut gefallen. Gilbert Aldridge kehrt nach 4- jähriger Abwesenheit zurück, er war im Krieg. Man schreibt das Jahr 1945. Damit bricht er in die enge Beziehung zwischen seinem Sohn Lewis und seiner Frau Elisabeth ein. Wie Lewis 10 Jahre alt ist, ertrinkt die Mutter in seiner Anwesenheit - Lewis ist geschockt und verstummt. Gilbert heiratet nach nur 5 Monaten Alice. Lewis vereinsamt und zieht sich in sich zurück. Niemand versteht ihn wirklich und nimmt sich auch nicht die Zeit dafür. Sein Vater ist abweisend und kalt - Lewis nennt ihn "Sir", was ausdrückt, wie das Verhältnis Vater-Sohn ist. Lewis fängt an, sich selbst zu verletzen und zu trinken. Es kommt zur Katastrophe und Lewis muss für zwei Jahre ins Gefängnis. Nach den zwei Jahren kehrt er zurück - aber er bleibt Außenseiter - die Scheinheiligkeit der Bewohner von Waterford und auch die Kälte der Familie führen bei Lewis zu Ausbrüchen - bis es zur nächsten Katastrophe kommt. Sadie Jones erzählt atmosphärisch dicht über das Heranwachsen eines Jungen, der an der Teilnahmslosigkeit der Umgebung scheitert. Durch Perspektivwechsel wird das Drama ausgeleuchtet. Das Buch spielt zwar zwischen 1945 und 1957, aber man könnte es sich auch in der Jetzt-Zeit vorstellen - mit Gewalt gegen andere und gegen sich selbst,mit emotionaler Vernachlässigung und auch Alkohol haben viele Jugendliche heute auch zu tun.

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  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    turkishrock

    26. March 2009 um 21:35

    Das Buch ist einfach wunderschön. Ich fand es echt schade, als das Buch dann schon zu Ende war. Ich empehle es aufjedenfall jedem weiter.

  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. January 2009 um 22:39

    Ein brilliantes Werk - es ist einfach nur rund. Ich mag nicht viel dazu sagen, denn jede Äußerung würde die Spannung nur nehmen - bleibt mir nur soviel: ich habe sehr lang kein Buch (Fiktion) gelesen, welches so intensiv und authentisch Emotionen beschreibt, dass man den Protagonisten entgegenschreien möchte,sie rütteln ... und alles mitempfindet. Ich habe sehr lange nicht am Ende eine Buches weinen müssen. Das ging ganz tief! Dieses Buch ist mein persönliches Highlight 2008.

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  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    Stephenie

    15. October 2008 um 11:49

    Sehr tragisch, aber auch schön. Von der Stimmung fühlt man sich etwas an Abbitte erinnert

  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    Maus86

    11. October 2008 um 20:16

    Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen. Eine sehr spannende und Unterhaltsame Geschichte, die davor warnt, Menschen in Schubladen zu stecken.

  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    UteSeiberth

    13. September 2008 um 15:28

    Die Problematik des Jungen Lewis hat mich sehr beschäftigt und menschlich angerührt.Der Junge wird mit 10 Jahren Zeuge des tödlichen Badeunfalls seiner Mutter und das wirft ihn aus der Bahn, er wird zum Außenseiter ,da er die Sache schwer verabreiten kann.Mit seiner Mutter hat er die Person seines Lebens, die er am meisten liebte, verloren.Der Zugang zum Vater ist schwierig und unterkühlt.Der Vater tröstet sich bald mit einer neuen Ehe die für den Jungen wenig bringt ,weil die neue Stiefmutter keine Erfahrung mit Kindern hat.So bleibt ihr der Zugang zu dem Jungen ebenfalls verwehrt.Das Poträt der gutsituierten englischen Mittelschicht in den 50ger und 60 Jahren ist desillusonierend, verständnislos,ohne Einfühlungsvermögen und gesellschaftlicherLangeweile in einer Gemeinde nicht weit weg von London.Lewis sucht als Heranwachsender einen Menschen der ihn versteht und den er lieben kann wie die Mutter und er gerät häufig an die falschen Personen, die eben nicht standesgemäß sind.Erst die Aussicht auf den Wehrdienst befreit ihn aus der Enge des Elternhauses und der bigotten Nachbarschaft. Dieser Roman hat mich sehr beeindruckt.

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  • Rezension zu "Der Außenseiter" von Sadie Jones

    Der Außenseiter

    dubh

    18. July 2008 um 00:27

    Ein sehr trauriges, wenngleich auch wunderbares Buch! Lewis Aldridge lernt seinen Vater erst mit 7 Jahren richtig kennen, als dieser aus dem II. Weltkrieg nach England zurückkehrt. Zu seiner Mutter allerdings hat er eine sehr liebevolle und starke Beziehung und so streift er als Kind oft mit ihr durch die Wälder nahe seines Zuhauses während sein Vater in London arbeitet. Eines Tages passiert ein Unglück: Lewis' Mutter ertrinkt unglücklich bei einem Badeausflug im Fluß - ihr 10jähriger Sohn ist der einzige Zeuge. Gilbert Aldridge bekommt ab diesem Tag keine Beziehung mehr zu seinem Sohn hin - er kann ihn noch nicht einmal mehr ansehen, soviel Ähnlickeit entdeckt er im Gesicht von Lewis mit seiner verstorbenen Frau. Und so präsentiert er dem Jungen recht schnell eine Stiefmutter, in der Hoffnung, alles könnte wieder geordete Bahnen finden. Doch Lewis entwickelt sich schnell zu einer Art "Problemkind" - völlig auf sich allein gestellt, wie er seit dem Tod seiner Mutter ist. Als ein zweites Unglück geschieht, wird Lewis festgenommen und muss sogar für zwei Jahre ins Gefängnis... Mit seiner Entlassung beginnt das Buch - die Vergangenheit wird in Rückblenden erzählt . "Der Außenseiter" ist über weite Strecken ein sehr trauriges Buch - man fühlt und leidet mit Lewis, empfindet manchmal sogar die gleiche Hoffnungslosigkeit wie der Junge. Nahezu unfassbar empfindet man den Vater und die Menschen in Lewis' Umgebung, die dem Jungen keinerlei Hilfestellung bieten können oder wollen, ja, ihn lieber weit von sich schieben. So entgleitet Lewis sogar sich selbst, da er sich in seiner Einsamkeit und mit seinen Schuldgefühlen nicht mehr zu helfen weiß... Trotzdem ist es zugleich auch ein schönes Buch, weil Lewis Aldridge zwar kein einfacher, dennoch ein zutiefst guter Charakter ist. Sadie Jones, die Autorin, hat echt etwas zu erzählen - aus der verqueren Welt der besserstehenden Gesellschaft in den 1950ern in England, die keine Außenseiter, keine aus dem Raster fallenden Menschen, zu ertragen weiß, geschweige denn Mitgefühl und Verantwortung kennt. Wäre da nicht eine Art Seelenverwandte... Eines noch zur Geschichte: auf dem Schutzumschlag des Buches wird ein Vergleich mit Ian McEwan gezogen - ich weiß nicht, ob dies nötig ist. Sadie Jones kann phantastisch und vor allem sehr gefühlvoll erzählen - es gibt wirklich überhaupt nichts auszusetzten - Sprache und Geschichte sind passend gewählt. Deshalb tut ein solcher Vergleich meiner Meinung nach nicht not! Fazit: Ein beeindruckendes Debüt, auf dessen Verfilmung ich schon gespannt bin!

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