Sadie Jones Jahre wie diese

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Inhaltsangabe zu „Jahre wie diese“ von Sadie Jones

London in den 70ern: eine Stadt von Partys, Whisky und Drogen beflügelt. Auf den Plattenspielern läuft Soul, man debattiert über Ideologien und die Neuerfindung der Kunst. Für Luke, der in der Provinz aufgewachsen ist, ist es das lang ersehnte Paradies. Zusammen mit Paul und Leigh verwirklicht er sich den Traum von einer eigenen Theaterkompagnie – doch dann trifft er Nina, eine labile Schauspielerin, und seine Liebe zu ihr droht alles zu zerstören, was er sich erkämpft hat …

Ein herzzerreißender Roman über die Liebe, die Freundschaft, das Scheitern, das Aufsteigen und dem großen Fall.

— JayLaFleur

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  • „Jahre wie diese“ von Sadie Jones

    Jahre wie diese

    JayLaFleur

    27. July 2017 um 17:56

    InhaltLondon in den 70er Jahren - wild, voller Partys, Alkohol und Drogen. Mittendrin ist der junge Luke, der gewissermaßen aus einer zerrütteten Familie kommt - sein Vater ist Alkoholiker, seine Mutter in einer Anstalt. Aus dem kleinen Provinzort Seston kommend, geht er bald nach London um seinen Träumen hinterher zu jagen. Zu Paul und Leigh hat er bald eine enge Freundschaft, sie eröffnen zusammen ein Theater. Doch bald lernt Luke die Schauspielerin Nina kennen und dadurch könnte er bald alles verlieren, was ihm wichtig ist. MeinungAm Anfang musste ich etwas durchhalten, denn die Geschichte wird leicht und langsam erzählt, enthält nicht viel Spannung und nimmt erst im Verlauf an Fahrt auf. Doch das habe ich sehr gerne auf mich genommen. Dieses Buch ist einfach grandios! Sadie Jones hat einen großartigen Erzählstil. Ihre Figuren erzählt sie aus der Distanz heraus und lässt dabei viel Raum für eigene Gedanken und Emotionen. Ich hatte während des Lesens ein Gefühl von Nostalgie. Sadie Jones erzählt mit viel Feingefühl aus der Vergangenheit der beiden Protagonisten Luke und Nina. Luke ist der ruhige, stille Dramatiker. Nina hingegen eine sehr temperamentvolle Schauspielerin, die aber auch labil ist. Luke weiß mehr oder minder, wo er mit seinem Leben hin will, Nina hingegen lässt sich von ihrem Ehemann leiten. Genau so interessant wie Luke und Nina waren Paul und Leigh. Paul ist Produzent, Leigh ist Inspizientin - sie sind beide gut, in dem, was sie machen. Paul weiß aber genau, wo er hinwill und wie seine Gefühle sind. Leigh ist sich unsicher und wird erst von Paul hinsichtlich ihrer Gefühle wachgerüttelt. Und doch haben alle vier etwas gemeinsam: Sie müssen alle mit ihren eigenen Dämonen kämpfen.„Niemand zwang ihn, seine Welt so klein zu machen, so geschlossen, so idiotisch, widersinnig, obsessiv, monomanisch - gib es zu, sagte er zu sich selbst: so irrsinnig eng, wie er es tat. Er hatte sich selbst ein Gefängnis geschaffen.“ (Zitat S. 66)Im Verlauf der Geschichte kristallisierte sich für mich ganz klar heraus, dass es nicht nur um die Theaterwelt in London geht und dieses Buch viel tiefgründiger ist, als ich angenommen hatte. Hauptsächlich geht es um die Gefühlsfindung und Emotionen der Figuren. Es geht darum, wie unterschiedlich die Handlungen sind, die Gefühlsregungen, wenn Menschen lieben und welche Person geliebt wird. Wie mit Verlust und Verrat umgegangen wird. Ob Freundschaften nichts mehr bedeuten, wenn auf die falsche Person gesetzt wird. FazitEin herzzerreißender Roman über die Liebe, die Freundschaft, das Scheitern, das Aufsteigen und dem großen Fall. Wundervoll gezeichnete Figuren in einer aufwühlenden Theaterwelt. Ich habe mich in dieses Buch verliebt! Es hat mich bewegt, es war tiefgründiger als gedacht und sehr emotional. „Jahre wie diese“ bekommt volle fünf Sterne von mir. Weitere InformationenOriginaltitel: Fallout Verlag: PenguinSeiten: 416Erscheinungsdatum: 09. Januar 2017 Preis: 10,00 €Taschenbuch ISBN: 978-3-328-10028-7Vielen Dank an das Bloggerportal und dem Penguin-Verlag für das Rezensionsexemplar! :)

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  • Tolles Buch!

    Jahre wie diese

    gedankenbuecherei

    01. May 2017 um 17:35

    MEINE MEINUNG: Im Fokus der Handlung stehen ganz klar die beiden Protagonisten Luke und Nina. Zu Beginn kennen sich die beiden nicht, das Geschehen setzt im Jahre 1961 ein, beide noch in der Pubertät. Abwechselnd wird aus dem Leben der Beiden erzählt, man lernt beide Charaktere zunächst einmal kennen und begleitet sie beim Heranwachsen. Nina und Luke sind sehr zerbrechliche Persönlichkeiten, auch wenn sie nicht immer so wirken. Das Leben macht ihnen zu schaffen, auf ganz unterschiedliche Weisen. Luke musste von klein auf erwachsen sein, für seinen alkoholabhängigen Vater sorgen, denn seine Mutter befindet sich in einer psychiatrischen Anstalt. Er scheint gut damit zurecht zu kommen, auch wenn man bei der Lektüre immer wieder auf Hinweise stößt, die darauf schließen lassen, dass dem in Wahrheit nicht so ist. Luke ist bewundernswert, so hat er sich aus seiner schwierigen Kindheit heraus etwas aufgebaut, nicht aufgegeben und an seinen Träumen festgehalten, auch wenn ihm nicht immer klar war, von was genau er träumt. Er ist ein Träumer, versinkt in Büchern, Musik und in seiner Obsession für das Theater. Zufällig lernt er Leigh und Paul kennen, seine beiden besten Freunde, mit denen er zusammen eine Theaterkompagnie gründet. Nina wirkt sehr viel schwächer als Luke. Sie definiert sich selbst über die Anerkennung ihrer Mutter, die ihr aber nur selten gegeben wird. Ihre Mutter kümmerte sich nie wirklich um sie, strebte nach einer Schauspielkarriere und versucht nach dem Scheitern dieser, Nina dorthin zu bringen, wo sie selbst gerne gewesen wäre. Nina fügt sich, auch wenn sie es hasst, im Mittelpunkt zu stehen und sich selbst mit der Schauspielerei quält. Ihre Tochter kritisiert sie dauerhaft, achtet streng darauf, dass diese nicht zu viel isst und kümmert sich auch darum, dass Nina einen wichtigen Mann aus der Theaterbranche heiratet, um leichter Fuß fassen zu können. Nina tut alles für ihre Mutter, auch wenn diese kein gutes Haar an ihr lässt und sich herzlich wenig um die Bedürfnisse ihrer Tochter schert. Auch die Ehe zu Tony ist ein Reinfall, im Prinzip gelangt Nina von dem einen Gefängnis in das Nächste. Mit ihren Gefühlen ist sie stets alleine, so kann sie von niemandem wirklich Liebe oder Zuneigung erwarten. Da wundert es nicht, dass sie sich selbst nicht zu lieben scheint und sich selbst einredet, dass alles gut ist, so wie es ist. Da beide Protagonisten in der Theaterbranche tätig sind, ist es vorhersehbar, dass die beiden früher oder später aufeinander treffen. Auch erfährt man bereits über den Klappentext von der Liebe, die sich zwischen den beiden entwickeln wird. Nina ist durch ihren Ehemann an eine Hauptrolle in einem Stück gekommen. In ihrer Rolle als Inhaftierte berührt sie Luke, auf eine Art und Weise, die er selbst nicht zu begreifen scheint. Von ihrem ersten Bühnenauftritt an, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Der distanzierte Schreibstil der Autorin lässt nicht tief in die Gefühlswelt des Protagonisten blicken, man kann nur erahnen, was sich hier anbahnt. Dies empfand ich allerdings als sehr passend, da beide Charaktere nie wirklich gelernt haben, was Liebe bedeutet und damit ihnen völlig neue, bis zu diesem Zeitpunkt an, unbekannte Emotionen entwickeln. Er dachte an Nina Jacobs, die blind und gefesselt auf dem Boden gekniet hatte. Das Stück hatte etwas in ihm aufgerissen, und dann war sie da gewesen, hatte sich selbst zur Rettung dargeboten. Alles war von ihm abgefallen, bis nichts mehr von ihm übrig war, und dann – ihr Anblick, wie eine Antwort. Sie war ihm so richtig vorgekommen. Und sie schien nach ihm zu rufen. – ( Jones, s. 156) Schnell wird deutlich, dass Luke sie retten will und man bekommt den Eindruck, er versuche für sich selbst, etwas wieder gut zu machen. Als hätte er das Gefühl, bis jetzt gescheitert zu sein, so konnte er weder Vater noch Mutter retten. Die Emotionen der Charaktere waren sehr trocken und undurchsichtig dargestellt, trotzdem hat die Autorin es durch ihren Schreibstil geschafft, die Emotionen zu vermitteln. Man muss sich als Leser seinen Teil dazu denken und das hat mir sehr gefallen, weil es die Persönlichkeiten der Charaktere, die Verschlossenheit der Figuren, perfekt unterstreicht. Auch die Nebencharaktere, die Geschichte um Paul und Leigh hat mir gut gefallen, auch diese waren gut ausgearbeitet. Sie wohnen mit Luke zusammen und unterstützen ihn bei der Entfaltung seines Schreibtalents, werden somit zu seiner neuen Familie und geben ihm damit den Halt und die Zuneigung, die er nie hatte. Mit dem Kennenlernen von Nina beginnt das Ganze allerdings auseinander zu brechen. Luke setzt neue Prioritäten und das Theater, die gemeinsame Leidenschaft der drei Freunde, rückt für ihn in den Hintergrund. Relativ gegen Ende kommt es dann zu einer überraschenden Wendung, die die Autorin fast vollkommen unkommentiert stehen lässt. Was das Buch vor allem interessant gemacht hat, war die Frage, ob es denn zu einem Happy End kommt oder nicht. Der Ausgang des Buches hat mir überraschenderweise sehr gut gefallen, auch wenn ich mit etwas anderem gerechnet habe. FAZIT: Ich muss sagen, dass ich am Anfang Schwierigkeiten hatte, in das Buch reinzufinden. Das lag vor allem an dem etwas ungewöhnlichen Schreibstil der Autorin, der mir aber mit der Zeit immer besser gefiel und im Endeffekt, haben diese distanzierten Beschreibungen sehr gut gepasst und die Ausarbeitung der Charaktere gefördert. Die Geschichte konnte mich fesseln und überraschen, obwohl nicht allzu viel passiert ist. Im Großen und Ganzen finde ich den Roman von Sadie Jones sehr gelungen und würde ihn weiterempfehlen.

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  • Hippe Theaterwelt

    Jahre wie diese

    walli007

    11. February 2016 um 17:10

    Quasi entführt der kaum zehnjährige Luke seine Mutter aus der Anstalt. Sie wollte einmal ins Museum nach London, doch sie kommt mit der Welt nicht klar. Dennoch ist es ein schöner Tag. Lukes Vater ist auf andere Art daneben, fast schlimmer als die Mutter hält er sich an den Alkohol. Später, Luke meint immer noch für seine Eltern sorgen zu müssen, geht er von der Schule ab und arbeitet in der Fabrik. Eines Abends jedoch kommt die Veränderung. Luke, der seine Gedanken immer niedergeschrieben hat, trifft auf Paul und Leigh. Die beiden wollen die Welt des Theaters erobern und die Sehnsucht in Luke ist geweckt. Einige Zeit danach folgt er Paul nach London und beginnt mit seinen beiden Freunden ein Theaterstück zu produzieren. Einige der anderen Bücher der Autorin in bester Erinnerung wagt man sich mit einigen Erwartungen an das neue Werk heran. Und der Roman hat auch seine wunderschönen Momente. Als da wäre gleich am Anfang die anrührende Entführung der Mutter aus der Anstalt, um ihr einen normalen Tag zu schenken. Welche Mutter möchte nicht solche Kinder haben. Doch leider sind diese Momente, die das Herz erwärmen gar zu selten. Man gewinnt den Eindruck, die Handlung besteht aus einer großen und gewollten Verirrung, die dazu hergenommen wird, um die Seiten eines Buches zu füllen. Nina vermag in ihrer Kühle und Verzagtheit nicht zu überzeugen. Luke wirkt manchmal verschusselt und unachtsam. Leigh, so könnte man meinen, belügt sich selbst. Schließlich ist Paul, der nicht nur den Respekt seines Vaters gewinnt, sondern auch den des Lesers. Auch wenn Sadie Jones es mit einigen wahrhaft gefühlvollen Szenen schafft, die Leser einzufangen, so hat man doch den Eindruck, das die wilden Siebziger, die swinging Theaterszene Londons zu einem bloßen Hintergrund für die Geschichte einiger Personen geraten. Einer Geschichte, die schließlich keine besonderen Empfindungen weckt. Natürlich mag nicht jeder Leser ähnliche Gedanken hegen, doch verglichen mit anderen Büchern der Autorin scheint dieser Roman nicht ihr stärkster zu sein.

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  • Jahre wie diese

    Jahre wie diese

    Claudia-Marina

    27. December 2015 um 12:35

    London, Anfang der 1960er. Luke - eigentlich Lukasz - Kanowski lebt alleine mit seinem Vater in der englischen Provinz, während seine Mutter seit einigen Jahren in einer Psychiatrie vor sich hin vegetiert, weggesperrt wegen nervlicher Leiden. Luke kümmert sich um seine Eltern so gut er kann, doch da ist noch etwas, das er entdecken will, er will raus ins Leben. Ausbrechen aus der Enge der Kleinstadt. Er beginnt, sich fürs Theater zu interessieren, liest Stücke, saugt sie regelrecht in sich auf. Und beschließt, nach London zu gehen. Als er in London ankommt, hat er nur einen Koffer und den Namen eines flüchtigen Bekannten bei sich. Paul. Er macht ihn ausfindig und ruft einfach so bei ihm an, und tatsächlich kann er auch einfach so bei Paul und dessen Freundin Leigh unterkommen. In ihnen findet er Gleichgesinnte, zwei Herzen, die ebenso fürs Theater schlagen wie sein eigenes. Doch was tun, wenn man zwar viele Träume, aber kein Geld hat? Luke und Paul wollen sich den Traum vom eigenen Theater erfüllen und mieten sich über einem miefigen Pub ein. Sie probieren erste, unbekannte Stücke aus, fallen hin und stehen wieder auf. Erleben einen Misserfolg nach dem nächsten. Wollen zu viel, wollen anders sein, innovativ, den großen Theatern im West End Konkurrenz machen. Bis ihnen eines Tages tatsächlich der Durchbruch gelingt. Doch Luke will mehr, er will eigene Stücke schreiben, nicht nur die anderer inszenieren. Dann lernt er die labile Nina, eine aufstrebende Schauspielerin kennen und wird immer mehr in ihren Bann gezogen. Er will sie retten, unbedingt, aus ihrer unglücklichen Ehe und vor allem vor sich selbst. Dabei merkt er nicht, wie ihm seine Freunde Paul und Leigh immer mehr entgleiten, wie er sich selbst immer mehr entgleitet. Der Bruch der Freundschaft und der Kompagnie droht - und Luke und Nina scheinen sich immer mehr in sich selbst zu verlieren. Lies den Rest hier!

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  • Literarisches Meisterwerk!

    Jahre wie diese

    kalligraphin

    "Plötzlich lag die gähnende Welt einer erwachsenen Zukunft vor ihm, und er merkte, dass er Angst hatte." Luke, der Sohn eines Polen und einer Französin, lebt mit seinem sehr instabilen und wenig verlässlichen Vater in der englischen Provinz. Seine Mutter befindet sich in einer psychiatrischen Anstalt. Dem Wunsch folgend dieser beklemmenden Situation zu entkommen, zieht er eines Tages ohne einen konkreten Plan nach London. Er hat bereits den vagen Kontakt zu Paul, einem jungen Theaterproduzenten in London, und quartiert sich kurzerhand bei ihm ein. Bald kommt es auch zu einem Wiedersehen mit einer ebenfalls sehr flüchtigen Bekanntschaft, Leigh. Von nun an wird die Freundschaft der drei jungen Leute immer enger und nichts scheint sie jemals wieder auseinandertreiben zu können. Während Luke sich als Theaterautor etabliert, lernt er allerdings die Schauspielerin Nina kennen und plötzlich kommt doch alles anders... Sadie Jones beschreibt in ihrem Roman "Fallout" (wie der englische Titel lautet) nicht nur die Theaterwelt Londons in den 60er und 70er Jahren, sondern zeichnet auch ein komplexes Beziehungsgeflecht unter vier jungen Leuten. Wie weit geht die Freundschaft? Wo wird sie zu Liebe? Wo zur sexuellen Anziehungskraft? Sie zeigt, wie die jungen Erwachsenen durch ihre Kindheit geprägt in alte Rollen und Schemata zurückfallen: Luke, der sich wünscht die psychisch äußerst labile Nina retten zu können, wo er doch schon seine eigene Mutter nicht aus der Psychiatrie "retten" konnte und seinen Vater dabei in der Bringschuld sah. Und Nina, die nie wahre, bedingungslose Liebe oder Anerkennung von ihrer Mutter erfahren hat und sich diese aber so sehr wünscht, dass sie für ein Fünkchen Aufmerksamkeit alles tun würde. Außerdem sind da noch Paul und vor allem Leigh. Zwei Figuren, die gefestigter und tougher wirken und folgerichtig ein Paar werden... Aber passt das alles so? Sind die harmonischten, freundschaftlichsten Beziehungen wirklich die idealen, die richtigen für die Beteiligten? Es handelt sich bei "Jahre wie diese" keineswegs um eine kitschige Lovestory, wie man sie schon zigmal gelesen hat und lesen wird. In diesem Roman steckt so viel mehr: So viele intelligente Gedanken über das Leben und Erwachsenwerden, die Liebe und die Freundschaft. Das alles angesiedelt in einer künstlerischen Atmosphähre der 70er Jahre in London. Eine sehr vielschichtige Geschichte, ein literarisches Meisterwerk, wunderschön geschrieben (auch in der deutschen Übersetzung). Dieses Buch hat mir noch so viel mehr gegeben, als ich in einer Rezension zu sagen imstande bin. (Wer sich noch für einen kleinen Bericht der Lesung von Sadie Jones interessiert: http://www.lovelybooks.de/autor/Sadie-Jones/Jahre-wie-diese-1140660714-w/leserunde/1137665831/1148991430) Sadie Jones hat einen neuen glühenden Fan!

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    • 3

    Orisha

    25. September 2015 um 22:44
  • Freundschaft und Liebe

    Jahre wie diese

    andrea_strickliesel

    Luke lebt in einer englischen Kleinstadt, ist der Sohn einer Französin, die seitdem ihr Sohn 5 Jahre alt war, in einer Anstalt untergebracht ist. Luke´s Vater, ein Säufer, der vom Sohn versorgt wird, kümmert sich weder um die Mutter noch das Kind. Der Junge besucht seine Mutter, so oft er kann und wächst mit der Anstalt und dem Wissen, dass seine Mutter sich nie richtig um ihn kümmern kann zu einem selbständigen und intelligenten Mann heran. Er trifft an einem Abend auf Paul und Leigh, die für ihn der Funke sind, um nach London zu gehen. Die drei jungen Leute gründen ein Theater und versuchen sich einen Namen in der aufstrebenden Theaterwelt zu machen. Ihr ganzes Leben dreht sich um das Theater. Luke sieht dann seine große Liebe Nina und alles wird anders... Wer jetzt eine Liebesgeschichte erwartet, der irrt. Sadie Jones schreibt hier einen ganz wunderbaren Roman über die Freundschaft von drei jungen Engländern der 1970er Jahre, die  von der Liebe zerstört wird. Jones verzaubert mit ihren Figuren und bringt sie uns sehr nahe, man spürt sie förmlich. Die Autorin hat eine ganz eigene Art zu schreiben. Sie schafft es eine Theaterwelt zu zeichnen, die selbst Laien mitreißt. Hinter die schweren roten Vorhänge zu blicken, macht in diesem Buch unglaublichen Spaß. Die Liebe und Freundschaft zwischen den Freunden und den Nebenfiguren sind so klar beschrieben, Liebesszenen werden so leicht umschrieben, dass sie ein Kopfkino produzieren, ohne deutlich zu werden. Die kurzen und für mich rhythmischen Sätze bestechen, lassen uns in der Geschichte mitwirken. Dieses Buch ist vielschichtig zu lesen. Ich werde es bestimmt ein weiteres Mal lesen, obwohl ich das Ende schon kenne, auf das man am Anfang nicht unbedingt kommt. Für mich war dieses Buch wie Schokolade, ich konnte es nicht aufhören zu lesen und wusste doch, dass es bald alle sein wird... Ein Zitat Seite 107: “ Da waren sie wieder, die gewohnte, schmerzliche Freude des Suchens und der Mangel; die Distanz zu dem, was Liebe hieß, die ihn geformt hatte. Die Prägung, die dafür gesorgt hatte, dass sein Herz verkümmerte.” Wieviel Liebe und Zuneigung wir bekommen, dass bestimmt die Welt um uns herum. Was wir auch anstellen, am Ende sind es die Anderen, die uns die Zuneigung geben. Und was die uns angebotene Liebe und Zuneigung aus uns macht, werden wir nur unter größter Mühe wieder  verändern können. Zitat Seite 378: “ ...Er war mit dem lächerlichen Schwert der Liebe zu ihr gekommen; ein heiliger Georg, der den Drachen metzelte und die Jungfrau rettete, aber er hatte versagt. Er hatte sich selbst und alles was er liebte, aus Dummheit an die Illusion der Rettung  verloren. Die Vision hatte sich aufgelöst. Nichts war geblieben, sie war nicht diese Jungfrau. Er nicht dieser Heilige. Sie wollte nicht gerettet werden.”

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    • 3

    Orisha

    02. June 2015 um 08:00
    andrea_strickliesel schreibt Die Autorin hat eine ganz eigene Art zu schreiben. Sie schafft es eine Theaterwelt zu zeichnen, die selbst Laien mitreißt. Hinter die schweren roten Vorhänge zu blicken, macht in diesem Buch ...

    Ich war bei der Lesung mit ihr und Robert Stadlober in Berlin und da wurde verraten, dass sie in der Theaterbranche groß geworden ist. Vielleicht kommt daher diese Art der Theaterdarstellung. Ich ...

  • Jahre wie diese

    Jahre wie diese

    seschat

    INHALT Der Roman "Jahre wie diese" spielt in den 70er-Jahren und erzählt die turbulente (Lebens-)Geschichte von Luke und Nina. Lukcasz, genannt Luke, wächst in der englischen Provinz auf und ist ein großer Theaterliebhaber. Trotz seiner Arbeit in einer Papierfabrik schreibt er selbst Theaterstücke. Doch die Zeichen stehen auf alles andere als auf große Weltkarriere. Der Vater ist Alkoholiker und die Mutter lebt in einer psychiatrischen Klinik. Erst als er zufällig auf die beiden Theater affinen jungen Erwachsenen Paul und Leigh trifft, beschließt er sein Leben in die Hand zu nehmen und nach London zu gehen. Dort gründen sie eine WG und ein kleines Theater. Ein Traum scheint wahr zu werden? Nina wächst bei ihrer konservativen Tante Mathilde in London auf. Ihre Mutter Marianne ist eine dominante, zerstörerische Theaterschauspielerin, die ihre Tochter erst nach deren Schulabschluss bei sich aufnimmt. Durch sie gelangt sie ins schwierige Business und wird selbst Schauspielerin. Marianne bevormundet ihre unsichere Tochter unentwegt und macht sie mit dem selbstherrlichen, sadistisch veranlagten Produzenten Tony bekannt. Beide heiraten. So kann Nina zwar dem Einfluss ihrer Mutter entfliehen, aber stürzt ins nächste Drama. In London bekommt sie erste Rollen und trifft auf Luke, den neuen Stern am Theaterhimmel. Nina stürzt sich in eine verhängnisvolle Affäre. MEINUNG Sadie Jones ist eine brillante Erzählerin mit einem reichen Sprachschatz und ungemein starkem emotionalen Einfühlungsvermögen. Die tragischen Lebenslinien beider Protagonisten zeichnet sie sehr fein nach und gibt dem Leser damit einen ungeschönten Einblick in die gestörte Lebens- und Seelenwelt von Nina und Luke. Am Anfang hat mir diese Nabelschau sehr gefallen. Die verkorkste Kindheit beider Charaktere wurde realistisch dargestellt. Doch mit der Zeit begann ich gegen die Geschichte, die im bunten  Londoner Theatermilieu spielt, eine Abneigung zu entwickeln, weil so viel negatives und verstörendes Gefühlswirrwarr die Oberhand gewann. Nina wurde immer mehr zum Opfer und Luke hat erst sehr spät erkannt, dass eine gemeinsame, sorgenfreie Zukunft nicht möglich ist.  Beide Protagonisten sind Opfer ihrer Kindheit und gehen doch anders daraus hervor. Luke konnte sich von den Fesseln der Vergangenheit mehr und mehr lösen. Doch trotzdem habe ich für ihn und Nina keine Sympathie aufbringen können. Beide waren mir zu unsicher, ungefestigt in ihrem Handeln. Zudem hätte ich mir eine intensivere Auseinandersetzung mit Zeit (70er-Jahre) und Theaterwelt gewünscht. Beides kam mir zulasten des Soap ähnlichen Liebesdramas einfach zu kurz. Wer schaut schon gern zwei kaputten jungen Menschen beim Erwachsenwerden zu? FAZIT Leider nicht mein Fall. Sprache top, Handlung Flop.

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    • 2
  • Leserunde zu "Jahre wie diese" von Sadie Jones

    Jahre wie diese

    aba

    Sadie Jones' Meisterstück über einen jungen Dramatiker, der versucht, sich im London der 70er Jahre einen Namen zu machen London in den 70er Jahren, aufregend, explosiv, atemberaubend, und mittendrin der junge, provinzielle Paul, der in der Millionenstadt versucht, erfolgreich zu sein. In ihrem neuen Roman "Jahre wie diese" lässt uns Sadie Jones hinter die Theaterkulissen blicken und - nach eigenen Aussagen - auch hinter die Kulissen des Herzens. Zum Inhalt Luke Kanowski beschließt, Provinz und Elternhaus den Rücken zu kehren, um in London seine Lorbeeren als Dramatiker zu verdienen. Mit Paul, einem angehenden Produzenten, und Leigh, Pauls Freundin, gründet er eine Theaterkompagnie, die bald erste Erfolge feiert. Die drei sind unzertrennlich – bis Luke auf Nina trifft, eine temperamentvolle, aber labile Schauspielerin, die ihn nicht mehr loslässt. Alles, worum er gekämpft hat – Loyalität, Freundschaft, Karriere –, droht dem Versuch zum Opfer zu fallen, Ninas versehrte Seele zu retten. Wie viel ist er bereit, für sie zu riskieren? Ein überaus romantischer, eleganter Roman über vier junge Menschen, die um ihren Platz in der Liebe und im Leben kämpfen und dabei immer wieder von den Prägungen ihrer Kindheit eingeholt werden. Leseprobe Zur Autorin Sadie Jones, 1967 in London geboren, arbeitete als Drehbuchautorin, unter anderem für die BBC. 2005 verfilmte John Irvin ihr Drehbuch "The Fine Art of Love" mit Jacqueline Bisset in der Hauptrolle. Ihr preisgekröntes Romandebüt "Der Außenseiter" (2008) wurde in Großbritannien auf Anhieb ein Nr.-1-Bestseller und war auch in Deutschland ein großer Presse- und Publikumserfolg. 2012 erschien bei der DVA "Der ungeladene Gast". "Jahre wie diese" ist ihr vierter Roman. Wenn ihr noch mehr über das Buch wissen möchtet, hier erzählt Sadie Jones über dessen Entstehung und Hintergründe. Zusammen mit DVA verlosen wir 25 Exemplare von "Jahre wie diese" unter allen, die diesen intensiven Roman im Rahmen einer Leserunde lesen, sich austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchten. Wer mit Sadie Jones in das London der 70er Jahre reisen und mehr über das Theaterleben erfahren möchte, bewirbt sich* bis zum 18.03.. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist, folgende Frage zu beantworten: Wie stellt ihr euch das Leben in den 70er Jahren vor? Hat sogar einer von euch diese aufregende Zeit miterlebt? Auf eure Antworten freue ich mich! Viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 600
  • Jahre wie diese...

    Jahre wie diese

    SweetSmile

    22. May 2015 um 13:21

    Zum Inhalt: Luke Kanowski beschließt, Provinz und Elternhaus den Rücken zu kehren, um in London seine Lorbeeren als Dramatiker zu verdienen. Mit Paul, einem angehenden Produzenten, und Leigh, Pauls Freundin, gründet er eine Theaterkompagnie, die bald erste Erfolge feiert. Die drei sind unzertrennlich – bis Luke auf Nina trifft, eine temperamentvolle, aber labile Schauspielerin, die ihn nicht mehr loslässt. Alles, worum er gekämpft hat – Loyalität, Freundschaft, Karriere –, droht dem Versuch zum Opfer zu fallen, Ninas versehrte Seele zu retten. Wie viel ist er bereit, für sie zu riskieren? persönliche Wertung:  Das Buch beinhaltet eine sehr interessante Geschichte, mit besonderen Protagonisten. Ich finde schon das Cover wirklich schön und es passt so gut zu der Zeit in der das Buch spielt...  Luke ist ein junger Mann, der es bis dahin nicht leicht in seinem Leben hatte und trotzdem für mich irgendwie eine tolle Leichtigkeit ausstrahlt. Es gefällt mir, dass er sein Schicksal nicht ständig hinterfragt, sondern es einfach als gegeben hinnimmt und nach vorn sieht. Auch Paul und Leigh gefallen mir gut, Paul ist für mich die gute Seele des Romans, einen Freund wie ihn würde ich jedem wünschen.  Nina hingegen ist für mich ein sehr schwieriger Charakter, ich konnte sie lange nicht richtig einschätzen... Es war eher schwierig aus ihr schlau zu werden... Leider war das Buch für mich an vielen Stellen sehr verwirrend und dies machte mir das Lesen doch sehr schwer. Am Anfang bin ich irgendwie gar nicht so richtig voran gekommen, in der letzten Hälfte wurde es allerdings zum Glück wieder besser! Das Ende des Buches hat mir dagegen wieder sehr gut gefallen, alles verwirrende kommt in seine richtigen Bahnen. Für mich auch das Beste am ganzen Buch. Fazit:  Leider war dieser Roman für mich nicht ganz überzeugend und eher eine kleine Enttäuschung... Obwohl das Ende wirklich vieles Retten konnte! :)

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  • Das zu ausführliche Leben des Luke Kanowski

    Jahre wie diese

    19angelika63

    Klappentext Luke Kanowski beschließt Provinz und Elternhaus den Rücken zu kehren, um in London seine Lorbeeren als Dramatiker zu verdienen. Mit Paul, einem angehenden Produzenten, und Leigh, Pauls Freundin, gründet er eine Theaterkompagnie, die bald erste Erfolge feiert. Die drei sind unzertrennlich – bis Luke auf Nina trifft, eine temperamentvolle, aber labile Schauspielerin, die ihn nicht mehr loslässt. Alles, worum er gekämpft hat – Loyalität, Freundschaft, Karriere -, droht dem Versuch zum Opfer zu fallen, Ninas versehrte Seele zu retten. Wie viel ist er bereit, für sie zu riskieren? „In ihren Augen sah er den Abgrund. Die Leute mieden Verrückte, angeblich weil sie so unberechenbar waren, aber Luke wusste, dass sie in Wahrheit die Leere in ihren Blicken fürchteten. Luke hatte keine Angst vor dieser Leere; schließlich war sie es, die dort leben musste. Er hätte alles getan, um sie zu retten (…)“ (Seite 9) Luke lebt in einer Kleinstadt. Seine Mutter lebt schon seit er ein kleiner Junge war, in einer Irrenanstalt. Täglich geht er sie besuchen. Sein Vater findet seit dieser Zeit nur noch Trost im Alkohol und weigert sich konsequent die Mutter zu besuchen. Lukes große Liebe gehört dem Theater. Da er es aber kaum schafft eine Aufführung zu sehen, liest er alle bedeutsamen Theaterstücke. Sein großer Traum ist es, einmal ein Theaterstück zu schreiben und aufzuführen. Eines Tages verirren sich Paul und Leigh in dem kleinen Ort. Beide wollen sich dort mit einem Theateragenten treffen. Doch sie haben sich verfahren und treffen auf Luke, der ihnen den Weg zeigt. Doch der Agent taucht nicht auf und die drei verbringen den Abend miteinander. „Mit geschlossenen Augen erspürte Luke das Leben der Kunstwerke um sich herum. Es veränderte die Atmosphäre. Er dachte an Genialität, verdichtet durch die Zeit, und an das unmessbare Charisma des Ruhms. Er wusste nicht, wie er das alles in Worte fassen sollte, wusste nur, dass diese Gemälde zu atmen schienen.“ (Seite 12) Monate nach dem zufälligen Treffen beschließt Luke seine Heimat zu verlassen. Er macht sich zwar Sorgen um seine Mutter, doch diese redet ihm zu, sein Leben zu leben. Also macht sich Luke auf den Weg nach London. Dort sucht er Paul auf. Durch Zufall treffen beide auch wieder auf Leigh. Aus einer Laune heraus beschließen die drein eine Theaterkompagnie zu gründen. Alles läuft hervorragend an. „Die Zukunft war eine unausgefüllte Präsenz im Zimmer, wie Angst.“ (Seite 84) Luke, Paul und Leigh leben auch zusammen. Eigentlich fühlt sich Luke sehr stark von Leigh angezogen. Doch er ist nicht in der Lage, ihr seine wahren Gefühle zu zeigen. Er stößt sie von sich weg. Leigh wendet sich Paul zu und die beiden werden ein Paar. Luke fühlt sich wohl in dieser Dreierbeziehung. Leigh nennt es einmal „Vater-Mutter-Kind“ WG. „Luke sah sie zusammen und empfand gegen seinen Willen, trotz all seiner Gewissheit, nur Verlust. Spürte, wie etwas Kostbares in seinem Herzen zerbrach, weil er nicht gewusst hatte, wie er es sicher aufbewahren sollte.“ (Seite 107) Alles scheint harmonisch zu verlaufen, doch dann taucht eines Tages Nina auf. Eine Frau, die Luke sehr an die Zerbrechlichkeit seiner Mutter erinnert. Nina ist gefangen in einer Ehe, die sie nicht will. So hat es zumindest den Anschein. Und auch wie bei seiner Mutter, versucht Luke sie zu retten. Doch kann er es diesmal schaffen? „Luke sah das Stück, wie er das Leben sah-eine Tragödie zum Lachen. Zum Schluss wurde das so sorgfältig errichtete Gebäude des Sohnes, sein falsches Zuhause, durch das Chaos seiner Erziehung zerstört. So erbittert er auch dagegen ankämpfte, die Vergangenheit hatte einen Weg für ihn bereitet, den er nicht verlassen konnte. Das Stück war Lukes engster Gefährte und erbittertster Feind. Es war das Beste, was er zustande brachte. Es musste besser werden, als er selbst war.“ (Seite 312) Ich war sehr auf diesen Roman von Sadie Jones gespannt. Letztes Jahr habe ich „Der ungeladene Gast“ von ihr gelesen und war einfach nur begeistert. Dementsprechend waren meine Erwartungen sehr hoch … und sie sind tief gefallen. „Jahre wie diese“ ist ein vollkommen anderes Buch. Ihre Art zu schreiben, die Geschichte aufzubauen. Wobei, es gibt keinen wirklichen Spannungsaufbau. Die Geschichte plätschert von Anfang bis Ende nur so dahin. Sicherlich ist die Thematik nicht uninteressant. Ein junger Mann, geprägt durch sein Elternhaus (Vater Alkoholiker, Mutter in der Irrenanstalt) versucht diesem Milieu zu entkommen. Bis zu einem gewissen Punkt schafft er dies auch mit Hilfe seiner Freunde Paul und Leigh. Obwohl er bei den Beiden eigentlich nur eine Art Elternersatz findet. Das geht so lange gut, bis er auf Nina trifft. Eine junge Frau, von der er denkt, dass sie „errettet“ werden muss, wie seine Mutter. Dass dies nur schief gehen kann, erklärt sich irgendwie von selbst. Erst nach dem Tod seiner Mutter schafft Luke es sich seinem Leben wirklich zu stellen, schafft er endlich Nähe zuzulassen. Allerdings hat mich die Länge des Romans, es sind zwar „nur“ 413 Seiten, geschafft. Diese 413 Seiten kamen mir wie die Unendlichkeit vor. Meiner Meinung nach, hätte man das Ganze auch in weniger Buchseiten verpacken können. Dann wären es auch 4 Sterne geworden. So kann ich nur 3 vergeben, da mich diese Langatmigkeit echt „genervt“ hat. Aber macht euch bitte euer eigenes Urteil. „Es fühlte sich wunderschön an. Da war die Klippe. Da war der Abgrund. Da war die Dunkelheit. Da war der Sturz, genau da, genau vor ihnen. (…) Die Welt kam langsam zurück, und sie traten wieder in sie ein.“ (Seite 411)  

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    • 7

    Sabine17

    20. May 2015 um 22:42
  • Vielseitige und spannende Charaktere in der Theaterwelt der 70-er Jahre

    Jahre wie diese

    tinabuch

    Rezension "Jahre wie diese" Eine Bildbuchfamilie hat Luke nicht. Seit seinem fünften Lebensjahr besucht er seine Mutter jeden Mittwoch in der Psychatrie, versucht ihr Halt zu geben und für sie da zu sein, während sein Vater jeglichen Besuch verweigert. Als Teenager flüchtet sich Luke in die Welt des Theaters. Theoretisch. Er liest alle Stücke, studiert sie und kennt die meisten auswendig. Doch er braucht seine Zeit bis er der Kleinstadt überdrüssig geworden ist und es tatsächlich in London versucht. Und dann ist da Nina, ebenfalls ein gebranntes Kind. Sie wächst als Tochter einer jungen, erfolglosen Schauspielerin bei Ihrer Tante auf, vergöttert ihre Mutter und ist überglücklich, mit 16  zu ihr ziehen zu dürfen. Um ihren hohen Erwartungen gerecht zu werden besucht sie eine Schauspielschule. Der Erfolg lässt auf sich warten. Doch ihre Mutter wäre nicht ihre Mutter, wenn sie nicht auf ihre ganz persönliche Art und Weise Kontakte in die Theaterwelt knüpfen würde. 1972 in London arbeitet Luke mit seinen gemeinsamen Freunden Paul und Leigh an einem eigenen Theater. Autor, Produzent und Inspizientin sind sowohl beruflich als auch privat unzertrennlich. Sie teilen Erfolg und Verlust, stehen füreinander ein und sind nur im Trio vollkommen. Als Luke dann Nina kennenlernt und neben ihrer außergewöhnlichen Schönheit ihre verletzliche und labile Seite entdeckt, setzt er alles daran, sie zu retten. Für sie. Und für sich. Doch das Dreiergespann scheint daran zu zerbrechen. Hält die  Freundschaft zwischen Luke, Paul und Leigh diesen Widrigkeiten Stand? Und kann die Liebe zwischen Nina und Luke den Umständen trotzen? Meine Meinung Sadie Jones hat einen wunderschönen, subtilen Schreibstil. Die eigentliche Liebesgeschichte, die ich erwartet habe, war keine. Viel mehr habe ich einen umfassenden Roman über verschiedendste Charaktere, zwischenmenschliche Beziehungen verschiedenster Art, die Theaterwelt der 70-er Jahre und einem Hauch Romance bekommen. Die Story braucht ein wenig, um in Fahrt zu kommen. Auf den ersten 200 Seiten werden Luke und Nina abwechselnd dargestellt, vom jungen Kind bis ins Teenageralter und den Anfängen ihrer Karriere. Was ich anfangs als sehr langwierige und zu umfassende Erzählungen empfand, hat sich auf den Folgeseiten als sehr nützlich und interessant erwiesen. Viele Handlungen und Gedankengänge waren so einfacher nachzuvollziehen. Sadie Jones beschreibt die Charaktere so dateilliert und mitfühlend, dass sich ein kleines Gefühlschaos beim Lesen entwickelte. Insbesondere an die starke Abneigung gegen Marianne, Ninas Mutter, erinnere ich mich immer wieder. Aber auch Nina selbst, die mir oft einfach nur leid tat, oder Leigh, die scheinbar starke Persönlichkeit, die sich in Zeiten des Umbruchs zu behaupten versucht, empfand ich als wundervolle Charaktere, die das Buch bereichern. Ganz besonders jedoch ist in diesem Buch die Londoner Theaterszene in den 70-er Jahren hervorzuheben. Die Hauptkulisse. Für die 70-er Jahre bin ich zu jung, doch sie beschrieben zu bekommen im Umbruch der Gesellschaft zu einer Zeit der sich entwickelnden Theaterszene kam mir an vielen Stellen vor wie ein Märchen. Einfach wundervoll. Lieblingszitate "Sie hatte keine Ahnung, dass sich hinter Tante Mags Fürsorge Liebe versteckte, da sie selbst Liebe mit Sehnsucht gleichsetzte.", Seite 25 "Die bunte Liebe kam ihr vor wie ein Jahrmarktstrick. Man drehte eine Runde auf einem klapprigen Zirkusfahrrad, nur um dann mit dem Gesicht in einer Torte zu landen, zur Erheiterung des zynischen Universums.", S. 58 "Jetzt, ohne das Gespraech, um sich herum nur Stille und die laufende Platte, waren sie sich nur bewusst, dass sie sich nicht beruehrten, sich aber beruehren wollten. Diese Tatsache stand so ploetzlich im Raum, dass es einem schwindelig werden konnte.", S. 100 "Er wollte sie immer küssen, er war daran gewöhnt." S. 191 "Es war nicht geschrieben worden.", S. 411 Fazit Wer einen glamourösen Roman mit einem steilen Spannungsbogen erwartet, der wird mit "Jahre wie diese" nicht glücklich. Viel mehr glänzt Sadie Jones in diesem Roman mit ausgeprägten Charakteren, spannenden zwischenmenschlichen Beziehungen und einer wundervollen Theaterkulisse der 70-er Jahre. Der anfänglichen Erzählungen beider Lebenswege hätten Kürzungspotenzial in der Summer jedoch lohnt sich jede einzelne Seite des Buches. Ich habe eine wundervolle – für mich neue – Autorin entdeckt, deren Romane "Der Außenseiter" und "Der ungeladene Gast" bereits darauf warten, gelesen zu werden! 

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    • 3

    tinabuch

    18. May 2015 um 07:57
  • Jahre wie diese

    Jahre wie diese

    Fantasie_und_Träumerei

    "Sie hatte keine Ahnung, dass sich hinter Tante Mats Fürsorge Liebe versteckte, da sie selbst Liebe mit Sehnsucht gleichsetzte." Nina ist die Tochter einer Schauspielerin. Ihre Mutter hat vor allem sich selbst im Sinn. Beruf, Erfolg, Karriere, Ansehen. Die Wirkung auf andere ist ihr so wichtig, dass ihr die eigene Tochter nur hin und wieder ins Gedächtnis gerät. Nina, die bei einer Tante aufwächst, himmelt die Mutter an. Sie verehrt sie auf eine eher ungesunde Weise, möchte ihr gefallen, indem sie alles macht, was die kühle Person die sich Mutter nennt, - die ihre Rolle aber schlechter ausfüllt, als sie es jemals mit ihren Rollen im Theater getan hat -, von Nina verlangt. So beugt sie sich auch dem Wunsch Schauspielerin zu werden.  "Jetzt, wo er älter war, waren die Nächte unbestimmter und dunkler, und die Welt war in jedem Fall ein viel zu dunkler, quälender Ort, und so machte er das Licht an, wenn er nicht schlafen konnte, und schrieb." Luke lebt gemeinsam mit seinem Vater in einer kleinen Wohnung. Seine Mutter ist schon seit Jahren in einer Psychiatrie. Lukes ebenso hoffnungsvoller wie verzweifelter Versuch seine geliebte Maman aus der Klinik, die ihm schier unerträglich scheint, für sie aber zum gewohnten Umfeld geworden ist, zu retten, scheitert. Er vergräbt sich in Arbeit, steigt immer höher auf der Karriereleiter. Es mangelt ihm weder an Geld, noch an Frauen, die ihm ihre Liebe aufbinden wollen und doch ist er einsam und unzufrieden. Als er Leigh und Luke, ein junges Paar aus London, das sich ganz und gar dem Theater verschrieben hat, bemerkt er, dass er falsch ist, in dem Leben, das er führt. Die Rettung der Mutter ist gescheitert, doch die eigene hat er immer noch selbst in der Hand. "Da waren sie wieder, die gewohnte, schmerzliche Freude des Suchens und der Mangel; die Distanz zu dem, was Liebe hieß, die ihn geformt hatte. Die Prägung, die dafür gesorgt hatte, dass sein Herz verkümmerte." Der Blickwinkel wird mal verstärkt auf Luke, mal verstärkt auf Nina bzw. deren Umfeld gelegt. Er führt uns in die 70er und 80er Jahre, in die Geschichten vier junger Menschen, die unumgänglich miteinander verwoben sind. Sympathisch sind sie alle. Vom ersten Moment an. Niemand der vier scheint so stark verbunden zu sein wie Luke und Nina, deren ganzes Leben beeinflusst wurde durch die wichtigste weibliche Person im Leben eines jeden Menschen: die Mutter. Luke, der trotz der scheinbaren Schwäche der eigenen Mutter, trotz ihrer körperlichen wie auch manchmal geistigen Abwesenheit, die Stärke der Mutter, ihre Illusionen, ihre Träume und Hoffnungen aufgenommen hat. Auf der anderen Seite Nina, die nie Illusionen aufbauen konnte, da sie ihr von der Mutter ebenso zerstört wurden wie ein klares Bild der Realität. Beide jungen Menschen immer auf der Suche nach dem was sie glücklich macht. Scheinen nicht zu erkennen, dass das Glück manchmal direkt vor der Nase liegt. " '[...] Warum hören wir nie auf, daran zu glauben?' 'Woran?' 'Daran, dass Rettung möglich ist.' " "Jahre wie diese" ist mein erster Roman der Engländerin Sadie Jones, mit Sicherheit aber nicht der Einzige, der den Weg in mein Bücherregal finden wird, denn ich bin ganz verzaubert von ihrem Vermögen Atmosphäre zu erschaffen. Atmosphäre, die mich mitgerissen hat, die mich immer wieder zum Buch greifen lies, das ich bewusst in kleinen Stücken genossen habe. Ich bin gerne zurückgekehrt in die Gesellschaft der vier jungen Menschen, die sich manchmal in ihren Träumen und Hoffnungen verirrt und verloren haben, und doch immer wieder zurückgeholt wurden auf den Boden der Tatsachen. "Jahre wie diese" ist ein ganz fein gezeichneter Roman über die Besonderheiten und Ausprägungen der mütterlichen Liebe, aber auch ein wunderschöner Roman über Liebe, wenn die Geschichte auch manchmal den Weg der Dramatik einschlägt. Umso größer sind die Gefühle dann jedoch, wenn sie sich wieder in die von allen Liebenden erhoffte Richtung entwickeln. Ein Roman, den ich sehr genossen habe und gerne weiter empfehle.

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    • 2
  • Londons Theater-Szene in den 70er

    Jahre wie diese

    Buecherwurm1973

    London in den 70er. Die Bohème-Szene ist im Hoch. Die drei Freunde Leigh, Paul und Luke teilen sich eine Wohnung. Anfangs sind sie erfolgreich mit ihrer eignen Theaterkompagnie. Als diese zerbricht, verfolgen die Freunde berufliche ihre eignen Ziele. So jobbt Luke morgens als Müllfahrer, abends schreibt er Theaterstücke, Leigh arbeitet als Inspizientin in einem kleinen Theater und Paul versucht sich als Produzent. Die Freunde sind trotzdem unzertrennlich bis Nina in Lukes Leben tritt. Nina ist Schauspielerin. Sie ist mit einem einflussreichen Theatermacher verheiratet, der sie manipuliert. Luke ist ihr sofort verfallen und will sie aus dieser Ehe retten. Dieser Roman besticht durch Sadie Jones Schreibtalent. Ihre Figuren sind bis ins kleinste Detail liebevoll ausgearbeitet. Jeder dieser Freunde hatte eine problematische Kindheit, die sie auch im Erwachsenenleben immer wieder einholt. Sie lässt die drei Freunde erwachsen und reifer werden. So werden sie lebendig. Der Leser erhält einen realen Einblick in die Theaterwelt. Ich hatte oft das Gefühl daneben zu stehen und alles zu beobachten, was da alles hinter den Kulisse eines Stückes abgeht. Ich habe dieses Buch wahnsinnig gerne gelesen. Die Autorin lässt den Leser die Karriere der vier Protagonisten miterleben. Ihre persönlichen Krisen kann man mitfühlen. Auch ihr turbulentes Liebesleben kann nachempfunden werden. So ist das Herz und das Kopfkino beim Lesen mit involviert und das mag ich besonders. Fazit: Ein Buch, welches durch die liebevoll gezeichneten Figuren besticht.

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    • 3

    Buecherwurm1973

    28. April 2015 um 22:24
  • Jahre wie diese _ Sadie Jones

    Jahre wie diese

    divergent

    Titel: Jahre wie diese Autor: Sadie Jones Seiten: 416 Verlag: DVA Genre: Roman London, England in den 1970er Jahren: Vier junge Leute: Luke, Leigh, Paul und Nina treffen sich in den 70er Jahren in London. Alle vier wollen eine Zukunft am Theater. Luke schreibt Stücke, die niemand liest, Paul will Produzent werden, Leigh hilft bei Theatervorstellungen und Nina ist Schauspielerin, obwohl der Job nicht wirklich ihr Traum ist. Luke und Nina kommen sicht mit der Zeit näher, was alles andere als gut für Luke ist, da Nina eine sehr labile Persönlichkeit ist. Was für ein interessantes und spannendes Buch (meistens jedenfalls) Sadie Jones schafft es, das ganze Buch hindurch in eine schönen Sprache zu erzählen, was sich alles richtig schön lesen lässt. DIe ganzen Charaktere werden sehr schön beschrieben und einem auch Nahe gebracht, so als würde man die Protagonisten kennen =) Man bekommt einen richtig guten Einblick in deren Gefühlswelt und Alltagsleben. Das Buch beginnt richtig stark und ist zwischenzeitlich leider etwas langweilig. Die Geschichte zieht sich besonders in der Mitte des Buch teilweise ganz schön. Doch das Ende wiederum fand ich spannender und es passt auch zu der Geschichte.

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    • 2
  • 1970er Jahre. England. London. Die Welt des Theaters.

    Jahre wie diese

    Orisha

    „[…] während sie sich küssen, erinnerte sie sich plötzlich daran, wie sie ihn auf ihrer Geburtstagsparty zum ersten Mal gesehen hatte. Wie vollständig er gewesen war, bevor er sie kennenlernte. Wie glücklich er gewirkt hatte, und wie selbstsicher. […]“ (S. 373) Luke wächst in Seston, einem kleinen englischen Städtchen ohne Kultur auf. Seine Ma lebt in einer Psychiatrie, sein Vater in seiner eigenen Welt und Luke immer dazwischen. Als er eines Abends Paul und Leigh kennenlernt, kann er nicht wissen, dass diese Begegnung sein Leben verändern wird. Denn beide kommen aus der Welt der Theaters, einer Welt, der er (romantisch) verfallen ist und die ihn nicht mehr loslassen wird. Er wagt den Schritt nach London und es beginnt sich eine Freundschaft zwischen Paul, Luke und Leigh zu entfalten, die nach und nach auf die Probe gestellt wird, vor allem als die schüchterne Nina auf den Plan tritt. Parallel dazu erfahren wir die Geschichte von Nina, einer angehenden Schauspielerin, die unter dem Geltungsdrang ihrer Mutter leidet. Als Nina Tony kennenlernt, glaubt sie alles erreicht zu haben. Schließlich wird sie seine Frau, doch damit beginnt ein ganz neuer Abschnitt für sie, vor allem als sie auf einer Party Luke kennenlernt. Die 1970er Jahre. England. London. Die Welt des Theaters. Diese Eckpunkte bilden den Rahmen für Sadie Jones Roman „Jahre wie diese“. Daneben bildet die Beziehung der vier Hauptprotagonisten und vor allem die Vergangenheit von Luke und Nina einen zentralen Aspekt im Verlauf der Geschichte. Die Charaktere sind brillant konstruiert, wunderschön gezeichnet und der Leser kann sich in die Gedankenwelt von Luke, Nina, Paul und Leigh eindenken. Dabei entwickelt die Geschichte einen Sog, dem ich mich schwer entziehen konnte, was vor allem auch der Sprache geschuldet ist. Ohne Pathos, Geschwafel oder unnütze Informationen, bringt Jones die Geschichte auf den Punkt und erzählt vor allem zwischen den Zeilen diese Geschichte um Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Verlust. Damit beschwört Jones eine Zeit herauf, in der Träume und der Glaube an eine Vision noch viel zentraler in den Köpfen der jungen Leute war, als es heute oft der Fall zu sein scheint. Fazit: Ein wunderbarer Roman über Theater, London und Beziehungen. Zeitlos und wunderschön.

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    • 4

    andrea_strickliesel

    23. April 2015 um 12:18
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