Harte Zeiten für echte Kerle

von Safia Monney 
3,1 Sterne bei17 Bewertungen
Harte Zeiten für echte Kerle
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Positiv (5):
TeleTabi1s avatar

Gelungener unterhaltsamer Roman - sowohl für Frauen als auch für Männer!

Kritisch (6):
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gute Idee und tolles Cover, aber der Schreibstil hat mir gar nicht zugesagt!

Alle 17 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Harte Zeiten für echte Kerle"

'Nur weil ich Gefühle habe, muss ich noch lange nicht darüber reden.'
Clemens ist Reporter bei einem Männer-Lifestyle-Magazin. Am liebsten berichtet er über alles, was harte Kerle anspricht: Extremsport, Monstertrucks, Grenzerfahrungen. Auf eine Beziehung hat er wenig Lust, einer Affäre ist er aber nicht abgeneigt. So auch, als er am Flughafen mit der faszinierenden Wayra zusammenstößt. Leider stellt sich heraus, dass Wayra seine neue Chefin ist. Sie will dem kriselnden Magazin eine neue Farbe geben, Stichwort: Der moderne Mann und seine Bedürfnisse. Clemens wird das Ressort 'Beauty und Wellness' übertragen - und er macht eine ganz neue Art von Grenzerfahrung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499291647
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:24.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    TeleTabi1s avatar
    TeleTabi1vor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Gelungener unterhaltsamer Roman - sowohl für Frauen als auch für Männer!
    Harter Kerl vs. moderner Mann

    Clemens arbeitet als Reporter bei einem Männermagazin und schreibt dort über Abenteuer, Action und Sport. Als er von einer seiner Reportagereisen zurückkehrt, begegnet er Wayra, die ihn sofort in ihren Bann zieht. Zumindest bis sich herausstellt, dass ausgerechnet diese faszinierende Frau seine neue Chefin sein soll und diese beginnt, den kompletten Aufbau des Magazins umzukrempeln. Clemens soll plötzlich über Beauty und Wellness berichten und stößt damit an die Grenzen seiner selbst definierten Männlichkeit...

    „Harte Zeiten für echte Kerle“ ist ein humorvoller Roman, der sich augenzwinkernd mit echten Männern in der vermeintlichen Krise befasst, die durch neue vielfältige Anforderungen und emanzipatorische Neuerungen der Gesellschaft hervorgerufen wurde. Bartpflege, Beautyprodukte und Treatments für den modernen Mann sind nur einige Beispiele, mit denen Clemens sich konfrontiert sieht und die er auf seine ganz eigene, aber immer höchst amüsante Art und Weise angeht. Verbunden mit einer Liebesgeschichte entsteht so eine großartige und unterhaltsame Lektüre, die von der ersten bis zur letzten Seite Spaß macht. Trotz Machoallüren ist Clemens ein sympathischer Hauptprotagonist, den ich gerne auf seinem Weg begleitet habe.
    Auch der lustig-leichte Schreibstil der Autorin Safia Monney hat seinen Teil zu einer sehr angenehmen Lektüre beigetragen – nicht zuletzt auch durch die beschriebene männliche Sicht der Dinge, die auch mal mit recht deftigen Ausdrücken garniert und durch Ironie gekonnt überspitzt dargestellt wurde. Alles in allem hatte ich ein großartiges Lesevergnügen mit „Harte Zeiten für echte Kerle“ und das Buch eignet sich meiner Meinung nach für Männer und Frauen gleichermaßen.

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    specialangs avatar
    specialangvor 21 Tagen
    Der moderne Mann

    Klappentext:

    «Nur weil ich Gefühle habe, muss ich noch lange nicht darüber reden.»
    Clemens ist Reporter bei einem Männer-Lifestyle-Magazin. Am liebsten berichtet er über alles, was harte Kerle anspricht: Extremsport, Monstertrucks, Grenzerfahrungen. Auf eine Beziehung hat er wenig Lust, einer Affäre ist er aber nicht abgeneigt. So auch, als er am Flughafen mit der faszinierenden Wayra zusammenstößt. Leider stellt sich heraus, dass Wayra seine neue Chefin ist. Sie will dem kriselnden Magazin eine neue Farbe geben, Stichwort: Der moderne Mann und seine Bedürfnisse. Clemens wird das Ressort «Beauty und Wellness» übertragen - und er macht eine ganz neue Art von Grenzerfahrung.

    Meinung:

    Der Einstieg war für mich nicht gerade leicht. Der Schreibstil ist zwar flüssig, aber liest sich nicht so locker flockig. Clemens ist ein typischer Mann und auf einmal muss er über nicht so männliche Themen schreiben. Für ihn nicht wirklich leicht. Er war mir sympathisch, aber leider waren seine Ausdrücke für mich oft etwas zu derb. Wayra war mir dagegen von Anfang an total unsympathisch und ihre Handlungen sorgten für mich oft für Kopfschütteln. Die Geschichte ist lustig geschrieben und sorgt für einige Lacher. Langeweile kam beim lesen nicht auf.

    Auch wenn der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig ist, hat mich diese leichte Lektüre gut unterhalten.

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    Leseratte61s avatar
    Leseratte61vor 23 Tagen
    Ich war anfangs sehr skeptisch und dann kam ich aus dem Lachen und Nachdenken nicht mehr heraus

    Clemens ist auch als Reporter ein echter Kerl, denn er berichtet am Liebsten über die Themen der harten Kerle. Dazu gehören Extremsport, Monstertrucks und weitere männliche Grenzerfahrungen.

    Frauen mag er sehr, für kurze Affären, Bindungen will er jedoch nicht. Typischer Egoist?

    Plötzlich steht das Leben von Clemens sowohl privat als auch beruflich komplett auf dem Kopf. Er begegnet Wayra und fühlt sich von ihr magisch angezogen. Was hat diese Frau, was andere Frauen nicht haben? Sie spukt ihm Tag und Nacht durch seine Gedanken.

    Leider stellt sich Wayra innerhalb von kurzer Zeit als seine neue Chefin heraus. Dies erscheint erst mal unspektakulär. Wenn das liebe Wörtchen wenn nicht wäre, wäre es auch so. Dem kriselnden Magazin, für das Clemens tätig ist, will Wayra einen aktuellen Touch verpassen und versetzt Clemens in ein neues Resort. Dieses neue Resort ist dem heutigen Zeitgeist des supersoften Mannes angepasst, Wellness und Beauty für den Mann. Clemens macht nun völlig andere Grenzerfahrungen und hinterfragt die heutige Männlichkeit.

    Ob sich diese Verwicklungen und Probleme lösen lassen? Lest selbst.

    Fazit:

    Dieses Buch habe ich anlässlich einer Leserunde gewonnen und war nach den ersten Kommentaren anderer Leserinnen extrem skeptisch, so dass ich erst mal abgewartet und mich aus der Leserunde ausgeklinkt habe.

    Im Nachhinein freue ich mich darüber, dass ich dieses Buch ohne fremde Einflüsse dann doch gelesen habe. Ja, im ersten Moment habe ich mich über die deftige Sprache gewundert, die häufig kritisiert wurde. Jedoch habe ich nachgedacht und mein Arbeitsumfeld mal Revue passieren lassen. Ich arbeite seit vielen Jahren in einem männlich dominierten Umfeld. Fühlen sich Männer von uns Frauen unbeobachtet, reden die auch mit über 30 noch so wie Clemens und nicht nur das, auch tägliche männliche Furzkonzerte konnte ich erleben. Männer wollen halt durch ihre Sprache und ihr Benehmen zeigen, wer den Größeren hat. Dies wurde Männern immer mehr aberzogen.

    Durch solche Erfahrungen erscheint mir das Benehmen von Clemens nicht allzu abwegig und ich finde es gut, wie die Autorin dieses männliche Verhalten mit ihrer Ironie auf die Spitze getrieben hat. Für mich ist dieses Buch eine Möglichkeit, den Genderwahn und die Gleichmacherei in unserer heutigen Gesellschaft zu hinterfragen und auf humorvolle Weise den Menschen näher zu bringen, die sich davon einlullen lassen. Fakt ist: Nicht nur Männer befinden sich schon seit vielen Jahren in der Krise, sondern auch wir Frauen. Safia Monney hatte den Mut, in unglaublich satirischer Art, diese Missstände aus männlicher Sicht zu benennen, auch wenn sie nicht allzu sehr in die Tiefe gehen konnte, um nicht zu langweilen.

    Frage: Wer hat denn den Mut zu hinterfragen, auf wen dieser Genderwahn zurückgeht? Begründer dieser Forschung war ein Mann namens John Money, der amerikanischen Eltern einreden wollte, dass es keinerlei Geschlechtsunterschiede gibt. Anlässlich seine Forschungen lebte er seine pädophilen Neigungen aus und trieb viele Opfer in die Psychiatrie oder den Freitod. Forscher oder Mörder? Die abstrusen Theorien dieses Mannes wurden inzwischen vielfach widerlegt.

    Diesen Forscher nehmen heute immer noch Menschen zum Anlass auf die Genderforschung zu pochen, ohne zu hinterfragen, ob sie uns vielleicht schadet. Was ist das Ende vom Lied, Männer werden verweichlicht und Frauen leiden an sogenannten Männerkrankheiten.

    Was hat Safia Monney nun mit ihrem Werk getan? Sie hat einen humorvollen, satirischen Blick auf diesen Wahn geworfen, der uns immer noch als Wahrheit verkauft wird.

    Für mich steht fest: Männer sind anders, Frauen erst recht. Erst wenn wir endlich begreifen, dass dies wirklich so ist, können wir lernen, damit umzugehen. Vielleicht ist „Harte Zeiten für echte Kerle“ ein kleiner Schritt zu diesem Verständnis.

    Ich empfehle dieses Buch ausdrücklich für Männer und Frauen, die einen anderen Blick auf unsere Geschlechterrollen werfen wollen, die uns fremddiktiert werden.

    Kommentare: 2
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    secretworldofbookss avatar
    secretworldofbooksvor 24 Tagen
    Wie viel Frau steckt im Mann?

    Clemens wohnt in einer Männer WG. So chaotisch wie man sich das vorstellt, so ist es auch. Sein bisheriges Leben läuft auch chaotisch ab. Zurück von der Dakar, wo er mit seinen besten Freund an einer Reportage gearbeitet hat, läuft alles schief. Er lernt Wayra kennen. Die serviert ihn aber nach der ersten Nacht ab. Eigentlich Clemens Part. Tags darauf stellt sie sich ihn als neue Chefin vor. Vom schief laufen noch nicht genug, soll er nun über Beautyprodukte für den Mann berichten. Aber nicht mit Clemens. Gemeinsam mit seinen Kumpels plant er eine Gegenkampagne für den echten Mann. Wird es ihn so gelingen,Wayras Herz zurück zu erobern?

    Wenn man über den recht gewöhnungsbedürftigen Schreibstil hinweg sieht, ist es eine recht amüsante Story über die echten Werte eines Mannes.Es ist unterhaltsam ,aber der Spannungsbogen schwächt zum Schluß hin etwas ab.

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    vronika22s avatar
    vronika22vor 24 Tagen
    Kurzmeinung: gute Idee und tolles Cover, aber der Schreibstil hat mir gar nicht zugesagt!
    Von der Idee her gut, aber vom Schreibstil her hat mir das Buch nicht gefallen!

    Inhalt (Klappentext):
    Clemens ist Reporter bei einem Männer-Lifestyle-Magazin. Am liebsten berichtet er über alles, was harte Kerle anspricht: Extremsport, Monstertrucks, Grenzerfahrungen. Auf eine Beziehung hat er wenig Lust, einer Affäre ist er aber nicht abgeneigt. So auch, als er am Flughafen mit der faszinierenden Wayra zusammenstößt. Leider stellt sich heraus, dass Wayra seine neue Chefin ist. Sie will dem kriselnden Magazin eine neue Farbe geben, Stichwort: Der moderne Mann und seine Bedürfnisse. Clemens wird das Ressort «Beauty und Wellness» übertragen - und er macht eine ganz neue Art von Grenzerfahrung.

    Meine Meinung:
    Also das Cover hat mich sehr angesprochen und neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe es bei Lovely Books bei einer Leserunde gewonnen.
     
    Der Schreibstil ist leider total überzogen und es begegnen einem ständig Ausdrücke wie "geiler Scheiß" (teilweise mehrfach auf einer Seite) oder auch "Fick des Jahrhunderts" und ähnliches. Das hat mein Lesevergnügen leider sehr getrübt.

    Auch bin ich mit den Protagonisten überhaupt nicht warm geworden. Vor allem Clemens verhält sich meiner Meinung nach nicht wie ein Mann um die dreißig, sondern eher wie ein pubertierender Teenager.
    Als dann eine Business-Frau in die Story gekommen ist, dachte ich, dass es nun besser wird. Aber leider konnte ich mich auch nicht mit ihr identifizieren und konnte auch ihr Handeln nicht verstehen.

    Ich denke dies ist ein Buch, welches man einfach mag, oder nicht mag. Und mögen wird dieses Buch wohl eher die junge Generation - bei mir war das leider nicht der Fall.
    Ich vergebe 1,5 Sterne, aber da ich vereinzelt manche Stellen, doch witzig fand, runde ich auf 2 Sterne auf.

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    annlus avatar
    annluvor einem Monat
    Kurzmeinung: an Clemens (und den Sprachstil) muss man sich erst gewöhnen, dann wars ok
    Harte Kerle

    *Beauty und Wellness? Okay. Wenn es das ist, was Wayra will. Die Welt hat er in den letzten Jahren genug bereist. Jetzt kriselt es hier, in der Männerwelt...*


    Clemens ist ein echter Kerl. Als solcher ist er zwar an jeder Menge Frauen, aber nicht an der Liebe interessiert. Dann aber kommt Wayra und stellt seine Welt auf den Kopf. Als seine neue Chefin setzt sie seine Abenteuerreportagen für das Männermagazin einfach ab und er soll in Zukunft Artikel über Spas und Pflegeprodukte schreiben. Das geht für ihn zu weit und er setzt sich zum Ziel den „modernen Mann“ abzuhaken und ihn wieder zum „echten Mann“ zu machen. Dabei spukt ihm aber seine Chefin dauernd im Kopf herum, sodass er so manche seiner Einstellungen hinterfragen muss.



    Clemens ist hier derjenige, der die Geschichte erzählt. Das führt zu einem eigenen Schreibstil, der aus knappen Sätzen durchzogen mit sehr, sehr vielen Flüchen und derber Sprache führt. Zu Beginn hatte ich das Gefühl, Clemens wäre in Gedanken nur bei Sex und seinen Kraftausdrücken. Der Leser muss auch genauer hinschauen um in der ersten Beschreibung von Clemens nicht den Arsch zu sehen, als den er sich – besonders Frauen gegenüber – gibt, sondern auch ein paar sympathischere Seiten an ihm zu finden.


    Der Einstieg ist dazu gedacht, den echten Kerl Clemens zu zeigen. Das beinhaltet sowohl die (recht unrealistische) Verführung einer Stewardess während eines Fluges als auch seinen Aufenthalt bei der Dakar. Gerade hier kommt heraus, wie wichtig ihm sein bisheriger Job ist und wie viel Wert er auf die Abenteuer legt.


    Seine Begegnung mit Wayra hat mich erst einmal hoffen lassen, dass sie frischen Wind und einen sympathischen Charakter in die Geschichte bringen würde. Dabei musste ich bald feststellen, dass ich ihre Handlungen nicht gutheißen konnte – dafür aber überraschenderweise Clemens immer besser verstehen konnte. Zwar geht er vieles recht unreif an, erinnert immer mal wieder mehr an einen Teenager, als an einen Erwachsenen - aber hey, er ist ein Mann, die werden wohl nie erwachsen :-). Dennoch konnte ich seinen Ärger darüber nachvollziehen, wie sehr die Werbung aber auch der Markt und reine Profitausrichtung nicht nur seine Zeitung beeinflussen, sondern das Bild das von den Männern gezeichnet wird.


    Die Geschichte schwankte zwischen skurril, witzig, flachem Humor und Gesellschaftskritik. Sie war locker zu lesen und konnte mich auch ab und zu zum Schmunzeln bringen. Ab der Mitte der Geschichte hätte ich mir aber eine Entwicklung beim Charakter von Clemens erwartet. Während ich zu Beginn der Geschichte nach seinen guten Seiten suchen musste und ihn dann doch sympathisch fand, hat er hier wieder stark abgebaut, da er meiner Meinung nach genau die gleichen Fehler begeht, die er der Gesellschaft (auch zu Recht) vorwirft. Bis zum Ende hatte er leider weniger von einem echten Kerl an sich, als ich mir gewünscht hätte.


    Fazit: An den Schreibstil muss man sich gewöhnen – an Clemens auch. Dann kann man eine Geschichte über einen echten Kerl lesen, der mit allen Mitteln die Männlichkeit verteidigen will.

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor einem Monat
    einfach nur schrecklich

    Klappentext:

    Nur weil ich Gefühle habe, muss ich noch lange nicht darüber reden.'
    Clemens ist Reporter bei einem Männer-Lifestyle-Magazin. Amliebsten berichtet er über alles, was harte Kerle anspricht: Extremsport, Monstertrucks, Grenzerfahrungen. Auf eine Beziehung hat er wenig Lust, einer Affäre ist er aber nicht abgeneigt. So auch,als er am Flughafen mit der faszinierenden Wayra zusammenstößt. Leider stellt sich heraus, dass Wayra seine neue Chefin ist. Sie will dem kriselnden Magazin eine neue Farbe geben, Stichwort: Der moderne Mann und seine Bedürfnisse. Clemens wird das Ressort 'Beauty und Wellness' übertragen - und er macht eine ganz neue Art von Grenzerfahrung.



    Leseeindruck:

    Der Roman „Harte Zeiten für echte Kerle“ von Autorin Safia Monney war leider so überhaupt gar nicht nach meinem Lesegeschmack. Der Protagonist Clemens vollends unsympathisch mit Fäkalsprachenjargon, gewollt witzig, dabei eher unwitzig und insgesamt eine Handlung, die sich zog wie Kaugummi. In keinem Buch, das ich kenne, kommt so oft das Wort „schei…ß“ vor, wie in diesem. Die Geschichte hatte sich vielversprechender im Klappentext angehört, als sie dann tatsächlich ist, stellenweise sogar unglaubwürdig und überzogen. Das Cover ist das einzige, das mich zu 1 Stern hinreißt.


    @ esposa1969

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    120_miless avatar
    120_milesvor einem Monat
    Harte Zeiten für.. Leser.

    Ich habe diesen Roman im Rahmen einer Leserunde gewonnen und mich sehr drauf gefreut. Der Titel klingt gut und das Cover verspricht eine lustige Geschichte.
    Das  Buch handelt von einem Abenteuer-Journalisten und Macho der Oberklasse. Scheinbar emotionslos, kann nicht lieben, will nicht lieben. Und natürlich verliebt er sich - Herz über Kopf - in seine zukünftige Chefin.
    Er legt daraufhin so etwas wie eine Umwandlung vom Obermacho zum Romantiker hin, was nur leider nicht besonders zur Geltung kommt. Er denkt nur noch an diese eine Frau und das war's eigentlich auch. Wenn man das Romantik nennen will, dann bitte.
    Die Sprache ist sehr jugendlich, was ich prinzipiell okay finde, allerdings ist der Protagonist um die 30. So, wie es hier dargestellt wird, redet in dem Alter keiner mehr. Das wirkt einfach nur übertrieben und ist lächerlich.
    Im Buch sollen Geschlechterklischees mit Witz aufgegriffen und zunichte gemacht werden, genauso wie die scheinbare Verweichlichung der Männer... was leider eher albern geworden ist.
    Die Idee ist echt gut, und es werden auch einige Stereotypen von Männern skizziert, aber es bleibt bei einer Skizze und damit bei einem wackligen Grundgerüst. Der Protagonist ist ein Scheißtyp, aber ich fand ihn gut, weil er gut ausgearbeitet war.
    Ich kam abgesehen davon auch an die Geschichte nicht ran. Gerade gegen Ende habe ich teilweise ganze Seiten übersprungen, weil es nur noch langatmig war. Ich konnte auch im ganzen Buch keine wirkliche Steigerung der Spannungskurve erkennen. Es gab eigentlich keine wirkliche Handlung , sondern nur eine Reihung verschiedener Schauplätze, an denen durch den Protagonisten stets die gleichen Probleme bemängelt wurden.
    Ich erinnere mich an eine Szene, die mich tatsächlich zum Lachen brachte. Und das auf 335 Seiten.
    Diese Thematik hätte großes Potenzial gehabt, denn die Idee ist echt genial. Für die Story, die einem hier geboten wird, hätte ich persönlich aber nicht einmal einen Euro ausgegeben.

    Eigentlich wollte ich mir meinen Kommentar zur Autorin verkneifen, aber ich tue es meinem vorherigen Verfasser gleich. Die Autorin hat sich in der Leserunde von einer sehr arroganten und kritikunfähigen Seite gezeigt und wollte sich über die Leser stellen, als wären die Teilnehmer der Leserunde minderwertiger und dümmer, als sie. Für solche Schriftsteller würde ich keinen Cent ausgeben, damit sie merken, wie viel die Leser wirklich wert sind.

    Kommentare: 1
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    Linker_Mopss avatar
    Linker_Mopsvor einem Monat
    Kurzmeinung: Interessanter Plot, schlechte Umsetzung
    Hatte mir mehr Witz erhofft

    Ich habe das Buch hier über eine LR gewonnen und war sehr gespannt aufgrund des Klappentextes. Ich versprach mir eine witzige Story mit einem Schuss Romantik. Leider bekam ich beides nicht.

    Zum einen war der Schreibstil zur Hälfte mir zu pubertär (ich habe in keinem Buch so oft "geiler Scheiß" gelesen) und die Protagonisten wurden mir im Laufe des Lesens einfach nicht symphatisch (obwohl sie eine gute Wandlung hingelegt haben). Und dann hat mir einfach der Witz gefehlt. Ich hatte erwartet zu lesen, wie ein Alpha-Männchen über seinen Schatten springt und Beauty-Produkte ernsthaft testet (uns sie nicht als Alkohol-Cocktail zu sich nimmt) und das Thema "Moderner Mann" kritisch, aber sachlich fair bewertet. Das hat mir komplett gefehlt. Stattdessen war es eine langweilige Aneinanderreihung von Schauplätzen, wo der Protagonist sich in seiner Männlichkeit gekratzt fühlt.

    2 Sterne bekommt es von mir lediglich, weil es doch 2-3 Szenen gab, wo ich arg schmunzeln musste. Aber mehr gab das Buch für mich leider nicht her. Daher von mir keine Leseempfehlung.

    PS: Noch eine kurze Anmerkung zur Leserunde. Ich finde es absolut nicht in Ordung, dass die Autorin - die anfangs mit dran teilgenommen hat - sich dann aus der LR ausgeklinkt hat, weil ihr die abgegebenen Meinungen nicht gefallen haben und sie zudem uns Leser*innen noch beschimpft hat, weil wir angeblich das Buch nicht verstehen. Das ist ein absolutes No-Go.

    Kommentare: 1
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    jams avatar
    jamvor einem Monat
    Kurzmeinung: Derber Humor á la Sachau und Jaud, durchzogen von satirischen Einblicken in unsere Gesellschaft.
    Wann ist ein Mann ein Mann?

    „Kein Wunder, dass niemand mehr dazu kommt, die Welt zu retten! Für den NeMo-Mann (Neuer, moderner Mann) fängt der Tag mit Bartpflege an und hört mit Gemüseschälen auf, zwischendurch ein bisschen Anti-Aging-Maske und meditieren. Krasse Scheiße.“

    (Seite 290)



    Clemens ist Action-Reporter für ein Männermagazin, bis er ein neues Ressort bekommt. „Beauty und Wellness“ ist ab jetzt sein Themenbereich, denn die neue Chefin will ein völlig neues Format. Statt Reportagen von den Brennpunkten der Welt bekommt er eine Schachtel mit Bodylotion und Enthaarungsstreifen in die Hand gedrückt.

    Und er fragt sich: Braucht der moderne, neue Mann wirklich einen gepflegten Bart, testosteronarme Ernährung etc.? Und wer bestimmt, was er brauchen soll? Sind Männer wie er, richtige Männer, die fluchen und trinken und zocken vom Aussterben bedroht?

    Und warum geht ihm die ungewöhnliche Wayra nicht aus dem Kopf!



    Safia Monney führt uns in die Welt der „richtigen“ Männer, da wird geflucht, was das Zeug hält und einige Klischees bedient. Und dann müssen eben jene Männer sich mit Schönheitsprodukten herumschlagen, was für sehr unterhaltsame Passagen sorgt. Und über allem schwebt die Frage: Wann ist ein Mann ein Mann? Warum muss der neue Mann softer sein als eine Frau? Und ist überhaupt noch Platz für richtige Männer?

    Anstatt über Kuhstallmassagen zu berichten, macht sich Clemens auf, um richtige Männer zu suchen oder neue, moderne Männer wieder auf den richtigen Pfad zu bringen.

    Mag manchem Leser die Sprache zu derb sein, ich hab mich dabei gut unterhalten. Mich hats an Tommy Jaud und Mathias Sachau erinnert, überspitzt und machohaft – und saukomisch.

    Für mich ist „Harte Zeiten für echte Kerle“ eine sehr unterhaltsame Gesellschaftssatire, die einiges an Botschaft zwischen den Zeilen und Schimpfwörtern versteckt. Ob einem die Botschaft zurück zum männlichen Mann liegt, steht auf einem anderen Blatt!



    Fazit: Derber Humor á la Sachau und Jaud, durchzogen von satirischen Einblicken in unsere Gesellschaft.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    salbagdadis avatar
    Hallo! 
    Diesen Juli ist mein neuer Roman Harte Zeiten für echte Kerle bei Rowohlt erschienen. Eine Komödie, die sich laut bisherigem Feedback perfekt als Sommerlektüre eignet. 
    Das möchte ich gerne hier mit einer kleinen Leserunde feiern!  
    Worum geht's? 
    Wie schon bei meinem ersten Roman schreibe ich aus der Perspektive eines Mannes - dieses Mal aus der Sicht des attraktiven 35-jährigen Reporters Clemens. 
    'Nur weil ich Gefühle habe, muss ich noch lange nicht darüber reden.'
    Clemens ist Reporter bei einem Männer-Lifestyle-Magazin. Am liebsten berichtet er über alles, was harte Kerle anspricht: Extremsport, Monstertrucks, Grenzerfahrungen. Auf eine Beziehung hat er wenig Lust, einer Affäre ist er aber nicht abgeneigt. So auch, als er am Flughafen mit der faszinierenden Wayra zusammenstößt. Leider stellt sich heraus, dass Wayra seine neue Chefin ist. Sie will dem kriselnden Magazin eine neue Farbe geben, Stichwort: Der moderne Mann und seine Bedürfnisse. Clemens wird das Ressort 'Beauty und Wellness' übertragen - und er macht eine ganz neue Art von Grenzerfahrung.
    Hier ein Link zur Leseprobe bei Rowohlt. 

    Bei diesem Roman ging es mir um die Frage, ob Mann heute noch Mann sein darf, und was das überhaupt bedeutet. 
    Daher frage ich Euch für die Verlosung: Was macht für Euch einen Mann aus? 
    Ich freue mich über Eure Antworten und bin schon sehr gespannt auf Eure Ansichten! 
    Die Gewinner gebe ich am 24. August bekannt und dann kann die Leserunde auch schon am 01.09. offiziell beginnen :-) 

    Bis bald, 
    Safia

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