Freiheit statt Kapitalismus

von Sahra Wagenknecht 
3,9 Sterne bei12 Bewertungen
Freiheit statt Kapitalismus
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Positiv (10):
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Analyse gut, Lösungansätze teils zu idealistisch

Kritisch (1):
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Enttäuschend. Richtige Denkansätze die durch billige Polemik begründet und gelöst werden sollen. Schade, da habe ich mehr erwartet.

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Inhaltsangabe zu "Freiheit statt Kapitalismus"

Der Kapitalismus versagt vor seinen eigenen Ansprüchen, sagt Sahra Wagenknecht. Sie nimmt Ludwig Erhard beim Wort: Wohlstand für alle! In ihrer Analyse der Fianzkrise entwirft sie ein Zukunftsmodell, das dort weiterdenkt, wo die meisten Marktwirtschaftler auf halbem Wege stehen bleiben. Ein Plädoyer für politische Handlungsfähigkeit – Grundvoraussetzung für echten Wettbewerb, echtes Unternehmertum und echte Leistung. "Gute Krisenanalyse …Wagenknecht demaskiert die Mythen und Schwachstellen des globalen Hyperkapitalismus." Max Otte "Freiheit statt Kapitalismus‹ formuliert den Zweifel, den viele mit sich herumtragen." DeutschlandRadio "Sahra Wagenknecht zeigt ein tieferes Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge als viele Politiker aus Parteien, denen man gemeinhin Wirtschaftsnähe und -kompetenz zuspricht." Handelsblatt

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783593397313
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:406 Seiten
Verlag:Campus
Erscheinungsdatum:01.04.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    MattisLundqvists avatar
    MattisLundqvistvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Analyse gut, Lösungansätze teils zu idealistisch
    Analyse gut, Lösungansätze teils zu idealistisch

    Das Buch wurde einst von mir auf einer viel zu langen Zugfahrt mit der deutschen Bahn gelesen - und war allein DADURCH schon eine gute Werbung gegen die "Verschleuderung von Volksvermögen"...


    ...aber ich schweife ab: Inhaltlich ist der Analysteil über Allem erhaben und die teils gewählten Beispiele z.B. bei Zeiss sind sehr erhellend. Die entwickelten Lösungsansätze sind durch die realen Beispiele eigentlich weit weniger revolutionär als man zuerst denken könnte. Definitiv erweitern sie den Horizont. 

    Wem nach der Lektüre immer noch nicht klar ist, warum man eigentlich jegliches Erbe über 10mio€ komplett verstaatlichen müsste, damit es keine mächtigen Superreichen über wenige Generationen gibt, wird es wohl nie verstehen....im Prinzip bringt Frau Wagenknecht mit ihren Ideen auf eine kreative Art und Weise das "jüdische Sabbatjahr" in unser Wirtschaftswesen - was extrem viele Probleme minimieren würde.

    Als kleiner (wirklich kleiner) Malus muss ich anmerken, dass es mir gegen Ende hin dann doch zu utopisch wird. Um die Konzentration von Vermögen langfristig in wenigen Händen zu verhindern, wird es immer wieder - so lehrt uns die Geschichte - früher oder später große...ähm....Brüche geben. Ich bezweifle, dass Frau Wagenknechts "Volkseigentumsaktiengesellschaftsmodellgedanken", um ihre Gedankenwelt in ein Wort zu packen, dem 100% ein humanerer Ersatz sein können. Was bei Zeiss funktioniert, muss noch lange nicht auf volkswirtschaftlicher Ebene gut gehen. 

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    Admiralvor 6 Jahren
    Rezension zu "Freiheit statt Kapitalismus" von Sahra Wagenknecht

    Ein systemkritisches Werk der nicht unbekannten Linkspolitikerin in Bezug auf einen nicht-zukunftsträchtigen und bevölkerungsfeindlichen Kapitalismus, der durch eine neuere Form des Sozialismus ersetzt werden soll.

    Recht pointiert bringt sie in der ersten Hälfte die Unfähigkeit dieses Systems "Kapitalismus" zum Ausdruck, während sie in der zweiten Hälfte eine Alternative anbietet. Gut recherchiert und argumentativ erklärt sie in diversen Bereichen diese Inkompetenz der Wirtschaftsform. Alles sei auf den sofortigen Gewinn hin aufgelegt, ohne sich um die Zukunft zu scheren, Potenziale der Bevölkerung, wie Kreativität, werden hier vernichtet und unterdrückt, die Umwelt wird für eine kleine Steigerung der Rendite zerstört und die Wirtschaft blockiert eine vernünftige Politik. Ihre Alternative ist eine halb solzialistische, halb kapitalistische Wirtschaftsform, die sehr vernünftig anmutet, und sofort eingesetzt werden muss. Die wichtigsten Firmen sollen verstaatlicht werden, die staatliche Rente soll wieder ausgebaut werden etc. Kurzum: Der Statt soll mehr wahre Macht und wahren Einfluss erhalten, wobei die Banken wieder zu das werden sollen, was sie eigentlich waren: "Diener der Realwirtschaft" und GlobalPlyer sollen zerschlagen werden.

    Und ich muss sagen: Ja durchaus. Macht Sinn und ist vernünftig. Ihre Alternative wäre wahrscheinlich wirklich besser. Nur leider nennt sie 2 meiner Meinung nach essentielle Punkte nicht. Die Aufwertung des Staatsapparats würde das Problem auch nur verschieben, weil auch dort Korruption, Klüngelpolitik, Parteikonformität etc herrscht und zweitens, dass die Umsetzung schlichtweg unglaublich ist. Wer sich die derzeitige wirtschaftliche, politische und machtpolitische Lage ansieht, muss zwangsläufig erkennen, dass es zu einer Umwälzung höchstwahrscheinlich nicht kommt, sodass das Buch in meinem Augen zu einem netten utopischen Roman degradiert wird.

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    Sokratesvor 7 Jahren
    Rezension zu "Freiheit statt Kapitalismus" von Sahra Wagenknecht

    Sahra Wagenknecht, eine der umstrittensten Politikerinnen der LINKEN, hat dieses Buch zum denkbar günstigsten Moment vorgelegt: Die aktuellen weltpolitischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland bestätigen Frau Wagenknechts Thesen leider in großem Umfang. Bemerkenswert ist im Übrigen auch, dass eine Anhängerin des linken politischen Spektrums die Idee der ‚sozialen Marktwirtschaft‘ in einer Art artikulieren kann, die man eigentlich von ihren Begründern nur erwartet hätte. Allerdings gelingt es den amtierenden bürgerlichen Parteien in keinster Weise die Werte und Ziele zu vertreten und umzusetzen, die sie sich einst auf die Fahnen geschrieben haben. Das Buch ist insoweit interessant zu lesen, als dass es individuelle Beobachtungen bestätigt; schade hierbei ist nur, dass Vorschläge gesellschaftlicher Verbesserungen schwer umsetzbar sind. Entweder werden sie an Parteiinteressen, allgemeiner Ratlosigkeit oder wirtschaftlicher Großinteressen scheitern. Einen insgesamt ablaufenden ‚Systemwechsel‘ – wie ihn Frau Wagenknecht einfordert – müsste man im Übrigen wenigstens im Rahmen der EU umsetzen müssen, damit er spürbare Veränderungen und Verbesse-rungen bedeuten würde. Fraglich ist hier allerdings, ob dies realisierbar wäre. Erste Voraussetzung wäre nämlich zunächst bei allen Beteiligten die unabänderbare Feststellung, dass etwas Falsch läuft und dass es abgeändert werden muss. Bereits hier bin ich zweifelnd, ob dieser Konsens – auch in unserer Gesellschaft – zu erzielen ist. Stattdessen schraubt sich die Spirale ungleicher Zustände auf der Welt nur immer weiter in die Höhe.

    Das Buch ist deshalb zwar lesenswert und ein gelungenes kritisches Resümee, aber es bleibt fraglich, wie viel sich von all dem Kritisierten jemals ernsthaft ändern will und wird.

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    WinfriedStanzickvor 7 Jahren
    Rezension zu "Freiheit statt Kapitalismus" von Sahra Wagenknecht

    Dieses Buch der lange als unbelehrbare Kommunistin angesehenen ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Plattform in der Partei „Die Linke“, Sahra Wagenknecht, ist das beste und differenzierteste Dokument, das seit langem aus der Feder eines führenden Mitglieds dieser linken Partei entstanden ist. Die beiden aktuellen Doppelspitzenvorsitzenden sind in ihrer medialen Präsenz nur noch peinlich. Da scheint sich, einen weiteren Erfolg ihrer Partei vorausgesetzt ( aber der linke Flügel der SPD ist immer offen, wenn es in den nächsten Jahren nicht klappen sollte), eine neue steile Karriere einer jungen und klugen Politikerin anzubahnen.

    Ihr hier vorliegendes volkswirtschaftliches Buch jedenfalls zeigt sie als eine kompetente Autorin, die in einem Wurf nicht nur die aktuellen Krisen aus ihrer Sicht und mit ihren Analyseinstrumenten erklärt, sondern auch endlich einmal einen lesbaren, verständlichen und klar profilierten Überblick darüber gibt, was sie und ihre Partei(?) wirtschafts,- finanz- und gesellschaftspolitisch durchsetzen wollen, hätten sie in der näheren Zukunft die Gelegenheit, an einer Regierung mitzuwirken.

    Es ist der Versuch, im Rekurs auf Ludwig Erhard („Wohlstand für alle“) die Marktwirtschaft und den sozialistischen Ansatz miteinander zu versöhnen. Sie plädiert dafür, die Marktwirtschaft endlich sozial werden zu lassen, indem man sie vom Kapitalismus befreit und den verkrusteten Sozialismus kreativ zu machen, indem man ihn von der Planwirtschaft erlöst.

    Sie versichert, das dieser neo-sozialistische Ansatz keineswegs der „Oma ihr klein Häuschen“ wegnehmen möchte, sondern es gehe um eine Neuverteilung gesellschaftlichen Reichtums, die Überführung zentraler Institutionen und Firmen in staatliches Eigentum und in jedem Falle um echten Wettbewerb und um echte Leistung.

    Auch wenn man vielleicht nicht mit jedem Detail einverstanden, und auch wenn man den gesamten Ansatz von vornherein verdächtig finden sollte, dieses Buch ist zu achten und wertzuschätzen als einen ernstzunehmenden Versuch, neue Wege einer linken Politik aufzuzeigen, die sich seit Jahren aus unserem Land mit echten Alternativen jedenfalls verabschiedet hat.

    Auf die weitere politische Karriere dieser Frau darf man gespannt sein.

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    L3v3l0rds avatar
    L3v3l0rdvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Enttäuschend. Richtige Denkansätze die durch billige Polemik begründet und gelöst werden sollen. Schade, da habe ich mehr erwartet.
    michelauslönnebergas avatar
    michelauslönnebergavor 3 Monaten
    bibliophila93s avatar
    bibliophila93vor 2 Jahren
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    SuCCubusvor 2 Jahren
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    julian50799vor 3 Jahren
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    pexvor 4 Jahren

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