Mir hat dieser Einzelband unglaublich gut gefallen obwohl oder gerade, weil er das Rad nicht neu erfunden hat, aber die ganze Atmosphäre wirkte auf mich stimmig und auch die Charaktere fühlten sich für mich authentisch an. Wir begleiten hier unter anderem den Buchhalter Taniya, welcher strikt immer nach Vorschrift vorgeht und auch seinen geregelten Alltag durchzieht. Ich liebe Klischees rund um Buchhalter und deswegen gefiel es mir umso mehr als Taniya aus seiner Komfortzone herausgelockt wurde. Das wie, warum, weshalb dürft ihr wie immer gerne selbst entdecken, also weiter mit meinen Eindrücken. Ich bin von verschlossenen, ordnungsliebenden Protagonisten, die keine Überraschungen mögen immer sehr angetan, weil sie einfach das komplette Gegenteil von mir sind und mich dadurch genauso gut unterhalten wie faszinieren können. Doch nicht nur Taniya ist eine Nummer für sich und wirkte auf mich durchwegs sympathisch, auch sein Gegenpart steht ihm in nichts nach und die beiden ergänzen sich auf eine Art und Weise, die ich zuerst nicht für möglich gehalten hätte. Neben dem Kennenlernen der Figuren und dem ansprechenden Büro Setting (an alle Fans von Büro Romance hier seid ihr richtig) erwarten uns als Leser kleinere Dramen, Einblicke in die Vergangenheit, Unsicherheiten, Ängste, aber auch der Wunsch nach Liebe. Teilweise hatte der Manga für mich etwas Poetisches, da ich manche Vergleiche und Aussagen einfach inspirierend und wunderschön fand. Damit wären wir wieder bei der mitreißenden sowie angenehmen Atmosphäre, die ich zu Beginn bereits erwähnt hatte, denn diese Poesie sorgte bei mir direkt für Wohlbefinden. Ich hatte ehrlicherweise einen Hinweis am Cover übersehen, weswegen ich bei manchen Szenen sehr überrascht wurde und überhaupt nicht damit gerechnet hatte, aber das machte es umso schöner und interessanter (Memo an mich selbst: Nicht alles am Cover bis ins kleinste Detail prüfen, um sich überraschen zu lassen). Ich habe tatsächlich keine Kritikpunkte, da es für mich ein angenehmer sowie interessanter Einzelband war, der vor allem mit seinen Protagonisten und der vorliegenden Stimmung überzeugen konnte. Ich kann das Werk allen Fans von ruhigeren BL-Geschichten, die eben auch einem Büro Setting nicht abgeneigt sind, nur empfehlen. Blickt gerne hinter die Mauern, die unser Protagonist um sein Herz gezogen hat, eventuell lohnt es sich. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß und eine ebenso gute Lesezeit wie ich sie hatte.
Sai Asai
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Neue Rezensionen zu Sai Asai
Mit „There Is No Way to Fall in Love“ von Sai Asai erwartet Lese*:innen eine ruhige, erwachsene Boys-Love-Geschichte über verschlossene Herzen und zweite Chancen.
Im Mittelpunkt steht der gewissenhafte Buchhalter Taniya, der sein Leben klar strukturiert und möglichst emotionsarm hält. Überraschungen meidet er – ebenso wie tiefere Bindungen. Doch dann tritt der charismatische Vertriebsleiter Irobe in sein Leben: offen, beliebt und scheinbar das komplette Gegenteil von Taniya. Trotz aller Versuche, auf Distanz zu bleiben, entsteht zwischen ihnen eine spürbare Anziehung. Während Irobe sich von Taniyas kühler, kontrollierter Art angezogen fühlt, kämpft dieser mit alten Ängsten und der Frage, ob er sich noch einmal auf Liebe einlassen kann.
Die Stärke des Einzelbands liegt in seiner einfühlsamen Figurenzeichnung. Sai Asai nimmt sich Zeit für leise Momente, für Blicke und Gespräche, die mehr sagen als große Gesten. Die Büro-Romanze wirkt erwachsen und glaubwürdig, ohne übertriebene Dramatik. Der Fokus liegt klar auf emotionaler Entwicklung und gegenseitigem Verständnis.
Mit einem Spice-Level von 2 von 5 Chilis stehen Gefühle im Vordergrund; einzelne explizite Szenen sind vorhanden, bleiben aber dezent eingebettet. Der klare, ausdrucksstarke Zeichenstil unterstützt die ruhige Atmosphäre und unterstreicht die Zwischentöne der Beziehung.
„There Is No Way to Fall in Love“ ist eine sanfte, berührende Geschichte über Vertrauen, Heilung und den Mut, die eigenen Schutzmauern einzureißen – perfekt für Leser:innen, die reife Boys-Love-Romancen mit Herz suchen.
Ich fand diesen Band ganz okay, mehr aber leider auch nicht. Doch kommen wir wie immer zu den positiven Aspekten. Die Beziehungsdynamik der Protagonisten war auf alle Fälle unterhaltsam und komplexer als viele anderen. Diesen Aspekt fand ich unglaublich interessant und spannend, da ich jederzeit mit allem rechnete und nie so recht wusste, wie das mit den Beiden wohl ausgeht. Details dazu erspare ich euch natürlich, aber dieses hin-und-her war definitiv nicht von schlechten Eltern. Den Zeichenstil fand ich angenehm und mir gefiel dieser recht gut. Die einzelnen Kapitel und deren Bezeichnungen passen sehr gut zum Geschehen in diesen und konnten mich etwas auf die kommenden Ereignisse einstimmen. Warum bin ich aber nun nicht begeistert? Erstmal gefielen mir die widersprüchlichen Aussagen mancher Charaktere nicht und deswegen fiel es mir sehr schwer diese einzuschätzen. Mir fehlte bei den Figuren einfach der Tiefgang, die Wärme oder generell irgendetwas damit ich mich mit ihnen anfreunden hätte können, aber das ist bis zum Ende nicht passiert. Natürlich muss man nicht immer alles verstehen oder jeden sympathisch finden, aber ich konnte diesen Kontrast teilweise einfach nur schwer verdauen. Ich kann jetzt leider nicht näher ins Detail gehen, um nicht zu spoilern, aber ich habe mir mehr als einmal gegen den Kopf geklatscht und diesen ungläubig geschüttelt, weil ich es einfach nicht fassen konnte. Die Erklärungen zum Schluss hin fühlten sich für mich auch eher dürftig an und waren nichts, was für mich das Ruder noch einmal herumriss. Die Berufe der Protagonisten waren interessant, die Nebenfiguren hätte ich hier ehrlicherweise nicht gebraucht, denn außer für Verwirrung waren sie eigentlich für nicht viel zu gebrauchen und die Bettszenen waren halt einfach da. Bei mir ist der Funke leider nicht übergesprungen, auch wenn es einige interessante Aspekte gab, die ich durchaus zu schätzen wusste. Die Botschaften in Hinblick auf Ballast und Träume waren in meinen Augen sehr positiv und es gab so einige Zitate/Aussagen die direkt ins Herz gingen (da wurde es doch kurz mal warm). Ich kann euch daher nur empfehlen euch am besten selbst ein Bild zu machen, wenn ihr den Mangaka mögt bzw. vom Klappentext/Cover angesprochen werdet und wünsche euch viel Spaß mit diesem Titel.
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