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DieBuchkolumnistin

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Das Leben entwickelt sich nicht immer so, wie man es sich vorstellt. Was ist, wenn das Schicksal alle Träume und Ziele zu zerstören droht?

Wenn man etwas wirklich will, muss man es sorgfältig planen. Davon sind Tobias und vor allem Anna überzeugt. Sie haben große Pläne. Wenn ihr Kind geboren ist, wollen sie England verlassen und in die sonnige Provence ziehen, wo Anna ein Restaurant eröffnen möchte. Doch Freya kommt behindert zur Welt. Und alles ist infrage gestellt.
Gegen alle Vernunft kaufen sie kurz nach der Geburt ein baufälliges, einsames Anwesen im Languedoc, weil die Provence einfach zu teuer ist. Im Dorf leben exzentrische Einheimische, die den englischen Neuankömmlingen anfangs mit Misstrauen begegnen. Anna kämpft – um die Unterstützung ihres Mannes, der sich nicht an Freya binden, sie nicht lieben will; gegen das Ungeziefer, das sich im Haus breitmacht; um die Kontrolle über ihr Leben und die eigenen widersprüchlichen Gefühle gegenüber ihrer Tochter. Je verzweifelter sie gegen alles anrennt, desto mehr stemmt sich das Leben gegen sie. Bis sie erkennt, dass es auch im Unglück Glück gibt, dass es letztlich von ihr selbst abhängt, was aus ihrem Leben wird... LESEPROBE

Nach ihrem autobiografischen Roman "Die Tochter des Geschichtenerzählers" hat die englische Autorin Saira Shah nun endlich mit "Ziemlich nah am Glück" ihr zweites Buch veröffentlicht - wiederum ein Roman über die Widrigkeiten des Lebens, über Träume und über das große Glück in kleinen Dingen. Gemeinsam mit dem Verlag Kiepenheuer & Witsch vergeben wir 25 Leseexemplare zum gemeinsamen Lesen, Diskutieren und für eine anschließende Rezension! Wir freuen uns auf Deine Bewerbung bis einschliesslich 19. Februar 2014.

Saira Shah wuchs in England als Tochter eines afghanischen Schriftstellers und Gelehrten und einer indischen
Mutter auf. Sie studierte Persisch und Paschtun in London, bevor sie im Alter von 21 Jahren zum ersten Mal Afghanistan besuchte. Internationales Aufsehen erregte sie 2001 mit ihrem unter Lebensgefahr gedrehten Dokumentarfilm Im Reich der Finsternis , der mit dem renommierten Peabody Prize ausgezeichnet und als »Dokumentarfilm des Jahres« gekrönt wurde. 2003 erschien ihr Buch Die Tochter des Geschichtenerzählers. Meine Heimkehr nach Afghanistan . Die Autorin lebt mit ihrem Mann und einer behinderten Tochter in London und im Languedoc.

Autor: Saira Shah
Buch: Ziemlich nah am Glück

Floh

vor 4 Jahren

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Ich glaube ja sehr an das Schicksal. Und ich sage immer, wer weiß wozu es gut ist...es sollte so kommen.
Ein toller Titel, ich bewerbe mich gerne!

vormi

vor 4 Jahren

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Das hört sich wirklich gut an.
Da ich selber gesundheitlich nicht auf der Höhe bin, würde ich mich freuen, dieses Buch lesen zu können.

Ich finde es immer spannend zu erfahren, wie andere Leute eben genau "mit den Widrigkeiten des Lebens" umgehen und wie sie es immer wieder schaffen, einen neuen Tag in Angriff zu nehmen. Besonders wenn es mal eine schlechte/schwierige Phase gibt.
Ich hoffe nur, ich bräuchte nicht zu viele Taschentücher:-)

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rumble-bee

vor 4 Jahren

Leserunde Teil 1) S. 1-73 (Dezember & Januar)
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Meine Eindrücke zum ersten Lese-Abschnitt.

* Man merkt schon, dass es ein Roman ist! Viele Aspekte aus dem Leben im Krankenhaus, aus dem Alltag mit einem Baby, bleiben ausgespart. Zum Beispiel: wie füttert und wickelt man ein behindertes Kind?

* Mir war nicht bewusst, dass das Buch in England spielt. Viele Einzelheiten des dortigen Gesundheitssystems sind sicher anders.

* Die Mutter von Anna ist ein wenig schrill. Musste das in diesem Buch auch noch sein? Unsympathisch ist sie mir eigentlich nicht. Sie wirkt nur ein wenig konstruiert.

* Das Kapitel mit der Haubesichtigung in Frankreich liest sich wie aus einem reinen Frauenroman.

* Muttergefühle und alles rund um die Geburt sind schon ziemlich authentisch geschildert.

* Ich finde, dass Tobias Anna mit dem Hauskauf erpresst!! DAS ist das Schlimme, und nicht die Zurückhaltung seiner Tochter gegenüber!

* Der Schreibstil ist angenehm und warmherzig. Nur gelegentlich mit einem Anflug von Kitsch (besonders bei Annas Gefühlen). Aber wirklich nicht "flach".

rumble-bee

vor 4 Jahren

Leserunde Teil 2) S. 77-161 (Februar - März - April)
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Meine Eindrücke zum zweiten Lese-Abschnitt

* Das Buch entwickelt sich für mich eher zu einer Seifenoper à la "Die Auswanderer" oder "Zuhause im Glück". Es geht viel weniger um die Problematik mit dem behinderten Kind, als ich gedacht habe!

* Sehr vieles, was die Renovierung des Hauses betrifft, ist mir einfach nicht klar, und überfordert mich vom sachlichen Verständnis her. "Salpeter" und "Ausblühungen"?? Was um Himmels willen ist das? Und wie haben sie das jetzt mit dem Wasser gemacht? Davon ist nie wieder die Rede. Aber Tobias nimmt ein Bad!

* Die zeitlichen Abläufe sind mehrfach sehr sprunghaft, sehr durcheinander. Zum Beispiel sind Anna und Tobias gerade auf ihrem ersten (!) Spaziergang, und nur einen gefühlten Satz weiter heißt es "Wir hatten Yvonne in der letzten Zeit schon mehrfach besucht". Ja was denn nun...? Ferner gibt es zwei Ausschnitte aus Telefonaten mit Annas Mutter. Das musste man jedoch erraten. Sie sind völlig aus dem Zusammenhang gerissen.

* Die ganze Geschichte um Kerim und Annas Mutter fand ich ein wenig vorhersehbar und überflüssig. So etwas konnte man sich doch denken!

* Wie können sie in dieser Einöde superschnelles Internet haben?? Auch wieder ein technischer Aspekt, der mein Verständnis übersteigt.

* Der Schreibstil ist allerdings weiterhin gefällig, jedoch ohne große Überraschungen. Es gibt nur wenige "Perlen".

rumble-bee

vor 4 Jahren

Leserunde Teil 3) S. 165-252 (Mai - Juni - Juli)
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Meine Eindrücke zum dritten Lese-Abschnitt

* Von der Heimwerker- zur Koch-Sendung...! Ich will das Buch ja nicht verreißen, aber es ist immer noch deutlich anders, als ich mir das vorgestellt habe.

Irgendwie finde ich auch den Originaltitel viel (!) passender: "The Mouseproof Kitchen". DARUM geht es Anna, nicht um ihre Tochter!

* Mich verwirrt, dass jetzt auch noch der Erzählfaden mit der "Résistance" aufgenommen wurde. Spätestens damit ist das Buch überladen.
Auch Roses Rezeptbuch wirkt wie eine erzählerische Ablenkungstaktik auf mich. War das Absicht? Ich wollte von Freya lesen, nicht von Rezepten! So schön das auch ist...
Es liest sich viel mehr wie ein reines Frauenbuch: heißer Sommer, duftende Pflanzen, Marmelade einkochen... tja....!!

* Immerhin geht es in diesem Abschnitt doch ein wenig mehr um Freya, z. B. um ihre Einweisung ins Krankenhaus. Allerdings werden die Geschehnisse rund um diese Einweisung in meinen Augen ein wenig lieblos geschildert, wie am (erzählerischen) Fließband. Wohlgemerkt, ich meine damit nicht das behinderte Kind! Sondern die Erzähltechnik!!

Teilweise finde ich das Verhalten der Eltern sehr herzlos. Was möglicherweise durch ihre Überforderung begründet ist. Andererseits: die Geburt liegt ja schon ein paar Monate zurück, da hätte ich eigentlich anderes erwartet...

* In diesem Abschnitt findet die erste wirkliche Auseinandersetzung und Annäherung zwischen Anna und Tobias statt. Es hat mich gefreut für die Beiden, obwohl ich das nach mehreren Monaten in einem fremden Land erstaunlich finde. Ich hätte nicht so lange so leben können.

* Aber dann plötzlich das Ding mit Julien... Also nein!! Was hat denn Anna und die Autorin da nur geritten? Ich verstehe es einfach nicht. Da deutete sich doch gerade erst eine Versöhnung an, und dann das! Das Buch wirkt hier sehr unausgegoren auf mich. Außerdem hat mich dieser erzählerische Kniff irgendwie an den "Pferdeflüsterer" erinnert. Frustrierte Frau wirft sich in die Arme eines Naturburschen - *schüttel*!

rumble-bee

vor 4 Jahren

Leserunde Teil 4) S. 255-Ende (August - September - Oktober - November) + Epilog
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Meine Eindrücke zum letzten Lese-Abschnitt

* ein wenig habe ich in den letzten Beitrag von Lola1008 hineingelesen, und kann ihr in vielem zustimmen. Ich werde und wurde einfach nicht wirklich warm mit Anna. Dieses ständige Hin und Her, vor allem der "Ausbruch" nach London, und am Ende ist auf einmal alles wieder gut?? Hat mich vor allem erzählerisch nicht überzeugt.
Jetzt kann ich ja mal ein persönliches Detail verraten: auch ich bin einmal "ausgebrochen", aber das war eben nicht in ein paar Wochen erledigt! Denn im Epilog ist ja schon wieder alles Friede, Freude und Eierkuchen. Nein, so ein Ausbruch braucht sehr lange Zeit, um von beiden Partnern verdaut zu werden. Und dann noch mit einem behinderten Kind dabei...! unsere sind wenigstens gesund gewesen!

* Jetzt ist es endgültig passiert. Einige Passagen sind - rein schriftstellerisch - in Kitsch abgerutscht, bzw. ich habe sie auch einfach nicht verstanden. Zum Beispiel auf Seite 282: "Allmählich verbinden sich die Lebensrhythmen - ranken sich wie die Sprösslinge der Weinreben umeinander". ???? Ganz furchtbar fand ich auch den Satz auf Seite 286: "Bei der Schwangerschaft wie beim Einmachen gibt es keine Garantie." !!! Also wirklich!!

* Die Tendenz hin zum Kochbuch bleibt leider bestehen. Das ist ja ganz nett, über lauter regionale Spezialitäten zu lesen. Aber erstens hätte ich das in einem "Problembuch" nicht erwartet, und zweitens finde ich, dass ein Leser, der nicht oder nicht so gut Französisch kann, hier sehr auf dem Schlauch stand... viele Begriffe blieben unübersetzt...

* Den Epilog finde ich persönlich komplett unglaubwürdig und überflüssig. Dann hätte das Buch lieber vorher enden sollen.

* Entschuldigt bitte, aber mir sind in der deutschen Fassung einige Fehler bezüglich der Darstellung französischer Begriffe aufgefallen. So etwas stört mich! Ich hoffe, dass das in der endgültigen Druckfassung, also dem Hardcover, behoben wird. Beispiele:
a) Seite 289 "sie war meine Lehrerin, als ich im maternelle war" falsch, es heißt "la maternelle", also hätte es heißen müssen "als ich in der maternelle war"
b) Seite 265 "Das plat de jour". gleich mehrfach falsch. Es müsste heißen "DIE plat DU jour"

und noch ein paar Beispiele... die ich hier weglasse...

* Anna war, wenn ich das richtig verstanden habe, eine Woche lang weg. Und dann hat Tobias die Küche nicht aufgeräumt...?? In DER Sommerhitze?? Wie will er da Freya ihr Fläschchen zubereitet haben?? Die Speisereste auf dem Boden haben doch sicher schon "gelebt"! Da müssen sie sich ja gar nicht wundern, wenn sie Ratten haben!! igittigittigitt!!

* die erneute Schwangerschaft war schön, aber die Fehlgeburt... es mag einfach der falsche Zeitpunkt für mich und das Buch gewesen sein. Aber ich finde ganz einfach, die Autorin hat sich hier übernommen, hat zu viel hin und her geschrieben. Dann lieber keine erneute Schwangerschaft... Das Buch hat für mich einfach zu gar keinem erzählerischen Gleichgewicht gefunden. Da hätte ich es noch besser gefunden, sie hätte ein reines Sachbuch geschrieben, oder sozusagen ein "Tagebuch des Lebens mit einem behinderten Kind". Fast die gesamte Romanhandlung drumherum finde ich verunglückt. Besonders Lizzy fand ich so offensichtlich "konstruiert", sie diente ja wirklich nur dem erzählerischen Zweck, zu zeigen, wie unglücklich man ganz ohne (!) Mutter ist....

* Puh, ich weiß einfach noch nicht, wie ich das Buch abschließend bewerten soll. Freya und die gesamte Problematik um sie und ihre Behinderung ist für mich im Buch total in den Hintergrund getreten. Es war absolut nicht das, was ich erwartet habe. Sorry!

rumble-bee

vor 4 Jahren

Diskussion zum Zusatzmaterial im hinteren Abschnitt

Das mit dem Zusatzmaterial ist im Prinzip ja keine schlechte Idee. Nur: mir ist, wie schon öfter, aufgefallen, dass dieses "Material" Dinge aus der Handlung vorweg nimmt. Teils sogar entscheidende Dinge. Man darf dieses Material also erst nach (!) dem Buch lesen. Das sollte man dem Leser eigentlich sagen.

AddictedToBooks

vor 4 Jahren

Diskussion zum Zusatzmaterial im hinteren Abschnitt
@rumble-bee

Ich glaube das machen doch die meisten, oder? Da das Zusatzmaterial ja hinten ist. Außer wenn es mal Glossare gibt (Ausnahme) lese ich das Buch sonst immer von der allerersten Seite bis zur allerletzten. Ich glaube eigentlich nicht, dass jemand erst hinten alles liest und später erst die Geschichte - das wäre mir persönlich zu heikel.
Ich habe sogar schon Glossare o.ä. gesehen, die viel zu viel vom Inhalt verraten haben, deshalb sehe ich mir auch Glossare nur ganz selten an.

rumble-bee

vor 4 Jahren

Rezension - Fazit zum Buch

Besser spät, als nie...!
Ich habe meine Rezension nun geschrieben. Leider ist sie nicht so gut ausgefallen, aber ich habe mich bemüht, sachlich zu begründen. Dennoch bedanke ich mich für dieses Buch, das mich wahrscheinlich auf dem falschen Fuß erwischt hat.

http://www.lovelybooks.de/autor/Saira-Shah/Ziemlich-nah-am-Gl%C3%BCck-1079983688-w/rezension/1092095661/

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