Salahaddin Khalilov Die Welt der Weisheit des Abu Turkhan

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Inhaltsangabe zu „Die Welt der Weisheit des Abu Turkhan“ von Salahaddin Khalilov

Vorwort Was Philosophie heute noch leisten kann Was kann Philosophie noch leisten in heutiger Zeit? Am Beispiel dieses Buches lässt sich vieles erkennen – zuallererst, dass ein Philosoph, der sich in seinen Aphorismen Gedanken zu vielen Bereichen des Lebens und der Gesellschaft macht, uns ein, nämlich sein, Weltbild hinstellt, zunächst einmal ohne Zweck, einfach als Ergebnis seines Nachdenkens, seiner Transformation von Welt und seiner Erkenntnisse. Aber wir können uns daran zu überprüfen lernen, und auch, ja, uns versuchen abzuarbeiten an den Themen, unsere Standpunkte präzisieren, sie vergleichen mit den Erkenntnissen des Philosophiedichters. Dabei ist es nicht entscheidend, ob wir im Detail den Erkenntnissen des Dichterphilosophen folgen können oder ihnen zustimmen, ja wir müssen dies nicht einmal, wir können gut in manchem Gegenposition beziehen – als Beispiel mögen die Aphorismen des Philosophen zum Thema Nation dienen, wo ich gleich massiven Protest von westlichen, zumal deutschen, Lesern höre, denen manche Aussage fremd, zu nation- und vaterlandshörig scheinen mag. Dies macht nichts, im Gegenteil, dieses Fordern zum Widerspruch mag sogar philosophische Herangehensweise sein, zum Nachdenken anzuregen. Darüber hinaus bietet uns dieser Träger und Vermittler östlicher Weisheit, Abu Turkhan, ein in sich recht geschlossenes Weltbild, und er lässt uns, die Leser, daran teilhaben: Vom „Menschen“ über die „Geistigkeit“, die „Religion und den Glauben“ bis hin zu „Wissenschaft, Bildung, Buch“ lässt er uns an seinem philosophischen Rundgang durch die Sphären des Menschseins teilhaben. Er stellt Bezüge zwischen diesen Bereichen her, lässt uns immer wieder das Eingebettetsein der Gedankenwelt in der Gedankentiefe des Ostens spüren, in dem, was er „Weisheit“ nennt, und stellt manchmal gar deutlich die Gegensätze zum westlich geprägten Denken heraus – was dem westlichen Leser die Zugänge erleichtert, indem er angeregt wird, die eigenen Standpunkte über bislang wahrgenommene Grenzen hinaus zu erweitern. Das regt an, das macht sogar richtig Denkfreude. Hinter dem Pseudonym Abu Turkhan verbirgt sich der Philosoph und Pädagoge Salahaddin Khalilov, in Aserbaidschan an der Grenze vom Orient zum Okzident groß gewordener Denker, der die Welt in sein Denken hereinholt und doch so stark in den Gedankennetzen des Ostens verhaftet bleibt, dass er uns, den westlichen Lesern, dieses Denken so aufbereitet, dass wir teilhaben, mit Gewinn unsere Erkenntnisse erweitern können. Der Aphorismus, eine längst nicht mehr verbreitete oder gängige literarische Gattung in unseren westlichen Literaturmärkten, als gedanklicher Glückspunkt, als Moment, in dem Erkenntnis und Sprache in sich zusammenfallen – immer wieder erlebt man solche poetischen Höhepunkte während der Lektüre der kurzen Texte von Abu Turkhan; auch wenn es sich manchmal um Selbstverständlichkeiten handelt, die knapp und poetisch schlicht kommentiert werden, oder wenn es manchmal sehr persönliche Einsichten sind, die kaum allgemein und schon gar nicht über Kulturgrenzen hinweg Anerkennung finden, so sind diese doch so schlicht und ästhetisch formuliert, dass der Leser nicht umhin kommt, diese mit eigenen Ansichten zu konfrontieren und so zu eigenen, weiter entwickelten Einsichten zu kommen – der Autor schafft es also, zu leisten, was der Philosoph möchte: dass seine Leser sich mit der Welt, mit Gedanken und deren Bedeutungsschwere auseinandersetzen und so schrittweise selbst ihr Denken, ihr Handeln und ihre Erkenntnisse entwickeln. Wir können so eine neue Stimme im ost-westlichen Gedankengebäude vorstellen, den Philosophen, Aphoristiker und Dichter Abu Turkhan, verankert bei den östlichen Meistern des Denkens, aber auch an den Perspektiven der Orientierung in den Westen mit dessen zielgerichtetem, effizienzgeprägten Denken geschult; die Gedichte, denn Aphorismen sind die Konzentration hinein in die in knappe Sprache gegossene Gedankenwelt des Autors, wirken direkt auf den Leser, und wir können mit diesen Gedichten mehr eintauchen und von der Kulturwelt des Ostens und dessen Konfrontation mit dem Westen weit mehr lernen als aus all den täglichen Banalnachrichten der machtmanipulierten Medien. Eines noch: Das Lesen dieser Aphorismen verlangt Zeit und Muße. Man kann sie nicht einfach hintereinander weg lesen. Manchmal verlangt ein Aphorismus, eine darin verborgene Erkenntnis, Tage, um sie zu verstehen, oder um auch nur eine Ahnung zu bekommen, was darin verborgen sein könnte. Das ist gut so. Denn nur der, wer sich die Zeit nimmt, die Erkenntnisse anderer zu durchdenken, sich sein Urteil zu bilden, der wird auch die Welt anfangen, in ihrem Kern zu verstehen. Sommer 2016, Uli Rothfuss

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