Salih Jamal Briefe an die grüne Fee

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Inhaltsangabe zu „Briefe an die grüne Fee“ von Salih Jamal

"Ein Briefroman. Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär." "Ein Buch über blutende, hungrige Herzen mit der Sucht nach Leben und nach der Wucht, die einen an dem entscheidenden Punkt trifft, zwei Finger breit unter dem Zwerchfell, da, wo die Luft wegbleibt." Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinem Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und dem Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel. Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten abgeholt zu werden, oder in der versucht wird die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden.

Geniales Lesevergnügen

— ulrikerabe
ulrikerabe

Kurzum großartig.

— blaues-herzblatt
blaues-herzblatt

Beeindruckendes, wortgewaltiges Werk

— Larissa_Schira
Larissa_Schira

Ein Suchender auf der Reise – vielleicht nach sich selbst?

— dieschmitt
dieschmitt

Wow, berührend und genial

— alupus
alupus

Der Autor Salih Jamal geht virtous mit der Sprache um. Es ist ein Vergnügen das Buch zu lesen!

— Glitzerhuhn
Glitzerhuhn

Das komplett andere Werk, das zum Nachdenken anregt über das eigene Leben, das der anderen und über die Zeugen Jehovas ;-)

— X-tine
X-tine

"Die Liebe , sie krönt und sie kreuzigt dich!" grandioser Debütroman!

— classique
classique

Ein außergewöhnliches Buch mit einem einzigartigen Cover

— Cleo22
Cleo22

Eine schöne und tragische Lebensgeschichte im poetischen Gewand verpackt.

— rewareni
rewareni

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  • Buchverlosung zu "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal

    Briefe an die grüne Fee
    diewortklauberin

    diewortklauberin

    Auf den Schwingen der grünen Fee Wie auch die einst berühmten Absinth-Trinker wie Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe oder Oscar Wilde begibt sich der Ich-Erzähler in "Briefe an die grüne Fee" auf Sinnsuche und verhandelt die großen Fragen des Lebens, die die Menschen umtreiben: Liebe, Leidenschaft, Freiheit, Glück und Vergänglichkeit. Salih Jamal legt mit "Briefe an die grüne Fee" ein überzeugendes Debüt vor, das das Genre des Briefromans neu erfindet. Wir verlosen 25 Exemplare des Buches!Mehr über das BuchHoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinem Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und dem Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel. Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten abgeholt zu werden, oder in der versucht wird die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden."Ein Briefroman. Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär." >> Hier geht's zur Leseprobe!Mehr zum AutorIch wurde weit entfernt von dort geboren, wo ich hingehörte. So suchte ich zeitlebens meinen Weg nach Hause und gleichzeitig hinfort. Ein langer, ungewisser und wohl unmöglicher Weg, der mich zu Jobs im Fast-Food-Restaurant, in die Herrenabteilung eines Modehauses auf der piekfeinen Düsseldorfer Königsallee, als Rosenverkäufer in Bordellen oder als Kurierfahrer, der das Kanzleramt belieferte, geführt hat. Neugierig geworden? Dann macht mit beim Gewinnspiel und sichert euch die Chance auf eines von 25 Exemplaren von "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal! Klickt auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:Welches Buch hat dich in diesem Jahr am meisten berührt?Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen.Viel Glück!Nicht verpassen!Unter allen Lesern, die bis zu 28.08. eine Rezension schreiben, werden zusätzlich 5 Tassen zu "Briefe an die grüne Fee" verlost!

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    • 427
    ulrikerabe

    ulrikerabe

    23. August 2017 um 11:56
    SalihJamal schreibt Hallo, ich habe über die Figur gestern lange nachgedacht und auch nochmal selbst in Stellen gelesen. Zuerst dachte ich, ich hätte dem Erzähler eine andere „Farbe“ geben sollen. Aber nach einer ...

    Stephen King hat mal irgendwo geschrieben, ein gutes Buch braucht zumindest eine Person, die man lieben oder hassen kann. Ich würde jetzt gar nicht so weit gehen, dass ich den Briefeschreiber ...

  • Briefe an die grüne Fee

    Briefe an die grüne Fee
    abetterway

    abetterway

    23. August 2017 um 09:27

    Ein Buch das beeindruckend ist. Ein Buch das mitreißt und zum nachdenken anregt. Ein Buch das einfach wunderbar zu lesen ist und Leichtigkeit versprüht. Wäre das Leben nun wirklich so leicht...oder besser gesagt wie kann man sich das Leben leichter machen.
    Eine wundervolle Idee des Autors.

  • Weit weg von Werther

    Briefe an die grüne Fee
    Buchliese

    Buchliese

    22. August 2017 um 12:59

    „Über die Langeweile, das Begehren, die Liebe und den Teufel.“ So der Untertitel des Buches, das der als Briefroman, poetisch, vulgär und gar als der neue Werther in einer neuen Zeit beworben wird. Der Ich-Erzähler sitzt mit einem Packen Briefe an eine „geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat“ und einer alten Pistole auf einem Dach. Vielleicht springt er, aber erst erzählt er aus seinem Leben. Gleich in den ersten Abschnitten wird der Eindruck erweckt, dass es sich um ein autobiographisches Werk handelt: Der im Buch enthaltene Text über den Autor Salih Jamal wiederholt sich weitgehend. Erzählt wird von einem jungen Mann, der sich mit allen ihm zur Verfügung stellenden Mitteln und Wegen einem nur im Ansatz anmutenden bürgerlichen Leben wehrt. Vulgär und über weite Strecken voller Hochmut waren die Ausführungen und für mich auch nur schwer zu ertragen. Gelungen fand ich hingegen die Passagen, die tatsächlich einem Briefroman nahe kamen. Sofort lagen Hoffnung, Zuversicht, gar Zärtlichkeit in den Worten, die sich an die geheimnisvolle Tänzerin richteten. Leider war das nur ein ganz kleiner Teil des Buches. Mich lässt das Buch etwas ratlos zurück. Wenn ich hier die anderen Rezensionen zu „Briefe an die grüne Fee“ lese, habe ich das Buch vielleicht auch nicht verstanden, oder aber ein völlig anderes gelesen. ;-) Vielen Dank, dass ich bei der Leserunde dabei sein durfte.

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    • 4
  • Tiefgründig und sprachlich sehr gut

    Briefe an die grüne Fee
    Buchliebhaberin

    Buchliebhaberin

    21. August 2017 um 19:18

    Ich habe diesen Roman bei einer Buchverlosung gewonnen, herzlichen Dank an den Autor!Dieser Briefroman, der aus 15 Kapiteln und einem Epilog besteht, geht gleich in die Vollen: Mit sehr viel Energie erzählt der getriebene Protagonist aus seinem Leben, angefangen in der Kindheit. Der Erzähler spricht die Flamenco-Tänzerin - der Auslöser seiner Geschichte - direkt an und damit auch den Leser, dabei mit so viel Verve, dass ich mich unweigerlich mitgerissen gefühlt habe, geradezu eingesogen in diese Lebensgeschichte.Der Protagonist ist keiner, mit dem ich mich identifizieren konnte, doch fasziniert hat er mich.Sprachlich ist der Roman sehr gewandt und ausdrucksstark; viele Sätze haben mich innehalten und über die Lektüre hinaus nachdenken lassen. Die teils zitatwürdigen Stellen haben mich an das Buch gebunden.Es steckt viel Philosophie, viel Nachdenklichkeit in diesem energiegeladenen Roman.Als "vulgär" habe ich die Sprache nicht empfunden, zeitweise harsch, sehr unmittelbar - das ja. Oft aber auch sehr berührend und feinsinnig, geradezu elegant.Fazit: Ein sehr, sehr gutes Buch, aber man muss sich bewusst sein, dass man mit dem Leben eines Getriebenen und damit auch mit sehr viel Melancholie konfrontiert wird, was stellenweise sehr hart zu lesen ist. Strandlektüre ist dies nicht.

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    • 2
  • Emotional Man

    Briefe an die grüne Fee
    ulrikerabe

    ulrikerabe

    21. August 2017 um 17:41

    “Macht die Augen zu”, sagte Frederick und kletterte auf einen großen Stein. “Jetzt schicke ich euch die Sonnenstrahlen. Fühlt ihr schon, wie warm sie sind? Warm, schön und golden.” Leo LionniEin Mann sitzt auf dem Dach, dabei hat er 15 Briefe an seine letzte Geliebte und den alten rostigen Armeerevolvers seines Großvaters. In dieser Nacht zieht er Resümee über sein bisheriges Leben. Er schildert seinen oftmals skurrilen Werdegang mit seinen MacJobs, seinen Freundschaften und seinen Beziehung zu Frauen.Immer im Streben nach der größtmöglichen Freiheit ist er trotz allem auch immer auf der Suche nach der Liebe und Nähe. Nähe, die wie „…die Entdeckung eines unbekannten Landes, welches man mit jedem Schritt neu erkundet und doch instinktiv, schlafwandlerisch kennt…“ ist. (S. 40)Der Erzähler ist kein guter Mensch, ich mochte ihn nicht sehr. Er trinkt, kifft, stiehlt und betrügt, oft die, die ihm am nächsten stehen. Und er kommt durch damit, immer wieder. Sein Lebensmotto wurde von dem kleinen Mäuserich Frederick, ja dem Kinderbuchklassiker Mäuslein, geprägt. Während alle anderen Mäuse ackern und schuften, liegt Fredrick in der Sonne. Für den Winter hat er nichts beigetragen, doch dann an den dunklen Tagen während der an den Vorräten der anderen teilhaben will, wärmt Frederick die Kollegen mit seinen Erinnerungen. Natürlich muss es sie geben diese Fredericks, sonst hätten wir keine Blumen des Bösen, keine Dorian Grey und keine Sonnenblumen, aber für all die anderen Träumer und Seiltänzer wird die Rechnung oft später präsentiert und nicht immer vom richtigen bezahlt. So ergeht es schließlich auch dem Briefeschreiber.Ich mochte die Art des Erzählens sehr. Flapsig lustige Episoden wechselten sich mit philosophischen Gedanken ab. Salih Jamal schafft es gekonnt, Gefühle zu erwecken, für und bei mir zumeist gegen den Protagonisten. Die Figur des Erzählers in diesem Buch erzeugte bei mir einen gewissen „Doctor House Effekt“, jeder findet ihn in seiner Exaltiertheit genial, doch niemand schafft es, mit ihm leben zu wollen.Gelungen fand ich auch viele Bilder, die beim Lesen entstanden. Gleich zu Beginn entlehnt der Autor eine Namen aus der griechischen Mythologie, Charon der Fährmann in die Unterwelt wird zur geheimnisvollen Sharon. Und wer denkt bei diesem Namen nicht gleich an Eispickel. Ja, und ein „wundgescheuertes Herz geht so lange zum Messer bis es still steht.“ . (S. 153) Sticht, singt Hansi Hölzl aka Falco in Emotional Man, dieses Buch ist einfach ein Langversion dieses wunderbaren Leides.*)Die Vorstellung, dass wir alle Spielfiguren auf dem Schachbrett Gottes sind, scheitert für mich einzig allen an dem Gedanken, dass ich nicht an die Existenz eines Gottes glaube, der mit uns spielen kann. Aber manchmal scheint mir das Leben so als wären wir unfreiwillig in einer Truman Story für ein japanisches Sitcompublikum geraten.Drum sollten wir alle darauf achten, auf das hier und jetzt, um nah dran am Glück zu sein. Wir haben nur diese eine Chance.*) Hierbei handelt es sich um einen unbeabsichtigten Tippfehler, den ich ob seiner Treffsicherheit stehen lasse.

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    • 2
  • über das Begehren, die Liebe und den Teufel

    Briefe an die grüne Fee
    Weltverbesserer

    Weltverbesserer

    20. August 2017 um 19:28

    Bei „Briefe an die grüne Fee“ handelt es sich um einen Briefroman bestehend aus 15 Briefen mit teilweise autobiographischen Ausschnitten. Alles beginnt mit dem Ende, der Ich-Erzähler sitzt auf dem Dach eines Hauses mit einer Waffe in der Hand und hadert, sich das Leben zu nehmen.  Die anschließenden Kapitel liefern dem Leser sehr emotionale Bilder aus dem Leben eines Mannes der auf der Sinnsuche des Lebens immer wieder an sich widersprechenden Sehnsüchten scheitert. Er sucht eine Frau, die sich wie Achterbahn fahren anfühlt, aber gleichzeitig absolute Sicherheit, Vertrautheit und Geborgenheit bietet. Er möchte alles, und doch nichts, zumindest nichts, was ihn in irgendeiner Weise Verantwortung nimmt. Und so stolpert er von einer berauschten Affäre in die nächste, bis er sich eines Tages in einer langjährigen Beziehung mit zimtduftender Behaglichkeit und weichem Ruhebett wieder findet, die er eigentlich insgeheim verachtet.Seine Erzählungen werden wieder und wieder von unglaublich wortgewaltigen, emotionalen fast schon lyrischen Passagen durchzogen.S. 40/41 Zitat (gekürzt): „Ich mag es verliebt zu sein, dieses leichte Fieber, zart an der Schmerzgrenze und knapp unterhalb von 38 Grad. Wenn die Nervenenden mit Zuckerwatte verklebt sind und das Leben zeitlupenartig und ohne Schwerkraft ist. Wenn es ist, als ob Millionen Bienen in dir ausschwärmen. Wenn dieses kribbelige Gefühl wohlig wiegt und ich schlaflos wahnsinnig macht.“ S. 196: Zitat (gekürzt): „Wie in einem bis zum Zerbersten gespannten Katapult wartete irgendwo tief in mir ein silbernes Geschoss aus all diesem drängenden Verlangen. Ich bin hochgradig süchtig! Verloren auf der verzweifelten Such nach „ganz und gar“. Diese silberne Kugel in mir löst sich schneller als Selbstschussanlagen. Ich werde selbst zum Projektil, um rasend schnell durch Tunnel, oder Träume, über Felder, Wälder, durch den blausten Himmel und das weiteste Meer zu schießen. Die silberne Kugel und ich tanzen eine glühende Legierung aus Sein und Wollen. Wir werden zu einem brennenden Kanonenball, einmal nach vorne zielend, die ganze Welt umrundend abgefeuert, um sich hinterrücks selbst zu erschießen.“ Unglaublich gut ist Salih Jamal gelungen, die Grenzen zwischen Fantasie und Erlebtem verschmelzen zu lassen. Als Leser kommt man nur schwer dahinter, was Salih wirklich erlebt hat und was nicht, es lässt sich nur erahnen. Auch die Hoffnung und Verzweiflung, die Sehnsucht nach Liebe und Begehren die er in seinen Briefen beschreibt habe ich ihm voll und ganz abgenommen.  Ich vergebe 4 Sterne, da mir die Erzählungen der einzelnen Beziehungen an manchen Stellen zu oberflächlich blieb. Die Personen und ihre Motivation blieben manchmal nur vage und waren für mich schwer greifbar.  Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt habe und habe oft an das Buch gedacht, auch wenn ich nicht drin gelesen habe. Ich habe gelacht, den Kopf geschüttelt, gemeckert, wieder gelacht und war am - und mit dem Ende sehr versöhnlich und zufrieden. Die Geschichte wird noch lange nachwirken und ich hoffe Salih erzählt uns irgendwann noch mehr. Danke, dass ich diesen kleinen Schatz gewinnen durfte!

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    • 2
  • Über das Verlieren und Gewinnen

    Briefe an die grüne Fee
    blaues-herzblatt

    blaues-herzblatt

    19. August 2017 um 14:02

    "Ein Briefroman. Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär. " Dem kann ich nur zustimmen... Ein Buch in dem inzwischen tausend bunte Klebezettel und blasse Bleistiftlinien ihr zu Hause gefunden haben.  Salih Jamal schreibt rigoros, ohne Kompromisse oder Verschönerung über das Gelebte und das Glück, den Teufel und wie man ihm begegnet und all die anderen Kleinigkeiten die einen Menschen formen ob er will oder nicht.  Ich war oftmals fasziniert, erschüttert und angezogen gleichzeitig. Ein Buch mit so vielen Facetten wie die Welt Regengüsse kennt, dass unterhält ohne den typischen schnöden Unterhaltungsfaktor. Der Schreibstil ist verzwickt und es kam nicht selten vor dass ich das Gelesene noch einmal Revue passieren ließ. Noch dazu ist die Wortwahl so herrlich ergreifend und dem gewohnten Einsatz gegensätzlich, dass ein frischer Wind dem Leser entgegen weht.  Die Geschichte und die Art des ich-Erzählers zu berichten traf mich als Leser mit einer ungeahnten Wucht, nur um Minuten später zu lachen oder zu versinken.  Das Buch ist eine Empfehlung und eine Orgie an das menschliche Erleben und die Reise zum innersten Punkt seinerselbst über komische Sackgassen, aber lest selbst. 

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  • Beeindruckendes, wortgewaltiges Werk

    Briefe an die grüne Fee
    Larissa_Schira

    Larissa_Schira

    17. August 2017 um 16:23

    Wovon dieses Werk handelt, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Als Leser begleitet man den Erzähler von der Kindheit an durch verschiedene Lebensphasen, Situationen und Erlebnisse. Besonderer Wert wird hier auf seine Gedanken und Gefühle gelegt, die stets ausführlich und auf äußerst außergewöhnliche Art und Weise dargestellt werden.Der Schreibstil ist ebenso einzigartig, wie Verlauf und Inhalt des Buches. Es wird mit Worten gemalt, gezaubert, hier und da experimentiert. Die Vergleiche und Umschreibungen sind stets kraftvoll, poetisch und ungewöhnlich, oft auch lustig oder vulgär. Diese Mischung hat mir beim Lesen stets Freude bereitet, vor allem regt die Gesamtheit des Buches aber zum Nachdenken an.Wie man an dieser Stelle meiner Rezension bereits sehen kann, fällt es mir schwer, dieses Buch kurz zu umschreiben und ihm damit gerecht zu werden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nur darauf eingehen, wie ich mich beim Lesen gefühlt habe:Fröhlich, traurig, amüsiert, geschockt, berührt, empört, inspiriert, aber vor allem: nachdenklich. Der Autor hat es durch seinen ungewöhnlichen Stil geschafft, mich emotional auf so vielen Ebenen anzusprechen und vor allem auch ein Chaos in meinem eigenen Kopf ausgelöst. In so vielen Punkten habe ich mich mit de Protagonisten verbunden gefühlt, habe über mein eigenes Leben und Denken grübeln müssen. In diesem Maße hat das zuvor kein Buch geschafft. Deshalb kann ich "Briefe an die grüne Fee" auch uneingeschränkt weiterempfehlen - jeder, der sich durch ein Buch inspirieren lassen möchte, sollte es gelesen haben.

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    • 2
  • Ein Suchender auf der Reise – vielleicht nach sich selbst?

    Briefe an die grüne Fee
    dieschmitt

    dieschmitt

    17. August 2017 um 09:47

    Zum Inhalt: In dem Buch begleiten wir den Erzähler durch sein Leben, beginnend von der Kindheit bis hin zum Erwachsenenleben. Dabei gibt es einen Einblick in Höhen und Tiefen des Lebens. Deutlich, kraftvoll und direkt. Meine Meinung: Der Autor lässt den Protagonisten berichten. Dies geschieht deutlich und in ausgesprochener kraftvoller, direkter Sprache. Wir begleiten den Erzähler durch sein Leben immer mit Blick auf sein Innenleben und seine Zerrissenheit. Mir kommt er vor wie ein Suchender, rastlos, immer auf der Suche und selbst nicht genau wissend nach was. Er stürzt sich mit Haut und Haar in Alles, was ihm reizvoll erscheint, wie ein ewig Hungriger, dessen Hunger aber nie gestillt werden kann. Dabei nimmt man immer (und besonders) auch am Innenleben des Erzählers teil. Dies fand ich sehr authentisch, insbesondere auch durch die Sprachwahl des Romans, den empfindliche Menschen vielleicht als vulgär empfinden könnten. Bei mir kam dies aber nicht so an. Die deutliche und dennoch sehr literarische Wortwahl zogen mich förmlich in die Geschichte hinein und ich hatte das Gefühl den Erzähler bei seiner Reise zu begleiten und die beschriebenen Gefühle förmlich selbst fühlen zu können. In gewisser Weise ist mir die Person des Buches im Laufe der Geschichte fast zu einem guten Bekannten geworden, von dem man Teile auch in sich selbst erkennen kann. Dennoch ist das Buch für mich deutlich mehr, als die Geschichte des Protagonisten. Es ist gleichzeitig ein Ausflug in die Philosophie, in die Suche nach dem Sinn des Lebens und eine Reise in eine wunderschön gezeichnete sprachliche Welt. Besonders die Art des Buches in Briefen – jeweils mit einem sehr passenden und sehr schönen und passenden Zitat am Anfang – hat mich sehr angesprochen. Der Autor jongliert für mich förmlich mit der Sprache und deren Möglichkeiten, ein reines Lesevergnügen für mich. Fazit: Eine literarisch außergewöhnliche und philosophische, kraftvolle Reise in ein Leben.

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    • 2
  • WOW, was für ein geniales Buch

    Briefe an die grüne Fee
    alupus

    alupus

    16. August 2017 um 23:19

    Briefe an die grüne Fee -Über die Langeweile, das Begehren, die Liebe und den Teufel-   Wow, was für ein geniales Buch Zitat des Autors: Bücher sind Türen! Jedes Mal wenn du ein Buch aufschlägst, öffnet sich in dir ein Zimmer. Mit jeder Seite die du blätterst betrittst du Schritt um Schritt die Ballsäle oder die Verliese deiner Seele. So werden auf wundersame Weise die Worte der Geschichten zu Accessoires in der Wohnung deines Selbst. Klappentext: Ein Briefroman                         Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär. Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinen Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und dem Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei such er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel. Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten abgeholt zu werden, oder in der versucht wird die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden. Ein Buch über blutende, hungrige Herzen mit der Sucht nach Leben und nach der Wucht, in einen an dem entscheidenden Punkt trifft, zwei Finger breit unter dem Zwerchfell, da wo die Luft wegbleibt. Meine Meinung: Ich weiß, dass ich dem Buch nicht gerecht werde, denn es ist einfach genial. Salih Jamal bezeichnet sich selbst als flapsigen Erzähler, dadurch hatte ich aber das Gefühl,  als würde ein guter Freund bei mir sitzen, der mir aus seinem Leben erzählt. Ich hatte so viele deja-vu Erlebnisse, dass es mich schon verblüfft hat und auch teilweise war es so, als ob er tief in mein Innerstes geschaut hätte. Meine Gefühle sind Achterbahn gefahren, teils belustigt, aber auch tief betroffen und voller Traurigkeit. Vulgär, nein, das würde ich nicht sagen, denn es ist eingebettet in Poesie. Was mich besonders fasziniert hat, war, dass jedes Kapitel nicht nur mit einem Datum versehen wurde sondern auch mit einem passenden Zitat, Gedichtzeilen oder Auszüge aus Büchern. Der 1. Teil des Buches war laut und sehr sprachgewaltig, während der 2. Teil eher der leiseren Töne war. Noch 2 Zitate aus dem Buch: „Wer flüchtet, wird niemals ankommen!!“ „Wer das Hier und Jetzt wirklich empfangen kann, ist nah dran am Glück.“ Den Autor Salih Jamal wird man sich merken müssen!      

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    • 2
  • Geständnisse eines Liebhabers

    Briefe an die grüne Fee
    Kiki77

    Kiki77

    06. August 2017 um 10:37

    Salih Jamal beschreibt in seinem Buch "Briefe an die grüne Fee" einen Lebenslauf der beim aufwachsen beginnt und einige Stationen in seinem Leben beschreibt. Er erinnert an viele prägende und lebensbereichernde Dinge. Seine Freunde und Kumpels, die ähnlich in den Tag hinein leben, aber vielleicht nicht so viel vom Glück geküsst wurden sind; und er gibt bildlich sowie sehr poetisch die geliebten Frauen an seiner Seite wider. Er liebt grundsätzlich mit Haut und Haar und verliert sich in der jeweiligen Glücklichen. Auch die Musen lieben ihn und kümmern sich um sein Wohlbefinden, auch wenn er kein einfacher Geselle ist. Lebenserhaltend sind Frauen/Musen, Alkohol und berauschende Mittel; dieses berauschte Dasein ist die Erfüllung seines Lebensinhaltes und natürlich das glücklich machen seiner Musen. Als geliebte Frau wird man auf Händen getragen; Verantwortung ist nebensächlich, Hauptsache die Liebe und die Leidenschaft sind im Einklang. Mit poetischen Einzelheiten wird jede Frau beschrieben und selten bis nie fällt ein schlechtes Wort. Toll wenn das Leben nur aus Sonnenschein besteht. Ich habe dieses Buch genossen und wünsche mir selbst mehr Gelassenheit im Alltag und einen sorglosen Umgang mit der Umwelt - und natürlich Liebe und Leidenschaft. Für mich ist dieses Buch eine nachträgliche Liebeserklärung an die Musen der Vergangenheit. weniger

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    • 2
  • Die Votes für "Briefe an die grüne Fee"-Über die Langeweile, das Begehren, die Liebe und den Teufel.

    Briefe an die grüne Fee
    SalihJamal

    SalihJamal

    05. August 2017 um 13:54

    Liebe Leserinnen und Leser, „Bücher sind Türen! Jedes mal wenn du ein Buch aufschlägst öffnet sich in dir ein Zimmer. Mit jeder Seite die du blätterst betrittst du Schritt um Schritt die Ballsäle oder die Verließe deiner Seele. So werden auf wundersame Weise die Worte der Geschichten zu Accessoires in der Wohnung deines Selbst.“  Ich hoffe, dass die grüne Fee auch in euren Zimmern etwas hinterlassen hat. Wenn ihr geschmunzelt, gelacht oder mitgelitten habt, dann redet über das Buch. Denn nur so helft ihr, dass auch andere Leser darauf aufmerksam werden. Hier auf LovelyBooks gibt es dazu Votings. Vielleicht mögt ihr den einen oder anderen der unten stehenden Links anklicken und helfen, dass das Buch seinen Weg in die Welt findet. Euch dankend und umarmend verbleibe ich. Herzlichst und Eurer Salih Jamal  1) Bestes deutschsprachiges Debüt 2017 2) Bestes Taschenbuch im Juni 2017 3) Neue Deutsche Literatur 4) Die besten deutschsprachigen Dichter 5) Literarische Perlen 6) Indiebookday 2017 - Die besten Bücher 7) Melancholie im Herzen 8) Neuerscheinungen: Schräge Buchtitel 9) Lovestories fürs Herz - Bücher für New Adult Fans 10) Bücher, die man bei Liebeskummer lesen sollte

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  • Die Sucht nach Leben

    Briefe an die grüne Fee
    Glitzerhuhn

    Glitzerhuhn

    04. August 2017 um 16:48

    Der Briefroman “Briefe an die grüne Fee“ von Salih Jamal besteht aus 15 Briefen und einem Epilog. Die Briefe beschreiben Kindheitserinnerungen, Affären, Arbeitsleben, die Suche nach der Traumfrau, fette Geschäfte, Drogen, Liebe und Trauer. Es ist eine bunte, mitreissende Achterbahnfahrt der Emotionen.Am Anfang eines jeden Briefes steht ein Zitat, welches sehr passend ausgewählt ist - eine sehr schöne Einstimmung, auf das darauffolgende Kapitel.Der Autor Salih Jamal geht virtous mit der Sprache um. Es ist ein Vergnügen das Buch zu lesen!Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen und hoffe wir hören noch viel von diesem talentierten Autor.

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    • 4
  • Leserunde zu "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal

    Briefe an die grüne Fee
    SalihJamal

    SalihJamal

    Hallo liebe Leser,gerne lade ich Euch zu einer Leserunde für meinen Debütroman ein. Einen Blick ins Buch erhaltet ihr hier:Blick ins BuchDa ich die Unterthemen nicht vorab vorgeben möchte, und da das Buch viele Themen des heutigen Lebens beinhaltet, schalge ich vor, dass wir gemeinsam die Unterthemen entwickeln sollten. Es wird sicher nicht nach Kapiteln gehen, sondern vielmehr um den Inhalt.Ich freue mich auf Euch!Salih JamalAch ja: Ich habe vor einigen Tagen bereits 10 Bücher verlost. An die Gewinner: Ich hab euch zur Leserunde eingeladen. Aber es gibt natürlich kein zweites Exemplar für Euch. Ich freue mich aber wenn Ihr mitacht.

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    • 188
  • Die grüne Fee oder doch lieber ein paar Drogen?

    Briefe an die grüne Fee
    X-tine

    X-tine

    20. July 2017 um 06:45

    Inhalt:Der Ich-Erzähler erzählt biographisch von seinem Leben. Von seiner Nicht-Vorhandenen Karriere, seinen Nicht-Beständigen Liebesbeziehungen (die man eigentlich nicht als Beziehungen bezeichnen darf), von seinen Alkohol- und Drogenerfahrungen bzw. -missbrauch ... Man denkt es könnte nicht schlimmer werden, aber das wird es, bis er schließlich auf die geheimnisvolle Flamenco-Tänzerin kommt, die er im Internet über ein Dating-Portal kennen lernt. Sein Leben war bis dato melancholisch, aber gleichzeitig von einer Leichtigkeit und Unbekümmertheit bezüglich der Verantwortung gekennzeichnet, doch nun zeigt er Gefühle, Sehnsüchte, Emotionen, ja sogar Lebenswille ... bis er sich schließlich auf dem Dach eines Hochhauses mit einer Pistole wiederfindet ... was ist passiert? Wird er springen? Wird er sich erschießen? Fällt er in seine alten Muster zurück? ... Lest selbstFazit:Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht, wie noch keines im ganzen Jahr. Zunächst war ich sehr "abgeschreckt" durch die vulgäre Sprache und die Beschreibungen, da dies nicht so mein Genre ist. Es kam mir auch so unwirklich vor, weil ich dachte, dass eine Person nicht so viele Dinge wirklich erleiden kann. Daher war es für mich unrealistisch. Ab der großen Wende, sprich dem Kontakt mit der Frau wurde ich immer neugieriger und das Ende hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Es ist kein Buch, das man liest und dann vergisst, man denkt tagelang darüber nach und genau das fand ich so genial. Auch die anfänglichen schrecklichen Beschreibungen der Anekdoten haben mich "gereizt", weil ich dachte, was kann denn jetzt noch schlimmeres kommen. Diese Briefform hab ich nicht wirklich wiedererkannt und durch den sehr vulgären Sprachstil am Anfang (weil es nicht mein Stil ist) gibt es einen Stern Abzug. Aber immerhin weiß ich jetzt, wie man die Zeugen Jehovas abwimmeln kann :-) Danke für die Möglichkeit einmal anders auf das eigene Leben blicken zu dürfen und auch auf das von anderen. Lest selbst und denkt darüber nach.

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