Salih Jamal Briefe an die grüne Fee

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  • 45 Rezensionen
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Inhaltsangabe zu „Briefe an die grüne Fee“ von Salih Jamal

"Ein Briefroman. Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär."

"Ein Buch über blutende, hungrige Herzen mit der Sucht nach Leben und nach der Wucht, die einen an dem entscheidenden Punkt trifft, zwei Finger breit unter dem Zwerchfell, da, wo die Luft wegbleibt."

Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat.
In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinen Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und den Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel.
Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten, abgeholt zu werden, oder in der versucht wird, die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden.

Provokant-Poetische Selbstabrechnung!

— kingofmusic

So ganz anders.

— SunshineBaby5

Neu und poetisch - trotz kleiner Schwächen.

— Vanessa-v8

Ganz sicher kein neuer Werther...

— LitteraeArtesque

Ein ambitioniertes Debüt, das für mich jedoch deutlich über das Ziel hinausschießt. Von dem Roman hatte ich mir jedenfalls mehr erhofft...

— parden

Aussergewöhnlicher Schreibstiel, aber super Buch.

— funny1

Ungewöhnlich

— brauneye29

Interessanter Roman.Einmal etwas anderes

— Vampir989

Interessante und tiefgründige Sichtweise

— Wuestentraum

Der etwas andere Werther ist weit vom echten entfernt

— katikatharinenhof

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  • Provokant, poetisch - erfrischend anders

    Briefe an die grüne Fee

    kingofmusic

    12. December 2017 um 12:43

    Der Vorteil an einer Buch-Community oder auch nur das Er- und Einstellen von Rezensionen im Internet ist der, dass man als Schreiber von selbigen unverhofft Einladungen zu Buchverlosungen von Autoren erhält, die eine Rezension zu einem anderen Buch gelesen und der enthaltenen Kernaussage zugestimmt haben. So ging es mir mit Salih Jamal und seinem Debüt „Briefe an die grüne Fee“. Da ich schon mal ein Auge auf das Buch geworfen hatte, habe ich die Einladung dankend angenommen. Jetzt, 260 Leseseiten weiter, sitze ich hier und versuche meine Eindrücke in Worte zu fassen. Wer bei der Erwähnung einer Fee im Titel an ein neues Fantasy-Epos denkt, der sollte jetzt besser nicht weiterlesen, da sonst die Gefahr einer großen Enttäuschung besteht *g*. Alle anderen (egal ob Literaturnerd oder Independentbuchjunkie) können und sollen bitte weiterlesen. Salih Jamal ist ein Autor, der sich nicht oder kaum um bestehende literarische Konventionen schert. Er schreibt einfach frei von der Leber weg. Da stehen provokant-derbe Ausdrücke neben tiefsinnig poetischen und lyrischen Textstellen – who cares? Er beschreibt das Leben einfach so wie es ist – mal hart und brutal, mal witzig und komisch, mal herzerwärmend und poetisch. Autobiografische Texte vermischen sich hier gekonnt mit der guten Beobachtungsgabe des Autors und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen zu einem konsequenten Ganzen. Der Autor teilt gerne aus und dem ein oder anderen Leser ist die tabulose Sprache wahrscheinlich ein Dorn im Auge. Auf der anderen Seite zeigt sich aber zwischen den provokant-selbstverherrlichenden Zeilen ein sehr sensibler Mensch, der sich und sein Tun hinterfragt und zum Schluss hin (trotz seiner „Ich will Spaß im Leben“-Mentalität) ein anderer Mensch geworden ist. So begleiten wir den Protagonisten durch ein feucht-fröhliches Leben mit allen Höhen und (selbstverursachten?) Tiefen, erleben ihn wie er feiert, trauert, LEBT und langsam aber sicher zu sich und seinem (Seelen-)Frieden findet. Am Anfang jeden Kapitels tauchen passende literarische Zitate auf (Kafka, Montaigne usw.), was das Buch noch einmal aufwertet. Alles in Allem ist Salih Jamal mit „Briefe an die grüne Fee“ ein starkes Debüt gelungen, welches sich nahtlos in die lange Reihe der guten bis sehr guten Independent-Veröffentlichungen, die ich dieses Jahr gelesen habe, einreiht! Ich danke Salih Jamal für die Fee, für die Widmung im Buch und freue mich auf den nächsten Roman!

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    • 4
  • Ganz ungewöhnliches Buch

    Briefe an die grüne Fee

    SunshineBaby5

    05. December 2017 um 20:10

    Dieser Debütroman von Salih Jamal ist ein ganz außergewöhnliches Buch, ein Buch das spalten wird. Ein Buch das manche lieben, andere hassen werden. Und das macht es so toll.Aus der Sicht des Protagonisten, der auf einem Dach sitzt, wird in diesem Buch in einer besonderen sprachlichen Form erzählt. Fetzenartig, angefüllt mit Zitaten, erzählt er aus seinem Leben. Der Protagonist hat einiges erlebt und berichtet von den schönen, wie auch schlimmen Dingen, die ihm passiert sind. Dabei ist es philosophisch und regt zum Denken an. Die Zitate sind manchmal sehr schön, so dass man sie abschreiben möchte. Der Protagonist selbst ist ziemlich egoistisch und dadurch unsympathisch, andererseits sagt er oft passende Dinge. So dass auch hier das Buch wieder spaltet.Insgesamt sehr empfehlenswert, wenn man mal etwas anderes als die üblichen Romane lesen möchte.

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  • Buchverlosung zu "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal

    Briefe an die grüne Fee

    SalihJamal

    "Briefe an die grüne Fee" Zusammen mit der ersten Auflage als Hardcover hat auch das Paperback ein kleines Facelift erhalten. Aus diesem Grund werden nochmal 20 Exemplare der ersten Auflage der Taschenbücher verlost. Mehr über das BuchHoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinem Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und dem Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel. Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten abgeholt zu werden, oder in der versucht wird die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden.Stimmen zum Buch„Alles ist möglich im Zeitalter des Digitalbuchdrucks- sogar, tief in den Fluten herausgeschleuderter Selfpublishing-(Mach-)Werke eine Perle zu entdecken. Eine solche Perle ist mir mit Salih Jamals Roman „Briefe an die grüne Fee“ begegnet.“"Poetische Melancholie mit einem Schuß Tom Waits.""Achtung: Keine Strandleküre."„Das Buch ist keines von denen, die es schon tausendmal gibt. Es ist durch und durch einzigartig.“„Dieses Buch verändert einen.“ „Was heißt gelesen, ich habe es aufgesogen, ungläubig staunend immer weiter und weiter lesend. Ich wusste nach ein paar Sätzen: großartig! Das ist gut, das ist richtig gut. Wenn es dem Autor gelingt, das bis zum Ende so straight durchzuziehen, dann ist das genial. Und es ist gelungen.“  „Er beschreibt das Leben aus Sicht des Ich-Erzählers – und es ist einfach genial!“ „Mit philosophischem Feingefühl zum Leben und zum Genuss des Lebens erzählt er alles was er wahrnimmt.“ „Der Schreibstil zieht einen in den Bann – ein purer Sog. So ein Feeling hatte ich noch nie bei einem Buch!“ „Jedes seiner Kapitel beginnt mit einem Zitat was treffender nicht sein könnte.“ „Seine Art der Sicht der Dinge ist so puristisch das man das Gefühl hat, man unterhalte sich mit ihm. Chapeau!“ >> Hier geht's zur Leseprobe!Mehr zum AutorIch wurde weit entfernt von dort geboren, wo ich hingehörte. So suchte ich zeitlebens meinen Weg nach Hause und gleichzeitig hinfort. Ein langer, ungewisser und wohl unmöglicher Weg...Neugierig geworden? Dann macht mit beim Gewinnspiel und sichert euch die Chance auf eines von 20 Exemplaren von "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal! Wie? Sendet als Bewerbung euer liebstes Gedicht.Bitte beachtet vor eurer Bewerbung die Richtlinien für Buchverlosungen bei Lovely Books.Viel Glück!

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    • 146
  • Poetisch

    Briefe an die grüne Fee

    Vanessa-v8

    04. December 2017 um 17:13

    Klappentext: Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinen Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und den Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel. Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten, abgeholt zu werden, oder in der versucht wird, die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden.Meinung:Über das Buch bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits gefällt mir die Poesie des Buches wirklich gut. Alle paar Seiten konnte ich Textstellen unterstreichen und die Zitate mit Klebezetteln versehen. Auch wenn die teilweise sehr vulgäre Formulierung zu wünschen übrig lässt, sagen diese Zitate doch viel aus. Mein liebstes ist “Ich will alles. Mit allen Sinnen ... Und dieses alles, es soll fliegen.”(S. 46)Schon hier macht sich leicht der satzfetzenhaftige Schreibstil bemerkbar. Bei anderen Büchern würde er vielleicht stören, doch in diesem passt er gut zum Erzähler und macht das doch etwas schwierigere Thema leicht lesbarer und verständlicher. Mit der Hauptperson hatte ich so meine Probleme. Auf der einen Seite war ich in manchen Ansichten total ihrer Meinung, aber andererseits fand ich sie teilweise einfach nur egoistisch, immer auf den eigenen Vorteil bedacht. Der Erzähler strebt durchgängig nach mehr, schöner, besser.Eine Sache die ich auch noch zu bemängeln habe, ist, dass der Erzähler in seinen Erzählungen sehr weitschweifend ist. Dem roten Faden wird nur sehr zögerlich gefolgt. Dadurch, dass das Buch hauptsächlich in der Vergangenheit spielt, ist es für mich auch eher eine Biografie als ein Roman.Trotzdem -oder vielleicht gerade deswegen- ist es ein Buch übers Leben, mit all seinen wunderbaren und schrecklichen Facetten, ohne Beschönigungen. Und das konnte mich letztendlich doch vom Buch überzeugen. Fazit: Auch wenn mir die Hauptperson nicht so sympathisch war, hat sie trotzdem eine lesenswerte Geschichte zu erzählen. Ich kann das Buch allerdings nur denen empfehlen, die auf der Suche nach etwas poetischem, neuem sind, und keine Liebesschnulze oder einen spannenden Thriller erwarten.

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  • Gut oder schlecht?

    Briefe an die grüne Fee

    Lesefreude

    01. December 2017 um 09:12

    Ich habe dieses Buch mit ganz anderen Erwartungen angefangen zu lesen. Welche genau das waren, kann ich gar nicht so genau sagen. Aber nicht diese. Ich bin so zwiegespalten bei diesem Buch, dass ich gleich gar nicht weiß ob ichs gut oder schlecht fand. Einmal dachte ich mir, was ist das bitte für ein Schmarrn. So ein bescheuertes Buch hab ich echt noch nie gelesen! Der Protagonist war mir so unsympathisch, dass ich das Buch am Liebsten gleich zugeschlagen und nie wieder aufgeschlagen hätte.Andererseits waren dann aber wieder Situationen, wo ich ihn auch vollkommen verstehen konnte. Wo ich mir dachte: "ja hast recht!"Klar hatte er immer noch einen Lebensstil mit dem ich mich überhaupt nicht identifizieren konnte, aber irgendwie konnte man es dann doch auch wieder verstehen und er war geradezu... nett.Und dann noch der Schreibstil. Ziemlich ungewöhnlich und so faszinierend in einem. Gerade die kleinen Zitate am Anfang eines Kapitels haben mir sehr gut gefallen. Wobei ich bei manchen nicht ganz verstanden habe, wie sie zu den folgenden Worten passen sollte ;) Dann aber wieder so ordinär und einfach nicht schön zu lesen, dass ich richtig abgestoßen war von dem was da geschrieben wurde.Also alles in Allem kann ich mich wirklich nicht entscheiden was ich von dem Buch halten soll. Habe mich für 3 Sterne entschieden, die bessere Mitte :)

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  • Hungrige Herzen bluten schneller...

    Briefe an die grüne Fee

    parden

    29. November 2017 um 23:05

    HUNGRIGE HERZEN BLUTEN SCHNELLER...Ein Mann sitzt auf einem Dach, eine Pistole in der Tasche und bereit zum Sprung. Das Buch erzählt, wie es dazu kommen konnte, dass dieser Mensch dort sitzt und auf den richtigen Moment wartet, seinem Leben ein Ende zu setzen. Einblicke in die Vergangenheit sowie in die aktuelle Gedankenwelt des Ich-Erzählers beleuchten den Hintergrund dieser Entscheidung. Und eines ist gewiss: dieses Leben war bunt."Alle anziehenden Leute sind immer im Kern verdorben, darin liegt das Geheimnis ihrer sympathischen Kraft. Wenn man sich auch wünscht, tugendhaft zu bleiben, stellt man eines Tages fest, dass die wirklich glücklichen Augenblicke jene gewesen sind, die man der Sünde gewidmet hat." (Oscar Wilde) - S. 238Es gibt sie, die Menschen, die von klein auf die Zündschnur des Lebens gleich an beiden Enden abbrennen, immer auf der Suche nach dem besonderen Kick. Nichts wird dabei ausgelassen: Rauchen, Saufen, Drogen, Klauen, Spielen, Sex... Was der Ich-Erzähler hier so treibt oder getrieben hat, soll seine Sache sein und meine nicht, dies zu bewerten. Da ist doch jeder seines Glückes Schmied. Reichlich schräg und fast schon amüsant gerät dabei z.B. der Widerspruch zwischen der biederen Lehre des jungen Mannes im Kaufhaus für die gehobene Kundschaft an der Kö in Düsseldorf einerseits und der sonstigen Haltung des Lebenskünstlers andererseits, der wirklich nichts anbrennen lässt. "Ich bin süchtig. Ich bin hochgradig süchtig! Verloren auf der verzweifelten Suche nach 'ganz und gar'." - S. 196Im Zentrum der Erinnerungen steht jedoch der überdimensionierte Egoismus des Erzählers, den Blick nur auf sich und sein Vergnügen gerichtet - doch selbst hier gilt noch: so what. Muss nicht meines sein, aber zum Hauptcharakter passt es. Doch bei aller Hochachtung vor der Offenheit und schonungslosen Ehrlichkeit des Erzählers - das Buch hat lt. Autor auch viele autobiografische Anteile - gab es einen Punkt, der mich beim Lesen richtiggehend anwiderte, nämlich die zeitweise maßlose Arroganz und Überheblichkeit des Hauptcharakters.Der Erzähler als Nabel der Welt stellt sich mit dem Nimbus der Unverletztlichkeit über alle Menschen, die er durch Charme und Menschenkenntnis allesamt in seinem Sinne zu manipulieren vermag. Und nur schlanke Menschen sind toll, und nur d a s Leben ist lebenswert, bei dem die Lunte an beiden Enden gleichzeitig angezündet wird, und alle, die nicht nach dieser Prämisse leben, sind Biedermänner (und -frauen), die Udo Jürgens lieben - der Abwertung anderer Menschen wird hier erschreckend viel Raum gegeben. Dass man für sich so ein 'normales' Leben nicht will, okay, kein Problem. Aber diese klar bewertende Einteilung von Menschen in schräge und interessante Außenseiter, die sich den gesellschaftlichen Zwängen möglichst entziehen (durch illegale Methoden aber gut für sich sorgen) und im Alltagstrott versumpfte Blödmänner kann ich einfach nicht leiden. Das wirkt einfach nur - ewigpubertär."Es ist ein Trugschluss, die Geschwindigkeit eines Menschen stünde im Einklang mit der eines anderen. Die Vorstellung dieses Gleichklangs ist die Illusion der Liebe." - S. 238Doch immer nur Nehmen ohne Rücksicht auf Verluste, das kann selbst für ein Sonntagskind nicht lebenslang funktionieren. Und so trifft den Erzähler das Leid einer unglücklichen Liebe und führt ihn zu mancherlei Erkenntnis. Nein, keine Läuterung vom Saulus zum Paulus, doch durchaus selbstkritisch an der ein oder anderen Stelle. Verbunden auch mit ein wenig Erkenntnis über das Leben an sich. Leider bekam ich nur an wenigen Stellen des Romans einen Zugang zum Hauptcharakter. Auch wenn die Verletztlichkeit und Melancholie des Erzählers immer wieder anklangen, domninierte hier das exzessive Verhalten um jeden Preis. 'Befremdlich' ist noch die netteste Bezeichnung, die mir hierzu einfällt. Ich hätte gerne Positiveres geschrieben, da dieses Debüt des begeisterungsfähigen Autors ihm ganz sicher eine Herzensangelgenheit ist. Aber mir erging es mit dem Buch nun einmal nicht besser, und der Hauptcharakter blieb mir fremd und oft gleichgültig."Nach meinem Diesseits kann mich der Teufel gerne haben und grillen. Wer das Hier und Jetzt wirklich empfangen kann, ist nah dran am Glück." - S. 258Einige durchaus poetische Passagen versöhnten mich mit dem ansonsten oft rauen und auch vulgären Schreibstil, und auch auf einige detaillierte erotische Szenen muss man hier gefasst sein, die nur selten feinfühlig beschrieben sind. Mich beeindruckte der Stil deutlich weniger als andere Leser, aber Geschmäcker sind nun einmal bekanntlich verschieden...Alles in allem ein ambitioniertes Debüt, das für mich jedoch klar über das Ziel hinausschießt. Den vom Autor selbst gezogenen Vergleich mit Goethes Werther kann ich jedoch in keiner Weise nachvollziehen - bestenfalls ist dies als Äußerung mit einem deutlichen Augenzwinkern zu verstehen. Von dem Roman jedenfalls hatte ich mir deutlich mehr erhofft...© Parden

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    • 6
  • Der Ich Erzähler.

    Briefe an die grüne Fee

    funny1

    26. November 2017 um 13:33

    Um was geht es: ( Inhaltsangabe übernommen)"Ein Briefroman. Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär." "Ein Buch über blutende, hungrige Herzen mit der Sucht nach Leben und nach der Wucht, die einen an dem entscheidenden Punkt trifft, zwei Finger breit unter dem Zwerchfell, da, wo die Luft wegbleibt." Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinen Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und den Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel. Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten, abgeholt zu werden, oder in der versucht wird, die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden.Meine Meinung:Der Autor besticht mit einem ungewöhnlichen Schreibstiel was mir sehr gut gefällt da er sich von den anderen unterscheidet. Wenn man diesen Brief liest läßt er einen das ein oder andere schmunzeln aber auch nachdenken und zweifeln. Er ist nicht immer Jugendfrei etwas Ordinär und sehr Sarkastisch aber das macht dieses Buch aus. Der Ich Erzähler wirkt oft sehr überheblich, eingebildet und manchmal Psychisch gestört aber seine Geschichte ist interessant und ich wollte unbedingt mehr erfahren. Ich habe das Buch verschlungen und muss sagen es ist mal was ganz anderes und ich freue mich sehr das der Autor schon an seinem nächsten Buch arbeitet denn das hier war sein Debüt Roman. Mich konnte die Geschichte voll und ganz in seinen Bann ziehen und mich zum Nachdenken anregen, deshalb von mir 5 Sterne. Fazit:Ein Buch der anderen Art, ich kann es nur Weiterempfehlen wem die Schreibweise und die Umgangsformen nicht stöhren, ist mit diesem Buch bestens bedient.

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  • Ungewöhnliche Geschichte

    Briefe an die grüne Fee

    brauneye29

    25. November 2017 um 11:52

    Zum Inhalt:Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten.Meine Meinung:Eine wirklich ungewöhnliche Geschichte, deren Schreibstil sicher nicht jedermanns Geschmack ist. Auch der Sprachgebrauch ist mitunter sehr drastisch aber auf der anderen Seite manchmal auch sehr poetisch. Insgesamt muss man sich einfach auf die Geschichte einlassen, wer das nicht kann, wird das Buch wahrscheinlich nicht mögen. Mir hat es recht gut gefallen.Fazit:Ungewöhnliche Geschichte 

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  • Interessanter Roman.Einmal etwas anderes

    Briefe an die grüne Fee

    Vampir989

    24. November 2017 um 06:43

    Klapptext:Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinen Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und den Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel.Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten, abgeholt zu werden, oder in der versucht wird, die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden.Dies ist der Debütroman von Salih Jamal und ich finde er ist ihm richtig gut gelungen.Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht.Die Geschichte wird  in der Ich- Erzählweise geschrieben.Es gibt zwei unterschiedliche Handlungsstänge und Zeitebenen .Die Handlungsstränge werden im Laufe der Geschichte geschickt zusammen geführt.Der Ich-Erzähler nimmt uns mit auf eine Reise in seine Vergangenheit.Wir erfahren viel von seinen Lebensstationen.Sein Weg war geprägt von Glück,Leid,Liebe,Angst,Kummer,Verzweiflung und Freude.Gleich zu Beginn hat mich dieses Buch fasziniert.Der Schreibstil ist etwas ganz besonderes und einzigartig.Ich habe mich aber sehr schnell daran gewöhnt.Mal sehr sanft und leise,dann wieder poetisch und auch dramatisch und plötzlich derb und rauh.Aber gerade diese Mischung hat für mich dieses Buch so lesenswert gemacht.Durch die sehr eindringliche und beeindruckende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Ich hatte das Gefühl alles selbst mit zu erleben und daran teilzunehmen.Ohne zu Verschönen spricht er aus was er denkt und fühlt ,was ihn bewegt und stört.Der Autor hat es verstanden auch viel Sarkasmus und Ironie in die Handlung ein zubauen.Das kat mir sehr gut gefallen.Es gibt viele Themen die angesprochen werden und die mich auch sehr zum Nachdenken angeregt haben.Mich hat dieser Roman einfach sehr angesprochen und ich bin begeistert.Ich vergebe glatte 5 Sterne und wünsche dem Autor weiterhin viel Erfolg beim Schreiben.

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  • Briefe an die grüne Fee

    Briefe an die grüne Fee

    Wuestentraum

    22. November 2017 um 18:14

    Der Ich-Erzähler dieser Geschichte sitzt auf einem Hochhaus, hoch über den Dächern der Stadt, bereit zum Sprung. Dabei hat er eine alte Pistole aus dem Keller seines Großvaters und Briefe an eine Frau, die er geliebt, begehrt und angebetet hat. Der Ich-Erzähler erzählt aus seinem Leben, sein Heranwachsen in einem Leb- und lieblosen Elternhaus. Sein im Skorpion geborenes Wesen im seltenen Jahr des Feuerpferdes, welches ihm ein unsichtbares Zeichen auf die Stirn gebrannt hat, welches ihm mächtige Sympathien bei seinen Mitmenschen einbringt, bei denen er sich fast alles erlauben kann, ohne dass ihm jemand böse ist. Er liebt das leichte angenehme Leben, ohne Verantwortung oder Pflichtbewusstsein. Immer das Angenehme und Reizvolle, Abenteuer und Risiko suchend, immer an der Felskante stehend, aber nie Angst haben müssen, abzustürzen. Er genießt die Liebe und den Sex in vollen Zügen, nimmt sich, was er gerade braucht. Ohne Rücksicht auf die Anderen und immer dabei bemüht, niemals sich selbst zu verletzen oder etwas zu nah an sich heranzulassen. Die Menschen und die Gelegenheiten zu seinem Vorteil und seinem Vergnügen zu benutzen. Immer auf nötigen Abstand achtend. Bis er einer Frau begegnet, der er verfällt. Und die ihn nach kurzer Zeit der Nähe, des Verschmelzens und der Vertrautheit, die er sich gewünscht hatte, zurückweist und sich von ihm zurückzieht. Und er daran fast zerbricht. Salih Jamal beschreibt mit einem ungewöhnlichen, tiefgründigen, teils poetischen Schreibstil, das Leben dieses Ich-Erzählers, den ich auf den Autor selbst projizierte. Eine interessante, ehrliche und provokante Sichtweise, die in der heutigen schnelllebigen und oberflächlichen Zeit nicht mehr oft zu finden  ist. Er beschreibt ausführlich das exzessive Leben mit Alkohol und Drogen und intimen Bettgeschichten, was sicher dem einen oder anderen Leser zu viel des Guten ist, aber zu diesem leichtfüßigen Lebensstil des Erzählers passt und dazugehört. Es ist ein offenes und gewagtes Resümee eines Lebens, das mit dem Teufel spielt, und glaubt, niemals verlieren zu können. Fazit: Tiefgründig, teils poetisch und philosophisch erzählt, mit offenen und freizügigen, aber passenden und treffenden Gedanken über ein Leben, mit den dazugehörigen Höhen und Tiefen, welches leicht, ohne Anstrengung, ohne Verantwortung oder Verpflichtungen geführt werden will, aber am Ende doch nicht so einfach umsetzbar ist. Mir hat dieser Roman bestens gefallen, gerade wegen seinem Schreib- und Erzählstil. Ich freue mich auf weitere Bücher des Autors.

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  • Der etwas andere Werther ist weit vom echten entfernt

    Briefe an die grüne Fee

    katikatharinenhof

    16. November 2017 um 09:17

    "Nun sitz ich hier, ich armer Tor und bin nicht klüger als zuvor"..in Anlehnung an Goethe fallen mir nur diese Zeilen ein, wenn ich meine Einleitung zur Rezi dieses Buches beginne.Ich habe mich mit Feuereifer auf dieses Buch gestürzt und bin.....tiiiieeeef gefallen. Die Sprache, die der Autor spricht ist in meinen Augen vulgär und völlig aus dem Rahmen gefallen, sodass ich an manchen Stellen entsetzt den Kopf geschüttelt habe, Ich bin sprach- & fassungslos, wieviel Arroganz in so wenig Buchseiten passen. Die Lobhudelei und der Vergleich mit Werther ist hier gänzlich fehl am Platz und diffamiert  Goethes Werk.Im ganzen Buch gibt es nur einige, ganz wenige Szenen, die an die gute Idee des Autors erinnern. Leider ist die Umsetzung sprichwörtlich in die Hose gegangen und das ganze Buch hat mich auf ganzer Linie enttäuscht.Ich kann die positiven Kritiken leider nicht nachvollziehen - mich hat das Buch jedenfalls mehr verschreckt und erzürnt, anstatt begeistert.

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  • Faszinierender Schreibstil- Authentik trifft Philosophie

    Briefe an die grüne Fee

    katrin297

    14. November 2017 um 12:46

    "Briefe an die grüne Fee" hat mir der Autor selbst zu kommen lassen. Hiermit möchte ich mich an dieser Stelle noch mal ganz herzlich bedanken! Das Buch hat mir unterhaltsame Stunde beschert und die Zeit versüßt. Der Protagonist und ich- Erzähler erzählt dem Leser unverblümt sein Leben und schildert einige ulkige Szenen. Er lässt den Leser an seinem Leben Teil haben und man hat das Gefühl es wird nichts sensiert oder verschönert. Teilweise hat man sogar das Gefühl, der Erzähler sizt direkt vor einem und erzählt die Geschichte. Eigentlich ist sein Leben nicht so rosig, doch durch seine Art wirkt es locker und leicht. Dadurch passt auch der angewandte Sarkasmus und die Ironie wie die Faust aufs Auge, Es gibt viele weise Aussgane zu finden, wie zum Beispiel:" Mich erschreckt die resignation der Menschen, die nicht für echte Ideale, sondern für Egoismen kämpfen. Wir werden subtil und pervers auf allen Gebieten manipuliert." (S.47) Zwar kommt mir der ich-Erzähler teilweise etwas dramatisch vor, aber genau das macht ihn einzigartig, besonders und irgendwie sympathisch. Vor jedem Kapitel gibt es ein Zitat. Das eine ist schöner als das andere. Ich persönlich liebe Zitate und wenn mir die Zitate gefallen, die der Autor benutzt, dann gefällt mir meistens auch sien Werk. Dies ist hier auf jeden fall der Fall! Der Autor hat das Talent mit Worten umzugehen, mit ihnen zu spielen und sie genau zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen. Der Schreibstil ist sehr authentisch und sehr vielseitig. Einerseits wird viel Sarkasmus und alltägliche Sprache benutzt, andererseits ist es sehr poetisch, philosophisch und regt zum Nachdenken an. Dieses Buch sollte jeder lesen!

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  • Briefe an die grüne Fee

    Briefe an die grüne Fee

    -sabine-

    12. November 2017 um 08:14

    Ich war sehr gespannt auf diesen Briefroman, der sich als „einen neuen Werther in einer neuen Zeit“ beschreibt – und auch wenn die Situation tatsächlich an Goethes Klassiker erinnert und die Geschichte ausdrucksstark und voller Lebenshunger steckt, würde ich diesen Vergleich nicht ziehen wollen.Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen - der Ich-Erzähler sitzt auf einem Dach und will in die Tiefe springen, zuvor jedoch sinniert er über sein Leben, durchläuft gedanklich noch mal einzelne Stationen seines Lebens, das geprägt war von der Suche nach dem großen Glück, voller Leidenschaft und Lebenshunger.Es ist vor allem die Sprache, die mich sehr beeindruckt hat – mal ist sie klar und präzise, mal poetisch und blumig, dann wieder derb und umgangssprachlich – immer aber voller Energie und Wortgewalt - und das hat mir sehr gut gefallen. Mit dem Ich-Erzähler dagegen konnte ich mich nicht so anfreunden – ganz anders in seinen Gedanken und Handlungen hat er mich aber immer wieder zum Nachdenken gebracht. Seine Sicht der Dinge ist eine interessante und oft ganz anders als meine eigene – am augenscheinlichsten aber ist seine Energie: Diese Leidenschaft hat mich wirklich beeindruckt – immer versucht er, das Beste aus allem zu machen, egal, wie verfahren die Situation auch sein mag. Dabei gibt er alles – nimmt aber auch, ohne Rücksicht auf Verluste, oft egoistisch, aber immer mit einem hehren Ziel vor Augen. Er steckt voller Lebenshunger und Energie, ist damit auf der Suche nach seinem persönlichen Glück und muss doch immer wieder derbe Niederlagen einstecken. Der Wunsch, das Leben im Hier und Jetzt in vollen Zügen zu genießen, steckt tief in ihm drin, doch er muss schmerzhaft lernen, dass das Leben nicht immer nach Plan läuft und einzelne befriedigende Momente noch kein erfülltes Leben ausmachen.Ein ungewöhnliches Buch voller Sprachgewalt, dem ich 4 von 5 Sternen gebe.Mein FazitEs ist vor allem der Schreibstil, der mich bei diesem Buch eingenommen hat mit seiner Vielfältigkeit von poetisch bis umgangssprachlich, von klar und präzise bis blumig und ausschweifend – die Geschichte selber hat mich nicht so einfangen können; dafür war mir der Ich-Erzähler einfach zu fremd. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und es hat mir einige interessante Denkanstöße gegeben, ich gebe daher 4 von 5 Sternen.

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  • Das Leben will ein´n ausgeb´n ... und das will ich sehn

    Briefe an die grüne Fee

    Judith_Funk

    06. November 2017 um 17:51


  • Buchverlosung zu "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal

    Briefe an die grüne Fee

    diewortklauberin

    Auf den Schwingen der grünen Fee Wie auch die einst berühmten Absinth-Trinker wie Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe oder Oscar Wilde begibt sich der Ich-Erzähler in "Briefe an die grüne Fee" auf Sinnsuche und verhandelt die großen Fragen des Lebens, die die Menschen umtreiben: Liebe, Leidenschaft, Freiheit, Glück und Vergänglichkeit. Salih Jamal legt mit "Briefe an die grüne Fee" ein überzeugendes Debüt vor, das das Genre des Briefromans neu erfindet. Wir verlosen 25 Exemplare des Buches!Mehr über das BuchHoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinem Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und dem Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel. Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten abgeholt zu werden, oder in der versucht wird die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden."Ein Briefroman. Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär." >> Hier geht's zur Leseprobe!Mehr zum AutorIch wurde weit entfernt von dort geboren, wo ich hingehörte. So suchte ich zeitlebens meinen Weg nach Hause und gleichzeitig hinfort. Ein langer, ungewisser und wohl unmöglicher Weg, der mich zu Jobs im Fast-Food-Restaurant, in die Herrenabteilung eines Modehauses auf der piekfeinen Düsseldorfer Königsallee, als Rosenverkäufer in Bordellen oder als Kurierfahrer, der das Kanzleramt belieferte, geführt hat. Neugierig geworden? Dann macht mit beim Gewinnspiel und sichert euch die Chance auf eines von 25 Exemplaren von "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal! Klickt auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:Welches Buch hat dich in diesem Jahr am meisten berührt?Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen.Viel Glück!Nicht verpassen!Unter allen Lesern, die bis zu 28.08. eine Rezension schreiben, werden zusätzlich 5 Tassen zu "Briefe an die grüne Fee" verlost!

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