Salka Viertel Das unbelehrbare Herz

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Inhaltsangabe zu „Das unbelehrbare Herz“ von Salka Viertel

»Salkaherz« - ein Genie der Freundschaft im kalifornischen Exil Salka Viertel war das, was man eine große Gastgeberin nennt. Und zu Gast waren sie alle: Filmemacher, Literaten, Schauspieler und Maler. Die Lebenserinnerungen einer fast Vergessenen. Wie aus einem Künstlerlexikon zur ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts lesen sich die Namen der Freunde, die Salomea Steuermann, von allen nur Salka genannt, um sich zu versammeln wusste: Karl Kraus und Alfred Polgar, Max Reinhardt, Thomas und Heinrich Mann, Albert Einstein und Arnold Schönberg, Sergej Eisenstein und Greta Garbo, deren Drehbuchautorin sie war, Bertolt Brecht und Bruno Frank, Charlie Chaplin und Fritz Murnau, Ernst Lubitsch, George Cukor, Hanns Eisler - und viele andere Künstler... mit und ohne Namen.Diese faszinierende und früh emanzipierte Salka Viertel war kein Hollywood- Filmstar und keine mondäne Gesellschaftsdame, sondern eine begnadete...

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  • Rezension zu "Das unbelehrbare Herz" von Salka Viertel

    Das unbelehrbare Herz
    Clari

    Clari

    02. June 2011 um 17:58

    Salka Viertel entstammt dem jüdischen Großbürgertum und wurde noch zu Zeiten der k.u.k. Monarchie im Jahr 1989 in Galizien geboren. Entgegen den Traditionen der Familie strebten sie und ihre drei Geschwister künstlerische Berufe an. Als Salka Steuermann geboren wurde sie gegen den Willen der eher konservativen Eltern Schauspielerin und trat an allen großen Bühnen Deutschlands und Österreichs auf. Sie heiratete den Regisseur, Drehbuchautor und Dichter Berthold Viertel und erlebte mit ihm eine wahre Traumreise durch die Künstlerszenen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Durch die großen Theater und Städte Europas führte ihr Weg sie zuletzt während der Emigration bis nach Amerika. Sehr viele bekannte Schriftsteller, Maler, Regisseure, Schauspieler und Kunstkritiker kreuzten ihren Weg oder waren ihr in Freundschaft verbunden. Ob Kafka, Karl Kraus, Kokoschka, Thomas Mann oder Max Reinhardt: sie alle kehrten bei ihr ein und aus oder boten ihr Engagements an. Man könnte ihre Erinnerungen fast unter der Rubrik „ Who’s who“ einordnen, so zahlreich sind die Namen, die uns auch aus anderen Romanen, Lebenserinnerungen und der Kunstszene der goldenen zwanziger Jahre bekannt sind. Hastig und unermüdlich ist sie unterwegs. Der erste Weltkrieg mit der nachfolgenden Inflation und der damit verbundenen Mittellosigkeit berührt ebenso wie die vielen Bekannten und Freunde, die ihr und ihrem Mann durchs Leben halfen. Früh emigriert sie mit ihrem Mann nach Amerika und steht ihrerseits mit ihrer hilfreichen, gastfreien und warmherzigen Freundschaft anderen zur Seite. Mit Verve und Elan beschreibt Salka Viertel ihre jeweiligen Lebensphasen, die nicht ohne Höhen und Tiefen verliefen. Sie lässt uns an ihren Erinnerungen, ihren Gefühlen, Begegnungen und ihrem Tun und Treiben lebhaft teilnehmen. Ihre schriftlichen Lebenserinnerungen reihen sich ein in die vielen anderen, die nach der Flucht vor den Nazis in Kalifornien in einer Art deutscher Künstlerkolonie von zahlreichen Emigranten verfasst worden sind. Wer sich für die erste Hälfte des 20.Jahrhunderts interessiert, an ihrer Geschichte, den bedeutenden und weniger bedeutenden Persönlichkeiten und den politisch bedingten Wandlungen teilhaben möchte, dem sei die Lektüre wärmstens empfohlen. In einer schönen bibliophilen Ausgabe sind ihre Erinnerungen bei Eichborn neu erschienen.

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