Sallust Die Verschwörung des Catilina

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Inhaltsangabe zu „Die Verschwörung des Catilina“ von Sallust

Sallust (86-35 v. Chr.) ist der erste römische Historiker von literarischem Rang und gilt bis heute als ein Klassiker der Geschichtsschreibung. Als Anhänger Caesars zog er sich nach dessen Ermordung aus dem Staatsleben zurück und widmete sich ganz der Schriftstellerei. Außer einer Schmähschrift, zwei politischen Briefen an Caesar und geringen Bruchstücken seines Spätwerkes, "Historiae", sind die zwei Monografien "Die Verschwörung des Catilina" und "Jugurthinischer Krieg" - nach 43 v. Chr. entstanden - erhalten geblieben. Beide, vor allem "Die Verschwörung", gehören zu den meistgelesenen antiken Schriften und gelten als Muster einer wirkungsvollen Behandlung historischen Stoffes. Ausführliche Hinweise zum Text und zur Geschichte befinden sich im Nachwort dieses Heftes. (Quelle:'Geheftet')

Der Bericht über die Niederschlagung eines Aufstandes gegen Rom von unzufriedenen Römern unter Catilina.

— Admiral

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  • Der Casesarianer Sallust schreibt über den verschrobenen Catilina.

    Die Verschwörung des Catilina

    Admiral

    02. October 2015 um 10:59

    Sallust, ein Politiker und späterer Anhänger Caesars, schreibt hier nach der Ermordung Caesars und nach dem Ende seiner (=Sallusts) politischen Tätigkeit im Jahr 41 das Werk "De coniuratione Catilinae".   Zur Darstellung Sallusts. Im Jahr 63 v. Z. kommt es in Rom zu einem versuchten Putsch zahlreicher Unzufriedener, Nörgler, Verbrecher und hitziger Jugendlicher. Sie alle haben sich um Catilina versammelt, der mehrmals durch die Konsulatswahlen gefallen ist. Nach einem ersten gescheiterten Aufstand im Jahre 65, den Sallust nur mehr andeutet, als beschreibt (interessanterweise von der heutigen Forschung als Fiktion behandelt, s. dazu Seager, in: Historia 13), kommt er zum Hauptthema: Die catilinarische (zweite) Verschwörung des Jahres 63 (18f.; diese Zahlen in Klammern sind meistens Paragraphangaben). Für diese Verschwörung hat Catlinia, der selbst ein Mensch mit guten, aber vergeudeten Anlagen (5) ist, den Grundsatz der Bevölkerung an sich gebunden (14-16). Doch rechtzeitig wird die Verschwörung von der vornehmen Römerin Fulvia (23) und durch die Allobroger (41), die Catilina vergeblich für sich gewinnen wollte, aufgedeckt. Wie der Senat mit den führenden Männern der Verschwörung, die aus den hohen Kreisen Roms stammen, umgehen soll, wird in einer lebhaft dargestellten Senatssitzung ausdiskutiert. Der entgültige Entschluss lautet: Tod. (50-53). Catilina selbst konnte gerade noch nach Etrurien zu seinem Heer aus Aufständischen entfliehen, wo er nach der Einkesselung durch zwei reguläre Heere in der Schlacht von Pistoria gegen den Feldherrn Marcus Petreius fällt (56-61). Das Buch ist außerdem noch gespickt von Exkursen, näheren Personenbeschreibungen, Geschichtsdarstellungen etc. Mit einem solchen themenabgewandten Aspekt lässt Sallust nämlich auch sein Buch beginnen. Hier begründet er nämlich sein Rücktritt aus der Politik und seine literarische Betätigung (1-4). Dazu hatte ich bereits weiter oben etwas geschrieben. Ebenfalls relativ am Anfang bettet er zunächst die Verschwörung ein in den historischen Kontext. Hier beschreibt er in einem schnellen Rush die Anfangszeit und erläutert den allgemeinen Sittenverfall Roms (5-13). Dazu gehört wohl auch seine im späterebn Verlauf des Werkes geschilderte innenpolitische Verkommung Roms, wo er die Parteiungen der Optimaten und Popularen für vielerlei Fehlentwicklungen verantwortlich macht. Das müsste der bekannte Parteienexkurs sein (36-38). Man könnte sogar so weit gehen zu sagen, dass diese fehlerhafte historische Entwiklung der römischen Geschichte Hauptthema Sallusts hier ist und er es am Beispiel der catilinarischen Verschwörung aufzeigen will (seht dazu mal bei Drexler, in: Pöschl: Sallust, Darmstadt 1970 rein). Dazu passt auch Symes These (Syme: Sallust, Darmstadt 1995), dass Sallust immer wieder verdeckte Kritik am Zeitgenössischen übt, bes. am Zweiten Triumvirat. Literarisch gelungen ist auch seine lebhafte Darstellung der Senatssitzung am Ende, wo er in reger Diskussion erst caesar (51), dann Cato (52) ausführlich zu Wort kommen lässt. Diese beiden Paragraphen sind auch die längsten des ganzen Buches, wenn ich das richtig sehe. Soviel zum Inhalt. Jetzt im Nachhinein kann ich gut verstehen, wieso Sallusts Catilina oft in der Schule gelesen wird. Es ist ein wirklich interessanter historischer Kurztraktat. Vllt. nicht ganz ausführlich, aber doch lebhaft und einführend. Es ist zwar schwer zu lesen, aber doch gut anspruchsvoll. Gelesen habe ich die zweisprachige Version von Reclam (1986). Der Übersetzer war Karl Büchner und ich finde, er hat nur ein mäßig gute Arbeit abgeliefert. Die Übersetzung ist nicht schlecht, nein. Sallust ist immerhin echt schwer zu lesen. Aber oft klingt das deutsche zu holprig, oft hat Büchner seltsame deutsche Wendungen und Begriffe verwendet, die den Lesefluss doch recht stören. Manchmal übersetzt er schlichtweg unnötig frei udn manchmal unnötig wörtlich. Evtl. schaue ich nochmal ausführlicher ins Lateinische rein, wenn ich Lust habe und dann evtl. auch noch in die neuere Übersetzung von Lindauer (2012). Aber mal sehen. Generell ist aber auch diese Reclam-Ausgabe ganz gut. Die Einführung zum Werk von Büchner ist aber dennoch etwas zu kurz geraten. Diejenige zu Sallust selbst ist ganz gut, die zum historischen Kontext von sallust udn besonders die zum Werkinhalt ist quasi nicht vorhanden. Bemerkenswert ist btw auch, dass Sallust Cicero kaum erwähnt. Dessen Rolle würde ich doch als deutlich wichtiger erachten, immerhin war dieser hier im jahr 63 Konsul. In seine catilinarischen Reden schaue ich evtl auch nochmal rein.

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