Ikarus fliegt

von Sally Christie 
4,2 Sterne bei5 Bewertungen
Ikarus fliegt
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Lilith79s avatar

Außergewöhnliches Jugendbuch mit einer Geschichte, die eher langsam an Fahrt gewinnt und mich dann aber doch überzeugt hat

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Einfühlsamer Roman über Einsamkeit, Mobbing und Freundschaft

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Inhaltsangabe zu "Ikarus fliegt"

Alex Meadows will in der Schule nur eines: bloß nicht auffallen. Lieber wegducken, aus dem Weg gehen und immer schön mitmachen. Nur nicht zur Zielscheibe von Alan und seiner Gang werden!Alex’ Nachbar David, genannt Bogsy, ist von Alan bereits als Opfer auserkoren worden. Und dieses Schicksal will Alex sich unbedingt ersparen. Doch dann erreicht ihn und seine Klassenkameraden eine geheimnisvolle Botschaft: »Ein Junge wird fliegen!« Und schnell steht fest: Alex muss seine sichere Deckung aufgeben und Stellung beziehen.
Sally Christie erzählt von Einsamkeit, Freundschaft und einem ganz besonderen Genie.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783848920891
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Aladin Verlag
Erscheinungsdatum:31.08.2017

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    frenx1s avatar
    frenx1vor 9 Monaten
    Für junge Leser geschrieben

    Ikarus fliegt“ von Sally Christie hat eine große Stärke: es ist für 12-Jährige aus der Sicht eines Zwölfjährigen erzählt. Keine abgehobene Erwachsenenperspektive prägt das Buch. Alex, die Hauptfigur, schildert seine Sicht der Dinge, und dazu gehört auch, dass er selten so richtig den Durchblick hat.

    Während man am Anfang bei „Ikarus fliegt“ noch den Eindruck hat, es handle sich um eine typische Anti-Mobbing-Geschichte, weil Alex ständig darüber philosophiert, auf welche Art und Weise man nicht zum Opfer in der Klasse wird, entwickelt sich das Buch immer mehr zu einer Geschichte um Freundschaft und Mut. Denn ein Mitschüler aus Alex‘ Klasse verteilt heimlich Zettel, die sagen: Ein Junge wird fliegen, wie Ikarus. Und schnell wird klar: Alex‘ Strategie, möglichst nicht aufzufallen, kann bald nicht mehr funktionieren.

    Überzeugend ist dabei vor allem die Darstellung, wie zaghaft Freundschaft entsteht. Denn Alex findet heraus, von wem der Zettel stammt und will bei dem Abenteuer Ikarus mitmachen und zwischen den beiden Jungen entsteht nach und nach eine zaghafte Freundschaft. Die Gefahr sieht Alex zunächst nicht.

    Dass am Schluss des Buches noch aus einer zweiten Perspektive erzählt wird, um die Handlung zu einer guten Auflösung zu bringen, ist schade. So braucht es doch den deus ex machina, der in die Handlung eingreift. Dabei ist es gerade die Frage, ob der Flug des „Ikarus“ nun gut ausgeht, die für Spannung sorgt. Da bleibt es nicht aus, dass man als Leser ein wenig enttäuscht zurückbleibt.

    Fazit: Ein Buch, das für junge Leser bis 12 spannend ist, älteren dürfte die Handlung zu konstruiert und die Charaktere nicht nah genug sein.

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    Lilith79s avatar
    Lilith79vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Außergewöhnliches Jugendbuch mit einer Geschichte, die eher langsam an Fahrt gewinnt und mich dann aber doch überzeugt hat
    Außergewöhnliches Jugendbuch über Freundschaft und Zivilcourage

    "Ikarus fliegt" von Sally Christie ist ein Jugendbuch für Jugendliche im Alter von 12 - 15 Jahren. Die Hauptrolle in dem Buch spielt Alex Meadows, ein Junge dessen hervorstechendste Charaktereigenschaften am Anfang des Buches wohl Vorsicht und maximaler Opportunismus sind, denn Alex hat vor nichts mehr Angst als davor in der Mittelschule negativ aufzufallen, oder überhaupt aufzufallen. Zu viel Angst hat er vor der Clique von Alan, einem Jungen der alle anderen herumschubst. Alex' neuer Nachbar (von den anderen Schülern nur Bogsy genannt) hat es gleich am Anfang seiner Schulkarriere geschafft bei Alan in Ungnade zu fallen und wird deswegen von Alan gepiesackt und von allen anderen Schülern gemieden. Auch Alex versucht sich deswegen so gut es geht von ihm fernzuhalten, was so weit geht, dass er sogar peinlichst darauf achtet nicht gleichzeitig mit Bogsy in den Bus ein- und auszusteigen, obwohl sie an der gleichen Haltestelle einsteigen.

    Doch dann kommt Unruhe in die Klassengemeinschaft, alle Schüler erhalten plötzlich kleine Geheimbotschaften, die darauf hinweisen, dass bald ein Junge fliegen wird, wie Ikarus, der gerade im Unterricht behandelt wird? Was genau mit den Botschaften gemeint ist und von wem sie stammen ist unklar, aber als Alex zufällig etwas darüber herausfindet, muss er seine geliebte Deckung Stück für Stück aufgeben.

    Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, wobei ich finde, dass es etwas langsam in Fahrt kommt und in der ersten Hälfte ein paar Längen hat. Die zweite Hälfte fand ich dann aber sehr spannend. Alex ist als Hauptcharakter zuerst relativ schwer zu mögen, aber ich denke sein Verhalten ist durchaus typisch und nachvollziehbar. Was mir auch gut gefallen hat, ist dass er sich seiner Charaktereigenschaften durchaus bewußt ist (so nimmt er z.B. wahr, dass sein kleiner Bruder Timmy viel mutiger und offener ist als er selbst) und dass er sich im Verlauf des Buches zwar weiterentwickelt, aber er bleibt mehr oder weniger ein "Held" wider Willen und wird nicht plötzlich zu einem mutigen "Superhelden", der es mit allen aufnimmt, was in solchen Geschichten ja gerne mal der Fall ist. Im Sinn dieser Charakterentwicklung finde ich das Buch sehr realistisch. Die Handlung an sich ist vielleicht nicht 100% glaubwürdig, denn im echten Leben würden sich zumindest die Erwachsenen (hoffentlich) etwas anders verhalten, aber darüber kann man in einem Roman denke ich mal hinweg sehen.

    Insgesamt ein gutes Buch zum Thema Zivilcourage und Freundschaft mit einer Handlung, die aus der Masse herausragt. Vom Stil ist es wohl eher für Kinder und Jugendliche geeignet, die auch schon eher die ruhigen Töne schätzen können.

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    4petras avatar
    4petravor einem Jahr
    Kurzmeinung: Einfühlsamer Roman über Einsamkeit, Mobbing und Freundschaft
    Fesselnde Lektüre über Mobbing

    Alex will in der Schule nur nicht auffallen, um nicht mit Alan und seinen Kumpeln aneinanderzugeraten. So ist sein oberster Grundsatz immer, nur nicht reagieren. Dies ändert sich zwangsläufig, als er einen Zettel in seiner Schultasche findet, mit der Ankündigung, dass ein Junge fliegen werde. Alex macht sich auf die Suche nach dem Urheber dieses Briefs und muss bald erkennen, dass man manchmal doch etwas tun und Farbe bekennen muss.Das Buch setzt sich mit einem sehr wichtigen Thema, dem Mobbing unter Jugendlichen, auseinander, ohne dabei belehrend zu wirken. Gerade bei Alex finde ich es wunderbar, dass er sich nicht komplett wandelt in seinem Verhalten, sondern einfach nach und nach – oft wohl auch aus einem Zufall heraus – das Richtige tut. Der Schreibstil ist schön flüssig und jugendgerecht, ohne sich unnötig mit Jugendslang anzubiedern. Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch auch als Schullektüre gelesen würde, da es sicher gutes Potenzial für Diskussionen über Mobbing bieten würde.

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    laraundlucas avatar
    laraundlucavor einem Jahr
    Ikarus fliegt

    Inhalt:

    Alex Meadows will in der Schule nur eines: bloß nicht auffallen. Lieber wegducken, aus dem Weg gehen und immer schön mitmachen. Nur nicht zur Zielscheibe von Alan und seiner Gang werden! Alex’ Nachbar David, genannt Bogsy, ist von Alan bereits als Opfer auserkoren worden. Und dieses Schicksal will Alex sich unbedingt ersparen. Doch dann erreicht ihn und seine Klassenkameraden eine geheimnisvolle Botschaft: »Ein Junge wird fliegen!« Und schnell steht fest: Alex muss seine sichere Deckung aufgeben und Stellung beziehen.

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil ist einfach und schlicht, altersgerecht und gut zu lesen. Er ist abwechslungsreich und den Situationen angepasst, weshalb er sich manchmal auch etwas stockend liest. Dennoch umgibt die Geschichte eine Leichtigkeit, die so gar nicht richtig zum Thema passen will.

    Die Geschichte hat mir gut gefallen. Eine Geschichte über Freundschaft, Alleinsein, Einsamkeit, Angepasstsein, Ausgrenzung, Gruppenzwang, Hierarchien in der Schulgemeinschaft und das Wegsehen. Außerdem liegt dem Ganzen ein sehr ernstes Thema, ein dramatischer Hintergrund zugrunde. Hierüber möchte ich aber nicht mehr sagen. Nach und nach wird Licht auf die Situation geworfen, wobei der erwachsene Leser recht schnell hinter Bogsys Gedanken und Vorhaben blickt. Aber auch leichte und lockere Momente hellen die Stimmung auf.

    Schön fand ich auch die Beziehung, die Alex zu Maisie, seiner ehemaligen, alten Nachbarin hat, die jetzt im Heim wohnt. Dieser Kontrast jung - alt wurde sehr plastisch geschildert. Die beiden zehren gleichfalls von dieser Beziehung, geben und nehmen, unterstützen, helfen und geben Rat und genau das fand ich unglaublich schön.

    Über die Charaktere möchte ich gar nicht viel verraten. Alex hätte ich manchmal gerne kräftig geschüttelt und ihn in eine andere Richtung geschubst. Langsam nähert er sich Bogsy an, sie verbringen die Nachmittage miteinander und werden zu so etwas wie Freunde. Dennoch fällt es ihm unheimlich schwer den letzten Schritt zu gehen, nicht mehr wegzusehen und zu seinem Freund zu stehen. Dennoch lernt er viel aus diesen Situationen, aber auch die Veränderung dauert seine Zeit und die Angst will überwunden werden.

    Das Buch hat mir gut gefallen, es ist lehrreich und trotz des ernsten Themas leicht. Aber ob die Altersempfehlung ab 12 Jahren passend ist, bezweifle ich. Meine Tochter ist fast 13 und ich glaube nicht, dass sie dieses Buch fesseln würde, alleine von der Ernsthaftigkeit her. Aber auch hier unterscheiden sich die Geschmäcker und Vorlieben.

    Fazit:

    Ein Jugendbuch mit ernstem Thema, das nachdenklich stimmt und dennoch leicht und locker zu lesen ist. Leseempfehlung.

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    Sonjalein1985s avatar
    Sonjalein1985vor einem Jahr
    Gleichzeitig tiefgründig und leicht

    Inhalt: Alex will auf keinen Fall auffallen. Denn wer in seiner Klasse auffällt wird von Alan und seiner Gang als Zielscheibe auserkoren. Genau wie Alex Nachbar Bogsy, dem alle aus dem Weg gehen.
    Als dann aber kleine Briefchen auftauchen, die die Botschaft, dass ein Junge fliegen wird, enthalten, weiß Alex dass er handeln muss. Und er macht dabei eine Entdeckung, mit der er nicht gerechnet hätte.

    Meinung: „Ikarus fliegt“ ist ein leichter Jugendroman übers Dazugehören und über Freundschaft, dem jedoch ein ernstes Thema zugrunde liegt.
    Ich fand den Roman gleichzeitig unterhaltsam, witzig, als auch bewegend.
    Im Mittelpunkt steht Alex, der lieber unsichtbar bleibt und augenscheinlich auf nichts reagiert. So versucht er nicht zum Opfer von Schulschläger Alan und seiner Gang zu werden. Er hat keine Freunde, gehört jedoch trotzdem irgendwie zur Klassengemeinschaft dazu. Dies scheint auch alles zu sein, für das er sich interessiert. Die einzige Person, der er sich anvertrauen kann, ist seine ehemalige Nachbarin, die in einem Altersheim lebt.
    Sein gewohntes Muster wird erst mit dem Erhalt des ersten anonymen Zettels durchbrochen. Ab hier möchte er unbedingt herausfinden, was hinter allem steckt und findet so nach und nach auch zu sich selbst.
    Der andere Hauptcharakter ist Bogsy. Er hat in der Klasse einen weitaus schwereren Stand. Niemand mag ihn und er ist einer von Alans Daueropfern. Sogar Alex schneidet ihn am Anfang, nur, um dazuzugehören.
    Die aufkeimende Freundschaft der beiden hat mir richtig gut gefallen. Ebenso wie das ernstes Hinterthema, das allerdings erst nach und nach ersichtlich wird.
    Trotz dieser Ernsthaftigkeit bringt das Buch eine gewisse Leichtigkeit rüber, so dass es locker und leicht zu lesen ist. Ausserdem gibt es einige witzige Momente und Sprüche.
    Das Buch hat mich gut unterhalten. Aber es bringt den Leser auch zum Nachdenken. Ich empfehle es jedem, der mal wieder ein etwas tiefgründigeres Buch lesen möchte, das dabei aber nicht zu schwermütig wirkt.

    Fazit: Lockeres Jugendbuch mit ernstem Grundthema. Macht nachdenklich und unterhält den Leser nebenbei sehr gut.

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