Sally Hepworth

 4.3 Sterne bei 47 Bewertungen

Lebenslauf von Sally Hepworth

Romantische Erzählungen aus Australien: Die australische Autorin Sally Hepworth studierte an der Monash University in Melbourne und arbeitete zunächst im Personalwesen und als Eventmanagerin, ehe sie sich während ihrer ersten Schwangerschaft der Schriftstellerei zuwandte. 2014 erschien ihr erster Roman „Love Like The French“, der im gleichen Jahr auch auf Deutsch unter dem Titel „Wenn du an meiner Seite bist“ veröffentlicht wurde. Darin erzählt sie die Geschichte von Cate, die seit einem Jahr ihren Ehemann Graham pflegt, der nach einem Unfall im Koma liegt, bis sie von ihrer Freundin nach Südfrankreich eingeladen wird und dort Jérôme begegnet. Der große Durchbruch gelang ihr 2015 mit dem zweiten Roman „The Secrets of Midwives“ (dt.: „Das Lächeln der Bradley-Frauen“) über Florence, Grace und Neva Bradley, die als Hebammen tätig sind. Jede Generation der Hebammen-Familie trägt dabei eigene Geheimnisse mit sich herum. Seither veröffentlichte Hepworth drei weitere Romane um Familienbande - deren verborgene Geheimnisse und die Liebe. Sally Hepworth lebt heute mit ihrem Mann und zwei Kindern in der australischen Metropole Melbourne.

Neue Bücher

Weil ich dich nicht vergessen will

 (21)
Neu erschienen am 19.08.2019 als E-Book bei Blanvalet.

Alle Bücher von Sally Hepworth

Cover des Buches Weil ich dich nicht vergessen will (ISBN:9783641257101)

Weil ich dich nicht vergessen will

 (21)
Erschienen am 19.08.2019
Cover des Buches Das Lächeln der Bradley-Frauen (ISBN:9783734100345)

Das Lächeln der Bradley-Frauen

 (12)
Erschienen am 20.07.2015
Cover des Buches Wenn du an meiner Seite bist (ISBN:9783442382538)

Wenn du an meiner Seite bist

 (11)
Erschienen am 17.02.2014
Cover des Buches Das Lächeln der Bradley-Frauen (ISBN:9783641158156)

Das Lächeln der Bradley-Frauen

 (0)
Erschienen am 20.07.2015
Cover des Buches Anna Forster erinnert sich an die Liebe (ISBN:9783956393570)

Anna Forster erinnert sich an die Liebe

 (2)
Erschienen am 25.06.2018
Cover des Buches The Mother-In-Law (ISBN:9781250120922)

The Mother-In-Law

 (1)
Erschienen am 23.04.2019

Neue Rezensionen zu Sally Hepworth

Neu

Rezension zu "Weil ich dich nicht vergessen will" von Sally Hepworth

Erinnerungen werden nicht vergessen!
Tine_1980vor einem Monat

Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen…

Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Lange suchen sie nach dem geeigneten betreuten Wohnen und finden eine Einrichtung, in der eine weitere Person in ihrem Alter lebt – Luke. Trotz ihres Vergessens verlieben sich Anna und Luke, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: Die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste.

 

Ein Buch das bewegt und zum Nachdenken anregt. Alzheimer ist eh schon eine bescheidene Sache, aber in solch einem jungen Alter ist es nochmal bescheidener. Auch für die Angehörigen ist es schwierig und so steht auch Annas Bruder Jack vor der Entscheidung, das hoffentlich Richtige für seine Schwester zu entscheiden.

Denn wie weit kann ein Mensch mit Alzheimer noch Liebe empfinden? Wie weit erinnert man sich mit dieser Diagnose noch die Person, für die man vielleicht etwas empfindet?

Anna und Luke begegnen sich und beide haben mit ihrem Schicksal zu kämpfen. Wo bei Anna die Erinnerungen schneller ins Vergessen geraten, da hat Luke das Problem, dass sein Sprachverständnis immer mehr rückläufig ist. Und dennoch verbindet sie etwas.

Gerade zu Anna kann man ein gutes Verhältnis aufbauen, da man sehr viel von ihr erfährt und ihre Gedanken, ihr Vergessen und ihre Gefühle werden einfach schön beschrieben. Die Autorin schafft hier ein Buch, dass die Tragik dieses Schicksals zum Leser transportiert. Die Worterfindungen für die einfachsten Begriffe, die ihr einfach nicht einfallen wollen, waren grandios. Man wusste meist, was gemeint war und die Einfälle gefielen mir sehr.

Aber es gibt auch noch die Geschichte von Clem und Eve. Eve ist die Köchin und Putzfrau in der Einrichtung und bemerkt die Schwingungen zwischen Luke und Anna. Sie hat selbst einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und auch ihre Tochter kämpft gerade damit zurechtzukommen.

So erlebt man zwei Lebensgeschichten, die zeigen, dass man in den Erinnerungen von Menschen, die einen Lieben nie vergessen wird. Egal, was im Leben passiert, welche Schicksalsschläge einen ereilen, die Erinnerungen sind es wert, jeden Moment zu genießen.

Das Thema Alzheimer ist schön in dem Buch verpackt, es gibt in erschreckender Weise den Verfall des Erinnerungsvermögens, aber auch die Momente, in denen sich Anna wieder erinnert, wieder.

Ein bewegendes Buch, das die Dramatik einer jungen Alzheimer Patientin wiedergibt, mit all ihren Facetten und Tücken! Ein bisschen Liebe, Trauer und vielen unterschiedlichen Gefühlen. Kein Buch, das mit Schnelligkeit vorprescht, sondern in seiner Langsamkeit besticht.

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Rezension zu "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" von Sally Hepworth

Eine sehr emotionale Geschichte
glitzerfee22vor 4 Monaten

Inhalt:
Anna Forster erfährt mit ihren 38 Jahren das sie Alzheimer hat. Ihr Bruder Jack will nur das Beste für sie und steckt sie in ein betreutes Wohnheim.
Dort lernt sie Luke „Jungen Mann“ kennen. Doch ihre Zuneigung wird schnell unterbunden.
Die neue Köchin Eve, will den beiden helfen, doch macht es Sinn ihre eigene Anstellung zu gefährden?

Meine Meinung:
Die Geschichte von Anna Forster die in ihren jungen Jahren an Alzheimer erkrankt ist eher ruhig und einfühlsam.

Die Autorin hat sehr schön beschrieben, wie Anna sich fühlt, wie sie klare Momente hat, aber auch wie es ihr geht, wenn die Erinnerungen einfach nicht mehr so abrufbar vorhanden sind. Sehr gut konnte man sich in Anna hineinversetzen.

Nicht nur die Diagnose Alzheimer konnte Sally Hepworth glanzvoll rüberbringen auch die Liebe zwischen Anna und Luke, der ebenfalls eine Form von Alzheimer hat, wurde wundervoll zart und berührend an den Leser transportiert.

Obwohl Anna sich nicht immer an alles erinnert, spürt sie die Verbunden- und Geborgenheit zu „Junger Mann“. Als das plötzlich unterbunden wird, werden beide unruhiger, sie fühlen, irgendwas fehlt.

Der Alltag des betreuten Wohnens und die anderen Bewohner, die eher einer älteren Generation entsprechen, werden sehr schön dargestellt. Man lernt einige kennen und schließt sie ins Herz.

Das Buch ist auch mehreren Perspektiven geschrieben. Aus Annas Sicht, immer was Monate zuvor geschehen ist. Was einen nach und nach einige Zusammenhänge mit sich bringt.
Aus der Sich der neuen Köchin, Eve. Sie selber hat nach einem Schicksalsschlag dort angefangen zu Arbeiten und will Anna unbedingt helfen. Sie meistert ihren neuen Lebensabschnitt sehr gut und hält sich Tapfer. Insbesondere für ihre Tochter Clementine.

Sogar Clementine kommt mit einigen Kapiteln zu Wort. Was mir sehr gut gefallen hat. Die Tragödie aus Kindersicht zu erleben war nochmal was ganz anderes. Sehr schön war auch der Umgang zwischen ihr und den älteren Bewohnern des Hauses. Eine gewisse Leichtigkeit aber auch einige traurige Momente.

Dieses Zusammenspiel, genau wie die Blickwinkel der einzelnen Charaktere, dem Leser so typgerecht zu präsentieren hat mich sehr beeindruckt. Sally Hepworth weiß mit Worten umzugehen und so hat man einige Zeilen die in Erinnerung bleiben und berühren.

Es gibt Überraschungsmomente, Szenen bei denen man mit dem Kopf schüttelt und viele emotionale Momente. Der Schluss hat mich zufrieden zurückgelassen.

Fazit:
„Anna Forster erinnert sich an die Liebe“ von Sally Hepworth ist eine ruhigere aber sehr emotionale Geschichte. Die Autorin weiß mit Worten umzugehen und trifft den Leser mitten ins Herz.

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Rezension zu "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" von Sally Hepworth

Manchmal bleibt nur Liebe...
nicigirl85vor 4 Monaten

Ich lese eigentlich nicht so gern Liebesromane, aber bei diesem hier klang der Klappentext so spannend, dass ich mehr wissen wollte. Und ich wurde völlig überwältigt.

In der Geschichte geht es um Anna, die wie ihre Mutter sehr früh an Alzheimer erkrankt. Sie beschließt in ein Heim zu ziehen, da sie immer mehr vergisst. Dort lernt sie Luke kennen, ein junger Mann, der ihr Schicksal teilt. Doch darf so eine Liebe wirklich sein?

Die Handlung wird uns über drei Ich- Erzähler nahe gebracht. Die Kapitel sind jeweils mit dem entsprechenden Namen überschrieben. Die drei Erzähler sind die Erkrankte Anna, die Köchin des Heims Eve und ihre kleine Tochter Clementine. Man ist dadurch sehr nah an den Figuren dran, erlebt ihre Gedanken- und Gefühlswelt hautnah.

Alle im Buch aufgeführten Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben. Jede Figur hat sein Päckchen zu tragen, was den Leser für sie einnimmt. Ich habe hier ehrlich gesagt keine Lieblingsfigur, da ich mich nicht entscheiden könnte, weil ich alle echt gern mochte.

Clementine mit ihren sieben Jahren ist wirklich enorm tapfer. Kein Kind sollte so etwas erleben wie sie es tut. Der Autorin ist sehr gut gelungen zu zeigen, dass Kinder vieles anders wahrnehmen als Erwachsene und man deswegen besonders auf sie eingehen muss.

An Eve hat mir vor allem die Einstellung: durch dick und dünn gefallen. Sicherlich hätte sie die Schuld für ihr verkorkstes Leben auf ihren Mann schieben können, aber das tut sie nicht. Ich fand schön wie sie an den postiven Erlebnissen mit ihm festhält. Richtig toll fand ich wie sie sich für Anna und Luke einsetzt.

Anna ihren Verfall miterleben zu müssen, das hat beim Lesen oft Gänsehaut hervorgerufen. Nie habe ich mir Gedanken darum gemacht, dass erkrankte Menschen vielleicht trotz allem die Hoffnung auf Liebe nicht aufgegeben haben.

Frau Hepworth ist es sehr gut gelungen darzustellen wie Alzheimer sein kann und was die Patienten, die das haben, durchleben müssen. Für mich hat sich das alles sehr real angefühlt. 

Sicher ist die Thematik sehr ernsthaft, aber man liest mit einem unbeschwerten Gefühl, weil die Autorin hier einfach ein Gespür dafür hat, dass man emotional nicht abrutscht, schlichtweg weil ihre Figuren das Beste aus ihrer Situation machen.

Fazit: Ein sehr gefühlvoller Roman, der mich sehr bewegt hat. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Klasse!

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