Sally Nicholls Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben

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Inhaltsangabe zu „Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben“ von Sally Nicholls

Als im Jahr 1349 die Pest ihr Dorf erreicht, gibt es für die 14-jährige Isabel und ihre Familie kein Entkommen. Das Leben, wie sie es kannte und liebte, endet abrupt. An die Stelle von Fürsorge und Vertrauen treten Angst und Schrecken. Weder Gottesfürchtigkeit noch Isolation können die Familie schützen. Als Isabel begreift, dass die fürchterliche Seuche alle Gebote der Menschlichkeit außer Kraft setzt, stemmt sie sich entschlossen gegen die Panik. Couragiert versucht sie, ihr Leben zu leben, und beweist Hoffnung, Mitgefühl und Mut in einer Zeit des Terrors und der Trauer. Ein packendes Jugendbuch über eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte und - die Kraft des Einzelnen.

Realistische und einfühlsame Beschreibung

— B_Mondae
B_Mondae

In seiner Nüchternheit umso mehr berührend. Mit dem Blick auf mögliche Katatrophen heute, macht es auch sehr nachdenklich.

— fantafee
fantafee

Eine düstere Geschichte über ein dunkles Zeitalter, die schockiert, erschreckend ist und den Leser benommen zurück lässt.

— AgnesM
AgnesM

Sehr eindrückliche Schilderung vom Leben mit der Pest im ausgehenden Mittelalter, unter 14 J. eher nicht empfehlenswert, darüber umso mehr!

— Sick
Sick

Eine unheimlich fesselnde und beängstigende Geschichte

— Crazy-CAT
Crazy-CAT

Berührend, traurig aber sehr realistisch verfasst.

— esposa1969
esposa1969

Endlich mal ein etwas anderes Buch, dass sich mit der Geschichte u der Zeit der Pest befasst! Sehr gelungenes Buch!

— dieFlo
dieFlo

Ein schönes, trauriges Jugendbuch über ein Mädchen, was die grausame Zeit der Pest miterlebt. Absolut lesenswert!

— Kaisu
Kaisu

Macht die Pest, das Leben und Sterben im Mittelalter und die Hoffnung auf Überleben greifbar. Hart und nichts für Barbie-Happy-End-Fans.

— progue
progue

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  • Gelungener Roman über die Pest in England

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    B_Mondae

    B_Mondae

    04. January 2015 um 17:44

    Diese Rezension betrifft das Buch „Keiner kommt davon“, die Autorin ist die Britin Sally Nicholls, die deutsche Ausgabe erschien 2014 beim Hanser-Verlag. Ich stieß auf das Buch eher zufällig durch eine Rezension in der FAZ und wurde durch den Hinweis auf die realistische Darstellung des Lebens im England des Jahres 1348 angesprochen. In dem Historischen Roman geht es um das Jahr 1348, in dem die erste Pestwelle durch Europa rast und auch die Insel nicht verschont. Dort sitzen die Abkömmlinge der normannischen Invasoren von 1066 fest im Sattel, die Sprache der Oberschicht ist Französisch. Die Hauptfigur des Romans ist jedoch die 14 Jahre alte Isabel, die Handlung wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Isabel lebt in Ingleforn, nördlich von York, Grafschaft Yorkshire. Mit vielen Geschwistern, Vater und Stiefmutter wohnt sie in einem primitiven Bauernhaus, der Stall grenzt direkt an den Wohnbereich, so dass die Wärme der Tiere im Winter zur Heizung des Hauses beiträgt. Der Boden ist aus festgestampftem Lehm, die Wände aus Flechtwerk, bestrichen mit Lehm als Fassade und Dämmung. Das Jahr 1348 ist das Jahr, welches einerseits einem Jahr mit viel Regen und einer schlechten Ernte mit Hungersnöten folgt, andererseits leider auch das Jahr, in dem die Pest England erreicht. Isabels Eltern sind Leibeigene, denen vom Grundherrn sogar die Heirat vorgeschrieben wird. Sie sind an den Boden gebunden und müssen in der Erntezeit neben ihren eigenen Feldern noch die des Adels bearbeiten. Dafür wird die gesamte Familie eingesetzt, die Kleinkinder sammeln die heruntergefallenen Getreidekörner von den geernteten Feldern auf. Von der Pest erfährt das Dorf durch Gerüchte von Kaufleuten und Wanderpredigern. Zuerst heißt es, sie sei auf dem Kontinent und dort stürben die Sünder. Also sei die Pest die gerechte Strafe für ein sündiges Leben. Dann erfährt man von der Ankunft der Pest in London, doch die Toten dort hätten bestimmt ebenfalls viel Schuld auf sich geladen. Dann erreicht die Pest York und die Dorfbewohner sehen Karawanen von Flüchtlingen auf dem Weg nach Norden. Jeder versucht der Krankheit zu entkommen. Isabels Eltern haben als Leibeigene keine Möglichkeit dazu und bleiben wie die meisten Bewohner vor Ort. Natürlich erreicht die Pest auch Ingleforn und noch fragt man sich, ob die ersten Kranken nicht auch irgendwie sündige Menschen waren. Schließlich ist die Pest die Strafe für Verfehlungen gegen die kirchlichen Gebote. Die Meinung bekommt langsam Risse, als die Pest im nahen Kloster wütet, wo fromme Mönche selbstlos Kranke behandeln. Der Dorfpfarrer flieht heimlich in der Nacht, als er den Auftrag erhält, erkrankte Dorfbewohner zu segnen bzw. die Sterbesakramente zu erteilen. Die Hilflosigkeit der damaligen Menschen wird aus der Perspektive von Isabel sehr gut geschildert. Man hat allerlei Ideen bezüglich der Übertragung, z.B. durch einen tiefen Blick in die Augen von Kranken oder durch den Pestgeruch, den man einatmet. Hilfsmittel dagegen sind mit Urin gefüllte Eimer vor der Haustür, die den Pestgestank überdecken sollen oder allerlei religiöse Symbole an Wänden und Türen. Letztendlich hilft nichts davon, die Pest greift im Dorf um sich und erreicht auch die Familie von Isabel. Ich finde, dass man als Leser sehr gut in das Alltagsleben der damaligen Zeit eintauchen kann, die Autorin schafft es gekonnt, alles aus dem engen Blickwinkel einer 14 Jahre alten Analphabetin zu schildern. Nur ab und zu gab es Momente, in denen ich mir nicht vorstellen konnte, dass eine 14 jährige so denkt. Beispielsweise beschreibt sie einmal den Pesthauch als Miasma (S. 76). Diesen Fachbegriff sollte ein Kind von Leibeigenen, ohne jede Schulbildung, nicht kennen. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Grad der Verlausung irgendwie vorkommt, z.B. durch Kratzen an Kleidung und Kopf oder dem regelmäßigen Durchsuchen der Kleider nach Flöhen. Schließlich sind diese die Hauptüberträger der Pest. Das sind aber Kleinigkeiten, die den Lesegenuss nicht schmälern. Die Dorfkinder reagieren auf ihre Art auf die Katastrophe um sie herum, sie bilden eine Clique, trinken Dünnbier in einer Scheune und üben sich in ersten Küssen. Um Isabel entwickelt sich eine schöne Liebesgeschichte, der ein Happy-End leider verwehrt wird. Der Roman ist sehr einfühlsam geschrieben, man erfährt nebenbei viel über die damalige Zeit, der Schreibstil ist angenehm. Ich kann es rundherum empfehlen, einige Schilderungen der Auswirkungen der Pest sind möglicherweise schwer ertragbar für einige Leser. Manchmal muss man erst einmal tief durchatmen, bevor man weiter liest. Der Autorin gelang die Darstellung des Grauens oft zu gut.

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  • Keiner kommt davon...

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    Tine2502

    Tine2502

    Der Titel hätte nicht besser gewählt sein können. Bis zur letzten Seite leidet man mit der 14-jährigen Isabel mit. Am Anfang wird die Geschichte einer Familie in einem englischen Dorf um 1349 erzählt. Isabel wächst in einfachen Verhältnissen, zusammen mit ihren Geschwistern, ihrem Vater und ihrer Stiefmutter, in einem kleinen Haus auf. Relativ schnell wird dann von den ersten Kranken berichtet, die an einer neuartigen Krankheit leiden. Kurz nach dem Ausbruch sterben diese Menschen. Eine Flutbewegung aus den Großstädten hinein in die Dörfer beginnt. Aber auch hier beginnt bald der Pestausbruch. Viele Menschen sterben und viele Kinder verlieren ihre Eltern oder anders herum. Lange bleibt die Familie von Isabel verschont. Aber irgenwann trifft es ihren kleinen Bruder, dann ihren Vater und ihre Stiefmutter. Zusammen mit ihren jüngeren Geschwistern und ihrem besten Freund Robin schlägt sie sich durchs Leben. Als alles überstanden und sicher scheint, folgt der nächste Tiefschlag im Leben der jungen Isabel... Das Buch ist defintiv gelungen. Ich habe selten ein Jugendbuch gelesen, dass eine so schwere Kost so gut verpackt und verständlich darstellt. Ich kann es jedem nur empfehlen.

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    • 2
    Floh

    Floh

    04. August 2014 um 12:12
  • Leserunde zu "Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben" von Sally Nicholls

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    SallyNicholls

    SallyNicholls

    Hello, my name is Sally, and I'm the author of 'Ways to Live Forever', 'Season of Secrets' and 'All Fall Down'. 'All Fall Down' is set in 1349, at the time of the single-biggest catastrophe in historical memory - the Black Death. The Black Death killed something like 45% of Europe - which is more people than are predicted to die of plague in Revelations. People at the time genuinely expected the world to end. I was interested in telling this story because I was fascinated by apocalypse novels as a child. This is basically an apocalypse novel set in 1349. I'm also interested in how different a real-life apocalypse was to those usually portrayed in fiction - and how the aftermath actually resulted in a much more positive society, not a dystopia! Unter allen Bewerbern vergibt der Hanser Verlag 25 Testleseexemplare des Buches. Ihr könnt euch dafür bis einschließlich 10.4.2014 bewerben - dafür gibt es nur eine kleine Frage zu beantworten. Schreibt eure Antwort, wenn möglich, auf Englisch. Wie geht ihr mit schwierigen Situationen um? Seid ihr eher positiv, dass ihr diese meistern werdet oder setzen sie euch sehr zu? Inhaltsangabe: Als im Jahr 1349 die Pest ihr Dorf erreicht, gibt es für die 14-jährige Isabel und ihre Familie kein Entkommen. Das Leben, wie sie es kannte und liebte, endet abrupt. An die Stelle von Fürsorge und Vertrauen treten Angst und Schrecken. Weder Gottesfürchtigkeit noch Isolation können die Familie schützen. Als Isabel begreift, dass die fürchterliche Seuche alle Gebote der Menschlichkeit außer Kraft setzt, stemmt sie sich entschlossen gegen die Panik. Couragiert versucht sie, ihr Leben zu leben, und beweist Hoffnung, Mitgefühl und Mut in einer Zeit des Terrors und der Trauer. --> Leseprobe Allgemeines zur Leserunde: Ihr habt hier die Möglichkeit bei einer Leserunde mit Sally Nicholls zu ihrem Buch "Keiner kommt davon" mitzumachen. Sally spricht kein Deutsch, ihr könnt hier aber gern trotzdem auch auf Deutsch diskutieren. Stellt Fragen an die Autorin bitte auf Englisch - es ist gar nicht schlimm, dabei Fehler zu machen, sie wird euch verstehen. Wenn ihr auf Deutsch diskutiert und gelegentlich trotzdem knapp eure Eindrücke auf Englisch zusammenfasst, wird sich die Autorin sehr freuen :-)

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    • 246
  • Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    AgnesM

    AgnesM

    25. May 2014 um 15:40

    Eine düstere Geschichte über ein dunkles Zeitalter, die schockiert, erschreckend ist und den Leser benommen zurück lässt. Die 14 jährige Isabel lebt mit ihrer Familie am Rande eines kleinen Städtchens. Sie ist zufrieden mit ihrem Leben und den täglichen Aufgaben, welchen sie nachgehen muss. Doch dann bricht die Pest aus und erreicht das Städtchen schneller als es alle erwartet haben. Heiler versprechen Heilung durch Rosmarin- und Lavendeldüfte, die Priester rufen die Gemeinde zu Gebeten und Beichten auf, doch alles hilft nichts. Jeden Tag sterben immer mehr Menschen. Die Totenglocken läuten unaufhörlich und jeder kann das nächste Opfer dieser schrecklichen Krankheit werden. Der Leser erfährt ausführlich wie Isabels Gedanken sind, welche Sorgen sie sich macht und wie sie sich im Laufe der Zeit charakterlich verändert. Durch den manchmal abgehackten Schreibstil und die deutliche Wortwahl hat der Leser das Elend der damaligen Zeit bildlich vor Augen. Man hofft und leidet mit Isabel und den weiteren Protagonisten und muss gelegentlich das Buch zur Seite legen, um das Gelesene verarbeiten zu können. Der Roman ist sehr aufwühlend und stimmte mich teilweise melancholisch. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch somit gut zu lesen. Nach gut zwei Dritteln des Buches hackt es hier und da ein wenig an der Story. Es gibt zwei bis drei Kapitel, die nicht so recht zu der Vorgeschichte passen und besser hätten ausgearbeitet werden können. Trotzdem kann ich das Buch durchaus weiterempfehlen!

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  • Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen.

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    Sick

    Sick

    24. May 2014 um 14:04

    England, 1349: In Ingleforn, einem kleinen Dorf in der Nähe von York, lebt die 14-jährigen Isabel zusammen mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und ihren drei jüngeren Geschwistern ein einfaches, aber glückliches Leben als leibeigene Bauern. Bis im Frühjahr die ersten Gerüchte aufkommen: In Frankreich sei eine Seuche ausgebrochen, die für alle Erkrankten tödlich endet. Die Leute im Dorf sind überzeugt davon, dass Gott diese Menschen bestraft, weil sie in Sünde gelebt haben. Somit kann ihnen nichts passieren, denn sie sind fromme Christen und Frankreich ist weit weg. Schon ein paar Wochen später aber ist die Krankheit in London, dann in York und somit schon beinahe in Ingleforn. Viele Menschen machen sich auf den Weg in Richtung Schottland um zu entkommen, andere verlassen ihr Zuhause um woanders Arbeit zu finden. Obwohl es streng verboten ist Flüchtlinge aufzunehmen, entdeckt Isabel eines Tages die Nichte eines Dorfbewohners, die mit ihrer Mutter aus York gekommen ist. Nur kurze Zeit später sind sie die ersten beiden Toten in Ingleforn und das Unheil nimmt seinen Lauf...   "Keiner Kommt davon" ist Sally Nicholls' dritter Jugendroman, in dem sie sehr realitätsnah das Leben in England schildert, als die erste große Pestwelle über ein Drittel aller europäischen Einwohner dahin rafft. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Isabel, die einen an all ihren Gedanken, Gefühlen und ihrem Wissen teilhaben lässt. So fühlt man sich, als würde man all diese grausamen Dinge selbst miterleben, die sie nach und nach immer mehr abstumpfen lassen. Aus dem glücklichen, fleißigen Kind wird ein Mädchen, dem alles egal ist, auch ob es selbst stirbt oder nicht. Durch Isabels einfache Ausdrucksweise erhalten die Geschehnisse einen reellen, eindrücklichen Charakter, sodass ich das Buch zeitweise beiseite legen musste, weil es mich zu sehr deprimiert hat. Ich konnte mich gut mit ihr identifizieren und ihre Hilflosigkeit regelrecht spüren. Auch die anderen Figuren haben mir gut gefallen, obwohl sie zumeist nicht viele Ecken und Kanten hatten, was ihrem einfachen Leben und teilweise ihrem nur kurzen Erscheinen geschuldet sein dürfte.   Wer sich also für die Pest im ausgehenden Mittelalter und das Leben der einfachen Landbevölkerung in England interessiert, der bekommt in diesem Buch alles sehr eindrücklich geschildert. Allerdings sollte beachtet werden, dass darin die Sprache eines jungen Bauernmädchens verwendet wird und dass die Beschreibungen sehr genau und für meinen Geschmack für zu junge Kinder bzw. Jugendliche eher nicht geeignet sind.

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  • Lesenswertes Buch über die Zeit der Pest

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    Kaisu

    Kaisu

    16. May 2014 um 13:27

    Dieses Buch habe ich für eine Leserunde hier auf lovelybooks gewonnen. Sehr schade ist allerdings, dass die Autorin sich nicht an der Leserunde beteiligt hat. Trotz, dass viele User sich die Mühe gemacht haben, ihre Meinungen und Kommentare extra für sie auf englisch zu verfassen (Da man auch im Einleitungstext darum gebeten wurde, weil die Autorin kein deutsch versteht.). Die Gewinner wurden am 11.04.2014 ausgelost und ein paar Tage später traf das Buch ein. Seit also gut einem Monat hat es Sally Nicholls nicht geschafft einen Kommentar in der Runde abzugeben. Ich möchte auch nicht länger mit meiner Kritik zu dem Buch warten und somit blieben bei mir auch einige Fragen offen, was in der Gesamtpunktzahl leider ins Gewicht fällt.  ________________________________________________________ Es geht um Isabel. 14 Jahre jung und mitten in eine Zeit hineingeboren, die nicht gerade einer der schönsten ist. Denn wir schreiben das Jahr 1349 und als die grausame Klaue der Pest gerade um sich greift und tausende Menschen in den Tod reißt. Zunächst wird auch ihr Dorf davon verschont, doch die Flüchtlinge und Händler tragen den Virus in sich und so dauert es nicht lange, bis dass der schützende Film gebrochen wird und die ersten Menschen in ihrer Umgebung sterben. Das Junge Mädchen Isabel ist einem direkt sympathisch. Sie hat diese kindliche Naivität und ist dennoch recht erwachsen für ihr Alter. Vor allem, wenn es darum geht anderen zu helfen und an die Zukunft zu denken. Sie wird dem Leser aus der Ich-Perspektive näher gebracht, was ja bekanntlich die Verbundenheit stärkt. Besonders die zarte Liebe zwischen ihr und Robin ist sehr niedlich und passt absolut ins Buch. Warum nicht ein bisschen Licht ins Dunkel bringen? Irgendwann verengt sich schließlich der Kreis. Immer mehr Menschen sterben und auch Isabels Familie trifft es plötzlich. Dieser Moment ist sehr traurig und erschütternd. Hatte man doch gehofft, dass das sie es schaffen - was natürlich naiv ist. Doch dank dieses Ereignisses kommen sich Isabel und Robin näher denn je. Als sie dann eines Tages von einem wohlhabendem Mann namens Thomas aufgegriffen werden, scheint sich das Blatt zum Guten zu zuwenden. Doch noch ist der schwarze Tod nicht überstanden. Das Buch liest sich sehr flüssig und man ist von Anfang an mittendrin im Geschehen.  In einer Zeit, als Kühe und Schweine noch im Wohnzimmer lebten und ihre Wärme an die Bewohner abgaben. Als der Begriff "Kanalisation" noch ein Fremdwort war und der Nachttopf wie selbstverständlich vor der Haustür gelerrt wurde. Wo Bauern sich ihre Freiheit teuer erkaufen mussten, wenn sie das Dorf verlassen wollten und jede Hand auf dem Feld benötigt und eingefordert wurde. Dabei erlebt man als Leser hautnah mit, wie naiv und unerfahren, die Menschen damals mit derartigen hoch ansteckenden Krankheiten umgingen. Als man glaubte das Kräuter, ein angewandter Blick oder ein Tuch vor dem Mund hilft, sich vor der Ansteckung zu schützen. Sally Nicholls bringt das sehr gut herüber und man fühlt sich automatisch in die besagte Zeit zurückversetzt. Auch wenn alles auf eine simple Art und Weise dargestellt wird - einem Jugendbuch für die junge Leserschaft entsprechend - wirkt es nie zu kindlich. Die Charaktere wirken ebenfalls stets natürlich und nicht künstlich, was das Lesen vereinfacht. Das gesamte Werk ist hierbei in drei Bücher unterteilt. Dabei sticht leider der mittlere Part mit Thomas etwas negativ hervor. Er wirkt wie nachträglich eingesetzt und passt nicht so recht zu den anderen Büchern. Was die Autorin uns hiermit sagen wollte ist leider unklar. Näher ins Detail zu gehen, würde schon zu viel vom Inhalt verraten, nur so viel - es spielt nicht in dem Dorf, wo Isabel mit ihrer Familie lebt. Das Ende selbst hält dann noch einmal einen kleinen Schockmoment bereit, mit dem man nicht wirklich rechnet, der aber nochmals die Macht der Pest bewusst macht. "Keiner kommt davon" ist ein gelungenes Buch für junge Leser, was locker geschrieben ist und ohne schwierige Textphasen auskommt. Nicholls bringt so in Form eines Romans die Zeit des Überlebens während der Pest sehr bildhaft herüber. Wäre nicht der eine dicke negative Aspekt gewesen, wäre die Bewertung sicher positiver ausgefallen, doch somit sind es: 7 von 10 Punkten

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  • Grandios !

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    Crazy-CAT

    Crazy-CAT

    14. May 2014 um 20:43

    Eine unheimlich fesselnde und beängstigende Geschichte England 1349, die vierzehnjährige Isabell lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf. Das leben als Bauer und Leibeigene ist hart, aber es ist das was sie glücklich macht. Bis die Pest durchs Land zieht... immer näher kommt... Und schließlich auch ihr Dorf erreicht. Schließlich sterben zahlreiche Menschen, die Angst greift um und doch sind Isabell und ihre Familie die einzigen, die auch helfen... Sie versuchen ihr Leben zu Meistern und doch kommt einiges anders... Ein grandioser Roman, nicht nur für Jugendliche. Die Autorin hat es geschafft das Mittelalter und vorallem die Pest nahezu greifbar zu machen. Man spürt beim lesen förmlich die Angst, die Panik und das unvermeidliche. Merkt wir wenig die Menschen damals über die Pest wussten, mit welchen Mitteln sie sich glaubten zu schützen ... und gleichzeitig schüttelt man den Kopf doch klingt es mit dem damaligen Wissen und Glauben doch so plausibel - erschreckend. Isabell ist einem sofort symphatisch und man fühlt mit ihr mit. Einige Teile des Buches sind vllt was den Verlauf der Handlung angeht nicht ganz so nachzuvollziehen oder besser unnötig ( Teil II in York), allerdings tut das der Geschichte an sich keinen Abbruch. Gefühlvoll, mitreißend, beängstigend und definitiv eine Empfehlung Wert.

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  • In Zeiten des Todes

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    Xirxe

    Xirxe

    14. May 2014 um 17:45

    1349 - die Pest hat den europäischen Kontinent fest im Griff, Millionen Menschen sterben. Auch das Dorf, in dem die 14jährige Isabel mit ihrer Familie lebt, bleibt davon nicht verschont und schon muss auch sie im direkten Umfeld ihrer Bekannten, Freunde und Verwandten die ersten Toten beklagen. Es ist eine unglaublich düstere und streckenweise sehr hoffnungslose Lektüre, man wird von dem grenzenlosen Grauen das in dieser Zeit herrschte, förmlich hineingezogen in dieses Buch (vielleicht sollte man es als Erwachsene/r mit jugendlichen LeserInnen gemeinsam lesen). Die Hauptperson Isabel ist für ihr Alter und die damalige Zeit sicherlich überdurchschnittlich reflektiert, vielleicht schon fast etwas zu viel. Denn obwohl mir die Schrecken dieser Pestzeit deutlich vor Augen traten, hatte ich dennoch nur selten das Gefühl, mich im Mittelalter zu befinden. Theoretisch hätte sich das Ganze auch vor 150 Jahren in einem hinterwäldlerischen Dorf ereignen können. Doch die Gedanken Isabels machen dafür deutlich klar, wie schwach es um Nächstenliebe und Empathiefähigkeit gerade in Notzeiten gestellt ist. Fast jede/r ist sich selbst dann am nächsten und nur Wenige noch halten die Fahne der Barmherzigkeit und Menschenliebe empor. Für Isabel selbst wird diese Zeit zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst - was und wer ihr wichtig ist und wie weit sie dafür bereit ist zu gehen. Und dass es sich lohnt, für das Leben zu kämpfen. Spannend - auch für Erwachsene!

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  • Schwächelt leider ab der zweiten Hälfte...

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    LaElla

    LaElla

    13. May 2014 um 16:16

    Ingleforn 1349 – ein kleines Dorf nahe York. Hier lebt die vierzehnjährige Isabel mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und ihren Geschwistern. Sie lebt ein einfaches, aber glückliches Leben, bis eines Tages die Nachricht kommt, dass die Pest auf dem Vormarsch ist. Anfangs eine für Isabel unvorstellbare Tatsache, der sie sich mit voranschreitender Zeit stellen muss. Als die Krankheit sich auch in unmittelbarer Umgebung ihre Opfer sucht, weiß Isabel: Sie muss handeln, um die Menschen die sie liebt, zu beschützen! Mir fiel es wirklich schwer in die Geschichte hineinzufinden. Nicht dass mir der Schreibstil der Autorin unangenehm aufgefallen wäre. Dennoch brauchte ich für die ersten Kapitel Unmengen an Zeit. Das Thema – die Pest – wird hautnah beschrieben, man möchte fast sagen, sie ist zum Greifen nah. Das machte es mir unglaublich schwer, mich mit der Geschichte anzufreunden, denn obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, verspürt man nach ein paar Seiten den Drang das Buch beiseite zu legen und erst mal darüber nachzudenken, was eben geschehen ist. Oftmals habe ich darüber nachgedacht, wie grausam die Pest damals wohl war. Wie erschreckend sie noch immer sein kann und was für ein Glück wir haben in unserer Zeit zu leben. Die Geschichte wird aus der Sicht von Isabel erzählt, einem 14 jährigen Mädchen, das für ihr Alter jedoch sehr erwachsen und reif wirkt. Sie weiß ganz genau, wie ihr späteres Leben aussehen soll, und möchte dafür auch ihr Bestes geben. Denn eins ist ihr bewusst: Sie möchte in Freiheit leben, was nun mal nicht selbstverständlich ist in Zeiten von Leibeigenschaften. Man begleitet Isabel auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden und erlebt hautnah mit, wie die Pest sich immer weiter über das Land ausbreitet und sich ihren Weg in ihr Dorf bahnt. Besonders diese Passagen wurden dank fehlenden Verschönerungen, sehr eindrücklich geschildert. Auch, wenn Isabel anfangs noch das nette Mädchen von nebenan ist, merkt man ihr im Verlauf der Geschichte eine deutliche Entwicklung an. Aus ihr wird nach und nach eine starke Frau, die trotz Schicksalsschlägen oder vielleicht genau deswegen, nie ihr Ziel aus den Augen verliert. Da die Autorin das Buch in „drei Bücher“ eingeteilt hat, schlug die Handlung im zweiten Buch plötzlich so um, dass es leider jegliche Nachvollziehbarkeit verlor. Obwohl Isabels Handlungen immer einigermaßen verständlich waren, wirkte der Charakter in diesem zweiten Abschnitt für mich plötzlich wie ein völlig neuer. Dennoch steckt dieses Buch voller Überraschungen und Wendungen, die man nicht für möglich gehalten hätte, und wird aus diesem Grund in keiner Weise langweilig. Obwohl ich mich bisher noch nicht wirklich mit der Pest auseinandergesetzt hatte und ich damit immer, eine vom Schulunterricht geprägte, langatmige und erdrückende Stimmung assoziierte, würde ich nach dieser Lektüre erneut ein solches Buch lesen. Ein toller Aspekt des Buches war, dass die Autorin am Ende noch ein paar Seiten ihrer eigenen Meinung zum Thema Pest gewidmet hat. So gewinnt man neue Einsichten und bekommt Fakten über die Pest geliefert, was verstärkt dazu beitrug, sich alles noch viel realer vorstellen zu können. Fazit Das Buch konnte mich auch nach anfänglichen Schwierigkeiten nicht zu 100% überzeugen. Den Einstieg in das Buch als auch den zweiten Part des Buches muss ich leider bemängeln. Des Weiteren habe ich lange überlegt, ob die Art wie das Buch geschrieben ist, wirklich für Jugendliche geeignet ist. Selbst ich als Erwachsene habe öfters mal das Buch zur Seite gelegt und geschockt darüber nachgedacht. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass es für etwas ältere Jugendliche (ab 16) ein guter Einstieg in dieses Thema ist, das unsere Welt doch so maßgeblich gezeichnet hat.

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  • Der schwarze Tod

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    esposa1969

    esposa1969

    Hallo liebe Leser, heute berichte ich euch über diesen Jugend-Roman: == Keiner kommt davon == Autorin: Sally Nicholls == Buchbeschreibungt: == Als im Jahr 1349 die Pest ihr Dorf erreicht, gibt es für die 14-jährige Isabel und ihre Familie kein Entkommen. Das Leben, wie sie es kannte und liebte, endet abrupt. An die Stelle von Fürsorge und Vertrauen treten Angst und Schrecken. Weder Gottesfürchtigkeit noch Isolation können die Familie schützen. Als Isabel begreift, dass die fürchterliche Seuche alle Gebote der Menschlichkeit außer Kraft setzt, stemmt sie sich entschlossen gegen die Panik. Couragiert versucht sie, ihr Leben zu leben, und beweist Hoffnung, Mitgefühl und Mut in einer Zeit des Terrors und der Trauer. Ein packendes Jugendbuch über eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte und – die Kraft des Einzelnen. == Das Cover: == Im ersten Moment wirkt das Cover recht unspektakulär. Besieht man sich aber das Sensen-L bei SALLY, die Person mit der Pestilenzmaske als I von KEINER und dann eine abermalige Pestilenzmaske, die das T von KOMMT ersetzt, so finde ich macht es schon deutlich, dass dieser Roman erstens in einer anderen Zeit spielt und zweitens vom Tod handeln wird und zuguterletzt drittens ist das Cover ja auch teilweise blutrot. Ich finde das Cover optisch sehr ansprechend. Es sagt aus, wovon es handelt, nämlich dass keiner davon kommen wird. == Leseeindrücke: == Wir lesen von der 14-jährigen Isabel, die sich vorstellt. Wo sie lebt, wer ihre Familie ist. Sie beschreibt ihr Leben, die Gegend und das alles aus der Ich-Perspektive. Wir schreiben das Jahr 1349, ein Jahr, das für mich so weit entfernt liegt, dass ich mir eigentlich kaum vorstellen kann, wie seinerzeit die Menschen gelebt haben. Jedenfalls werden wir direkt zu beginn der Handlung mit der Pest konfrontiert , die sich wie ein Lauffeuer verbreitet: Erst hört man von 50 Toten, dann von 100 Toten ... Der Pfarrer in der Kirche liest die heilige Messe, der Abt versucht mit Weihrauch die Dämonen zu vertreiben. Die Kapitel sind angenehm kurz und gut und zügig zu lesen. Isabel scheint ein gutes Mädchen zu sein, die ihre Stiefmutter gern hat und hilfsbereit ist. Die unterschiedlichen anderen Namen ihrer Familie und Mitbürger konnte ich mir zuerst schwer merken, was sich aber bald legte. Die Menschen glauben, dass die Pest eine von Gott gesandte Seuche ist. Man nennt sie auch morte bleu, den blauen Tod oder Pestilenz. Man merkt, dass die sehr gläubigen Menschen seinerzeit auch ein wenig abergläubisch waren. Denn sie glauben auch, dass nicht nur Arzneien, sondern auch Bannformeln dagegen helfen könnten, wie Hühnerknochen und Leim oder über stinkende Eimer zu steigen, das den Pesthauch bannt. Wir lesen von Dorfritualen wie das Johannisfeuer, von Freien und Leibeigenen, die es im Dorf gibt, also die Zwei-Klassen-Gesellschaft damals schon und wie die Pest Ingleform erreicht. Peu a Peu erkranken die Dorfbewohner, sogar die Tiere und keiner mag sie begraben, aus Furcht vor der Ansteckung. Keiner wird verschont, und "keiner kommt davon" Dieser Roman hat mich tief berührt, da die Vorstellung, seinerzeit gelebt zu haben, und wie man hilflos zusehen muss, wie einem einer nach dem anderen grausam durch diese Pest genommen wird und man jederzeit selbst der nächste sein könnte ist sehr erschreckend und unheimlich zu lesen. Ich hab diesen Roman von der ersten bis zu letzten Seite regelrecht verschlungen, fand die Sprache einfach und verständlich und kleine Pestilenzmasken und Figuren mit denselben sind zwischen den Kapitel verteilt, so dass man ja immer daran erinnert wird, welche Macht hier vorherrscht. Am Ende des Romans finden wir noch einige Seiten mit historischem Hintergrund sowie das Glossar, welches einem hilfreich Wörter erklärt. Was ich allerdings nicht verstehe ist, wieso für dieses Buch eine Altersempfehlung von 12 bis 15 Jahren angegeben ist! Mein Sohn ist knapp 11 Jahre und niemals würde ich ihm soviel grausame Details, in einem Jahr zum Lesen geben. Als Erwachsenenbuch finde ich es besonders lesenwert, als Jugendbuch aber nicht. Mich hat dieses Buch bestens unterhalten und ich vergebe 5 von 5 Sternen! Vielen Dank für´s Lesen! by esposa1969

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    • 3
  • Sehr emotional mitreißend aber wunderschön

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    Lara1989

    Lara1989

    11. May 2014 um 20:32

    Klappentext: Als im Jahr 1349 die Pest ihr Dorf erreicht, gibt es für die 14-jährige Isabel und ihre Familie kein Entkommen. Das Leben, wie sie es kannte und liebte, endet abrupt. An die Stelle von Fürsorge und Vertrauen treten Angst und Schrecken. Weder Gottesfürchtigkeit noch Isolation können die Familie schützen. Als Isabel begreift, dass die fürchterliche Seuche alle Gebote der Menschlichkeit außer Kraft setzt, stemmt sie sich entschlossen gegen die Panik. Couragiert versucht sie, ihr Leben zu leben, und beweist Hoffnung, Mitgefühl und Mut in einer Zeit des Terrors und der Trauer. Ein packendes Jugendbuch über eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte und – die Kraft des Einzelnen. Meine Meinung: Das Cover: Mit Bedacht gestaltet. Durch das verwaschene Rot z.B. die Blutspritzer auf dem Cover wird schon auf das Thema Tod hingewiesen. Die Story: Von einen auf den anderen Tag ist ihre schöne heile Welt nicht mehr vorhanden. Anstatt das unbeschwerte Leben einer 14 Jährigen in einer sehr liebevollen Familie führen zu können. Herrscht von dem einen auf den anderen Tag ein Leben in Angst und Schrecken. Am Anfang ist es noch schrecklich mit zu erleben, wie die ersten Menschen sterben. Bis es nicht nur mehr Bekannte sind die dieses Schicksal ereilt nein es trifft auch ihre eigene Familie. Sie ist hilflos und weiß nicht was sie machen kann. Trotzdem finde ich es schön dass sie immer wieder dazu in der Lage ist die schlimmen Gedanken und Situationen, wenn auch nur für einen Moment auszublenden und somit doch ein Teil ihres kindlichen Lebensstils erhalten zu können. Schreibstil: Ich finde den Schreibstil super, ich konnte mich in die emotionale und gedankliche Welt von Isabel mehr als gut hinein versetzen. Mich hat die Story sehr mitgerissen. Mir kamen an mehreren Stellen die Tränen. Desweiteren finde ich die Atmosphäre der Zeit sehr gut geschildert. Charaktere: Die meisten Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen, sodass ich bei der einen oder anderen Person ein paar Tränen vergoßen habe. Die Charaktere sind super geschrieben, sodass man sich das alles sehr gut bildlich vorstellen konnte. Fazit: Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, das dieses Buch eine Altersangabe von 12-15 Jahren haben soll. Mich hat es selber sehr aufgewühlt und sehr mitgerissen. Ich finde die Stimmung für das Alter viel zu düster und kann es mir nur schwer vorstellen, dass das Buch gut verarbeitet bzw. verstanden werden kann. Ansonsten finde ich es ein klasse Buch. Dem Leser wird klar, dass es im Leben immer weiter geht, egal wie schrecklich die Gesamtsituation auch ist. Man kann sich trotzdem an kleinen Dingen erfreuen. Ich gebe dem Buch 5 Sterne weil es mich komplett überzeugt hat.

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  • Keiner kommt davon

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    Lilka

    Lilka

    Mitte des vierzehnten Jahrhunderts im kleinen Dorf Ingleforn in England lebt die vierzehnjährige Isabel ein einfaches aber dennoch glückliches Leben mit ihrer Familie, doch dieses endet abrupt: Die Pest ist ausgebrochen. Zunächst kann sie sich gar nicht vorstellen, dass diese schlimmen Sachen, von denen nun jeder redet, hier in Ingleforn passieren könnten. Das sind doch alles nur Geschichten, die anderswo passieren, die anderen Menschen passieren, Menschen, die nicht gottesfürchtig genug waren, weit weit weg. Doch die Pest kommt immer näher, und auch wenn Isabel es sich zunächst nicht vorstellen kann, muss sie sich doch langsam an den Gedanken gewöhnen, denn bald schon beginnen auch die Menschen im Dorf zu sterben. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann es auch ihre Familie treffen wird... Die Story ist sehr anschaulich und bildlich geschrieben, Isabels einfaches aber dennoch glückliches Leben mit ihrer Familie ist überzeugend dargestellt und man fühlt sich förmlich ins Mittelalter versetzt. Auch kann man ihre Gedankengänge und Gefühle gut nachvollziehen, obwohl es doch eine sehr fremde Welt ist, die sich hier vor einem entfaltet, denn die einfachen Lebensumstände leibeigener Bauern, all die Gottesfürchtigkeit und der Aberglaube (man darf den an der Pest Erkrankten nicht in die Augen sehen, sonst wird man selbst krank...) sind wirklich gut beschrieben. So war ich auch in der ersten Hälfte des Buches begeistert und bin völlig in die Geschichte eingetaucht. Leider hat das jedoch nicht bis zum Ende angehalten, und ich überlege immer noch, was der Grund dafür ist. Vielleicht waren es viele kleine Gründe, jedenfalls bin ich am Ende richtiggehend stecken geblieben und hatte keine Lust mehr weiterzulesen. Isabels Ansichten waren mir auf jeden Fall manchmal zu reif für ein vierzehnjähriges Mädchen im Mittelalter und passen auch nicht unbedingt zu ihrem Charakter – sie will eigentlich nur weiter ganz schlicht leben, Felder bestellen und eine Familie gründen, macht sich aber dennoch Gedanken um das veränderte Verhalten der Menschen in Zeiten der Not, um das “große Ganze”, um Gott und ihren Platz in der Welt. Sehr nachvollziehbare Gedanken, doch eigentlich passen sie nicht zu ihr, zu ihrem Leben, zu ihrer Weltanschauung. Später im Buch hatte ich das Gefühl, sie hat einfach nur noch resigniert das Schicksal hingenommen, aber immer noch analysierend, warum das so ist. Auch das war mir einfach zuviel, und ich habe irgendwie mit ihr resigniert und bin dann wirklich für drei Tage “stecken geblieben” und habe nicht weitergelesen. Auch an der Handlung hat mir zu diesem Zeitpunkt einiges nicht mehr gefallen, die Geschichte wurde mir zu konstruiert und weit hergeholt - ich will hier aber natürlich nicht zuviel verraten. Kurz gesagt: wunderbar anschaulich geschrieben, aber vom Inhalt her fehlt für mich hier etwas. Und für ein Buch bei dem ich “stecken bleibe” kann ich leider keine bessere Wertung abgeben.

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    • 5
  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift auf dem Cover ist

    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 11 austauschen!

    • 52
  • Nach einem super Anfang leider auch ein starker Abfall

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    Code-between-lines

    Code-between-lines

    06. May 2014 um 23:02

    Zum Inhalt: 1349. Unaufhörlich nähert sich die Pest dem kleinen Dorf Ingleforn bei York. Zuerst fühlen die Dorfbewohner sich sicher, denn die Seuche soll ja nur Heiden befallen. Doch dann machen die Gerüchte von ihrer Ausbreitung in Frankreich die Runde. Noch immer fühlt man sich in dem kleinen Örtchen in England sicher, denn nur Franzosen sollen an der Pest erkranken. Doch es dauert nicht lang, da mehren sich die schlimmen Gerüchte von den unzähligen Toten aus London, und schließlich aus dem nur einen Fußmarsch entfernten York. Entsetzt beobachtet die vierzehnjährige Isabel die nicht enden wollenden Ströme von Menschen, die aus dem Süden des Landes vor der Seuche fliehen, und weiß doch gleichzeitig, dass man tunlichst vermeiden sollte, den Fremden zu helfen, wenn man nicht selber riskieren will, vom „Pesthauch“ getroffen zu werden. Doch Seuchen machen keinen Halt an Ortsgrenzen, und schon bald greift der Schwarze Tod auch in Ingleforn um sich und keiner scheint entkommen zu können. Eigene Meinung: Die erste Hälfte des Jugendbuchs von Sally Nicholls hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist interessant, dabei einfach und mitreißend geschrieben. Die Personen sind gut beschrieben, insbesondere die Protagonistin Isabel ist ein sehr starker Charakter und man kann sich an ihrer Seite und durch ihre sehr offene Erzählweise sofort in die mittelalterliche Szenerie entführen lassen. Sowohl das Weltbild der Menschen im vierzehnten Jahrhundert, als auch deren Lebensumstände sind gut recherchiert und anschaulich beschrieben. Doch in der Mitte des Buchs gab es für mich einen Bruch in der Geschichte. Nicht nur, dass der Inhalt plötzlich eine mehr als unerwartete Wendung nimmt und ich Mühe hatte, die Handlung mit der aus dem ersten Teil überein zu bringen, auch die Qualität der Erzählung war für mich in der zweiten Hälfte des Buches bedeutend schlechter. Die Handlung wirkt irgendwie „abgewickelt“ – es passiert noch einmal sehr viel auf recht wenigen Seiten, und obwohl die Handlung meist sehr dramatisch ist, kommen im Gegensatz zur Stimmung in der ersten Hälfte des Buches nur noch wenige Emotionen auf. Auch die Charaktere wirken zum Ende des Buches hin immer farbloser und dass das Ende des Buches von einer Person dominiert wird, die für den größten Teil des Plots keine große Bedeutung hatte, hat das Ende für mich sehr unstimmig gemacht. Schade, das Buch hat super angefangen und ich habe die erste Hälfte sehr gern gelesen, aber der zweite Teil hat auf mich gewirkt, als wäre die Zeit bis zur Veröffentlichung des Buches plötzlich zu knapp geworden.

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  • Keiner kommt davon

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben
    nataliea

    nataliea

    06. May 2014 um 14:08

    "Keiner kommt davon" ist eine faszinierende Erzählung über ein junges Mädchen, welches aufgrund der Pest versucht zu überleben. Die 14-jährige Isabel lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in England. Sie ist glücklich und zufrieden und träumt von ihrem ersten Kuss und von ihrer Zukunft. Doch dann kommt alles anders. Die Pest breitet sich aus und Isabel kommt mit dieser schrecklichen Krankheit in Berührung. Zunächst ziehen die kranken Leute nur an ihrem Dorf vorbei, doch dann gibt es auch in nächster Nachbarschaft Krankheitsfälle. Und fliehen können sie auch nicht. Sie sind nicht frei und es gibt anscheinend auch keinen Ort, an dem die Pest nicht wütet... Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und auch leicht verständlich. Die historischen Fakten sind sehr gut in die Geschichte integriert worden. Und auch die Charaktere wurden detailliert beschrieben. Isabel ist dem Leser sehr sympathisch, obwohl sie sehr viel Leid zu ertragen hat. Man fühlt mit jeder einzelnen Person mit und ist zutiefst erschüttert, wenn wieder ein Pestfall auftritt. Die Schilderungen sind zwar teilweise schonungslos, aber doch sehr lehrhaft. Die Geschichte hat mich daher sehr fasziniert und noch mehr beeindruckt. Eine durchaus mitreißende und doch auch schrecklich behaftete Geschichte. Ein sehr lesenswertes Jugendbuch mit hervorragendem historischen Hintergrund, welches man gelesen haben sollte.

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