Sally Nicholls Wünsche sind für Versager

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Inhaltsangabe zu „Wünsche sind für Versager“ von Sally Nicholls

16 Familien und Heime, das ist die nüchterne Bilanz der erst elfjährigen Olivia. Olivia fasst schwer oder gar kein Vertrauen, zu oft ist sie enttäuscht worden. Emotionale Nähe versetzt sie in Panik, und zugleich sehnt sie sich unendlich nach Liebe, Freundschaft und Familie. Doch wer sollte sie schon mögen, wütend und unberechenbar, wie sie ist? So ist Olivia zunächst irritiert, wie gelassen die Iveys reagieren, zu denen sie gerade gekommen ist. Das Leben mit ihnen könnte so schön sein. Doch je stärker Olivias Bindung wird, desto größer wird ihre Angst, dieses endlich gefundene Zuhause wieder zu verlieren. Ein hochemotionales Jugendbuch und zugleich ein starkes Plädoyer für mehr Achtsamkeit.

Absolut nicht das, was auf dem Klappentext steht, unnormal gut geschrieben, aber mega gruselig.

— Sophie-loves-books

Ein ergreifender Roman, nicht für schwache Nerven. Sehr authentisch und unbedingt lesenswert!

— Anke_Ackermann

Ein Buch, das beim Lesen förmlich weh tut und wütend macht, genauso wütend wie seine Hauptfigur Olivia es ist.

— Daniliesing

Ein unfassbar ehrliches Buch über die Seele eines traumatisierten Kindes. Nichts für Heile-Welt-Leser.

— VanaVanille

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  • Brilliant geschrieben aber super gruselig

    Wünsche sind für Versager

    Sophie-loves-books

    06. January 2018 um 20:26

    Die elfjährige Olivia ist ein Dauerpflegekind und war schon bei Fünfzehn verschiedenen Pflegefamilien, bis sie zu den Iveys kommt. Die Iveys, das sind: Jim der Vater, Daniel und Harriet  die etwa gleich alt und jünger als Olivia sind und Grace, die schon ein eigenes Baby hat, aber vmtl. so um die Achtzehn ist, das sie noch nicht ganz mit der Schule fertig ist.Da dieses Olivias Zuhause Nummer 16 ist, kann man sich schon denken, dass mit Olivia nicht alles so ist wie mit "normalen" Kindern. Sie wird extrem schnell wütend und hat sich selber nicht unter Kontrolle. Das kommt vor allem daher, das ihre Mutter sie früher extrem misshandelt hat. Sie lebt in ständiger Angst, jemand könnte ihr etwas antun und versucht sich durch die extreme Wut zu schützen und vor anderen abzuschirmen. Sie sehnt sich zwar nach Liebe und möchte nie alleine sein, sagt aber trotzdem allen, dass sie sie hasst. Das Ganze ist etwas wiedersprüchlich und Anfangs noch sehr interessant, bis es dann etwas nervt. Ihre ständigen gedanklichen Wiederholungen von "Ich bin böse, desshalb mag mich niemand" etc. sind sehr gewöhnungsbedürftig.Aber zuerst einmal zum Förmlichen. Das Buch ist aus Olivias Sicht, also einem ich-Erzähler geschrieben. Hier muss ich ein riesen Kompliment aussprechen, denn ich habe es tatsächlich noch nie erlebt, dass ein Buch so unglaublich gut die Gedankenwelt einer 11 jährigen beschreiben und zugänglich machen kann. Man wird direkt in ihre Wut mit hinein gezogen und fühlt sich verletzt und benutzt. Der Schreibstil der Autorin macht es möglich, Olivias Gefühle perfekt nachzuvollziehen und mitzuerleben. Der erste Erzählstrang wird immer wieder, in keinem gleichmäßigem Rhythmus, von anderen Erzählsträngen namens Zuhause Nummer X (X für die Nummerierung des Zuhauses....) durchbrochen, in denen Olivia rückblickend von den vorherigen Pflegefamilien oder Heimen erzählt. Das gibt dem Leser natürlich nochmal extra Informationen, allerdings erzählt sie auch vorher schon einiges von den jeweiligen Heimen oder Familien.Olivia ist ein unglaublich gut gemachter Charakter. Dadurch, dass sie die Ich-Erzählerin ist, lernt man sie natürlich so schon sehr gut kennen, aber durch den tiefen Einblick in ihre Gedankenwelt kann man sich wirklich enorm gut mit ihr Identifizieren. Die anderen Charaktere sind, bis auf ihre Mom, Violet und Liz nicht sonderlich gut ausgearbeitet, was aber nicht schlimm ist, da Olivia alles in den Schatten stellt und quasi keine Nebencharaktere nötig sind.Jetzt noch ein paar Worte zum fehlenden Stern bei meiner Bewertung. Bis jetzt hört sich das ja alles super an. Ja, am Anfang war ich auch völlig umgehauen von dem Buch. Bis ungefähr bei einem fünftel eine komische Sache anfängt, die mich zu Tode gegruselt hat. Im Haus der Iveys spukt es. Ich sage jetzt mal nicht genaueres, weil ich ja niemandem den Spaß nehemen will, aber dieses Buch ist echt nichts für schwache Nerven. Und wenn ich sage, es spukt, meine ich nicht, dass Olivia denkt würde einfach ein Geist unter ihrem Bett leben. Nein, nein, das wäre ja viel zu einfach...  Der Verlag hat das vmtl. absichtlich nicht auf den Klappentext geschrieben, aber ich wäre trotzdem gerne vorgewarnt geworden. Wenn ihr genaueres wissen wollt lest euch einfach den Klappentext der englischen Ausgabe durch, da steht alles drauf was man wissen sollte, bevor man das liest.Ich war in so fern von diesem Buch enttäuscht, als das ich einfach etwas komplett anderes erwartet hatte. Ich muss absolut sagen, dass es brilliant geschrieben ist und auch das Szenario ist einfach perfekt verarbeitet, aber der fünfte Stern geht hier einfach an die fehlende Information auf dem Klappentext. Dafür ist er doch da!!!Also: Ich würde das Buch allen empfehlen, die gerne gruselige Bücher lesen und Lust haben auf ein brillantes Buch. Jetzt seit ihr ja gewarnt. ;) 

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  • Warum ihr zu "Wünsche sind für Versager" greifen solltet

    Wünsche sind für Versager

    VanaVanille

    27. February 2016 um 14:17

    Ich vermeide es, Bücher als MUST-Reads zu betiteln, denn ich weiß, Geschmäcker und Vorlieben sind so verschieden, dass es auf der Welt gar keine literarischen Werke geben kann, die jeder irgendwann mal gelesen haben MUSS. Es gibt aber Romane, die man in meinen Augen gelesen haben SOLLTE, weil sie den eigenen Horizont erweitern und den Leser aus seiner Komfortzone holen. Bücher, die eben nicht sagen "Am Ende sind wir alle glücklich." oder "Den guten Menschen widerfährt auch nur Gutes." Bücher, wie Wünsche sind für Versager. Die elfjährige Olivia ist ein Pflegekind. Sie hat Schreckliches erlebt, gesehen und spüren müssen und wird seit ihrem fünften Lebensjahr von einer Familie zur nächsten geschickt. Keiner will sie, keiner liebt sie, und wer würde auch schon ein so kaputtes Kind wie sie behalten wollen? Es ist niemals leicht mir ihr, denn in jedem Moment könnte ihr etwas missfallen. Dann rastet sie aus. Schreit. Beschädigt Sachen. Beschädigt Menschen. Hat sich nicht mehr unter Kontrolle. Olivias Geschichte ist aufwühlend und lässt den Leser in den Kopf eines Mädchens blicken, dessen zerbrechliche Seele bereits in jungen Jahren gebrochen wurde. Man hat Mitleid, ist wütend, könnte weinen und manchmal schämt man sich auch. Dies sind die Momente, in denen man einsehen muss, dass man selbst nicht weiter wüsste. Dass Olivia mehr braucht, als nur eine nette Familie. Dass sie so Furchtbares mitgemacht hat, dass sie sich selbst nicht mehr versteht. Natürlich ist dieses Buch ungemütlich und ja, für die Heile-Welt-Leser da draußen wäre wahrscheinlich schon das Vorwort genug, um es wieder aus den Händen zu legen; aber mag man nicht manchmal auch etwas geschüttelt werden? Wünsche sind für Versager besticht nicht damit, dass es uns zeigt, was dort draußen in der Welt für grausame Dinge geschehen; es besticht eher damit, dass es uns zeigt, was diese Dinge für Auswirkungen haben. Gleichzeitig ist es aber auch - das schreibt der Verlag selbst - ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit und Sensibilität, was ich so nur unterschreiben kann. Ich weiß, dieser Roman ist keiner, den man auf jedem Blog zu sehen bekommt. Wir werden in der örtlichen Buhhandlung keinen Stapel davon finden, sondern müssten wohl gezielt danach suchen. Trotzdem möchte ich euch sagen: die Suche lohnt sich, und wenn ihr in den nächsten Tagen mal durch eure Lieblingsbuchhandlung schlendert, haltet doch Ausschau nach einer kleinen, vereinzelten Seifenblase. Sie würde euch sicherlich gern ihre Geschichte erzählen.

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