Sally Perel Ich war Hitlerjunge Salomon

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Inhaltsangabe zu „Ich war Hitlerjunge Salomon“ von Sally Perel

Sally Perel ist sechzehn, als er 1941 von den Nazis gefangen genommen wird. Er ist Jude und schon seit Jahren auf der Flucht. Er weiß, dass er nur eine Chance hat: seine Papiere entsorgen und eine andere Identität annehmen. Der Mut der Verzweiflung macht aus ihm Jupp Perjell, das jüngste Mitglied der deutschen Wehrmacht. Ein Jahr lang lebt er mit den Soldaten an der Ostfront und unterstützt sie als Dolmetscher. Danach schickt man ihn nach Braunschweig, wo er bis Kriegsende inkognito in einem Internat der Hitlerjugend bleibt. Sally Perels Autobiografie ist ein ebenso berührendes wie bemerkenswertes Dokument, das nichts von seiner Eindringlichkeit verloren hat.

Das erste Mal, dass ich beim lesen weinen musste..

— SaskiaOne82
SaskiaOne82

harte Geschichte

— cat10367
cat10367

Erschütternd und zutiefst bewegend! Man sollte es gelesen haben!!!

— Na_Nox
Na_Nox

Unfassbar ergreifend bis zur letzten Seite

— naitomia
naitomia

Pflichtlektüre

— Buchstabenschatz
Buchstabenschatz

Eine sehr bewegende Geschichte von einen Juden im 2 Weltkrieg

— lenicool11
lenicool11

Eine berührende Geschichte über ein unglaubliches Schicksal.

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

Gänsehaut - Erstaunen - Dankbarkeit - diese Gefühle hinterlässt das Buch bei mir.

— Seelensplitter
Seelensplitter

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  • Rezension "Ich war Hitlerjunge Salomon"

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    naitomia

    naitomia

    25. January 2017 um 16:21

    Schon in der Schulzeit interessierte mich alles um den 2. Weltkrieg sehr. Ich konnte und wollte einfach nicht verstehen, wie sich so viele Menschen derart manipulieren und steuern lassen konnten. Wie schon erwähnt ist Perels Bericht etwas anders als man es sonst von Überlebenden des Holocausts hört, denn er musste keinen Hunger leiden oder sich fast tot arbeiten. Er lebte in einem Internet der Hitlerjugend. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob man überhaupt etwas bewertendes zu diesem Buch sagen kann oder möchte. Man ist sich ständig bewusst, dass es sich hierbei um eine wahre und wirklich geschehene Geschichte handelt. Denn so furchterregend kann nur die Wirklichkeit sein.Sally Perels Bericht "Ich war Hitlerjunge Salomon" ist einfach mitreißend, ehrlich, eindrucksvoll und außergewöhnlich. Denn als einzigen Antrieb in dieser ganzen Zeit, war das, was seine Mutter als letztes zu ihm sagte."Ich will, dass du lebst!"

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  • Pflichtlektüre

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    Buchstabenschatz

    Buchstabenschatz

    23. January 2017 um 11:09

    zum Inhalt1941. Nachdem der 16-jährige Jude Salomon Perel aus Peine auf der Flucht innerhalb Polens in die Fänge von Nazis gerät trifft er die Entscheidung seines Lebens. Er wird durch eine Schummelei zu Josef "Jupp" Perjell und ist fortan ein Hitlerjunge. Er lebt in ständiger Angst enttarnt zu werden als er mit der Wehrmacht an der Ostfront unterwegs ist und u.a. als Dolmetcher fungiert und auch später als er in Braunschweig bis zum Kriegsende in einem Internat der Hitlerjugend lebt.meine MeinungKriegsbiographien haben immer einen Beigeschmack: Fassungslosigkeit.So hinterlässt Sally Perels Buch bei mir ein ähnliches Gefühl wie das Tagebuch der Anne Frank.Der Schreibstil ist einfach, aber flüssig und angenehm. Allgegenwärtig und von Seite zu Seite spürbar ist die Angst aufzufliegen und den Konsequenzen.Zwischendurch verliert sich Sally fast ganz in Jupp und hat sogar Verständnis und gerät in den psychologischen Sog... Jupp, der Hitlerjunge und Salomon, der Jude, vertrugen sich wie Feuer und Wasser. Dennoch existierten beide in demselben Körper, in der selben Seele.Das neue Cover dieser Auflage ist sehr gut gestaltet. Es bringt alles rüber was einen erwartet, wirkt aber nicht altbacken.Gespickt ist das Ganze mit einigen Bildern und einem Interview auf den letzten Seiten.Ich finde das Sally Perels Buch eine Pflichtlektüre ist. Nicht wegen der Schuldzuweisung, dem schlechten Gewissen, sondern um - gerade in der aktuellen Entwicklung - nicht zu vergessen!5 ★★★★★

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  • Eine bewegende Geschichte eine Juden im 2 Weltkrieg

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    lenicool11

    lenicool11

    25. September 2016 um 19:27

    InhaltSally Perel ist sechzehn, als er 1941 von den Nazis gefangen genommen wird. Er ist Jude und schon seit Jahren auf der Flucht. Er weiß, dass er nur eine Chance hat: seine Papiere entsorgen und eine andere Identität annehmen. Der Mut der Verzweiflung macht aus ihm Jupp Perjell, das jüngste Mitglied der deutschen Wehrmacht. Ein Jahr lang lebt er mit den Soldaten an der Ostfront und unterstützt sie als Dolmetscher. Danach schickt man ihn nach Braunschweig, wo er bis Kriegsende inkognito in einem Internat der Hitlerjugend bleibt. Sally Perels Autobiografie ist ein ebenso berührendes wie bemerkenswertes Dokument, das nichts von seiner Eindringlichkeit verloren hat.Meine MeinungEine Geschichte die sehr bewegend geschrieben ist die mich gepackt hat  und sehr bewegt. Sally Perel war ein sehr mutiger Jude und hat es so geschafft zu überlebt. Es war sehr interessant in die Geschichte ein zu tauchen und zu erleben wie er es geschafft hat zu überleben. Seine Gefühle wurden in den Buch sehr deutlich spürbar,Freude aber auch Angst. Ich war sehr begeistert das Buch zu lesen und war sehr gerührt.FazitJeder der wissen will wie es war im 2 Weltkrieg und wie ein Judenjunge getarnt als Deutscher Überlebt hat sollte dieses Buch lesen es war wirklich bewegend. 

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  • Eine bewegende Geschichte, die betroffen macht...

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    21. August 2016 um 20:12

    Ich war Hitlerjunge Salomon ist die außergewöhnliche, stellenweise unglaubliche und beinahe fantastische Geschichte eines Jungen, der einzig dank seines Instinkts den Holocaust überlebte und den ein Satz seiner Mutter stets dazu trieb, nicht aufzugeben: Du sollst leben! Ich habe schon viele Tatsachenberichte, Biografien und Romane zum Thema Holocaust gelesen und all diese Schicksale sind bewegend, berührend und so unendlich traurig. Das ist auch Sallys Schicksal, aber es ist anders. So anders, dass es die eigene Vorstellungskraft stellenweise übersteigt. Denn dem jüdischen Jungen Salomon Perel, geboren im westdeutschen Peine und kurz vor Kriegsausbruch mit seiner Familie nach Lodz geflohen, gelingt eine unglaubliche Farce, die er während der Kriegsjahre zum Äußersten treibt und dabei durchgehend einen Schutzengel an seiner Seite hat.Sally gerät nämlich mit 14 Jahren während seiner Flucht in Richtung Osten in eine Kontrolle durch die Deutschen und steht damit schon an der Schwelle zum Tod. Im letzten Moment lässt er seine jüdischen Papiere verschwinden und gibt sich dreist als Deutscher aus. Und damit nimmt das Wunder seinen Lauf, denn man glaubt Salomon, der sich kurzerhand in Josef alias Jupp Perjell umbenennt, stellt ihm deutsche Papiere aus, setzt ihn an der Front als Dolmetscher ein und schickt ihn schließlich in die HJ-Schule nach Braunschweig. Sallys Erlebnisse sind einzigartig und beeindruckend und man muss sich während des Lesens immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass das kein Roman, sondern wirklich so passiert ist.Sally alias Josef muss sich neu erfinden, um zu überleben. Seine jüdische Identität verdrängt er zugunsten der des braven und dem Führer treu ergebenen Hitlerjungen Josef. Und das ist harter Tobak. Sowohl für Sally, wie man beim Lesen ganz deutlich spürt, als auch für den Leser. Sallys innerer Konflikt ist schlimmer als alles, was man sich vorstellen kann. Er, der Jude, der von den Nazis aus seiner Heimat vertrieben wurde, dessen Eltern im Ghetto von Lodz dahinsiechen und dessen ganze Glaubensgemeinschaft ausgerottet werden soll, lebt mehr als fünf Jahre lang mitten unter den Mördern. Und mehr noch: Er muss dazugehören, bei jeder Gelegenheit den Nazigruß demonstrieren, die verqueren Ideologien des Regimes im Unterricht in sich aufnehmen und auf der Seite der Mörder an der Front kämpfen. Man fragt sich, wie ein Teenager das aushalten konnte. Und das fragt er sich auch immer wieder selbst.Sally ist Jude und doch wird er in Braunschweig zum Hitlerjungen erzogen.Das geht nicht spurlos an ihm vorbei und als Leser ertappt man sich ab und an dabei, wie man auch ihn verurteilt. Aber dann wird einem klar, dass Sally nur versucht hat, zu überleben und dass sich seine Lügengeschichte verselbständigt hat und schließlich derart grotesk wurde, dass er selbst es kaum glauben konnte. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was in Sally bzw. Josef vorgegangen sein muss, wie es für ihn gewesen sein muss, jeden Tag in Angst zu leben. Angst davor, entdeckt zu werden. Und Angst davor, dass seine Eltern längst tot sein und er mitschuld sein könnte. Befremdlich wirkt ab und an die Art und Weise, wie Sally über ehemalige Kameraden und Vorgesetzte spricht. Er als jüdischer Flüchtling versucht, in ihnen die Monster zu sehen, die sie eigentlich sein müssten, und doch gelingt ihm das nicht so recht. An einige überzeugte Nazis erinnert sich Sally sogar mit einer Art Wehmut oder Nostalgie und das will einem einfach nicht in den Kopf.Sally Perels Geschichte löst beim Lesen auf jeden Fall widersprüchliche Gefühle aus. Man bewundert ihn für seine Ruhe, seine Stärke, seinen puren Willen, zu überleben. Aber man möchte ihn auch verachten. Ich hatte den Eindruck, er erzählt seine Geschichte in diesem Buch sehr ehrlich und lässt nichts aus. Und doch stießen mir einige Aussagen bitter auf. Gegen Ende schreibt er etwa, dass er in der HJ-Schule drei Jahre lang gepredigt bekam, die Juden müssten ausgerottet werden, um das Überleben der deutschen Rasse zu sichern, dass er aber nichts von den Konzentrations- und Todeslagern gewusst habe. Dass er nichts geahnt habe. Man fragt sich: Wie kann das sein? Stellt sich Sally Perel damit auf die Seite der unzähligen Deutschen, die nach Kriegsende alle nichts gewusst haben wollen und kann sich einfach nicht eingestehen, dass er vor der Wahrheit die Augen verschlossen hat? Oder kann es tatsächlich stimmen, dass er nie etwas ahnte - aber wie kann das sein?Sallys Erlebnisse haben mich auf jeden Fall aufgewühlt. Ich bewundere es, dass er so offen mit seiner unglaublichen Geschichte umgeht - was sicherlich nicht einfach für ihn ist. Das Buch liest sich auf jeden Fall, als hätte er es sich einfach von der Seele geschrieben. Man stellt sich vor, dass die Erinnerungen nur so aus ihm herausflossen, die Emotionen ihn (und definitiv auch den Leser) währenddessen überwältigten. Diesen Eindruck bestätigt auch die Tatsache, dass das Buch nicht in Kapitel gegliedert ist - es ist ein einziges Kapitel, ein dunkles, verwirrendes Kapitel im Leben eines Mannes. Das Ganze wirkt authentisch, auch durch die eingewobenen Rückblenden und Ausblicke - als wären sie Sally während des Schreibens plötzlich in den Sinn gekommen. Leider sind die fehlende Gliederung und eben diese Rückblenden und Vorschauen auch die Schwachstellen der Autobiografie, denn so verliert man als Leser manchmal den Faden und den Überblick. Zumindest ein grober Hinweis auf die Jahreszahlen wäre sinnvoll gewesen, um der Geschichte eine gut nachvollziehbare Aufteilung zu geben.Eines steht aber fest: Vermutlich besser als jeder andere weiß Salomon Perel, was gezielte Gehirnwäsche und der Wunsch, dazuzugehören, bei Jugendlichen bewirken können. Und vieles von dem, was er berichtet (vor allem was seinen inneren Zwiespalt angeht) ist jetzt so aktuell wie nie. Einer seiner Sätze ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben und hat mich schwer schlucken lassen. Darüber sollten viele Menschen nachdenken!"Die Jugend von heute ist nicht verantwortlich für die Greueltaten [sic] der Nazis, aber sie wird es sein, wenn es wieder zu solchen kommt." (S. 241)Mein Fazit:Die Geschichte des jüdischen Hitlerjungen Sally Perel ist eine sehr bewegende, eindrucksvolle und kontroverse. Sie erzählt von dem wundersamen Überleben eines entschlossenen Jungen und schildert den Holocaust aus einer völlig anderen Perspektive. Es ist eine wichtige Geschichte, die in jeder Schule gelesen werden sollte. Nur der Schreibstil hat mich leider nicht völlig überzeugt. Ansonsten unglaublich gut!

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  • Leben - Lebenswille -

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    Seelensplitter

    Seelensplitter

    13. July 2016 um 07:36

    Meine Meinung zum Buch: Ich war Hitlerjunge SalomonErwartung und Aufmerksamkeit:Diesen Punkt entdeckt ihr auf meinem Blog. Denn nicht immer hat dieser Punkt mit der Rezension etwas zutun. Inhalt in meinen Worten:Sally ist Jude. Wird in Deutschland geboren und als es zur Machtergreifung von Hitler kommt, sagte seine Mutter zu ihm und seinen Geschwistern: Kinder ihr müsst am Leben bleiben. So hat Sally dieses Versprechen einlösen wollen, doch das ist gar nicht so einfach, denn die Zeit der SS war wahrlich kein Zuckerlecken.Als dann auch noch die Nazis kamen, als er gerade im Ausland war, schaffte er es gerade noch, seine Papiere zu verscharren und hat dadurch sein Leben retten können, durch viele Lügen und auch Verleugnung seines Ichs schafft er das unmögliche und landet in der Hitlerjugend. Wie es da mit ihm weiter geht und was ihn wirklich das Leben rettete und wie es zu seinem Namen Jupp kommt, das erklärt euch Sally in diesem Buch.Wie fand ich das gelesene?Sally wirft mich in seine Geschichte, in seine Erschütternde und auch bewegende Geschichte. Als Jude hatte man eigentlich kein leichtes Leben zur SS Zeit. Doch Sally hatte mehr als einen Schutzengel, weswegen er in Braunschweig landete.Für ich war es aber hin und wieder etwas schwierig, wenn er im Text gesprungen ist, und ich somit mich erst einmal wieder neu sortieren durfte.Aber für eine Lebensgeschichte, die er wirklich erleben musste, ist es irgendwie auch vollkommen in Ordnung, dass er springt, so macht er deutlich, ihm ist es oft nicht leicht gefallen überhaupt diese Zeilen zu schreiben. Gerade als er eine Situation beschreibt, wie sein guter Freund um das Leben gekommen ist.Die Schrecken dieser Zeit ist einfach nicht schön. Und es betraf ja nicht einmal nur die Juden, sondern auch Behinderte, und anders denkende Menschen wurden versucht zu töten, denn was nicht passend war, das war eben nicht passend.Für mich hatte das Buch auch einen interessanten Hintergedanken, besser gesagt wurde mir die Gründung des Jüdischen Staates am Rande erklärt und ich denke, ich sollte mich wirklich noch einmal näher auch mit diesem Punkt beschäftigen, denn ich glaube, auch hier ist Unrecht geschehen.Obwohl mir das Buch wirklich gefallen hat, tat ich mir mit dem Sprung der Zeiten hin und wieder etwas sehr schwer. Auch das das Buch keine Kapitel hatte, machte es für mich etwas schwer. Ich liebe eben Kapitel. So wusste man nie, wann kommt ein nächster Sprung in der Geschichte.Fazit:Eine wirklich berührende und intensive Geschichte, die mich nicht kalt gelassen hat.Sterne:Ich gebe dem Buch 4 Sterne.

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  • schokierendes aber doch lehrreiches Buch!

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    Shira-Yuri

    Shira-Yuri

    02. July 2016 um 17:04

    Klappentext: Sally Perel ist sechzehn, als er 1941 von den Nazis gefangen genommen wird. Er ist Jude und schon seit Jahren auf der Flucht. Er weiß, dass er nur eine Chance hat: seine Papiere entsorgen und eine andere Identität annehmen. Der Mut der Verzweiflung macht aus ihm Jupp Perjell, das jüngste Mitglied der deutschen Wehrmacht. Ein Jahr lang lebt er mit den Soldaten an der Ostfront und unterstützt sie als Dolmetscher. Danach schickt man ihn nach Braunschweig, wo er bis Kriegsende inkognito in einem Internat der Hitlerjugend bleibt. Sally Perels Autobiografie ist ein ebenso berührendes wie bemerkenswertes Dokument, das nichts von seiner Eindringlichkeit verloren hat. Quelle: randomhouse.de Meine Meinung: Der Schreibstil dieses Buches gefällt mir sehr gut. Er ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte von dem jungen Sally Perel, der sich als Nazi ausgeben musste, um zu überleben hat mich zutiefst berührt und ich bewundere ihn jetzt, wie er es geschafft hat in der Uniform seines Feindes zu überleben. Das er sich dabei immer mehr dem Nazi´s angepasst hat, kann ich verstehen, da er dadurch wohl eine 2. Persönlichkeit entwickelt hat, die für die Nazi´s waren. Dieses Buch hat mir aber dennoch die Grausamkeit der Menschen vor Augen geführt und es tut mir im Herzen weh, zu wisse, dass Menschen sowas machen würde. Ohne Skrupel eine "Rasse" die ihnen nicht ähneln einfach zu töten. Ich jedoch bewundere heute den Sally Perel für seinen Mut und Überlebenwillen und ich danke dir dafür, dass du dieses Buch geschrieben hast, um eine weiter "Katastrophe" in einem solchen ausmaß zu verhindern und uns vor Augen führst, wie grausam der Mensch doch gegenüber seiner eigenen "Rasse" ist. Fazit: Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Ein hervorragender und lehrreicher historischer Roman, der einem doch die Grausamkeit der Menschen vor Augen führt. Deswegen bekommt das Buch von mir 5 Sterne.

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  • Eine fast unglaubliche Geschichte

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    Carol-Grayson

    Carol-Grayson

    24. June 2016 um 09:34

    So ein Buch ist natürlich sehr schwierig zu bewerten, denn es handelt sich um autobiographische Erlebnisse. Der Autor erzählt mit seinen eigenen Worten, wie er als Jude in seiner Jugend im Nazideutschland überlebt hat. Man kann dieses Buch auch nicht so lesen wie einen normalen Roman. Vielmehr benötigt es mehrere Pausen, um sich die Schrecken und das Leben in einer Maskerade bildlich vor Augen zu führen. Niemand kann auch nur ahnen, wieviel Angst den Jungen Salomon, der unter dem deutschen Namen Jakob (Jupp) Perjell in der Hitlerjugend diente, jeden Tag begleitet hat. Wie stark muss ein Mensch in diesem Alter sein? Wieviel Überlebenswillen muss man überhaupt aufbringen können, um so Tag für Tag über Jahre hinweg zwei Leben zu leben? Immer wieder scheint es, als würde eine göttliche Macht über den Jungen wachen und ihn vor Entdeckung schützen. Mich hat diese Autobiographie, die durch Fotos noch untermauert wird, sehr beeindruckt und tief berührt. Ich bewundere den Autor für seinen Mut - auch dafür, sich an all die Schrecken zu erinnern, sie aufzuschreiben und sie zukünftigen Generationen vor Augen zu führen. Von mir kann es daher nur fünf Punkte geben.  

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  • Ein fesselndes Buch

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt (Amazon) Dieses Buch, nach dem der vieldiskutierte Film "Hitlerjunge Salomon" entstand, ist die autorisierte Autobiographie des Juden Sally Perel, der hier nach über 40 Jahren des Schweigens das Geheimnis seiner doppelten Identität preisgibt: Er entkam dem Holocaust in der Uniform der Nazis und überlebte als Hitlerjunge Jupp Perjell. Auf eindringliche Weise berichtet Sally Perel von den aberwitzigen Erlebnissen und der inneren Zerrissenheit dieses Doppellebens, das ihn sowohl in die Rolle des Opfers wie in die des Täters zwang. Meine Meinung Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch rezensieren soll, denn immer wieder stellte sich mir die Frage: Wie rezensiert man ein Holocaust Buch? Sollte man da anders rangehen?  Wie ist der Inhalt zu betrachten oder sollte man ihn gar nicht bewerten, immerhin ist es eine echte Geschichte? Man kann ja z.B. schlecht sagen die Handlung ist doof oder hat mir nicht gefallen, es ist ja nun mal wirklich so passiert.  Ich hab es mit mir so ausgemacht, dass ich euch einfach meinen Eindruck und meine Gefühle beim Lesen schildere und Fragen ob mir die Handlung oder Charaktere an sich gefallen haben diesmal nicht beachten. Ich muss zugeben, dass ich vielleicht etwas voreingenommen von diesem buch bin, da ich Sally Perel persönlich getroffen habe und ich kann euch sagen, er ist wirklich eine absolut beeindruckende Persönlichkeit. Noch mehr als, seine unglaubliche Überlebensgeschichte hat bei mir die Art und Weise, wie er mit dem Erlebten umgeht einen tiefen Eindruck hinterlassen. Trotz seines hohen Alters, zieht er immer noch von Schule zu Schule um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Aber zurück zum Buch: Sehr positiv, wie ich finde ist, dass das Buch auch für Jugendliche sehr angenehm zu lesen ist. Perel schildert die Ereignisse in einer klaren, leicht verständlichen Sprache. Neben dem eigentlichem Schildern der Ereignisse, berichtet Perel auch zwischendurch immer wieder von späteren Ereignissen so z.B. wie er seinen "Rassenkundelehrer" und andere Personen Jahre später wieder trifft. Auch fügt er immer wieder Gedanken aus seiner heutigen Sich hinzu. Wie gesagt, auf den Verlauf der Handlung möchte ich nicht eingehen, aber lasst euch gesagt sein, die "Verwandlung" vom Juden Salomon Perel zum Hitlerjungen Joseph Perjel ist eine wirre, paradoxe und erschütternde Reihe von Zufällen, Ereignissen und in manchen lebensgefährlichen Situationen auch einfach pures Glück. Doch wie ist es mit zwei Identitäten zu leben, wobei die eine, die andere im Grunde genommen vollkommen ausschließt? In dem buch bekommt man einen ziemlich tiefen Einblick von der psychische Belastung, die Zerrissenheit, Todesangst und den Verlust, die den Juden Salomon Perel belasten. Auf der anderen Seite steht die Rolle des Joseph Perjel in die er vollkommen schlüpfen muss um zu überleben. Sowas bleibt nicht ohne Spuren, schon gar nicht, wenn man tag ein Tag aus die nationalsozialistische Ideologie eingebläut bekommt (er war auf einem HJ Eliteinternat). Sally Perel sagte selbst, und schreibt es auch, dass er trotz aller Vernunft, trotz all dem Leid begann, sich mit dieser Ideologie zu identifizieren. Das war einer der Gründe, warum Perel erst nach 50 Jahren seine Lebensgeschichte veröffentlichte. Es war die Angst dafür verurteilt zu werden, sich selbst, seine Familie und seine Herkunft zu verleugnen um zu überleben. Das beeindruckteste an diesem buch ist jedoch Perels unglaublicher Lebenswille. Der Wille sich immer für das Leben zu entscheiden, auch wenn es bedeutet, persönliche Prinzipien oder Moralvorstellungen zu brechen. Das Buch schafft es, dem Leser all diese Emotionen und Konflikte sehr eindringlich nahe zu bringen. Da man Perels Schicksal direkt mitverfolgt und konkrete Personen und nicht einfach nur "SS-Mann" trifft, lässt es die Geschehnisse, realer, greifbarer wirken. Daher ist es, wie ich finde besonders für Jugendliche gut geeignet. Fazit in fesselndes Buch, einer unglaublichen lebensgeschichte, eines beeindruckenden Autors, dass die Themen Judenverfolgung und Holocaust auf einer sehr persönlichen Ebene behandelt.

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    • 2
  • Zerrissene Seele...

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    parden

    parden

    ZERRISSENE SEELE... "Ich habe mir vorgenommen, die ganze Wahrheit zu schreiben, ohne Rücksicht darauf, wie man sie interpretieren wird". Nach Jahren des Schweigens gibt er das Geheimnis seiner doppelten Identität preis: Der Jude Sally Perel entkam dem Holocaust in der Uniform der Nazis, er überlebte mitten in Deutschland als Hitlerjunge Jupp Perjell. Auf eindringliche Weise berichtet er von den aberwitzigen Erlebnissen und der inneren Zerrissenheit dieses Doppellebens, das ihn in die Rolle des Opfers wie in die des Täters zwang. Sally Perel - ein Anti-Held des Holocaust... Wie "bewertet" man als Leser solch ein Buch? Perel selbst schreibt, dass es sich hierbei um einen Bericht handelt. Oft reißt Perel Szenen nur an oder fasst sich relativ kurz, springt auch in der Chronologie, schiebt Erinnerungen ein, stellt selbst Gefühle oftmals sehr sachlich dar. Insgesamt ist es wohl kein "Meisterwerk" schriftstellerischer Kunst. Aber kommt es bei solch einem Buch tatsächlich darauf an? Ist es nicht vielmehr der Inhalt, auf den es ankommt? Die Tatsache eines mutigen Zeugnisses? Denn das ist es in jedem Fall. Sally Perel, der in seiner Kindheit mit seiner Familie aus seiner Heimatstadt Peine, nahe Braunschweig, vor dem drohenden Nationalsozialismus nach Lodz, Polen, flüchtet. Sich dort allmählich einlebt, bis die Eltern ihn und den ältesten Sohn der Familie fortschicken, begleitet von den letzten Worten der Mutter: "Du sollst leben". Die Flucht nach Osten, das Leben in einem Waisenhaus, die deutsche Invasion, der Geistesblitz, alle Papiere verschwinden zu lassen und sich als Volksdeutscher auszugeben... Der Weg über die Front zu einem Internat der Hitlerjugend in Deutschland, wo das vom Wolf gejagte Schaf den Pelz umdreht und selbst zum Wolf wird, so Perels Worte. Immer mit der Angst vor der Entdeckung, spielt Perel als Jupp Perjell seine Rolle perfekt. Erhält Anerkennung und Belobigungen, wird von der Nazidoktrin infiltriert und identifiziert sich sogar mit deren Parolen. Gleichzeitig lebt tief in ihm der kleine jüdische Junge Sally Perel, der sich nach seiner Familie sehnt und sich schließlich in den Weihnachtsferien aufmacht nach Lodz, um nach Spuren seiner Familie im Ghetto zu suchen... Ein mutiges Buch. Ein wichtiges Buch. Ein Buch, das auch und gerade junge Menschen lesen sollten, denn: "Die Jugend von heute ist nicht verantwortlich für die Greueltaten der Nazis, aber sie wird es sein, wenn es wieder zu solchen kommt." © Parden Diese Rezension gibt es auch wieder in unserem Blog, aufbereitet mit Bildern und Ausschnitten der Verfilmung des Buches: http://www.litterae-artesque.blogspot.de/2014/06/perel-sally-ich-war-hitlerjunge-salomon.html Außerdem auch ein Bericht über die Lesung des noch lebenden Autors - lebendige Geschichte! http://www.litterae-artesque.blogspot.de/2014/06/sally-perel-lebendige-geschichte.html

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    • 10
  • Ein Jude inmitten der HJ

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    Immasolde

    Immasolde

    06. November 2013 um 16:56

    Ich hab mir das Buch gekauft, als Sally Perel in meiner Schule seine Geschichte erzählt hat. Ich war so beeindruckt von seiner Stärke und seinem Überlebenswillen, als er uns seine Geschichte erzählt hat, dass ich mir gleich im Anschluss ein Exemplar seines Buches gekauft habe, um mehr über sein Leben in der HJ und als überlebender Jude zu erfahren. Diese Geschichte ist einfach nur unglaublich, dass das möglich ist, hätte bestimmt niemand geglaubt. Mit welchen Einfällen er seine wahre Identität verbirgt und dabei eine komplett neue annimmt, die Salomon Perel beschützen soll finde ich einfach unfassbar. Jupp der Hitlerjunge beschützt Sally den Juden. Auch dass er es geschafft hat, unter all den Judenhassern zu leben und Tag für Tag seine innere Zerrissenheit zu verbergen, ohne verrückt zu werden zeugt von seiner Stärke. Dieses Buch sollte man unbedingt lesen, um mehr über diese Zeit zu erfahren und um mal eine komplett andere Geschichte eines jüdischen Zeitzeugen zu hören.

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  • Rezension zu "Ich war Hitlerjunge Salomon" von Sally Perel

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    Matalina85

    Matalina85

    08. February 2013 um 11:32

    Dieses Buch, nach dem der vieldiskutierte Film "Hitlerjunge Salomon" entstand, ist die autorisierte Autobiographie des Juden Sally Perel, der hier nach über 40 Jahren des Schweigens das Geheimnis seiner doppelten Identität preisgibt: Er entkam dem Holocaust in der Uniform der Nazis und überlebte als Hitlerjunge Jupp Perjell. Auf eindringliche Weise berichtet Sally Perel von den aberwitzigen Erlebnissen und der inneren Zerrissenheit dieses Doppellebens, das ihn sowohl in die Rolle des Opfers wie in die des Täters zwang. "Das Buch von Sally Perel ist ein Plädoyer für das Recht des Menschen auf Leben - jenseits aller Ideologien und Glaubensformen. Endlich mal ein gutes Buch zur Kriegszeit und zum Judentum. Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte und macht es daher umso spannender. Er lässt viele Eindrücke entstehen, die jemand, der es nicht selbst miterlebt hat, wahrscheinlich gar nicht so hätte beschreiben können. Dadurch klingt es auch nicht so abgedroschen wie in vielen anderen Büchern über das Thema. Fazit: Sehr gelungen! Für mich war es ein Schulbuch, aber wer sich für die Themen der Nachkriegszeit und das Judentum interessiert, sollte es unbedingt lesen

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  • Rezension zu "Ich war Hitlerjunge Salomon" von Sally Perel

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    FantasyBookshelf

    FantasyBookshelf

    25. July 2012 um 16:23

    Diese Buchempfehlung findet ihr auch auf meinem Blog: http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/07/ich-war-hitlerjunge-salomon-sally-perel.html Titel: Ich war Hitlerjunge Salomon Originaltitel: Ich war Hitlerjunge Salomon Autor: Sally (Salomon) Perel Seitenzahl: 240 Verlag: Heyne Erschienen: 1. Mai 1993 ISBN-13: 978-3453065123 Preis Taschenbuch: 7,95€ Hörbuch: 9,95€ Klappentext: Das Buch nachdem der preisgekrönte und viel diskutierte Film entstand. "Ich habe mir vorgenommen, die ganze Wahrheit zu schreiben, ohne Rücksicht darauf, wie man sie interpretieren wird" sagt Sally Perel. Nach Jahren des Schweigens gibt er das Geheimnis seiner doppelten Identität preis: Der Jude Sally Perel entkam dem Holocaust in der Uniform der Nazis, er überlebte mitten in Deutschland als Hitlerjunge Jupp Perjell. Auf eindringliche Weise berichtet er von den aberwitzigen Erlebnissen und der inneren Zerissenheit dieses Doppellebens, das ihn in die Rolle des Opfers wie in die des Täters zwang. Sally Perel - ein Anti-Held des Holocaust! „Das Buch von Sally Perel ist ein Plädoyer für das Recht auf Leben – jenseits aller Ideologien und Glaubensformen.“ Hamburger Abendblatt Empfehlung: Zu diesem Buch möchte ich bewusst keine Rezension schreiben, weil ich mir nicht anmaßen möchte die Lebensgeschichte eines anderen Menschen zu bewerten. Deswegen werde ich auch keine Punkte vergeben. In diesem Buch erzählt der jüdische Sally (Salomon) Perel, dessen Familie aus dem kleinen Ort Peine in der Nähe von Braunschweig. Nachdem die Rassengesetzte ausgerufen werden flieht er zunächst mit seiner Familie nach Lodz in Polen. Als sie auch dort von den Nazis eingeholt werden, flieht er zusammen mit seinem älteren Isaak nach Grodno, wo er kurze Zeit später erst einmal in einem Waisenhaus unterkommt, wo es für ihn sicher scheint. Doch der Schein trügt und eine Weile später treffen die Nazis auch in Grodno ein. Salomon versucht erneut zu fliehen, diesmal ist ihm jedoch kein Erfolg beschieden. Gerade noch gelinkt es ihm sich seiner Ausweispapiere zu entledigen. Da er deutsch sprechen kann, gelinkt es ihm wie durch ein Wunder, die Soldaten davon zu überzeugen, dass er Volksdeutscher sei. Seine Papiere habe er verloren. Als man ihn nach seinem Namen fragt, nimmt er geistesgegenwärtig einen neue Identität an. Von nun an ist er Joseph alias Jupp Perjell, ein Volksdeutscher. Er an die Front abkommandiert, wo er sich als Dolmetscher verdingen kann, weil er Russisch beherrscht und bei den Verhörungen der russischen Gefangenen helfen kann. Nach einiger Zeit wird er schließlich ins Heimatland, nach Deutschland geschickt, wo er von nun in ein Internat der Hitlerjugend besuchen soll, die "Eliteschule" der Nazis. Dieses Buch führt einem noch einmal richtig vor Augen, wie sehr die Propaganda der Nazis das Volk eigentlich beeinflusst hat. Selbst Sally Perel, der selbst ein Jude ist, ist nicht dagegen gefeit. Immer mehr findet er in seine neue Rolle des Jupp Perjell hinein und vergisst darüberhinaus sogar manchmal seine eigentliche Identität. Diese zwei Persönlichkeiten, die er in sich vereint, die eine nur dazu da, ihn vor dem entdeckt werden und dem sicheren Tod zu bewahren, machen ihm ganz schön zu schaffen, stürzen ihn in Selbstzweifel und verlangen von ihm ein absolutes Maß an Disziplin. Ein Fehler könnte seinen Tod bedeuten. Mehr will ich dazu eigentlich gar nicht sagen. Vielleicht noch zur Aufteilung. Der Erfahrungsbericht ist wie ein einziger großer Ausatz geschrieben. Das heißt, das es keine Kapitel besitzt, die den Lesefluss irgendwie unterbrechen. Alles steht hintereinanderweg. Auch für die Leute, die noch nicht so viel über Zeit Hitlers in Deutschland wissen, ist dies ein gutes Buch zum anfangen. Auch Begriffe wie Hitlerjugend sind beispielsweise erklärt. Es ist gut verständlich und man erhält einen guten Überblick. Sally Perel fügt an das, was er damals erlebt hat, immer wieder Elebnisse oder Wissen an, die bzw. er erst viel später gemacht oder erworben hat. Deswegen ist das Buch auch nicht ganz chronologisch geordnet, es trägt aber alles nur zum besseren Verständnis bei. Fazit: Für alle empfehlenswert, die sich für Literatur in diese Richtung interessieren und einmal eine etwas andere Geschichte über das Überleben eines Juden in Nazideutschland lesen wollen. Auch für Leute, die bisher noch nicht so viel über diese Zeit wissen leicht verständlich. Film: Es gibt auch einen Film zu dem Buch der Hitlerjunge Salomon heißt. Darin übernimmt Sally Perel sogar eine kleine Gastrolle. Den Film fand ich aber nicht so berauschend. Sehr viel wurde abgewandelt, leicht verändert, gekürzt oder ergänzt. Die Schauspieler fand ich auch nicht immer toll. Im großen und ganzen würde ich also empfehlen, das Buch zu lesen, weil es einen viel besseren Einblick gibt und man sich die Dinge besser vorstellen kann und es die "richtige" Geschichte (historische Hintergründe) besser vermittelt und man so alles besser in Zusammenhang setzen kann und versteht.

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  • Frage zu "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak

    Die Bücherdiebin
    Yvonni

    Yvonni

    Markus Zusak schreibt ein wunderbares Jugendbuch über das nationalsozialistische Deutschland und ihre Helden. So kann man meiner Meinung nach den Kindern von heute dieses schwierige Thema nahebringen. kennt ihr noch weitere Romane dieser Art für Kinder und Jugendliche?

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  • Rezension zu "Ich war Hitlerjunge Salomon" von Sally Perel

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    MarinaBrudler

    MarinaBrudler

    17. May 2010 um 21:41

    Auch ich habe es mir gekauft als Sally Perel bei uns in der Schule war. Wir hatten allerdings zuerst den Film gesehen und dann kam er zu uns. Ich halte ihn für sehr stark. Nicht nur wegen all dem, was er hier in Deutschland durchzustehen hatte (Tod der Familie, an der Front, auf einer besonderen Schule für Hitlerjungen,...), sondern auch, weil er die Deutschen und Deutschland nicht hasst. Er sagte, er hätte 50 Jahre gebraucht, um dieses Buch schreiben zu können. Es kann sich kaum jemand vorstellen, wie unglaublich es ist, dass Sally Perel nicht gebrochen wurde. Jedenfalls zeigte er es nicht von außen.

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  • Rezension zu "Ich war Hitlerjunge Salomon" von Sally Perel

    Ich war Hitlerjunge Salomon
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    10. March 2010 um 21:44

    Ich habs mir gekauft, als Sally Perel in unserer Schule (ich: Oberstufe) gelesen hat und sich anschließend unseren Fragen stellte. Ich war beeindruckt von der Kälte seiner Augen, hinter der sich ein starker Mann, ein glaubender Mensch zeigte. Danach las ich das Buch, danach sah ich den Film - und dennoch kann ich die Autobiographie eines jüdischen Jungen, der in der Hitlerjugend unterkommt, nicht greifen. Perel lacht dem verblendeten Rassendenken des Dritten Reichs ins Gesicht. Immer und immer wieder. Aber es ist ein schmerzhaftes Lachen.

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