Salman Rushdie Das Lächeln des Jaguars

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Inhaltsangabe zu „Das Lächeln des Jaguars“ von Salman Rushdie

Ein großer Autor bereist ein Land im Umbruch Im Sommer 1986 unternimmt Salman Rushdie eine Reise durch Nicaragua. Die Stimmung ist geprägt von Bürgerkrieg und Revolution, alles befindet sich in der Schwebe. Doch Rushdie schildert nicht nur die politische und soziale Lage, sondern beweist auch einen wachen Blick für den Zauber eines Landes im Wandel. In Indien geboren, erfasst er das Erlebte sowohl mit den Augen der ersten Welt als auch mit denen der anderen.

Eine Reise durch ein unfertiges Land. Salman Rushdie bereist 1986 Nicaragua, ein Land im ewigen Wechsel zwischen Erschaffen und Zerstörung.

— LevMatroskin

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  • Das Wunder von Nicaragua

    Das Lächeln des Jaguars

    LevMatroskin

    04. April 2016 um 21:37

    Gekonnt berichtet Salman Rushdie von seiner Nicaragua-Reise aus dem Jahr 1986. Das Land hat eine Diktatur abgeschüttelt, wehrt sich noch immer gegen Guerilla-Kämpfer und den imperialistischen Arm Regans. Doch Rushdie schiebt die Politik beiseite und zeichnet das Bild eines Landes, eines Volkes, einer Revolutionskultur, im Umbruch, im Entstehen, sich selbst zerstörend und von neuem beginnend.

  • Rezension zu "Das Lächeln des Jaguars" von Salman Rushdie

    Das Lächeln des Jaguars

    bogi

    31. October 2010 um 17:34

    Nicht mein erster aber ein ganz anderer Rushdie. Ich wusste gar nicht, dass er so exzellente Reiseberichte zu schreiben vermag. Er schreibt über eine Reise nach Nicaragua im Jahre sieben der sandinistischen Revolution. Eindrucksvoll seine Hingabe zu Land, Leuten und politischer Entwicklung. Übertriebenem Linksdrall sicher unverdächtig, geisselt er die damalige Politik der Reagan-Administration dem Land gegenüber (vor allem die Unterstützung der Kontrarebellen, wie man mittlerweile weiss auf vielfältigster Art und Weise). Er reist quer durchs Land und informiert sich bei einfachen Leuten, wie auch bei sandinistischen Spitzenpolitikern über die Lage. Benennt klar die Fortschritte (z. B. in Sachen Bildung) und kritisiert auch die Mängel (z. B. Pressezensur). Ein sehr gut zu lesendes Buch das sowohl für in der Sache etwas mehr Informierte wie auch für Neueinsteiger in Sachen historische und politische Entwicklung Nicaraguas ein echtes Schmankerl darstellt. Treppenwitz der Geschichte: Mittlerweile regiert wieder, wie 1979, Daniel Ortega als Chef einer sandinistischen Regierung und kein Mensch (auch die USA nicht) regt sich darüber auf. So ändern sich die Zeiten.

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  • Rezension zu "Das Lächeln des Jaguars" von Salman Rushdie

    Das Lächeln des Jaguars

    Lax

    17. September 2010 um 22:10

    Der englische Schriftsteller Salman Rushdie bereist im Jahre 1986 Nicaragua. Sieben Jahre nach der Revolution durch die Sandinisten berichtet er aus dem mittelamerikanischen Land, dessen Bevölkerung immer noch voller Hoffnung ist, trotz der allgegenwärtigen Schwierigkeiten. „Eine Schöne aus Nicragua ritt lächelnd einst auf einem Jaguar. In den Wald ging´s zu zwei`n, doch heraus kam einer allein, und wer lächelte war der Jaguar.“ Das Gedicht eines unbekannten Lyrikers stellt Rushdie an den Anfang seiner Reiseerlebnisse durch Nicaragua im Jahre 1986. Der Autor lässt zwei Interpretationsmöglichkeiten für dieses Gedicht. Zum einen kann man das Mädchen als das Land Nicaragua nach der Revolution durch die Sandinisten sehen und den Jaguar als die Vereinigten Staaten von Amerika. Zum anderen kann es genau umgekehrt sein. Salman Rushdie erzählt nicht, für welche Version er sich entscheidet, das kann jeder Leser selber für sich bestimmen. Dreiundvierzig Jahre herrschte die Familie Somoza – Anastasio Somoza Garcia kam 1932 durch einen Militärputsch an die Macht, der letzte Herrscher in der Ahnenfolge war Anastasio Somoza Debayle - diktatorisch in dem mittelamerikanischen Land. Doch immer wurde die Diktatur durch die Vereinigten Staaten unterstützt, auch weil das Land sich im zweiten Weltkrieg auf die Seite der Alliierten stellte. Die Opposition unter Führung von Augusto Sandino, der 1934 ermordet wurde, wurden von den Vereinigten Staaten stets bekämpft, da als kommunistisch angesehen. Als die Sandinisten 1979 Somoza vertreiben konnten, verhängten die USA ein Handelsembargo gegen Nicaragua, welches die Wirtschaft schädigte. Die Vereinten Nationen verurteilten daraufhin die USA zu einer Schadensersatzzahlungen in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar. Eine Summe, die die Vereinigten Staaten bis heute nicht bezahlt haben. Das war die Situation als Salman Rushdie, der 1947 in Bombay geboren wurde, selber ein Kind der Revolte gegen eine Großmacht - Am fünfzehnten August 1947 wurde Indien von Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen – in das Land zwischen Honduras und und Costa Rica bereiste. Der Autor räumt ein, dass er sich zu dem mittelamerikanischen Land hingezogen fühlte, auch aufgrund der Geschichte seines Heimatlandes. Doch trotz aller Sympathien behält Rushdie einen neutralen Blick für seinen Reisebericht. Die frei gewählte Regierung Nicaraguas unter Führung von Daniel Ortega plante das Land zu modernisieren und wollte ein friedliches und demokratisches Programm einzuführen, doch durch das Handelsembargo und durch die ständigen Angriffe, der von den USA finanzierten Contras, konnten die Pläne nur unzureichend ausgeführt werden. Rushdie erlebt Nicaragua als ein Land „der großen aber auch kleinen Tragödien.“ Die großen Tragödien sind die Weltpolitik und die kleinen Tragödien schildert Rushdie in seinem Bericht. Viele Straßen sind vermint, es gibt kaum Verbindungen zwischen den Landesteilen an der Atlantikküste und der Pazifikküste. Durch die Angriffe der Contras sterben jeden Tag Menschen. Es gib immer noch kein gut funktionierendes Gesundheits- oder Bildungssystem und es gibt keine Pressefreiheit. Sie wird von der Regierung Ortegas als reine Kosmetik beschrieben. Das Land Nicaragua im Jahre 1986, wie es Salman Rushdie in seinem stets lesenswerten und voller historischer Tatsachen gespickten Reisebericht schildert, ist ein Land voller Regen, Dichter, atemberaubender Landschaften und hoffnungsvoller Menschen, doch „Hinter der Schönheit verbarg sich oft das Schreckliche.“

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