Salman Rushdie Harun und das Meer der Geschichten

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Inhaltsangabe zu „Harun und das Meer der Geschichten“ von Salman Rushdie

„Vom ersten Moment an ist man von der Geschichte gefesselt und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Und so soll es auch sein, denn sie kommt aus demselben Zauberland wie die Märchen aus 1001 Nacht und die Argonautensage …“ (Doris Lessing) In der traurigsten aller Städte lebt der Erzähler Raschid. Alle lieben seine Geschichten von bösen Onkeln, fetten Tanten und schnauzbärtigen Bösewichten. Eines Tages jedoch wird Raschid von seiner Frau verlassen, und von da an versiegt die Quelle seiner Phantasie. Bis sich sein Sohn Harun zum Meer der Geschichten begibt, um dem Vater das Erzähltalent zurückzubringen.

Eine wunderschöne Geschichte :)

— BluevanMeer

Eine Geschichte wie aus Tausendundeiner Nacht - bezaubernd im wahrsten Wortsinn.

— Aischa

Ein wunderbar doppeldeutiges Buch des großen Erzählers. Poetisch, magnetisch von der ersten Seite an...

— juergenalbers

Ein tolles Buch wunderbare Geschichte und süß gemacht

— Metalherz1

Ein wunderbar phantasievolles Märchen, das Jung und Alt gleichermaßen begeistern kann.

— wunderfitz

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  • Wie aus 1001 Nacht...

    Harun und das Meer der Geschichten

    wunderfitz

    25. July 2013 um 21:21

    Wie ein Märchen aus 1001 Nacht, so erscheint die Geschichte um den jungen Harun Khalifa, in dem wahrlich mehr steckt, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. In einer Stadt, die so traurig ist, dass sie sogar ihren eigenen Namen vergessen hat, führt er ein recht unbeschwertes Leben als Sohn des berühmtesten und begabtesten Geschichtenerzählers seiner Zeit: Raschid Khalifa. Doch die Traurigkeit der Stadt scheint sich auch hier zu den Fenstern hereinzustehlen und eines Tages verlässt Haruns Mutter die Familie und und Raschids unerschöpflicher Vorrat an wundersamen und märchenhaften Erzählungen versiegt mit einem Mal. Harun, der dem Vater helfen will, reist in ein wundersames Land, in dem er den Quell aller Geschichten findet, unbekannte Wesen kennenlernt und es sogar mit Khattam-Shud, dem Fürst des Schweigens zu tun bekommt. Zwischen den Seiten dieses schmalen Büchleins verbirgt sich ein wunderbar phantasievolles und sehr kurzweiliges Märchen, das für Jung und Alt gleichermaßen geeignet scheint. Harun begegnet Wasser-Dschinns, mechanischen Vögeln, schwimmenden Gärtnern und Schatten, die ein Eigenleben führen und stolpert in so manches Abenteuer. Im Prinzip geht es um den Kampf zwischen Gut und Böse, auch wenn ich fand, dass dieser sehr schwarzweißmalerisch daherkommt. Mir hat somit ein bisschen die Vielschichtigkeit gefehlt. Es finden sich zwar auch durchaus einige Anspielungen auf die politisch untragbare Situation in einigen Ländern, allerdings wird in dieser Hinsicht nur an der Oberfläche gekratzt, auch hier hätte ich mir mehr davon gewünscht - allerdings ist das Buch ja auch im weitesten Sinne eine Kindergeschichte, insofern kann ich das nachvollziehen. Was mir allerdings tatsächlich gefehlt hat, war ein größerer Bezug zum Thema "Geschichtenerzählen", dieses tritt eigentlich nur in der Rahmenhandlung auf, später blitzt es nur noch ab und zu aus dem Hintergrund hervor, was ich persönlich sehr schade fand. Mir hätte es sehr gut gefallen, wenn die Kunst des Geschichtenerzählens ein bisschen mehr Raum eingenommen hätte. Trotz einiger Punkte, die mich etwas gestört haben, ein absolut lesenswertes Buch, das mich gut unterhalten hat und Lust auf mehr macht!

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  • Rezension zu "Harun und das Meer der Geschichten" von Salman Rushdie

    Harun und das Meer der Geschichten

    Brentini

    10. November 2012 um 21:29

    Sehr schön geschrieben, wunderschöne Poetik, sehr gelungen ins Deutsche übertragen. Rushdie erzählt langsam, mit vielen interssanten Detaills , webt die Geschichte anhand der Traditionen, Botschaften, Ansichten, Perspektiven, Meinungen, die oft auch unterschiedlich sind. In diesem Roman geht es um das Gute und das Böse. Und auch wenn der Kampf zwischen ihnen manchmal so aussichtslos ist, gewinnt am Ende doch das Gute. Ein tolles Märchen, mit einer wunderbaren zweiten Ebene, wo sich auch viele versteckten Botschaften zur politischen Lage in allen anderen traurigen Ländern befinden.

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  • Rezension zu "Harun und das Meer der Geschichten" von Salman Rushdie

    Harun und das Meer der Geschichten

    Chrischan

    31. July 2012 um 08:45

    Harun Khalifa lebt in der traurigsten Stadt der Welt. Die Traurigkeitsfabriken arbeiten auf Hochtouren und exportieren hochwertige Traurigkeit in aller Herren Länder. Doch das alles ist für Harun nicht wirklich schlimm, den sein Vater ist der Shah von Bla, der berühmteste und beste Geschichtenerzähler, den es gibt. Keiner kann so wundervolle Märchen erzählen wie Raschid Khalifa. So könnte es weiter gehen, doch eines Tages nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Haruns Mutter verlässt die Familie und in diesem Moment versiegt die Erzählgabe des Vaters. Während der Vater immer stärker in Verzweiflung und Selbstaufgabe abgleitet, findet Harun heraus, woher die Fähigkeit seines Vaters stammte: vom Erzählwasser aus dem Meer der Geschichten. Als er einen Wasser-Dschinn dabei ertappt, wie der gerade den Geschichtenhahn von Raschid, dem Schah von Bla, abdrehen will, folgt ihm Harun nach Kahani und zum Meer der Geschichten, um seinem Vater zu helfen, wieder wundervolle Märchen zu erzählen. Salman Rushdie ist einer der ganz großen Autoren unserer Zeit und vielleicht auch eine der wichtigsten Symbolfiguren gegen religiösen Fanatismus und Idiotie. Selbst mit einer immer noch gegen ihn existenten Fatwa schreibt er kritisch und zeigt Missstände und Fehler nicht nur des Islam auf. Mit Harun und das Meer der Geschichte schenkte er seinem Sohn ein modernes Märchen, das jeden Leser in eine fantastische und geheimnisvolle Welt entführt und ihm gleichzeitig den Schmerz von Isolation und Trennung vor Augen führt. Als Parabel seiner eigenen Situation legt Rushdie sehr viel Emotion in die Geschichte ohne dabei kitschig zu werden. Die Bilder, die der Autor mit seiner sensiblen und ausgefeilten Sprache heraufbeschwört, spiegeln auf eindrucksvolle Weise den Verlauf und den Inhalt wieder. Mal düster, beklemmend und traurig, dann wieder farbenprächtig und fröhlich kann sich dieses Märchen des magischen Realisten Rushdie mit den Klassikern sehr wohl auf eine Stufe stellen. ©Christian Hesse Juli 2012

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  • Rezension zu "Harun und das Meer der Geschichten, Sonderausgabe" von Salman Rushdie

    Harun und das Meer der Geschichten

    Lax

    12. February 2011 um 18:28

    „Harun und das Meer der Geschichten“ ist ein wunderbares Märchen für Kinder aber auch für Erwachsene, die sich nicht der Eintönigkeit der Wirtschaftswelt gebeugt haben und deren Phantasie ungebrochen ist. Raschid Khalifa, der Schah von Bla, das Genie der Phantasie, lebt von seiner besonderen Gabe des Geschichtenerzählens. Dabei sprudeln aus seinem Mund immer neue fabelhafte Erzählungen über Hexen, Prinzessinen, Helden, Bösewichtern usw. Als sein Sohn Harun ihn einmal fragt, woher denn all diese Geschichten kommen, antwortet sein Vater: „Aus dem großen Meer der Geschichten.“ Doch eines Tages verlässt Soraya ihren Mann, den Genie der Phantasie und dann sagt Harun die Worte, die er am liebsten niemals gesagt hätte: „Wozu sind Geschichten gut, die nicht einmal wahr sind?“, fortan kann Raschid keine Geschichten mehr erzählen. Aus seinem Mund kommt nur noch ein Krächzen. Der Strom der Geschichten ist versiegt. Um seinen Fehler gut zu machen begibt sich Harun auf eine magische Reise. Er macht Bekanntschaft mit Wenn, dem Wasser-Dschinn, Aber, dem mechanischen Wiedehopf, Vielmaulfischen, den Eierköpfen, die verantwortlich sind für die Vzsze [Vorgang-zu-schwierig-zu-erklären], und natürlich dem Meer der Geschichten. „...stellt das Meer der Geschichtenströme die größte Bibliothek des Universums dar.“ Doch es lauern auch Gefahren in Gestalt des Ober-Bösewichts Khattam-shud. Der Junge muss ihn besiegen, doch selbst dann glaubt er nicht, dass alles gut werden wird. „Happy-Ends kommen in Geschichten, genauso wie im Leben, viel seltener vor, als die Menschen sich das vorstellen.“ „Harun und das Meer der Geschichten“ ist eine wunderbares Märchen, das sowohl Kinder, als auch Erwachsene anspricht. Salman Rushdie hat die Geschichte für seinen Sohn Zafar geschrieben. Er beschreibt den Zauber und die Magie der Worte und Träume. „Indem man den Gegenständen Namen gibt...ruft man den jeweils gekennzeichneten Gegenstand ins Leben.“ Die Namen von Raschid und Harun stammen von dem Kalifen Harun-al Raschid, der zumeist aus den Märchen von 1001 Nacht bekannt ist. Viele andere Namen und Orte entstammen anderen Geschichten oder dem Hindustani. „...keine Geschichte kommt aus dem Nichts; neue Geschichten entstehen aus alten...“ Es fällt nicht schwer, sich Salman Rushdie als den Geschichtenerzähler Raschid vorzustellen, der mit Worten jongliert und seinen Sohn Zafar (Harun) damit verzaubert. Zudem ist das Buch eine Liebeserklärung an den Jungen. „Jawohl, mein Junge, in dir steckt mehr, als auf den ersten Blick zu erkennen ist.“ „Harun und das Meer der Geschichten“ war außerdem das erste Buch von Rushdie nachdem Ajatollah Khomeini eine Fatwa zur Tötung des Schriftstellers verbreitet hatte, wegen angeblicher Gotteslästerungen in Rushdies Buch „Die satanischen Verse“. Deshalb finden sich in dem Märchen auch viele Anspielungen auf unfähige Regierungen, „...überlassen wir unseren gekrönten Häuptern niemals eine wirkliche Entscheidung“, Gewaltherrschaften, „...dass sogar die allerschlimmsten Dinge so alltäglich sind...“, unterdrückte Menschen, „...konnten endlich in freien Wahlen jene Männer bestimmen, die sie auch wirklich haben wollten“, und die Macht der Sprache und Demokratie, „Die vielen Auseinandersetzungen und Debatten, die uferlosen Diskussionen hatten mächtige Bande der Kameradschaft zwischen ihnen geknüpft“, doch vor allem spricht sich Rushdie für die Magie der Phantasie aus.

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  • Rezension zu "Harun und das Meer der Geschichten, Sonderausgabe" von Salman Rushdie

    Harun und das Meer der Geschichten

    rd19779

    20. July 2010 um 20:16

    Ein verständliches Werk, dass sich wunderbar lesen lässt und ein fantastisches Märchen ist!

  • Rezension zu "Harun und das Meer der Geschichten" von Salman Rushdie

    Harun und das Meer der Geschichten

    aia

    20. March 2009 um 19:53

    Im Grunde genommen finde ich solche Geschichten immer toll. Das Buch ist auch sehr fantasievoll und kreativ mit all den seltsamen Figuren und Begebenheiten. Trotzdem habe ich irgendwie nicht in die Geschichte rein gefunden. Habe mich immer wieder dabei erwischt, wie ich schon wieder vergessen habe, was ich gerade eigentlich gelesen habe. Ich kann ehrlich gesagt auch nicht sagen, woran das liegt. Vielleicht war meine Zeit für dieses Buch einfach noch nicht gekommen! ;) Vielleicht versuche ich es später noch einmal!

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  • Rezension zu "Harun und das Meer der Geschichten" von Salman Rushdie

    Harun und das Meer der Geschichten

    Maggi

    27. December 2008 um 23:53

    Eine wunderbare, skurrile Erzählung für Freunde des Außergewöhnlichen.

  • Rezension zu "Harun und das Meer der Geschichten" von Salman Rushdie

    Harun und das Meer der Geschichten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. July 2008 um 13:28

    Ein modernes Märchen über die Literatur und das Erzählen. Die Geschichte mutet sehr verrückt an, aber gerade das macht sie auch so liebenswert.

  • Rezension zu "Harun und das Meer der Geschichten, Sonderausgabe" von Salman Rushdie

    Harun und das Meer der Geschichten

    Leseratte1248

    22. June 2008 um 19:07

    ein süßes Buch im Stil von 1001 Nacht, ein bisschen märchenhaft und verträumt, aber gut zu lesen und interessant

  • Rezension zu "Harun und das Meer der Geschichten" von Salman Rushdie

    Harun und das Meer der Geschichten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. November 2007 um 23:17

    ich liebe dieses buch!

  • Rezension zu "Harun und das Meer der Geschichten" von Salman Rushdie

    Harun und das Meer der Geschichten

    DAL

    31. March 2007 um 12:08

    Haruns Vater ist ein berühmter Geschichtenerzähler, kann aber nicht mehr erzählen, seit seine Frau mit seinem Nachbarn durchgebrannt ist. Dies droht ihn in den Ruin zu treiben. Eines Tages entdeckt Harun einen Wasserdschinn, der gerade den Geschichtenhahn abstellen will, aus dem das Erzählwasser kommt, das Haruns Vater trinkt. Ohne dieses wird er nie wieder Geschichten erzählen können. Also folgt Harun dem Dschinn nach Gup City in Kahani, dem Land der Geschichtenströme, um seinem Vater zu helfen. Es beginnt eine abenteuerliche Geschichte, in der eine Prinzessin gerettet, das Meer der Geschichten gereinigt und Frieden zwischen zwei verfeindeten Ländern geschlossen werden muss. Und nicht zuletzt muss Haruns Vater ja auch irgendwie seine Erzählgabe wieder zurückbekommen... Es ist eine wunderbare Geschichte mit verrückten Charakteren, sowohl als Buch als auch als Hörspiel zu empfehlen.

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