Salman Rushdie Shalimar der Narr

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Inhaltsangabe zu „Shalimar der Narr“ von Salman Rushdie

Vor dem Haus seiner unehelichen Tochter wird Maximilian Ophuls, dem ehemaligen US-Botschafter in Indien, von seinem muslimischen Chauffeur die Kehle durchgeschnitten. Was aussieht wie ein politisch motiviertes Attentat, ist ein zutiefst persönliches Drama. Dies ist die Geschichte von Max, von seinem Mörder und seiner Tochter – und von einer Frau, die am Anfang von allem steht. Die Geschichte einer tiefen Liebe, die verheerend endet. Eine Geschichte, die bis nach Kaschmir führt. Ein verlorenes Paradies auf Erden mit Pfirsichhainen und Honigbienen, Bergen und Seen, grünäugigen Frauen und mörderischen Männern, wo Menschen entwurzelt werden und Namen sich auf einmal ändern – nichts bleibt, wie es ist, und doch ist alles miteinander verbunden.

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  • Rezension zu "Shalimar der Narr" von Salman Rushdie

    Shalimar der Narr
    Chrischan

    Chrischan

    02. September 2012 um 16:18

    Eines Tages wird der ehemalige Botschafter Max Ophuls von seinem Chauffeur Shalimar ermordet. Die Tat scheint auf den ersten Blick willkürlich und grundlos, eben ein typischer Terrorakt. India, - die eigentlich Kashmira heißt - Tochter des ermordeten Botschafters, beginnt auf eigene Faust mit Nachforschung. Sie will verstehen, warum der bis dato so ruhige und unauffällige Shalimar ihren Vater tötete und anschließend keinerlei Gegenwehr bei seiner Verhaftung zeigte. Sie kommt recht schnell hinter das eigentliche Geheimnis dieses Mordes: Shalimar war dereinst der Ehemann und die große Liebe von Boonyi, Kashmiras Mutter und Geliebte von Max Ophuls. Während sie weiter forscht, kommt Shalimar dahinter, wer Kashmira ist und kennt nur noch einen Gedanken: auch sie muss sterben, damit die letzte Spur der Schande von Boonyi ausgelöscht wird. * Salman Rushdie ist ohne Zweifel einer der ganz großen Autoren des 20. Jahrhunderts. Er ist einer jener Schriftsteller, die ihre Meinung sagen und an ihrer Vorstellung einer besseren Welt und vernünftigen Menschheit festhalten, koste es, was es wolle. Der gebürtige Inder Rushdie wurde dafür mit der "Fatwa" belegt. In "Shalimar der Narr" widmet sich Salman Rushdie eindringlich und sehr poetisch der Harmonie zwischen unterschiedlichen Kulturen und der Zerstörung dieser Harmonie. So zeigen Shalimar (Muslim) und Boonyi (Hindu) am Beginn der Geschichte das friedliche Miteinander der beiden Religionen. Die Harmonie zerbricht und es bleibt nur noch Shalimars Hass. Eindrucksvoll beschreibt Rushdie den harten Weg zum islamischen Fundamentalisten, immer wieder durchbrochen von Zweifeln und der Sehnsucht nach der alten Liebe und dem Frieden, der damit einher ging. * Und so wie das Land Kashmir zwischen Pakistan und Indien zerrissen und aufgerieben wird, so wird auch Kashmira, genannt India, zwischen den Welten und Kulturen hin- und hergerissen. Rushdies wunderbare Allegorie auf die weltpolitischen Zustände seiner einstigen Heimat. Immer tiefer taucht man ein in die Geschichte des einst paradiesischen Kashmir am Fuße des Himalaya, lernt Kultur und Leben, Unbeschwertheit und Leichtigkeit kennen. Man erlebt den Zerfall dieses Paradieses beispielhaft an der Geschichte von Shalimar, Boonyi und Max Ophuls und hofft, dass es am Ende Kashmira ist, die alles zu einem versöhnlichen Ende bringt. Ein faszinierende sprachliche Tiefe, eine poetische Erhabenheit mit der Rushdie ein immer noch hochaktuelles Thema bearbeitet: Wohin unbändiger Hass führen kann und das offenbar nicht einmal die Liebe ihm gewachsen ist. ©Christian Hesse, September 2012

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  • Rezension zu "Shalimar der Narr" von Salman Rushdie

    Shalimar der Narr
    Parrot

    Parrot

    23. May 2009 um 21:52

    Eines der besten Bücher das ich in den letzten Jahren gelesen - und inzwischen schon vielfach verschenkt habe.

  • Rezension zu "Shalimar der Narr" von Salman Rushdie

    Shalimar der Narr
    Anja_Lev

    Anja_Lev

    07. March 2008 um 14:41

    Zwar fand ich die Geschichte sehr schön, auch die Figuren, aber ich kann mit dem Stil Rushdies, den häufigen Bezügen zu klassischen Geschichten oder Sagen leider nicht viel anfangen, möglicherweise, weil mir das Wissen fehlt. So bleibt für mich etwas Bedauern zurück, dass ich mich nicht völlig in die Geschichte hineinziehen lassen konnte. Hauptthema sind eine verbotene Liebe im britisch besetzten Bangladesh, Sehnsucht und Suche, Missverständnisse und Machtmissbrauch. Und wer sich zutraut, sich nicht nur auf das Buch und diese Geschichte einzulassen und auch mal Sagen oder Zitate nachzuschlagen, liest sicherlich eine große, umfassende Geschichte, die zeitlich und geographisch weit reicht.

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