Salman Rushdie Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte

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Inhaltsangabe zu „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ von Salman Rushdie

Salman Rushdie, einer der großen Schriftsteller unserer Zeit, erzählt in seinem neuen Roman eine zeitlose Liebesgeschichte, die in einer Welt spielt, in der die Unvernunft regiert. Dabei lässt er Historie und Mythologie miteinander verschmelzen.Meisterhaft verwebt der Booker-Preisträger »ein intergalaktisches Supermärchen über den Krieg zwischen der Welt des Glaubens und der Welt der Vernunft« (DER SPIEGEL) und verwebt darin klassische Motive der morgenländischen Erzähltradition mit wichtigen Themen unserer Zeit – denn zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte ergeben tausendundeine Nacht.

Eine sprachgewaltige Geschichte die mich leider nicht vollkommen mitreisen konnte.

— Belladonna
Belladonna

Mir fehlte leider die emotionale Nähe zu den Charakteren

— jasimaus123
jasimaus123

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  • Meine Rezension zu "Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte"

    Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte
    Belladonna

    Belladonna

    22. May 2017 um 08:58

    Beschreibung Die Dschinnya-Prinzessin Dunia hat sich dafür entschieden das Märchenland Peristan zu verlassen und ihr Glück auf der Erde zu suchen. Dort verliebte sie sich in den Philosophen Ibn Rushd mit dem sie viele Kinder zeugte, die sich dann über die ganze Welt verstreuten. Obwohl sich Ibn Rushd von Dunia abwandte, besuchte sie ihn nach seinem Tod und sein Geist begann zu erwachen. Während Ibn Rushds Geist mit seinem schärfsten Kontrahenten, dem tiefgläubigen Ghazali im Streit liegt, beginnt auf der Erde ein Kampf zwischen den bösen Dschinn und der Menschheit. Die Existenz der ganzen Welt steht auf dem Spiel und Dunia beschließt sich im Kampf gegen die zerstörerischsten aller Dschinn auf die Seite der Menschen und die Seite ihrer Kinder zu stellen. Meine Meinung Der Roman „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ hat mich direkt angesprochen, und da ich über den Autor Salman Rushdie bisher nur gutes gehört hatte, habe ich mich auch sehr darauf gefreut. "Argumente selbst sind ja ein Werkzeug, mit dem man den Geist schärfen kann, das schärfste aller Werkzeuge, geboren aus Liebe zur Weisheit, mit anderen Worten: zur Philosophie." (Seite 29) Die Geschichte über das Geschlecht der Dschinn und Dschinnya/Dschinniri (weibl.) hat mir auch ausgesprochen gut gefallen. Ebenso die Art und Weise wie Salman Rushdie diese märchenhafte Welt mit unserer realen Welt verbindet. Dazu hat er die Dschinnya-Prinzessin Dunia auserwählt, die sich in einen Philosophen verliebt, eine Liebe die viele Kinder (ja sogar ein ganzes Geschlecht) hervorbringt und sich somit über die Jahre als Duniazat über die ganze Welt verbreitet. Die Idee solch eine tiefgehende Liebe zwischen Dschinn und Menschen als Bindeglied zu verwenden fand ich sehr romantisch und passte einfach. Der Einstieg in die Geschichte zu „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ hat mir ausgesprochen gut gefallen. Man lernt die verschiedenen Charaktere und das Wesen der Dschinn näher kennen. Auch als sich die Geschichte immer mehr zu verzweigen beginnt und immer mehr Figuren und Schicksale eingeflochten werden, hatte ich immer noch meinen Spaß an der Story. Es wird dann auch recht schnell ein Punkt erreicht, ab dem es ganz schön wild durcheinander geht. Um den Überblick doch noch zu bewahren muss man sich wirklich gut konzentrieren. Normalerweise mag ich es durch die Verknüpfung zahlreicher Handlungsstränge eine komplexe Einsicht in die Geschichte zu erhalten. Leider muss ich sagen, dass mich Salman Rushdie nach einer Weile verloren hat. Ich habe es vermisst einen Bezug zu den einzelnen Charakteren aufbauen zu können, denn sie bleiben farblos und ich spürte nicht die geringste Nähe zu ihnen. Wirklich sehr schade, da ich sehr gerne mit den speziellen und einzigartigen Protagonisten mitgefühlt hätte.Salman Rushdies Roman lässt mich zwiegespalten zurück. Zum einen mochte ich den Aufbau und die Idee hinter der Geschichte, den Krieg zwischen der Welt des Glaubens und der Vernunft. Auch der gekonnte Mix aus orientalischem Märchen aus 1001 Nacht und Realität sowie die schöne Sprache des Schriftstellers haben mir ausgesprochen gut gefallen. Leider konnten mich jedoch die Protagonisten und deren Schicksale nicht so mitreisen wie ich es mir gewünscht hätte, und die verschiedenen Handlungsstränge wurden für meinen Geschmack etwas zu wild durchgemixt, so dass es irgendwann schwer wurde den Anschluss nicht zu verlieren. Fazit Phantastisches trifft auf Realität. Vernunft trifft auf Glauben. Eine sprachgewaltige Geschichte die mich leider nicht vollkommen mitreisen konnte. --------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 21.05.2017

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  • Unvernünftige Welt

    Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte
    serendipity3012

    serendipity3012

    20. May 2017 um 18:30

    Unvernünftige Welt Die Welt gerät aus den Fugen. Nicht gleich wird den Menschen klar, was eigentlich los ist. Völlig Ungewöhnliches geschieht, doch welche Ausmaße die Unruhe haben wird, die sich ausbreitet, das ahnt erstmal niemand. Der Gärtner Mr. Geronimo schwebt plötzlich ein paar Zentimeter über der Erde und es gelingt ihm nicht, wieder Bodenhaftung zu bekommen. Also muss er eine Krankheit haben, so beschließt sein Umfeld, und man meidet ihn fortan. Ein Baby, das im Büro der Bürgermeisterin ausgesetzt wird, hat die merkwürdige Fähigkeit, jeden korrupten Menschen entlarven zu können, der ihm zu nahe kommt. Und ein junger Graphic-Novel-Autor hat nachts eine surreale Begegnung mit einer Kreatur, die er selbst zumindest so ähnlich erschaffen hat.All dies passiert, so lesen wir, weil die Schlitze zwischen den Welten sich geöffnet und die Dschinn den Weg zu den Menschen gefunden haben – nur, dass es unter ihnen einige gibt, die nichts Gutes im Schilde führen. Doch eine weibliche Dschinn, die Dschinnya Dunia, entschließt sich, den Kampf gegen die bösen Dschinn aufzunehmen. Sie möchte den Menschen, denen all diese Merkwürdigkeiten widerfahren, helfen, denn es gibt eine Verbindung zwischen ihnen und ihr: Sie sind ihre Nachfahren. Vor ein paar Hundert Jahren hatte sich Dunia in einen Menschen verliebt und viele Nachkommen mit ihm gezeugt. Diejenigen, die von ihr abstammen, zeichnen sich allesamt durch ihre angewachsenen Ohrläppchen aus – und dadurch, dass auch sie eine übermenschliche Dschinnseite haben, von der sie aber bisher noch nichts wussten. Die Lage wird immer bedrohlicher und am Ende steht die alte Frage, wer siegen wird: Das Gute oder das Böse.„Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“, der zuletzt erschienene Roman des indisch-britischen Schriftstellers Salman Rushdie, entwirft ein phantastisches Szenario. Das Buch war dasjenige, das auf seine Autobiographie „Joseph Anton“ folgte. Man glaubt zu spüren, wie sehr der Autor es genossen haben muss, nach dem Aufarbeiten vieler schwerer Jahre und nachdem er in „Joseph Anton“ teils hart mit sich selbst ins Gericht gegangen ist, etwas komplett anderes zu schreiben. Etwas, das ganz im Gegenteil zum Vorgänger nicht der Wahrheit verpflichtet ist. „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ scheint der Roman zu sein, in dem Rushdie sich mal so richtig ausgetobt hat. Das zeigt sich nicht nur daran, dass seine Geschichte eine komplett phantastische ist, eine, die sich ganz klar an die Geschichten aus 1001 Nacht anlehnt (was genau der Zeitangabe aus dem Buchtitel entspricht), sondern auch in seiner Art, diese Geschichte zu erzählen. Seine Figuren stattet er mit skurrilen Eigenschaften aus und sie reden teilweise so, wie es ihnen gerade einfällt, das heißt auch mal sehr plötzlich flapsig, umgangssprachlich, ordinär, so dass immer wieder kleine stilistische Brüche zu finden sind in Rushdies präziser Sprache. Die Welt, die er schafft, ist eine Fundgrube an sprühenden Ideen: Die Regeln, die hier herrschen, gehorchen niemandem als ihrem geistigen Schöpfer, der seiner Phantasie freien Lauf gelassen hat. Einerseits geht es so manchmal Knall auf Fall, überschlägt sich die Geschichte in ihren Skurrilitäten, andererseits kommen manche Entwicklungen aber auch ein wenig unvermittelt, so als seien sie dem Erzähler des Romans gerade erst eingefallen (was sicher nicht so ist). Dadurch wird die Geschichte in der zweiten Hälfte denn auch etwas wirr und sprunghaft. Auch sind die oft impulsiv handelnden Charaktere nicht mit mehrdimensionalen Persönlichkeiten ausgestattet, allerdings ist das bei der Art von Rushdies Geschichte auch nicht zu erwarten: Es geht hier nicht um psychologische Figurenentwicklung.Auch wenn Rushdie sich in „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ alle Freiheiten nimmt und ein skurriles Märchen erzählt, so heißt das natürlich nicht, dass seine Geschichte nichts mit den Fragen unserer Zeit zu tun hat. Der Kampf der Dschinn in seinem Roman ist der zwischen Vernunft und Religion. Immer wieder wird gefragt, ob Gott eigentlich noch nötig ist – oder ebenso, wie sehr die Menschen eigentlich verschiedenen Göttern bzw. Götzen anhängen. Wurde Gott nicht längst durch moderne Technologien abgelöst, die wir stattdessen „anbeten“? Sind wir wirklich vernünftig? So gefragt, dürften berechtigte Zweifel aufkommen.„Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ dürfte ein eher untypischer Rushdie sein, obwohl natürlich immer schon Unwahrscheinliches und Phantastisches in seine Bücher Einzug erhalten hat. Gewohnt gut geschrieben, wurde es mir in der zweiten Hälfte des Romans teils ein wenig zu wirr, hatte ich das Gefühl, die Pferde seien ein wenig mit dem Autor durchgegangen. Trotzdem: Der Roman sprüht vor Einfallsreichtum und Witz. Bereits für den Herbst ist im Bertelsmann Verlag Rushdies neuer Roman „Golden House“ angekündigt, und diesmal sind seine Hauptfiguren dann wohl wieder ganz menschlich.

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  • Konnte mich leider nicht erreichen

    Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte
    jasimaus123

    jasimaus123

    01. May 2017 um 11:20

    Es geschehen seltsame Dinge in New York, die sich mit Logik nicht mehr erklären lassen. So schwebt etwa ein Gärtner einige Zentimeter über dem Boden. Oder das Monster eines Graphic-Novel-Designers erwacht zum Leben. Grund dafür ist die Dschinn-Prinzessin Dunia. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich bereits sehr viel Gutes über den Autor Salman Rushdie gehört habe. Außerdem liebe ich die Verbindung von Märchen und Realismus, die sich in seinen Büchern wiederfindet. Leider verflog meine anfängliche Vorfreude schnell, da ich das Buch schon nach wenigen Kapiteln wieder zur Seite legte und für zwei Tage nicht aufnahm. Es zog mich einfach nicht an. Schließlich nahm ich es in den Pausen immer zur Hand und hoffte, dass es mich doch noch packen würde. Leider nicht. Ich habe es fertig gelesen, aber eher gezwungenerweise als mit wirklicher Lesefreude. Die Idee die Salman Rushie verfolgt ist das ganze Buch über spürbar und sie war wohl auch das was mir am besten gefallen hat. Gemeinsam mit seinen interessanten Gedanken, die sorgsam in die Geschichte eingewebt wurden. Demzufolge erinnerte mich das Buch an einen kostbaren persischen Teppich, den man mit glitzernden Augen bewundert. Was mir aber bei dem Buch sehr gefehlt hat war die emotionale Nähe zu den Charakteren. Sie fühlten sich für mich wie leere Puppen an, wie Schachfiguren die der Autor auf seinem Spielbrett hin und her schiebt. Ich fand zu niemandem Zugang und somit fehlten beim Lesen einfach die Emotionen. Das fand ich sehr, sehr schade! Zudem fehlte mir der Schwung in der Geschichte. Es geht immer so dahin, aber es kommt nie wirklich zu einem Höhepunkt der mich gespannt mitfiebern lässt. Das machte das Verfolgen der Handlung langweilig. Die schöne Sprache hat das für mich wieder etwas erträglicher gemacht, da man sich, wenn schon beim Plot nichts passiert, zumindest auf die wunderschön geformten, oft über mehrere Zeilen gehenden, Sätze von Salman Rushdie konzentrieren konnte. Rundum aber war es für mich eher anstrengend als unterhaltsam das Buch zu lesen. Ich werde den Autor nicht gleich verwerfen, da mich seine Sprache durchaus bezaubert hat, aber mit diesem Buch konnte ich mich leider gar nicht anfreunden. FAZIT: Auch wenn Salman Rushdie mit seiner wunderschönen, außergewöhnlichen Sprache überzeugt, so war es für mich doch eher ermüdend das Buch zu lesen da die Handlung einfach nicht sehr aufregend gestaltet war und mir die emotionale Nähe zu den Charakteren fehlte.

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  • Interessante Geschichte

    Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte
    laraelaina

    laraelaina

    25. November 2016 um 15:14

     Wortgewitter und Fabulierkunst. Eine interessante Geschichte mit Fantasycharakter, auf die ich mich aber erst einlassen musste. Anfangs schwankte ich zwischen gut und ich weiß nicht, aber am Ende fand ich sie doch lesenswert.

  • Sehr speziell, aber eine interessante Erfahrung

    Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte
    Dominic32

    Dominic32

    07. May 2016 um 11:17

    Der Autor Salman Rushdie war mir durch sein Buch "Die Satanischen Verse" vom Namen her bekannt, gelesen hatte ich aber noch nichts von Ihm. Als ich dann von einer Lesung zu seinem neuen Roman erfahren habe (die ich leider verpasst habe) wurde ich doch neugierig. Erzählt wird die Liebesgeschichte von Ibn Rushd, einem Philosophen, und Dunia, der Prinzessin des Lichts. Ihre Kinder leben verstäut auf der Welt, ohne dass sie voneinander wissen, gemeinsam sind ihnen nur die eingewachsenen Ohrläppchen.  Viele Jahrhunderte später sucht ein Sturm die Welt heim und unterschiedliche Menschen erhalten spezielle Fähigkeiten. Ein Baby, dass die Bürgermeisterin der Stadt findet, besitzt die Fähigkeit Lügner und Betrüger zu enttarnen. Der Gärtner Geronimo schwebt plötzlich über den Boden und alles ausgelöst durch den alten Streit zweier Philosophen. Sie streiten sich noch im Grab , der Eine will den Menschen das Füchten lehren und sie damit in die Arme Gottes treiben, während der Andere gleich die Existenz eines Gottes komplett in Frage stellt.Salman Rushdie lässt in seinem Roman so viele Figuren auftauchen und verschwinden, dass man schon mal den überblick verlieren kann. Wer aber den Überblick behält und bis zum Ende liest, wird es, denke ich, nicht bereuen, auch wenn das Buch sicher nicht jeden Geschmack trifft. Dabei muss man das Buch sehr genau lesen, um jeden Bezug zur heutigen Zeit zu verstehen.Fazit: Man sollte das Buch nicht gerade zum kurzen Lesevergnügen in die Hand nehmen, wer aber Lust auf ein Buch hat über das man noch länger nachdenkt ist hier gut aufgehoben.

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  • Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Tage

    Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte
    Minoo

    Minoo

    26. December 2015 um 11:14

    Simon Jäger war mir als Hörbuchsprecher bereits aus Hörbüchern von John Katzenbach und Sebastian Fitzek ein Begriff. In Filmen leiht er u.a. Matt Damon seine Stimme. Ich mag sowohl seine Art zu Lesen als auch seine Stimme selbst, weshalb mich Hörbücher mit ihm meist interessieren. Auch in "Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte" passt er seine Stimme wieder in Perfektion der Geschichte an und überzeugte mich einmal mehr. Der Beginn des Hörbuches hat mir sehr gefallen. Salman Rushdie hat einen sehr eigenen Humor, in welchem er seine Kritik verpackt ohne diese zu entschärfen. Dieser konnte mich sofort mitreissen. Auch die Geschichte selbst begann sehr interessant und außer-gewöhnlich. Teilweise philosophisch und beinahe immer gesellschaftskritisch erinnerte mich das Buch nicht nur einmal an eine Satire. Auch der Schreibstil ist außergewöhnlich und nur schwer zu beschreiben. Der Aufbau des Buches ist sehr komplex, so gibt es in Salman Rushdies Werk mehrere ineinander verschachtelte Ebenen, denen ich nicht immer folgen konnte. Ein Großteil der Sätze ist ebenfalls sehr verschachtelt und zieht sich teilweise über mehrere Zeilen hinweg. Leider gab es hier zusätzlich auch noch einige Längen, in welchen der Autor über viele Seiten (im Falle des Hörbuches Minuten) die Welt der Dschinn beschrieb. Teilweise fühlte ich mich komplett verloren und hatte große Mühe irgendwie wieder in die Geschichte zu finden. Zum Ende hin war ich einfach nur noch frustriert, weil mir dies nicht gelingen wollte. Fazit: Salman Rushdies "Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Tage" ist keine leichte Kost. Bei aller Liebe zu Simon Jäger: Ich wünschte ich hätte dieses Buch gelesen und nicht gehört. Vielleicht wäre es mir dann leichter gefallen der Geschichte zu folgen?

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  • Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte, rezensiert von Götz Piesbergen

    Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte
    Splashbooks

    Splashbooks

    12. December 2015 um 11:12

    Es gibt, glaube ich, nur wenige Menschen, die nichts von Salman Rushdie gehört haben. Der durch "Die Satanischen Verse" bekannte Autor hat jetzt mit "Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte" sein neuestes Werk herausgebracht. Der Autor wurde 1947 in Mumbai geboren. Sein schulischer Werdegang erstreckt sich über die Cathedral and John Connon School in Mumbai, Rugby School in Warwickshire, bis hin zum King's College an der University of Cambridge. Mit seinem zweiten Buch "Mitternachtskinder" gelang ihm der Durchbruch und seitdem ist er als Autor weltbekannt und berühmt. Sein Roman "Die Satanischen Verse" führte dazu, dass er in der islamischen Welt angefeindet wird. Im Iran wurde eine Fatwa auf ihn ausgestellt, was zu einem Anschlag auf sein Leben führte. Aktuell lebt der Autor in New York am Times Square. Vor viele, vielen Jahrhunderten nahm sich der in Ungnade gefallene arabische Philosoph Ibn Ruschd eine Geliebte. Ihr Name war Dunia, und sie war insgeheim eine Prinzessin der Dschinn. Ihre Liebesbeziehung führte dazu, dass sie viele Kinder gebar, deren Hauptmerkmal eingewachsene Ohrläppchen waren. Irgendwann wurde der Philosoph wieder in Ehre aufgenommen und er verließ seine Geliebte. Doch ihre Kinder lebten weiter und gebaren ihrerseits Kinder. In der Jetztzeit sucht ein riesiger Sturm die Welt heim. Und der sorgt dafür, dass auf einmal bestimmte Menschen besondere Fähigkeiten erhalten. Der eine schwebt über dem Boden, während ein Baby dafür sorgt, dass jede korrupte Person in seiner Umgebung als solche enttarnt wird. Was allen gemeinsam ist, ist, dass sie eingewachsene Ohrläppchen haben. Denn sie sind Nachfahren von Dunia. Und werden unweigerlich in einen Konflikt zwischen den Dschinn hineingezogen. Es wird nicht einfach sein, "Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte" zu lesen. Denn der Autor fordert seinen Leser heraus, seinem Werk die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Tut man das nicht, verpasst man die eine oder andere interessante Wendung im Plot und steht auf einmal verwirrt da. Doch in diesem Fall ist man selber schuld. Denn man verpasst sonst eines der besten Bücher dieses Jahres! Was Salman Rushdie hier zu Papier bringt, ist einfach nur unglaublich gut. Es ist phantastisch, phänomenal. Der Autor spielt dabei mit vielen Ebenen und Anspielungen. Er verschränkt Biografisches mit Fiktivem und lässt Reales auf Irreales stoßen. Und all das beschreibt er mit einer Wonne, die dem Roman anzumerken ist. Wiederholt spürt man das Augenzwinkern zwischen den Zeilen. Und man teilt das Vergnügen des Schriftstellers, in dem man seine Arbeit genießt.Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22785/zwei_jahre_acht_monate_und_achtundzwanzig_naechte

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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