Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

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Inhaltsangabe zu „Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands“ von Salvatore Basile

Nur wer sich verliert, kann sich auch finden ... Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird …

Ein verlorener Gegenstand der dem Leser beibringt wie man sich wieder findet

— CathyCassidy
CathyCassidy

Ein ganz entzückendes und berührendes Buch....

— wortgeflumselkritzelkram
wortgeflumselkritzelkram

Wunderschön geschriebene, emotionale Reise eines Einzelgängers, die nachdenklich macht.

— SusanD
SusanD

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  • Leserunde zu "Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands" von Salvatore Basile

    Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands
    aba

    aba

    "Was hast du vor, fährst du weg? Wo willst du denn hin?"Sie hat damals nicht geantwortet.Vielleicht wurde ihre Stimme aber auch vom Rattern des ankommenden Zugs übertönt. Was gibt es besseres als ein schönes Buch, um den Winter zu vertreiben? "Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands", der Debütroman des italienischen Autors Salvatore Basile ist genauso ein Buch, das einem den Frühling näher bringt. Habt ihr Sehnsucht nach Italien in euren Herzen? Glaubt ihr auch an Wunder? Wenn eure Antwort auf diese Fragen "Ja" ist, dann dürft ihr Michele auf seine wundersame Reise durch Italien begleiten, zusammen mit ihm viele Abenteuer miterleben und liebenswerte Menschen kennenlernen.Zum InhaltSeit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird…Lust auf eine Leseprobe?Zum AutorSalvatore Basile wurde in Neapel geboren und lebt heute in Rom, wo er als Drehbuchautor und Regisseur arbeitet. Seit über zehn Jahren lehrt er kreatives Schreiben an der Alta Scuola in Media Communicazione e Spettacolo dell’Università Cattolica in Mailand. "Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands" ist sein erster Roman.Wenn ihr mehr über Salvatore Basile, seine Träume und über die Hintergründe zu seinem Buch erfahren möchtet, dürft ihr dieses schöne Interview nicht verpassen!Möchtet ihr Michele kennenlernen, mit ihm gemeinsam durch Italien reisen und den Winter hinter euch lassen?Zusammen mit Blanvalet verlosen wir 25 Exemplare von "Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands" unter allen, die sich über diesen einfühlsamen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 19.03. und antwortet auf folgende Frage:Michele sammelt von anderen Menschen verlassene Gegenstände.Habt ihr auch eine Sammelleidenschaft? Was (außer Büchern natürlich!) sammelt ihr? Was findet ihr so schön daran?Ich freue mich sehr auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück! * Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 318
  • Der Zug ist nie abgefahren

    Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands
    CathyCassidy

    CathyCassidy

    26. March 2017 um 20:32

    Die HandlungIch muss gestehen dass der Anfang für mich persönlich ziemlich langatmig und auch nicht wirklich packend war. Es wird Micheles Situation erläutert, seine Reaktion auf Veränderungen, sein isoliertes und dabei für ihn völlig ausreichendes Leben. Dabei lesen sich seine Gedankengänge wie diejenigen eines unsicheren Teenagers, welcher er wahrscheinlich auch geblieben ist, da das Verschwinden seiner Mutter seine Entwicklung in einer Weise aufgehalten hat. Die Tagebucheinträge welche die Gedanken des damals siebenjährigen Michele umfassen hingegen lesen sich wie diejenigen eines Erwachsenen. Im Grunde also verkehrte Welt. Ansonsten habe ich nur noch einen Kritikpunkt, das wäre die Geschwindigkeit in welcher sich die Geschichte entwickelt. Sie spielt innerhalb von 10 Tagen, aber innerhalb dieser zehn Tage findet Michele auf viele verschiedene erdenkliche Weisen Liebe, und zwar Liebe für den Rest seines Lebens, und mir persönlich ging das ein wenig zu schnell. Es ist einfach alles sehr komprimiert. Ab der Hälfte jedoch nimmt die Geschichte Fahrt auf. Michele beginnt seine Reise, und diese Hälfte hat mir sehr sehr gut gefallen. Sie steckt voller Lebensweisheiten, voller Geschichten über das Leben, welche nicht nur Michele formen und im Endeffekt formen sondern auch den Leser. Es ist eine Geschichte, die den Wert des Lebens betont, die zeigt, dass es nie zu spät ist noch einmal von vorn anzufangen, dass das Leben immer lebenswert ist. Die CharaktereWie ich schon erwähnte, finde ich Michele anfangs wirklich bizarr. Er wirkt wie stehengeblieben, wie ein Kind, und es fiel mir unglaublich schwer mich mit ihm zu identifizieren. Doch das änderte sich nach der ersten Hälfte des Romans. Michele macht eine Veränderung durch; diese Veränderung wird nicht groß thematisiert, sie verläuft eher unmerklich, aber sie hat so große Veränderungen zur Folge dass man sie gar nicht verpassen kann. Mir gefällt sehr gut wie der Autor diese bewirkt hat. Mit Elena, der weiblichen Protagonistin, bin ich zwar nie wirklich warm geworden, allerdings ist sie ein Zeichen dafür dass jeder Mensch sein eigenes Päckchen zu tragen hat, ob man es nun sehen kann oder nicht. Ihr Verhalten befremdet mich einfach, da sie wohl ein sehr sprunghafter Mensch ist - nach dem zweiten Treffen erwartet sie von dem stummen Michele schon eine Liebeserklärung, weil sie sich im Gegenzug schon davor in ihn verliebt hat. Trotzdem tut sie natürlich ihr übriges, um Michele vom lebenswerten Leben zu überzeugen.FazitDie erste Hälfte des Romans verlief noch eher schleppend, aber danach startete für mich ein wirklich lesenswerter Roman, der auch mir etwas über das Leben beigebracht hat. 

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  • ...für mich das beste Buch bis jetzt von 2017...

    Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands
    Lesebegeisterte

    Lesebegeisterte

    24. March 2017 um 15:22

    Bereits nach den ersten paar Seiten war ich gefesselt von diesem Buch. Micheles Mutter hat ihn und seinen Vater als er noch ein kleines Kind war verlassen. Nie ist er über diesen Verlust hinweg gekommen. Doch dann trifft er eines Tages auf  Elena und sein fades Leben nimmt eine Wendung. Er macht sich auf die Suche nach seiner Mutter. Eine abenteuerliche, dramatische und sehr emotionale Reise beginnt. Dieser Roman hat mich so was von gefesselt und begeistert!! Konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Mein Frühjahrshighlight 2017!!  

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  • Was für ein entzückendes Buch ...

    Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands
    wortgeflumselkritzelkram

    wortgeflumselkritzelkram

    15. March 2017 um 16:58

    "Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands" von Salvatore Basil ist 2017 bei Blanvalet erschienen. Zum Inhalt: Der dreißigjährige Michele lebt, seitdem ihn seine Mutter als Kind verlassen hat, abgeschottet von der Außenwelt in einem Bahnhofshäuschen eines kleinen Dörfchen in Italien. Seine Einsamkeit kompensiert er mit Gegenständen, die in den Zügen liegen bleiben und die er aufsammelt und verwahrt. Eines Tages begegnet ihm jedoch Elena, die ihre eigenen Geister mit sich herum schleppt, die es aber trotzdem schafft, ihn aus seiner Melancholie zu reißen. Und als dann plötzlich genau das Tagebuch von Michele in einem der Züge auftaucht, das seine Mutter damals bei ihrem Verschwinden mitnahm, bricht Michele zu einer Reise durch Italien auf, die ihn komplett verändern wird....Was für ein schönes Buch! Der Drehbuchautor und Regisseur Salvatore Basil, geboren in Neapel, nimmt uns hier in seinem ersten Roman mit auf eine wundersame Reise.Von Beginn an ist man als Leser ganz bei Michele, der in seiner Einsamkeit und Verlassenheit die Mauern hoch gebaut hat und sich mit Fundsachen umgibt, bei denen er weiß, dass diese ihn nicht verlassen oder enttäuschen können. Als die quirlige Elena auftaucht, gibt es jedoch einen Riß in seiner vermeintlichen Sicherheit und er beginnt sein Leben zu hinterfragen."Das war fast elf Jahre her (die Beerdigung seines Vaters), und jetzt wurde ihm bewusst, dass er keine Übung mehr hatte im Umgang mit Menschen...... Wie hatte das nur geschehen können, und wann hatte die Einsamkeit die Oberhand in seinem Leben gewonnen? Wann war die Stille hier eingezogen, wann waren die täglichen Verrichtungen und die Abwesenheit anderer zur Essenz seines Lebens, oder vielleicht besser, Überlebens geworden?"Das Tagebuch, das plötzlich in dem Zug auftaucht, überzeugt ihn davon, dass seine Mutter dort gewesen sein muss. Da dieser Zug nur drei Stationen anfährt, macht er sich auf, die Strecke abzufahren und die damit verbundenen Dörfer aufzusuchen und nach seiner Mutter zu suchen. Dabei begegnen ihm einige Menschen - manche sind ihm wohl gesonnen, andere nicht. Von jedem dieser Menschen lernt er etwas. Für mich scheint es fast so, als würde er alles, was er vorher in seiner Isolation nicht erleben konnte oder wollte, in wenigen Tagen nachholen. Das ist auch für mich als Leser zwischendurch anstrengend und scheint leider manchmal auch ein wenig überhastet und somit leicht unglaubwürdig.Dies nimmt dem Buch aber nicht die Faszination. Sprachlich und auch vom Aufbau erinnert es mich tatsächlich ein wenig an den "Kleinen Prinzen", mit wunderschönen Sprüchen und Aussagen, die ich noch lange in mir hin und her bewegt habe."Hör ihr zu. Erst dann kannst du dich entscheiden, ob du dich wirklich rächen willst für das, was sie dir angetan hat, und ihr im Gegenzug auch wehtun willst, oder ob du ihr einfach verzeihst. Denn nur, wenn du das tust, kann sich die Wunde wirklich schließen."Am Ende steht das Verzeihen und Michele ist ein anderer Mensch, als zu Beginn seiner Reise und damit auch bereit, in seinem Leben neue Wege zu gehen."Michele hatte erkannt: Es gab nicht nur die Erklärung für eine Tat oder ein Geschehnis, die zählte. Und es kam nicht immer bloß darauf an, ob etwas richtig oder falsch war. Entscheidend war das Ergebnis, das am Ende dabei heraus kam. Er hatte verstanden, dass selbst dieses Ergebnis immer ambivalent sein würde, bis ganz zum Schluss, dass es aber unsere eigenen Handlungen waren, die über unser Leben entschieden, und nicht die der anderen, auch wenn es manchmal so aussah."Dies ist ein ganz wunderbares, berührendes Buch, das leicht daher kommt, ohne seicht zu sein und das mich wieder einmal erfahren lässt: "Der Weg ist das Ziel ..."

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  • Zwei Spatzen mit gebrochenen Flügeln

    Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands
    YukBook

    YukBook

    15. March 2017 um 07:39

    Was ist das wohl für ein Gefühl, als Bahnhofswärter zu arbeiten und tagtäglich Reisende zu beobachten ohne selbst jemals den Bahnhof zu verlassen? Genau solch ein Leben führt Michele Airone, Protagonist dieses Romans. Uns wäre das sicher zu fad, aber Michele ist mit seinem ereignislosen Leben zufrieden. Sein Alltag ist völlig auf den Rhythmus der Bahnstation im kleinen Küstendorf Miniera di Mare ausgerichtet. Immer um die gleiche Zeit blickt er morgens dem abfahrenden Interregio nach, abends empfängt er ihn wie eine Ehefrau, die von der Arbeit zurückkehrt. Außer dem Zug gibt es in seinem Leben nichts Bedeutendes – außer vielleicht die beträchtliche Zahl von Fundsachen, die sich in seiner Wohnung angesammelt haben und ihm Trost spenden. Als er sieben war, wurde er von seiner Mutter aus heiterem Himmel verlassen. Seitdem traut er niemandem mehr und lebt zurückgezogen in seinem Schneckenhaus. Das ändert sich, als eine junge Frau namens Elena buchstäblich in seine Wohnung hereinschneit. Mit ihrer Gesprächigkeit, Neugier und fröhlichem Temperament bringt sie Micheles Alltag und Gefühle durcheinander. Als Michele sein Tagebuch, das er einst seiner Mutter mitgab, im Zug findet, ermutigt Elena ihn, sich auf die Suche zu begeben. Von da an begleiten wir den Protagonisten, den wir längst ins Herz geschlossen haben, auf seiner ersten Zugreise, die ihn ins Dorf Ferrusivo führt. Der schwierige ‚Abnabelungsprozess’ von seinem Zuhause und seine ersten Versuche, mit Menschen in Kontakt zu kommen, wird zauberhaft erzählt. Ganz gleich, ob er sich mit einem glücklichen Ehepaar in einer Trattoria unterhält oder sich das Gejammer eines unzufriedenen Inspektors anhört – ich hatte fast das Gefühl, neben ihm zu sitzen und die Atmosphäre zu spüren. Die Suche nach seiner Mutter wird auch eine Reise in Micheles Vergangenheit, denn eine Begegnung, ein Duft oder ein Geschmack weckt Kindheitserinnerungen, die mit dem aktuellen Geschehen geschickt verwoben werden. Ich finde die Idee und Dramaturgie dieses Romans einfach großartig! Micheles Reise, seine Erlebnisse und seine persönliche Entwicklung sind eine Metapher für das ganze Leben. Er fasst Mut, wächst über sich hinaus, wird euphorisch, erlebt dann eine Niederlage, ist enttäuscht und desillusioniert, fällt ins Bodenlose, wagt dennoch einen neuen Versuch ... und lernt dabei immer wieder neue Seiten an sich kennen. Es dauert eine Weile, bis er begreift, dass auch Elena genau wie er ein Spatz mit gebrochenen Flügeln ist, und was es bedeutet, zu vergeben und einen geliebten Menschen ganz und gar in sein Leben einzulassen.

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