Salvatore Niffoi

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Redenta Tiria, Die Legende von Redenta Tiria und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Salvatore Niffoi

Salvatore Niffoi wurde 1950 in Orani, Sardinien geboren wo er heute noch lebt. Sein Debüt »Die Legende von Redenta Tiria« veröffentlichte er 1997 in einem kleinen sardischen Verlag, erst als das Buch 2005 vom Mailänder Verlag Adelphy erneut verlegt wurde, erlangte es Ruhm und Ehre. Die deutsche Übersetzung wurde 2007 vom Zsolnay Verlag veröffentlicht. Bevor Niffoi mit dem Schreiben begann, war er Gymnasiallehrer. Im Jahr 2006 wurde er für seinen Roman »Die barfüßige Witwe« mit dem »Premio Campiello« ausgezeichnet.

Alle Bücher von Salvatore Niffoi

Salvatore NiffoiDie Legende von Redenta Tiria
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Die Legende von Redenta Tiria
Die Legende von Redenta Tiria
 (2)
Erschienen am 15.09.2007
Salvatore NiffoiRedenta Tiria
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Redenta Tiria
Redenta Tiria
 (2)
Erschienen am 27.01.2015
Salvatore NiffoiDie barfüßige Witwe
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Die barfüßige Witwe
Die barfüßige Witwe
 (1)
Erschienen am 07.03.2011
Salvatore NiffoiThe Legend of Redenta Tiria
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The Legend of Redenta Tiria
The Legend of Redenta Tiria
 (0)
Erschienen am 05.06.2008

Neue Rezensionen zu Salvatore Niffoi

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JulesBarroiss avatar

Rezension zu "Redenta Tiria" von Salvatore Niffoi

Schwarze Komödie: chaotisch und grotesk
JulesBarroisvor 4 Jahren

Die Geschichte wird erzählt vom Rentner Battista Graminzone, der ehemalige Standesbeamte der Gemeinde Abacrasta

Obwohl der Roman in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts spielt, handelt er von einem archaischen Sardinien, vom Barbarenland, wie es die Römer nannten, primitiv, karg und wild, mythische und geheimnisvoll, faszinierend und schrecklich zugleich . Ein raues Land, hart, dornig, ein Land der Müdigkeit, der Schmerzen und der Leidenschaft.

Und das Dorf Abacrasta, ein Land der Fische, der Armut und der Gewalt hat noch eine Besonderheit. Hier stirbt niemand einfach so. Eine Art Fluch, der aus einer inneren Stimme spricht, zwingt die Menschen dazu, sich ihr Leben zu nehmen. Einer Stimme, der sich niemand widersetzen kann.

Dieser Roman ist ein wahrer Strudel von Geschichten. Kurz, aber intensiv, sehr intensiv: auf hundertsechzig Seiten, beginnend mit dem Großvater des Protagonisten Mannoi Graminzone treffen wir viele Menschen, Gesichter, Männer und Frauen aus der Tiefe des sardischen Landes. Salvatore Niffoi führt uns durch 19 Abenteuer. 12 davon spielen in der Zeit, als der Fluch herrschte und 7, nachdem die blinde Redenta Tiria den Fluch gebannt hatte. Und jedes dieser Abenteuer ist einzigartig. Die jeweiligen Protagonisten sind durch den roten Faden der „Stimme“ mörderisch miteinander verbunden. Die Figuren sind faszinierend und manchmal sehr komisch. Niffoi entwickelt eine enorme Phantasie des Erzählens, wie eine in Prosa gegossene mündliche Erzählung. Glatte, genaue Sätze, kostbare Metapher machen den Reiz dieses Buches aus. Nie wird es langweilig, ist aber auch nicht schwer zu lesen. Die Geschichten zwischen Realität und Legende sind sehr unterhaltsam.

Es ist ein Roman in kräftigen, impressionistischen Farben, mit präzisen und prägnanten Strichen, die beim Leser Gefühle hervorbringen, die Legende und Traum fast sanft und ätherisch lebendig werden lassen. Die Bilder sind wie unauslöschliche Fotografien, die die Härte des täglichen Lebens und die leise Hoffnung, des Traumes zu verewigen; ein wunderlicher Tanz eine Verfolgungsjagd zwischen Leben und Tod.

Der Autor zeigt eine hohe Empfindlichkeit und die Fähigkeit, die menschliche Seele lebendig und originellen darzustellen. Ein Roman wie der bittere Saft von Schierling, ein Roman, der alle Facetten der menschlichen Seele offenbart, Diese Welt, in die uns Salvatore Niffoi führt, ist nicht nur dunkel: Tief unten gibt es ein kleines Licht, das Hoffnung verspricht: Redenta Tiria.

Wer Geschichten liebt, die zwischen Realität und Legende liegen, der wird hier köstlich unterhalten.

Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Verlages Klaus Wagenbach

http://www.wagenbach.de/buecher/soeben-erschienen/titel/991--redenta-tiria.html

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Leserrezension2010s avatar

Rezension zu "Die Legende von Redenta Tiria" von Salvatore Niffoi

Rezension zu "Die Legende von Redenta Tiria" von Salvatore Niffoi
Leserrezension2010vor 8 Jahren

A44 Die Legende von Redenta Tiria von Salvatore Niffoi Kategorie: Allgemein

Rezession zu
"Die Legende von Redenta Tiria" von Salvatore Niffoi
Ein wunderbares Buch, einzigartig und tiefgehend.
Der Erzählstil Niffois ist einfach einzigartig: er beginnt eine Geschichte zu erzählen, indem er erst einmal sehr weit greift und man nach einiger Zeit eigentlich gar nicht mehr weiß, von was er anfangs eigentlich erzählen wollte.
In seinem Buch werden kapitelweise verschiedene kleine Geschichten erzählt, die sich um eine besondere Persönlichkeit aus Abacrasta drehen und meistens mit deren Selbstmord enden. Trotzdem ist keinesfalls ein depressives Buch, sondern erheitert viel mehr und lässt eine andere Sicht auf Dinge zu (wie man sie nie für möglich gehalten hätte). Hauptsächlich handelt das Buch von den Einwohnern Abacrastas und ihren eigentümlichen Bräuchen, Redenta Tiria, eine blinde Frau, die den Bann dieser Bräuche löst, taucht erst ziemlich spät auf und ist auch nur ein kleiner Bestandteil dieser wundervollen Erzählung.
Einfach Atemberaubend.

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LauraJohannaXenias avatar

Rezension zu "Die Legende von Redenta Tiria" von Salvatore Niffoi

Rezension zu "Die Legende von Redenta Tiria" von Salvatore Niffoi
LauraJohannaXeniavor 8 Jahren

EIn wunderbares Buch, einzigartig und tiefgehend.
Ich liebe den Erzählstil von Niffoi, er beginnt eine Geschichte zu erzählen, indem er erst einmal sehr weit greift und man nach einiger Zeit eigentlich gar nicht mehr weiß, von was er anfangs eigentlich erzählen wollte.
In seinem Buch werden kapitelweise verschiedene kleine Geschichten erzählt, die sich um eine besondere Persönlichkeit aus Abacrasta drehen und meistens mit deren Selbstmord enden. Trotzdem ist keinesfalls ein depressives Buch, sondern erheitert viel mehr und lässt eine andere Sicht auf Dinge zu (wie man sie nie für möglich gehalten hätte). Hauptsächlich handelt das Buch von den Einwohnern Abacrastas und ihren eigentümlichen Bräuchen, Redenta Tiria, eine blinde Frau, die den Bann dieser Bräuche löst, taucht erst ziemlich spät auf und ist auch nur ein kleiner Bestandteil dieser wundervollen Erzählung.
Einfach Atemberaubend.

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