Salvatore Niffoi Redenta Tiria

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Inhaltsangabe zu „Redenta Tiria“ von Salvatore Niffoi

Alt wird in Abacrasta niemand. Von einer geheimnisvollen Stimme gerufen, legen sich die Männer meist den Gürtel um den Hals, die Frauen nehmen den Strick. Bis eines Tages eine barfüßige Frau ins Dorf kommt, Redenta Tiria. Das erzählt uns ein pensionierter Beamter des Einwohnermeldeamts, der auch die bizarren Biographien seiner Mitmenschen registriert hat. Viele gehen in den Tod, als würden sie nur mal schnell im Garten die Wäsche aufhängen. Allen gemeinsam ist, dass sie eine Welt bewohnen, voll des finstersten Aberglaubens und der archaischsten Bräuche, doch ausgestattet mit sämtlichen Utensilien der Neuzeit. Sie glauben an Flüche und an Weissagungen und fahren doch Motorrad oder suchen ihre Braut im Internet. Der Leser folgt dem Erzähler auf den aberwitzigsten Wegen in die dunkelsten Winkel und bleibt dabei heiter und begierig, neue Geschichten zu erfahren.

http://novelero.de/eine-sardische-legende/

— sandro_abbate

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— JulesBarrois

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  • Schwarze Komödie: chaotisch und grotesk

    Redenta Tiria

    JulesBarrois

    01. February 2015 um 09:13

    Die Geschichte wird erzählt vom Rentner Battista Graminzone, der ehemalige Standesbeamte der Gemeinde Abacrasta Obwohl der Roman in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts spielt, handelt er von einem archaischen Sardinien, vom Barbarenland, wie es die Römer nannten, primitiv, karg und wild, mythische und geheimnisvoll, faszinierend und schrecklich zugleich . Ein raues Land, hart, dornig, ein Land der Müdigkeit, der Schmerzen und der Leidenschaft. Und das Dorf Abacrasta, ein Land der Fische, der Armut und der Gewalt hat noch eine Besonderheit. Hier stirbt niemand einfach so. Eine Art Fluch, der aus einer inneren Stimme spricht, zwingt die Menschen dazu, sich ihr Leben zu nehmen. Einer Stimme, der sich niemand widersetzen kann. Dieser Roman ist ein wahrer Strudel von Geschichten. Kurz, aber intensiv, sehr intensiv: auf hundertsechzig Seiten, beginnend mit dem Großvater des Protagonisten Mannoi Graminzone treffen wir viele Menschen, Gesichter, Männer und Frauen aus der Tiefe des sardischen Landes. Salvatore Niffoi führt uns durch 19 Abenteuer. 12 davon spielen in der Zeit, als der Fluch herrschte und 7, nachdem die blinde Redenta Tiria den Fluch gebannt hatte. Und jedes dieser Abenteuer ist einzigartig. Die jeweiligen Protagonisten sind durch den roten Faden der „Stimme“ mörderisch miteinander verbunden. Die Figuren sind faszinierend und manchmal sehr komisch. Niffoi entwickelt eine enorme Phantasie des Erzählens, wie eine in Prosa gegossene mündliche Erzählung. Glatte, genaue Sätze, kostbare Metapher machen den Reiz dieses Buches aus. Nie wird es langweilig, ist aber auch nicht schwer zu lesen. Die Geschichten zwischen Realität und Legende sind sehr unterhaltsam. Es ist ein Roman in kräftigen, impressionistischen Farben, mit präzisen und prägnanten Strichen, die beim Leser Gefühle hervorbringen, die Legende und Traum fast sanft und ätherisch lebendig werden lassen. Die Bilder sind wie unauslöschliche Fotografien, die die Härte des täglichen Lebens und die leise Hoffnung, des Traumes zu verewigen; ein wunderlicher Tanz eine Verfolgungsjagd zwischen Leben und Tod. Der Autor zeigt eine hohe Empfindlichkeit und die Fähigkeit, die menschliche Seele lebendig und originellen darzustellen. Ein Roman wie der bittere Saft von Schierling, ein Roman, der alle Facetten der menschlichen Seele offenbart, Diese Welt, in die uns Salvatore Niffoi führt, ist nicht nur dunkel: Tief unten gibt es ein kleines Licht, das Hoffnung verspricht: Redenta Tiria. Wer Geschichten liebt, die zwischen Realität und Legende liegen, der wird hier köstlich unterhalten. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Verlages Klaus Wagenbach http://www.wagenbach.de/buecher/soeben-erschienen/titel/991--redenta-tiria.html

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