Salwa Al Neimi

 3.1 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Honigkuss.

Lebenslauf von Salwa Al Neimi

Salwa Al Neimi wurde in Damaskus geboren und studierte an der dortigen Universität arabische Literatur. Später zog sie nach Paris, um Theaterwissenschaften zu studieren. Sie lebt als Journalistin und Publizistin in Paris und veröffentlichte bislang Erzählungen und Lyrik. "Honigkuss" ist ihr erster Roman, der 2007 im Libanon erschien. Das Buch wurde von arabischen Rezensenten als "sexuelle Intifada" bezeichnet und erregte großes Aufsehen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Salwa Al Neimi

Cover des Buches Honigkuss (ISBN:9783455811803)

Honigkuss

 (20)
Erschienen am 22.07.2013

Neue Rezensionen zu Salwa Al Neimi

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Rezension zu "Honigkuss" von Salwa Al Neimi

Die Faszination orientalischer Verführungskunst
Sheylavor 10 Monaten

Honigkuss von Salwa Al Neimi ist in vieler Hinsicht ein Augen öffnendes Buch für jemanden wie mich, der sich bislang nie mit der fernöstlichen Sichtweise auf Erotik beschäftigt hat.
Salwa Al Neimi nimmt auf uraltes, arabisches Wissen und Schriften fast in Vergessenheit geratener Gelehrter Bezug. "Honigkuss" ist gleichsam das Portrait einer sinnlichen, selbstbewussten Frau und ein Einblick in das Doppelleben einer ganzen Gesellschaft.
Die Sprache ist eindringlich, unverblümt, bidlhaft, offen.
Die Botschaft büßt etwas an Authentizität ein, weil die Protagonistin von sich selbst getrieben scheint. Sie ist intelligent, stolz und auf ihre Art bodenständig. Dennoch habe ich als Leserin das Gefühl, dass sie trotz ihrer zelebrierten Unahängigkeit nicht glücklich ist. Die Wörter "Liebe" und "Geliebter" lehnt sie bewusst ab, sondern bleibt auf rein körperlicher Ebene.

Was Du von "Honigkuss" nicht erwarten kannst: Einen durchstrukturierten Plot mit reicher Figurenkonstellation.

Was Dich in "Honigkuss" erwartet: Die Gedanken einer interessanten Frau, die sich selbst, ihre Bedürfnisse und ihren Körper kennt. Eine Ahnung alter orientalischer Weisheit.

Fazit: 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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E

Rezension zu "Honigkuss" von Salwa Al Neimi

Paris - Da...maskus
Eoliennevor 2 Jahren

Ich will mich hier nicht auslassen über E- und U-Trenndiäten, schwere und leichte Kost oder die guten ins Kröpfchen und die schlechten ins Töpfchen. Doch wer auf Prinzenrollen steht oder Wichsvorlagen sucht, möge sich in aktuellen Schattenreichen umsehen. Hier geht es um Literatur, jeder Satz erscheint mir aufhebenswert, zeitlos und (mich) glücklich machend, obwohl ich nicht immer mit der Ich-Erzählerin konform gehe. 

Pink-gelb und gar nicht grau kommt die gebundene deutsche Ausgabe des erotisch-philosophischen Traktats daher. Honigkuss vereint Geschichten aus 1001 Tagen und Nächten, auf dem Fundament arabischer Klassiker, doch bar fundamentalistischer Humor- und Lustlosigkeiten.

Unsere sinnenfreudige Muslima liebt zwischen Paris und Damaskus, ist verheiratet und führt ein zunächst literarisches Zweitleben, das dank des "Denkers" in ein Doppelleben mündet, zumal ihr die für die westliche Welt übliche Trennung zwischen Körper und Seele fremd erscheint und sie daher Sex nicht als etwas Minderwertigeres ansieht als Liebe. 

Neben der liebe- und lustvollen Sprache gefällt mir besonders die Dialektik zwischen Wissensdrang und Erkenntnis, zwischen Lust und Lernen - vorzugsweise von klugen Männern:

"Mein Wissensdurst ist der Motor meiner Lust auf Männer. Nein. Meine Lust auf Männer löst meinen Wissensdurst aus. Aus mir selbst heraus das Begehren und die Lust begreifen und dadurch die Welt begreifen... Je mehr mich ein Mann lehrt, desto mehr liebe ich ihn. Nach dem Denker konnte ich keinen Mann ertragen, der es nicht verstand, mir etwas beizubringen... Die Lust zu lernen ist mit sexueller Lust gekoppelt. In meinem Gehirn überlappt sich das Zentrum für Lustempfinden mit dem der Erkenntnis." 

Und so sortiert sie, die Archivarin der Pariser Bibliothek, auf eine sehr lesenswerte Weise - die erotischen Geschichten und die Männer.

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Rezension zu "Honigkuss" von Salwa Al Neimi

Honigkuss
butterflyintheskyvor 3 Jahren

Zusammenfassung:
Durch die heimliche Lektüre der arabischen Erotikklassiker kommt sie auf den Geschmack. Mit ihren Liebhabern in Damaskus und Paris eifert sie den erregenden Texten nach, obwohl sie verheiratet ist. Ein Spiel nicht nur mit dem Feuer, sondern auch mit dem Tod! Denn auf Ehebruch steht nach islamischem Recht die Todesstrafe. Salwa Al Neimi erzählt offen, lustvoll und sinnlich von der Verführung durch Bücher, vom arabischen Liebesleben und von der Sexualität einer selbstbewussten, klugen Frau.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch nach ca. 30 Seiten abgebrochen. Es war langweilig, alles wurde ständig wiederholt und ein bisschen ZU schnell (hatte das Gefühl ein Jahr wurde innerhalb einer Seite erzählt). Da lese ich lieber etwas interessanteres! 

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