Sam Baker Nebelschrei

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Inhaltsangabe zu „Nebelschrei“ von Sam Baker

Nach außen ist Helen eine starke Frau. Niemand ahnt, dass ihr die Erinnerungen an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem rauben. Und dass sie nur knapp dem Tod entkommen ist. Das fast verfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen ihr näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist – vor allem nicht der Mensch, dem sie am meisten vertraut hat …

In meinen Augen leider kein Thriller :/ aber tolle Grundidee

— Annabeth_Book
Annabeth_Book

elends langweilig

— enii
enii

Eher Psychodrama als Thriller und sehr langatmig.

— calimero8169
calimero8169

Über lange Strecken eher Roman als Thriller. Vieles ist vorhersehbar. Die Kulisse erfüllt Klischees.

— Lunamonique
Lunamonique

Leider war das Buch für mich nur ein sehr zäher, langweiliger Krimi, wo ich mich zum Weiterlesen zwingen musste.

— trollchen
trollchen

Recht gutes Buch, hatte aber durch den Klappentext andere Erwartungen.

— SophieNdm
SophieNdm

Naja gegen Ende kam ein bisschen Spannung auf aber ansonsten relativ fad..

— SophieNdm
SophieNdm

Mehr Psychodrama als Thriller. Ein anderes Etikett hätte dem Buch sehr gut getan. Dennoch ein sehr überraschendes Werk!

— Floh
Floh

Kein Thriller - eher ein Krimi/Psychothriller - und mehr als das: Bin sehr begeistert, klasse! Hoffe, es gibt noch weitere von Sam Baker!!

— SigiLovesBooks
SigiLovesBooks

Spannend und fesselnd, aber leider erst ab der Hälfte.

— Fanti2412
Fanti2412

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  • Erschreckend und super spannend

    Nebelschrei
    Streiflicht

    Streiflicht

    18. June 2017 um 12:45

    Der Autorin Sam Baker ist hier ein erschreckender und zugleich höchst spannender Thriller gelungen. Geschickt verwebt sie das aktuelle Geschehen in den Yorkshire Dales in Nordengland mit Kriegsschauplätzen auf der ganzen Welt und dem früheren Leben der Hauptfigur Helen. Sehr gut gefallen haben mir auch die wunderbaren, naturnahen Landschaftsschilderungen dieser verwunschenen Gegend in England. Nach ein paar Seiten war ich voll drin in der Geschichte, die mich dann völlig mitgerissen hat. Die Autorin zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise, wie man einen bis zum Ende spannenden Thriller schreiben kann, ohne viel Blut oder Gewalt. Dafür mit ganz viel Gefühl, mit beängstigenden Schilderungen und authentischen Berichten über die Gefühle der Figuren, die Situationen oder das Geschehen. Man lernt am Anfang getrennt voneinander die beiden Hauptfiguren Helen und Gil kennen. Beide sind eher verschrobene Typen, die Einzelkämpfer sind. Nach und nach verstrickt sich die Lebensgeschichte der beiden und man lernt beide immer besser kennen. Ich mochte beide sehr, auch wenn sie sicherlich keine einfachen Menschen sind. Helen hat eine schreckliche Zeit hinter sich, die sie einfach nur vergessen und hinter sich lassen möchte. Sie hat einen Brand in der Wohnung ihres Ex-Mannes in Paris überlebt, weiß aber nicht mehr, was eigentlich genau passiert ist. Die Polizei hat in der ausgebrannten Wohnung eine Leiche gefunden und sucht nun nach Helen. Diese aber versteckt sich... Gil ist soeben pensionierter Journalist und langweilt sich. Er hat das Gefühl, dass Helen eine interessante Geschichte versteckt, die er zu gerne ausgraben möchte. Aber kann er ihr glauben? Oder ist sie vielleicht sogar gefährlich? Und kann Helen Gil trauen – was will er eigentlich wirklich von ihr? Eine sehr spannende Geschichte, die immer wieder auch traurige Momente beinhaltet, z.B. wenn es um Kinder in Kriegsgebieten geht. Auch das wird sehr einfühlsam, aber nie kitschig beschrieben. Einfach ein super Buch!  

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  • Nebelschrei

    Nebelschrei
    Annabeth_Book

    Annabeth_Book

    11. April 2017 um 09:57

    Klappentext:Nach außen ist Helen eine starke Frau. Keiner ahnt, dass ihr die Erinnerung an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem raubt.Und dass sie nur knapp dem Tod entkommen ist. Das verfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen Helen näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist- vor allem nicht der Menscht, dem sie am meisten vertraut hat...Autorin:Sam Baker wurde im südenglischen Hampshire geboren. Sie arbeitete als Journalistin für namhafte Zeitschriften. Sie lebt mit ihrem Mann in Winchester.Inhalt:Helen ist auf der Flucht und versteckt sich dabei unter falschen Namen auf einem Anwesen, auf dem Land. Sie will einfach nur vergessen was passiert ist. Doch dann ist da noch Gil, der keine Ruhe gibt, bis er ihr helfen kann und langsam freunden sich die beiden an.Erster Satz:Ich wache davon auf, das jemand hustet.Meine Meinung:Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, da der Titel und auch das Cover sehr viel versprechend aussehen.Das Cover finde ich sehr passend für einen Thriller ausgesucht, da es sehr düster und auch unheimlich gestaltet ist.Doch der Inhalt konnte mich lange nicht so überzeugen wie das Cover.Ich muss sagen, unter Thriller verstehe ich nervenkitzel, der hier leider bei mir kein bisschen aufgekommen ist. Die Story ist so vor sich hin geplätschert ohne das iwie etwas spannendes passiert war, erst die letzten knappe 70 Seiten waren spannend, sodass dieses Buch noch einen spannenden Abschluss hatte, aber ansonsten.Die Charaktere, waren zwar auch ganz nett gestaltet aber ich fand das sie jetzt keine Charakterzüge hatten die einem im Kopf bleiben und waren eher grau.Helen, war ziemlich undurchsichtig, auch nachdem sie ihre ganze Lebensgeschichte dargelegt hatte, war sie für mich immer noch nicht durchschaubar.Auch Gil, der sich mit aller Gewalt in das Leben von Helen drängt, ist nicht wirklich das was man von einem Protagonisten versteht und war eher grau.Was mir wiederum sehr gefallen hat, war die Erzählungen aus dem Irak und Afghanistan da man hier ein wenig den einblick von der Arbeit von den Journalisten und den Fotografen bekam. Die Autorin hat hier auch ganz detailliert beschrieben hat, was sich auch sehr positiv auf die Geschichte auswirkt.

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  • "Nebelschreib" von Sam Baker

    Nebelschrei
    calimero8169

    calimero8169

    06. January 2017 um 18:30

    InhaltNach außen ist Helen eine starke Frau. Kerner ahnt, dass ihr die Erinnerungen an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem rauben. Und dass sie nur knapp dem Tod entkommen ist. Dasverfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen Helen näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist - vor allem nicht der Mensch, dem sie am meisten vertraut hat...EindruckDer Prolog bietet eine spannende und fesselnde Einleitung in die Geschichte. Leider konnte dann die Handlung aber für meinen Geschmack nicht halten, was der Prolog versprach.Teil Eins - Die FremdeDer Leser lernt die Protagonistin Helen kennen. Eine scheinbar selbstbewußte Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und selbiges im Griff hat. Ich konnte ihre Handlungsweisenallerdings nur bedingt verstehen. Warum zieht sie sich in die Einsamkeit eines Dorfes zurück, wenn sie sich in der Großstadt wohler fühlt? Warum mietet sie ein riesig, heruntergekommenesAnwesen in Alleinlage, wenn sie sich eigentlich vor jedem Schatten an der Wand fürchtet? Sie mag Menschen und deren Gegenwart aber meidet die Dorfgemeinschaft? Warum flüchtet sie überhaupt aus der Situation und taucht unter? All diese Fragen blieben für mich offen.Eine weitere Hauptperson in diesem Teil war Gil - Journalist im Ruhestand, der nichts anderes zu tun hat, als sich selbst zu bemitleiden und im Leben von Helen herumzuwühlen, bis er unter sehr fragwürdigen Methoden zum Erfolg kommt und ihm Helen notgedrungen Frage und Antwort steht. Teil II - Der JungeDieser Teil ist ein endlos langer - von kurzen Zwischenfragen Gil's - geführter Monolog, in dem Helen ihre "Geschichte" erzählt. Von den grausamen und prägenden Erlebnissen einer Fotografin in Krisen- und Kriegsgebieten, die Helen nie verarbeiten konnte und unter einem Post-Traumatischen-Stress-Syndrom leidet.Teil Drei - Der ScarIm letzten Teil nimmt dieser Thriller dann langsam mal ein klein wenig Fahrt auf und es kommt ein Hauch von Spannung auf. Hier gebe ich zu, hätte ich mit dem Täter nicht gerechnet, aller-dings war der Tatort wenig überraschend, da von vornherein vorhersehbar.Fazit"Nebelschrei" für mich kein Thriller, eher ein Psychoroman. Sehr langatmig und zäh, mit wenig Spannung und Überraschungen.

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  • Düster-poetisch, eher ruhig, aber unterhaltsam

    Nebelschrei
    Talitha

    Talitha

    04. December 2016 um 20:03

    In einem Dorf in West Yorkshire, in dem jeder jeden kennt, mietet eine alleinstehende junge Frau eine marode alte Hütte, in der es spuken soll. Ein Grund zur Aufregung für die Dorfbewohner, wie Gil Markham, frisch pensionierter Journalist, schnell feststellt. Doch auch seine Neugier ist geweckt, denn die Neue, Helen Graham, scheint ein Geheimnis zu hüten...Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und spannend. In anderen Rezensionen wird teilweise bemängelt, dass es kein richtiger Thriller sei, aber das finde ich eigentlich nicht. Es ist halt ein Buch der ruhigen Sorte, kein Pageturner, aber auch nicht langweilig. Der Stil ist poetisch-düster. Das Erzähltempo eher gemächlich. Es wird die Landschaft, das Dorf, die Dorfbewohner und Helen und ihre Erlebnisse sehr detailliert beschrieben, aber so, dass es für mich immer interessant blieb und ich somit im Geschehen blieb. Mein Fazit: Das Buch hat mir gut gefallen, hab es immer abends vor dem Schlafengehen gelesen und fühlte mich gut unterhalten. Ich mag vor allem die englische Umgebung und die düstere Atmosphäre sehr, ebenso wie die typische "Dorf"-Tratschkulisse, daher kann ich das Buch weiterempfehlen!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    kubine

    kubine

    01. December 2016 um 18:13
  • Nebelschrei

    Nebelschrei
    Lunamonique

    Lunamonique

    20. November 2016 um 08:56

    In „Nebelschrei“, Originaltitel „The Woman who ran“, von Autorin Sam Baker quält die Hauptfigur ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Nach einem mysteriösen Brand flüchtet Helen unter falschem Namen in eine abgelegene Gegend Nordenglands. Sie erregt ausgerechnet die Aufmerksamkeit von Journalist Gil. Kann sie ihm trauen? Helen quälen Erinnerungslücken. Was genau ist vor dem Feuer passiert, und wer ist die Leiche? Der Prolog gibt einen kurzen Einblick in die schicksalhaften Geschehnisse der Brandnacht. Die Ich-Perspektive macht Helens undurchsichtige, bedrohliche Lage greifbar. Offene Fragen sorgen für Spannung. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der Leser lernt Gil kennen und im zweiten Handlungsstrang Helen. Nach dem Prolog nimmt das Tempo rasant ab. Es kommt trotz Helens Angst, ständigen Sicherheitsbedenken und verständlichen Ritualen keine Thriller-Atmosphäre auf. Das Buch lässt sich eher als Roman einordnen und läuft scheinbar mit Hindernissen auf eine Liebesgeschichte hinaus. Zwar ermöglicht der Erzählstil einen guten Lesefluss, aber die ersten über dreihundert Seiten erfüllen nicht annähernd die Thriller-Erwartungen. Warum entscheidet sich Helen ausgerechnet für ein viel zu großes elisabethanisches Herrenhaus, das allein aufgrund der Anzahl der Räume viel zu unübersichtlich für eine Schutzsuchende ist? Nicht nur die Unterkunft entspricht Klischees, auch die Lage nur einen Fußmarsch von den Klippen entfernt. Es lässt sich erahnen, dass beides von dem Täter ausgenutzt wird. Ein Highlight ist Kater Ghost, der auch mal für Schrecksekunden sorgt. Er lässt den Leser näher an die Hauptfigur heran. Nicht alles ist nachvollziehbar, z.B. Gils plötzliche Zweifel. Es gibt kaum Überraschungen. Das Meiste lässt sich erahnen. Ein Rückblick ist zwar interessant, bremst aber den Thriller aus. Erst zum Schluss, viel zu spät, kann der Leser mitfiebern. Selbst das Ende stellt nicht zufrieden, weil es eine Frage offen lässt. Der Titel ist kreativ und lässt die Erwartungen hochschnellen. Leider kann der Inhalt nicht mithalten. „Nebelschrei“ enttäuscht. Allein auf das Schicksal einer Frau zu setzen, ist in diesem Fall zu wenig. Für Helens Handeln lässt sich nicht sonderlich oft Verständnis aufbringen.

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  • Zu nüchtern ohne Dramatik

    Nebelschrei
    trollchen

    trollchen

    19. November 2016 um 20:23

    NebelschreiHerausgeber ist Diana Verlag (12. September 2016) und hat 448 Seiten. Kurzinhalt: ach außen ist Helen eine starke Frau. Niemand ahnt, dass ihr die Erinnerungen an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem rauben. Und dass sie nur knapp dem Tod entkommen ist. Das fast verfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen ihr näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist – vor allem nicht der Mensch, dem sie am meisten vertraut hat …Meine Meinung: Ich hatte mir irgendwie etwas anderes erwartet. Das Buch ist sicher nicht schlecht, aber am Anfang plätschert die Geschichte so hin, dass ich nicht so recht wußte, ob ich es jetzt weiterlesen soll oder nicht. Ich habe es weitergelesen, es wurde etwas besser, aber doch nicht so spannend, wie ich erwartet hätte. Da die Geschichte irgendwie nüchtern klang, ohne Dramatik und nichts spektakuläres dazwischen. Der Schreibstil ist leicht und schnell verständlich, aber das Buch auch ohne Höhen und Tiefen, die beiden Hautcharaktere bleiben irgendwie unspektakulär, nichtssagend. Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt, von Helen, die war ja noch ein wenig lesenswert, aber die von Gil, die war mir meist zu zähe und zu viel erzählt, sehr viel langweiliges, was für mich nicht von Belang war, leider. Für mich alles zu seicht, keine Spannung, keine unerwarteten Wendungen, für mich allenfalls ein Krimi, aber kein Thriller. Mein Fazit: Ich hatte mich vom Cover und Klappentext blenden lassen. Leider war das Buch für mich nur ein sehr zäher, langweiliger Krimi, wo ich mich zum Weiterlesen zwingen musste. Für mich nur 3 Sterne, leider alles zu steril, zu nüchtern ohne richtigen Tiefgang.

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  • Nebelschrei von Sam Baker

    Nebelschrei
    SophieNdm

    SophieNdm

    15. November 2016 um 09:24

    Inhalt:Nach außen ist Helen eine starke Frau. Niemand ahnt, dass ihr die Erinnerungen an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem rauben. Und dass sie nur knapp dem Tod entkommen ist. Das fast verfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen ihr näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist – vor allem nicht der Mensch, dem sie am meisten vertraut hat …Meine Meinung:Nach der Inhaltsangabe habe ich schon einiges an Spannung erwartet. Leider nahm die Geschichte erst auf den letzten 150 Seiten fahrt auf, bis dahin hat es sich ziemlich gezogen.Daher ist es mir auch der Einstieg ziemlich schwer gefallen. Die Charaktere und die verschiedenen Zeitebenen haben aber dafür gesorgt, dass ich das Interesse am Buch nicht verloren habe. Helen ist ein recht undurchsichtiger aber dennoch nicht unsympathischer Charakter. Ihre Handlungsweise kam mir anfangs etwas merkwürdig vor, aber nachdem man erfährt, was ihr Geheimnis ist, ist dies durchaus nachvollziehbar.Auch unser journalistischer Ermittler Gil war für mich ein großer Sympathieträger.Seine Recherchearbeit und Intelligenz fand ich echt authentisch und gut gemacht.Die Rückblicke zwischendrin haben zwar für Abwechslung gesorgt, waren aber dennoch relativ langatmig.Fazit:Das Buch war gut aber kein spannender Thriller der mich vom Hocker gerissen hat. Anhand des Klappentextes hatte ich andere Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Dennoch kann ich das Buch durchaus weiter empfehlen.

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  • Buchverlosung zu "Nebelschrei" von Sam Baker

    Nebelschrei
    Diana_Verlag

    Diana_Verlag

    Liebe LB-Leserinnen und LB-Leser, die gerade jetzt im Herbst gerne Gruseliges lesen,die britische Bestsellerautorin Sam Baker beweist, dass sie auch Spannung 'kann': "Nebelschrei" ist ein beklemmender Thriller über die Abgründe einer Liebesbeziehung, die sich im Laufe der Jahre verändert hat. Mit einem atmosphärischen Setting: Die nordenglische Moorlandschaft Yorkshire Dales sorgt für eine düstere Umgebung!Und darum geht es: Nach außen ist Helen eine starke Frau. Niemand ahnt, dass ihr die Erinnerungen an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem rauben. Und dass sie nur knapp dem Tod entkommen ist. Das fast verfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen ihr näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist – vor allem nicht der Mensch, dem sie am meisten vertraut hat.Eine Leseprobe zu "Nebelschrei" findet Ihr hier.Sam Baker wurde im südenglischen Hampshire geboren und studierte Politik in Birmingham. Sie arbeitete als Journalistin für namhafte Zeitschriften und war viele Jahre Chefredakteurin des Lifestyle-Magazins 'Red'. Mit ihrem Mann lebt sie heute in Winchester.Seid Ihr neugierig geworden? Wenn Ihr Helen auf ihrem gruseligen Trip durch den Roman "Nebelschrei" begleiten wollt, dann bewerbt Euch hier in den nächsten Tagen bei der Buchverlosungsaktion für ein druckfrisches Buchexemplar.Einen aufregenden Leseherbst wünscht Euch Euer Team vom Diana Verlag.

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    • 304
  • Ein fundierter und handfester Krimi, weniger ein Thriller, ein Psychodrama zum Nachdenken!

    Nebelschrei
    Floh

    Floh

    05. November 2016 um 05:16

    Ein Buch für alle, denen gute Recherche, Atmosphäre, ein angenehmer Schreibstil und eine interessante Gliederung in der Umsetzung mit überraschender Wendung wichtiger sind als durchgehende, nervenzerreißende Spannung, wie man sie bei einem Thriller erwarten würde.Es gibt sie einfach, die Bücher, die gleich durch einen vielversprechenden und von der Masse abweichenden Klapptext, direkt neugierig machen, begeistern und den Spannungsliebhaber gleich in den Bann ziehen. Mit „Nebelschrei“ von der britischen Autorin Sam Baker hält man ein solches Buch in den Händen. Ein Buch, wenn es denn erst einmal in die Hände der neugierigen Leser gelangt ist, sicherlich nicht mehr so schnell zur Seite gelegt wird. Denn wer sollte sich besser und intensiver in dem Thema Kriegsgebiete, Journalismus und Auslandskorrespondenz auskennen, als eine Person, die in diese Richtung vor ihrer Tätigkeit als Autorin und Schriftstellerin im Journalismus tätig war und einige Berufserfahrung aufweist und viele Referenzen bietet? Das beste Fundament für einen spannenden Krimi, der ganz anders daherkommt, wie seine Konkurrenz in den Regalen der Spannungsliteratur…Erschienen im Diana Verlag (https://www.randomhouse.de/Verlag/Diana-Verlag/31000.rhd) Darum habe ich dieses Buch gelesen: Der Klapptext hat es mir hier angetan, er macht mich neugierig und klingt vielversprechend. Das Cover bedient das Klischee Thriller perfekt und mein Blick blieb rasch an diesem neuen Buch hängen. Düster, gefährlich, verworren, alt und doch mit einer positiven Anziehungskraft versehen. Einen Thriller, der eher einem guten Krimi gleicht, mit einer besonderen Protagonistin und einem von seiner Neugierde getriebenen Ermittler. Außerdem hat mich die Vita der Autorin sehr neugierig gemacht. Wieviel von ihren Erfahrungen und Erlebten werden wir in diesem Krimi wiederfinden? Zum Inhalt:"Nach außen ist Helen eine starke Frau. Niemand ahnt, dass ihr die Erinnerungen an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem rauben. Und dass sie nur knapp dem Tod entkommen ist. Das fast verfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen ihr näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist – vor allem nicht der Mensch, dem sie am meisten vertraut hat …"Handlung:Das Buch gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil lernen wir unsere Hauptprotagonistin Helen kennen. Zumindest lernen wir die junge Frau so kennen, wie ihre Umwelt sie wahrnimmt. Als starke, resolute und taffe Frau, die als Kriegsfotografin einen guten Job gemacht hat und sich dem Elend der Welt hart stellt um sachlich die Tragik und Dramatik einzufangen. Besonders die der Kriegsgebiete. Auf ihren Reisen hat Helen viel gesehen, doch davon lässt sie sich nichts anmerken. In Helens Inneren sieht es anders aus, sie ist eine gebrochene Frau und stark traumatisiert. Nach einem Brand in ihrer Pariser Wohnung sucht sie das Weite und will ein neues Leben beginnen in dem sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen kann. Helen hat Schlimmes erlebt und wäre beinahe zu Tode gekommen. Nun hat sie sich in ein ziemlich heruntergekommenes und einsames Anwesen in Nordengland zurückgezogen. Sie will nicht gefunden werden, vor allem nicht von dem Menschen, der ihr am vertrautesten war und ihr Vertrauen schändlich missbraucht hat. Aber auch vor ihren Erinnerungen ist sie auf der Flucht. Aber nichts lässt sich auf immer und ewig verdrängen und so dürfen wir uns darauf vorbereiten, dass auch Helens Vergangenheit sie einholen wird und ihre Flucht nur ein kurzer Lichtblick darstellt ihrem Schatten zu entkommen. Diese Unsicherheit bekommt auch das Dorf schnell mit. Dort wird wie üblich geklatscht und getratscht und die Neue im alten Haus ist natürlich Gesprächsthema Nummer eins. Und da der alte Ruheständler Gil nichts besser zu tun hat, heftet er sich einfach an Helens Fersen und will mehr über diese geheimnisvolle Frau erfahren….Schreibstil:Ich erwarte bei Thrillern gerne richtige Spannungsspitzen und Nervenkitzel. Das findet man hier eher wenig bis gar nicht. Autorin Sam Baker setzt auf Tiefenpsychologie, beklemmende Stimmungen und Gefühle, sie schreibt sehr flüssig, überzeugt und zielgerichtet. Um ihre Leserschaft in den Bann zu ziehen setzt sie auf unterschwellige Spannung, die spürbar, aber lange nicht greifbar ist. Man ist als Leser in ständiger Bereitschaft, dass endlich etwas Unheilvolles passieren muss. Das kitzelt am Nervenkostüm, kann aber auch schnell in Ungeduld und Missmut umschlagen. Hier ist der Grat sehr schmal und die Autorin spielt in diesem Punkt der Spannungselemente mit dem Feuer. Autorin Sam Baker erklärt sich sehr detailliert, beschreibt selbst den kleinsten Windhauch oder dezenten Geruch, sie dreht sich damit aber auch sehr im Kreis und kommt in der Handlung nur schwer voran. Was anfangs noch von Begeisterungsströmen gern gelesen wurde, wiederholt sich in den Gesprächen mehrmals, wird gefüttert und mit neuen Erkenntnissen oder Mutmaßungen genährt, entwickelt sich aber zu einer Spirale die lange und zunächst kein Ende sieht. Ein dichter Nebel, der sich nur ganz mühsam lichtet. Die schier endlos erscheinen Gespräche zwischen Helen und Gil, ihr schicksalhaftes Kennenlernen, ihr geteiltes Leid und Gils Unzufriedenheit und sein Trübsal , wirken auf mich zu unecht und durch die immer wiederkehrenden Winks etwas zu aufdringlich von der Autorin in Worte gefasst. Manchmal will man etwas Abstand zu den beiden gewinnen, muss aber immer wieder ihr Thema aufnehmen, bis sich der Nebel im dritten Teil des Buches lichtet und der Schrei das ganze durchbrechen kann und wie eine Bombe platzt. Ehe man jedoch zum Ende des Thrillers gelangt, müssen wir uns stellenweise mit einem langwierigen Monolog aus Erinnerungen, Flashbacks, Bauchgefühl und Vermutung und Gils misanthropischen Gedanken widmen. Schade, hier hätte ich mir gern mehr frischen Wind, Abwechslung und Dynamik gewünscht. Die Autorin Sam Baker hält hier sehr lange und ausgiebig an einer Sache fest, die sie ohnehin später nochmals aufgreifen wird und genauso akribisch erneut unter das mentale Röntgenlicht zieht. Nach knapp gerade mal 80 Seiten wollte ich das Buch schon vorzeitig beenden, bin dann über mehrere mitreißende und überzeugte Rezensionen gestolpert, die mich dem Buch noch eine Chance haben geben lassen. Diese Chance habe ich genutzt und war zunächst wieder mit mehr Eifer und Neugier dabei. Es sollte ja noch etwas Großartiges und Hochspannendes geschehen. Darüber dürfen wir uns tatsächlich freuen, aber leider doch erst recht spät und dann ist das Buch auch schon fast beendet. Meine Antriebskraft zum Weiterlesen war hier rein meine persönliche Neugier und Erwartungshaltung. Schade. Charaktere:Dieses Buch besteht eigentlich aus zwei wichtigen Hauptprotagonisten und einem „Phantom“. Da ist der alte Dörfler und Ruheständler Gil, ein Journalist, der mit seiner neuen Situation im Alter noch nicht so recht klar kommen will. Er weiß mit seiner vielen Freizeit noch nichts anzufangen, bisher war sein dynamischer Job alles, was er hatte. Zum Glück sind da noch die anderen einfältigen und gelangweilten Dörfler, die sich im einzigen Pub natürlich jeglichen Klatsch und Tratsch zum Thema machen. Das kommt dem neugierigen Journalisten a.D. natürlich gerade recht…. Und genau am Rande dieses eingeschlafenen und öden Dorfes zieht sich Helen zurück und mietet ein altes und fast brüchiges Haus. Kurz gesagt erwecken die ersten beiden Teile in die sich dieser Thriller gliedert dem Eindruck einer klischeehaften Handlung: Junge Frau zieht in das gottverdammte alte Haus am Rande des Dorfes und erweckt die Neugierde der gelangweilten Dörfler. Einer der alten Herren macht es sich zur Aufgabe etwas weiter zugehen, als dem üblichen Gerüchten und Mutmaßungen und beginnt zu schnüffeln und stellt einen Kontakt zu Helen her. Klingt plump und schon zu oft in spannenden Büchern vorgefunden, aber dass hinter dieser Mainstream-Situation mehr steckt, dass entblättert sich erst im dritten hinteren Teil des Buches und lässt den Leser dann doch sehr überrascht und überrumpelt zurück. Denn eine weitere wichtige Person taucht auf… Mit Art Huntingdon bekommt das Buch ein nebulösen Charakter und dunklen Flair und hier ist auch der Punkt, wo sich die Haut des Lesers kühl und feucht anfühlen wird und ein Schauer über das Rückgrat läuft…. Diese Wende sorgt für einen gelungenen Aha-Moment um sich von den zäheren Passagen der ersten beiden Abschnitte zu erholen und sich mit dem Buch anzufreunden. Leider ist die letzte Seite dann auch schon schnell gelesen. Gleich zu Beginn des Buches habe ich stets Helens Angst und Unruhe gespürt, sie hat Todesangst, gefunden zu werden und von ihrem Trauma eingeholt zu werden. Der Brand aus dem Prolog bringt man schnell mit Helen in Bezug, was jedoch absolut nicht hinderlich ist weitere Hintergründe verschleiert zu halten. Helens Migräne hat mich ebenso getroffen, wie ihre Angstzustände, vielleicht sogar noch schlimmer. Als Leidensgenossin muss man sich hier auf wirklichen Nervenkitzel in Bezug auf die hämmernden Schmerzen im Hirn einstellen. Grrrr….. Erst als Helen und Gil aufeinander treffen und sich langsam kennenlernen, nimmt die Story etwas Fahrt auf, die sich aber tatsächlich erst im letzten Teil zum wirklichen Thriller steigern wird. Helen wirkt stets verschlossen und skeptisch, aber irgendwann beginnt sie sich Gil anzuvertrauen und berichtet ihm von ihrem vorherigen Leben. Gil weiß es die richtigen Fragen zu stellen und er blüht regelrecht wieder auf. Sein stetiges Gemecker und Gehader ebbt ab und er wird richtig mobilisiert von Helens Erzählungen. Gil ist wach und höchst interessiert mehr zu hören und ich als Leserin bin zutiefst erschrocken und schockiert. Was ich da zu lesen bekam hat mich dann sehr gefesselt aber mehr denn erschüttert.Je mehr Details und Fakten bekannt wurden desto klarer wird dem Leser, warum das Buch den verlauf nimmt, den es einfach nehmen müsste, um seine ganze Spannung und seinen ganzen Nervenkitzel in diesem Showdown zu bündeln. Wer zuvor von dem Buch abgelassen hat, so wie ich zwischenzeitlich mit dem Gedanken des „vorzeitigen Beenden“ gespielt habe, wird das Beste am Buch verpassen und den „Nebelschrei“ versäumen… Durch die Dialoge zwischen Gil und Helen, lädt die britische Autorin Sam Baker die Leser dazu ein, zu spekulieren und dieses Puzzle des Lebens der augenscheinlich taffen und starken Helen neu zu legen. Ein großer und lobenswerter Pluspunkt in dem sonst eher für mich enttäuschenden Thriller. Meinung:Das ganz besondere an diesem Thriller ist, dass er gar kein Thriller ist. Für mich ein gelungenes Psychodrama. Jedoch war es nicht das, was meine Erwartung an dem Buch gestillt hätte. Der Klapptext tönt absolut verheißungsvoll und Titel, sowie Cover reizen mich sofort zum Kauf eines solchen Thrillers. Abschließend würde ich jedoch fast sagen, dass dem Buch der Schriftzug Kriminalroman oder auch Psychodrama besser gestanden hätte. Eindringliche Tiefenpsychologie in guten Romanen bin ich gewohnt und mag das auch sehr. Doch hier gerät die Autorin etwas in einer Spirale, die nur mühsam und wenig Neues bringt und sich in endlosen Wiederholungen und Gesprächen verliert. Noch vor den ersten 100 Seiten verlor ich den Antrieb und die Lust am Weiterlesen. Andere Rezensionen sprühen nur so vor Begeisterung, und stoßen darauf hin, dass aber noch etwas passieren wird, was zu vielen lobenden Sternen führt. So, dass ich mich doch animiert fühlte diesen Wendepunkt noch auszukosten. Es gibt diesen Wendepunkt, versprochen. Aber leider auch erst recht spät und mit dem Auftauchen einer weiteren Schlüsselrolle. Aber dann gibt es auch kaum ein Halten und der Thriller bündelt alles wie ein starker Laser auf einen brennenden Punkt im Leben von Helen, in dem nun Gil auch eine zentrale Rolle spielen wird. Hut ab! Dieser Roman, Krimi, Psychodrama oder Thriller bietet eine unterschwellig spannende und stets beklemmende Recherche und bohrende Suche nach Antworten, aber wenig Abwechslung und sehr viel Monolog. Rückblicke in die Vergangenheit und neugierige Fragen eines alten Mannes, teils sehr langwierig, und mühsam. Mir gefällt jedoch, dass sich die beiden ersten Abschnitte des Buches so überraschend in den dritten Teil fügen, dass ich mich doch sehr begeistert und unterhalten fühle und sogar Gänsehaut hatte. Meine persönliche Messlatte an einem Thriller ist recht hoch. Dieses Buch weist auf dem Cover zwar Thriller aus, aber so ganz gebe ich mich diesem Genre mit dem Buch nicht hin. Wer wirklichen Thriller sucht, sollte bei diesem Buch darauf vorbereitet sein, sich erst durch andere Genres zu bewegen und gegen Ende einen Hauch Thriller zu spüren. Cover:Dieses Cover ist ein Blickfang, grandios, weckt Neugierde und lädt zu Assoziationen ein. Nebelig, düster, beschattet und brüchig. Ein altes baufälliges Haus. Einsam, verlassen, anonym. Das Schriftbild ist sehr angenehm und einzelne Passagen werden durch andere Schriftarten erkenntlich gemacht und ermöglichen ein wirklich flüssiges und aufgeräumtes Lesen. Die Autorin:"Sam Baker wurde im südenglischen Hampshire geboren und studierte Politik in Birmingham. Sie arbeitete als Journalistin für namhafte Zeitschriften und war viele Jahre Chefredakteurin des Lifestyle-Magazins Red. Mit ihrem Mann lebt sie heute in Winchester."Fazit:Für mich war dieser tiefenpsychologische Thriller leider mit 2,5 Sternen eine Achterbahnfahrt. Ich fühle mich hin- und hergerissen. Das Ende ist grandios und wirklich kaum zu toppen. Aber ein guter Schlussteil macht noch kein vollkommenes Leseerlebnis aus. Es verzeiht einiges, aber leider nicht alles. Ich bewege mich zu aufgerundeten 3 Sternen und würde diesen Thriller trotz meiner Kritik am Genre und der Erwartungshaltung sehr empfehlen! Kein schlechtes Buch, aber eben mit falschem Etikett. Krimi statt Thriller würde dieses Buch besser kleiden.

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    • 10
  • Nebelschrei - Sam Baker

    Nebelschrei
    janinchensbuecherwelt

    janinchensbuecherwelt

    31. October 2016 um 10:53

    Eckdaten:   Titel:          Nebelschrei Autorin:     Sam Baker Format:      Taschenbuch                    432 Seiten                    9,99 Euro Genre:        Thriller Verlag:       Diana     Ein ganz großes Dankeschön geht an die Verlagsgruppe Random House und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.      Autorin:   Sam Baker wurde im südenglischen Hampshire geboren und studierte Politik in Birmingham. Sie arbeitete als Journalistin für namhafte Zeitschriften und war viele Jahre Chefredakteurin des Lifestyle-Magazins Red. Mit ihrem Mann lebt sie heute in Winchester.     zum Buch:    Nach außen ist Helen eine starke Frau. Niemand ahnt, dass ihr die Erinnerungen an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem rauben. Und dass sie nur knapp dem Tod entkommen ist. Das fast verfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen ihr näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist – vor allem nicht der Mensch, dem sie am meisten vertraut hat …     Fazit:   Da gibt es Klappentexte die versprechen einen spannende Lesestunden und dann gibt es Klappentexte die sagen nicht viel aus und die Geschichte die dahinter steckt reißt einem förmlich vom Hocker.  "Nebelschrei"- gehört leider zu den Büchern die viel Versprechen, es aber leider nicht packend genug ist. Ich verstehe unter Thriller schon das man am Anfang einmal komplett weg gehauen wird und dann kann sich die Geschichte ja etwas entspannen um dann wieder Fahrt auf zu nehmen. Die Autorin hat zwar einen Schreibstil der so dahin läuft aber wie gesagt, Spannung leider erst zum Schluss und da auch schon vorhersehbar. Es gab mehrere Passagen an dem ich mich zum lesen gequält habe. Lesen sollte für mich nicht zur Qual werden.

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  • KEIN Thriller- aber ein Krimi mit subtiler Spannung, der es in sich hat! Highlight 2016 für mich!

    Nebelschrei
    SigiLovesBooks

    SigiLovesBooks

    Vorausschicken möchte ich meiner Rezension, dass es sich bei "Nebelschrei" von Sam Baker (Original: The Woman Who Ran), erschienen im Diana-Verlag (TB, 2016) NICHT um einen Thriller handelt meiner Meinung nach, jedoch um einen der besten Kriminalromane (mit Psychothriller-Elementen), den ich 2016 gelesen habe! Inhalt/Buchbeschreibung: Nach außen ist Helen eine starke Frau. Keiner ahnt, dass ihr die Erinnerungen an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem rauben. Und dass sie nur knapp dem Tod entronnen ist. Das verfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen Helen näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist - und vor allem nicht der Mensch, dem sie am meisten vertraut hat....(Quelle: Buchrückentext) Meine Meinung: Alles, wirklich alles an diesem Kriminalroman ist für mich stimmig: In Teil 1 (von 3 Teilen) schafft es die Autorin, den Leser gleich zu Beginn nahe an die Protagonisten heranzuführen und durch eine sehr gute, detaillierte und tiefgründige Figurenführung dies immer weiter zu vertiefen: Helen Graham setzt sich nach einem Wohnungsbrand im Apartment von ihr und Art Huntingdon, ihrem Ehemann, in ein sehr abgelegenes elisabethanisches Haus in den Dales (Yorkshire), Nordengland, ab, um im selbstgewählten Versteck die Ereignisse zu überdenken und innerlich zur Ruhe zu kommen. Sie war viele Jahre Fotografin in Kriegsgebieten (Afghanistan, Irak, Syrien zählten dazu), erfolgreich und mit großer Leidenschaft und Können im Job; ihr Mann machte ebenfalls 'Karriere' als Kriegsberichterstatter, bis sein Stern mehr und mehr zu sinken beginnt..... Nach dem Brand geht die Polizei davon aus, dass Art Huntingdon in seiner Wohnung den Tod fand. War es wirklich sein Leichnam? Helen, die oft unter Migräne leidet und durch schreckliche Kriegseindrücke traumatisiert ist, lernt im kleinen Dorf, von dem sie sich weitgehend in ihrem Haus "Wildfell" fernhält, um unerkannt zu bleiben, Gil kennen: Gilbert Markham, 61, geschieden, seines Zeichens ebenfalls ein erfolgreicher Journalist im Ruhestand, in den er sich ganz und gar nicht einzufinden vermag... Sowohl Helen, die gerne in den sehr atmosphärisch beschriebenen wundervollen Dales bis zum Scar (Berg) läuft, um Klarheit zurückzugewinnen, was sich wirklich in Paris ereignete, als auch Gil sind gerne in der Natur unterwegs und lernen sich nach und nach kennen. Er besucht Helen unter dem Vorwand, Lebensmittel mitzubringen (das Zentrum des Dorfklatschs ist Ms. Millward, die Ladenbesitzerin) und gewinnt mehr und mehr Helens Vertrauen. In durchwachten Nächten erzählt sie Gil endlich aus ihrem Leben und der professionelle Journalist ermittelt die aktuellen Hintergründe: Kann er glauben, was sie ihm erzählt? Beide Protagonisten sind sehr sympathisch, der Handlungsverlauf ist mit einer grandiosen subtilen Spannung (von Beginn bis Ende) unterlegt und auch eine Prise Humor ist zu finden: So musste ich über die Selbstgespräche und inneren 'Dispute' von Gil oftmals sehr schmunzeln ;) Besonders beeindruckt hat mich auch die Darstellung von Art: (.....)"er war der Typ, der die Angst roch - sich zum Licht hingezogen fühlte, um es auszulöschen" (Zitat S. 155) Nach außen charmant, nett und liebenswert, trägt er auch ein anderes Gesicht, das mit analytischer Schärfe harte Konturen annimmt, die sich dem Leser mehr und mehr erschließen.... "Diejenigen, die nie auch nur angeklagt werden, deren Gewalt und Grausamkeit im Verborgenen blüht, die sind am Gefährlichsten"(Zitat S. 423) Fazit: Der mit subtiler Spannung angereicherte, stimmige Kriminalroman konnte mich vollends überzeugen und erhält die volle Punktzahl aus folgenden Gründen: Ausser der Krimihandlung beinhaltet er auch ein Stück (düstere) Zeitgeschichte und einen Einblick in die (lebensgefährliche) Arbeit von Kriegsberichterstattern, Reportern und Fotografen, die in Syrien, im Irak, in Afghanistan und weiteren gefährlichen Regionen in der Welt unter extremem Erfolgs-, aber auch psychischem Druck stehen, die diese Menschen - auf die eine oder andere Art - zu bewältigen haben: Posthum setzt die Autorin Marie Colvin (gest. 02/2012 in Syrien) und damit den Reportern ohne Grenzen, die nicht selten ihr Leben verlieren, ein literarisches Denkmal. Empfehlens- und sehr lesenswert für Krimi- und ThrillerleserInnen, die subtile Spannung, flüssige und fundierte Unterhaltung, eine stimmige Handlung und feine Figurenentwicklungen mögen: Ein wirklich toller Krimi vor traumhafter Kulisse: Den Yorkshire-Dales (mit einem Hinweis auf "Wildfell" und Anne Bronte's Roman "Die Herrin von Wildfell Hall", die Sam Baker bei der Wahl des Ortes inspirierte...) Ein Highlight dieses Genres 2016 für mich, daher 5 *, 5 Leseratten und 100° auf der "Krimi-Couch" von mir! Ich hoffe, von Sam Baker noch mehr lesen zu können!!!

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    • 5
  • Nebelschrei

    Nebelschrei
    Fanti2412

    Fanti2412

    17. October 2016 um 17:33

    Zum Inhalt: Nach außen ist Helen eine starke Frau. Niemand ahnt, dass ihr die Erinnerungen an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem rauben. Und dass sie nur knapp dem Tod entkommen ist. Das fast verfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen ihr näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist – vor allem nicht der Mensch, dem sie am meisten vertraut hat …  (Kurzbeschreibung gem. Diana Verlag) Leseprobe Die Autorin: Sam Baker wurde im südenglischen Hampshire geboren und studierte Politik in Birmingham. Sie arbeitete als Journalistin für namhafte Zeitschriften und war viele Jahre Chefredakteurin des Lifestyle-Magazins Red. Mit ihrem Mann lebt sie heute in Winchester. (Quelle: Diana Verlag) Meine Meinung: Der Klappentext verspricht eine spannende Story, doch auf die muss der Leser eine Weile warten.Das Buch gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil lernen wir erst mal die Protagonisten kennen.Da ist Gil, ein Journalist, der gerade in den Ruhestand gegangen ist und mit seiner neuen Situation noch nicht so richtig klar kommt. Er weiß mit seiner vielen Freizeit noch nichts anzufangen, da er bisher nur für seinen Beruf gelebt und fast keine sozialen Kontakte hat. Das kleine Dorf, in dem er lebt, bietet außer einem Pub und viel Klatsch und Tratsch auch kaum Abwechslung.Und genau am Rand von diesem kleinen Dorf mietet Helen ein altes, renovierungsbedürftiges Haus, in das sie sich zurückzieht.Ich habe deutlich gespürt, dass Helen große Angst hat, gefunden zu werden und vor irgendetwas auf der Flucht ist. Und so habe ich den Brand in einer Pariser Wohnung, der im Prolog beschrieben wird, schnell mit Helen in Verbindung gebracht.Ein bisschen habe ich auch mit Helen gelitten, denn außer mit ihrer Angst kämpft sie noch mit einer schweren Migräne, die sie oft „überfällt“ und offenbar auch mit einem noch nicht verarbeiteten Trauma.Unterschwellig habe ich eine gewisse Spannung verspürt und eigentlich ständig darauf gewartet, dass etwas passiert. Aber das war im ersten Teil noch nicht der Fall, so dass dieser sich letztendlich etwas zäh dahin zog.Erst als Helen und Gil aufeinander treffen und sich langsam kennenlernen, nimmt die Story etwas Fahrt auf. Gils journalistische Neugier wird geweckt und er beginnt mit Recherchen über Helen. Nachdem Helen etwas Vertrauen gefasst hat, erzählt sie Gil nach und nach ihre Geschichte.Was ich da zu lesen bekam hat mich dann sehr gefesselt aber auch erschüttert.Helens Arbeit als Fotografin in Kriegsgebieten aber auch ihre Ehe mit dem Journalisten Art Huntingdon, der als Kriegsberichterstatter arbeitete, haben Helen traumatisiert.Je mehr Details und Fakten bekannt wurden desto klarer wurde mir, wohin das Ganze führen würde.Im dritten Teil erleben wir dann noch einen Showdown der es in sich hat.„Nebelschrei“ ist für mich ein Thriller mit einiger subtiler Spannung, der anfangs etwas zäh war aber später einen Sog entwickelt und im letzten Teil noch viel Spannung zu bieten hat.Der angenehme klare und teilweise fast sachliche Schreibstil macht das Lesen leicht. Die psychologischen Elemente und eine facettenreiche Protagonistin runden die interessante Geschichte ab! Fazit: 4 von 5 Sternen© Fanti2412

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  • Nebelschrei

    Nebelschrei
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    09. October 2016 um 10:57

    Helen hat sich als Fotografin einen Namen gemacht, weil sie mit ihrer Arbeit gezeigt hat, was die Menschen in Kriegsgebieten ertragen müssen. Sie wirkt auf andere Menschen stark, die Wirklichkeit aber sieht anders aus. Helen hat Schlimmes erlebt und wäre beinahe zu Tode gekommen. Nun hat sie sich in ein ziemlich heruntergekommenes und einsames Anwesen in Nordengland zurückgezogen. Sie will nicht gefunden werden, vor allem nicht von dem Menschen, der ihr am vertrautesten war und ihr Vertrauen schändlich missbraucht hat. Aber auch vor ihren Erinnerungen ist sie auf der Flucht. Aber nichts lässt sich auf immer und ewig verdrängen. Sie wollte sich ganz zurückziehen, aber die Bewohner des kleinen Dorfes sind an allem interessiert und natürlich besonders an ihr. Der Schreibstil ist recht nüchtern, aber flüssig zu lesen. Ich habe mich anfangs schwer getan mit diesem Buch, denn anfangs zog sich die Geschichte ziemlich zäh es hat sehr lange gebraucht, bis sie Fahrt aufnahm. Zunächst lernen wir die beteiligten Personen kennen. Über Helen erfährt man, dass in ihrer Pariser Wohnung ein Brand ausgebrochen ist. Wie es den Anschein hat, kam jemand dabei zu Tode. Aber was genau geschehen ist, bleibt zunächst im Dunkeln. Helen hat Probleme mit dem, was in der Vergangenheit geschehen ist. Ich fand es bedauerlich, was mit ihr geschehen ist, aber dennoch konnte ich nicht mit ihr fühlen. Sie war mir einfach nicht sympathisch und kam mir daher nicht nahe. Auch die Dorfbewohner lernen wir kennen, vor allem Gil Markham. Inzwischen ist er im Ruhestand, aber dennoch kann er nicht verleugnen, dass er ein guter und engagierter Journalist gewesen ist. Langweile treibt ihn dazu, Recherchen anzustellen. Er erkennt sehr bald, was Helen so gerne unter der Decke halten möchte. Massiv wirkt er auf Helen ein, damit sie ihm ihre Geschichte erzählt. Auch über Helens Mann erfahren wir sehr viel. Erst war er Kollege, dann ihr Mann, der es nicht ertragen konnte, dass seine Karriere den Bach runter ging, während Helen erfolgreicher wurde. Er quält Helen, während er nach außen den liebevollen Ehemann gibt. Helens Flashbacks bringen immer weitere Details aus ihrer Vergangenheit zum Vorschein und damit wurde klar, was geschehen ist und wohin es am Ende führen wird. Es muss Schreckliches geschehen sein, damit aus Helen eine schwer traumatisierte Frau wurde. Dann kam Spannung auf und endlich konnte mich die Geschichte packen. Während am Anfang alles ziemlich ruhig, manchmal sogar zäh, verlief, ging es am Ende ein wenig schnell. Eine interessante psychologische Geschichte.

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  • Nebelschrei. Sam Baker

    Nebelschrei
    miissbuch

    miissbuch

    30. September 2016 um 17:00

    Nebelschrei war ein Buch, auf das ich mich wirklich sehr gefreut habe. Nicht weil ich die Autorin kenne, es irgendwo gewonnen habe oder sonst etwas. Ich fand der Klappentext klang sehr spannend und ließ auf einen spannenden Thriller hoffen. Es ist die Geschichte von Helen, die in ein kleines Dorf zieht. Es wirkt als wolle sie die Einsamkeit genießen. Und es ist die Geschichte von Gil, einem frisch pensionierten Journalisten, der Helens Geheimnis aufdecken möchte. Auch das Cover lässt auf „mehr“ hoffen. Das Haus soll wahrschienlich Helens neue Bleibe darstellen, eine unter Denkmalschutz gestellte Villa, die mehr als nur renovierungsbedürftig ist. Den Zusammhang zwischen Titel und Buch konnte ich leider nicht feststellen, hätte aber auch keine Alternative parat ;-) Das Buch beginnt mit einer Erinnerung an ein Ereignis in Paris. Es ist nicht klar, aus wessen Sicht dieses Ereignis beschrieben ist oder für welche Person es relevant ist, aber es lässt trotzdem Spannung keimen. Die bereits im ersten Teil des Buches vollkommen verebbt ist. Der erste Teil beschreibt das Leben von Gil und Helen, auf ganzen 220 Seiten wird die aktuelle Lebenssituation der beiden Protagonisten bis ins kleinste Detail beschrieben. Es waren nicht unbedingt unwichtige Informationen, sondern es war die Fülle und das extreme Ausschmücken dieser, was mich wirklich mehr als einmal dazu gebracht hat das Buch zur Seite zu legen. Ich fand den 1. Teil furchtbar langatmig und uninteressant, es passierte nichts. Die beiden Protagonisten wurden erst zum Ende der 220 Seiten zusammen gebracht, sodass im 2. Teil die Hoffnung bestand, dass die Spannung nun doch mal wieder einsetzen würde. Dem war auch tatsächlich so. Zumindest im Vergleich zum 1. Teil. Der 2. Teil ist geprägt von Flashbacks, die Helens Leben beschreiben und verdeutlichen. Das war auch tatsächlich ganz angenehm zu lesen, aber dennoch wartete man immer auf das „baaaaam“ – Das endlich mal etwas spannendes in der heutigen Zeit passiert. In diesem Teil hat mich gestört, dass Helen Gil zwar ihre Geschichte erzählt hat, Gil aber während der Erzählungen keine Fragen gestellt hat oder sonst irgendwie in Erscheinung getreten ist. Dadurch hat Baker es natürlich geschafft, die Vergangenheit recht real wirken zu lassen. Sodass man auch da das Gefühl hatte, dabei zu sein bzw. gewesen zu sein. Der 3. Teil ist dann der Teil in dem das Buch endlich mal spannender wird. Es passiert was, es werden Pläne geschmiedet, Überlegungen angestellt und man möchte weiterlesen! Einfach um zu wissen, wem man vertrauen kann und wem nicht. Ob die Presse die Macht hat, Menschen für tot zu schreiben oder ob die Person nicht doch noch lebt. Das Ende hingegen wirkt für mich gezwungen nach dem Motto „Oh ich habe schon 400 Seiten geschrieben, es wird Zeit, dass ich zum Schluss komme“ – Nicht unbedingt das, was man von einem Thriller erwartet. Aber was soll’s. Falls es zu diesem Buch aus irgendeinem Grund jemals eine Fortsetzung geben sollte, so werde ich mir das Geld definitiv sparen. Denn dieses Buch hat mir im Gesamten nicht gefallen. 2 Sterne und definitv keine Leseempfehlung für Euch.

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