Der Präsident

von Sam Bourne 
4,0 Sterne bei75 Bewertungen
Der Präsident
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Positiv (55):
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Fiktion? Leider nur zu einem kleinen Teil...

Kritisch (5):
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Insgesamt eine herbe Enttäuschung, die weder als Satire, noch als Thriller für mich funktioniert hat. Potenzial verschenkt!

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Inhaltsangabe zu "Der Präsident"

Stell dir vor, der mächtigste Mann der Welt wäre ein gefährlicher Egomane.

Als die Bürger der USA einen unberechenbaren Demagogen zum Präsidenten wählen, hält die Welt den Atem an. Kaum jemand weiß: Bereits kurz nach Amtsantritt ordnet der Präsident fast einen Atomschlag an, nachdem ein Wortgefecht mit dem Machthaber von Nordkorea aus dem Ruder läuft. Eins ist den Mitwissern klar: Jemand muss etwas unternehmen, oder die Welt steht kurz vor einem dritten Weltkrieg. Ein Attentat scheint der einzige Ausweg.

Ein hochrasanter Verschwörungsthriller mit aktuellem Bezug zur politischen Lage in Amerika

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404176588
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:21.07.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.08.2017 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Steffi_the_bookworms avatar
    Steffi_the_bookwormvor einem Monat
    Leider nicht so spannend wie erwartet

    "Der Präsident" hatte mich thematisch und in Verbindung mit der aktuellen politischen Situation sehr angesprochen und ich war sehr gespannt auf das Buch.

    Das Buch begann auch sehr spannend, denn der Präsident will einen Nuklearanschlag auf Nordkorea befehligen. Nach diesem dramatischen Beginn hatte ich wirklich große Hoffnungen für das Buch, aber leider wurde ich dann relativ schnell ernüchtert. Die Geschichte plätschert größtenteils vor sich hin und Spannung kam für mich leider kaum. Es geht um viele politische Verwicklung, was zu erwarten ist, aber in Relation dazu war es mir leider zu wenig Action.

    Erst im letzten Drittel kommt nochmal ein wenig Fahrt in die Geschichte, aber insgesamt reichte dies leider nicht mehr, um mich wirklich von dem Buch zu überzeugen.

    Sehr gut gemacht fand ich die Darstellung des Präsidenten, denn obwohl er nie persönlich auftaucht, wusste man als Leser genau an wen der Autor bei der Darstellung seines Präsidenten gedacht hat, denn diese reale Person ist in allen Charakterzügen des Präsidenten dieses Buches erkennbar. Auch das Cover lässt wenig Zweifel um wen es sich handelt.

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    wschvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Fiktion? Leider nur zu einem kleinen Teil...
    Kein Polit-Thriller - und doch ein Thriller...

    Es ist davon auszugehen, dass der preisgekrönte britische Journalist, der seine Bücher unter dem Pseudonym Sam Bourne veröffentlicht, die Fakten und auch das Verhalten, die sprunghafte Vorgehensweise, das regelmässig stattfindende Twitter-Gewitter des aktuellen POTUS genau recherchiert, analysiert hat. Von daher ist dieser "Thriller" zu einem kleinen Teil (der hoffentlich nie Realität wird...!!) fiktiv. Der weitaus grössere Teil der insgesamt 477 spannenden Seiten sind Realität. Zum Schrecken der Welt.

    Nur eines von vielen möglichen Zitaten: "Er ist unsere nationale Persönlichkeit, ungebunden und ungezügelt. Er ist das Kleinkind in uns, das alles tun darf. ... Ich will, ich will, ich will. ... Er ist wie Amerika, als die weißen Jungs noch auf einem Pferd durchs Land reiten, Indianer erschießen und deren Squaws nageln konnten. Als sie sich nach Belieben Land aneignen und einen Neger am Seil darüber schleifen konnten, der die dreckige Arbeit für sie erledigte. ... So haben Jungs wie ich das samstagsmorgens im Kino gelernt. Cowboys waren nicht schwul und auch keine >Latinos<, sie waren keine Frauen und nicht scheißandrogyn. Sie waren weiß und männlich und an der Spitze. Das war ihr Schicksal."

    Ist doch eine nachvollziehbare Begründung für diesen rücksichtslosen, dauernd wiederholten Spruch "America first"...

    Zudem hat der Autor auch das Umfeld, die möglichen Vorgehensweisen hervorragend und auch spannend beschrieben. In seiner Danksagung gibt Jonathan Freedland alias Sam Bourne an, wer ihm alles bei diesen der Realität entsprechenden Beschreibungen zur Seite stand. 

    Es fällt zwar sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Wenn's denn sein muss: die 52 Kapitel sind im Schnitt nur zehn Seiten lang. Deren Handlungen in den verschiedensten Metiers und Erdteilen spielen. Und die am Schluss eine abgerundete, stimmige, ohne viel Phantasie vorstellbare Story ergeben.

    Fazit: Lesen!

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    Xirxes avatar
    Xirxevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein solider Krimithriller, der vor einem realistischen Hintergrund spielt. Die Geschichte hat eher weniger mit der Realität gemein ;-)
    Solider Thriller vor realem Hintergrund

    Bereits das Titelbild macht mit der darauf abgebildeten Silhouette deutlich klar, welcher Präsident hier als Vorbild diente. Seit er das Amt inne hat, ist nicht mehr die Vernunft Handlungsmaxime, sondern allein das Bauchgefühl - und zwar das des Präsidenten. Als er von Nordkoreas Machthabern verbal angegriffen wird, ist seine Wut so groß, dass er allen Ernstes beabsichtigt, das Land mit Atomwaffen anzugreifen. In buchstäblich letzter Sekunde wird er davon noch abgebracht, doch alle um ihn herum wissen: DAS kann durchaus wieder passieren. Da es keine Möglichkeit gibt, den Präsidenten seines Amtes zu entheben, beschließen zwei altgediente, hochrangige Mitarbeiter: Der Präsident muss sterben.
    Angesichts des realen Hintergrundes ist die Erwartung natürlich groß, dass sich die Handlung dieses Thrillers ebenfalls stark an den realen Gegebenheiten orientiert und das Gebaren des ersten Mannes im Staate deutlich dargestellt wird. Doch die eigentliche Hauptfigur ist Maggie Costello, eine Mitarbeiterin im Weißen Haus, die die Hintergründe des Todes des Leibarztes des Präsidenten aufklären soll, wobei sie einer Verschwörung auf die Spur kommt und dabei ihr Leben aufs Spiel setzt. Zwar werden immer wieder Aktionen des Präsidenten und Twittermeldungen von ihm in den Text eingebaut, die durchaus realistisch wirken, doch insgesamt ist die Geschichte derart überzogen, dass in der Realität wohl auch die Regierung des Weißen Hauses damit nicht durchkommen dürfte (aber ganz sicher bin ich mir natürlich auch nicht … ;-)).
    Doch diese Mischung aus Realität und Phantasie macht meiner Meinung nach einen großen Teil des Reizes dieses Buches aus. Man weiß ja, dass es schlimm ist. Aber könnte es tatsächlich noch so viel übler sein? Ansonsten ist die eigentliche Handlung ein ordentlicher Krimithriller mit mehr oder weniger gelungenen Überraschungsmomenten, die man irgendwie doch schon geahnt hatte. Stellenweise nervig fand ich die teilweise seitenlangen gedanklichen Selbstbezichtigungen von Maggie und auch die Darstellungen McNamaras (Maggies 'Gegenspieler'), in denen er die Absichten und Hintergründe der Regierung darlegt. Etwas weniger Klischee, auch bei den Figuren, hätte dem Buch sicherlich gut getan.
    Alles in allem aber eine solide spannende Lektüre mit (etwas) Bezug zur Realität.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Bin enttäuscht ... dieses Buch war weder Fisch noch Fleisch, da hatte ich mir mehr versprochen ...
    Tolle Idee ... die Umsetzung war dann aber leider gar nicht mein Fall ...

    Der kurze Klappentext ist eigentlich ziemlich selbsterklärend und die Story im Buch beschreibt ziemlich genau – sofern ich das beurteilen kann – was da so im Weißen Haus abgehen muss. Bedrückend ist natürlich, dass genau dieser gefährliche Egomane im Moment im wahren Leben an der Macht ist, und wenn ich sage „An der Macht“, dann meine ich das wörtlich. Er ist nahezu besessen davon! Wenn man dem Buch halbwegs Glauben schenken darf, dann müsste die Menschheit eigentlich täglich vor Angst und diesem Mann zittern. So weit so gut und auch so interessant. Was dann der Autor allerdings aus diesem Thema gemacht hat, liest sich wie ein typisch amerikanischer Actionfilm. Laut und mit vielen Spezialeffekten, eigentlich genau die Art von Film, die ich mir nie oder nur sehr ungern anschaue. Man kann das Buch jetzt aber auch nicht als reines „Männerbuch“ bezeichnen, dazu kommt einfach zu viel Gefühlsduselei mit Maggie Costello ins Spiel. Also, ich weiß nicht so recht, was ich sagen soll. Mich hatte das Thema an sich angesprochen, zumal ich einen Sohn habe, der in Washington D.C. arbeitet und im weitesten Sinne mit Militär und Politik zu tun hat. Aber die Umsetzung war nicht wirklich meins. Von mir gibt es leider keine Empfehlung und es wird wohl auch das einzige Buch dieses Autors bleiben, das ich lesen werde. 

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    Ro_Kes avatar
    Ro_Kevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Insgesamt eine herbe Enttäuschung, die weder als Satire, noch als Thriller für mich funktioniert hat. Potenzial verschenkt!
    Vom typischen weißen Amerikaner ohne Filter

    Klappentext (Lovelybooks):

    Stell dir vor, der mächtigste Mann der Welt wäre ein gefährlicher Egomane. 

    Als die Bürger der USA einen unberechenbaren Demagogen zum Präsidenten wählen, hält die Welt den Atem an. Kaum jemand weiß: Bereits kurz nach Amtsantritt ordnet der Präsident fast einen Atomschlag an, nachdem ein Wortgefecht mit dem Machthaber von Nordkorea aus dem Ruder läuft. Eins ist den Mitwissern klar: Jemand muss etwas unternehmen, oder die Welt steht kurz vor einem dritten Weltkrieg. Ein Attentat scheint der einzige Ausweg. 


    Meine Meinung:

    Sam Bournes Interpretation der aktuellen politischen Lage in Amerika, verpackt in einen Thriller mit interessanter Fragestellung, hat für mich leider nicht funktioniert.

    Fast schon mit der „Holzhammermethode“, die Silhouette auf dem Cover trägt natürlich auch dazu bei, übt der Autor Kritik an den amerikanischen Präsidenten und macht ihn zu einer Art namenlosen „Witzfigur“ seines hanebüchenen Verschwörungsthrillers, bei dem er zwar um Brisanz bemüht ist, es jedoch nicht schafft, diesen mit authentischen Spannungsmomenten zu bespicken. 

    Es gibt nicht einen Charakter, zu dem ich beim Lesen eine Verbindung aufbauen, bzw. mit dem ich mitfiebern konnte. Viel zu unglaubwürdig erschienen mir Handlung und Entwicklungen. Das Gewalt bzw. Mord der einzige Ausweg sein soll, war mir in der Auseinandersetzung mit dem Thema viel zu banal und ebenso fiel dann für mich auch die Auflösung aus. 


    Fazit:

    Insgesamt eine herbe Enttäuschung, die weder als Satire, noch als Thriller für mich funktioniert hat. Potenzial verschenkt!

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, aber etwas schwach
    Da war mehr drin!

    Ein US-Präsident der narzistisch ist, leicht größenwahnsinnig und zu Kurzschlussreaktionen neigt – dass uns das bekannt vorkommt, ist sicher kein Zufall. Nachdem er in einer Nachtaktion beinahe Nordkorea mit Atomsprengköpfen bombardiert hätte, beschließen der Verteidigungsminister und sein Stabschef, dass sie diesen Präsidenten ausbremsen müssen, wenn er nicht die ganze Welt in die Zerstörung treiben soll. Als ihr erster Plan scheitert, scheint ein Attentat die einzige Lösung, um Schlimmeres zu verhindern. Doch das ist nicht so einfach, wie es vielleicht klingen mag – auch nicht für den Verteidigungsminister.
    Sam Bourne schreibt seinen Thriller sehr offensichtlich in Anlehnung an die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. In seinem fiktiven Roman lässt er den namenlosen Präsidenten die Atomcodes aktivieren, erst in letzter Minute kann ein Unglück verhindert werden, die Öffentlichkeit erfährt davon natürlich nichts. Die Story ist sehr spannend angelegt und auch die Figuren sind eigentlich gut eingeführt in die Geschichte und bieten viel Potential. Leider hat mich die Zusammenführung der beiden Erzählstränge um den Stabschef und den Verteidigungsminister und andererseits eine Mitarbeiterin des Weißen Hauses, die Ermittlungen anstellt, nicht überzeugt. Ihre Figur war einfach nicht stark und selbstbewusst genug, um als Rechtsberaterin im Weißen Haus zu überzeugen. Mir fehlte als Leser ein Protagonist, mit dem ich mich in irgendeiner Weise identifizieren konnte, leider hat Bourne es nicht geschafft, diese Figur in die Story einzubinden. Alle waren mir durchweg eher unsympathisch und so konnte mich die Geschichte nicht richtig mitnehmen. Zudem fand ich es etwas zu einfach, so offensichtlich Präsident Trump als Charakter zu kopieren und als Romangrundlage zu verwenden.
    Ich hatte mir von „Der Präsident“ etwas mehr erwartet, mir fehlten die Spannung und eine Hauptfigur, die die Story für den Leser nachvollziehbar macht, indem er mit ihr sympathisiert. Vom Ansatz her finde ich Sam Bournes Idee ganz gut, bei der Umsetzung wäre aber mehr drin gewesen. 

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    Universum_der_Woerters avatar
    Universum_der_Woertervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Präsident der unberechenbar ist und eine mutige Frau die versucht einen Anschlag auf den Präsidenten zu verhindern. Sehr interessant.
    Ein unberechenbarer Präsident- wie in der Realität

    Schon allein das Cover lässt erahnen, welchen Präsidenten sich der Autor zum Vorbild genommen haben könnte. Der Schatten erinnert sehr stark an den aktuellen Präsidenten der Vereinigten Staaten.

    Schon am Anfang der Geschichte beschreibt der Autor einen Wutausbruch des Präsidenten der kurz bevor steht den Befehl zu einem Nuklearen Angriff zu geben. Laut einer verbalen Aussage von Nordkorea schäumt er vor Wut. Dabei finde ich es erschreckend, wie einfach und schnell ein mächtiger Mann solch einen Angriff befehlen kann ohne es mit anderen abzuklären. Und ich vermute, dass es in der Realität genauso ist. Schon in diesem Teil musste ich unwillkürlich an Präsident Trump denken.  Ich habe den Eindruck, dass Präsident Trump sowie die aktuelle politische Lage zur Inspiration dieses Buches diente.

    Da der Präsident im Buch unberechenbar ist und die Mitarbeiter sich vor seinen Entscheidungen fürchten, versuchen zwei Mitarbeiter ihn abzusetzen und planen einen Anschlag auf ihn. Was ich besonders interessant fand, wie akribisch und genau der Autor diesen Anschlag in der Geschichte vorbereitet und geplant hat. Die ganzen Einzelheiten zu dem perfekten Anschlag. Aus meiner Sicht hat er gute Nachforschungen angestellt. Leider liest man später vom Attentäter nichts mehr. Ich hatte das Gefühl, dass dieses Thema später im Buch fallengelassen wurde, was ich persönlich etwas schade fand.

    Auch die politischetische Lage im Buch ist fast wie in der Realität. Unregistrierte Migranten sollen aufgespürt und ausgewiesen werden, die Frauenquote im Weißen Haus ist gesunken.

    Am Anfang kam ich nur schleppend in die Gechichte rein. Ich war nicht von der erste Seite an gefesselt. Erst als ich mit dem 7.ten Kapitel durch war, nahm die Geschichte an Fahrt auf und wurde für mich interessant und spannend.
    Es kommen zwar viele Personen darin vor, aber man verliert nicht den Überblick.
    Es ist ein spannender Roman welcher sehr viele Prarallelen zu der aktuellen politischen Situation in Amerika hat. Die Spannung war zwar auch vorhanden allerdings hätte es für meinen Geschmack noch etwas mehr sein können.



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    vanessablns avatar
    vanessablnvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Aufgrund der Was-wäre-wenn-Idee lesenswert, aber als Thriller nicht wirklich spannend...
    Gute Idee, aber nicht wirklich spannend

    Aufgrund der Inhaltsangabe musste ich das Buch einfach lesen. Der Einstieg ist gut, die Spannung steigt zunächst. Aber dann ebbt sie ab, ich kann nicht genau sagen warum. Vielleicht schreibt der Autor etwas zu journalistisch oder die Perspektiven der einzelnen Personen waren nicht ausdauernd genug, obwohl gut angedacht. Im Mittelpunkt steht bald Maggie Castello, eine Mitarbeiterin des vorigen Präsidenten, die nach der Wahl zwar noch im Weißen Haus arbeitet, aber zur Außenseiterin geworden ist. Richtig nachvollziehen konnte ich die Handlungen von Castello nicht immer, sympathisch war sie mir auch nicht. Das Gefüge im Weißen Haus ist plastisch dargestellt und interessant. Leider bleibt "der Präsident" (so das ganze Buch hindurch genannt) selbst nur ein Schatten. Vom ihm ist zwar ständig die Rede, aber seine Innenperspektive taucht nicht auf. Von einigen anderen Charakteren, die interessant anmuten, wird leider zu wenig erzählt bzw. der Faden endet plötzlich. Gerade am Ende fehlte mir daher etwas.

    Die Geschichte um die geplante Ermordung des Präsidenten was das spannendste an diesem Thriller. Aber drumherum verfranst sich die Geschichte, denn es gibt noch andere Machenschaften. Einen spannenden Thriller würde ich das Buch leider nicht nennen. Aber die Darstellung des Präsidenten ist an Aktualität nicht zu überbieten, was das Buch lesenswert macht. Man fragt sich öfter: Was wäre wenn? Aber vielleicht wäre das Cover ohne die Silhouette subtiler gewesen, weil eine große Frage offen bliebe.

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    Freakajuless avatar
    Freakajulesvor 8 Monaten
    Spannend und topaktuell.

    "Der Präsident" stammt aus der Feder von Sam Bourne, was ein Pseudonym für den britischen Journalisten Jonathan Freedland ist. Bisher habe ich noch kein Buch des Autors gelesen, allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sich das nun ändern wird. Denn meiner Meinung nach hat Sam Bourne nicht nur einen äußerst faszinierenden, sondern zugleich auch erschreckenden Thriller geschrieben, dessen Parallelen zur Realität zwar auf jeder Seite sehr eindeutig sind, aber niemals zu konkret.

    Das ist auch einer der Aspekte, die ich an diesem Buch so einnehmend fand. Durch die deutsche Covergestaltung wird schon klar, auf wen sich die Geschichte rund um den amerikanischen Präsidenten bezieht (die Originalgestaltung ist da viel zurückhaltender). Trotzdem schafft es Sam Bourne niemals zu konkret zu werden, niemals Namen zu nennen und doch ein realistisches Bild zu zeichnen. Dem Leser ist an jeder Stelle sofort klar, um wen es sich handelt und wer kritisiert wird. Sei es der Präsident selbst, seine Tochter, der Schwiegersohn oder die First Lady.

    Der ganze Thriller punktet von vorne bis hinten mit einer geballten Authentizität, realistischen Schilderungen und topaktuellen politischen Gegebenheiten – manchmal vielleicht ein bisschen überspitzt erzählt, aber dennoch in Erinnerung bleibend. Mich hat es dabei sehr überrascht, dass der Autor seinen roten Faden immer beibehält, eine komplex verwobene Geschichte erzählt und nie zu sehr in die Action-Schiene abrutscht, nur damit das Buch spannender wirkt. Daraus ergaben sich für mich zwangsläufig ein paar Längen, die ich in einem Thriller nicht unbedingt erwarte und die man sicher durch leichte Kürzungen in den Kapiteln der „Opfer“ der Regentschaft hätte vermeiden können. Im Großen und Ganzen ist der Plot aber gut erzählt und hat mich trotz oder gerade aufgrund meiner Ahnungslosigkeit über das amerikanische Regierungssystem gepackt und gefordert.

    Des Weiteren empfand ich es als sehr spannend, welche Gefühle Sam Bourne mit seiner Geschichte in dem Leser – und damit in mir – ausgelöst hat. Ich fand mich des Öfteren in einem Zwiespalt wieder: Möchte ich, dass das Attentat auf den Präsidenten verhindert wird oder nicht? Möchte ich, dass die Drahtzieher entlarvt werden oder nicht? Es ist schwer, ein eindeutiges Ja oder Nein zu empfinden, was für mich die Protagonistin Maggie Castello perfekt transportiert hat. Große Teile der Handlung werden aus ihrer Sicht erzählt und greifen eben genau jenen Zwiespalt sehr gut auf. Denn Maggie hat für den früheren Präsidenten gearbeitet und teilt weder die Auffassungen, noch die politische Handlung mit dem aktuellen. Im Grunde hasst sie alles, wofür er steht, aber trotzdem arbeitet sie im Weißen Haus. Sie quält sich, wird von ihren Mitmenschen oft verurteilt und doch sieht sie in ihrer Arbeit einen Sinn. Und sie möchte das Attentat auf jeden Fall verhindern. Oder doch nicht?

    Obwohl sie viele meiner Gefühle, die ich diesem Buch gegenüber empfunden habe, perfekt in die Geschichte transportiert und sie dort widerspiegelt, bin ich nicht immer begeistert von ihrem Charakter bzw. von ihrer Figur gewesen. Ich hatte große Probleme, mich an verschiedenen Stellen mit ihr zu identifizieren und ihre naive Art zu verstehen, obwohl sie eine sehr starke und durchsetzungsfähige Frau ist. Ich hatte oft den Eindruck, ihr Verhalten ist undurchsichtig oder undurchdacht, gerade im Bezug auf ihren Liebhaber und die Informationen, die sie durch ihn erhält. Sie erschien mir in dieser starken Geschichte doch ein wenig zu blass – vor allem, wenn man bedenkt, welch große Rolle sie darin einnimmt.

    Geschrieben ist das Buch neben Maggies Perspektive noch aus der Sicht des Attentäters, des Stabchefs des Präsidenten und die Opfer der Regierenden und wirkt dadurch mehr als abwechslungsreich. Vor allem, weil die Kapitel oft mit einem kleinen Cliffhanger enden. Für mich hätte Sam Bournes Schreibstil noch ein wenig dynamischer sein können, aber die Geschichte ist auch ohne das gut ausgekommen.

    Fazit
    "Der Präsident" glänzt durch seine erschreckenden Parallelen zur Gegenwart und zu den top-aktuellen Geschehnissen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mich hat die Geschichte gleichermaßen fasziniert, schockiert und nachdenklich gestimmt. Nicht alles an diesem Buch ist perfekt oder auf die reale Welt übertragbar, aber es ist definitiv lesens- und empfehlenswert, denn wer weiß schon, was gerade wirklich hinter den Kulissen der USA stattfindet?

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    E
    EasyPeasyBooksvor 8 Monaten
    Hätte so gut werden können

    Worum geht’s?

    Der frisch gewählte Präsident der USA hat ein Problem: Er ist kein Politiker. Er ist Geschäftsmann und ihm ist es egal, was seine Berater sagen. So lässt er sich auch von Nordkorea soweit provozieren, dass er eines nachts einen Atomangriff auf eben dieses Land befehlen will. Nur mit Mühe und Not schaffen es die Offiziere ihm diesen Angriff auszureden.

    Für 2 Mitarbeiter des Weißen Hauses steht nun eins fest: Der Präsident ist geisteskrank und muss beseitig werden. Wenn dies nicht normal geht, dann durch ein Attentat!

    Meinung

    Es gab bisher nur wenig Thriller, die mich nicht von Anfang an gepackt haben. Dieser Thriller gehört leider dazu. Er beginnt damit, dass der Präsident vollkommen durchdreht und die Atomraketen Amerikas auf Nordkorea, China und die ganze Welt losschicken möchte, wegen einer Provokation. Kurz darauf besprechen 2 enge Berater, was sie tun können, damit der Präsident seinem Amt enthoben werden: Den Leibarzt bestechen und hoffen, dass er den Präsidenten als Amtsunfähig benennet und er damit aus dem Amt enthoben wird. Kurze Zeit später, ist er Tod. Bis dahin sind aber locker an die 50-60 Seiten ins Land gegangen.

    Ab da wird der Thriller dann langsam spannend. Maggie wird vom engsten Berater des Präsidenten – Mac – eingesetzt, um diesem Fall nachzugehen und das tut sie auch. Sie forscht und forscht und forscht und kommt langsam auf den Fall. Parallel wird ein Scharfschütze beauftragt, den Präsidenten nun ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen und damit beginnt langsam aber sicher die Spirale, die zum Schluss führt.

    Insgesamt ist der Thriller okay. Mir haben die Perspektivwechsel gut gefallen. Zum einen bekam ich als Leser ein gutes Bild von Maggie, wie sie auch persönliche Ängste aussteht, weil sie immer wieder auf Dinge stößt, für die sie eigentlich noch nicht bereit ist. Ich habe mitgefiebert, als sie bestimmte Sachen über ihren Freund herausgefunden hat und als sie bedroht wird.

    Die beiden Minister, die den Scharfschützen engagieren, bekommen auch immer wieder einige Kapitel, bei denen der Leser in ihre Gedankenwelt eintauchen darf. Man lernt die Personen kennen, ihre Gründe, den Präsidenten beiseite zu räumen, aber eben auch ihre Ängste, erwischt zu werden.

    Gleichzeitig läuft der Erzählstrang vom Scharfschützen, wie er den Mord plant, was er ausheckt und zum Schluss natürlich das Finale: Der Schuss auf den Präsidenten.

    Jede der Figuren hat seinen eigenen Charakter, keiner gleicht dem anderen, das finde ich bei dem Buch auch sehr gut. Schade fand ich am Ende nur, dass der Schuss auf den Präsidenten noch lange nicht das Ende vom Buch war. Am Ende deckt Maggie noch eine Verschwörung auf, die quasi immer wieder erwähnt wird – auch durch diverse Kapitel – dennoch hätte man diesen Strang auch einfach weglassen können. Denn der Mord des Präsidenten ist das Hauptthema und da fühlt sich diese Verschwörung am Ende irgendwie an, als ob da noch was reingequetscht wurde, weil man einen Präsidentenmord nicht in einem Thriller schreiben kann oder darf. Da wurde wirklich Potential verschenkt!

    Fazit

    Ein solider Thriller, der sich aber an so manchen Stellen wirklich zieht.

    -Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar-

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