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Rezension zu "Machine Gun Preacher" von Sam Childers

Machine Gun Preacher
alanrickvor 2 Jahren

Leider konnte er nicht alle Retten

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Rezension zu "Machine Gun Preacher" von Sam Childers

Rezension zu "Machine Gun Preacher" von Sam Childers
Queenelyzavor 6 Jahren

Sam Childers ist der "Machine Gun Preacher". Ein ehemals drogensüchtiger Biker und Krimineller rettet nun Kinder im Sudan. Ausdrücklich möchte ich sagen, dass ich nicht bewerten mag, was er tut - denn auch nur ein gerettetes Kind in diesen Elendsgebieten ist eine Meisterleistung in einer Zeit, in der die meisten Menschen lieber wegschauen.

Sam Childers lässt und in diesem Buch an seinem Leben teilhaben. Wir erfahren viel über seine Tätigkeit in Afrika, in Rückblenden wird dazwischen immer seine Vergangenheit dazu erzählt, das kam für meinen Geschmack ein bisschen zu spät im Buch, da hätte ich mir schön früher ein paar Einzelheiten gewünscht. Aber es wurde sehr gut klar, wie sein Weg verlaufen ist.

Die eingestreuten Schwarz-Weiß-Fotos, die meistens Landschaft zeigten und nur vereinzelt diesen Mitleidsfaktor hatten, fand ich sehr gelungen, da dadurch nicht auf die Tränendrüse gedrückt wurde. Überhaupt erzählt dieses Buch recht unsentimental, missioniert nicht, was ich persönlich als sehr angenehm empfand. So manches Mal sind solche Menschen der Meinung, dass sie sich über andere erheben dürfen, weil sie selbst so viel Gutes tun. Sam Childers nicht, er weiß, wo er herkommt und nimmt nichts als selbstverständlich. Außer der Tatsache eben, dass Gott ihm den Weg weist, dass alles, was passiert, Gottes Plan ist. Und dass er eben glaubt, denn das weist ihm den Weg.

Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings, die sich letztendlich auch auf meine Bewertung auswirken. So schön ich das finde, dass Sam nicht missioniert, ein wenig mehr Leidenschaft hätte ich mir in dem Buch durchaus gewünscht. Vor allem gegenüber seiner Familie, die immer wieder - auch in schwierigen Situationen - alleine gelassen wird, weil die Kinder im Sudan wichtig sind. Das war mir oft alles zu nüchtern und zu kalt, man kann sich doch auch um seine Familie kümmern, wenn man auf einer Mission ist! Das hat mich manchmal tatsächlich geärgert, das muss ich zugeben.

Der zweite Kritikpunkt ist die Tatsache, dass Sam früher sehr stark süchtig war. Nach einem einschneidenden Erlebnis hört er von heute auf morgen mit den Drogen auf, ohne größere Entzugserscheinungen zu haben. Das mag angehen, wenn man einen so starken Willen hat wie er, das mag ich nicht beurteilen. Vielleicht schreibt er auch nur nicht darüber. Was mich aber stört, ist, dass er meiner Meinung nach die Drogensucht mit der Abenteuersucht kompensiert, einfach nur den Gegenstand der Sucht geändert hat. Denn es treibt ihn, dorthin zu reisen, sich in Gefahr zu begeben, in teils ausweglos scheinende Szenarien. Meiner Meinung nach ist er einfach nun süchtig nach einem anderen Thrill. Und das finde ich ein wenig fragwürdig.

Kurz und gut, mir fehlt manchmal einfach das Menschliche an diesem Buch. Gefühle werden meist ausgeblendet oder nicht erwähnt, es zählt nur die Mission. Im Namen Gottes zwar, aber für mich trotzdem mit einem Nachgeschmack. Ich bin trotzdem sehr froh, dass ich dieses Buch lesen durfte, denn ich mag Bücher, die einen zum Nachdenken förmlich zwingen. Auch wenn mir einiges im Buch nicht so zusagte, wird die Geschichte an sich noch einige Zeit nachwirken.

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TNTinas avatar

Rezension zu "Machine Gun Preacher" von Sam Childers

Rezension zu "Machine Gun Preacher" von Sam Childers
TNTinavor 6 Jahren

Ich bin ja schon seit Jahren großer Fan von dem Schauspieler Gerard Butler, so dass ich natürlich ganz gespannt war, als ich im letzten Jahr hörte, dass er für Dreharbeiten nach Afrika flog und der Film “Machine Gun Preacher” heißen würde. Als ich dann den Trailer anschaute, welcher nichts für Zartbesaitete ist, wurde meine Neugier noch größer. Da der Film jedoch nicht bei uns ins Kino kam, geriet das Ganze ein wenig in Vergessenheit und erst als ich die DVD dann im Laden entdeckte, fiel mir die Sache wieder ein.

Der Film ist hart und heftig, grade weil er auf einer wahren Begebenheit beruht und man so die Story nicht als Phantasiegebilde abtun kann. Nachdem ich den Film geschaut hatte, suchte ich im Internet nach weiteren Informationen zu diesem Mann, der dort porträtiert wurde: Sam Childers. Und dabei stieß ich auf das gleichnamige Buch über sein Leben, welches er erst vor kurzem auf den deutschen Markt gebracht hatte. Hier die Rezension:

Die Story:

Sam Childers lebt in den USA. Die erste Hälfte seines Lebens tut er nur was er will und auch nicht nur legale Dinge: er dealt mit Drogen, geht kaum einer Schlägerei aus dem Weg und entgeht immer nur knapp einem Gefängnisaufenthalt. Durch seine Familie und einschneide Erlebnisse wendet er sich langsam Gott zu, lässt sich taufen und beginnt regelmäßig an den Gottesdiensten in seiner Stadt teilzunehmen. Dort begegnet er einem Priester, der zur Zeit in Afrika (Südsudan/Uganda) lebt und dort beim Aufbau von Flüchtlingshäusern und anderen Gebäuden hilft. Interessiert entschließt sich Sam auch für ein paar Wochen nach Afrika zu gehen und mitzuhelfen. Was er dort sieht, verändert ihn und sein Leben immens. Seit Jahren terrorisiert der Rebellenführer Joseph Kony die Bevölkerung, die Regierung ist mehr oder weniger machtlos. Kony und seine Rebellen überfallen die Dörfer der Einheimischen, töten die Erwachsenen, vergewaltigen Frauen, stecken die Hütten in Brand und vor allem entführen die Kinder und machen sie zu Kindersoldaten. Als Sam dieses ganze Elend und die Angst mit eigenen Augen sieht, beginnt er zu handeln: er baut nach und nach ein Heim für Flüchtlingskinder und Waisen. Was ganz klein beginnt, beherbergt heute fast 300 Kinder.

Meine Meinung:

Das Thema ist mehr als interessant, aber gleichzeitig natürlich auch brutal und erschreckend. Doch sollten wir davor nicht die Augen verschließen. Die Angst der Kinder dort ist so unglaublich heftig und traurigmachend, dass man schnell erkennt, wie gut man es eigentlich in seinem eigenen Zuhause hat. Der Film war wirklich gut gemacht, zwar nicht immer einfach und auch ein paar sehr blutige Szenen dabei, doch er verdeutlicht die Problematik sehr gut. Die Arbeit des Sam Childers macht einen Mut. Das Buch – ja das ist so eine Sache. Dass es im Gerth Medien Verlag erschienen ist, hätte mich eigentlich schon auf den Gedanken bringen müssen, aber erst beim Lesen ist es mir dann doch sehr schnell deutlich geworden: es ist ein christliches Buch. Und seinen Christlichen Glauben lebt und zeigt er in dem Buch sehr extrem. Beispiele sind, dass er mit Gott darüber “diskutierte”, ob und wo er ein Kinderheim errichten sollte. Während er dagegen war, gab Gott nicht auf und forderte ihn immer wieder auf, mit seinem Werk zu beginnen. Hmm, nichts gegen Menschen und ihren Glauben. So lange niemand dabei Mitmenschen verletzt, kann jeder glauben, was er möchte (meine Meinung), aber zwischenzeitlich ging es mir dann doch zu weit. Den Höhepunkt erreichte Sam Childers, als er Bibelstellen zitierte, um zu rechtfertigen, warum er als Prediger (in den USA) eine Waffe mit auf die Kanzel nimmt. Bitte, nein. Das war zu viel. Ich habe dieses Buch komplett gelesen, obwohl ich mehrmals kurz davor war, das Buch abzubrechen. Einzig und allein, die Geschichten drumher haben mich beim Lesen gehalten. Für jemanden, der seinen Glauben so lebt wie Sam Childers ist das Buch sicher eine Inspiration. Für mich zählt letztendlich nur die Story an sich, sowie das Lebenswerk, was Childers mit seinem Kinderheim erreicht hat. Daher bekommt das Buch auch gutgemeinte drei Bewertungspunkte. Trotzdem sollte sich jeder sein eigenen Bild machen, egal ob mit dem Film oder dem Buch, nur halt nicht die Augen komplett verschließen.

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Gespräche aus der Community

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katja78s avatar
Hallo Zusammen,

ich würde hier gerne mal ein ganz anderes Buch vorstellen.
Machine Gun Preacher von Sam Childers ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben und auch
Verfilmt worden. Deswegen dachten wir, das dies vielleicht ein Buch ist, das für Euch interessant sein könnte.

"Du kannst sie nicht alle retten!", sagt man Sam Childers, als er im Sudan die Grausamkeiten sieht, die Kindern angetan werden: Sie werden gefoltert, vergewaltigt, zum Morden gezwungen. "Das Böse ist zu mächtig", hört Sam immer wieder. Doch er will das nicht glauben und sich schon gar nicht mit Tatenlosigkeit abfinden. Er beginnt, Kinder zu schützen und ihnen von Gott zu erzählen. Er baut ein Waisenheim auf und verfolgt die Drahtzieher der Kinderschänder. Und dazu greift er notfalls auch zu radikalen Mitteln. Seitdem nennen ihn viele "Machine Gun Preacher", den Prediger, der ein Maschinengewehr trägt ... Kein Buch für schwache Nerven - aber ein funkelnder Lichtstrahl in einer Welt voller Dunkelheit und Abgründe.


Wenn ihr also über Nerven aus Drahtseilen verfügt und dieses Buch euch anspricht, dann
bewerbt euch doch für eines von 3 Freiexemplaren für die Leserunde, die Gerth Medien freundlicherweise wieder zur Verfügung stellt.

Bewerbung bitte bis zum 4.11.2012/20 Uhr


Leseerundenstart wäre der 12.11.2012

Zeitnahes Mitlesen in der Leserunde mit posten zu den einzelnen Abschnitten und das schreiben einer anschließenden Rezension, sollte für euch selbstverständlich sein.


Vielen Dank an dieser Stelle an

Gerth Medien

die uns die Freiexemplare zur Verfügung stellen!

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