Sam Eastland , Karl-Heinz Ebnet Der rote Sarg

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Inhaltsangabe zu „Der rote Sarg“ von Sam Eastland

Moskau 1939: Oberst Nagorski ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Der Ingenieur war für Stalins wichtigstes Projekt verantwortlich – den neuen, hochgeheimen Panzer T-34, von Spöttern auch 'der rote Sarg' genannt. Der Diktator glaubt an Sabotage und vermutet, dass die 'Weiße Gilde' Nagorski ermordet hat. Sonderermittler Pekkala erhält den Auftrag, die Verschwörer aufzuspüren – eine lebensgefährliche Mission. Denn niemand weiß, ob es die Gruppe überhaupt gibt. Der Krimi "Der rote Sarg" ist Band 2 der Inspektor-Pekkala-Serie von Sam Eastland!

tour de force in die sowjetunion der dreissiger jahre unter stalin. sauber recherchiert. wel done, wenn auch mitunter langatmig

— Pashtun Valley Leader Commander
Pashtun Valley Leader Commander

Spannender Triller gemischt mit interessanten Rückblicken in die Zarenzeit!

— Hazel93
Hazel93

Ein Sonderermittler in der Stalinzeit, mit Rückblenden auf Zar Nikolaus und seine Familie.

— Arun
Arun

Klasse Unterhaltung mit den Genossen Pekkala, Kirow uuund natürlich Josef Stalin. Weiter so!

— BerniGunther
BerniGunther

Starker Thriller - der im wesentlichen durch die Rückblenden in die Zarenzeit überzeugt. Ein Russischer 007 :-)

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

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  • Die russische Geheimwaffe

    Der rote Sarg
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    Nach dem ersten Teil „Roter Zar“ von Sam Eastland lässt der Autor erneut seinen Sonderermittler Pekkala in Russland auf Verbrecherjagd gehen. In „Der Rote Sarg“ bekommt Pekkala direkt von Stalin den Auftrag zu ermitteln, wer den Ingenieur Nagorski ermordet hat. Der rote und für seinen Jähzorn bekannte Diktator vermutet nicht zu unrecht eine Reihe von Verrätern, die das russische Militär indirekt bedrohen, hinter dem Mordanschlag steckt. Auch dieser zweite Band der Reihe spielt kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Der Angriff der Deutschen auf Polen scheint unmittelbar bevorzustehen und Mütterchen Russland befürchtet, trotz verschiedener vertraglichen Nicht-Angriffs-Pakte in den Krieg einbezogen zu werden. Das heißt für Stalin, mit aller Macht seinen Militärapparat aufzurüsten. „Der Rote Sarg“ ein neu entwickelter Panzer soll den Deutschen auf dem Schlachtfeld das Fürchten lernen, auch wenn dieser wie Pekkala schnell feststellt noch unter diversen Kinderkrankheiten leidet, nicht in Produktion gehen sollte. Damit ist eigentlich die grobe Handlung des vorliegenden Romans schon erzählt. Da Pekkala, ein russischer Agent mit der Lizenz zum: Töten, Spionieren, Verhaften, Beschlagnahmen usw. ein durch und durch feiner Kerl ist, gibt er sich, obwohl er den aufkommenden Stalinismus kritisch sieht, dem System doch treu ergeben. Anders wie im ersten Teil erfährt der Leser nicht viel Neues über die Hauptfigur. Im Grunde werden die wichtigsten und dramatischsten Szenen seines Lebens noch einmal erzählt. Dies ist ein relativ großer Kritikpunkt, wenn man sich die Entwicklung der Hauptfigur anschaut. Seine persönlichen Gefühle, seine Emotionen und seine Gedanken schaltet Sam Eastland leider förmlich total ab. Trotzdem besitzt „Der Rote Sarg“ eine ganz eigene und interessante Atmosphäre. Die Spannung bleibt konstant im guten Niveau, entwickelt sich aber auch nicht mit der Handlung weiter fort. Die Handlung wird dann interessant, wenn es zu Rückblenden in die Zarenzeit kommt. Alleine das wäre es wert einen eigenständigen Roman zu schreiben in der auch die Vergangenheit von Pekkala wieder mehr ins Licht rückt. Diese Passagen sind so interessant und lebhaft erzählt, dass sie, wenn man sie mit der eigentlichen Handlung vergleicht die Haupthandlung in den Hintergrund zu drängen vermag. Es gibt nicht viel neue Charaktere in der Handlung, dafür allerdings ein paar mehr witzige Momente und ernste Dialoge mit seinem Assistenten Kirow, dem deutlich mehr Platz gegeben wird. Die Zukunft von Pekkala kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges bleibt am Ende verschwommen, auch wenn der Autor eine mögliche Aussicht auf das nächste Abenteuer des russischen Sonderermittlers wirft. Fazit „Der Rote Sarg“ von Sam Eastland ist schwächer als der erste Band der Reihe. Nach Möglichkeit sollte der Leser zu dem ersten Band „Roter Zar“ greifen, da hier die Figur von Pekkala mehr analysiert und dargestellt wird. Nichtsdestotrotz gelingt dem Autor Sam Eastland mit diesem Roman wieder ein guter, solider Thriller der hält, was er eben verspricht. Er wird nicht langweilig oder schweift vom Thema ab. Der Autor konzentriert sich ausschließlich auf die Perspektive des Ermittlers, dass mag leider manchmal etwas eindimensional wirken. Ich bin gespannt auf den dritten Teil, hoffe allerdings, dass der Autor sich evtl. ein Herz nimmt, um Pekkalas Vergangenheit uns noch schmackhafter zu machen. „Der Rote Sarg“ ist absolut zu empfehlen, alleine schon weil der Roman in einer Zeit spielt, die interessant und viel Raum für Abenteuer gibt. Michael Sterzik

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    Arun

    Arun

    19. July 2014 um 18:11
  • Der Panzer, der den Krieg verändert

    Der rote Sarg
    Sky

    Sky

    07. December 2013 um 16:05

    Der Panzer, der den Krieg verändert Pekkala, ehemaliger Sonderermittler des Zaren und im ganzen Land als das Smaragdauge bekannt, steht nun unter Stalins Führung im Dienste der russischen Regierung. Er ist einer der Wenigen, die das Wort gegen Stalin erheben können ohne das ihm der Kopf abgeschlagen wird oder um sein Leben fürchten muss. Sein neuester Auftrag verschlägt ihn zu der Entwicklung eines Panzers. Der T-34, der von Stalin große Bedeutung hat und für dessen Entwicklung höchste Geheimhaltung gilt, soll alles bisherige in den Schatten stellen. Doch Oberst Nagorski, hauptverantwortlich für dieses Projekt, scheint von seinen eigens konstruierten Panzer zerquetscht worden zu sein. Pekkala soll der Sache auf den Grund gehen, denn jemand steckt hinter diesem Tod, der als vermeidlicher Unfall gilt. Ist Nagorski wirklich einem Attentat zum Opfer gefallen? War es nur ein Unfall? Wer weiß vom Panzerprojekt und will es verhindern? Steckt der Feind in den eigenen Reihen? In Pekkalas zweiten Fall stehen wir kurz vor dem zweiten Weltkrieg, der über Europa hereinbricht. Pekkala versucht dies zu verhindern und kann mit seinen Schattenpass durch Russland marschieren ohne das ihm jegliche Konesequenzen drohen. Er darf sich alles nehmen, man darf seine Motive nicht hinterfragen, jeder ist gezwungen ihm zu gehorchen und ihm zu geben, was er verlangt.. Nur sehr wenige sind im Besitz eines solches Passes, der ihnen alle möglichen Rechte einräumt. Gemeinsam mit seinem Assistenten Kirow, der im ersten Fall zu ihm gestoßen ist und nun zum Major erhoben wurde, ermittelt er diesen politisch wichtigen Fall und liefert sich mit ihm witzigen und teilweise ernsten Schlagabtausch. Während beide im ersten Fall noch ziemlich blass wirkten, entwickeln sie sich zu vollwertigen Charakteren mit eigenwilligen Eigenschaften. Kirow, als leidenschaftlicher Koch und Genießer, verurteilt gerne und oft Pekkalas einfache Art, seine Essgewohnheiten und vor allem seinen Hang zur Kleidung, die andere Menschen zu ihrer Beerdigung tragen. Im Gegensatz ist das Mysterium Pekkala eine bodenständige und herzensgute Person. Die Menschlichkeit der Beiden trägt den Roman. Sie sind keine Übermenschen mit fast schon übernatürlichen Fähigkeiten, sondern vielmehr Persönlichkeiten mit gewissen Talenten, die sie zum Einsatz bringen können. Doch hier fangen die Probleme an: Pekkalas absolutes Gedächtnis wird im zweiten Fall nicht einmal genutzt, geschweige denn erwähnt und oftmals wirkt er fast schon hilflos herumirrend, darauf wartend, dass einfach irgendetwas geschieht. Der Ermittelungsprozess ist dadurch eher schleppend und entstehende Ergebnisse kratzen nur an der Oberfläche, obwohl sie pointiert sind und den Anstoß für interessante Wendungen geben oder geben könnten. Das Geschehene stoßt sich seine Knie leider oft an den Kanten der Logik. Zwar fängt Sam Eastland die kalte russiche Stimmung ein, aber es gelingt ihm nicht das Diktatorische und Stalins Herrschaft auszuarbeiten oder in irgendeiner Weise das Leiden der Bevölkerung abzulichten. Nicht einmal kommen die beiden Ermittler damit in Berührung und so wirkt die Geschichte im historischen Kontext, in dem sie steht, ziemlich deplatziert. Auch die Handlung selbst hat mit seinen Problemen zu kämpfen. Die Ereignisse können einfach so geschehen ohne das plausibel erklärt wird, warum in einem kontrollierten Staat, vor allem bei einem solchen Projekt, solche Fehler passieren können ohne das jemand davon Wind bekommt. Das Pekkala, auch wenn er fast eine Art Legende darstellt, einen solchen Sonderstatus bei Stalin genießt und ihn sogar verhöhnen darf, schadet der authentischen Seite des Romans anstatt ihr interessante Facetten zu verleihen. Es schadet zudem den Spannungsmomenten, die "Der rote Sarg" besitzt, aber durch solche logischen Fehler reduziert werden. Erzählt ist das Ganze wieder, wie im Vorgänger, in zwei Zeitebenen. Einmal die Haupthandlung, die aus Sicht von Pekkala den Verlauf schildert, wie er den Fall rund um dem Tod von Nagorski und die Gefährdung des Projektes um den T-34 bearbeitet, und die Rückblenden aus seinem Leben, als er noch Sonderermittler des Zaren war, Anschläge überlebt und Rasputin ein Berater der Zarenfamilie war. Dieser Wechsel führt dazu, dass Pekkalas Persönlichkeit tief beleuchtet wird und gerade seine menschliche Seite immer spürbarer wird. Gerade die Rückblenden geben Erkenntnisse preis, die einen immer wieder verwundern und dem Roman eine gewisse Dynamik verleihen. Nichtsdestotrotz bleiben die logischen Lücken, die sich im Laufe der Geschichten nur vergrößeren statt verschlossen werden. Vor allem am Ende kommen immer wieder kopfschüttelnde Momente, die den endgültigen Showdown hervorrufen, bei dem man sich die Frage stellt, wie das alles möglich gewesen ist ohne auch nur eine einzige Antwort zu erhalten. So bleibt nur die durch den Schreibstil entstehende Spannung, aber keine schlüssige Abschließung des Falles an sich. Fazit Sam Eastland macht in "Der rote Sarg" charatkertechnisch Boden gut, hat eine spannende, wenn auch karge, Schreibe, die sich aber an den logischen Fehlern und der fehlenden Authenzität die Finger blutig kratzt. "Der rote Sarg" ist unterhaltsam und pointiert, aber auch hier wurde wieder Potenzial verschenkt.

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  • Stalins Geheimwaffe

    Der rote Sarg
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    16. June 2013 um 23:14

    Inspektor Pekkala, Sonderermittler im Dienste Stalins und früher im Dienste des Zaren ist Protagonist in diesem Roman. In der Zeitung Die Welt wurde er als „ein russischer James Bond“ beschrieben. Wir schreiben das Jahr 1939 in Moskau, das politische Klima ist aufgeheizt und der zweite Weltkrieg ist nicht nur in Russland im Bereich des Möglichen angekommen.  In vielen Ländern der Erde sehen Regierungen die mögliche Notwendigkeit, in absehbarer Zeit ihr Militär in den Krieg eintreten zu lassen. In Moskau erhält Inspektor Pekkala von Stalin persönlich den Auftrag, den mysteriösen Tod von Oberst Nagorski zu untersuchen. Nagorski war als leitender Ingenieur mit der Entwicklung eines neuen und geheimen Panzers mit der Bezeichnung T34 betraut. Auf diese Entwicklung setzt Stalin all seine Hoffnungen für den wohl unausweichlichen Konflikt. Pekkala erfährt im Laufe seiner Untersuchungen, dass dieses Fahrzeug keinesfalls so ausgereift war wie dargestellt und so ist es auch vorstellbar, dass Nagorski möglicherweise bei einem Unfall bei der Erprobung zu Tode gekommen ist. Oder war es vielleicht Mord? Einiges spricht dafür, denn Pekkala kommt zu Ermittlungsergebnissen, die in den offiziellen Untersuchungen gar nicht auftauchen. Gemeinsam mit seinem Vertrauten, Freund, Fahrer, dienstbaren Geist versucht Pekkala nun Licht ins Dunkel zu bringen und muss feststellen, dass hier ganz offensichtlich auch auf der politischen und Geheimdienstebene unterschiedliche Interessen vertreten werden. Er hegt außerdem schon bald den Verdacht, dass vielleicht auch Stalin mit gezinkten Karten spielt. Stalin glaubt, zumindest behauptet er das mehrfach, dass eine zaristische Gruppierung versuchen wird, Deutschland zu einem frühzeitigen Angriff auf Russland, auf Stalin zu provozieren. Und deshalb braucht der Diktator diesen Panzer, am besten sofort. Aber wer soll, wer kann dieses Projekt fortführen? Ganz offensichtlich war Nagorski ein Einzelgänger nicht nur im privaten, sondern hat auch in seinem beruflich-militärischen Umfeld so gut wie keine Vertraute gehabt. Über viele technische Details hat er seine Mitarbeiter im Unklaren gelassen. Und er hat sich durch seine Art auch Feinde gemacht, auch in der eigenen Familie. Spannend wird das Buch für den Leser zusätzlich, weil Pekkala unter dem letzten Zaren eine gleiche Stellung innehatte und nach der Machtübernahme Stalins von diesem zu lebenslangem Arbeitslager nach Sibirien verbannt wurde. Hieraus resultiert auch Pekkalas ständige Vorsicht und sein Misstrauen Stalin gegenüber. Und in Rückblicken erinnert sich Pekkala an den Zaren, an die Zarenfamilie und vor allem auch an den geheimnisvollen Rasputin, über dessen Einfluss auf den Zarenhof zum Zeitpunkt des Romans sicher noch vieles nicht bekannt war. Auch damals musste er sehr vorsichtig sein, denn seine Einsätze waren auch immer von großer Unberechenbarkeit begleitet. Von diesem Autor und seinem Inspektor Pekkala möchte man durchaus mehr lesen, denn es gelingt Sam Eastland, knisternde Spannung ohne großes Blutvergießen aufzubauen und auch bis zum Ende zu steigern. Sehr zu empfehlen. Einen früheren Roman gibt es bereits im Deutschen und im Englischen sind wohl weitere bereits erschienen.

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