Sam Hayes

 3.7 Sterne bei 210 Bewertungen
Autor von Stumm, Das verbotene Zimmer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sam Hayes

Das verbotene Zimmer

Das verbotene Zimmer

 (78)
Erschienen am 15.04.2011
Stumm

Stumm

 (79)
Erschienen am 12.02.2010
Blutskinder

Blutskinder

 (32)
Erschienen am 01.06.2009
Der fremde Sohn

Der fremde Sohn

 (21)
Erschienen am 16.04.2012
Unspoken

Unspoken

 (0)
Erschienen am 19.02.2009
Someone Else's Son

Someone Else's Son

 (0)
Erschienen am 01.06.2012
Tell Tale

Tell Tale

 (0)
Erschienen am 01.06.2011
BLOOD TIES

BLOOD TIES

 (0)
Erschienen am 20.09.2007

Neue Rezensionen zu Sam Hayes

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Rezension zu "Stumm" von Sam Hayes

Ohne Worte
_Dark_Rose_vor einem Monat

Im Jahr 1976 geschieht ein furchtbares Verbrechen, eine Frau wird brutal vergewaltigt und niemand glaubt ihr. Die Gerichte sprechen den Mann frei, der ihr das antat, und seit dem hasst sie sich selbst. Jahre später fragt ein kleines Mädchen nach seinem Vater, sie bekommt keine Antwort, und erwähnt ihn nie wieder. Dieses kleine Mädchen war Julia. Sie ist es auch, die in der Jetzt-Zeit ein Mädchen auf einer Straße findet. Sie ist brutal zugerichtet und kommt sofort ins Krankenhaus, doch zuvor sagt sie noch ein Wort: "Doktor". Es handelt sich um Grace, eine Schülerin von Julia. Nach diesem einen Wort sagt Grace nie wieder etwas. Sie hat die selben Schnitte und Wunden, wie die Frau 1976, doch niemand sieht die Verbindung. Wann also wird der Täter geschnappt? Wird er überhaupt geschnappt, oder entkommt er, wie auch schon damals seiner Strafe? Julias Leben ist auch ohne das Schicksal von Grace durcheinander genug. Gerade läuft ihre Scheidung von ihrem alkoholsüchtigen Mann Murray, ihre zwei Kinder Alex und Flora können nicht verstehen, warum ihre Eltern sich nicht mehr lieb haben, und Julias Mutter Mary spricht seit kurzem nicht mehr. Auch Julias Tochter Flora spricht nicht, doch bei ihr liegt es daran, dass sie von Geburt an taub ist. Was also ist der Grund dafür, dass so viele Menschen in Julias Nähe auf einmal nicht mehr sprechen können? Nicht einmal der neue Arzt in der Stadt, David Carlyle weiß rat. Doch er sucht Julias Nähe, obwohl er sich sehr schnell verdächtig macht. Ist die Lösung des Ganzen wirklich so einfach? Meinte Grace mit "Doktor" David? Oder steckt doch jemand ganz anderes hinter all dem? Also ich persönlich fand das Buch sehr gut. Die Handlung verlief auf zwei Ebenen, einmal die Erinnerungen einer Person und dann die Gegenwart. Jedes Kapitel ist aus der Sicht einer der Hauptpersonen geschrieben: Julia, Murray und Mary. Das macht das Ganze etwas interessanter, weil jeder andere Dinge wahrnimmt und immer wieder ein Puzzleteil hinzu fügen kann. Es gibt einiges im Buch, das vorhersehbar ist, aber auch vieles, das neu ist und auch schockierend. Auf jeden Fall ist "Stumm" es wert gelesen zu werden, mir hat es viel Spaß gemacht. Auch wenn es zwischen drin ab und an etwas langatmig war, man verliert nie den Kontext aus den Augen und lernt schnell, dass nicht alles so ist wie es scheint und nicht jeder sein wahres Gesicht gleich zu Anfang offenbart.

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Rezension zu "Stumm" von Sam Hayes

Stumm - Sam Hayes
Buchstabenwurmvor 6 Monaten

Als Julia eines Tages beim Spaziergang mit dem Hund ihrer Mutter eine ihrer Schülerinnen, Grace, schwer verletzt und halb erfroren in einem Feld findet, gerät ihre Welt noch ein wenig mehr aus den Fugen als ohnehin schon. Nach jahrelangem Kampf hat sie sich kurz zuvor von ihrem Ehemann Murray getrennt, den sie seit ihrer Geburt kennt, der allerdings seit Jahren ein schweres Alkoholproblem hat. Allein mit ihren beiden kleinen Kindern Alex und Flora muss sie sich zusätzlich um ihre Mutter Mary kümmern, die seit einigen Tagen in ein unheilvolles Schweigen verfallen ist. Die einst so lebensfrohe und tatkräftige Frau ist vollkommen in sich zusammen gesunken und scheint jeglichen Lebenswillen verloren zu haben. Jegliche Bemühungen, ihre Mutter wieder zum Reden zu bringen scheitern und auch David Carlyle, der attraktive und charmante Arzt weiß nicht mehr weiter. Was war es, das Mary so plötzlich verstummen ließ?
Während Julia gleichermaßen versucht, sich um ihre eigenen Kinder, ihre Mutter und die beiden Pflegekinder ihrer Mutter, Brenna und Gradin, zu kümmern, merkt sie, dass sie sich zu dem fürsorglichen Arzt ihrer Mutter hingezogen fühlt. Doch dann muss Julia mitansehen, wie er als Hauptverdächtiger in Graces Fall verhaftet wird. Das junge Mädchen liegt im künstlichen Koma im Krankenhaus und kann sich nicht dazu äußern, wer sie angegriffen hat. Julia ist sich sicher, dass David zu Unrecht verhaftet wurde. Doch als ausgerechnet ihr fast Ex-Ehemann Murray dem Fall als Pflichtverteidiger zugeteilt wird, schwindet ihre Hoffnung. Julia traut Murray kaum noch zu auf seine eigenen Kinder aufzupassen, da er andauernd betrunken ist und sie Angst hat, die taube Flora könnte unbemerkt von seinem Boot, auf dem er wohnt, ins Wasser fallen und ertrinken. Wie soll Murray es da schaffen, nüchtern genug zu bleiben, um David aus dem Gefängnis zu holen? Und wird er sich, da er immer noch hofft seine Frau zurückzuerobern, überhaupt bemühen?
Doch Murray bemüht sich, da er Julia beeindrucken möchte, obwohl er ganz und gar nicht von Davids Unschuld überzeugt ist. Vor allem durch seine Eifersucht geleitet stellt Murray weitere Nachforschungen über David an und stößt auf erschreckende Ergebnisse. Die Beweise, dass der Arzt für den Angriff verantwortlich ist, scheinen stichhaltig zu sein. Doch ist die Lösung wirklich so einfach oder steckt noch mehr dahinter? Allerdings macht David sich nicht nur in dieser Hinsicht verdächtig; auch was Marys Diagnose betrifft treten Unstimmigkeiten ans Licht. Die Diagnose stimmt nicht mit den MRT Bildern überein und ist Mary tatsächlich in einer psychiatrischen Klinik am besten aufgehoben, deren Bezahlung er auch noch übernimmt? Handelt der Arzt wirklich im besten Interesse seiner Patientin? Zwischen Mary und David scheint eine Verbindung zu bestehen, deren Folgen langsam aber sicher im Laufe des Buches sichtbar werden. Verstummt ist Mary angesichts der Lasten ihrer Vergangenheit, doch ebenso stumm stehen diverse Geheimnisse zwischen den Protagonisten, die nicht ausgesprochen werden …

Geschrieben ist der fast 400 Seiten lange Roman abwechselnd aus der Perspektive von Julia, Murray und Mary. Dabei wird nicht nur ein ausführlicher Einblick in die gegenwärtigen Gefühle und Gedanken der Protagonisten gegeben, sondern auch viel aus der Vergangenheit erzählt. Durch die Blicke in die Kindheit von Julia und Murray werden die Charaktere sehr lebensecht, die ausführlichen Erinnerungen der Protagonisten lassen diese und ihre Handlungen sehr real wirken. Stückchenweise werden dem Leser Informationen und Einblicke geliefert, die weitere Fragen aufwerfen und die Spannung bis zum Schluss erhalten. Obwohl manche Entwicklungen voraussehbar waren, ist der Psychothriller bis zum Schluss spannend geblieben und war genauso fesselnd wie versprochen.

Fazit: Ich konnte den Psychothriller kaum aus der Hand legen, sobald ich einmal mit dem Lesen angefangen hatte und kann ihn definitiv weiterempfehlen!
Sam Hayes hat mit „Stumm“ einen sowohl sprachlichen als auch inhaltlich tollen Psychothriller verfasst. Dabei baut die Spannung des Romans nicht auf brutalen Handlungen oder viel Action auf, sondern auf den Geheimnissen der Menschen und wie die Vergangenheit immer noch die Gegenwart beeinflusst. Besonders gestärkt wird die Spannung durch die durchdachte Erzählung der Geschehnisse aus mehreren Perspektiven.
Vielen Dank für die fesselnden Lesestunden.

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Rezension zu "Das verbotene Zimmer" von Sam Hayes

schwach
yellowdogvor 8 Monaten

In Das Verbotene Zimmer nutzt die englische Autorin Sam Hayes drei zeitlich versetzte Handlungsebenen, die offenbar etwas miteinander zu tun haben, ohne das zuerst klar wird, was. Erzählt wird mal in erster Person, mal in dritter.
Diese verwirrend eingesetzten, stark konstruierten Schreibtechniken irritieren. Ich halte das für eine schriftstellerische Schwäche. Auch bei der Charakterisierung der Figuren kann man nicht ganz zufrieden sein.
Nina, Ava, Frankie hätten das Potential als interessante Figuren gehabt, aber es dauert ziemlich lange, bis man mit ihr warm wird.
Der Plot ist letztlich konventionelle Thrillerkost. Hinzu kommt, dass der Roman anfangs wenig Schwung hat und sich streckenweise zieht, man könnte auch sagen, es dümpelt vor sich hin. Hart für ungeduldige Leser. Später nimmt die Handlung glücklicherweise an Tempo zu. Am Ende gibt es sogar Dramatik. Das ändert nichts daran, dass der durchschnittliche Roman einfach zu lang ist.

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Gespräche aus der Community

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L
habe heute das buch "stumm" von sam hayesfür eine freundin gekauft, ich hoffe, dass ich die richtige wahl getroffen habe, sie liest gerne krimis
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