Sam Hayes

 3,6 Sterne bei 219 Bewertungen
Autor*in von Stumm, Das verbotene Zimmer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sam Hayes

Cover des Buches Das verbotene Zimmer (ISBN: 9783548610252)

Das verbotene Zimmer

(79)
Erschienen am 15.04.2011
Cover des Buches Stumm (ISBN: 9783548280387)

Stumm

(81)
Erschienen am 12.02.2010
Cover des Buches Blutskinder (ISBN: 9783548280998)

Blutskinder

(34)
Erschienen am 01.06.2009
Cover des Buches Der fremde Sohn (ISBN: 9783548610504)

Der fremde Sohn

(25)
Erschienen am 16.04.2012

Neue Rezensionen zu Sam Hayes

Cover des Buches Der fremde Sohn (ISBN: 9783548610504)
SaintGermains avatar

Rezension zu "Der fremde Sohn" von Sam Hayes

SaintGermain
Reality Check

Die TV-Moderatorin Carrie Kent ist durch die Talk-Show "Reality Check" sehr erfolgreich. Ihr 15-jähriger Sohn Max Quinell lebt zwar neben ihr in einer Luxusvilla, aber dazwischen auch bei ihrem Ex-Mann, dem erfolgreichen Professor Brody Quinell, von dem sie sich trennte, nachdem er erblindete, in einer kleinen Wohnung in einem Problemviertel. In diesem Problemviertel geht er auch zur Schule, nachdem er aus einem Nobelinternat verwiesen wurde. Und genau in dieser Schule verliebt er sich nicht nur in die gleichaltrige Dayna. Beide sind Außenseiter. Doch plötzlich wird Max an der Schule erstochen, Dayna ist Zeugin, sagt aber vorerst kaum etwas. Max´ Mutter Carrie stellt Nachforschungen auf eigene Faust an.


Das Cover des Buches (mit dem Fahrrad) sieht zwar gut aus, hat aber mit dem Inhalt des Buches nichts zu tun und ist daher absolut unpassend. Ebenso unpassend ist der Klappentext auf der Buchrückseite. Eine verschwundene Zeugin, die hier beschrieben wird, gibt es im ganzen Buch nicht. Und der Psychothriller, den der Klappentext suggeriert und auch als Psychothriller hier beschrieben wird, ist ein Drama, ein Roman, was auch immer - aber definitiv kein Psychothriller. 


Das Buch hat nichts mit dem gleichnamigen Film mit Angelina Jolie zu tun. Das aber nur nebenbei.


Das Buch beginnt natürlich spannend, aber doch ist vieles vorhersehbar (zumindest ab der Hälfte des Buches); so auch das Ende - auch wenn ich das Motiv so erst spät erraten habe.


Die Protagonisten - allen voran die Eltern von Max, aber auch Brodys Assistentin, Carries Managerin, Daynas Eltern und auch Max selbst sind keine Sympathieträger - ganz im Gegenteil, auch wenn sich manches im Laufe des Buches etwas ändert, kommen sie doch nicht aus ihrem selbstgefälligem Verhalten raus. Während Carrie nur für die Karriere lebt, ist Brody zu feige und lebt in der Vergangenheit; seine Assistentin hasst Max, weil sie Brody liebt.


Das Buch zeigt aber - wenn man es nicht als Thriller sieht - die Seiten von Mobbing, das Verliebtsein in der Pubertät und die Vernachlässigung von Eltern.


Insgesamt konnte mich das Buch also doch fesseln, wenn auch nicht durch Spannung, die ich aufgrund des Klappentextes erwartet habe,


Fazit: Als Drama bewertet 4 Sterne; wenn man aufgrund des Klappentextes enttäuscht max. 3 Sterne. 3,5 von 4 Sterne als Mischung

Cover des Buches Stumm (ISBN: 9783548280387)
thenights avatar

Rezension zu "Stumm" von Sam Hayes

thenight
Stumm

Klappentext:
Die Lehrerin Julia Marshall will ein neues Leben beginnen. Ihren Ehemann Murray, den sie seit ihrer Jugend kennt und mit dem sie zwei Kinder hat, hat sie vor kurzem wegen seines Alkoholismus vor die Tür gesetzt, ihre neue Liebe ist David, der freundliche, zuverlässige Arzt ihrer Mutter.


Er verspricht ihr Sicherheit und Halt für die Zukunft. Julias Mutter Mary sagt seit einiger Zeit kein Wort mehr, David kümmert sich rührend um sie und versucht, den Grund für das Schweigen herauszufi nden. Da entdeckt Julia bei einem Spaziergang ihre Schülerin Grace nackt und schwer verletzt im Straßengraben. Das Mädchen kann nichts über ihren Angreifer sagen, es fällt ins Koma und stirbt einige Zeit später. Die Polizei fi ndet nur wenige Spuren, aber alle Indizien weisen darauf hin, dass David der Täter sein muss. Als David verhaftet wird, ist Julia entsetzt. Sie kann nicht glauben, dass ihr so rücksichtsvoller Geliebter einen Mord begangen haben soll. Mit allen Mitteln will sie um ihr Glück kämpfen und Davids Unschuld beweisen. Sie ahnt nicht, dass sie damit ihre Familie in tödliche Gefahr bringt.



Die Story beginnt, als Julia die übel zugerichtete Grace findet und schon ist der Leser mitten drin in... Ja in was eigentlich? Einem Thriller? oder doch eher einer Familiengeschichte?

Die Geschichte dreht sich um Julia ihre Kinder Alex und Flora ihre Mutter Mary, die nach dem Verbrechen an Grace plötzlich verstummt, ihren zukünftigen Exmann Mann Murray einem Alkoholiker und Anwalt und dem Arzt David.

Und lange Zeit hätte das Buch auch wirklich eine Familiengeschichte sein können, in der eben am Rande ein grausames Verbrechen geschah, bis sich im letzten Drittel die Fäden der einzelnen Personen zusammenfinden, die Gründe für Marys Schweigen zu Tage treten und der versoffene Murray alles tut um die wahren Hintergründe für den Überfall auf Grace zu verbergen um seine Familie zurückzugewinnen, was ihm auch gelingt. Auch wenn der wahre Täter dadurch *ungeschoren* davon kommt

Eher oberflächlich kommen die Charaktere daher, keiner hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei mir, das letzte Drittel reicht leider nicht für einen WOW Effekt.

Interessant ist die Erzählweise, immer wieder wechseln die Ich-Erzähler, mal berichtet Mary, dann wieder Julia dann Murray immer im Wechsel, die die selben Ereignisse aus einer anderen Perspektive erzählen.

Alles in Allem verspricht der Klappentext, die Leseprobe und die Genrezuordnung mehr als das Buch halten kann. Schade.

Für das Ende gebe ich dem Buch 2 Sterne.




Cover des Buches Der fremde Sohn (ISBN: 9783548610504)
engineerwifes avatar

Rezension zu "Der fremde Sohn" von Sam Hayes

engineerwife
Kein Job kann so wichtig sein, dass ich ein Kindeswohl dafür opfere ...

Ab und zu ziehe ich mir willkürlich ein Buch aus dem SUB, das vielleicht gerade in ein Lesemotto oder in eine meiner Leserunden passt. So ging es mir dann auch mit dem fremden Sohn von Sam Hayes. Der Klappentext las sich spannend und das Thema versprach zu berühren. Schnell kam mir die Frage in den Sinn, ob man als Frau tatsächlich Karriere und Familie unter einen Hut bringen kann?

Der Einstieg in das Buch gestaltete sich ein wenig verwirrend, da zu dem Szenen- und Zeitenwechsel auch noch ziemlich viele Namen hinzukamen. Man wird als Leser ganz schön gefordert die Vergangenheit, die nahe Vergangenheit und die Gegenwart auf einen Nenner zu bekommen. Hat man sich jedoch eingelesen, kann man die Geschichte einer Familie verfolgen, bei der man sich fragt, ob hier die Konstellation „Vater Mutter Kind“ je eine glückliche Basis hatte. Die Gegenwart präsentierte mir auf jeden Fall drei totunglückliche Menschen. Interessant fand ich die schlussendliche Aufklärung, die für mich ganz unerwartet war. Klasse gelöst, dennoch reichte es bei mir leider nur für eine Bewertung im mittleren Segment. Ich vergebe drei von fünf Sternen für einen bemühten aber nicht ganz geglückten Versuch eine runde Story zu erschaffen.   

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