Sam Hayes Der fremde Sohn

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Inhaltsangabe zu „Der fremde Sohn“ von Sam Hayes

Die erfolgreiche TV-Moderatorin Carrie Kent erhält einen Anruf: Ihr Sohn Max ist auf dem Schulhof erstochen worden. Es gibt nur eine Zeugin. Eine Freundin von Max. Doch sie schweigt eisern. Carries Leben wird zum Alptraum. Die Presse jagt sie, ihre Familie meidet sie, Trauer und Schuldgefühle fressen sie auf. Verzweifelt versucht sie, herauszufinden, was mit ihrem Sohn geschah. Doch wird sie mit der Wahrheit leben können?

Ein sehr gutes Buch!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine etwas langwierige, komplexe Geschichte - nett für zwischendurch!

— isipisi

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  • Einfach gut geschrieben.

    Der fremde Sohn

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. May 2016 um 14:53

    Klappentext: Die erfolgreiche TV-Moderatorin Carrie Kent erhält einen Anruf: Ihr Sohn Max ist auf dem Schulhof erstochen worden. Es gibt nur eine Zeugin. Eine Freundin von Max. Doch sie schweigt eisern. Carries Leben wird zum Alptraum. Die Presse jagt sie, ihre Familie meidet sie, Trauer und Schuldgefühle fressen sie auf. Verzweifelt versucht sie, herauszufinden, was mit ihrem Sohn geschah. Doch wird sie mit der Wahrheit leben können? Meine Meinung: Ich habe noch nie ein Buch von Sam Hayes gelesen gehabt und dieses Exemplar für 3 Euro in einem Supermarkt gekauft. Dem entsprechend bin ich auch ohne Erwartung an dieses Buch herangegangen. Und? Ich war positiv überrascht. Der Autor hat die Stimmung meiner Meinung nach super rübergebracht. Selbst das Ende war für mich eine wahre Überraschung. Das Buch handelt von einem Jungen der auf dem Schulhof erstochen worden ist.. Aufgewachsen teils bei seinem armen blinden Vater und einer steinreichen arroganten Ziege als Mutter. Seine Eltern sind zu seinem bedauern getrennt. Der Protagonist Max, lebt in seiner eigenen Welt, wird gemobbt und ist wirklich ein komischer Junge. Voller Depressionen und irgendwie auch mit verrückten Gedankengängen. Man merkt das er vollkommen fehl am Platz ist, überall so scheint es. Seine Schule und die Umgebung seines Vaters, haben wirklich außerordentlich schlimme Zustände. Der Autor hat die ganze Stimmung und Leute mit ihrer Art meiner Meinung nach fantastisch und Realitätsnah wiedergegeben. Selbst die Reaktionen der Mutter mit allem drum und dran ist für mich realistisch gewesen. Mehr wird nicht verraten. :) Alles in einem würde ich dieses Buch weiterempfehlen und trotz mancher langatmigen Stellen schön durchhalten! :) Es lohnt sich auf jedenfall. Zum Schluss würde ich auch nochmal die Art und Weise der Aufmachung loben. Es wechselt von Vergangenheit zur Gegenwart und wieder zurück, wodurch auch viele Fragen zur Vergangenheit beantwortet werden die in der Gegenwart passieren. Abwechselnd auch aus anderen Sichten, mal die der Mutter, oder aus Max Sicht &&&. Sehr abwechslungsreich, aber nicht verwirrend!!

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  • Der Tod von Max

    Der fremde Sohn

    Islaender

    25. June 2015 um 10:11

    Das Buch  "Der fremde Sohn" erzählt aus verschiedenen Persepektiven und Zeiten das Leben von Max, seinen Eltern und Dayna. Max Eltern leben schon Jahre getrennt und in verschiedenen "Welten", während Carrie, die Mutter, berühmt und gut bezahlt durch ihre Fernsehsendungen, die sich mit Tragödien und Verbrechen befassen und in denen die "Menschen" meines Erachtens nach zur Show und auch teilweise bloßgestellt werden. Carrie hat keine Zeit für ihren Sohn. Der Vater ist erblindet und lebt seitdem im sozialen Brennpunkt, obwohl er sich etwas anderes leisten könnte, denn er arbeitet als Professor für Mathematik an der Uni. Max hat zwar mehr Kontakt zu ihm, obwohl er nicht bei ihm wohnt, und der Vater ahnt teilweise seine Probleme, aber wie extrem sie sind, daß weiß er nicht. Max ist ein Mobbingopfer und hat keine Freunde, bis er sich in die Außenseiterin Dayna verliebt, die aus der sozialen Unterschicht kommt, aber genau wie Max den Englischunterricht sehr mag und darin sind beide gut. Die Liebe läßt beiden das Leben ein wenig leichter erscheinen. Wie es genau zum Tod von Max kommt und wer ihn umgebracht hat, möchte ich nicht verraten. Das Buch ist ein trauriges Buch und es zeigt, was Mobbing vermag. Traurig auch, weil viele dran beteiligt sind. Lehrer mit der Situation zum größten Teil hilflos überfordert sind ebenso wie die Eltern. Viele der Erwachsenen wollen jedoch auch nichts sehen, damit sie nicht handeln müssen. Mich hat das Buch einerseits betroffen zurückgelassen, denn diesen "Wahnsinn" gibt es nicht nur in dieser Geschichte, sondern überall  in unserer Nähe. Andererseits habe ich die Geschichte zunächst gar nicht so an mich herangelassen, weil die Personen mir alle, bis auf Dayna und der Englischlehrer- nicht besonders nahe gingen.

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  • Manchmal sind einem die Kinder fremd

    Der fremde Sohn

    HK1951

    01. May 2015 um 09:33

    Carrie Kent´s Sohn Max, 15, wird auf dem Schulhof erstochen. Es spricht Vieles dafür, dass er es nicht leicht hatte und diese Gewalt nun die Eskalation früherer Übergriffe war. Ein Mädchen hat das Ganze beobachtet, schweigt aber. Ich dachte anfangs, das Wort "Psychothriller" greife bei "Der fremde Sohn" nicht wirklich, denn darunter stelle ich mir eigentlich einen etwas härteren Thriller vor, blutiger irgendwie und auch noch weit spannender. Allerdings schreibt Sam Hayes auch "leise" so intensiv, dass man trotzdem das Gefühl hat, es wird einem kräftig an den Nerven gezerrt (im Sinne von Spannung und nicht dass man genervt davon ist natürlich ). Ihre Intensität entlädt sich nach und nach und das macht das Buch dann schlussendlich doch zu einem Psychothriller, denn wer so gekonnt mit der Psyche der Protagonisten und auch mit der der Leser spielt, der darf sein Buch auch völlig zu recht so nennen. Gut gewählt finde ich sowohl Cover als auch Titel, denn beides ist nicht zu reißerisch und passt sehr gut zur Geschichte. Ich habe das Buch gleich weiterempfohlen !

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  • Warum Max?

    Der fremde Sohn

    hoonili

    13. February 2015 um 14:48

    Ich kenne schon das vorige der Autorin und war gespannt, ob dieses auch so toll ist. Max wird auf dem Schulhof ermordert. Er war 15 Jahre alt und ein Junge, der eher als Außenseiter galt. Seine einzige Freundin Dayna hat den Mord gesehen, schweigt aber vor der Polizei. Sie hat gesehen, wer Max ermordert hat, aber warum sagt sie nichts? Das habe ich mich zu Beginn gefragt... Rückblende... Auf der anderen Seite sind da die Eltern von Max. Sie sind getrennt und beide sehr verschieden. Die Mutter ist Fernsehjournalistin, eine richtige Businessfrau mit viel Erfolg, der ihr alles bedeutet. Der Vater hingegen ist arm, lebt in einer Sozialwohnung und er ist blind. Er ist zwar ein sehr begabter Mathematiker, aber hat kein einfaches Leben. Max weiß nicht so richtig wo er hin gehört und beide Elternteile sind so extrem verschieden, dass er sich nirgendwo wohl fühlt. Dayna ist neu an der Schule und die beiden freunden sich an. Auch sie hat es mit ihren Eltern nicht leicht und ist zu Anfang ein Außenseiter. Dadurch finden beide zueinander und es entwickelt sich eine Art Freundschaft, die aber nicht gerade einfach ist. Vor allem die familäre Situation spielt eine große Rolle in diesem Buch und auch das Thema Mobbing steht im Vordergrund. Ein Buch, was zum Nachdenken anregt! Sam Hayes schreibt sehr flüssig und zeigt mit ihren Worten Einfühlungsvermögen. Der Roman hat mich sehr berührt sowie gleichzeitig gefesselt. Ein wirkliches Meisterwerk und noch besser als erwartet!!

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  • Ein ungehörter Schrei

    Der fremde Sohn

    dicketilla

    02. March 2014 um 18:44

    Da liegt er auf dem Boden, in seinem Blut, und Dayna , seine Freundin beugt sich fassungslos über ihn. Die Dinge waren außer Kontrolle geraten. Max, der sich seine eigene Welt schuf, immer wieder Zielscheibe von Demütigungen wurde. Was an dem teuren Internat begann, wird an der jetzigen Schule zu einem weiteren Martyrium. Seine Eltern hatten sich getrennt, eigentlich hatten sie immer wenig Zeit, Die Mutter Carrie, eine erfolgreiche TV Moderatorin, der Vater Brody, ein anerkannter Mathematiker. Seine Leidenschaft sind Preisausschreiben, und die zahlreichen Gewinne sind seine eigene Bestätigung. Er lebt in unwirklichen Welten, immer zwischen dem Luxus im Haus der Mutter, und der Verkommenheit in dem sich sein Vater, nachdem er erblindete , in einem sozialen Brennpunkt , zurück zog. Keiner ahnte , was Max zu ertragen hatte. Was bereits im Kindergarten begann, zog sich durch sein ganzes bisheriges Leben, von Hohn, Spott, Gewalt geprägt Und so fand er in der Außenseiterin Dayna eine Verbündete, bei der kurze Momente des Glücks erfährt, aber dennoch kein Happy End daraus wird. Die Handlung wird in zwei Zeitepochen erzählt, vor dem Tod von Max, und die Aufklärung des Falles. Carrie, seine Mutter, die knallharte Journalistin, hatte sich bisher nur mit dem Schicksal Anderer beschäftigt, und in ihrer Sendung gnadenlos zur Schau gestellt. Jetzt sah sie sich von ihrem eigenem Leid betroffen, und musste erkennen wie wenig sie doch von ihrem Sohn wusste. Ihn mit Luxus überhäufte, ihn aber oft sich selbst überließ. Der Vater, der sich nach der Trennung gehen ließ, und sich in seine Arbeit flüchtete, und dennoch die Signale nicht erkannte. Dayna, lieblos aufwächst, selbst gemobbt wird, und sich am Ende schuldig fühlt. Eine Vielfalt von Emotionen, Schicksale zeichnet der Autor in seinem Roman. Manchmal schien es mir zu langatmig, aber dann reißt er den Leser wieder mit sich mit. Eine sehr berührende Geschichte, über einen Jungen, der aufs Abstellgleis gestellt, und scheinbar vergessen, dem Dschungel voller Gewalt ausgesetzt ist. Das Ende des Buches hätte ich so nicht erwartet, und hat mich emotional sehr ergriffen gemacht.  

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  • Rezension zu "Der fremde Sohn" von Sam Hayes

    Der fremde Sohn

    WildRose

    22. February 2013 um 14:37

    Ich habe von Sam Hayes schon "Das verbotene Zimmer" gelesen und fand dieses Buch auch sehr spannend und gut geschrieben. Von "Der fremde Sohn" bin ich allerdings etwas enttäuscht. An "Das Verbotene Zimmer" reicht dieser Roman leider nicht heran. Möglicherweise ist daran auch zum Teil die Übersetzung des Buches ins Deutsche schuld. Mir kamen da manche Beschreibungen und Dialoge einfach etwas holprig vor. Die Idee für die Geschichte empfand ich als äußerst interessant und ich freute mich wirklich sehr darauf, die Umsetzung der Idee lesen zu können. Dann aber war das Buch stellenweise recht langweilig. Die ständigen Zeitsprünge wirkten manchmal ein wenig übertrieben auf mich, da in diesen Beschreibungen auch selten mal etwas wirklich Fesselndes passierte. Die Personen blieben mir in diesem Buch leider fremd. Carrie, die Mutter des ermordeten Max beispielsweise, wird am Anfang einfach nur als egoistische, machtgeile Karrierefrau dargestellt, die sich kaum für ihren Sohn interessiert. Später wird dann zwar noch ein wenig auf ihre Kindheit und Jugend eingegangen, dennoch war sie mir sehr, sehr unsympathisch und es gelang mir überhaupt nicht, mit ihr mitzufühlen. Auch in Max konnte ich mich trotz seiner Probleme nicht wirklich hereinversetzen. War er jetzt nur ein etwas merkwürdiger Junge? Was war mit seiner Hautfarbe, wie sehr trug diese dazu bei, dass er von allen ausgeschlossen wurde? Oder war er tatsächlich hochintelligent? Leider fand ich, dass diese und noch andere Fragen beim Lesen nicht ausreichend von der Autorin beantwortet wurden. Die einzige Person, mit der ich halbwegs mitleben konnte, war Dayna. Die Autorin will in ihrem Buch wohl auf die Probleme der heutigen Jugend aufmerksam machen. Andeutungen reichen ihr da leider nicht: Meiner Meinung nach hat sie viel zu sehr versucht, Menschen in Schubladen zu stecken. Sie hat es sich viel zu einfach gemacht und immer wieder Verallgemeinerungen ins Buch gepackt, selbst wenn die Geschichte gerade nicht von Carries Standpunkt aus erzählt wurde. Das empfand ich eim Lesen als störend. Ich bekam den Eindruck, dass die Autorin selbst nicht so recht weiß, wie es unter Jugendlichen so zugeht. In ihrem Buch jedenfalls steckte mir zu viel Schwarz-Weiß-Denken drin. Dann nochzu der Sendung "Reality Check", die Carrie moderiert: Das Format ist absolut menschenverachtend und doch kommt ihm dann am Ende eine recht große Bedeutung zu. Zwar erfährt man am Ende, dass Carrie in der Sendung nun über Zentren für gefährdete Jugendliche berichten will, sonst bleibt aber offen, ob die Show davon Abstand nimmt, Menschen bloßzustellen und sich an ihrem Unglück zu weiden. Die Idee für das Buch war gut, ohne Frage. Allerdings war "Das verbotene Zimmer" für mich viel spannender und berührender. Daher gebe ich diesem Roman hier drei Sterne.

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  • Rezension zu "Der fremde Sohn" von Sam Hayes

    Der fremde Sohn

    Cabo

    29. December 2012 um 22:09

    Inhalt: Als ihr Sohn Max auf dem Schulhof erstochen wird und stirbt, bricht für die erfolgreiche TV-Moderatorin Carrie Kent eine Welt zusammen. Die sonst so harte Frau, die ungeniert in den Leben anderer rumwühlt, muss erkennen, dass ihr eigenes Leben kein bisschen besser ist, denn auch sie hat ihren Sohn scheinbar kaum gekannt. Zwischen Trauer und Schuldgefühlen versucht sie herauszufinden, wer Max war und wieso er sterben musste, denn die einzige Zeugin schweigt eisern… Meinung: “Der fremde Sohn” erzählt die Geschichte von Carrie Kent, einer erfolgreichen TV-Moderatorin, die ihren Sohn verliert und dann feststellen muss, dass sie ihn eigentlich gar nicht gekannt hat. Während die einzige Zeugin schweigt und Carrie in Schuldgefühlen schwelgt, versucht sie trotzdem herauszufinden, wieso ihr Sohn Max sterben musste. Insgesamt klingt das nach einem spannenden Plot und ich habe mich richtig gefreut, dieses Buch zu lesen. Leider war der Klappentext das Spannendste, was ich in diesem Roman finden konnte. Die Hauptperson ist eigentlich Carrie Kent, eine recht starke Frau, die im Fernsehn ziemlich ungeniert in den Leben anderer Menschen herumwühlt, alles unter dem Vorwand Verbrechen aufzuklären. Die Arbeit scheint ihr Spaß zu machen und sie ist absolut gut in dem, was sie tut. Bis zu dem Tag, als ihr Sohn Max auf dem Schulhof erstochen wird. Carries Welt bricht zusammen, als sie erkennt, dass sie nun selbst in der Situation ist, in der sich sonst ihre Studiogäste befinden. Vom Charakter her war Carrie eigentlich recht interessant dargestellt. Anfangs mochte ich sie gar nicht, was wohl vor allem mit ihrer oberflächlichen und arroganten, ja fast schon gehässigen Art gegenüber Anderen zu tun hatte. Nach Max’ Tod hingegen, fängt sie an, über ihr Leben, ihr Verhalten und ihr Auftreten nachzudenken. Obwohl die Gefühle von Carrie durchaus ausdrucksstark beschrieben wurden und ich diese als Leser sehr gut nachempfinden konnte, konnte dies das Buch nicht retten. Nach Max’ Tod scheint die Handlung irgendwie stehen zu bleiben, es passiert einfach nichts mehr, und deshalb konnte für mich überhaupt keine Spannung aufkommen. Ein kleiner interessanter Punkt war Max’ Vater Brody, welcher selbst vor einiger Zeit einen Schicksalsschlag erlitten hat. Wie es dazu kam, bleibt verhältnismäßig lange unklar und hat mich sehr interessiert. Nach der Auflösung verlor das Buch aber jeglichen Reiz. Ich habe es trotzdem zu ende gelesen, weil ich mich eigentlich sehr darauf gefreut habe. Die anderen Personen blieben mir alle samt zu flach. Keiner konnte mich wirklich fesseln, einige wirkten in ihrem Verhalten noch nicht mal authentisch. Die Sprache war einfach und flüssig zu lesen. Der Schreibstil der Autorin ist vor allem im Bezug auf den Ausdruck von Gefühlen wirklich hervorragend, leider war jedoch kaum Spannung vorhanden, sodass ich das Buch trotz Allem eher langweilig fand. Der Klappentext stimmt auch nicht mit der Geschichte überein, denn weder ist die Zeugin verschwunden, noch wird Carrie von ihrer Familie gemieden. Zudem gibt es lediglich eine Szene, in der sie von Fotografen belagert wird. Das Cover gefällt mir eigentlich recht gut, vor allem der Kontrast zwischen den bunten Farben (rot, gelb, grün) und dem einsamen, umgeworfenen Fahrrad, welches eher düster und verlassen wirkt. Das Fahrrad direkt spielt in dem Buch keine Rolle, der Kontrast zwischen einer bunten, schönen Welt hinter der sich eine eher triste und einsame Realität verbirgt, kann man aber gut auf Carries Leben beziehen (ich kenne die Bedeutung des Covers nicht, dies ist lediglich meine persönliche Meinung und Interpretation!). Fazit: “Der fremde Sohn” erhält von mir nur 2 Sterne für die beschriebenen Emotionen in diesem Buch, welche wirklich gut waren. Da jedoch kaum Spannung vorhanden war, war ich eher gelangweilt als unterhalten.

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  • Rezension zu "Der fremde Sohn" von Sam Hayes

    Der fremde Sohn

    coffee2go

    06. June 2012 um 11:23

    Kurze Inhaltszusammenfassung: Max ist ein fünfzehnjähriger Teenager und lebt nach der Trennung seiner Eltern abwechselnd bei seiner Mutter, der berühmten TV-Moderatorin Carrie Kent und seinem blinden Vater, einem Universitätsprofessor. Er ist ein ständiger Außenseiter, hat keine Freunde und wird von seinen Mitschülern gemobbt, doch dann verliebt er sich in Dayna, die auch eine Außenseiterin ist und aus einer anderen gesellschaftlichen Schicht stammt als Max. Eines Tages wird Max auf dem Schulhof vor den Augen seiner Freundin erstochen und seine Mutter versucht verzweifelt herauszufinden wer dahinter steckt und wer ihr Sohn wirklich war. Meine Meinung zum Buch: Der sehr klare Schreibstil von Sam Hayes ermöglicht es, das Buch sehr rasch zu lesen, die Zeitsprünge und die Perspektivenwechsel bringen Abwechslung, allerdings hätte der Mittelteil mehr Spannung bieten können. Die Hauptcharaktere wurden sehr detailliert beschrieben und waren allesamt wenig sympathisch, außer Max. Carrie ist hauptsächlich mit sich selbst und mit ihrer Reality Show beschäftigt, wie es ihrem Sohn geht, bekommt sie nicht mit. Teilweise sehen sich die beiden über mehrere Tage nicht. Brody sucht mehrmals das Gespräch mit seinem Sohn und macht sich Sorgen um ihn, nachdem er heimlich eine SMS auf seinem Handy entdeckt hat, in der Max bedroht wurde. Allerdings bleibt Brody auch nicht hartnäckig, sondern geht vielleicht liebe den bequemen Weg, so wie auch in seiner Wohnung, die verdreckt und verwahrlost ist, obwohl er es sich leisten könnte sich darum zu kümmern. Auch Dayna hat eine etwas unglückliche Art; einerseits kümmert sie sich liebevoll um ihre kleine Schwester, auf der anderen Seite ist sie auch sehr negativ eingestellt und hat es nicht leicht in ihrem Leben und mit ihrer Umwelt. Ein Hauptthema des Buches waren die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und Schwierigkeiten, die damit verbunden sind. Max stammt aus einer sehr wohlhabenden Familie und besuchte zuerst ein Elite-Gymnasium, auf dem er nicht glücklich war. Danach wechselte er auf eine Schule, in der hauptsächlich sozial schwächere Schichten vertreten waren, wo fast alle Jugendliche Mitglied einer Gang waren, aber auch hier konnte er sich nicht integrieren und war wieder ein Außenseiter. Seine Mutter wusste darüber überhaupt nicht Bescheid und sein Vater auch nur wenig, da er einmal eine SMS von Max gelesen hat. Als er seine Freundin Dayna kennenlernte, versuchte er vor ihr zu verheimlichen wer seine Eltern waren und dass er vermögend war. Max konnte weder zu seiner Freundin noch zu seinen Eltern Vertrauen aufbauen. Gut gefallen hat mir auch, dass nicht alle Lehrer die Teenager abgeschrieben haben, sondern dass es noch einige wenige gab, die sich sehr bemüht haben, auch den SchülerInnen, die nur sporadisch zur Schule kamen, häufig schwänzten, ihre Zeit mit herumstreunen, Alkohol und Drogen zu vertreiben, die Bedeutung von Bildung und literarische Werke wie „Romeo und Julia“ näher zu bringen. Der einzige positive Aspekt war, dass sich Carrie und Brody durch den Tod ihres Sohnes wieder miteinander beschäftigen, miteinander reden und sich emotional etwas annähern, was vorher überhaupt nicht der Fall war. Carrie hat sich von ihrer Persönlichkeit am meisten verändert und setzt ihren Ehrgeiz und ihre Energie letztendlich für sinnvollere Dinge ein. Titel und Cover: Der Titel veranschaulicht gut, dass Max nicht nur seinen Eltern, sondern teilweise auch sich selbst und seiner Freundin „fremd“ war. Mein Fazit: „Der fremde Sohn“ ist ein sehr emotionales Buch, das sich mit den Beziehungen der Menschen untereinander beschäftigt.

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  • Rezension zu "Der fremde Sohn" von Sam Hayes

    Der fremde Sohn

    brenda_wolf

    10. May 2012 um 21:19

    Der fünfzehnjährige Max wird Nahe der Schule erstochen. Einzige Zeugin ist seine Freundin Dayana, die zwar den Rettungsdienst ruft, dann jedoch gegenüber ihrem Mathelehrer behauptet: “Ich kam gerade vom Sport und da sah ich ihn so daliegen.” Was hat Dayana wirklich gesehen und was sind die Gründe das sie schweigt? In Dayanas Kopf jagen sich die Gedanken, sie ist verzweifelt, wie soll sie es alleine schaffen? Sie kann ohne Max nicht leben. Was hatte sie getan? Doch darüber wollte sie jetzt nicht nachdenken. Am schlimmsten war für sie die Tatsache: Sie hatte Max nie gesagt, dass sie ihn liebt. Max Eltern sind geschieden. Die Mutter von Max ist Carrie Kent, eine berühmte Talkshow-Moderatorin. In ihrer Show nimmt sie sich die Verlierer unser Gesellschaft vor, Menschen aus der sozialen Unterschicht mit oft kriminellen Hintergrund. Sie zerpflückt sie gnadenlos vor laufender Kamera. Ist hier der Täter zu suchen? Sein Vater Brody Quinell, ist ein namhafter Professor der Mathematiker. Er ist erblindet und lebt allein in einer verwahrlosten Wohnung in einer nicht unbedingt angesagten Gegend. Auch hier tun sich für den Leser viele Fragezeichen auf. Wie kam es zur Erblindung und warum tut sich Brody diese Wohnung an? Warum lässt er sich nicht helfen. Jedenfalls hatte Max zu seinem Vater ein wesentlich besseres Verhältnis als zu seiner immer gehetzten und getriebenen Mutter, für die, die Karriere alles gilt. Ja, Carrie hat es zu was gebracht, lebt in einem großen Haus, kann sich Flugreisen mit einem Privatjet leisten und schikaniert obendrein noch ihre Hausangestellte. Carrie ist kein liebenswerter Mensch. Sie sieht auf ihre Mitmenschen verächtlich herab. Ihre Talkgäste betrachtet sie als “Abschaum”. In Rückblenden erfährt der Leser wie es zu diesem verhängnisvollen Vorfall kommen konnte. Max wird in der Schule gemobbt. Er gilt als Außenseiter, genau wie Dayana. Die beiden freunden sich an. Dayana kommt aus der Unterschicht. Max verschweigt ihr, dass er Carries Sohn ist und das sein Vater als Professor an der Uni Internationalen Ruf genießt. Im Verlauf der Geschichte tun sich Abgründe auf. Max hat niemanden, den er sich anvertraut, selbst Dayana gegenüber ist er nicht offen. Das makabere an der Geschichte ist, das Max Schicksal sehr reell ist. Viele Jugendliche können sich ihren Eltern nicht anvertrauen. Das passiert nicht nur Karrierefrauen, auch Frauen die rund um die Uhr schuften müssen um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Welcher Jugendliche möchte seine Mutter, wenn sie abends geschafft nach Hause kommt, noch mit eigenen Problemen belasten, wenn er weiß, die Mutter hat eh schon genug am Hals. Ein bedrückendes Buch, das dem Leser viel Stoff zum Nachdenken gibt. Die Protagonisten sind sehr gut ausarbeitet, der Leser fühlt mit ihnen. Der Titel “Der fremde Sohn” ist treffend gewählt. Das Buch liest sich spannend und flüssig, wenn auch mit einigen Längen, und doch hat es mich zum Schluss sehr betroffen zurückgelassen. Ein Buch, dass ich auf jeden Fall weiter empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Der fremde Sohn" von Sam Hayes

    Der fremde Sohn

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. May 2012 um 12:51

    *Reality check* - durch diese aktuelle, rücksichtslose Fernsehsendung wurde Carrie Kent zu einer berühmten Fernsehmoderatorin, die ihre Kandidaten bis über die absolute Peinlichkeitsgrenze und Menschenwürde hinaus nach den intimsten Dingen ihres Lebens befragte und nur Eines dabei im Kopf hatte: die Einschaltquote hochzutreiben - gleichgültig um welchen Preis. Sie sonnte sich in dem Gedanken, anders zu sein als die Befragten, im Gegensatz zu ihnen einer anderen Schicht anzugehören, die priviligierter, reicher und unabhängiger war. Dass ihre Ehe mit dem farbigen, blinden Mathematikprofessor Brody Quinell gescheitert war und ihr gemeinsamer 15jähriger Sohn gerade ein Luxusinternat verlassen hatte und jetzt täglich eine andere, qualitativ schlechtere Schule besuchte, die in der Nähe der väterlichen Wohnung lag, schien ihren Oberschicht-Status nicht zu tangieren. Bis eines Tages ein Anruf kam, der ihr Leben veränderte: ihr Sohn Max wurde auf dem Schulhof erstochen, vom Täter fehlte jede Spur und die einzige Zeugin, seine Freundin Dayna Ray, verweigerte jede Aussage, konnte sich nicht erinnern und hatte durch den Verlust des Freundes ein Trauma erlitten. Auf der Suche nach Aufklärung des Mordes, die Carrie und Brody teils jeder für sich teils auch gemeinsam betrieben, wurde beiden klar, wie wenig sie über Max wußten, wie fremd ihnen seine Gedanken waren und wie nötig er ihre Hilfe gebraucht hätte. Würden sie letztendlich über sich selbst zu Gericht sitzen müssen? Sam Hayes arbeitet mit zahlreichen Perspektiven aus Sicht der verschiedenen Protagonisten, in wechselnden Zeitebenen, in Vorausschauen und Rückblicken unter Benutzung feinfühliger Sprache und einem permanenten, leise eskalierenden Spannungsbogen, der dem Roman etwas vom Genre eines Thrillers verleiht. In erzählender Stetigkeit entwickeln sich die Charaktere der Mitwirkenden, das Mosaik ihrer Eigenschaften bildet ein Ganzes, aus dem heraus der Leser die Geschehnisse erklären muss, damit er Logik in diese Verkettung von unseligen Umständen bringen kann. In vielen, im Roman angesprochenen Gefühlen und Empfindungen erkennt man den aktuellen Bezug zur Gegenwart, in der wir den Mangel an Zuwendung und das fehlende Vermitteln von Geborgenheit beklagen. Das hilflose, haltlose Treiben noch nicht gefestigter, nicht genügend selbstbewußter junger Menschen ist nicht selten Auslöser von Einsamkeit und Isoliertheit. Jedoch hätte die Schriftstellerin eventuell darauf verzichten können, diesen Punkt in solch intensiver Häufigkeit zu erwähnen - weniger wäre hier mehr gewesen, da der Leser ein gutes Gedächtnis für bereits Geschriebenes hat. Ständige Wiederholung ermüdet auch. Unfassbar ist auch, dass Max in keiner Weise die Möglichkeit fand, sich einem seiner Elterteile mitzuteilen, obwohl diese doch jeder für sich in einer extrem anderen Welt lebten als ihr ehemaliger Partner. Aber Max fühlte sich wohl in beiden "Welten" irgendwie nicht zugehörig sondern "anders" , wie er selbst sagte - eine unselige Situation. Trotz der Punkte, die meines Erachtens nach Anlaß zur Kritik geben, ist das Buch flüssig zu lesen, bietet interessanten Lesestoff und eine gute, anschauliche Sprache, deshalb 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Der fremde Sohn" von Sam Hayes

    Der fremde Sohn

    NiliBine70

    29. April 2012 um 17:51

    Inhalt: Die überaus erfolgreiche Moderatorin Carrie Kent glaubt, ihr Leben wäre perfekt. Sie ist der Star einer Sendung, in der in ihren Augen der Abschaum der Nation vor die Kameras tritt und von ihr zu Geständnissen gebracht wird, wie es die Polizei teilweise nicht vermag. Carrie glaubt, sie und ihre Welt seien unantastbar und das schließt ihren Sohn Max ein. Doch dass sie sich damit völlig im Irrtum befindet, muss die arrogante Carrie feststellen, als ihr Sohn auf dem Schulhof erstochen wird und stirbt. Für Carrie und alle Menschen um sie und ihren Sohn herum beginnt eine Reise in die Vergangenheit und eine Reise in die Realität, wie Carrie sie erfolgreich vor sich selbst verborgen hat. Meine Meinung: Schmerzvolle Erkenntnisse Alleine schon die Leseprobe hatte mich bestürzt. Und diese Bestürzung wuchs immer mehr während des Lesens des ganzen Buches. Aber das ist auch der Grund, warum ich die Geschichte, so wie Sam Hayes sie erzählt hat, als wirklich gut bezeichnen möchte. Noch ein Grund ist, dass es gar nicht so weit her geholt ist, dass Eltern ihre Kinder gar nicht wirklich kennen, sich sehr egoistisch nur um sich selbst kümmern, sie sind das Zentralgestirn und alles andere dimmert grau an der Peripherie dahin. Und dann müssen solche Menschen auf manchmal sehr drastische Weise erkennen, dass sie sich selbst wunderbar belogen haben, jahrelang, in einem Wolkenkuckucksheim gelebt haben, aus dem sie nun abstürzen. So ergeht es Carrie. Sie muss den Tod ihres Sohnes verkraften. So, wie sie vorher schon verkraften musste, dass er von einem angesehenen Internat abgegangen ist. Ihr hat sich nicht erschlossen, warum, doch hat sie jemals gefragt, warum er freiwillig in einer üblen Gegend auf eine Schule mit üblen Jugendlichen geht? Hat sie jemals gefragt, was ihr Sohn so macht? Wie er in der Schule zurecht kommt? Im Leben? Nein. So weiß sie auch nicht, dass er eine Freundin hatte. Die zwei haben sich zusammengetan, weil sie beide Außenseiter in der Schule waren. Sie haben sich verstanden. Und in der Rückschau erfährt man, wie bittersüß ihre zarte Liebe war. Für Carrie ist jede neue Erkenntnis, dass ihr Sohn nicht das war, was sie glaubte, ein Schlag in die Magengrube und jedes Detail bringt sie mehr dazu, aufzuwachen. Auch die Tatsache, dass ihr erblindeter Mann mehr Kontakt zum Sohn hatte und doch nicht alles wusste, aber schon mehr, weil er einfach empfindsamer ist, durch sein fehlendes Augenlicht. Das Gefühl von Neid kommt da bei Carrie kurz auf, aber was nutzt es ihr? Und das erkennt sie auch. Zwischenzeitlich zog sich die Geschichte etwas hin, es gab kurzfristig Längen, die man hätte rausnehmen können. Die Geschichte als solches ist sehr eindrücklich, sehr bewegend und wäre das Ende etwas realistischer ausgefallen, wären es auch 5 Sterne geworden, die ich vergeben hätte. So ziehe ich aber einen ab, denn der Schluss passt für mich persönlich eher ins Märchenreich, als zu einer so doch manchmal auf eine gewisse Art brutalen Geschichte. Ich würde hier auch nicht unbedingt von einem Thriller sprechen, es handelt sich eher um ein Drama, aber bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr realitätsnahes Drama und deswegen auch nicht für jedermann geeignet. Fazit: „Der fremde Sohn“ ist eine sehr bedrückende Geschichte, nah an der Realität und deswegen umso schlimmer. Wären gewisse Längen und der doch etwas zu „märchenhafte“ Schluss nicht, würde ich 5 Sterne vergeben, aber so gibt es gute 4 und die Empfehlung, dass Leute, die auch derartigen Filmen sehr nachdrücklich mitleiden, besser die Finger vom Buch lassen. Alle anderen, die sich zwar ganz und gar ins Buch fallen lassen können, aber unbeschadet draus wieder auftauchen, sei es ans Herz gelegt und so manchem Egoisten vielleicht als Warnung mit auf den Weg gegeben.

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  • Rezension zu "Der fremde Sohn" von Sam Hayes

    Der fremde Sohn

    gerdimaus

    26. April 2012 um 10:16

    Während ich anfangs noch darauf hoffte, einen spannenden Thriller zu lesen, musste ich im Laufe des Buches feststellen, dass dem nicht so ist. Die Leseprobe hatte mich schon nicht allzu sehr überzeugt und mein erster Eindruck hat sich bestätigt bzw. das Buch ist noch schlechter als gedacht. Die Handlung spielt zu drei verschiedenen Zeitpunkten: in der Gegenwart (als Max erstochen wird und wie es dann weitergeht), etwa ein halbes Jahr vorher und in der Vergangenheit. Am interessantesten waren meiner Meinung nach die Rückblenden, die ein halbes Jahr vorher spielen, denn hier erfährt man, wie Max seine Freundin kennenlernte und wie die beiden versuchen, in einer Welt voller Bandenkriege und Mobbing klar zu kommen. Doch alles andere ist einfach nur abgrundtief langweilig, die Figuren sind unsympathisch, und die Beweggründe zu bestimmten Handlungen erschienen mir oft an den Haaren herbeigezogen oder unlogisch. Von Spannung keine Spur. Ich hatte den Eindruck, dass es sich hier mehr um ein soziales Drama handelt. Die Autorin beabsichtigte wohl eine moderne Version von Romeo und Julia, da sie in diese Richtung auch recht viel andeutet. Fazit: Wer hier einen spannenden Thriller oder Krimi erwartet, sollte von dem Buch die Finger lassen. Auch sonst sollte man keine allzu hohen Ansprüche haben oder gar zu viel erwarten.

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  • Rezension zu "Der fremde Sohn" von Sam Hayes

    Der fremde Sohn

    Grinti

    24. April 2012 um 09:41

    Mobbing, Wohlstandsverwahrlosung, Gewalt Der Roman beginnt mir dem Mord an dem 15-jährigen Max Quinell. Er wird auf dem Schulhof erstochen. Seine Mutter, Carrie Kent, die landesweit bekannte Frontfrau einer Talkshow, in der vornehmlich Menschen aus sozialen Brennpunkten und ihre mehr oder minder schweren „Verbrechen“ an den Pranger gestellt werden, findet sich plötzlich in der Rolle eines ihrer „Opfer“ wider. Zusammen mit Max' Vater, einem blinden Mathematikprofessor, von dem sie schon lange geschieden ist, versucht sie, den oder die Täter auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei müssen beide erkennen, dass sie Max jeweils auf ihre eigene Weise sträflich vernachlässigt haben und im Grunde nur wenig über ihn und sein Leben wussten. Die Handlung springt ständig zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her. In den Rückblenden lernt der Leser die einzelnen Charaktere besser kennen und kann sich ganz allmählich ein Bild davon machen, wie es so weit kommen konnte. Diese „Tröpfchen-Methode“ macht süchtig – man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Es wird natürlich ganz schön dick aufgetragen: Da ist die berühmte, reiche Carrie, deren Sohn Max aus Protest auf eine Schule in einem sozialen Brennpunkt geht. Oder der geniale Mathematikprofessor, der in einer versifften Wohnung in einer schlechten Gegend wohnt, um wenigstens auf diese Weise seinem Sohn nahe zu sein. Oder Max selbst, der überall gemobbt wird, auf dem Elitegymnasium genau wie an der „Slumschule“, und der sich nirgends akzeptiert fühlt. Auch das Ende, das ich natürlich hier nicht verraten will … Aber es funktioniert trotzdem: Wir trauern um Max, der sich zwar alles kaufen könnte, aber nicht geliebt wird. Wir leiden mit Carrie, die sich plötzlich mit unangenehmen Wahrheiten über sich selbst auseinandersetzen muss, und am Schluss hoffen wir mit ihr, dass aus all dem Elend trotzdem etwas Gutes herauskommen kann. Das Buch ist definitiv kein Krimi, auch wenn es um einen Mord geht. Es eignet sich auch nicht zur entspannten Lektüre am Strand. Aber wenn man sich darauf einlässt, liest man es in einem Rutsch durch. Taschentücher nicht vergessen!

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