Sam Haynes

 4,6 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf

Sam Haynes lebt mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern in Bedford, England. Er arbeitet als preisgekrönter Werbetexter und schreibt am liebsten Geschichten für Kinder

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sam Haynes

Cover des Buches Der Tag, an dem das Meer verschwand (ISBN: 9783957283986)

Der Tag, an dem das Meer verschwand

 (5)
Erschienen am 12.03.2020

Neue Rezensionen zu Sam Haynes

Cover des Buches Der Tag, an dem das Meer verschwand (ISBN: 9783957283986)
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Rezension zu "Der Tag, an dem das Meer verschwand" von Sam Haynes

ein wundervolles, wachrüttelndes, Aufmerksamkeit schaffendes Bilderbuch zwischen Fiktion und Wirklichkeit
Kinderbuchkistevor 5 Monaten

Eine sehr reale aber auch fantasievolle, wachrüttelnde Geschichte über die Schönheit des Meeres die durch die Verschmutzung der Meere, insbesondere durch Plastik gefährdet ist

für Kinder ab 3 Jahren

Real und fantasievoll, geht das zusammen?
Ja, das geht, und zwar sehr gut!
Manchmal muss man sich der Fantasie bedienen, um etwas sichtbar zu machen, was sonst nicht so einfach sichtbar ist und dass haben Sam Haynes und Jago mit ihrem Bilderbuch "Der Tag, an dem das Meer verschwand" unglaublich gut geschafft.
Sehr real und fantasievoll erzählen sie von Jack, der am Meer wohnt und seine Schönheit und die Faszination, die ihm ausgeht, jeden Tag aus seinem Fenster beobachtet. Besonders liebte er die Sonnenaufgänge, was man angesichts des atemberaubenden Bildes, das Jago hierzu gezaubert hat wirklich nachvollziehen kann. Es ist einfach magisch und diese Magie fängt nicht nur Jago in einem großformatigen Bild über eine Doppelseite ein, sondern auch Sam Haynes findet genau die richtigen Worte, um uns den Zauber näherzubringen.
Besonders intensiv wirkt das Szenario auf uns Leser, da Sam Haynes nicht nur die Natur beschreibt, sondern auch für Jacks Gefühle Worte findet. „..... die Art von Zauber, die im Bauch kribbelt, als hätte man Schmetterlinge verschluckt...."(Zitat)
Eines Tages machte Jack mit seinem Vater einen Ausflug mit ihrem Boot. Jack liebte diese Ausflüge, denn für ihn gab es nichts Schöneres als ein Picknick auf See, wo keine Ameisen einem das Essen streitig machen.
Womit er nicht gerechnet hatte, war allerdings, dass jemand anders es auf sein Marmeladenbrot abgesehen hatte, was wiederum etwas ganz anders auslöste, denn durch den Diebstahl seines Marmeladenbrotes fiel auch sein Trinkhalm ins Meer.
Jack betrübte das sehr, denn er wusste, was Plastik im Meer anrichtet. Niemals hätte er etwas ins Meer geworfen, doch nun war es passiert. Er hoffte inständig, dass es nicht so schlimm sei, es war ja nur ein sehr kleiner Trinkhalm.
Als Jack am nächsten Morgen aus dem Fenster schaute, um das Meer zu begrüßen traute er seinen Augen nicht. Das Meer war weg. Wer nun glaubt, es lag an den Gezeiten, der irrt, denn jetzt beginnt der fantasievolle, fiktive Teil der Geschichte, der allerdings im Kern, leider ganz und gar nicht fiktiv ist.
Jack geht hinaus, um das Meer zu suchen und traut seinen Augen kaum. Überall sind Felsen und Berge. Doch je näher er kommt erkennt er, dass dies keine natürlichen Felsen und Berge sind, sondern alles aus Müll besteht. Berge von Müll aus Plastikflaschen, Plastiktüten, menschlichen Abfall. Und es kommt noch schlimmer, er begegnet Tieren, die durch den Müll schon großen Schaden erlitten haben. Gefesselt und gefangen in Müll. Eine Meerjungfrau ist von einem alten Netz gefesselt und ein Wal macht sein Maul auf und Jack blickt auf unendlich viel Plastiktüten, die er sich mit seinem eigentlichen Essen eingefangen hatte. Jack hoffte inständig, dass es für den Wal gut ausgehen würde. Als er weiterlief, entdeckte er sogar einen Berg nur aus Trinkhalmen wie dem, den er versehentlich verloren hatte. Und oben auf dem Berg war eine Meeresschildkröte in deren Nasenloch genauso ein Strohhalm wie seiner steckte. War dies womöglich seiner?
Jack entfernte vorsichtig den Strohhalm aus der Nase der Meeresschildkröte und versprach ihr alles dafür zu tun, dass nicht mehr so viel Müll ins Meer geworfen wird. Wir erfahren, was Jack sich vornimmt und was wir ihm gleichtun können und im Anhang an die Geschichte, die noch nicht zu Ende ist, gibt es auch noch ein paar Vorschläge, was jeder tun kann.
Wie Jacks Geschichte weitergeht und ob das Meer vielleicht zurückkommt, dass verrate ich noch nicht. Denkt daran, es ist eine Geschichte zwischen Realität und Fiktion und da ist vieles möglich.
Sorgsamer und respektvoller Umgang mit dem Meer ist unglaublich wichtig, denn das, was Unterwasser geschieht, und dass den meisten von uns verborgen bleibt hat so unglaublich viel Auswirkungen auf das Leben der Meeresbewohner, aber auch uns, denn das Plastik im Meer schadet nicht nur dem Ökosystem Meer, sondern auch uns Menschen ganz erheblich.
"Der Tag, an dem das Meer verschwand" ist ein wirklich außergewöhnlich schönes Bilderbuch, dass mit einfachen klaren Worten wachrüttelt und viel Gedankenprozesse in Gang setzt. Selbst jüngere Kinder mit 3 Jahren verstehen schon was im Großen und Ganzen dort passiert. Richtig verstehen werden die meisten es jedoch erst etwas später, aber die Botschaft, dass man die Meere schützen muss und wie schlimm es für die Meeresbewohner ist, dass begreifen selbst die Jüngsten, dank der ausdrucksstarken Bilder, schon sehr früh.
Jacks Geschichte regt an über sein eigenes Müllverhalten nachzudenken und die im Anhang positionierten Möglichkeiten, die als "Versprechen" formuliert werden, bewirken viel bei Kindern, wie Erwachsenen.
Durch die wundervollen Bilder wird sichtbar, was sonst nicht sichtbar ist. Auch wenn es natürlich Fiktion ist, ist es genau, dass was das Bilderbuch so schön macht. Der Bogen zwischen Realität und Fiktion gespickt mit Gefühlen und Impressionen, eigenfangen im Wort und Bild ist ein absolutes Leseerlebnis mit nachhaltiger Wirkung.

Cover des Buches Der Tag, an dem das Meer verschwand (ISBN: 9783957283986)
Ramgardias avatar

Rezension zu "Der Tag, an dem das Meer verschwand" von Sam Haynes

In einer drastischen Konsequenz wird hier gezeigt, wie wir mit unseren Meer umgehen
Ramgardiavor 4 Jahren

Jack fährt mit seinem Vater aufs Meer hinaus und sie machen dort ein Picknick. Da eine Möwe sein Marmeladenbrot stiehlt, fällt ihm ein blau-weißer Plastikstrohhalm ins Wasser. Da Jack weiß, wie belastet die Meere durch das Plastik sind, hat er ein schlechtes Gewissen. Hofft aber dann, dass sein einzelner Halm nicht wichtig sein kann. Aber es kommt anders, am nächsten Tag ist das Meer verschwunden und alle, die er fragt, wissen nicht wo es geblieben ist. Aber sie haben alle Probleme mit den riesigen Abfallmengen, die sich im Meer befinden. Am Ende besteigt Jack einen Berg bestehend aus Plastiktrinkhalmen. Hier findet er auch seinen verlorenen Halm wieder. Er hat wohl das Verschwinden des Meeres ausgelöst.

Aber durch ihn und das Versprechen, dass Jack abgibt, kommt das Meer wieder zurück.

So endet das Buch mit dem Satz, dass Jack wusste, dass das Schicksal des Meeres „In den Händen von Kindern wie dir“ liegt. Sicher wahre Worte und ich hoffe, dass diese Bürde nicht zu schwer für manche kleinen Schultern sein wird. Es wäre sicher gut, wenn auch wir Erwachsenen uns daran beteiligen würden. 

Das Buch zeigt sehr drastisch, wie vermüllt unserer Meere sind und wie wichtig es ist mitzuhelfen, diese Situation zu verbessern. Der Text ist nicht besonders lang und die Bilder zeigen eindringlich den ganzen Müll. Am Ende des Buches gibt es den Text für ein Versprechen und ich glaube, dass man es halten kann. 

 

Cover des Buches Der Tag, an dem das Meer verschwand (ISBN: 9783957283986)
MamiAusLiebes avatar

Rezension zu "Der Tag, an dem das Meer verschwand" von Sam Haynes

Dieses Buch thematisiert kindgerecht den Umweltschutz!
MamiAusLiebevor 4 Jahren

"Der Tag, an dem das Meer verschwand" ist ein Kinderbuch von Sam Haynes und ist 2020 beim Knesebeck Verlag erschienen.


Es geht um den Jungen Jack, der das Meer liebt und gern Ausflüge darauf macht. Eines Tages verliert er versehentlich einen kleinen Strohhalm im Meer und am nächsten Tag ist das Meer verschwunden. Er macht sich auf die Suche nach dem Meer und hilft auf seiner Suche mehreren Meeresbewohnern. Denn unter dem Wasser liegt massenhaft Müll. Wird er das Meer wiederfinden und den Lebewesen helfen können?


Meine Meinung:

Umweltschutz ist wichtig - heute mehr denn je. Und dies muss bei den Kindern beginnen. Dieses Buch bringt den Kindern dieses Thema simpel nahe. Jedes Kind liebt das Meer und so sind die kleinen Zuhörer schockiert wenn es einfach weg ist. Dass letztlich ein kleiner Strohhalm eine schlimme Umweltbelastung sein kann regt sogar Kinder zum Nachdenken an. 


Die Texte sind leicht verständlich und haben eine perfekte Länge zum Vorlesen. Die Illustrationen sind wirklich wunderschön. Weiche Zeichnungen mit angenehmen Farben.


Am Ende der Geschichte gibt es übrigens noch ein paar Tipps, wie man selbst etwas Gutes für die Umwelt tun kann. 


Und hier noch etwas Hintergrundwissen zu diesem Buch:

Das Buch wurde Klimapositiv hergestellt und unterstützt den gemeinnützigen Verein Pacific Garbage Screening. Pro gedrucktem Buch spendet der Knesebeck Verlag 1€ an Pacific Garbage Screening für die Entwicklung von Umweltbildungskoffern, die im Schulunterricht eingesetzt werden.


Fazit:

Nicht nur ein wichtiges Thema - zudem ist es eine wirklich schöne Geschichte. Meine Kids lieben sie.


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