Sam Millar

 4.1 Sterne bei 147 Bewertungen
Autor von Die Bestien von Belfast, Die satten Toten und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sam Millar

Die Bestien von Belfast

Die Bestien von Belfast

 (62)
Erschienen am 01.01.2013
Die satten Toten

Die satten Toten

 (37)
Erschienen am 01.01.2013
True Crime

True Crime

 (34)
Erschienen am 20.01.2015
Die kalte Kralle

Die kalte Kralle

 (14)
Erschienen am 20.02.2014
True Crime

True Crime

 (0)
Erschienen am 22.03.2019
True Crime

True Crime

 (0)
Erschienen am 20.02.2015
True Crime, 4 Audio-CDs

True Crime, 4 Audio-CDs

 (0)
Erschienen am 21.01.2015

Neue Rezensionen zu Sam Millar

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KruemelGizmos avatar

Rezension zu "Die Bestien von Belfast" von Sam Millar

Rezension zu Die Bestien von Belfast
KruemelGizmovor 4 Monaten

Klappentext:

'Sie öffnete die Augen. Was sie sah, erfüllte sie mit Entsetzen. Ein Stück Knochen ragte wie ein bleiches Teleskop aus ihrem linken Bein. Stimmen schossen ihr wie Querschläger durch den Kopf. Sieh nach, ob sie tot ist. Machst du Witze? Klar ist die tot. Manisches Gelächter. Bestien. Schneid ihr die Kehle durch. Sicher ist sicher. Sie begann zu beten: Macht schnell.' Zwanzig Jahre danach: Karl Kane ist Privatermittler in Belfast. Als eine männliche Leiche im Stadtpark gefunden wird, erhält er den Auftrag, herauszufinden, warum der Mann sterben musste. Die Motive seines Auftraggebers sind undurchsichtig. Doch Kane braucht das Geld. Als noch mehr Menschen auf verstörende Weise ermordet werden, merkt er, dass er niemandem mehr trauen kann. Dann holt ihn die eigene Vergangenheit ein, und es wird kalt in Belfast – sehr kalt. 

Die Bestien von Belfast ist der erste Teil um den Privatdetective Karl Kane von Sam Millar.

Der Krimi beginnt mit einer gefolterten und vergewaltigten Frau, die man zum Sterben zurück gelassen hat, und als Leser erlebt man nun ihre letzten Stunden, Gedanken und Gefühle mit. Diese erste Szene hat es direkt in sich und kann schon ein wenig unter die Haut gehen, und auch die weiteren Morden in diesem Buch verlaufen häufig sehr brutal und blutig. 

Durch den Sprach- und Schreibstil wirkte die Geschichte recht hart und schonungslos, was für mein Empfinden die Spannung noch unterstützte und ein ziemlich düsteres Bild des Milieu zeichnete in dem die Story spielt.

Karl Kane ist ein recht eigenwilliger Charakter, der mir aber gut gefallen hat und dem ich gerne durch die Geschichte folgte, nur seine Sprüche empfand ich nicht immer passend, sie wirkten manchmal einfach zu gewollt auf mich.

Nach dem doch recht brutalen Einstieg in die Geschichte, nahm für mich die Spannung erstmal wieder ein wenig ab, steigerte sich aber im Verlauf der Geschichte wieder um dann in einem spannenden Finale zu enden.

Mein Fazit:

Ein spannender Auftakt, der mich mit seiner harten und spannenden Geschichte für sich einnehmen konnte.

Kommentare: 7
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Aoibheanns avatar

Rezension zu "True Crime" von Sam Millar

True Crime - Ein Leben wie ein Film
Aoibheannvor einem Jahr

Den Namen Sam Millar hörte ich das erste Mal, als mir der erste Band seiner Karl Kane-Krimis vom Buchhändler meines Vertrauens empfohlen wurde. Die Bücher gefielen mir und der jeweils kurz angegebene Werdegang des Autors ließ mich aufhorchen. Ich mag Biografien von Leuten, die etwas zu erzählen haben, außergewöhnliche Lebensgeschichten. Und Sam Millar hat definitiv eine außergewöhnliche Lebensgeschichte. Als ich die Neuauflage seiner Biografie entdeckte, war ich sofort neugierig. Dass das Buch dann leider doch erst das Schicksal vieler Bücher erleiden musste - meinen SUB - tut mir im Nachhinein sehr leid. Es hätte definitiv viel früher von mir daraus befreit werden müssen.

Sam Millar wuchs in Nordirland auf. Die Mutter psychisch krank, der Vater berufsbedingt häufig abwesend. Die politischen Spannungen lassen sich zu diesem Zeitpunkt bereits erahnen und begleiten Millar durch seine gesamte Kindheit, die zwar durchaus mit positiven Erlebnissen verbunden ist, aber auch mit Armut in einem weniger vorzeigbaren Wohnviertel Belfasts.
Millar wird für die Mitwirkung in einer terroristischen Vereinigung zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung siedelt er in die USA über und begeht dort einen der größten Überfälle auf einen Banktransporter in der Geschichte.

Millars Lebensgeschichte liest sich wie ein Hollywoodfilm. Würde Wikipedia den Klappentext nicht bestätigen - man würde es womöglich für eine ausgedachte und gut zu Papier gebrachte Geschichte halten.
Über die Zeit der blutigen Nordirland-Konflikte wusste ich bisher recht wenig, dieses Buch war für mich ein guter Startpunkt, mich mit diesem Teil Geschichte mehr zu befassen
Die von Millar beschriebenen Zustände und Handlungen während seiner Zeit im Belfaster Gefängnis stehen eigentlich außerhalb von allem, was einem Menschen zugemutet werden kann. Das Millar und die von ihm beschriebenen Mitinsassen nicht als völlig zerstörte Menschen aus dieser Zeit hervorgegangen sind, ist für mich kaum fassbar. Diese Männer müssen unfassbare psychische Kräfte besitzen. Dieser Teil des Buches war für mich besonders schwer zu ertragen. Mehr als einmal musste ich das Buch aus der Hand legen.
Die Zeit in New York verdeutlicht, dass keinesfalls nur ein verirrtes Schäfchen ist, sondern eben auch ein Schlitzohr. Nur kurz werden Punkte wie seine eigene Familie angerissen, Frau und Kinder lässt er nur kurz in seine Geschichte einfließen.

Nicht ganz ersichtlich war für mich der Grund seiner (ersten?) Verhaftung. Zwar berichtet er von Verurteilungen im Schnellverfahren auf dubiosen Verdacht, für seine eigene Geschichte wurde dies so für mich an zwei Punkten nicht so ganz deutlich. Auch die Gesamtlänge seiner Haftstrafe, wird erst im Verlauf der Geschichte deutlich.

Es war für mich ein wahnsinnig spannendes und zum Nachdenken und Nachlesen animierendes Buch.

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pardens avatar

Rezension zu "Die Bestien von Belfast" von Sam Millar

Irischer hardboiled Krimi...
pardenvor 3 Jahren

IRISCHER HARDBOILED KRIMI...

Der erste Fall des Privatdetektivs Karl Kane beginnt mit einer Rückblende in das Jahr 1978, wo eine junge Frau schwer verletzt, mehrfach vergewaltigt und misshandelt in einem Steinbruch am Stadtrand von Belfast liegt, wo sie von einer Horde Jugendlicher zurückgelassen wurde in der Annahme, sie sei bereits tot. Die Szene endet damit, dass wilde Hunde den Blutgeruch wittern und sich langsam an die Sterbende heranpirschen...

Im Belfast von heute bekommt Karl Kane, ein desillusionierter und verschuldeter Privatdetektiv, den Auftrag herauszufinden, wer der Tote ist, der im Stadtpark aufgefunden wurde - und weshalb er sterben musste. Kane beginnt zu ermitteln, doch als weitere Morde geschehen, erkennt er, dass er niemandem mehr trauen kann. Und schließlich steht er selbst im Fokus des Geschehens - in scheinbar aussichtsloser Position....


"Kane ging zum Telefon und rief mit erstickter Stimme einen Krankenwagen. Die Adresse. Eine Schießerei. Mehr nicht. Es würde nichts bringen, wenn er mehr ins Detail ging. Nichts, außer Andeutungen und Fragen ohne Antworten. Er verließ das Haus und ging stur geradeaus, ohne zu wissen, ob geradeaus die richtige Richtung war. Die Dunkelheit wich langsam dem ersten Morgenlicht. Der Geruch des Todes saß ihm in den Kleidern. Er war dankbar für den kalten, beißenden Wind, der ihm ins Gesicht blies. Nicht weit von seinem Auto entfernt betete er zu Gott, an den er nicht glaubte, dass der Wagen anspringen möge. Wenn das Auto am Tatort gefunden wurde, war er am Ende. Nicht dass er nicht sowieso am Ende gewesen wäre..."


Karl Kane erfüllt als Charakter alle Klischees eines hardboiled Detectives. Rauchen, saufen, spielen, harter Kerl mit trauriger Kindheit. Er hat eine illusionslose und zynische Sicht auf die Welt, nimmt wenig bis keine Rücksicht auf geltende Gesetzesnormen und lebt in ständigem Konflikt mit der Polizei. Trotz des Antihelden-Status ist er aber einer der wenigen, die noch menschlich erscheinen in dem Leben in Belfast, wo Korruption und Werteverfall alle gesellschaftlichen Ebenen durchdrungen haben und Gewalt an der Tagesordnung ist.

Die Geschichte selbst lebt von Verwirrung. Unzählige Personen und fast ebenso viele Morde und andere Verbrechen werden hier präsentiert, wobei deren Schilderungen sehr bildhaft und nichts für Zartbesaitete sind. Erzählt wird weitestgehend chronologisch in kurzen Kapiteln, denen jeweils ein kurzes Zitat vorangestellt ist. Durchbrochen wird die Chronologie aber immer wieder auch durch Rückblenden in die Vergangenheit, was zusätzliche Verwirrung stiftet. Denn lange bleibt unklar, was wie und warum miteinander zusammenhängt - oder eben auch nicht. Und nicht alles wird hier restlos aufgelöst, so dass mir nun noch bleibt, mich auf den zweiten Band zu freuen.

Ein düsterer und gnadenloser hardboiled Krimi, der nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit ausgestrecktem Mittelfinger geschrieben wurde. Eine Empfehlung für Liebhaber dieses Genres...


© Parden

Kommentare: 13
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Gespräche aus der Community

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katja78s avatar

Die wahre Geschichte von Sam Millar!

Sam Millar hat einen außergewöhnlichen, preisgekrönten Thriller geschrieben, in dem nichts erfunden ist. Schonungslos offen erzählt Millar von einer Jugend auf den Straßen von Belfast, die früh ins Gefängnis führt; vom jahrelangen Kampf um die eigene Würde – und von einem Verbrechen, mit dem er Geschichte schrieb

Wir laden zur Leserunde ein!

Diese Geschichte beginnt im Norden Belfasts: Dort wird 1955 Sam Millar geboren, der Vater Protestant, die Mutter Katholikin. Der Riss, der ganz Irland teilt, geht mitten durch Sams Familie. Sam geht früh von der Schule ab und arbeitet in einem Schlachthof. Als Teenager schließt er sich der IRA an, bis er eines Nachts von der Polizei aus seinem Bett gerissen wird. Es folgen Jahre im härtesten Knast Europas.
Nach seiner Entlassung geht Sam Millar nach New York, wo er einen Comicladen eröffnet, sich in Spielkasinos herumtreibt und schließlich einen verwegenen Plan ersinnt: den Überfall auf das Gelddepot der Firma Brink’s, mit dem Sam Millar Kriminalgeschichte schreibt – und der hier erstmals aus der Sicht des Täters erzählt wird.


Zum Autor

Sam Millar, Jahrgang 1955, ist der Kopf hinter einem der größten Raubüberfälle der Geschichte.
Nach langen Jahren im Gefängnis lebt er heute in Belfast, wo er neben Kriminalromanen mit True Crime den Thriller seines Lebens geschrieben hat, für den er mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde.


Wir suchen nun 20 Leser,  die gerne das Buch gemeinsam in der Leserunde lesen möchten, Blogger dürfen sich gerne mit Blogadresse bewerben!

Bewerbungsfrage:

Was ist euch an einer wahren Geschichte beim lesen wichtig ?

Schaut auch gerne im aktuellen  Frühjahrsprogramm vom Atrium Verlag rein, vielleicht haben wir noch weitere schöne Lesehäppchen für euch!

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

          Katja von Ka-Sas Buchfinder



  *** Wichtig ***
Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind.

Es werden nur Bewerber mit aussagekräftigen Rezensionen berücksichtigt, erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt


winterdreams avatar
Letzter Beitrag von  winterdreamvor 4 Jahren
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katja78s avatar

Achtung exklusive Vorableserunde !

Die satten Toten

Ein Fall für Karl Kane (Band 2)

Die Bestien von Belfast (Band 1)

Ein Fall für Karl Kane
Sam Millar kennt Gewalt. Die, die er erfahren hat. Und die, die er verübt hat. Eine außergewöhnliche Krimiserie – von einem Autor mit einer Vergangenheit.


Belfast. Pathologe Tom Hicks hat schon viele Leichen gesehen, doch so etwas hat er noch nicht erlebt: Der Körper der jungen Frau, die vor ihm auf dem Seziertisch liegt, ist deformiert. Sie hat kurz vor ihrem Tod Unmengen gegessen. Hicks informiert seinen Freund, den Privatdetektiv Karl Kane. Kane nimmt Ermittlungen auf. Schon bald taucht eine weitere Leiche mit dem gleichen Merkmal auf: In Belfast geht ein Killer um, der seine Opfer mästet, bevor er sie tötet. Und während Kane zunehmend verzweifelt nach dem Mörder sucht, kidnapt dieser Kanes Tochter.


Zum Autor


(c) privat

Sam Millar wurde in Belfast geboren. In den 70er Jahren verbrachte er acht Jahre hinter Gittern, nachdem er auf dem Höhepunkt der Unruhen in Nordirland ohne Gerichtsbeschluss inhaftiert worden war. Wieder auf freiem Fuß, ging er in die USA, wo er 1993 einen der schwersten Raubüberfälle in der US-amerikanischen Geschichte initiierte und über sieben Millionen Dollar erbeutete. Millar wurde gefasst, später begnadigt und kehrte nach Belfast zurück, wo er seitdem Kriminalromane schreibt. Er stand auf der Shortlist zum Grand prix de littérature policière, wurde mit dem Brian Moore Award und dem Aisling Award for Art and Culture ausgezeichnet.

Wir suchen 20 Vorableser für diese Leserunde!

Wer dieses Buch gerne in einer gemeinsamen Leserunde besprechen und anschließend rezensieren möchte , bewirbt sich bitte mit der Antwort auf folgende Frage:

Welchen Eindruck mach das Cover auf euch?

Leserundenstart: 16.9.2013

Der Atrium Verlag hat viele interessante Neuerscheinungen zu bieten, schaut doch mal rein, ob für euch was dabei ist.


Ich freue mich über zahlreiche Bewerbungen und Meinungen in der Leserunde!

Eure Katja

*** Wichtig ***

Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind.
Nehmt doch einfach eurer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber.
Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/ .

Bewerber mit Null Rezensionen werden nicht berücksichtigt!
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