Sam Millar Die kalte Kralle

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Inhaltsangabe zu „Die kalte Kralle“ von Sam Millar

Karl Kane ist zurück: Unentrinnbar packend und mit trockenem Humor erzählt Sam Millar eine Geschichte von Schuld und Sühne, wie es sie so noch nicht zu lesen gab. Als Karl Kane an einem frostigen Wintermorgen vor die Tür tritt, findet er auf der Schwelle seines Hauses eine abgetrennte Hand. Kane glaubt zunächst an eine Drohung. Wenig später wird in Belfast jedoch eine weitere Hand eines anderen Opfers gefunden. Als Kanes Freund, der Pathologe Tom Hicks, eine aufschlussreiche Tätowierung entdeckt, kommt Kane einer Bande von Mördern auf die Spur, die von Jägern zu Gejagten geworden sind. Und schon bald ist auch Kane seines Lebens nicht mehr sicher à

Man muss Karl Kane und seine Art einfach mögen...

— Julchen2011
Julchen2011

Karl Kane ist ein Original- derbe Sprache, ein wenig versaut, frech, spannend- mein Lieblingsermittler

— Mone80
Mone80

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  • Die kalte Kralle

    Die kalte Kralle
    Aoibheann

    Aoibheann

    23. December 2015 um 20:15

    Mit "Die kalte Kralle" liegt der dritte Fall für den Privatdetektiv Karl Kane vor. Dabei ist Karl noch immer der Alte: zynisch, abgrebrannt und verbissen wie ein Hund in einen Knochen. Dabei beginnt Karl seine Arbeit dieses Mal aus völligem Kalkül. Als er eine abgetrennte Hand auf seiner Fußmatte findet, will er die ausgelobten 20.000 Pfund Belohnung kassieren. Dass er dabei in eine wesentlich größere Geschichte rutscht, ist fast schon typisch für ihn. Doch dieses Mal kommt er nicht nur mit ein paar blauen Flecken davon und auch die ihn immer wieder quälenden Hämorrhoiden sind dagegen nur ein "Fliegenschiss". Auch der dritte Band um den kauzigen und fluchenden Privatdetektiv hat mir wieder einmal sehr gut gefallen. Sein schwarzer und bissiger Humor in allen Lebenslagen, der eigentlich ein großes und weiches Herz verbirgt, macht Karl Kane unverwechselbar. Und so manches Mal musste ich über seine derben Zoten ziemlich grinsen. Sam Millar schafft es, ein passendes Setting zu erschaffen, so dass ich mir die jeweiligen Umstände sehr gut vorstellen konnte. Seine Figuren sind teilweise zwielichtig, man darf sich also so seine Gedanken machen, ob die eine oder andere Person auf der Seite der Guten oder der Bösen steht; oder vielleicht in einer Grauzone dazwischen agiert. Das macht für mich einen großen Reiz dieser Reihe aus.

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  • Der Zyniker mit dem Herz aus Gold

    Die kalte Kralle
    Havers

    Havers

    12. June 2014 um 20:29

    Eines Morgens liegt, fein säuberlich abgetrennt, eine Hand vor der Haustür des Privatdetektivs Karl Kane, über deren Herkunft er nur spekulieren kann – entweder will ihm jemand drohen, oder die Katze hat sie aus einem Müllcontainer geholt und vor die Tür gelegt. Als kurze Zeit später ein zweites Exemplar in der Stadt auftaucht, sind Karl und sein Freund, der Pathologe Tom Hicks alarmiert, denn das scheint dann doch ein Zufall zu viel zu sein. Und als dann auch noch eine fünfstellige Belohnung für die Ergreifung des Täters ausgesetzt wird, gibt es für ihn kein Halten mehr. Zur gleichen Zeit sucht ihn eine neue Klientin auf. Jemma Doyle ist auf der Suche nach ihrem seit vielen Jahren spurlos verschwundenen Onkel, denn ihr Vater hat nur noch den einen Wunsch, nämlich die Streitereien aus der Welt zu schaffen und sich mit ihm zu versöhnen. Und so beginnt Karl Kane zu ermitteln… Nach „Die Bestien von Belfast“ und „Die satten Toten“ ist „Die kalte Kralle“ der dritte Teil der Thriller-Reihe des nordirischen Schriftstellers Sam Millar. Hauptfigur ist Karl Kane, der knorrige Privatdetektiv, ein Zyniker mit dem Herz aus Gold, der an chronischem Geldmangel leidet und deshalb immer ein offenes Ohr für eventuelle Aufträge hat, wobei er aber nie seine moralischen Grundsätze verkaufen würde. Kane ist ein sympathischer, ehrlicher Typ. Bei ihm gibt es kein Drumherumgerede, und jeder, der mit ihm zu tun hat, weiß sofort was Sache ist. Die Fälle, mit denen er zu tun hat sind schon etwas ungewöhnlich – da werden die Opfer gemästet oder gehäutet - und die Ursachen für die verübten Verbrechen liegen meist in der Vergangenheit. So auch hier, denn Millar erzählt in „Die kalte Kralle“ die Geschichte einer Schuld, die gesühnt werden muss. Aufgeteilt ist dieser hochspannende Roman in zwei Teile, die passenderweise mit „Citizen Kane“ und „Kane kann’s“ überschrieben sind. Den einzelnen Kapiteln sind jeweils Filmtitel – ausnahmslos cineastische Highlights, die ich sehr schätze – sowie zur Handlung passende Zitate aus der Bibel, Filmen und Literatur (hier auffallend viel Chandler) vorangestellt und treiben durch ihre Kürze die Handlung stetig voran. Ich schätze den trockenen Humor und Sarkasmus des Autors ebenso sehr wie seine ungeschminkte Sprache – Sam Millar ist ein mitfühlender, aber auch streitbarer Zeitgenosse, der dafür verantwortlich ist, dass „Scumbag“ mittlerweile zu meinem aktiven Wortschatz gehört ;-) Und wem die Wartezeit auf den vierten Band mit Karl Kane zu lange wird, sollte die Autobiografie Sam Millars „On the Brinks“ lesen, die spannender als jeder Krimi ist!

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  • Ein echter Karl Kane

    Die kalte Kralle
    Mone80

    Mone80

    31. March 2014 um 10:11

    Das ist der 3. Fall von Karl Kane, dem Privatdetektiven den nicht nur das fehlende Geld plagt, sondern auch Hämorrhoiden und seine Ex- Frau, läuft er auch hier wieder zu Hochtouren auf. Aber Vorsicht, das Buch ist nichts für schwache Nerven und nervösem Magen.   Karl Kane findet an einem sehr kalten Morgen eine abgetrennte Hand vor seiner Tür. Während er noch darüber grübelt, ob es eine Drohung sein könnte oder eher nur ein Versehen, wird auch schon die nächste Hand in Belfast gefunden. Sein Freund und Pathologe Hicks bemerkt ein Detail und dies führt Karl auf eine heiße Spur. Was er nicht erwartet ist, dass dies sein bisher gefährlichster Fall wird.   Während ich fand, dass Karl im zweiten Band ein wenig geschwächelt hat, hat mich der 3. Band wieder vollends begeistert. Er läuft hier zur Hochform auf, mit frechen und sarkastischen Sprüchen inklusive. So wie ich ihn mag.   Und wie immer hat er seine Hände irgendwie überall im Spiel. Nicht nur der Fall, der ihn gewissermaßen vor die Tür gelegt wurde, auch mit der Belfaster Polizei, von der er alles andere als eine gute Meinung hat, überall findet man Kane.    Man kann mit Karl Kane auf Ermittlungstour gehen, doch er ist da ein wenig wie Sherlock Holmes, seine Gedankengänge sind nicht immer für den Leser nachvollziehbar und Erklärungen gibt es eher am Ende.    Sam Millars Schreibstil gefällt mir vom ersten Buch an. Düster, mit vielen Details, aber doch immer distanziert. Die Spannung baut er ohne große Mühen auf und kann sie auch halten, so dass man fast atemlos das Buch nach kurzer Zeit zuschlägt. Hinzu kommen ein wirklich genialer Humor, der trocken und sarkastisch ist. Er passt perfekt zur Figur Kane und somit auch zum Buch.   Fazit: Düster und sehr spannend. Mit einem Ermittler, der einen absolut trockenen Humor hat und immer einen Spruch auf Lager.   

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  • Karl Kane ermittelt wieder

    Die kalte Kralle
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    21. March 2014 um 08:29

    Eines Morgens macht Karl Kane einen bizarren Fund vor seiner Tür. Eine abgeschnittene Hand liegt davor, Zufall oder Absicht?  Bald wird eine weitere Hand gefunden, von einem anderen Opfer. Karl würde die Sache ja auf sich beruhen lassen, wäre da nicht eine Belohnung von 20.000 Pfund auf die Ergreifung des Individiums ausgepreist. Dann bekommt er auch noch einen Auftrag von Jemma Doyle, die ihren seit Jahren vermissten Onkel sucht, damit sich ihr Vater noch zu Lebzeiten mit ihm versöhnen kann. Seine Ermittlungen bringen ihn und seine Freundin in den Fokus eines Mörders, aber kann das Karl Kane aufhalten? ... Das ist nunmehr der 3. Teil um den Privatdetektiv Karl Kane, den der Autor Sam Millar hier vorlegt. Karl Kane, ein Detektiv, wie man ihn aus diversen amerikanischen Krimiserien kennt, abgebrannt, zynisch, aber in seinem Tun verbissen. Auch wenn er zu Beginn seiner Ermittlungen eher nur die 20.000 Pfund im Auge hat, die er sich gern verdienen würde, versucht er dem Rätsel der abgeschnittenen Hände auf die Spur zu kommen. Hilfe bekommt er von seinem Freund Tom Hicks, dem Pathologen, der ihm ab und an Insiderwissen zukommen lässt. Auf die Polizei kann er sich nicht verlassen, denn der Polizei-Inspektor Wilson ist sein Ex-Schwager und die beiden können gar nicht miteinander. Während seiner Ermittlungen kommt er der Lösung recht nah, aber er hat die Wahl - vergessen, was er weiß, oder seine Freundin in Gefahr bringen. Kane trifft eine Entscheidung. Die spitzzüngige Art, die sarkastischen und leicht zynischen Sprüche von Kane machen mir diesen Privatdetektiv sympathisch. Auf seine Art versucht er Herr der Lage zu sein, was mich jedoch manches mal, auch wenn es vom Thema her nicht angebracht war, schmunzeln ließ.  Hat er sich in einen Fall verbissen, ist er schwer davon abzubringen, da ist es egal, ob es sich um die Suche nach einem Mörder oder nach einem verschollenen Onkel handelt. Kane ist präsent, wenn es heißt, dem Bösen und dem Grauen zu trotzen. Dass er aber auch anders kann, sieht man am Umgang mit Lipstick, einer Prostituierten, der er gemeinsam mit seiner Freundin versucht, wieder auf die Beine zu helfen. In dem Krimi tummeln sich viele Protagonisten, so dass ich schon das ein oder andere mal die Übersicht verlor und mich fragte, wie die Personen letztendlich ins Gesamtbild mit hineinpassen. Die Geschichte wird mit Spannung aufgebaut, die sie über das ganze Buch halten kann. Es gibt ein paar Tote und einen Schluss, mit dem ich so nicht gerechnet hätte, der mich aber nicht überrascht hat. Obwohl es der 3. Teil ist, kann man es separat lesen, ohne die Vorbände kennen zu müssen.  Ich kann nur hoffen, dass es mit Karl Kane noch weitere Folgen geben wird, denn es macht einfach Spaß, ihn bei seinen Ermittlungen zu begleiten und zu erleben.

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