Sam Millar Die satten Toten

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Inhaltsangabe zu „Die satten Toten“ von Sam Millar

'Mit dieser Serie hat sich Sam Millar an die Spitze der Krimiautoren geschrieben.' Books Ireland Belfast. Pathologe Tom Hicks hat schon viele Leichen gesehen, doch so etwas hat er noch nicht erlebt: Der Körper der jungen Frau, die vor ihm auf dem Seziertisch liegt, ist deformiert. Sie hat kurz vor ihrem Tod Unmengen gegessen. Hicks informiert seinen Freund, den Privatdetektiv Karl Kane. Kane nimmt Ermittlungen auf. Schon bald taucht eine weitere Leiche mit dem gleichen Merkmal auf: In Belfast geht ein Killer um, der seine Opfer mästet, bevor er sie tötet. Und während Kane zunehmend verzweifelt nach dem Mörder sucht, kidnapt dieser Kanes Tochter. 'Ein absoluter Pageturner – und nichts für schwache Nerven.' Irish World

Spannendes Finale, jedoch im Vergleich zum 1. Band relativ harmlos im positiven Sinne (was Ekelszenen und sprachlichen Ausdruck anbelangt)

— Beverly_Marsh
Beverly_Marsh

Rasant, spannend, abgedreht - wahnsinnig gut!

— Aoibheann
Aoibheann

nix für zartbeseitete Gemüter, aber aussergewöhnlich + süchtig machend im Krimieinerlei !

— MIMI2014
MIMI2014

Eine Lektüre à la "Körperwelten": Faszinierend, abstoßend und ethisch nicht ganz einwandfrei - Karl Kane wie wir ihn lieben!

— Krinkelkroken
Krinkelkroken

Hart, durchaus spannend, aber leider sehr schematisch, besonders bei den Charakteren.

— Gulan
Gulan

Wieder ein toller Karl Kane - mit seiner ruppigen aber dennoch liebenswerten Art erinnert an eine Mischung aus Carl Mørk und Franz Eberhofer

— kriegerin
kriegerin

Karl Kane - ein Ermittler der besonderen Art. Nichts für zarte Gemüter - trotzdem mit viel Gefühl!

— TochterAlice
TochterAlice

Gruselig, derb, hochspannend.

— Mone80
Mone80

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stzemp

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  • Die Satten Toten

    Die satten Toten
    Aoibheann

    Aoibheann

    05. September 2014 um 19:09

    Karl Kane is back! Im zweiten Band steht eines Tages die 17jährige Geraldine in Karl Büro. Sie ist auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester Martina. Karl ist zunächst skeptisch und will den Auftrag nicht annehmen. Doch dann taucht die erste Leiche in Belfast auf und Karl Instinkt wird geweckt. Das tote Mädchen weist erschreckende Parallelen zu der vermissten Martina auf. Und so taucht Karl in auch für ihn erschreckenden Abgründen der Menschen ein. Bis er sich selbst so tief mit unglaublichen Machenschaften konfroniert sieht, dass es sein Leben verändern wird. Karl Kane ermittelt wieder. Und wird immer noch von sein Hämhorriden geplagt. Auch sein Sarkasmus und seine spitze Zunge sind wieder mit von der Partie. Aber in diesem Buch wird es um längen privater als in Band 1. Und es ist um einiges böser. Brutal, teilweise ekelig und so spannend, dass ich geradezu wie magnetisch an den Seiten geklebt habe. Mir hat die Fortsetzung noch besser gefallen, sie ging mehr auf den Menschen Karl und seine Umgebung ein und lernt, dass er doch kein ungehobelter Klotz ist. Und das Ende... ja, da hatte ich tatsächlich einen dicken Kloß im Hals. Und selten habe ich einen Buchtitel gelesen, der so gut für eine Übersetzung gewählt wurde.

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  • Die satten Toten

    Die satten Toten
    flower

    flower

    Karl Kane ermittelt zum zweiten Mal. Ich kenne den ersten Teil aber nicht, das Buch lässt sich aber problemlos solo lesen. Leider hat es nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Mich störte vor allem der Schreibstil, der mit einer derben und sehr zynischen Note einherkam und oft in deutlichen Worten Mord und Grauen schilderte. Außerdem war mir der Held Kane zu schablonenhaft. Er schien mir wie eine Kombination aus allen coolen gebeutelten Privatdetektiven, die ich so im Kopf habe. Philipp Marlow und Konsorten lassen grüßen. Er ist in ständiger Geldnot, hat eine unangenehme Hämorridhen-Erkrankung, ist getrennt von Frau und Kind und seine neue Beziehung läuft auch alles andere als rund. Der Kriminalfall an sich ist interessant wenn auch eklig - Frauen mästen und töten und die Leber essen ist schon ziemlich krass aber naja. Irgendwie kam keine richtige Spannung auf und das Ende ließ mich auch etwas unbefriedigt zurück. Meiner Meinung nach handelt es sich um ein "Männerbuch" und vielleicht bin ich nicht die Zielgruppe - sie sollte jünger und männlich-derber sein. Das Cover finde ich toll allerdings ist das Buch für ein Taschenbuch und seine fehlende Dicke ziemlich teuer.

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    • 2
    Arun

    Arun

    09. April 2014 um 18:53
  • ein genialer Privatdetektiv

    Die satten Toten
    pamN

    pamN

    Karl Kane ist auf der Suche nach einem Serienkiller, der junge Mädchen mästet und sie danach tötet. Dabei schreckt er nicht von mehr als ungewöhnllichen Mitteln zurück. Als der Killer sich seine Tochter schnappt nimmt er die Sache in seine eigene Hand. Der Charakter Karl Kane ist einfach nur genial. Er schert sich nicht um Regeln und Ermittlungsmethoden der Polizei, es geht ihm nur darum seine Fälle zu lösen. Das und die Tatsache, dass die Beziehung von ihm und Naomi so "crazy" ist macht ihn einfach nur witzig und spannend.  Die Story fand ich gut und die Schreibweise des Autors ist sehr erfrischend geradeaus. Es gibt viele brutale Stellen und Kane muss viel einstecken, jedoch wurde mir ein bisschen zu viel um den heißen Brei herumgeredet. Es gab so viele Opfer, aber nur wenige Stellen im Buch, die sich um die Erlebnisse der Opfer drehen. Da ich Kane als Charakter aber richtig, richtig genial finde gibt es von mir 4 Sterne und Teil 1 wird bald gekauft:)

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    • 2
    Arun

    Arun

    04. April 2014 um 14:27
  • Ein neuer Fall für Karl Kane!

    Die satten Toten
    Wassollichlesen

    Wassollichlesen

    04. February 2014 um 21:52

    Meine Meinung:Nachdem ich den ersten Teil des Klappentextes gelesen habe, musste ich sofort an die erste Leiche aus "Sieben" denken: der gemästete Typ, der an seinem Essen zugrunde geht. Aber hier soll es nicht schon wieder um die sieben Todsünden gehen. Gott sei Dank!Hätte ich Urlaub gehabt, hätte ich das Buch wahrscheinlich an einem Stück gelesen. Die Geschichte schreitet so schnell voran, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.Der Beginn ist, wie auch in "Die Bestien von Belfast" sehr verstörend und das Tempo und die Gräueltaten steigern sich bis zum nervenaufreibenden Showdown.Aber auch Sarkasmus und Humor kommen wieder nicht zu kurz.Die Figur "Karl Kane" gefällt mir auch in diesem Teil besonders gut. Er ist kein obercooler, harter, unbesiegbarer Ermittler. Nein... Er leidet immer noch an Hämorrhoiden und kriegt auch sonst schon mal was ab.Darüber hinaus werden die Beziehungen zu Personen aus dem ersten Teil etwas näher beleuchtet (so sollte es ja auch sein!) und Karls alter Freund Willie tritt in die Geschichte.Die Beziehung von Karl zu seinem besten Freund, dem Pathologen Tom Hicks, erinnert mich irgendwie immer an Kommisar Thiel und Professor Boeme aus dem Münsteraner Tatort. Auch wenn Hicks nicht verhaltensauffällig ist. Der Umgang und die Interaktion erinnern mich jedenfalls an das Duo. Aber was weiß Sam Millar schon vom Tatort..?Fazit:Sam Millar bleibt sich treu: schnörkelloser und rauer Schreib- sowie rasanter Erzählstil, so habe ich es mir erhofft.Ich finde das Buch, nicht zuletzt wegen der Morde (bitte nicht falsch verstehen!), äußerst kreativ und schonungslos. Die Geschichte ist, wie auch Band 1, kurzweilig und liest sich wie in einem Guss, was ganz klar 4 Eselsohren bedeutet.Ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil, "Die kalte Kralle", zu lesen, wenn er diesen Monat endlich erscheint.

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  • Leserunde zu "Die satten Toten" von Sam Millar

    Die satten Toten
    katja78

    katja78

    Achtung exklusive Vorableserunde ! Die satten Toten Ein Fall für Karl Kane (Band 2) Die Bestien von Belfast (Band 1) Ein Fall für Karl Kane Sam Millar kennt Gewalt. Die, die er erfahren hat. Und die, die er verübt hat. Eine außergewöhnliche Krimiserie – von einem Autor mit einer Vergangenheit. Belfast. Pathologe Tom Hicks hat schon viele Leichen gesehen, doch so etwas hat er noch nicht erlebt: Der Körper der jungen Frau, die vor ihm auf dem Seziertisch liegt, ist deformiert. Sie hat kurz vor ihrem Tod Unmengen gegessen. Hicks informiert seinen Freund, den Privatdetektiv Karl Kane. Kane nimmt Ermittlungen auf. Schon bald taucht eine weitere Leiche mit dem gleichen Merkmal auf: In Belfast geht ein Killer um, der seine Opfer mästet, bevor er sie tötet. Und während Kane zunehmend verzweifelt nach dem Mörder sucht, kidnapt dieser Kanes Tochter. Zum Autor (c) privat Sam Millar wurde in Belfast geboren. In den 70er Jahren verbrachte er acht Jahre hinter Gittern, nachdem er auf dem Höhepunkt der Unruhen in Nordirland ohne Gerichtsbeschluss inhaftiert worden war. Wieder auf freiem Fuß, ging er in die USA, wo er 1993 einen der schwersten Raubüberfälle in der US-amerikanischen Geschichte initiierte und über sieben Millionen Dollar erbeutete. Millar wurde gefasst, später begnadigt und kehrte nach Belfast zurück, wo er seitdem Kriminalromane schreibt. Er stand auf der Shortlist zum Grand prix de littérature policière, wurde mit dem Brian Moore Award und dem Aisling Award for Art and Culture ausgezeichnet. Wir suchen 20 Vorableser für diese Leserunde! Wer dieses Buch gerne in einer gemeinsamen Leserunde besprechen und anschließend rezensieren möchte , bewirbt sich bitte mit der Antwort auf folgende Frage: Welchen Eindruck mach das Cover auf euch? Leserundenstart: 16.9.2013 Der Atrium Verlag hat viele interessante Neuerscheinungen zu bieten, schaut doch mal rein, ob für euch was dabei ist. Ich freue mich über zahlreiche Bewerbungen und Meinungen in der Leserunde!Eure Katja *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind. Nehmt doch einfach eurer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/ .Bewerber mit Null Rezensionen werden nicht berücksichtigt!

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    • 319
  • Besser kann eine Fortsetzung kaum sein

    Die satten Toten
    mareike91

    mareike91

    16. November 2013 um 00:13

    Klappentext: Belfast. Pathologe Tom Hicks hat schon viele Leichen gesehen, doch so etwas hat er noch nicht erlebt: Der Körper der jungen Frau, die vor ihm auf dem Seziertisch liegt, ist deformiert. Sie hat kurz vor ihrem Tod Unmengen gegessen. Hicks informiert seinen Freund, den Privatdetektiv Karl Kane. Kane nimmt Ermittlungen auf. Schon bald taucht eine weitere Leiche mit dem gleichen Merkmal auf: In Belfast geht ein Killer um, der seine Opfer mästet, bevor er sie tötet. Und während Kane zunehmend verzweifelt nach dem Mörder sucht, kidnapt dieser Kanes Tochter.    Meine Meinung: Auch im zweiten Teil um den herrischen, schroffen und streitsüchtigen Privatermittler Karl Kane, den ich bereits nach dem ersten Teil mit seiner ungehobelten Art ins Herz geschlossen hatte, geht es wieder actionreich und brutal zu. Nach Drängen seiner Freundin Naomi nimmt er sich der Suche nach einem vermissten Mädchen an, das kurze Zeit später tot aufgefunden wird. Doch sie ist nicht die einzige Tote, in den letzten Wochen wurden weitere junge Mädchenleichen gefunden. Und allesamt wurden sie vor ihrem Tod gemästet wie eine Weihnachtsgans. Kane macht sich auf die Suche nach dem Mörder, wobei er ziemlich viel einstecken muss und nicht nur sein eigenes Leben aufs Spiel setzt. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, brutal und schonungslos schildert Sam Miller die Geschehnisse und zieht den Leser mit, immer tiefer in Belfasts Abgründe hinein. An manchen Szenen hat es mir regelrecht die Sprache verschlagen, dennoch konnte ich es ab der ersten Sekunde einfach nicht mehr zur Seite legen. Auch dieses Mal legt Kane sich wieder mit den Behörden an, ist er doch aber, als seine Tochter verschwunden ist, gezwungen, mit ihnen und vorallem seinem verhassten Ex-Schwager zusammenzuarbeiten. Es kommt zu mehreren Schlagabtauschen zwischen den beiden, die vor Kraftausdrücken nur so strotzen, mich dennoch regelrecht schmunzeln ließen. Mit seinen unlauteren Methoden macht Kane sich zwar keine Freunde, schafft es allerdings im Gegensatz zur Polizei, der Wahrheit immer näher zu kommen. Leider sind auch im zweiten Teil einige Opfer zu beklagen, sodass mich  das Buch – besonders zum Schluss – traurig und wehmütig gestimmt hat. Und nachdenklich. Denn es zeigt mal wieder, dass man sich für Geld leider einfach (fast) alles erkaufen kann… Über den Täter selbst erfährt man zwar wirklich Schockierendes, sein Motiv bleibt jedoch relativ unklar. Da bleibt am Ende doch einiges zum Grübeln… Fazit: Einfach grandios und fesselnd, die Reihe um Karl Kane ist zu einer meiner absoluten Lieblingsreihen geworden. Kein Mainstream, aber genau das macht es für mich aus, 0-8-15 Bücher gibt es schon genügend. Für mich überragende 5 Sterne!

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  • Guten Appetit - Die satten Toten

    Die satten Toten
    sonjastevens

    sonjastevens

    07. November 2013 um 16:35

    Kann man beim zweiten Buch von Sam Miller schon über einen „typischen Miller“ sprechen? In diesem Fall wohl ja, denn er ist seinem Stil treu geblieben: die derbe, direkte Sprache, der Hämorriden geplagte Ermittler Karl Kane und die besonderen, krassen Fälle!  Eine junge Frau kommt zu Karl Kane, die ihre Schwester vermisst. Schon bald tauchen mehrere fette Leichen auf – die jungen Frauen wurden zu Tode gemästet, bis ihre Organe versagten und ihre Knochen das Gewicht nicht mehr tragen konnten. Nur wer steckt hinter dem Tod der Mädchen und warum diese Grausamkeit? Als der Täter mitbekommt, dass Kane ermittelt gerät auch Kanes Tochter in Gefahr!  Karl Kanes zweiter Fall Die satten Toten ist wieder sehr spannend, jedoch muss ich leider gestehen, dass mir sein erster Fall, Bestien von Belfast, mehr Lesespaß bereitet hat, hier konnte man bis zum Schluss rätseln, wer hinter den grausamen Morden steckt, jedoch hier wusste man als Leser recht schnell bescheid und es stellte sich nur die Frage, wie es Kane schaffen würde, den Mörder zu überlisten. Dennoch hat mir das Buch auch sehr gut gefallen. Ich bin jetzt schon ein großer Sam Miller Fan geworden und freue mich schon auf seinen nächsten Krimi mit Karl Kane, ob er jemals seine Hämorriden los wird? Ich kann diesen Krimi, Lesern empfehlen, die den Schauplatz Belfast lieben, sowie Krimis gerne lesen, in denen der Autor kein Blatt vor den Mund nimmt, aber dennoch mit Humor schreibt!  

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  • Karl Kane ermittelt wieder

    Die satten Toten
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    28. October 2013 um 10:09

    Karl Kane erhält von einem jungen Mädchen den Auftrag, nach ihrer verschwundenen Schwester Martina zu suchen, die vor 14 Tagen spurlos verschwand. Bei seinen Recherchen stößt er auf andere verschwundene Mädchen, die inzwischen tot aufgefunden wurden. Ihre Todesursache war immer die gleiche, alle wurden vor ihrem Tod wie Gänse gemästet bzw. im wahrsten Sinne des Wortes gestopft, und allen wurden Leber und Nieren entnommen. Recht bald kristallisiert sich ein Verdächtiger heraus, dem schwer beizukommen ist. Alles eskaliert, als die Tochter von Karl Kane in die Fänge des Mörders gerät ... Dies ist nun der 2. Band um den Privatdetektiv Karl Kane. Man muss den 1. Teil nicht gelesen haben, um diesen hier zu verstehen. Man kommt sehr gut in die Geschichte hinein, einige Ereignisse aus der Vergangenheit werden der Verständlichkeit halber kurz angerissen. Wieder spielt die Geschichte in Belfast. Einst als eine der vier Städten mit B genannt, die man möglichst meiden sollte. Aber inzwischen gehört Belfast nicht mehr in die Kategorie von Beirut, Bagdad und Bosnien. Und doch ist es ebenfalls eine Stadt unter vielen, in denen das Verbrechen nicht schläft.  Momentan treibt ein Serienmörder in Belfast sein Unwesen. Er entführt junge Mädchen und mästet sie, bevor er ihnen nach ihrem Tod Leber und Nieren entnimmt. Ob er sie anschließend isst, bleibt eine Vermutung. Karl Kane sucht diesen Mörder, zumal ebenfalls das Mädchen Martina, das er im Auftrag ihrer Schwester suchen sollte, zu den Opfern des Mörders gehört. Sehr bald scheint er den Mörder gefunden zu haben, nur ist es eine Person, die Macht hat und diese ausspielt. Spenden für die Polizei behindern die Polizeiarbeit und blockieren diese. Kane ist mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Zumal er auch noch immer mit seinem Ex-Schwager Wilson, dem jetzigen Polizei-Inspector im Clinch liegt. Hilfe sucht und findet er bei seinem Freund Tom Hicks, dem Pathologen, der ihn mit Informationen auf dem Laufenden hält. Aber auch seine Lebensgefährtin und Sekretärin Naomi hält zu ihm, trotz seiner Eskapaden, die er sich ab und zu leistet. Er geht bei seiner Suche nach dem Mörder ungewöhnliche Wege, sucht Verbündete oder Informationsgeber in Milieus, die nicht gut für ihn sind. Mehr als einmal wird er zusammengeschlagen, aber er gibt nicht auf, um die Wahrheit zu finden und letztendlich die Beweise gegen den Mörder. Er ist geradlinig und ehrlich, auch wenn er sich ab und an gezwungen sieht, nicht alles zu sagen. Ich mag diesen Typen, der einen skurrilen Humor hat, immer blank ist, aber die Wahrheit sucht.  Dem Autor ist es wieder gelungen, mich mit seinem Buch in seinen Bann zu ziehen. Er schreibt flüssig und die Handlung ist logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Was fehlt, sind leider ein paar Hintergrundinformationen, die den Roman ein wenig abgerundet hätten. So bleiben die Motive des Mörders leider unbenannt, als Leser bleiben einem da nur Vermutungen. Sehr gut jedoch zeigt er die korrupte Verbindung zwischen Macht / Geld und Polizei, die mehr als beängstigend ist. Ich würde es begrüßen, wenn die Serie weitergeführt würde, denn ein Wiedersehen mit Karl Kane ist es immer wert, gelesen zu werden.

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  • Sam Millar überzeugt - aber leider nicht auf ganzer Linie

    Die satten Toten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. October 2013 um 14:03

    *INHALT* Karl Kane wird von Geraldine, einem jungen Mädchen, aufgesucht, die ihre Schwester vermisst. Sie soll angeblich aus dem Jugendheim ausgerissen sein, doch Geraldine glaubt nicht daran. Da die Polizei auch nicht willens ist, etwas zu unternehmen, wendet sie sich an den Privatermittler. Karl schwant bald Böses, denn die gesuchte Schwester passt in das Schema: Sein Freund, der Pathologe Tom, hatte schon zwei Leichen auf seinem Tisch: junge Mädchen, die vor ihrem Tod regelrecht gemästet wurden. Ist auch dieses Mädchen in die Fänge des Serienkillers geraten? *MEINE MEINUNG* Soweit man das nach zwei Romanen beurteilen kann, würde ich sagen: "Ein typischer Sam Millar." Der Autor ist sehr offen und teilweise auch brutal in der Wortwahl, sämtliche Seiten triefen nur so vor Sarkasmus und Ironie, und wer die schöne, heile Welt sucht, hätte sich nicht gründlicher vertun können. Doch genau das macht auch den Charme von Karl Kane aus. Das Konstrukt rund um den Serienkiller wirkt schon sehr stereotyp; der Leser erfährt auch ziemlich wenig über die Hintergründe der Taten und die Beweggründe des Mörders. Doch darum geht es in diesem Buch auch nicht. Der Fall bildet wirklich nur die Rahmenhandlung und gibt somit dem Protagonisten erst die Möglichkeit, sich zu entfalten. Eine zu komplizierte und verworrene Story würde nur von Karl ablenken. Und trotzdem gelang es Sam an einigen Stellen, mich zu überraschen und mit Wendungen aufzuwarten, die ich nicht vermutet habe. Auch die derbe Sprache und die teilweise schon sehr eklig anmutenden Szenen wären an und für sich kein Grund gewesen, einen Stern abzuziehen; doch es gibt eine Szene, die den Bogen für mich überspannt hat und für die ich leider nicht die volle Punktzahl geben kann. Insgesamt jedoch ein tolles Buch, eine deftige Mischung und ein Muss für alle Fans des schwarzen Humors.

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  • Mehr Schein als Sein

    Die satten Toten
    Gulan

    Gulan

    18. October 2013 um 12:22

    In Belfast treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der seine Opfer (junge, obdachlose Mädchen) vorher mästet wie Gänse, um hinterher die Leber zu verspeisen. Privatermittler Karl Kane gerät in diesen Fall, als ihn eine junge Frau bittet, nach ihrer verschwundenen Schwester zu suchen, die später ebenfalls ermordet aufgefunden wird. Eine Bekannte Kanes äußerst einen Verdacht, wer hinter den grausamen Taten stecken könnte und wird wenig später ebenfalls ermordet. Der Verdächtige ist ein angesehener Geschäftsmann mit guten Verbindungen zur Polizei. Schließlich wird auch noch Kanes Tochter Katie entführt. Kane muss alle legalen und vor allem illegalen Wege beschreiten, um den Mörder aufzuhalten. Sam Millers Krimi ist der zweite Band der Reihe um den harten und zynischen Privatermittler Karl Kane. Optisch macht das Buch einiges her, auch der rauhe, derbe Schreibstil passt zu einem Krimi im "hardboiled" oder "noir"-Style. Die Handlungsidee um einen Serienkiller, der seine Opfer wie Gänse mästet, hat durchaus Potenzial. Leider kann das Buch dieses Potenzial nicht wirklich ausschöpfen. Dies liegt vor allem an den sehr schematisch gestrickten Charakteren des Buches: Karl Kane als machohafter, zynischer Privatschnüffler, seine ziemlich naive Freundin, eine Tochter, die mit der Scheidung der Eltern nicht klarkommt, dazu die korrupte Polizei und ein Typ, der zum Serienmörder wurde, weil er von seinen Mutter missbraucht wurde. Viel Zeit wird in dem Buch auch der Beschreibung der rauen Unterwelt der Stadt Belfast gewidmet, in der sich der Privatermittler so mancher Prügelei und auch einem üblen Drogentrip stellen muss. Auch die ziemlich vorhersehbaren Schlussszenen konnten mich kaum überzeugen.  Alles in allem ein harter Krimi, leidlich spannend, aber mit zu wenig Gespür für die Entwicklung der Figuren und teilweise auch der Handlung.

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  • Die satten Toten

    Die satten Toten
    Susi180

    Susi180

    13. October 2013 um 16:11

    Pathologe Tom Hicks hat schon viele Leichen gesehen, doch so etwas hat er noch nicht erlebt: Der Körper der jungen Frau, die vor ihm auf dem Seziertisch liegt, ist deformiert. Sie hat kurz vor ihrem Tod Unmengen gegessen. Hicks informiert seinen Freund, den Privatdetektiv Karl Kane. Kane nimmt Ermittlungen auf. Schon bald taucht eine weitere Leiche mit dem gleichen Merkmal auf: In Belfast geht ein Killer um, der seine Opfer mästet, bevor er sie tötet. Und während Kane zunehmend verzweifelt nach dem Mörder sucht, kidnappt dieser Kanes Tochter. Der Autor: Sam Millar wird 1955 in Belfast als Sohn irischer Eltern geboren. Als er acht Jahre alt ist, verschwindet seine psychisch kranke Mutter spurlos. Mit 15 geht er von der Schule ab und arbeitet in einem Schlachthaus. Am Sonntag, den 30. Januar 1972, nimmt sein Bruder ihn mit nach Derry zu einer Demonstration für Bürgerrechte. Im katholischen Stadtteil Bogside eskaliert die Situation, und britische Soldaten schießen auf die Demonstranten. Viele Iren werden verletzt, 13 sterben. Sam und sein Bruder erleben die Geschehnisse hautnah. Das Datum geht als Bloody Sunday in die Geschichte Nordirlands ein. IRA Volunteer Sam Millar tritt daraufhin in die IRA ein und ist unter anderem an der Planung eines Bombenattentats in der Belfaster Innenstadt beteiligt. Das Attentat wird von der Polizei verhindert, Sam Millar und sechs weitere Beteiligte können sich aber der Verhaftung durch eine handfeste Prügelei mit den Beamten entziehen. 1973 wird Sam Millar zum ersten Mal festgenommen und muss eine Haftstrafe von drei Jahren absitzen. Blanket-Man Bereits 1976 wird Sam Millar wieder verurteilt und in das berüchtigte Gefängnis Long Kesh überstellt. Dort schließt sich Sam Millar dem Blanket-Protest an. Die Blanket-Men weigern sich, die reguläre und von den Briten gestellte Gefängniskleidung zu tragen, da sie sich als politische Gefangene und nicht als gewöhnliche Kriminelle sehen. Da ihnen keine Ersatzkleidung gestellt wird, müssen sie sich in ihre Bettlaken wickeln. Sam Millar hat in dieser Zeit keinerlei Kontakt zu seiner Familie, ist rund um die Uhr in seiner Zelle eingesperrt und wird von den Aufsehern systematisch misshandelt. Jegliche "Vergünstigungen" wie Zigaretten, Zeitschriften und Bücher werden den Blanket-Man verweigert; sie dürfen auch nicht arbeiten. 1983 befiehlt ihm die Leitung der IRA, den Protest zu beenden. Sam Millar soll 38 Mitgefangenen bei der Flucht zu helfen. Es wird der größte Gefängnisausbruch in der irischen Geschichte. Wenige Monate danach wird Sam Millar aus der Haft entlassen. Auswanderer 1984 wandert Sam Millar in die USA aus. Als Ex-Häftling muss er illegal über Kanada einreisen. Sein Freund Tom O'Connor, der bereits in den USA lebt und bei The Brink's arbeitet, schmuggelt ihn über die Grenze. Ein weiterer Freund, der irische Priester Pat Moloney, verschafft Sam Millar eine falsche Identität. Unter dem Namen Andre Singleton lebt Sam Millar zehn Jahre in der Nähe von New York City. Seine Familie reist auf legalem Weg mit einem Touristenvisum ein. Seinen Lebensunterhalt bestreitet Sam Millar zunächst als Straßenverkäufer, dann als Kartengeber in illegalen Casinos und als Portier in der Park Avenue. Später erfüllt er sich den Traum von einem eigenen Comicladen, den er nach seinen Kindern Kelly, Ashley und Corey KAC Comics nennt. Gangster Als Tom O'Connor eines Tages Sam Millar das Brink's Depot in Rochster, seinen Arbeitsplatz, zeigt, bemerkt Sam Millar, wie lückenhaft die Sicherheitsmaßnahmen sind. Fortan reift in ihm der Plan, das Depot auszurauben. Am 5. Januar 1993 schreiten Sam Millar und sein Komplize zur Tat. Als der letzte Geldtransporter das Depot verlässt, stürmen sie mit Gewehr-Attrappen das Gebäude und überwältigen die Sicherheitsleute. Dann fahren sie einen Transporter in das Depot und laden säckeweise das Geld ein, das gerade in die Tresore gebracht werden sollte, bis der Wagen völlig überladen ist und sich nicht mehr vom Fleck bewegen lässt. Notgedrungen laden sie ein Drittel des Geldes wieder aus und treten die Flucht an. Einen Teil der Beute verstecken sie hinter einer falschen Wand in einer Garage, den anderen Teil nimmt Sam Millar samt dem Transporter mit. Nicht ahnend, dass ihm das FBI aufgrund der Reifenabdrücke, die er am Tatort hinterlassen hat, bereits auf der Spur ist und ihn überwacht, sucht Sam Millar ein sicheres Versteck für die Beute. Er nimmt Kontakt zu Pat Moloney auf, dem Priester, der ihm vor Jahren die gefälschten Papiere beschafft hat. Zusammen bringen sie das Geld in eine leerstehende Wohnung, die vom FBI videoüberwacht wird. Als es den Agenten gelingt, Scheine aus der Wohnung anhand der Seriennummer mit dem Überfall auf das Brink's Depot in Verbindung zu bringen, werden Sam Millar und Pat Moloney am 12. November 1993 verhaftet. Da Sam Millar aber nur der Besitz von gestohlenem Geld, nicht aber der Raub selbst zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, wird er lediglich zu fünf Jahren Haft verurteilt. 16 Monate nach dem Urteil erfährt Sam Millar aus der Irish News, dass er aufgrund eines Abkommens zwischen den USA und Nordirland nach Belfast überstellt und dort den Rest seiner Strafe absitzen wird. 1997 wird er aus dem Gefängnis entlassen. Sein Komplize bei dem Überfall wird nie gefasst, und ein Teil der Beute ist bis heute verschwunden. Schriftsteller Sam Millar zieht daraus die Lehre, dass sich Verbrechen nur in fiktiver Form bezahlt macht und beginnt zu schreiben. Seine Autobiografie On the Brinks wird ein Bestseller, an dem sich Warner Brothers die Filmrechte sicherte. Als die Bush-Regierung Sam Millar später Verherrlichung von Terrorismus vorwirft, zieht sich Warner Brothers aus dem Projekt wieder zurück. Heute lebt Sam Millar in Belfast, steht morgens um fünf auf, schreibt, so lange er kann und will, um dann durch die Straßen von Belfast zu streifen und den Leuten zuzuhören, damit seine Krimis so realistisch wie möglich werden Er selbst bezeichnet sie als eine Mischung aus Gothic Horror und Krimi. Mit Karl Kane hat Sam Millar ein Alter Ego geschaffen, das sich mit etlichen Traumata herumschlagen muss, die auch Sam Millar nur allzu bekannt sind: angefangen bei dem Verlust der Mutter im Alter von acht Jahren bis hin zu körperlicher Gewalt und Polizeiwillkür. Drucken Meine Meinung Als ich das Buch das erstemal in den Händen hielt war es eingeschweißt und sah aus wie eine Videokassette. Die Optik ist einfach wunderschön und sehr besonders. Der schwarze Buchschnitt macht das Gesamtbild in meinen Augen noch komplett. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte und habe mit dem lesen sofort begonnen. Ich habe den ersten Teil „Die Bestien von Belfast“ nicht gelesen und hatte etwas Bedenken ob ich wichtige Informationen verpasst haben könnte zu einzelnen Personen oder der Geschichte. Doch diese Überlegungen waren total überflüssig denn auch alle Leser die noch nichts von dem Autor gelesen haben werden sich in dieser Geschichte gut zurechtfinden. Von der ersten Seite an ist man sofort in der Geschichte. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und auch wenn es manchmal etwas derber wird ist es für die Geschichte in meinen Augen sehr passend. Viele Dinge sind unappetitlich beschrieben oder sehr eklig dargestellt und daher ist dieses Buch wirklich nur was für Leser die damit umgehen können. Für alle die nur einen normalen Kriminalfall suchen oder einen unblutigen Thriller ist dieses Buch aus meiner Sicht etwas zu derb und Detailgenau. Mir hat die Story gut gefallen. Das Buch war spannend auch wenn es in der Mitte einige Längen gab konnte mich diese Geschichte fesseln und packen. Ebenfalls ist die Geschichte schlüssig und gut durchdacht keine Fragen sind für mich am Ende offen geblieben. Und auch die Täterfrage bleibt hier bis zum Schluss ein Rätsel. Im Großen und Ganzen ist es ein schönes Buch was Spaß macht und durchaus schockierend ist. Doch trotzdem kann ich nicht die vollen Sterne geben da mir zu vollen Zufriedenheit noch etwas gefehlt hat. Doch dennoch kann ich es weiterempfehlen.

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  • Sam Millar: Die satten Toten (Ein Fall für Karl Kane)

    Die satten Toten
    kriegerin

    kriegerin

    13. October 2013 um 10:01

    Über den Autor Sam Millar: Sam Millar wird 1955 in Belfast als Sohn irischer Eltern geboren. Als er acht Jahre alt ist, verschwindet seine psychisch kranke Mutter spurlos. Mit 15 geht er von der Schule ab und arbeitet in einem Schlachthaus. Am Sonntag, den 30. Januar 1972, nimmt sein Bruder ihn mit nach Derry zu einer Demonstration für Bürgerrechte. Im katholischen Stadtteil Bogside eskaliert die Situation, und britische Soldaten schießen auf die Demonstranten. Viele Iren werden verletzt, 13 sterben. Sam und sein Bruder erleben die Geschehnisse hautnah. Das Datum geht als Bloody Sunday in die Geschichte Nordirlands ein. IRA Volunteer Sam Millar tritt daraufhin in die IRA ein und ist unter anderem an der Planung eines Bombenattentats in der Belfaster Innenstadt beteiligt. Das Attentat wird von der Polizei verhindert, Sam Millar und sechs weitere Beteiligte können sich aber der Verhaftung durch eine handfeste Prügelei mit den Beamten entziehen. 1973 wird Sam Millar zum ersten Mal festgenommen und muss eine Haftstrafe von drei Jahren absitzen. Blanket-Man Bereits 1976 wird Sam Millar wieder verurteilt und in das berüchtigte Gefängnis Long Kesh überstellt. Dort schließt sich Sam Millar dem Blanket-Protest an. Die Blanket-Men weigern sich, die reguläre und von den Briten gestellte Gefängniskleidung zu tragen, da sie sich als politische Gefangene und nicht als gewöhnliche Kriminelle sehen. Da ihnen keine Ersatzkleidung gestellt wird, müssen sie sich in ihre Bettlaken wickeln. Sam Millar hat in dieser Zeit keinerlei Kontakt zu seiner Familie, ist rund um die Uhr in seiner Zelle eingesperrt und wird von den Aufsehern systematisch misshandelt. Jegliche "Vergünstigungen" wie Zigaretten, Zeitschriften und Bücher werden den Blanket-Man verweigert; sie dürfen auch nicht arbeiten. 1983 befiehlt ihm die Leitung der IRA, den Protest zu beenden. Sam Millar soll 38 Mitgefangenen bei der Flucht zu helfen. Es wird der größte Gefängnisausbruch in der irischen Geschichte. Wenige Monate danach wird Sam Millar aus der Haft entlassen. Auswanderer 1984 wandert Sam Millar in die USA aus. Als Ex-Häftling muss er illegal über Kanada einreisen. Sein Freund Tom O'Connor, der bereits in den USA lebt und bei The Brink's arbeitet, schmuggelt ihn über die Grenze. Ein weiterer Freund, der irische Priester Pat Moloney, verschafft Sam Millar eine falsche Identität. Unter dem Namen Andre Singleton lebt Sam Millar zehn Jahre in der Nähe von New York City. Seine Familie reist auf legalem Weg mit einem Touristenvisum ein. Seinen Lebensunterhalt bestreitet Sam Millar zunächst als Straßenverkäufer, dann als Kartengeber in illegalen Casinos und als Portier in der Park Avenue. Später erfüllt er sich den Traum von einem eigenen Comicladen, den er nach seinen Kindern Kelly, Ashley und Corey KAC Comics nennt. Gangster Als Tom O'Connor eines Tages Sam Millar das Brink's Depot in Rochster, seinen Arbeitsplatz, zeigt, bemerkt Sam Millar, wie lückenhaft die Sicherheitsmaßnahmen sind. Fortan reift in ihm der Plan, das Depot auszurauben. Am 5. Januar 1993 schreiten Sam Millar und sein Komplize zur Tat. Als der letzte Geldtransporter das Depot verlässt, stürmen sie mit Gewehr-Attrappen das Gebäude und überwältigen die Sicherheitsleute. Dann fahren sie einen Transporter in das Depot und laden säckeweise das Geld ein, das gerade in die Tresore gebracht werden sollte, bis der Wagen völlig überladen ist und sich nicht mehr vom Fleck bewegen lässt. Notgedrungen laden sie ein Drittel des Geldes wieder aus und treten die Flucht an. Einen Teil der Beute verstecken sie hinter einer falschen Wand in einer Garage, den anderen Teil nimmt Sam Millar samt dem Transporter mit. Nicht ahnend, dass ihm das FBI aufgrund der Reifenabdrücke, die er am Tatort hinterlassen hat, bereits auf der Spur ist und ihn überwacht, sucht Sam Millar ein sicheres Versteck für die Beute. Er nimmt Kontakt zu Pat Moloney auf, dem Priester, der ihm vor Jahren die gefälschten Papiere beschafft hat. Zusammen bringen sie das Geld in eine leerstehende Wohnung, die vom FBI videoüberwacht wird. Als es den Agenten gelingt, Scheine aus der Wohnung anhand der Seriennummer mit dem Überfall auf das Brink's Depot in Verbindung zu bringen, werden Sam Millar und Pat Moloney am 12. November 1993 verhaftet. Da Sam Millar aber nur der Besitz von gestohlenem Geld, nicht aber der Raub selbst zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, wird er lediglich zu fünf Jahren Haft verurteilt. 16 Monate nach dem Urteil erfährt Sam Millar aus der Irish News, dass er aufgrund eines Abkommens zwischen den USA und Nordirland nach Belfast überstellt und dort den Rest seiner Strafe absitzen wird. 1997 wird er aus dem Gefängnis entlassen. Sein Komplize bei dem Überfall wird nie gefasst, und ein Teil der Beute ist bis heute verschwunden. Schriftsteller Sam Millar zieht daraus die Lehre, dass sich Verbrechen nur in fiktiver Form bezahlt macht und beginnt zu schreiben. Seine Autobiografie On the Brinks wird ein Bestseller, an dem sich Warner Brothers die Filmrechte sicherte. Als die Bush-Regierung Sam Millar später Verherrlichung von Terrorismus vorwirft, zieht sich Warner Brothers aus dem Projekt wieder zurück. Heute lebt Sam Millar in Belfast, steht morgens um fünf auf, schreibt, so lange er kann und will, um dann durch die Straßen von Belfast zu streifen und den Leuten zuzuhören, damit seine Krimis so realistisch wie möglich werden Er selbst bezeichnet sie als eine Mischung aus Gothic Horror und Krimi. Mit Karl Kane hat Sam Millar ein Alter Ego geschaffen, das sich mit etlichen Traumata herumschlagen muss, die auch Sam Millar nur allzu bekannt sind: angefangen bei dem Verlust der Mutter im Alter von acht Jahren bis hin zu körperlicher Gewalt und Polizeiwillkür. (Quelle: amazon) Über das Buch: Die Äußerlickeiten Optisch gesehen ist das Buch - genau wie sein Vorgänger "Die Bestien von Belfast" - mit seinem im Retro-Look gestalteten Cover und dem Schwarzschnitt natürlich wieder ein Blickfang in jedem Bücherregal. Diesmal ist das Cover in grün und schwarz gehalten und zeigt einen zähnefletschenden Clown. Die inneren Werte Zwei Mädchen werden tot aufgefunden und die Umstände ihres Todes sind äußerst kurios. Beide wurden mit einer speziellen, hochkalorischen Nährlösung innerhalb kürzester Zeit so gemästet, dass ihr Körper unter der zu tragenden Last zusammenbrach. Endlich, Karl Kane ermittelt wieder! Der ruppige, aber dennoch liebenswerte Detektiv, der mich ein bißchen an eine Mischung aus Carl Mørck (Sonderdezernat Q, Jussi Adler-Olsen) und Franz Eberhofer (Eberhofer Reihe, Rita Falk) erinnert, gerät in einen zähen Sumpf, der ihn sprichwörtlich in Belfasts Unterwelt führt. Und seine Naomi ist auch wieder mit von der Partie, wenn auch nur am Rande. Sam Millar hat eine fantastische Schreibe: Er bewahrt zwischen dem Geschehen und dem Leser immer ein bißchen Distanz, führt ihn gerade so weit an die Gewaltszenen heran, dass er mitbekommt was passiert, jedoch nicht nahe genug um sich später lange damit auseinandersetzen zu müssen. Einerseits gefällt mir das sehr gut, andererseits bleiben mir in dem Buch (wieder) einige Fragen unbeantwortet. So z. B. warum hat der Täter die Mädchen entführt? Welcher Beweggrund steckt genau dahinter? Welche Gedanken gehen in seinem Kopf vor? Was empfindet er bei der Tat? Auf keine dieser Fragen erhält man eine Antwort. Man muss Sam Millar alles so ein bißchen aus der Nase ziehen und so kann man sich am Ende aus allen Fakten seine eigene Theorie zusammenbasteln. Lieber hätte ich es natürlich von Sam Millar erfahren. Band II "Die satten Toten" lässt sich unabhängig von Band I "Die Bestien von Belfast" lesen, aber es schadet nicht, wenn man sich zuvor Band I einverleibt, dann lernt man Karl besser kennen und auch verstehen. Die Autoren-Vita habe ich aus gutem Grund in so ausführlichem Umfang an oberster Stelle eingebaut, denn Sam Millar hat eine sehr bewegende Vergangenheit hinter sich. Diese zu kennen schadet im Übrigen nicht, damit man seine Bücher und auch die Personen und deren Handeln besser versteht.

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  • Die satten Toten von Sam Millar

    Die satten Toten
    thenight

    thenight

    Sein 2. Fall führt den Belfaster Privatdetektiv, Karl Kane, auf die Spur eines Serienmörders, der seine Opfer unter den obdachlosen Mädchen auf den Straßen Belfast aussucht, entführt, foltert und tötet. Im Zuge seiner Ermittlungen benötigt Kane Hilfe aus dem kriminellen Milieu Belfasts.  Richtet man als Leser seinen Blick, nur auf die Handlung des Krimis, erscheint das Buch ziemlich banal und vorhersehbar, Millar bedient sich aller Klischees die es rund um Privatdetektive gibt, abgebrannt, ein bisschen kaputt, gescheiterte Ehe, Ärger mit der Polizei, die sich im Verlauf der Ermittlungen auch nicht gerade mit  Ruhm bekleckert,also nicht sonderlich spannend. Allerdings ist Millars Schreibstil, seine Ausdrucksweise und seine Fantasie alles andere als Banal, wer auf political correctness Wert legt, auf saubere Tatorte und ansehnliche Leichen, sollte das Buch nicht beginnen, denn gerade die Tatsache das Millar sich einen Dreck darum zu scheren scheint, wie seine derbe Sprache beim Leser ankommt, lässt sein Buch zu einem Pageturner werden, kein Satz scheint geschönt, kein Ausdruck wurde geschliffen um den Leser nicht zu schocken. Hier gebührt sicherlich dem Übersetzer ein großes Lob. Einzig die, doch recht vielen, offenen Fragen am Ende des Buches lassen mich einen Stern behalten, ich hätte gern näheres über den Täter erfahren, wie wurde er zu dem was er war.

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    • 3
    liyah40

    liyah40

    11. October 2013 um 23:04
  • Der etwas andere Ermittler aus Belfast

    Die satten Toten
    claude20

    claude20

    09. October 2013 um 14:39

    Karl Kane Privatermittler wird von Geraldine beauftragt ihre verschwundene Schwester zu suchen und zu finden. Bei der Polizei ist Geraldine mit ihrer Vermisstenanzeige nicht weit gekommen, denn ihre Schwester ist schon einige Male verschwunden und dann wieder aufgetaucht. Doch diesmal scheint es anders zu sein. Unterdessen landet auf den Tisch in der Pathologie bei Tom Hicks der Körper einer jungen Frau, der einige Deformierungen aufweist. Diese hatte kurz vor ihrem Tod Unmengen von Nahrung zu sich genommen. Sie wurde regelrecht gemästet. Und schon bald gibt es eine weitere Leiche mit den gleichen Merkmalen. Was geschieht in Belfast? Dies ist bereits der zweite Fall von Karl Kane dem Privatermittler. Dieses Buch von Sam Millar ist nicht wie andere Thriller oder Krimis. Die Ermittlung von Karl ist rasant, aber auch äußerst brutal und kompromisslos. Karl scheut nicht vor dem Einsatz von Gewalttätigkeiten, ungewöhnlichen Waffen und illegalen Vorgehensweisen zurück. Hier beschriebene Szenen muten teilweise bizarr, aber auch grauenvoll und nervendverzehrend, ja sogar verzweifelt und vernichtend an. Der Humor von Karl Kane ist sarkastisch, originell sowie drastisch und kam meiner Art von Humor sehr nah. Dieser Thriller ist nicht für jedermann geeignet. Personen mit sensiblen Magen oder Nerven sollten dieses Buch ganz bestimmt nicht lesen. Wer aber vor Gewaltszenen, Drogenmissbrauch und auch kranken Machenschaften nicht zurückschreckt, für den könnte dieses Buch die passende Lektüre sein. Ich gebe für dieses Buch 9 von 10 Punkte und denke hier sollte sich jeder eine eigene Meinung bilden, wenn er sich traut. © claude

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  • Der 2. Fall von Privatdetektiv Karl Kane

    Die satten Toten
    Talitha

    Talitha

    08. October 2013 um 13:20

    Karl Kane bekommt den Auftrag eines jungen Mädchens, ihre Schwester, die aus dem Jugendheim geflohen ist, zu suchen. Sie befürchtet, dass ihr etwas zugestoßen sein könnte. Gleichzeitig werden in der Stadt Mädchenleichen gefunden. Ein guter Freund und Pathologe klärt Kane darüber auf, dass die Mädchen vor ihrem Tod gemästet wurden: ein irrer Psychopath scheint da am Werk zu sein. Kane ermittelt... Gut geschrieben und spannend zu Lesen. Die Story ist interessant, teilweise aber auch sehr brutal und ekelig, vor allem die Beschreibungen der Verletzungen von Kane und die Mastmethoden.  Was zu dem Sternabzug geführt hat, ist die fehlende Motivation des Psychopathen, sie wird nur leicht angerissen, aber nicht wirklich überzeugend erklärt. Das finde ich sehr schade.  Alles in allem aber ein solider Krimi, gut zu lesen und spannend für unterhaltsame Lesestunden. 

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